Projekte

HOMEBASE Erfahrungsberichte

2. Förderrunde 2016

 

OUT OF JOINT (Dezember 2016 – April 2017 in Bremen/Dtl. und Johannesburg/Südafrika)
steptext dance project

ANBAHNUNG & RECHERCHE

Die Recherchephase für die europäisch-afrikanische Tanzproduktion OUT OF JOINT von Gregory Maqoma/Vuyani Dance Theatre und Helge Letonja/steptext dance project umfasste verschiedene Schwerpunkte: 1) inhaltliche Auseinandersetzung und Vorrecherchen in Bremen und Johannesburg, 2) Austausch mit und Teilhabe der afrikanischen Communities in Bremen, 3) Realisierung eines Dokumentarfilmes.

1) Die Recherche- und Konzeptionstreffen in Bremen und im südafrikanischen Johannesburg ermöglichten eine intensive Vorbereitung der zwei gleichberechtigten Choreografen, die für die anschließende Tanzproduktion zunächst getrennt am Ort des Koproduktionspartners mit Tänzer_innen und dem Team des Partners starteten. Wechselwirkungen und thematische Zusammengänge der künstlerischen Positionen wurden erörtert sowie ein gemeinsames dramaturgisches Konzept für das Stück entwickelt, so dass im anschließenden Prozess die getrennt erarbeiteten Sequenzen zu einem einzigen Bühnenwerk verschmelzen konnten. In Fragen von Co-Autorship, bei der die eigene Sichtbarkeit hinter das gemeinsame Ergebnis zurückstellt wird, bildet OUT OF JOINT eine modellhafte transkulturelle Zusammenarbeit.

Produktion OUT OF JOINT, Foto: M. Menke

2) In die Recherchephase wurden über das Afrika-Netzwerk Bremen zudem unterschiedliche Akteure der afrikanischen Communities in Bremen einbezogen. Drei Austauschtreffen, zwei Tanzworkshops, ein Probenbesuch und Gespräch mit den Choreografen wurden realisiert. Zudem konnte die Podiumsdiskussion „Zum Anderen gemacht Werden“ in Kooperation mit Tanz Bremen, dem Afrika-Netzwerk Bremen und der Kunsthalle Bremen im Rahmenprogramm des Tanzstückes OUT OF JOINT eine Öffentlichkeit für die Themen der Community herstellen. Über die verschiedenen Partizipationsformate, mit denen ca. 60 Akteure aus dem Kontext der Afro-Deutschen Community Bremens angesprochen wurden, konnte steptext seine Vernetzung mit der Zielgruppe ausbauen und Schritt für Schritt auch als neues Publikum für den Tanz gewinnen.

3) Ein Team bestehend aus einem in Bremen lebenden Tänzer aus dem Togo und einem Kulturmanager aus dem Senegal führte zudem Interviews mit ausgewählten Afro-Deutschen Bremern für einen Dokumentarfilm über das Leben und Wirken der Afro-Deutschen Community in Bremen und ihrer Haltung zum Thema des Tanzstückes OUT OF JOINT („Die Welt ist aus den Fugen“). Die Fertigstellung des Dokumentarfilms steht noch aus, hat das Ziel der Kontaktaufnahme und des Austausches mit der Zielgruppe aber bereits erreicht. Der Film wird im Sommer 2017 abgeschlossen und dann vom Afrika-Netzwerk Bremen, sowie innerhalb des Festivals AFRICTIONS von steptext dance project einem breiten Publikum präsentiert.

 

Ich.Du.Wir. Supahelden (Mai 2017 in Hamburg)
LUKULULE e.V.

PRODUKTION

Foto: Danny Merz

Das Projekt „Ich.Du.Wir. Supahelden“ startete im Winter 2016 mit 40 Teilnehmern, von denen alle an den ersten Meetings und Workshops teilgenommen haben. Bei der finalen Aufführung waren noch 28 dieser Teilnehmer dabei. Nach einer anfänglichen Recherche-Phase zum Thema Rassismus (online; Bücher; Interviews mit Menschen, die von Rassismus oder Diskriminierung betroffen sind; Diskussionen mit Menschen, die nie Rassismus erfahren haben) sowie zu den Themen Kapitalismus, Schönheitsbilder, Gesellschaft Strukturen, Frauenbilder und Mikro-Aggressionen fanden ab Dezember 2016 regelmäßige Workshops statt, in denen sich die Teilnehmer persönlich mit diesen Themen auseinandersetzten und sich darüber austauschten. Die individuelle kreative Umsetzung der eigenen Erfahrungen folgte in der Erarbeitungsphase des Stücks körperlich (Tanz, Form), stimmlich (Rap, Gesang, Monologe, Dialoge) oder über die Gestaltung von Bühnen-Elementen.

Foto: Danny Merz

Ab Januar 2017 wurden die Ergebnisse dieser Projektarbeit in regelmäßig stattfindenden wöchentlichen Proben zusammengeführt und einstudiert. Die vier Aufführungstermine auf Kampnagel waren jeweils ausverkauft, was für ein großes öffentliches Interesse an der behandelten Thematik spricht. Mit ansteckendem Enthusiasmus und großer Leidenschaft gelang es den jungen Darstellern, ein aufregendes, interkulturelles und berührendes Bühnenstück zu spielen, das für reichlich Stoff zum Nachdenken sorgte. Weitere Aufführungen und Gastspiele sind derzeit in Planung.

Website | E-Mail-Kontakt für weitere Auskünfte: info[at]lukulule.de

 

Miroir – Spiegel (September – Oktober 2016 in Kirschgau/Dtl. und Abidjan/Elfenbeinküste)
TanzART e.V.
ANBAHNUNG & RECHERCHE

Primäres Ziel dieses Anbahnungs- & Recherche Projektes war die intensive Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen-afrikanischen Tanz heute, um darauf aufbauend in einen Dialog treten zu können auf der Suche nach einer neuen gemeinsamen Narrative.

Das Projekt beinhaltete folgenden Aktivitäten
1. Anbahnung & Recherche vor Ort über den IST Zustand zeitgenössischer afrikanischer Tanz
Die „vor Ort“ Recherche erfolgte im Rahmen des Festivals „Un pas vers l’avant“ vom 05.-17.09.2016 in Abidjan / Côte d’Ivoire und beinhaltete:
a)Analyse afrikanisch – zeitgenössischer Tanzproduktionen
Diese Recherchephase ist ein Blick von „Außen“ – Welche Ästhetik haben afrikanisch zeitgenössische Choreografien und womit beschäftigen sie sich inhaltlich?
Als Grundlage dienten die Produktionen die Rahmen des Festivals präsentiert wurden, sowie Videoaufnahmen weiterer afrikanischer Künstler.
b) Interviews & Gespräche über das Selbstverständnis, die Ästhetik und die Situation des afrikanisch-zeitgenössischen Tanzes heute.

Foto: Jana Schmück

2. ChoreoLAB tanzpraktische Begegnung & Diskussionsforen zwischen deutschen und afrikanischen Choreografen
Das ChoreoLAB bot Raum für eine erste gemeinsame, direkte und tanzpraktische Begegnung. Es fand vom 05.- 13.09.2016 in Abidjan statt, insgesamt haben 23 Tänzer daran teilgenommen. Das ChoreoLAB wurde von Jana Schmück und Patrick Acogny geleitet.
Der Aufbau orientierte sich an
1) Blick auf sich selbst: traditioneller/ zeitgenössisch afrikanischer
2) Blick auf das Gegenüber: westlich zeitgenössischer Tanz
3) Choreografische Konzepte & Reflexions- & Diskussionsrunden

3. Entwicklung eines Tanztheater Konzeptes
Ange Aoussou & Jana Schmück
„Prend mon corps et mon esprit pour 5 seconde“
Das Stück baut auf den künstlerischen Recherchen des ChoreoLAB auf.
Geplante Aufführungen sind:
– September 2017 „Festival Un pas vers l’avant“ Elfenbeinküste
– November 2017 EANT Festival „The East African Nights of Toleranz“ Ruanda
– 2018 Tournee in Deutschland

Beteiligte Personen in diesem Rechercheprojekt waren neben Ange Aoussou und Jana Schmück u.a.: Patrick Acogny (Senegal), Celia Bambera (USA/ Burkina Faso), Michéle Ndjongui (Kamerun, Frankreich)

Die Umsetzung eines solchen Projektes fordert Toleranz für zeitliche Flexibilität, schnelle Findung von Alternativlösungen, konkrete Vereinbarungen und eine Vertrauens- & Kontaktperson vor Ort. Interkulturelle und fremdsprachliche Kompetenz sind Voraussetzung.
Die Realisierung des Projektes hat uns einen intensiven Austausch, neue Kontakte ermöglicht, auf die wir in Folgemaßnahmen aufbauen können.

1. Förderrunde 2016

 

First Black Woman in Space (Oktober 2016 in Berlin)
Simone Dede Ayivi

PRODUKTION

Foto: Ute Langkafel

First Black Woman in Space ist eine feministische afrofuturistische Performance. Unser Anliegen war es ein Stück Science Fiction aus Schwarzer weiblicher Perspektive ins Theater zu bringen. Das Weltall als endlosen unbekannten Sehnsuchtsort in den begrenzten und uns nur zu bekannten Theaterraum zu holen, um gemeinsam mit dem Publikum an einer Zukunft zu spinnen, in der Rassismus und Sexismus der Vergangenheit angehören. Dabei haben wir uns auf die Perspektive Schwarzer Frauen konzentriert: Schwarze weibliche Role Models sind nicht rar – nur unterrepräsentiert. Ihre Kämpfe und Träume wollten wir auf die Bühne holen und so Schwarze Weiblichkeit feiern. Zunächst sind wir von medialen Vorbildern ausgegangen und beschäftigten uns mit den Lebensgeschichten und der Freundinnenschaft der Astronautin Dr. Mae C. Jemison – der titelgebenden ersten Schwarzen Frau im Weltall und der Schauspielerin Nichelle Nichols, die zwanzig Jahre bevor Jemison ins All folgt als Lt. Uhura fiktive Weltraumreisen mit dem Raumschiff Enterprise unternahm.

Mae C. Jemison sagt, dass sie ohne Uhura vielleicht gar nicht auf die Idee gekommen wäre, dass sie selbst auch Astronautin werden könnte. Wir haben uns gefragt: Wie wirkt sich die mediale Darstellung Schwarzer Frauen auf das reale Leben aus? Wie beeinflussen (fiktive) Vorbilder unseren Alltag und unsere Wünsche für die Zukunft?

Foto: Ute Langkafel

Diese Fragen haben wir mit elf Schwarzen Frauen und Mädchen diskutiert, die in Deutschland leben. Wir haben über mehrere Tage in Berlin und Frankfurt Videointerviews geführt, sie nach Vorbildern und Zukunftswünschen gefragt und angeregt über Themen wie Feminismus, Schwarzen Aktivismus, Community und Solidarität diskutiert. Diese Gespräche waren intensiver als erwartet und gaben dem Projekt viele wichtige inhaltliche Impulse, die sich in Dramaturgie, Text und Bildsprache des Abends niederschlugen. Auch die so entstandenen Videos spielten am Ende eine größere Rolle als anfänglich geplant. So rückte die Gegenwart stärker in den Mittelpunkt der Performance. So einfach ist es wohl doch nicht sich eine Zukunft vorzustellen, in der Diskriminierung und Unterdrückung überwunden sind, wenn wir aktuell dazu gezwungen sind uns immer mehr mit Rassismus und Sexismus zu beschäftigen.

Eine Produktion von Simone Dede Ayivi und Team in Koproduktion mit Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und SOPHIENSÆLE. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, den Fonds Darstellende Künste e.V. und die Stiftung Niedersachsen.

 

MEETING POINT (Herbst 2016 – Januar 2017 in Niedersachsen, Bremen)
boat people projekt

ANBAHNUNG & RECHERCHE

Recherchefahrt von Nina de la Chevallerie und Rzgar Khalil durch Niedersachsen und Bremen für eine Bestandsaufnahme der beruflichen Situation professioneller geflüchteter Bühnenkünstler*innen (Bereich Tanz, Schauspiel, Regie, Choreographie, Theaterpädagogik, Autorenschaft).

v. l.n.r.: Nina de la Chevallerie, Ahmad Kiki, Rzgar Khalil; Foto: Nina de la Chevallerie

Interviews und/oder Austausch mit insgesamt 30 Künstler*innen aus den verschiedenen künstlerischen Bereichen und aus den Herkunftsländern Syrien, Irak, Vietnam, Ukraine, dabei haben ca. 25% eine akademische Ausbildung, 75% sind Autodidakten, was oftmals politisch oder gesellschaftlich-soziale Gründe hat.

Wir konnten feststellen, dass ein großes Defizit an Informationen über Theaterlandschaft, Leben als freie/r Künstler*in und Fördermöglichkeiten in Deutschland vorhanden ist und gleichzeitig aber natürlich ein großes Interesse an den selbigen. Erschreckend waren einige Berichte über keine oder nur geringfügige Bezahlung bei Kooperationen mit deutschen Gruppen/Theatern.

Gemeinsam mit einigen der Interviewten soll in den nächsten Monaten ein Netzwerktreffen für Informationsfluss und künstlerischen Austausch konzipiert und organisiert werden, voraussichtlicher Termin ist Winter 2017/2018.
Website | E-Mail-Kontakt für weitere Auskünfte: chevall[at]gmx.de

 

a relation to explore (November 2016 – April 2017 in Flensburg)
Theaterwerkstatt Pilkentafel

ANBAHNUNG & RECHERCHE

Flensburg ist durch den Handel mit Zucker und Rum reich geworden, also mit der Ausbeutung von Sklaven, die von Westafrika in die Karibik verschleppt wurden. Der Zucker kam von den ehemaligen dänisch-westindischen Inseln. 2017 jährt sich der Verkauf der Inseln an die USA zum 100. Mal. Das ist für Museen Anlass für Ausstellungen beiderseits der Grenze. Als Kuratorin wurde Dr. Imani Tafari Ama aus Jamaika gewonnen, also der Blick von der schwarzen Seite. Mit ihr zusammen wollten wir erforschen, was die in Flensburg lebenden Migranten aus Schwarzafrika und der Karibik von der kolonialen Geschichte der Stadt wissen und ob es eine Bedeutung für sie hat, und wenn ja, welche.

Es gab in den Antworten der Schwarzen viel Abwehr, um nicht wieder Objekt einer Weißen Neugierde zu sein. Das hat uns sehr nachdenklich gemacht und so war das Ergebnis dieser Untersuchung eine Umkehrung des Blickwinkels auf unsere Kernfrage, die uns auf uns selbst zurückführt. Einige Fragen und Thesen, die sich für uns daraus ergeben:

1. Was für Konsequenzen hat es für unser Verhalten (als Individuum, als Gesellschaft und als Staat), wenn wir begreifen, dass die Migrationsbewegungen heute Weiterführung und Antwort auf die europäischen Expansionsbewegungen von damals sind?
2. Wir `Weiße´ bleiben trotz allem Verständnis, aller Empathie und aller Kritik an den Verhältnissen ein Teil der Weißen.
3. Das Beschwören der Augenhöhe ist ein Märchen, gucken wir in den Spiegel, dann sind wir auf Augenhöhe.
4. Was ist mein Interesse als einer der Weißen an der Aufarbeitung des Kolonialismus? (Will ich nicht eine Art Absolution, „ich bin der andere Weiße“, und damit aus der Geschichte von Schuld und Verdrängung aussteigen?
5. Warum sollen sich die Opfer, die ja mit ihrer Aufarbeitung der Geschichte, ihrem Leid, ihrem Gefühl der Unterlegenheit schon genug zu tun haben, sich auch noch für uns interessieren?
6. Als Weißer und Bewohner Europas bin ich privilegiert. Empfinde ich mich als privilegiert? Worin bestehen die Privilegien? Will oder kann ich Privilegien abgeben? (Oder will ich die Privilegien genießen ohne mich schuldig zu fühlen?)
7. Was ist meine ererbte „Krankheit“ des kolonialen Erbes? ( z.B.: Aufrechterhaltung der Überlegenheit auch und gerade als „Helfer“.)
8. …und was bedeutet in diesem Zusammenhang der Gestus des „Helfens“ und der „Integration“ den Geflüchteten gegenüber?

 

Akademgorodok – Silicon Forest (September 2016 in Stuttgart)
post theater

PRODUKTION

Wir haben 14 Tage in Akademgorodok, der Wissenschaftsstadt 25 km südlich von Novosibirsk, Sibirien, geforscht. Die Interviews mit Kernphysikern, Plasmaphysikern, MathematikerInnen, Biologinnen etc. haben kaum direkt Eingang finden können in unsere Tanz-Performance. Wie kann man komplexe Rechercheergebnisse in eine möglichst nicht-textlastige Performance gießen. Dokumentartheater ist einfach. Expertentheater ist einfach. Dokumentarisches Tanz-Theater nicht. Wir haben früh entschieden, dass die PerformerInnen nur sich selber spielen sollten. Der Anlass für den Tanz ist es, eine Künstliche Intelligenz mit darstellender Kunst zu füttern – um deren Mangel an Menschlichkeit für ihre Arbeit an der perfekten Wissenschaftsstadt zu beheben.

Foto: Elitza Nanova

Die Performance war an der Oberfläche über die russische Kultur der Wissenschafts-Politik und – Planung. Eigentlich war sie aber über die Grenzen der Darstellbarkeit von hochkomplexen Sachverhalten mit den Mitteln von Tanz Medienkunst. Wir haben keine unserer vielen Fotos aus Akademgorodok gezeigt.

Wir haben Akademgorodok als Stadtmodel aus Holzklötzchen gezeigt, das immer wieder umgebaut wurde – auch und gerade von den TänzerInnen. Die Live-Projektionen des Models – gefilmt von einer Tänzerin – überlagerten sich mit digitalen 3D-Grafik-Modellen.

Foto: Elitza Nanova

Die TänzerInnen tanzten nie die WissenschaftlerInnen von Akademgorodok, sondern die emotionalen Reflexionen von wisschenschaftlichen Diszplinen und ihrer Verortnung an einem besonderen Ort. Das hat erstraunlich gut funktioniert – aber kann noch weiter getrieben werden. Oft kam die Frage, ob es diesees Akademgorodok wirklich gäbe – und ob wir wirklich dort waren. Wir freuen uns über diese Frage sehr. Denn Akademgorodok ist ein Mythos – gerade auch in Russland selber. Mythen sagen uns immer etwas aus über unser eigenes Wissen, unsere Weltsicht des vermeintlich bekannten.

Wir hoffen, verschiedenen Menschen an verschiedenen Orten diese Art von Verwirrung über unbekannte Städte mit auf den Weg geben zu können.

Gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Forschung und Kultur des Landes Baden-Württemberg via LaFT BW und dem HOMEBASE Programm des Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts Nowosibirsk, PALERMO Galerie Stuttgart, Axel-Springer-Plug&Play und Accenture.

 

AM FLUSS – gestrandet (September 2016 in Dresden)
Cie. Freaks und Fremde

PRODUKTION

Für alle Beteiligten im Netzwerk der Cie. Freaks und Fremde war das Projekt im Vorfeld ein eher vages Unterfangen, wir haben uns mit Hilfe des Societaetstheaters und anderer Partner zunächst materielle Grundlagen und eine Arbeitsbasis geschaffen, die es in der praktischen Arbeit mit Inhalt und Leben zu füllen galt.

Foto: jsn-media-art

Anders als geplant, konnten wir unser Theaterzelt nicht im Zentrum der Stadt auf den Elbwiesen zwischen Altstadt und Neustadt aufbauen. Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit wurden nach und nach alle Zentrumslagen zu Sicherheitszonen erklärt und wir wurden aufgefordert, alternative Spielorte zu finden. Dieser Eingriff erwies sich allerdings als großer Glücksfall für das Projekt. Wir errichteten unser Theaterzelt schließlich zentral im Alaunpark im Herzen der Dresdner Neustadt, dem Melting Pot der Stadt schlechthin. Hier treffen im Grunde alle Kulturen und Generationen aufeinander.

Hier lagern bei gutem Wetter Gruppen von pakistanischen und syrischen Flüchtigen, Punks und Berufsschüler hängen hier ab, Rentner führen hier Ihre Hunde aus, es ist der Platz, auf dem sich Familien und junge Leute treffen, hier spazieren die Alten und die Polizei fuhr mehrfach zu Razzien auf. Hier fanden wir nicht nur unser Publikum, sondern auch unsere Stichwortgeber, Diskussions- und Sparringspartner. Eine für uns beglückende Symbiose von Alltagsleben und Kunstproduktion verwirklichte sich. Das wäre womöglich so auf den Elbwiesen gar nicht möglich gewesen, dort wären wir eher das UFO, der Fremdkörper gewesen – hier waren wir Bestandteil des täglichen Lebens. – Und sowohl die Verantwortlichen in der Stadt, das Societaetstheater und die Anwohner und Passanten haben das Theaterzelt schnell als Bestandteil in diesem Teil der Stadt verstanden, das in irgendeiner Form in der Zukunft hier „institutionalisiert“ werden sollte.

Alle Darsteller und Musiker hatten sich in der vorgelagerten Proben- und Vorbereitungszeit ein Repertoire von Geschichten, szenischem Material, Pattern, Choreografien und Arbeitsprinzipien geschaffen, mit dem wir dann in unserem öffentlichen Produktions- und Aufführungsort zusammentrafen – ein Theaterzelt mitten in der Stadt, im Dresdner Alaunpark, der täglich von hunderten frequentiert und als vielfältiger Lebensraum genutzt wird.

Eine große Anzahl von Fragen bewegte uns: Werden wir tatsächlich inhaltlich und vor allem ästhetisch künstlerisch arbeiten können? Oder werden wir nur unsere Kunst an diesen Ort tragen und dort recht und schlecht abliefern? Wie wird der Ort, werden die Begegnungen und das vorhandene soziale Leben dort auf die künstlerische Arbeit wirken? Werden wir das Ganze als Gewinn für unsere Arbeit erleben? Wird der Ort durch unsere künstlerische Arbeit reicher werden? Sind insbesondere für die Asylsuchenden, die in den Wochen und Monaten ihrer langwierigen Verfahren an diesem Ort ihre Zeit totschlagen, solche Dinge wie Kunst, Geschichten, kultureller Brückenschlag überhaupt von Relevanz? Wie befreien wir uns von einem Leistungsdruck und verfolgen einfach offenen Auges unsere Arbeit?

Verblüffend war, wie schnell die meisten von Skepsis getragenen Fragen verschwanden.

mehr ...

Da ja schon der Aufbau ein paar Tage dauert, wurden wir mit Neugier und Hilfe empfangen, wir konnten die unterschiedlichsten Personengruppen für das interessieren, was da kommen werde … Den Auftakt machten wir mit einem Abend, an dem wir verschiedene Elemente aus unserem Repertoire und für den Ort erarbeitete Szenen zu einer Vorstellung verflochten, die das Interesse an unserer Arbeit über Begeisterung und großes Vergnügen wecken sollte, verschiedene inhaltliche und ästhetische Pfade wurde aufgemacht …

In den darauffolgenden Tagen trafen wir uns immer 10.00 Uhr zum Meeting, bei dem der Tagesplan festgelegt wurde, d.h. welche Szenen in den Impros und Szenenvorstellungen am Nachmittag gezeigt werden sollten, eine Art öffentliche Proben, die auf die abendlichen Vorstellungen gespannt machen sollten. Außerdem wurden die Elemente der jeweiligen Abendvorstellungen besprochen, die von einem täglich wechselnden dramaturgischen Team im Laufe des Tages entwickelt wurden. Täglich gesellten sich dann auch Zuschauer und Beobachter zu den Meetings und gaben Feedbacks zu unserer Arbeit.

Foto: jsn-media-art

Wir hatten uns eine spannende und wilde Zeit erwartet, was aber unsere Erwartungen überstieg, waren die künstlerischen Ergebnisse der allabendlich wechselnden und stets neu entstandenen Performances.
Wir haben das Glück, mit den Musikern Daniel Williams und Frieder Zimmermann auch dramaturgisch versierte Theaterkomponisten an unserer Seite zu haben und in Josia Werth einen Lichtdesigner, der selbst in einem spartanisch bestückten Theaterzelt jedem Abend einen völlig neuen Charakter verleihen kann.
Aber auch die Situation, sich täglich in der Öffentlichkeit dem Kommunikations- und Probenprozess neue Kraft und Konzentration abzuringen, schuf eine unglaublich kreative und suchende Atmosphäre. Die größte Stärke der Arbeit war aber tatsächlich, dass alle künstlerisch Beteiligten, sich einem künstlerischen Transformationsprozess unterzogen und eben nicht nur ihre „Zutat“ in einen Eintopf einbrachten. So gerieten die Begegnungen von Kathak, klassischem und zeitgenössischem Tanz, von afrikanischem Storytelling mit der Collagen-Kompositionsform des amerikanischen Komponisten und Performers John Moran und der Forschung an den Kulturen des Drone, von experimentierendem Objekttheater mit iranischer Dichtung, von Freakshow und dokumentarischer Recherche zu völlig neuen Genre-Erfahrungen, die unsere zukünftige Arbeit maßgeblich bestimmen.
Erstaunlich auch, wie selbstverständlich Geschichten aus dem sozialen Umfeld des Zeltes in die Arbeit einflossen. Durch die Beteiligung pakistanischer und iranischer Künstler, kamen dann auch etliche Pakistaner und Iraner vorbei und suchten Austausch…
Der Gang auf die andere Elbseite in die Altstadt, wo wir unsere Arbeit im Öffentlichen Raum weiterentwickeln und präsentieren wollten, wurde kompliziert, unter strengsten Auflagen waren Vorstellungen in Fußgängerzonen und Passagen möglich. Man befand sich in den Sicherheitsvorbereitungen für den Tag der Deutschen Einheit. Die flüchtigen Kontakte mit Passanten, Gespräche und Reflektionen waren zwar interessant, aber die intensive Arbeit und die nachhaltigen Kontakte, die wir in unserer Arbeit im Alaunpark geknüpft hatten, waren nicht mehr zu toppen.
Einhellig wurde die Arbeit „AM FLUSS – gestrandet“ von allem Beteiligten als eine der wichtigsten, wenn nicht gar als die wichtigste Arbeit von Freaks und Fremde beschrieben, in Hinsicht der künstlerischen Zusammenarbeit, der ästhetischen Ausprägung und der Art und Weise des Zuschauerkontaktes.

Es gibt unterschiedliche Pläne, die Arbeit in dieser Konstellation weiter zu verfolgen und auch, das Format mit dem Theaterzelt im Alaunpark zu einer festen Größe zu machen, die alljährlich neu aufgelegt wird.

Gestrandet ist ein Projekt der Cie. Freaks und Fremde im Rahmen des Festivals „AM FLUSS – Zu Kulturen des Ankommens entlang der Elbe“, ausgerichtet vom Societeatstheater Dresden und dem Kunsthaus Dresden. Gefördert vom Societaetstheater Dresden, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Fonds Darstellende Künste.

 

 

Yusuf´s (November 2016 in Berlin)
Orchestral Theatre Ensemble

PRODUKTION

Die Produktion unter Regie von Haitham Assem Tantawy widmet sich der für die abrahamitischen Religionen zentralen Josef-Geschichte. Die mythischen und spirituellen Inhalte der für uns im Fokus stehenden Sufi Interpretation waren geeignete Grundlage, dem „Religiösen“ zu begegnen und gegenwärtige Bezüge zu finden: Liebe zum „Anderen“, weltliche Differenzen akzeptieren, transzendieren und göttliche Liebe als Zugang zum Absoluten; diese finden sich in der Liebesbeziehung von Josef und Suleika.

Eine öffentliche Workshop-Reihe mit über 70 freischaffenden Künstlern initiierte die Arbeit. Diese Plattform für interkulturellen Austausch diente der Ideenfindung zum Projekt und dem Aufbau eines Netzwerkes, das weiter besteht. Daraus entstand das 14-köpfige Ensemble aus zehn Ländern in Europa und Nahost.
Das figurale Miteinander aller Darsteller im Stück, sowie die Arbeit an kollektiver Bild- und Gesangsprache, erschuf den benötigten Raum für gemeinsames Erfahren. Das Ensemble war ein aktives Mittel die Beziehungen und Wirklichkeit auf der Bühne zu gestalten und brachte sie auf diese Weise dem Publikum nahe. Anstelle eines Hauptakteurs, über den sich die Geschichte Josefs konstituiert, war das Ensemble als Gesamtspielkörper der entscheidende Bedeutungsträger. Das Ensemble integrierte die Idee des „Anderen“ in der Be-ziehung und kollektiven Begegnung. Die konsistente und intensive Trainingshase, basierend auf Sufi Praktiken, öffnete die Darsteller auf somatischer, spiritueller und emotionaler Ebene. Grundlage der Stückkreation war die Kultivierung von Zusammengehörigkeitsethos, Präsenz von und Gespür für die Essenz des Anderen.

Foto: Tito Casal

Der Klang war Hauptausdrucksform, das Tor zur mystischen und spirituellen Dimension des Stücks. Für die Produktion komponierte Musik und Gesänge wurden während der Proben gemeinsam überarbeitet und auf der Metaebene kompositorisch verknüpft, um erweiterte Erfahrungshorizonte zu schaffen. Außerdem erarbeitete Autor Alfredo-Felix-Diaz poetische Fassungen der englischen Verse. Die Herausforderung war die Integration von Lyrik als narratives Element in der musikalischen Ebene. Bis zum Schluss entstanden weitere Ideen diese in einen komplexeren Gesamtkontexts einzubetten.
An vier Abenden wurde das Stück in der Villa Elisabeth vor zahlreichem Publikum aller Altersgruppen und Länder aufgeführt. Über schriftliche Fragebögen bekamen wir sehr positives Feedback, das uns neue Impulse für weitere Recherchen und künstlerische Zusammenarbeit gab.

Essenziell für Ensemblearbeit ist Konstanz und Regelmäßigkeit der Akteure zur Entwicklung von einer gemeinsamen künstlerischen Sprache und Einheit. Trotz der momentanen Schwierigkeit eine Förderung außerhalb der Projektförderung zu erhalten, sowie der Suche nach geeigneten Proberäumen für mehrwöchige Arbeitsphasen, sind wir sehr motiviert unsere Arbeit weiterhin auf hohem Niveau einem begeisterten Publikum darzubieten.

Video-Trailer
Email für weitere Auskünfte: orchestraltheatre[at]gmail.com

Gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin und den Fonds Darstellende Künste und mit freundlicher Unterstützung von Frau Anahita Izadi.

 

Halt in Friedenau (August- September 2016 in Berlin)
Theater Morgenstern

ANBAHNUNG & RECHERCHE

Mitten im Berliner Stadtteil Friedenau, arbeitet theater morgenstern unter einem Dach mit einer Notunterkunft.

Folgende Fragestellungen führten zu der Beantragung und Realisierung des Projekts „Halt in Friedenau“: Wie können die Potentiale zusammen gebracht werden der Menschen, die vorübergehend oder längerfristig in Friedenau gestrandet sind mit denjenigen der Alteingesessenen? Wie funktioniert Begegnung über Kleiderkammer und Deutschkurse hinaus, und wie kommt sie überhaupt zustande?

Trotz der räumlichen Nähe von Notunterkunft im Rathaus und Kiez, sind die Kontakte spärlich. Die Möglichkeiten, welche in der Begegnung, im Austausch versteckt sein könnten, liegen brach. „Halt in Friedenau“ hat künstlerisches Potential vor Ort gebündelt. Es hat Künstler*innen vereint, welche in der Notunterkunft im Rathaus Friedenau wohnten mit anderen, die bereits mehrere Jahre in Deutschland leben oder hier geboren sind.

Foto: Theater Morgenstern

Das Ziel des Recherche-und Anbahnungsprojekts „Halt in Friedenau“ war das Finden einer gemeinsamen künstlerischen Sprache des Projektteams, das in dieser Kombination noch nie zusammen gearbeitet hatte sowie die Ausarbeitung einer Inszenierungsidee für eine gemeinsame Bühnenproduktion. Dem Projektteam gehörten Künstler*innen aus dem iranischen, dem arabischen, dem afrikanischen, südamerikanischen und europäischen Kulturkreis an. Ausgehend von autobiographischen Geschichten in Bezug auf Ankunft, Hiersein, Abfahrt, erzählten und improvisierten wir 6 Tage lang. An zwei Tagen öffneten wir den Probenraum für die Bewohnerinnen der Unterkunft sowie für Nachbar*innen. Andere geflüchtete Künstler*innen stießen tageweise hinzu und brachten Ideen ein. Es kristallisierte sich die Idee nach einem Bühnenstück mit dem Thema einer gemeinsamen Reise heraus, eingeflochten die Geschichten in Rückblenden, die zum Aufbruch geführt haben genauso wie das Einblenden von Hoffnungsbildern an die Zukunft.

Insbesondere die Erzählungen der autobiographischen Geschichten der Teilnehmenden führten zu einer Nähe und Empathie, die den kreativen Prozess beflügelte. Leider hielten sich die Besucher*innen der öffentlichen Proben aus der Notunterkunft in Grenzen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass viel Zeit, persönliche Gespräche und Erinnerungsarbeit notwendig ist, um Termine ins Bewusstsein zu bekommen. Dafür fehlten uns die Ressourcen. Somit sind wirklich funktionierende Wege der Kommunikation ein Thema, das uns weiter beschäftigen wird.

Email für weitere Auskünfte: sennkoch[at]theater-morgenstern.de
Videodokumentation des Projektes

 

 

52 Schabbtot (September – Dezember 2016, diverse Orte)
Shabbatot GbR

ANBAHNUNG & RECHERCHE

52 Schabbtot ist ein Rechercheprojekt zu Vorarbeit einer geplanten Theaterperformance über das Leben von jüdischen Kontingentflüchtlingen in Deutschland. In der Performance geht es um die Auseinandersetzung mit der Suche nach der eigenen Identität im Spannungsfeld von familiärer und gesellschaftlicher Prägung.

Lana Chudnovska ist jüdischer Abstammung und kam als Kontingenflüchtling aus der Ukraine nach Deutschland. In kollektiver Arbeit beschäftigen wir uns anhand von Lana Chudnovskas Biographie mit jüdischer Identität, Flucht und der Frage nach Heimat. Wie lässt sich die eigene Identität zwischen jüdischer Abstammung und Tradition, postsowjetischer Sozialisation und dem Leben als Kind von Einwanderern in Deutschland verorten? Wie lässt sich Heimat finden zwischen den Stühlen, wie ist eine Auseinandersetzung mit eigenen, aber fremden Traditionen möglich? Und welches Schlaglicht kann diese – mit zeitlichem Abstand stattfindende – Auseinandersetzung mit Einwanderungsgeschichte auf die aktuelle Flüchtlings- und Einwanderungsdebatte werfen?

Foto: privat

Zur Vorrecherche haben wir uns mit RabbinerInnen aus Deutschland und der Schweiz getroffen, und uns mit Ihnen unterhalten und diese Interviews aufgezeichnet. Gespräche geführt haben wir mit Rabbinerin Antje Yael Deusel aus Bamberg und mit Tuvia Ben Chorin, einem Rabbiner, der in St. Gallen (CH) tätig ist.

Die Gespräche wurden auf Video festgehalten, zudem gab es einen separaten Audiomitschnitt. Die so entstandenen Audio- und Videomaterialien sollen uns als Ansatzpunkt für die zukünftige Stückentwicklung dienen, könnten aber auch direkt Eingang in die Inszenierung finden.
Mit etwas zeitlichem Abstand zu den Gesprächen haben wir uns dann in Berlin getroffen und mit der Auswertung begonnen. Wir haben uns das Videomaterial gemeinsam angesehen und darüber zu diskutieren begonnen. Wir haben auch darüber debattiert, auf welche Weise das Material für das geplante Stück verwendet werden kann und wie sich die unterschiedliche Positionen zur Thematik auf welche Weise in einer Inszenierung miteinander in Beziehung setzen lassen.

Durch die Vielzahl jüdischer Feiertage, die sich in unserem ursprünglich geplanten Zeitfenster befanden, hat sich unser Projektablauf zeitlich stark verschoben, da die meisten RabbinerInnen keine Zeit hatten, sich mit uns zu treffen. So gestaltete sich die Terminkoordination dann auch schwieriger als erwartet. Ursprünglich hatten wir einen kompakten Ablauf von 2 Wochen geplant, in dem wir vorbereiten, die Interviews führen und nachbearbeiten wollten. Dieser Zeitplan war jedoch nicht haltbar, sodass sich der Projektzeitraum auf mehrere Wochen verlängerte und sich die letzten Nacharbeiten bis Ende November/Anfang Dezember hinzogen.

E-Mail-Kontakt für weitere Auskünfte: produktion[at]ladous.de
Website | Projektblog