Konzeptionsförderung – Regularien

— english version below —

Grundsätzliches zur Antragstellung

01. Das Förderprogramm KONZEPTIONSFÖRDERUNG richtet sich an längerfristige konzeptionelle Vorhaben, die eine thematische oder ästhetische Verstetigung in mehreren Produktionen verfolgen. Die Vorhaben und Produktionen können aus allen Bereichen der Darstellenden Künste kommen und müssen für einen Zeitraum von drei aufeinander folgenden Jahren angelegt sein.

02. Antragsteller*innen müssen langjährig im Bereich der professionellen frei produzierenden Darstellenden Künste tätig sein und eine nachgewiesene Erfahrung mit einer regelmäßigen Produktions- und Gastspieltätigkeit in mindestens einem Bundesland besitzen. Die Gesamtkonzeption und deren Realisierung müssen von einer*m Künstler*in oder einem Künstlerischen Team verantwortet und maßgeblich getragen werden.

03. Antragsteller*innen, Künstler*innen, Vorhaben und alle eingeschlossenen Produktionen müssen ihren Sitz bzw. Wohnsitz und Arbeitsschwerpunkt in Deutschland haben. Alle eingeschlossenen Produktionen müssen einschließlich der Premiere mit mindestens acht Aufführungen in Deutschland realisiert werden; künstlerisch begründete Abweichungen von dieser Bestimmung sind im Antrag darzustellen.

Fristen und Antragstellung

04. Ab 2017 sind die Anträge auf KONZEPTIONSFÖRDERUNG jeweils zum 1. Oktober einzureichen. Das erste Vorhaben oder die erste Produktion der KONZEPTIONSFÖRDERUNG muss im Jahr der Förderzusage beginnen.

05. Die Antragstellung muss auf dem entsprechenden Online-Formular unter www.fonds-daku.de erfolgen. Ein vollständiger Antrag umfasst darüber hinaus (a) eine Konzeptionsbeschreibung, (b) die notwendigen Kofinanzierungsbewilligungen, (c) bei Angabe von Eigenmittel einen Eigenmittelnachweis sowie (d) einen Kosten- und Finanzierungsplan in dem vom Fonds Darstellende Künste auf der Homepage zur Verfügung gestellten Muster und entsprechend der Bestimmungen der Nr. 08. bis 11. dieser Regularien.

06. Ein Antrag gilt als fristgerecht eingereicht, wenn alle Unterlagen (vgl. Nr. 05) bis zum Ablauf des Tages der Antragsfrist (spätestens 23.59 Uhr) in die Datenbank des Fonds Darstellende Künste geladen werden. Verspätet oder unvollständig eingereichte Anträge können zur jeweiligen Frist nicht berücksichtigt werden.

07. Ein Anspruch auf die Förderung besteht nicht. Voraussetzung für die jährliche Auszahlung in Höhe von maximal 25.000 Euro ist der jährliche Abschluss eines Fördervertrags über ein Vorhaben oder eine Produktion. Die Auszahlung erfolgt auf Grundlage eines aktualisierten Kosten- und Finanzierungsplans für das auf das Jahr bezogene Vorhaben oder eine Produktion.

Kosten- und Finanzierungsplan

08. Voraussetzung einer KONZEPTIONSFÖRDERUNG ist das Vorliegen eines ausgeglichenen Kosten- und Finanzierungsplans. Der Kosten- und Finanzierungsplan muss neben einer dreijährigen Gesamtplanung die Kalkulation der einzelnen Vorhaben oder Produktionen umfassen.

09. Der Fonds fördert in der KONZEPTIONSFÖRDERUNG in der Regel mit maximal 25.000 Euro jährlich für drei aufeinanderfolgende Jahre, also mit maximal 75.000 Euro insgesamt, jedoch nicht höher als eine andere bundesdeutsche Förderung der öffentlichen Hand (beispielsweise von Ländern und Kommunen) und nicht mehr als 50 Prozent der anfallenden Gesamtkosten. Bei der Bemessung der Höchstförderung sind mittelbare Förderungen der öffentlichen Hand den unmittelbaren öffentlichen Förderungen gleichzustellen.

10. Förderfähig sind Personal- und Sachaufwendungen entsprechend den Allgemeinen Nebenbestimmungen zur Projektförderung (AN Best-P). Für eine Produktion kann ein Kosten- und Finanzierungsplan bis zu sieben unmittelbar auf die Premiere folgende Aufführungen einschließen; Einnahmen aus Eintritten werden bei der Bemessung der Höchstförderung außer Acht gelassen, da sie variabel sind und insofern keine gesicherten Einnahmen darstellen.

11. Die Kofinanzierung in Höhe der Antragssumme mit bundesdeutschen öffentlichen Mitteln muss zur Antragstellung verbindlich in Aussicht stehen. Mindestens 80 Prozent der dargestellten Gesamtkosten, inklusive der beantragten Fördersumme des Fonds, müssen bis zum 1. Februar des Folgejahres gesichert sein. Über Anträge ohne gesicherte Finanzierung bis zum 1. Februar des auf die Antragstellung folgenden Jahres kann nicht in der jährlichen Kuratoriumssitzung zur KONZEPTIONSFÖRDERUNG entschieden werden.

Ausschlusskriterien / Bedingungen

12.nstler*innen bzw. künstlerische Teams, die eine KONZEPTIONSFÖRDERUNG vom Fonds erhalten, können während der Laufzeit des geförderten Vorhabens keine Förderung aus anderen Programmen des Fonds erhalten.

13. Nicht gefördert werden in der KONZEPTIONSFÖRDERUNG: Theater- und Produktionshäuser, Festivals, Wiederaufnahmen und Überarbeitungen / Anpassungen von bereits aufgeführten oder vorangegangenen Produktionen ähnlichen Inhalts.

14. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn Vorhaben oder Produktionen oder Teile davon vor der Förderentscheidung durch das Kuratorium des Fonds Darstellende Künste bereits begonnen haben, d.h. bereits Ausgaben dafür getätigt oder Verträge geschlossen wurden.

15. Eine Antragstellung beim Fonds Darstellende Künste schließt eine Kofinanzierung des beantragten Vorhabens durch eine weitere Förderinstitution, die Gelder des Bundes vergibt, aus. Das betrifft unter anderem die Kulturstiftung des Bundes, den Hauptstadtkulturfonds, in der Regel das Goethe-Institut, den Fonds Soziokultur und Koproduktionsförderungen durch das Nationale Performance-Netz (NPN).

16. Die Förderung ist an das zugrundeliegende inhaltliche und zeitliche Konzept gebunden; bei Abweichungen muss das Kuratorium erneut gehört werden, ggf. kann eine Förderung vorzeitig beendet werden. Die Voraussetzungen zur Erfüllung des Förderzwecks müssen über den gesamten Zeitraum sowohl organisatorisch, strukturell wie auch finanziell gegeben sein.

17. Ein ordnungsgemäßer Verwendungsnachweis über das erste bzw. zweite Vorhaben und/oder Produktionen der KONZEPTIONSFÖRDERUNG ist die Voraussetzung für die folgenden Förderungen.

Diese Regularien gelten ab 16. September 2016. Änderungen sind vorbehalten.

Berlin, 16. September 2016
Fonds Darstellende Künste e.V.
Vorstand und Geschäftsführung

 


 

Conceptual Funding – Rules

Basic information for applications

01. The CONCEPTUAL FUNDING grant programme addresses longer-term conceptual projects that pursue a thematic or aesthetic continuation in multiple productions. The projects and productions can come from all fields of the performing arts and must be designed for a period of three consecutive years.

02. Applicants must have worked for many years in the professional independently producing performing arts and possess proven experience with regular productions and guest performances in at least one federal state. The overall project concept and its realisation must be the responsibility of and substantially supported by an artist or an artistic team.

03. The headquarters or residence and working focus of applicants, artists and all associated productions must be in Germany. All incorporated productions including the premiere must be realised with at least eight performances in Germany; artistic reasons for deviations from this provision must be presented in the application.

Deadlines and application format

04. As from 2017, applications for CONCEPTUAL FUNDING must be submitted by 1 October. The first project or the first production with CONCEPTUAL FUNDING must commence in the year that the grant is authorised.

05. Applications must be submitted using the relevant online form at www.fonds-daku.de. A complete application must also include (a) a description of the concept, (b) the necessary co-financing authorisations as well as (c) a costs projection and financing plan in the format provided by the Fonds Darstellende Künste on its website and complying with the provisions contained in nos. 08 to 11 of these Rules.

06. An application shall be deemed as filed on time when all documents (see no. 05) have been uploaded to the server of the Fonds Darstellende Künste by the end of the day of the application deadline (11:59 pm at the latest). Applications that arrive late or are incomplete cannot be considered for the respective deadline period.

07. There is no entitlement to funding. A prerequisite for annual payment of a maximum of €25,000 is the annual conclusion of a grant contract for a project or a production. Payment shall be remitted on the basis of an updated costs projection and financing plan for the project or production for the year.

Costs projection and financing plan

08. A prerequisite for CONCEPTUAL FUNDING is the existence of a balanced costs projection and financing plan. In addition to a three-year overall schedule, the costs projection and financing plan must include calculations for the individual projects or productions.

09. The fund provides grants of, in most cases, a maximum of €25,000 for CONCEPTUAL FUNDING per year for three consecutive years, or a maximum of €75,000 in total, however, not a greater amount than another grant from public subsidies (state or local, for instance) and not constituting more than 50 per cent of the total costs accrued. When determining maximum funding, indirect public subsidies must be treated as direct public subsidies.

10. Personnel and material expenses are eligible in accordance with the General Incidental Provisions for Project Funding (AN Best-P). The costs projection and financing plan for one production may include up to seven performances directly following the premiere; proceeds from ticket sales are disregarded in the calculation of maximum funding as they are variable and, therefore, are not secured receipts.

11. Co-financing for the application sum with public subsidies must be prospectively binding on the date of application. At least 80 per cent of the total costs shown, including the grant requested from the fund, must be secured by 1 February of the following year. Applications without financing secured by 1 February of the year following the application cannot be decided in the annual board of trustees meeting on CONCEPTUAL FUNDING.

Exclusion criteria / Conditions

12. Artists or artistic teams that receive CONCEPTUAL FUNDING from the fund may not receive support from other programmes of the fund during the duration of the funded project.

13. CONCEPTUAL FUNDING does not support theatres und production companies, festivals, revivals and revised versions/adaptations of previously performed or prior productions of similar content.

14. Funding is excluded when projects or productions or elements of them have already commenced prior to the grant decision by the board of trustees of the Fonds Darstellende Künste, i.e. if costs have already been remitted or contracts have been concluded.

15. Submitting an application to the Fonds Darstellende Künste excludes any co-financing for the project applied for from another funding institution that grants federal monies. This includes, among others, the Kulturstiftung des Bundes, den Hauptstadtkulturfonds, in most cases the Goethe-Institut, den Fonds Soziokultur and co-production grants from the Nationale Performance-Netz (NPN).

16. The funding is tied to the underlying conceptual and chronological concept; in the case of deviations, the board of trustees must be heard again, and funding may be terminated prematurely. The prerequisites for fulfilling the purpose of the grant must be fulfilled organisationally, structurally and financially over the entire period.

17. Proof of proper use of the first or second project and/or productions under CONCEPTUAL FUNDING is the prerequisite for subsequent grants.

These Rules are in effect from 16 September 2016 and are subject to modifications.

Berlin, 16 September 2016
Fonds Darstellende Künste e.V.
Management Committee and Executive Board