GLOBAL VILLAGE KIDS Ländlich (Mär 2026)

Date of the jury meeting: 15 April 2026

Projects funded: 12

Im partizipativen Tanz- und Zirkusprojekt für Kinder zwischen 6 - 12 Jahren mit generatio-nenübergreifendem Ansatz in der Sächsischen Schweiz, Sachsen entwickeln die Teilneh-mer*innen eine performative Zukunftsvision ihres Ortes. Das Projekt verbindet zeitge-nössischen Tanz mit Elementen des zeitgenössischen Zirkus und setzt sich künstlerisch mit gesellschaftlichem und persönlichem Wandel („bewegte Zeiten“), Generationendialog und Zukunftsgestaltung auseinander. Im Zentrum steht die Frage, wie junge Menschen die Zukunft ihres Lebensumfeldes aktiv mitgestalten möchten.

Im Projekt werden Kinder im Kitaalter zwischen 3 – 6 Jahren in der Märkischen Schweiz, Brandenburg spielerisch, sinnlich und künstlerisch an ihre natürliche Umgebung heran-geführt. In einer ländlich geprägten Region mit eingeschränktem Zugang zu kulturellen Angeboten verbindet das Projekt Naturerfahrung mit Tanz- und Theatervermittlung.

Das Projekt ist ein künstlerisch-partizipatives Bildungsangebot für Kinder im Alter von 3 - 6 Jahren im ländlichen Raum Altlandsberg, Brandenburg. Im Mittelpunkt des Projekts steht das freie Malen und kreative Gestalten, sowie die Rezeption von Bilderbüchern. In den künstlerischen Einheiten experimentieren die Teilnehmer*innen mit Farben, Formen, Linien und unterschiedlichen Materialien. Durch Bewegung, Wahrnehmungs- und Rollenspiele werden die Bilder erweitert und „belebt“.

Das partizipative Kulturprojekt für Jugendliche zwischen 15 -18 Jahren aus der Region Bautzen, Sachsen beschäftigt sich mit dem Thema Demokratie. Über eine performative „Geschichtsstunde“, in der über theaterpädagogische Improvisationen Verantwortung, Rolle und Öffentlichkeit verhandelt werden, entwickeln die Jugendlichen eigene Szenen und Fragestellungen, die mit einem musikalisch geführten Debattenformat verdichtet werden und zum Schluß in einen musikalischen Speaker´s Corner münden.

Anlässlich des Umzugs des beliebten Jugendclub KLAB in Luckenwalde, Brandenburg starten Kinder und Jugendliche zwischen 6 - 15 Jahren eine künstlerische und an ihren konkreten Geschichten und Erlebnissen orientierte Forschungsreise zu den Themen Abschied und Neuanfang. Es wird mit Methoden aus Bildender Kunst, Musik, sowie Tanz, Rap gearbeitet. Am Ende steht eine multimediale Abschiedszeremonie.

Die ,,New Artist Week“ findet in Hoyerswerda, Sachsen mit Jugendlichen zwischen 13 – 18 Jahren statt. Das spartenübergreifende Vorhaben bewegt sich im Feld zeitgenössischer Kunstpraxis und verbindet Tanz, Musik und Bildende Kunst. Ziel ist die Entwicklung eigenständiger künstlerischer Arbeiten wie Choreografien, Songs, Klangcollagen, Installationen oder multimedialer Formate. Die entstandenen Arbeiten werden im Rahmen eines öffentlichen Festivaltages präsentiert und dokumentiert. Das Projekt schafft so einen sichtbaren Beitrag zur kulturellen Teilhabe junger Menschen im ländlichen Raum und stärkt ihre künstlerische Selbstwirksamkeit.

Die Teilnehmer*innen zwischen 8 - 14 Jahre in Hövelhof, Nordrhein-Westfalen, sollen im Projekt die Kunstform Theater kennenlernen. Durch wertschätzende Kommunikation und neuroaffirmativen Zugang werden die Teilnehmer*innen im Autismusspektrum bedürfnisorientiert an Methoden und Darstellungsweisen herangeführt.

Die Teilnehmer*innen zwischen 14 - 18 Jahren in Hasselbach, Rheinland-Pfalz lernen die Grundzüge des Theaterhandwerks und der Schauspielerei kennen. Dazu gehören unter anderem Körperübungen, Grundzüge eines dramaturgischen Bewusstseins, der Aufbau von Szenen sowie Ensemblearbeit aktiv mitzugestalten. Das selbst entwickelte Stück wird final vor einem Publikum auf der Bühne in der Wied Scala aufgeführt.

Im Ferien-Workshop wird ein Theaterstück zur Lebenswelt der Teilnehmer*innen zwischen 10 - 16 Jahren aus Bad Doberan, Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet und anschließend filmisch festgehalten.

Das Thema „Wehrdienst/Wehrpflicht“ ist mittlerweile für viele Jugendliche präsent. Es ist ein Thema, das polarisiert und ihre Zukunft unmittelbar betrifft. Wie stehen sie dazu? Was denken und fühlen sie? Mithilfe der darstellenden Kunst soll Jugendlichen zwischen 13 - 18 Jahre in Wunsiedel, Bayern ein Raum gegeben werden, um ihre Gedanken und Gefühle zu diesem Thema auszudrücken. Daraus entsteht eine Schauspiel Performance mit Bewegung, Musik und Texten.

Für das ,,Weltverbesserungsinstitut“ verwandeln sich die teilnehmenden Jugendlichen zwischen 15 - 18 Jahren in Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern in Forscher*innen, die die großen wie aber auch die regionalen Problemlagen angehen wollen. Gemeinsam entwickeln sie Ideen gegen Klimaveränderungen, Kriege, Einsamkeit, gegen das "sich ver-lieren" durch social media oder gegen Naturkatastrophen – kreativ, konstruktiv, visionär. Theater wird hier zum Experimentierfeld: Szenen, Vorträge, Streitgespräche oder Zu-kunftskongresse entstehen aus ihren Gedanken. Was wäre, wenn Städte schwimmen? Wenn Konflikte durch Kunst verhandelt werden? Welche Berufe werden wichtig: Sorgen-heiler? Klimaunterkühler?

Das partizipative, prozessorientierte Theaterprojekt für junge Menschen zwischen 8 -18 Jahren in Greiz, Thüringen leiten Figurenspielerin Jule Lotte Bröcker und Perkussionist Tom Goemare mit Methoden aus experimenteller Musik und Figurentheater an. Was wünschen sie sich für ihre Zukunft? Was ist ihr vielstimmiges und doch gemeinsames Anliegen? Was wäre passiert, wenn Maschinen nicht aus kapitalistischen, sondern aus sozialen Gründen konstruiert worden wären? Was wäre, wenn eine Maschine dafür ent-wickelt worden wäre, heimische Wiesenblumen im regelmäßigen Abstand in Städten zu verteilen, um Insektenpopulationen aufrechtzuerhalten? Oder analoges Miteinander zu organisieren, ein wirkliches “soziales Netwerk”? Daraus entwickeln sich Wunschmaschi-nen, die Greiz und seine junge Bevölkerung neu erzählen.