Projektförderung – Regularien

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Grundsätzliches zur Antragstellung

01. Das Förderprogramm PROJEKTFÖRDERUNG des Fonds Darstellende Künste richtet sich an neue Projektvorhaben und Produktionen aus allen Bereichen der Darstellenden Künste.

02. Antragsteller*innen müssen im Bereich der professionellen, frei produzierenden Darstellenden Künste tätig sein. Projektkonzeption und deren Realisierung müssen von eine*r Künstler*in oder einem Künstlerischen Team verantwortet und maßgeblich getragen werden.

03. Antragsteller*innen, Künstler*innen und Projektvorhaben müssen ihren Sitz bzw. Wohnsitz und Arbeitsschwerpunkt in Deutschland haben. Einschließlich der Premiere müssen mindestens fünf Aufführungen in Deutschland stattfinden; künstlerisch begründete Abweichungen von dieser Bestimmung sind im Antrag darzustellen.

Fristen und Antragstellung

04. Ab 2017 sind die Anträge auf PROJEKTFÖRDERUNG jeweils zum 1. Februar, 2. Mai, 1. September und 1. November (Projektbeginn für die Antragsfrist im November frühestens am 01.01.2018) einzureichen.

05. Die Antragstellung muss auf dem entsprechenden Online-Formular unter www.fonds-daku.de erfolgen. Ein vollständiger Antrag umfasst darüber hinaus (a) eine Konzeptionsbeschreibung, (b) die notwendigen Kofinanzierungsbewilligungen, (c) bei Angabe von Eigenmittel einen Eigenmittelnachweis sowie (d) einen Kosten- und Finanzierungsplan in dem vom Fonds Darstellende Künste zur Verfügung gestellten Muster und entsprechend der Bestimmungen der Nr. 08. bis 10. dieser Regularien.

06. Ein Antrag gilt als fristgerecht eingereicht, wenn alle Unterlagen (vgl. Nr. 05) bis zum Ablauf des Tages der Antragsfrist (spätestens 23.59 Uhr) in die Datenbank des Fonds Darstellende Künste geladen werden. Verspätet oder unvollständig eingereichte Anträge können zur jeweiligen Frist nicht berücksichtigt werden.

07. Ein Anspruch auf die Förderung besteht nicht. Auszahlungen können erst nach Abschluss eines Fördervertrages erfolgen.

Kosten- und Finanzierungsplan

08. Voraussetzung einer PROJEKTFÖRDERUNG ist das Vorliegen eines ausgeglichenen Kosten- und Finanzierungsplans, dessen Finanzierung einschließlich der beantragten Förderung des Fonds Darstellende Künste zu mindestens 75 Prozent zur Antragstellung gesichert ist. Die Kofinanzierung mit bundesdeutschen öffentlichen Mitteln (beispielsweise von Ländern und Kommunen) in Höhe der Antragssumme muss ebenfalls zur Antragstellung gesichert sein.

09. Der Fonds fördert in der PROJEKTFÖRDERUNG mit maximal 15.000 Euro, jedoch nicht höher als eine andere Förderung der öffentlichen Hand (beispielsweise von Ländern und Kommunen) und nicht mehr als 50 Prozent der anfallenden Gesamtkosten. Bei der Bemessung der Höchstförderung sind mittelbare Förderungen der öffentlichen Hand den unmittelbaren öffentlichen Förderungen gleichzustellen.

10. Förderfähig sind Personal- und Sachaufwendungen entsprechend den Allgemeinen Nebenbestimmungen zur Projektförderung (AN Best-P). Der Kosten- und Finanzierungsplan kann bis zu vier unmittelbar auf die Premiere folgende Aufführungen einschließen; Einnahmen aus Eintritten werden bei der Bemessung der Höchstförderung außer Acht gelassen, da sie variabel sind und insofern keine gesicherten Einnahmen darstellen.

Ausschlusskriterien / Bedingungen

11. Ein Projektvorhaben kann jeweils nur einmal in einem der Förderprogramme des Fonds Darstellende Künste beantragt werden; auch parallele Antragstellungen sind nicht zulässig.

12. Nicht gefördert werden in der PROJEKTFÖRDERUNG: Wiederaufnahmen und Überarbeitungen / Anpassungen von bereits aufgeführten oder vorangegangenen Produktionen ähnlichen Inhalts. Von Förderung ausgeschlossen sind ebenfalls Film- oder Festivalförderungen sowie Veranstaltungsreihen.

13. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn das Projekt vor der Förderentscheidung durch das Kuratorium des Fonds Darstellende Künste bereits begonnen hat, d.h. bereits Ausgaben dafür getätigt oder Verträge geschlossen wurden. Projektvorhaben, die zur letzten Frist des Jahres beantragt werden, dürfen frühestens ab 01.01. des Folgejahres beginnen.

14. Eine Antragstellung beim Fonds Darstellende Künste schließt eine Kofinanzierung des beantragten Vorhabens durch eine weitere Förderinstitution, die Gelder des Bundes vergibt, aus. Das betrifft unter anderem die Kulturstiftung des Bundes, den Hauptstadtkulturfonds, den Fonds Soziokultur, in der Regel das Goethe-Institut und Koproduktionsförderungen durch das Nationale Performance-Netz (NPN).

15. Innerhalb von drei Jahren kann eine Antragsteller*in bzw. die mit dem Antrag verbundene Künstler*in oder ein Künstlerisches Team bis zu drei Mal eine Förderung in diesem Förderprogramm erhalten; danach folgt eine Förderpause von einem Jahr. Der Dreijahreszeitraum beginnt mit dem Vorhabenbeginn des ersten geförderten Projekts.

16. Antragsteller*innen, die eine KONZEPTIONSFÖRDERUNG erhalten, können während dieser Zeit keine Anträge auf PROJEKTFÖRDERUNG stellen; sie können jedoch direkt im Anschluss an die KONZEPTIONSFÖRDERUNG bis zu drei aufeinander folgende PROJEKTFÖRDERUNGEN erhalten, bevor eine Förderpause eintritt; Nr. 15 gilt entsprechend.

Diese Regularien gelten ab 15. August 2016. Änderungen sind vorbehalten.

Berlin, 30. August 2016
Fonds Darstellende Künste e.V.
Vorstand und Geschäftsführung

 


 

Project Funding – Rules

Basic information for applications

01. The PROJECT FUNDING grant programme of the Fonds Darstellende Künste addresses new projects and productions from all fields of the performing arts.

02. Applicants must work in the professional, independently producing performing arts. The project concept and its realisation must be the responsibility of and substantially supported by an artist or an artistic team.

03. The headquarters or residence and working focus of applicants, artists and projects must be in Germany. Including the premiere, at least five performances must be held in Germany; artistic reasons for deviations from this provision must be presented in the application.

Deadlines and application format

04. As from 2017, applications for PROJECT FUNDING must be submitted by 1 February, 2 May, 1 September und 1 November (earliest starting date for projects submitted for the application deadline in November is 01.01.2018).

05. Applications must be submitted using the relevant online form at www.fonds-daku.de. A complete application must also include (a) a description of the concept, (b) the necessary co-financing authorisations as well as (c) a costs projection and financing plan in the format provided by the Fonds Darstellende Künste and complying with the provisions contained in nos. 08 to 10 of these Rules.

06. An application shall be deemed as filed on time when all documents (see no. 05) have been uploaded to the server of the Fonds Darstellende Künste by the end of the day of the application deadline (11:59 pm at the latest). Applications that arrive late or are incomplete cannot be considered for the respective deadline period.

07. There is no entitlement to funding. Payments shall not be made until the conclusion of a grant contract.

Costs projection and financing plan

08. A prerequisite for PROJECT FUNDING is the existence of a balanced costs projection and financing plan, 75 per cent of the financing of which, including the grant applied for from the Fonds Darstellende Künste, is secured on the date of application. Co-financing with public subsidies (state or local, for instance) for the application amount must also be secured on the date of application.

09. The fund provides grants of a maximum of €15,000 for PROJECT FUNDING, however, not a greater amount than another grant from public subsidies (state or local, for instance) and not constituting more than 50 per cent of the total costs accrued. When determining maximum funding, indirect public subsidies must be treated as direct public subsidies.

10. Personnel and material expenses are eligible in accordance with the General Incidental Provisions for Project Funding (AN Best-P). The costs projection and financing plan may include up to four performances directly following the premiere; proceeds from ticket sales are disregarded in the calculation of maximum funding as they are variable and, therefore, are not secured receipts.

Exclusion criteria / Conditions

11. A project can apply for one of the grant programmes of the Fonds Darstellende Künste only once; parallel applications are also not permitted.

12. PROJECT FUNDING does not support revivals and revised versions/adaptations of previously performed or prior productions of similar content. Film or festival subsidies as well as event series are also excluded from funding.

13. Funding is excluded if the project has already commenced prior to the grant decision by the board of trustees of the Fonds Darstellende Künste, i.e. if costs have already been remitted or contracts have been concluded. Projects for which applications are submitted at the final deadline of the year cannot commence until 1 January of the following year at the earliest.

14. Submitting an application to the Fonds Darstellende Künste excludes any co-financing for the project applied for from another funding institution that grants federal monies. This includes, among others, the Kulturstiftung des Bundes, den Hauptstadtkulturfonds, den Fonds Soziokultur, in most cases the Goethe-Institut and co-production grants from the Nationale Performance-Netz (NPN).

15. An applicant or the artist or artistic team associated with the application can receive funding in the scope of this grant programme up to three times within three years; thereafter a grant pause of one year shall commence. The three-year period begins with the commencement of the first funded project.

16. Applicants who receive CONCEPTUAL FUNDING cannot apply for any PROJECT FUNDING during this period; they can however receive up to three consecutive PROJECT FUNDING grants directly following the CONCEPTUAL FUNDING before a grant pause commences; no. 15 applies accordingly.

These Rules are in effect from 15 August 2016 and are subject to modifications.

Berlin, 30 August 2016
Fonds Darstellende Künste e.V.
Management Committee and Executive Board