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Bundesweites Artist Labor der Labore + Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen

Grafik Bundesweites Artist Labor der Labore

Bundesweites Artist Labor der Labore (B.A.L.L.)

Freie Darstellende Künste im Dialog

14. + 15. Oktober 2022, Haus der Berliner Festspiele

Der Fonds Darstellende Künste lädt zu einem bundesweiten 360-Grad-Rundumblick auf die frei produzierenden Künste. Die Krisen schichten sich wie tektonische Platten übereinander und die Kunst fungiert als Seismograf, Erdbeben und Rettungstrupp. Was folgt daraus? Was bewegt die Freien Darstellenden Künste in und nach den Krisen? Wie haben sich die Arbeitsweisen verändert, welche sinnvollen Veränderungen stehen noch aus? Welche inhaltlichen und ästhetischen Wandel lassen sich verzeichnen und absehen? Sind Konsequenzen in Bezug auf die Publika abzubilden?

Das zweitägige, offene und performative Dialogformat „Bundesweites Artist Labor der Labore“ unter der Schirmfrauschaft von Kulturstaatsministerin Claudia Roth wird in unterschiedlichen Formaten wie Open Spaces, Talks, Workshops, Film, Keynotes, Video-Chats, Arbeitskreisen, Zinemakings, Crossover-Meetings, Drinks und Impulsen die Diskussionen vertiefen und sich in Lösungen und neuen Fragen verstricken. Auf dem Programm stehen die Debatten der 30 Künstler*innen-Labore, die bereits im Sommer diesen Jahres quer durch die Genres und über die Republik verteilt geforscht und gestaltet haben. In einem partizipativen Ausstellungssetup gilt es die Labore in einem Labor selbst auf die Zukunft der Freien Darstellenden Künste in der Zeitenwende hin zu befragen.

Erstmals kommen nun die Teilnehmer*innen der insgesamt 30 vom Fonds initiierten Bundesweiten Artist Labs zusammen: Zwischen Juni und September verhandelten Künstler*innen und Kunstschaffende in Eigenregie und selbstgewählter Schwerpunktsetzung zukunftsweisende Themen der Kunstproduktion wie etwa zu Aspekten der Nachhaltigkeit, Ökologie und Digitalität, intersektionalen Betrachtungen von Gender-Diversität, Race, Inklusion, Intergenerationalität oder Klasse, aber auch zu neuen Formen der Vernetzung und Zusammenarbeit, Interdisziplinarität, Community(-Building) und Kulturpraxen des Teilens, wie sie zum Beispiel auch der digitale Raum bietet. Ihre Perspektiven, Erkenntnisse und offenen Fragen sind impulsgebend und Ausgangspunkt des Dialogs um eine zukunftsgerichtete Kunstpraxis und Förderpolitik.

Ein weiterer performativer Bestandteil ist der „Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen“ am Abend des 14. Oktober – weitere Informationen siehe unten.

14. + 15. Oktober 2022, Haus der Berliner Festspiele

Das vollständige Programm, weiterführende Informationen und Angaben zum Anmeldeverfahren werden Anfang September 2022 veröffentlicht.

Eine Veranstaltung des Fonds Darstellende Künste in Kooperation mit den Berliner Festspielen und den 30 Bundesweiten Artist Labs. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

Programm: Felizitas Stilleke, Steffen Klewar, Marie Deuflhard Ausstattung: Philine Rinnert Produktionsleitung: Sabine Seifert, Melanie Klimmer Technische Leitung: Falco Ewald Redaktion: Sebastian Köthe, Elisabeth Wellershaus Film: Medea Film Factory GmbH, Janina Möbius Podcasts: Julia Bonn & Anna-Lena Wenzel Grafik: Engenhart ° Design Studio

Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen. Lizenz Nr. 11

Ende der Wiederholung

Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen Nr. 20
Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen Nr. 20, Mobile Akademie Berlin, Hamburg 2016, Foto: Eucrea e.V.

Die Pandemie ist noch nicht vorbei, der Krieg wieder da und das Klima verändert sich unaufhaltsam. Unbedingter Fortschrittsglaube, Expansion und Extraktion sind kein Widerspruch zur unablässigen Wiederholung des Immergleichen. Sie bedingen einander und schaffen die Normalität, in der wir um den Abgrund kreiseln. Erst Tragödie, dann Farce, dann Serie.

Ist es möglich, die ewige Wiederkehr zu unterbrechen, doch noch anders zu handeln, zu erinnern, zusammenzuleben? Klimaaktivist*innen fordern Exnovation statt Innovation: endlich innehalten im atemlosen politischen, kulturellen, wirtschaftlichen Weitertun, Platz schaffen, verzichten. In postkolonialer, emanzipatorischer und queerer Theorie und Aktion werden weiße und patriarchale Wiederholungsschleifen scharf unterbrochen. Sprachgewohnheiten stehen auf dem Prüfstand und zeitgenössische Erinnerungspolitiken suchen Auswege aus der Verfangenheit in historischen Gedenkritualen.

100 Expert*innen aus Aktivismus, Kunst und Theorie präsentieren Taktiken, Strategien, Plädoyers und Praktiken für und gegen das Repetitive. Welche Routinen werden endlich beendet, anders aufgeladen oder neu eingeübt? Ist alles schon da und wir wiederholen nur das Falsche?

Haus der Berliner Festspiele
14. Oktober 2022, 19:30 – 23:00 Uhr (Check-in ab 18.30 Uhr, durchgehend geöffnet)

Eintritt frei! Anmeldung erforderlich. Angaben zum Anmeldeverfahren werden Anfang September 2022 veröffentlicht.

Ein Projekt der Mobile Akademie Berlin, veranstaltet vom Fonds Darstellende Künste im Rahmen von „Bundesweites Artist Labor der Labore“ in Kooperation mit den Berliner Festspielen. Gefördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

Lizenznehmer: Fonds Darstellende Künste Lizenzgeberin: Hannah Hurtzig
Kurator: Florian Malzacher Dramaturgin, Rechercheurin: Cory Tamler Ratgeber*innen: Alexander Karschnia, Necati Öziri, Promona Sengupta Produktionsleiter: Peer Stark Technischer Leiter: Falco Ewald

Mit (Auswahl – wird laufend vervollständigt):
Fatuma Musa Afrah (Frauen- und Menschenrechtsaktivistin & Gründerin von United Actions Women and Girls e.V.),  Neta Alexander (Film- und Medientheoretikerin, NYC), Ulf Aminde (Künstler / Kunsthochschule Berlin-Weißensee), Fikri Anıl Altıntaş (Autor, Projektmanager Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa),  Miguel Canal (Videokünstler & Pilzforscher), Stefanie Carp (Dramaturgin & Festivalmacherin), Vasyl Cherepanyn (Kurator, Per Zoom aus Kiew), Timo Daum (Physiker & Sachbuchautor), Pablo Ruiz de Olano (Wissenschaftstheoretiker / MPIWG-Berlin), Viviana Druga (Künstlerin & Tarot-Leserin), Patrick Eiden-Offe (Literatur- und Kulturwissenschaftler), Holger Eisele (Festkörperphysiker), Ruby Eshun (Researcherin, Mitarbeiterin Bildung & Reisen Schwarzkopf Stiftung), Caitlin Fisher (ehemalige professionelle Fußballspielerin, Aktivistin & Künstlerin), Ivo Garbe (Tarifsekretär für Gesundheit & Soziales / VERDI), Núria Muñoz Garganté (Wissenschaftshistorikerin / MPIWG-Berlin), Alexis Goertz (Gründerin Edible Alchemy), Alexandra Heimes (Literaturwissenschaftlerin / Archipelagische Imperative am ZfL), Nele Hertling (Vizepräsidentin der Akademie der Künste), Torsten Holzapfel (Schauspieler / Theater Thikwa), Heinrich Horwitz (Performer*in), Stefan Kaegi (Theatermacher / Rimini Protokoll), Alexander Karschnia (Theatermacher / andcompany&Co), Susanne Kennedy (Theaterregisseurin), Anastasiia Kosodii (Dramatikerin & Regisseurin),Prem Krishnamurty (Künstler & Grafikdesigner), Joanna Kusiak (Soziologin / Deutsche Wohnen enteignen), Jürgen Kuttner (Radiomoderator & Theaterregisseur), Britta Lange (Kulturwissenschaftlerin, Humboldt Universität zu Berlin),  Julio Linares (Ökonomischer Anthropologe / Circles UBI),  Luise Meier (Philosophin, Performerin & Aktivistin), Alia Mossallam (Kulturhistorikerin & Autorin / Alexander von Humboldt Foundation), Rabih Mroué (Theatermacher & Künstler), Anna Muzyka (Journalistin, PR-Managerin), Camila Nobrega (Journalistin & Aktivistin / Beyond the Green), Ahmet Öğüt (Künstler), Matthias Pees (Intendant Berliner Festspiele), Michael Philipp (Kunsthistoriker & Kurator),  Krishan Rajapakshe (Künstler / *foundationClass), Cord Riechelmann (Journalist, Biologe, Philosoph), Kevin Rittberger (Theaterregisseur), Mohammad Salemy (Künstler, Kritiker, Gründer The New Centre), Madlyn Sauer (Aktivistin & Künstlerin), Wolfgang Schneider (ehem. Professor für Kulturpolitik, Vorstandsvorsitzender Fonds Darstellende Künste), Fabian Scheidler (Autor & Gründer Kontext TV), Promona Sengupta (Künstlerin, Aktivistin & Kuratorin), Marc Siegel (Filmwissenschaftler), Marcus Steinweg (Philosoph), Mai Wegener (Psychoanalytikerin), Stefanie Wenner (Theaterwissenschaftlerin & Theatermacherin)