Förderprogramme

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Der Fonds Darstellende Künste fördert seit 1988 Projekte aller Sparten der Darstellenden Künste. In seiner fast 30-jährigen Förderpraxis vergab der Fonds bislang ca. 16 Millionen Euro für rund 3.000 Einzelprojekte und Projektkonzeptionen in allen Bundesländern und weit über 300 Kommunen. Wie auch die vier anderen Bundesförderfonds für Bildende Kunst, Literatur, Soziokultur und Übersetzungen erhält der Fonds Darstellende Künste seine jährlichen Mittel in Höhe von 1, 1 Millionen Euro seit 2016 durch die Beauftragte für Kunst und Medien des Bundes. Eine breite Basis für die Wahrung der Interessen der Darstellenden Künste ist durch das umfassende Spektrum der 15 Mitgliedsvereine, Verbände und Organisationen auf Bundesebene gewährleistet. Über 40.000 professionelle Theater- und Tanzschaffende Deutschlands, 2.200 Theatervereine, bundesweite Besucherorganisationen und internationale Netzwerke werden vertreten.

Der Fonds hat sich zum Ziel gesetzt, alle Arbeitsfelder und Formen der Künste des professionellen frei produzierenden Theaters und Tanzes zu fördern, um der hohen Bedeutung dieses Kunstfeldes gerecht zu werden und einen substantiellen Beitrag zur Weiterentwicklung einer vielgestaltigen Theater-, Performance- und Tanzlandschaft in Deutschland zu leisten. Hierfür entwickelt der Fonds unterschiedliche Förderprogramme, ein Schwerpunkt der langjährigen Arbeit bildet das Förderprogramm Projektförderung. Hierin fördert der Fonds bundesweit bemerkenswerte Einzelprojekte und Produktionen, die sich vor allem mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen, auffallende künstlerisch-ästhetische Formate entwickeln sowie durch ihre partizipatorischen und interaktiven Anordnungen mit dem Publikum für ein Theater der kommenden Gesellschaft stehen. Die Antragssumme für diese Förderung beträgt maximal 15.000 Euro.

Das seit 2010 erfolgreiche Förderprogramm Konzeptionsförderung, dass eine Förderung über 25.000 Euro jährlich für die Dauer von drei aufeinanderfolgenden Jahren umfasst, dient dazu herausragende Ansätze der Darstellenden Künste bundesweit hervorzuheben und einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Darüber hinaus regt es die Künstlergruppen an, vorhandene Entwicklungen der ästhetischen Formfindung zu verstetigen und weitergehende Kooperationen in Förder-, Produktion – und Gastspielnetzwerken zu bilden. Neben der Förderung einer jährlichen Neuproduktion, können zukünftig auch konzeptionelle und strategisch-organisatorische Vorhaben Bestandteil der Konzeptionsförderung sein.

Ab 2017 erweitert der Fonds seine Förderung um das Förderprogramm Initialförderung mit dem Ziel, bemerkenswerte künstlerische Impulse zu befördern und experimentelle Recherchen oder neue Formen der Zusammenarbeit bereits in ihrer konzeptionellen Phase zu fördern. Bei der Initialförderung steht die künstlerische Idee sowie Beschäftigung mit einem thematisch-inhaltlichen Zugang im Vorfeld von Produktionen oder auch produktionsunabhängig im Mittelpunkt. Die künstlerische und inhaltliche Absicht kann so auf eine mögliche Perspektive überprüft werden. Gefördert werden Recherchen, Laboratorien, Erkundigungen oder andere Versuchsanordnungen zur Generierung von Inhalten zukünftiger Kunstproduktion mit einer maximalen Fördersumme von 5.000 Euro.

Darüber hinaus fördert der Fonds Darstellende Künste in 2016 und 2017 im Sonderprogramm HOMEBASE gezielt Projekte im Bereich der Darstellenden Künste, die einen dialogorientierten und interkulturellen Ansatz verfolgen. Projekte und Produktionen bei denen Kooperation mit Geflüchteten und Asylsuchenden, mit Bürgern mit Migrationshintergrund oder mit Künstler*innen aus den Fluchtländern im Zentrum des Vorhabens stehen.

Mit diesen vier Förderprogrammen ist der Fonds Darstellende Künste einer der wichtigsten Partner der frei produzierenden Darstellenden Künste auf der Bundesebene. Für die kommenden Jahre verfolgt der Fonds neben der Fortsetzung des Sonderprogramms im Rahmen seiner regulären Förderprogramme, das Ziel, die Förderbeiträge deutlich anzuheben um der anfangs erwähnten gesellschaftlichen Bedeutung der künstlerischen Beiträge des frei produzierenden Feldes für die bundesdeutsche Theater- und Tanzlandschaft annähernd gerecht zu werden.

 


 

Grant programmes

Since 1988, the Fonds Darstellende Künste has been promoting projects in all sectors of the performing arts. Throughout its almost 30 years of promotional activity, the fund has provided grants of approx. €16 million for about 3,000 individual projects and project concepts in all federal states and more than 300 municipalities. Just as the four other federal promotional funds for the visual arts, literature, social culture and translations, since 2016 the Fonds Darstellende Künste has received its annual resources of €1.1 million from the Federal Commissioner for Culture and the Media. The extensive spectrum of 15 member groups, associations and organisations at the national level ensure the broad foundation for us to protect the interests of the performing arts. We represent Germany’s over 40,000 theatre and dance professionals, 2,200 theatre associations, nationwide visitor organisations and international networks.

The fund pursues the objective of promoting all fields of work and art forms of professional, independently producing theatre and dance in order to do justice to the great importance of this art sector and make a substantial contribution to further developing a multifaceted theatre, performance and dance landscape in Germany. To this end, the fund develops a variety of grant programmes; one focal point of our many years of work is the grant programme for Project Funding. With this, the fund promotes notable individual projects and productions nationwide that grapple in particular with socially relevant issues, develop remarkable artistic and aesthetic formats and, through their participatory and interactive arrangements with the audience, stand for a theatre of the coming society. The application amount for this funding is a maximum of €15,000.

Successful since 2010, the grant programme for Conceptual Funding, which encompasses annual funds of €25,000 for three consecutive years, serves to highlight outstanding approaches in the performing arts nationwide and make them accessible to a larger audience. Additionally, it encourages the artist groups to perpetuate existing developments in aesthetic form finding and create continuing alliances in promotional, production and guest performance networks. In addition to funding one new production each year, in future, Conceptual Funding can also include conceptual and strategic-organisational projects.

Beginning in 2017, the fund is expanding its promotional breadth with the grant programme for Initial Funding. Its objective is to advance remarkable artistic stimuli and promote experimental research or new forms of cooperation as early as the conceptual phase. Initial Funding focuses on the artistic idea as well as dealing with a thematic and content-related form of access prior to or independent of productions. The artistic and content-related intention can thereby be examined for a possible perspective. It promotes research, laboratories, explorations or other experimental arrangements to generate the content of future art production with a maximum grant of €5,000.

In addition, in 2016 and 2017 the Fonds Darstellende Künste is specifically promoting projects in the field of the performing arts that pursue a dialogue-oriented and intercultural approach with its special programme HOMEBASE. This spotlights projects and productions focused on collaboration with refugees and asylum seekers, with citizens with migration backgrounds or with artists from displacement countries.

With these four grant programmes, the Fonds Darstellende Künste is one of the most important partners of the independently producing performing arts at the national level. In the coming years, the fund will pursue the objective of not only continuing the special programme within the scope of its regular grant programmes, but to significantly increase the support contributions in order to come close to measuring up to the above-mentioned social importance of the artistic contributions of the independently producing field for the German theatre and dance landscape.