Entscheidung Netzwerk- und Strukturförderung (Oktober 2021)

Ausgewählte Vorhaben

Im Netzwerkprojekt „Against all odds“ formt Burg Hülshoff – Center for Literature (CfL) quer durch die Republik neue Allianzen: mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Initiativen und Vereinen. Sie alle haben sich dem Kampf gegen Ungleichheiten und für Gleichstellung verschrieben. In Workshops und einer Konferenz kommen alle zusammen und in den Dialog, auch mit internationalen Referent*innen.

„EMPIRE OF FOOLS“ ist ein Festival für Zeitgenössischen Zirkus und angrenzende Genres. Im Rahmen des Festivals fungiert „Conference Of Fools“ als Symposium zu Positionen des Zirkus in unseren Tagen, das Vernetzung und Verständigung auf nationaler und internationaler Ebene weiterentwickelt und gestaltet. Wesentlicher Partner dabei ist der Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus.

laProf wollen die Arbeitsweisen und Strukturen der Freien Szene in puncto Nachhaltigkeit, Solidarität und Vernetzung auf ihre Zukunftsfähigkeit und Veränderungsmöglichkeiten befragen. In einer regelmäßigen Arbeitsgruppe wird an Vorschlägen und Konzepten gearbeitet und auf einer Konferenz ein Zukunftskonzept für die Freien Darstellenden Künste erarbeitet und anschließend publiziert.

Im Jahr 2022 wird die Netzwerkserie „Performing Age(ing) Trouble“ in vier Episoden ins Leben gerufen: Diese bestehen aus Gastspielen einer der überregionalen Kooperationsinstitutionen der ehrenfeldstudios und einem Netzwerktreffen sowie Fachaustausch. Ergänzt wird das Netzwerkprogramm durch die Präsentation von Laboren und Workshops der Künstler*innen der ehrenfeldstudios.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Frankfurter Forum Junges Theater“ 2021/22 und bietet produzierenden Künstler*innen der performativen und choreografischen Künste für junges Publikum die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu vernetzen. Damit soll ein Impuls für die langfristige Etablierung von Netzwerk-Strukturen in den Darstellenden Künsten für junges Publikum gegeben werden.

Nach Stationen in Bonn, Berlin und Hamburg soll „BURNING ISSUES – PERFORMING ARTS & EQUALITY“ 2022 in Kooperation mit dem Berliner Theatertreffen und der Akademie der Künste stattfinden. Künstler*innen aller Sparten, Studierende sowie Vertreter*innen aus Politik und Presse sollen sich bei „BURNING ISSUES“ vernetzen und gemeinsam Konzepte für eine gerechtere (Theater-) Welt entwickeln.

„TECHNOLOGICAL FUTURES & POLITICS“ (AT) ist ein hybrides Kooperationsvorhaben, das sich mit Mechanismen des digitalen Kolonialismus und mit gesellschaftspolitischen und ökologischen Auswirkungen aktueller technologischer Infrastrukturen aus meist marginalisierten Perspektiven beschäftigt und nachhaltig Akteur*innen und Publika aus Kultur und Technologie vernetzt.

theapolis plant den Aufbau eines digitalen Informationszentrums der Freien Darstellenden Künste. Entwicklung der frei verfügbaren Inhalte der Plattform mit den Akteur*innen. Technische Umsetzung der ersten Features und Launch. Die Informationen sollen als Ressource für Politik und Forschung dienen, den Wissenstransfer und die Erinnerungskultur stärken und als Inspiration für neue Kunst wirken.

Die Kooperative „Futur Ost“ 2022 ist ein Auftakt mit verschiedenen vernetzenden Formaten für die Akteur*innen aus Sachsen und Mitteldeutschland. Drei moderierte Round Tables mit einer künstlerischen Keynote an drei verschiedenen Orten, begleitende Werbemaßnahmen und ein themenspezifischer Hackathon zu nachhaltigen Zukunftsbildern der Performing Arts bilden das erste große Netzwerktreffen.

RISE UP AND SHINE! Vom 21. bis 26. Juni 2022 findet das Festival „PHOENIX 2.0“ im KulturQuartier Schauspielhaus in Erfurt statt. Das Festival fokussiert erneut junge künstlerische Perspektiven der Freien Darstellenden Künste und fördert an mehreren Konferenztagen die Vernetzung und den Wissenstransfer unter den freischaffenden Künstler*innen in Thüringen und darüber hinaus.

Das Netzwerk nicht-behinderter und behinderter Tanz- und Theaterschaffender ist eine Plattform für fachlichen Austausch, Interessensvertretung für behinderte Künstler*innen sowie inhaltliche Vermittlung.
Diese Arbeit soll professionalisiert und gesichert werden, um eine „disabled lead“ Organisation zu etablieren, in der sich Perspektiven zu Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe artikulieren.

Die Pandemie hat gezeigt, wie nah wir einander durch den digitalen Raum sein können, sodass Distanzen keine Rolle mehr spielen. Wie können wir voneinander (ver)lernen, was wir zu wissen glaubten, um Zukunft neu zu gestalten? Diese Frage stellt das digitale, internationale Residenzprogramm „(Un)Learning Distances“ und bringt Künstler*innen aus NRW und anderen Teilen der Welt in Dialog.

Die „Zukunftswerkstatt“ gibt Figurentheaterkünstler*innen eine Hilfestellung für das Ankommen in der digitalen Zukunft: Virtueller Campus, digitaler Ausbau der Archive des Verbands Deutscher Puppentheater und Verknüpfung mit dem Archiv der Freien Darstellenden Künste und mit UNIMA, dem Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.V. wird ein Masterplan Figurentheater entwickelt.

„Tour des Textes“ ist ein Stipendiat*innen-Programm des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben, des Netzwerks Münchener Theatertexter*innen, der WIENER WORTSTAETTEN sowie der Summer School Südtirol. Sechs Autor*innen erhalten die Möglichkeit, in regelmäßigen Workshops mit Mitstipendiat*innen und Mentor*innen ein Textprojekt auszuarbeiten; geplant sind Diskussionen, Lesungen und Video-Format.

Mit „Figure it out“ lädt der WESTFLÜGEL die (inter-)nationale Figurentheaterszene für theoretischen & praktischen Austausch nach Leipzig ein.
Künstler*innen präsentieren aktuelle Arbeiten, an welche theoretische Diskurse anknüpfen. Eine Woche für Szene, Publikum und Experten*innen verschiedener Hintergründe, um Austausch und Netzwerk zu stärken. Let’s Figure it Out!

„kritik-gestalten“, eine journalistische Plattform, die in experimentellen, digitalen Formaten über die freie Szene in NRW berichtet, wird zukünftig kollaborativ und diskursiv mit Künstler*innen kritisch über deren Arbeiten berichten. Gemeinsam stellen sie sich unter anderem folgende Frage: Ist es möglich, kritisch und objektiv zu berichten und gleichzeitig die Künstler*innen mehr einzubeziehen?

Das Diskurs- und Vernetzungsformat „HK-X“ zielt darauf ab, die Musiktheater-Szenen in Köln und Hamburg zu verbinden. Das hybride Format umfasst vier Säulen: Workshop, Diskurs, Initiationsreise und Safe Space und ist in beiden Städten an ein Präsentationsformat angegliedert: im April 2022 an das Festival „SPARK“ in Köln sowie im Mai 2022 an den Showroom „49 Stunden Stimme X“ in Hamburg.

Mit „Opening ArtXperience“ verfolgt der Landesverband TanzSzene Bremen ein Projekt zur Gestaltung und Reflexion von Diversitätsentwicklungskonzepten im Bereich der Tanz- und Performancekunst und damit einhergehender Neubetrachtung von Vermittlungsstrategien.
Diskursformate, ein bundesweites Symposium und choreografische Labore tragen den aktuellen Diskurs in die Tanzszenen.

„fluctoplasma“ ist ein interdisziplinäres Kunstfestival, das zum dritten Mal vom 27.-30.10.2022 in Hamburg stattfindet und eine Bühne für diverse Perspektiven von Künstler*innen, Kollektiven, Speaker*innen bietet – ob queer, jüdisch oder BI_PoC: Bei „fluctoplasma“ geht es um Kultur, Demokratie und Solidarität. „fluctoplasma“, das sind 96 Stunden und noch viel mehr für die fluide Stadtgesellschaft.

Anhand einer breit angelegten Kampagne aus Workshops und dazugehöriger Öffentlichkeitsarbeit werden Missverständnisse über die Arbeitsbedingungen Freier Kulturarbeiter*innen ausgeräumt und realistische Modelle für gerechte Strukturen im Kulturbetrieb entwickelt. Die Vernetzung innerhalb aller Kultursparten wird gestärkt und der Status der Kultur im gesamtgesellschaftlichen Kontext hervorgehoben.