GLOBAL VILLAGE KIDS Ländlich (05/2026)

Projects funded: 14

Versiegelte Flächen sind lebensfeindliche Orte: Sie verhindern Wasseraufnahme, unterbinden natürliche Bodenprozesse und verstärken die Auswirkungen von Hitze und Starkregen. Sauerampfer und Löwenzahn hingegen setzen sich in die Ritzen und Spalten und sprengen den Beton. Sie geben den Blick wieder frei auf das, was unter dem Beton liegt: Bodenschichten, Wasseradern und verborgene Narrative. Das theatral-performative Projekt mit Kindern und Jugendlichen zwischen 6 - 14 Jahren in Neustrelitz, Mecklenburg-Vorpommern versteht sich als sozialer und ökologischer Impuls für Gespräche, das Nachdenken über scheinbar unveränderliche urbane Zustände und das aktive Eingreifen in diese.

„Zwei Ohren, ein heißer Atem, spuckt Feuer, ist hungrig, muss gefüttert werden. Verwandelt Holz zu Asche und Asche zu Kunst.“ Mit jedem Brennzyklus und jeder Performance schreibt der „Bunny Rocket Kiln“ seine eigene Geschichte weiter und erzählt zugleich von den verflochtenen Beziehungen zwischen Kunst, Energie und gesellschaftlicher Transformation. Gemeinsam mit Kindern zwischen 3 - 7 Jahren in Luckenwalde, Brandenburg, und dem Kollektiv Bündnis Feuer & Flamme wird der Ofen auf dem Gelände des E-WERK Luckenwalde in performativen Zusammenkünften entwickelt, gebaut, erprobt und öffentlich aktiviert.

Das „Geschichtenfest der Hoffnung“ ist ein von Kindern eigenständig konzipiertes Mini-Kunst Festival für Teilnehmer*innen zwischen 3 - 18 Jahren in Witzenhausen, Hessen. In drei Projektgruppen dem ,,Traumtheater", der "Geschichtenbande" und der ,,Zukunftsgärtnerei“ werden Teile des Festivals erarbeitet. Das gesamte Projekt setzt auf partizipative Mitgestaltung, indem die Kinder selbst über den roten Faden, Inhalte, Figuren, Bühnenbild und Kostüme entscheiden.

Das Projekt für Kinder und Jugendliche zwischen 5 - 14 Jahren in Bad Orb, Hessen wird künstlerisch angeleitet vom Theater Einfach Riesig. Das Theater arbeitet mit der Piktogramm-Methode, die niedrigschwellig und spracharm Räume für das Zum-Ausdruck-Bringen eigener Themen schafft.

Ein multimedialer Performance-Workshop nach William Shakespeare´s ,,A Midsommer Nights Dream" mit Kindern und Jugendlichen zwischen 12 - 18 Jahren in Gumtow, Brandenburg. Die Erarbeitung erfolgt weitgehend non-verbal und atmosphärisch und mit einer Geräusch- und Musikuntermalung. Im Fokus steht die emotionale Ausdruckskraft der Jugendlichen durch Körperarbeit, Musik und Sounddesign.

Das Zirkustraining für Kinder und Jugendliche zwischen 12 - 18 Jahren in Witzenhausen, Hessen, legt einen großes Fokus auf Improvisation und side specific Circus. Die Trainings werden je nach Wetter auch draußen oder zum Beispiel im Treppenhaus stattfinden - aus unterschiedlichen Perspektiven - getreu dem Titel des Projektes und immer in Abstimmung mit den Wünschen der Teilnehmer*innen.

Das mehrmonatige Theater- und Tanzlabor in Dinkelsbühl und Kreßberg, Bayern, für Kinder und Jugendliche zwischen 6 - 18 Jahren beschäftigt sich mit dokumentarischem und autobiografischem Theater, zeitgenössischem Tanz und performativem Objektspiel. Der Prozess soll in einer Werkstattpräsentation in der Kulturkapelle Tempelhof/Kreßberg münden, sowie einer Präsentation am Landestheater Dinkelsbühl.

Die Schüler*innen zwischen 6 - 18 Jahren des Förderzentrums "Schule am Lutherpark" Bischofswerda, Sachsen, tauchen tief in die Programmierung von Robotern mit Augenmerk auf Licht, Ton und Bewegung ein. Anschließend wird eine automatisierte Roboter-Choreographie (einschließlich Klangkulisse und Lichteffekten) erarbeitet. Es ist eine gemeinsame, alle Roboter enthaltende, Aufführung geplant.

Und plötzlich geht die Reise nicht mehr wie geplant weiter... Was an Land, bei einem Ausflug mit dem Fahrrad oder Zug nur nervig ist, führt auf hoher See zu echten Herausforderungen. Was muss getan werden, um sich in Sicherheit zu bringen? Wer übernimmt Verantwortung? Wie entwickelt sich die Dynamik innerhalb der Gruppe? Und welche Herausforderungen, Hindernisse und unerwartete Vorkommnisse ergeben sich beim Versuch, wieder nach Hause zu gelangen? Ausgehend von einem abenteuerlichen Setting entwickeln die Kinder im Alter von 5 - 12 Jahren in Dillenburg, Hessen mit professioneller Unterstützung selbst ein Theaterstück.

Das künstlerisch-partizipative Theaterlabor für Kinder zwischen 4 - 6 Jahren in Letschin, Brandenburg orientiert sich an den Erfahrungswelten der Kinder und übersetzt diese in körperlich-performative Formen, die dem Entdecken individueller Ausdrucksmöglichkeiten dienen.

Im theaterpädagogischen Ferienprojekt entwickeln Kinder und Jugendliche zwischen 7 - 14 Jahren in Albshausen, Hessen gemeinsam ihre „Traumschule 2050“ und bringen ein eigenes Bühnenstück zur Aufführung. Inhaltlich setzen sie sich mit Fragen nach gerechtem Lernen, Mitbestimmung, Vielfalt, Nachhaltigkeit und dem Zusammenleben in der Schule der Zukunft auseinander. Gearbeitet wird mit Methoden des Improvisationstheaters, kreativen Schreibens, Rollenentwicklung, Körper- und Stimmtraining, Bewegungsarbeit sowie einfachem Bühnen- und Kulissenbau aus vorhandenen und nachhaltigen Materialien. Ergänzend gestalten die Kinder Requisiten, Kostüme und Szenenbilder. Den Abschluss bildet eine öffentliche Aufführung im Dorf.

Fehlende Jugendorte, mangelnde Ausbildungs- und Arbeitsperspektiven, sowie eine schlechte Stimmung in der Stadt führen dazu, dass sich die Jugendlichen in Anklam, Mecklenburg-Vorpommern, ihre Zukunft anderenorts ausmalen. Daraus wird mit ihnen gemeinsam eine Phantasie für die Theaterbühne entworfen, um mit anderen Perspektiven auf Anklam zu blicken: auf der Suche nach Orten, Überleben, Spaß und Zukunft, die anders als bisher bespielt werden.

In Zeitz, Sachsen-Anhalt, wächst gerade eine neue Generation junger Menschen zwischen 11 und 16 Jahren heran — in einem Moment des „Dazwischen“: nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen. Gleichzeitig bietet die Stadt kaum kulturelle oder soziale Räume, in denen sie erkunden können, wer sie sind, sich ausdrücken oder einfach gesehen werden können. Mithilfe der Methoden des zeitgenössischen Zirkus, von Graffiti und bildender Kunst wird das Aufwachsen in Zeitz in einer eigenen künstlerischen Sprache der Teilnehmer*innen verarbeitet und anschließend auf dem zentralen öffentlichen Ort der Stadt, dem Schützenplatz, gezeigt.

Über fünf Tage unternehmen die Teilnehmer*innen zwischen 8 - 12 Jahren im Mansfelder Land, Sachsen-Anhalt, eine Reise durch verschiedene Zirkusdisziplinen und zeitgenössische Tanzelemente. Sie erhalten Raum, eigene Bewegungsfolgen, kleine Stücke und Interpretationen zu erarbeiten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen Gestalten von eigenen Zirkusgeräten und Kostümen, die die Teilnehmer*innen nach dem Projekt mit nach Hause nehmen können.