Allgemein

Entscheidung Prozessförderung (März 2022)

Ausgewählte Vorhaben

Im choreographischen Tanzprojekt „SPILL“ vergreift sich der*die Choreograph*in Ton Bogataj gemeinsam mit vier Performer*innen an der Idee der Boyband und flutet diese von innen heraus. Ton Bogataj erforscht die Boyband als Gefäß für „softe Männlichkeiten“ und als Instrument für die choreographische Exploration von Verführung, Verletzlichkeit und Kitsch.

In einem Haus versammeln sich: Patchwork- und Adoptivfamilien, Wahlverwandtschaften und Alleinerziehende. „ALLES FAMILIE“ schaut hinein in Familienkonstellationen, erzählt von Glück und Chaos, Streit und Versöhnung. Als Theater der Dinge angelegt, soll mit Figuren, Erinnerungsmaterial und Fundstücken gespielt werden und ein Universum der Zugehörigkeit für Kinder ab 6 Jahren erschaffen werden.

Ornella Mikwasa, Musikerin, Songwriterin und Komponistin veröffentlicht in diesem Jahr ihr Konzeptstück „FÉMINA”. Die Songs erzählen die Geschichten von Frauen aus Ornellas Leben. Regisseurin Jennifer Ewert recherchierte für die Produktion knapp zwei Monate mit Ornella, mit vier Musikerinnen, einer Tänzerin, einer Schauspielerin, einer Dramaturgin und einer Illustratorin.

Das zeitgenössische Tanzstück „LORDESS von THEGARDEN // performing arts“ platzt voller Lebenslust mitten rein in den Diskurs um Sexualität, Behinderung und Geschlechterwahrnehmung. Die Hommage an die queere Künstlerin Lorenza Böttner zeigt, was möglich ist. Denn die Grenzen von Kreativität und Kunst sind nicht von unseren Körpern oder unserer Vorstellung von Normalität abhängig.

Eine Forschungsreise zu den Kernfragen des professionellen Theaters und eine Zeitreise zur legendären Inszenierung des berühmten Theatertheoretikers Jewgeni Wachtangow ins Jahr 1922: Innere Berufung, Beherrschung des eigenen Fachs, Probe als Festakt – was verstehen wir darunter im Jahre 2022? Eine Danksagung an den großen Meister und ein bescheidener Versuch, uns seinen Visionen zu nähern. 

Neue Räume für Neue Narrative: Anhand einer aus dem Projekt entwickelten Methode arbeiten professionelle BI*POC-Autor*innen in einem Writers‘ Room kollaborativ an Theaterstücken, deren Narrative aus ihren unterschiedlichen Kompetenzen, Sichtweisen und Erfahrungsräume schöpfen. Der Writers‘ Room ist als „Safer Space“ konzipiert und wird von einem künstlerisch-diskursiven Rahmenprogramm begleitet. 

„Land_Scaping Memories“ ist eine performative Installation, die zum Nachdenken über Landschaft als Archiv einlädt, in das sich kollektive, wie individuelle Erfahrungen eingeschrieben haben. Landschaft wird als geschlossene Einheit dekonstruiert. Prägungen und Einkerbungen mit denen die Menschen nicht mehr leben wollen, sollen überwunden werden. Es werden neue Formen von Landschaft skizziert.

„IMPACT“ entwickelt eine künstlerische Sprache der Extremsituationen durch Stunts, Rigging und Operngesang. Die Recherche begreift Unfälle, Explosionen und Stürze als musikalische und choreografische Kompositionen. Ein Memoir über die Unvermeidlichkeit physischer Erfahrungen, die Zerbrechlichkeit des Menschen und das Konzept der Resilienz als ein zunehmend zentrales Konzept der heutigen Kultur.

“Shatterproof” rekindles the social isolation caused by the current pandemic and our ever-increasing reliance in digital media. Have we produced a comforting false reality by substituting our natural desire for human contact with a manipulated representation of who we are? How do we find connection when we stand on splintered ground? Can we piece together our fragmented selves to find meaning?

Wer bin ich im Zeitalter der Digitalisierung WIRKLICH? – „Immerse_Me“ ist ein minimal-theatrales Experiment zwischen MultiMedia und Performance. Im Fokus steht dabei die Frage nach den Möglichkeiten der Inszenierung des Individuums im öffentlich-sozialen Raum sowie in der virtuellen Welt – Videomapping meets Live-Performance. Figurenentwicklung und Raumstruktur etablieren dabei den Arbeitsprozess.

„Hein Hannemann“ ist die Erarbeitung eines mobilen bilingualen Theaterstückes auf Basis des gleichnamigen Buches von W.v.d. Mühle (männl. Pseudonym von Sophie Kloerss) aus dem Jahr 1923 und der niederdeutschen Übersetzung (2021) für die Altersgruppe 11/12. Die enge Verflechtung von Spiel, Dramaturgie, Regie, Ausstattung und Komposition zu allen Phasen der Produktion sind hierbei elementar.

„SMELLSCAPES“ ist ein künstlerischer Prozess, bei dem es darum geht, die visuellen Qualitäten der Arbeit ins Verhältnis zu akustischen Adaptionen, sowie zu olfaktorischen Designs zu setzen, die das ganze Wahrnehmungsvermögen ihrer Betrachter*innen triggern.

Mit „Die Backchen“ setzte sich der antike Dramatiker Euripides für den Wert des Dionysos-Kult und der gesellschaftlichen Relevanz des Rausches ein. Das Theaterkollektiv Bäklaba untersucht welche Folgen die Verdrängung von Kunst, Kultur und Unvernunft für eine Gesellschaft hat. Was kehrt alptraumhaft zurück, wenn das Fremde – aber auch Spaß und Musik – aus der Öffentlichkeit verbannt werden?

Eine Gruppe aus Tauben und hörenden Künstler*innen soll sich in mehreren Workshops mit der Ambivalenz des politischen Begriffs der Unsichtbarkeit beschäftigen. Dabei soll der Prozess zur Entwicklung einer gemeinsamen künstlerischen Sprache und Praxis initiiert werden.

Die „THEaterBOX“ taucht als neues Format des Figurentheaters HILLE PUPPILLE im Münsterland und den benachbarten Regionen an ungewöhnlichen Orten mit flexiblen Programmpunkten auf und präsentiert Familientheater vom Feinsten. Ein ungewöhnliches Theaterkonzept, entwickelt als Antwort auf Corona, platziert direkt im Lebensraum unseres Publikums, fernab von starren Räumen. Eine neue Kontaktqualität.

„La Forêt sacrée“ schafft einen magischen Raum – einen Wald voller Pflanzen, Düfte, Tänze und Geschichten. Vier Tänzerinnen blicken zurück auf alte Erzählungen, Volkstänze und Mythen und reflektieren dabei den Begriff des Paradigmenwechsels und die Spannung, die zwischen alten und neuen Narrativen und dem notwendigen Ende etablierter Weltanschauungen entsteht.

Zehn Tänzerinnen treffen sich, um einen Tanz zum „Re-Rooting“ des Selbst zu kreieren. „Re-Rooting“ wird ein Prozess sein, bei dem Performativitäten geschaffen werden, die all dies verkörpern, und Raum schaffen, um marginalisierte, exotisierte und ausgeschlossene Tanzformen neu zu untersuchen, die eine starke politische Botschaft auf die Tanzbühne in Deutschland tragen können.

Als Spezialistin für interaktives Theater für Grundschulkinder erfindet Bärbel Frank seit 1997 Stücke, die auch dem Publikum ein unmittelbares Eintauchen ermöglichen. Ihre nächste Produktion „The Castle“ wird nach den pandemischen Theateraufführungen mit Masken und Abstand diesen Weg mutig fortsetzen und über noch mehr Publikumsaktivierung die Schnittstelle von Drama und Games weiter ausloten.

“Mutterschaft auf der Bühne“ is a creative laboratory that proposes a dialogue between performing art artists with a history of migration, who are also mothers, for the creation of scenic pieces (Performance, Schauspiel, Tanz, Musiktheater, Zeitgenössischer Zirkus) with the topics: Motherhood, Migration, and Feminism inspired by the book Ariana Harwicz’s “Matáte, amor”.

„Schmitt&Schulz gehen raus!“ – 2020 mussten Schmitt&Schulz ihren eigenen Spiel- und Produktionsort – das „pad“ auflösen, an dem sie 12 Jahre lang zahlreiche Bühnenperformances inszenierten. Nun möchten sie einen Prozess starten, in dem sie die Themen und Motive, mit denen sie bisher Bühnenperformances inszenierten, nehmen und in öffentliche Räume überführen. 

„Über den Schatten springen“ ist ein artistischer Kurzfilm über eine autistische Trapezkünstlerin die versucht, sich in der neurotypischen Welt zurechtzufinden. Er zeigt die Schwierigkeiten, mit denen vor allem Frauen konfrontiert werden, wenn sie in einer Gesellschaft bestehen möchten, die sich immer noch unwissend bezüglich Neurodivergenz zeigt, thematisiert aber auch die Chancen des Andersseins.

„WARTEN – EINE LIEBESERKLÄRUNG AN EINEN UNGELIEBTEN ZUSTAND“ ist eine Stückentwicklung über die politischen und privaten Dimensionen der alltäglichen, existentiellen Erfahrung des Wartens und die darin steckenden Potentiale. Neben allen, negativ besetzten, Aspekten des Wartens liegt in ihm auch eine Chance: Geschenkte Zeit, aus der heraus neue Perspektiven und Ideen entwickelt werden können.

Ein phantastisch-anthropologisches Panakustikum. Ausgangsmaterial sind Fiktionen über andere Menschenarten, die „Homo Sapiens X“. Rickie Edens, Gabriele Hänel, David Moss und Hannes Strobl entwickeln Stimm- und Klangmaterial, das in der Performance zu einem vielstimmigen Resonanzraum anwächst. Ihre Einsätze nehmen sie von transparenten, mit Buchstaben bedruckten, Vorhängen in Bewegung.

Im Zentrum von „UNTIEFE“ steht das Loch. Ein Abdruck der Leere in uns, eine Schwelle zwischen Welten, ein Mittler zwischen Zuständen. Der performative Körper tritt in Resonanz mit der Leere, zwischen Bewusstem und Unbewusstem – eine Leere, die verschlingt, eine Leere, aus der verloren geglaubtes entspringt.

Wo sind die theatralen Grenzen der Unberechenbarkeit? 4 Performer improvisieren ein Live-Hörspiel mit analoger Lichtshow, Feedback-Ton und blind gezogenem Text. Bei allen Mitteln wird auf analoge Nutzung und Zufälligkeit geachtet, um den Prozess von rationaler Kontrolle zu lösen. Sie untersuchen wie wenig Verabredung sie brauchen, um gemeinsam Bilder, Stimmungen, Geschichten entstehen zu lassen.

Mit „FALL & TRUST“ folgt das transnationale Ensemble Hajusom den Spuren von Widerstand und Selbstbehauptung des „TANGO NEGRO“ und dechiffriert alte Codes von Kontakt, Nähe, Resonanz. Bei der Recherche an den Schnittstellen von Tanz/ Video/ Performance treibt Hajusom die Frage an, wie seine künstlerische Begegnung/ Interaktion den Entwurf einer Welt anstoßen könnte, in der alles verbunden ist.

Film und Theater, Deutschland und Ungarn, Identität und Geschichte, unzählige Stimmen. Kann es innerhalb der EU eine Diktatur geben? Wie funktioniert Massenmanipulation? Was bedeutet Identität? Wie sehr beeinflusst das, was Lea Simons Großeltern erlebt haben, ihre politische Einstellung? Wir sammelten hunderte Geschichten von Budapest*innen und Berliner*innen und schrieben daraus ein Theaterstück.

„UNIVERSAL ROTATION (UR)“ ist eine Konzeption für eine Performance in den Disziplinen Tanz, Sound Design, Medienkunst mit dem Schwerpunkt Choreografie und setzt sich mit traditionellen, zeitgenössisch -orientalischen Tanztechniken, mit starken Fokus auf Sufi, Drehtanz, in Verbindung mit contemporary dance auseinander. UR ist Ausdruck von Widerstand und Transformation, ein Habitat neuer Narrative.

„How to island“ ist die Weiterentwicklung der Recherche „Dementia-happily ever after“ mit den Mitteln des neuen Zirkus & des Trickfilms. Ein Solostück über das Loslösen des Verstandes , das Weiterziehen der sich befreienden Gedanken und über den Verlust vermeintlich weiblicher Aufgabenfelder eines Lebens. Wo sind diese Frauen abgeblieben und wie können wir Ihnen helfen, glücklich „zu inseln“?

Kerstin Steeb & Team kreieren mit „IT‘S A MASS“ eine performative Messe. Durch Verweben der Messe mit Wrestling werden die sakralen Strukturen und Mechanismen der Oper musikalisch und theatral mit vielfältiger Stimmgewalt ad absurdum geführt. Das wird ein Fest, in dem kein Konflikt unausgesprochen bleibt und in dem die leisen Kämpfe mit zeitgenössischen Kompositionen und Stimmen laut werden!

Wohlstandskater Zorbas sieht sich unvermittelt mit der Aufgabe konfrontiert, ein Möwenei auszubrüten. Unmöglich! Mithilfe der Hafenkatzen gelingt es doch, und das Küken wächst behütet in der Katzenwelt auf, hält sich folglich selber für ein Katze. Doch Möwe bleibt Möwe, und es kommt der Tag, wo das Küken fliegen lernen soll. Ein „Figurenspiel-Musical“ um Solidarität, Verantwortung und Identität.

„LICHT“ lädt das Publikum zu einer interaktiven Performance zwischen multisensorischem Konzert und digitaler Grenzerfahrung: Die Besucher*innen treten selbst als Akteur*innen in einem immersiven Setting an, bei dem Licht und Sound die Regie übernehmen und für jede Person eigene Erfahrungsräume kreieren. Songs und Lieder von Purcell und Crumb treffen auf neue elektronische Musik von Marion Wörle.

„Interspecies Love Ensemble“ ist eine interdisziplinäre experimentelle Live-Galerie-Performance, die in Kooperation mit dem Botanischen Garten Karlsruhe eine intime Begegnung zwischen Menschen und nicht-menschlichen Wesen inszeniert. Die Performance wird aufgezeichnet und anschließend als audiovisuelle Installation gezeigt.

Hybrides Multimediarechercheprojekt für neue Dramatik, das ausgehend von den Möglichkeiten digitaler Nutzeroberflächen, virtuelle Welten für den analogen Bühnenraum adaptiert. On- & Offlinerealitäten verschmelzen dabei miteinander. Ziel ist eine analoge Performance, die von einer virtuellen Performance (Website, Stream & Mozilla Hubs Space) begleitet wird.

„Chlorine drifters“ konzentriert sich auf die praktische Transformation von synchronem in künstlerisches Schwimmen. In diesen Prozessen beschäftigen sich die Künstler mit den Fragen: Wenn Synchronität künstlerisch ist, wäre dann unsynchronisiertes Schwimmen unkünstlerisch? Wenn künstlerisch kreativ ist, wie könnte unkreatives Schwimmen choreografiert werden?

Theater, Bewegung, Clown, Musik – In „Masks of Linity“ entsteht eine Inszenierung, die nicht nur oberflächlich Wirbel macht, sondern in die Tiefe geht, fragt, auseinandernimmt, um neu zusammenzufügen. Dabei gilt der Fokus einem Paar, dessen Verbindung eine komplizierte scheint: Mannsein und Emotion. Mit sensibler Feinfühligkeit, schamloser Ehrlichkeit und einer Portion Humor wird re-konstruiert.

„ritual design“ ist die Suche nach einem neuen Gewand für musikalisch-performative Rituale. Blättern, Reißen, Falten, Befüllen, Umhüllen, Raspeln – wie die Musik kann das Kostümmaterial als Mittel der Integration und Partizipation eingesetzt werden und das Individuum im Kollektiv aufgehen – ein für uns wesentliches Merkmal von Ritualen. 

Das Kollektiv KA2OH widmet sich der Frage nach der Endlichkeit von Ressourcen. Seine interdisziplinäre Performance für 3-10-Jährige macht in Teil eins mit vielfältigen ästhetisch-wissenschaftlichen Mitteln die Elemente im aktiven Erleben begreifbar und führt Teil zwei für ältere Kinder mit Humor und Tiefgang weiter: der Umgang mit Ressourcen, Mikroorganismen, Wattwürmern & gemeinsamen Visionen.

Mit dem „PLASTICAL oder die Ordnung der Dinge“ entwickelt das Künstler*innen Kollektiv PLANET TRASH die Grundlagen für die Inszenierung eines Musicals, einer künstlerisch- musikalisch- satirischen Performance zum Thema Plastik. Das „PLASTICAL“ ist eine visuelle Auseinandersetzung mit der Wertschätzung unserer Ressourcen und den unübersehbaren Spuren unseres Konsumverhaltens.

Zwei Frauen auf dem Platz an der Endstation machen merkwürdige Musik, erzählen von den Knackpunkten der Existenz. Sind ihre eigene Installation, tragen Grün wie die Hoffnung, sind ganz klar ein Fremdkörper. „GORGEOUS GREEN“ bringt schräge Performance in Viertel, wo sie sonst nichts verloren hat, oszilliert zwischen Straßentheater und experimenteller Improvisation. Lustig, kraftvoll, kämpferisch.

„Rock by the Sea“ ist ein choreographischer und theoretischer Rechercheprozess, in dem Diethild Meier und Julek Kreutzer der Frage nach den persönlichen, künstlerischen und politischen Dimensionen von Freundschaft und Kollaboration nachgehen. Wie können zwei Welten koexistieren, sich ergänzen, sich konfrontieren, einander bereichern und gemeinsam Unbekanntes schaffen?

„Die Schneekönigin“ – Ein performatives Buch ist ein prozessorientiertes Projekt, das die Schnittstelle zwischen Erzähltheater und Buchkunst erforscht. Es kombiniert eine Virtual-Reality-Audio Story mit einem Buch als Objekt zum Anfassen und Spielen. Es ist als immersives Sinneserlebnis im Theater und für zu Hause konzipiert. Ein Projekt von Eva Costa, für ein Publikum ab 6+. 

„STREITEN“ möchte die (gesellschaftlichen) Voraussetzungen und Möglichkeiten für einen guten Streit als soziale und politische Ressource für Verständigung, Selbstermächtigung und ein demokratisches Miteinander untersuchen und richtet sich explizit an junge Menschen ab 13 Jahren. Im Prozess werden Jugendliche dazu eingeladen in generationsübergreifende Gespräche zum Thema Streitkultur zu gehen

„MooreHören“ ist ein interdisziplinäres Projekt im Konvergenzbereich von Wissenschaft und Kunst. Der Transformationsprozess von Moorlandschaften durch Wiederverwässerungen wird zum Synonym für einen Paradigmenwechsel. Dabei werden die Moore selbst zu Protagonisten! Das Projekt soll das hochkomplexe Thema Klimawandel als eigenständiges abstraktes Kunstwerk darstellen.

„Vom Fallen und Fangen“ ist eine interaktive Zirkusperformance von KLUB GIRKO. Mit einer speziell entworfenen Konstruktion entsteht ein einzigartiges Zusammenspiel von Publikum, großen und kleinen Bambusstäben, von Licht, Ton und Architektur. Versteckt hinter dem einfachen Prinzip der Balance erleben die Zuschauenden Verbundenheit und Gemeinschaft.

Nimm ein Blatt Papier, bastele daraus ein Haus, digitalisiere dieses, setze eine VR-Brille auf und besuche deine, sowie andere analoge Kreationen mit deinem Avatar in der virtuellen interaktiven Umgebung. Mit dem Projekt „AnalogMetaverse“ soll erforscht werden, welche Prozesse nötig sind um gemeinsam, mit handwerklichen Methoden, neue digitale Bühnen zu erschaffen.

„House of Plenty: studygroup“ entwirft gemeinsam mit einer Gruppe von Künstler*innen mit und ohne Behinderung einen radikal zugänglichen Arbeitsprozess. Als studygroup schlägt es im Sinne von Fred Moten und Stefano Harney eine Praxis des Zusammenkommens und des gemeinsamen Ver/Lernens und Imaginierens vor, um Strategien für eine Ästhetik der Differenz zu generieren.

Bei „LARVE“ trifft das Publikum auf Videoprojektionen von 3D Avataren in einer Trackingsuit-Performance zwischen schwäbisch alemannischer Fastnacht und Videogame. Die begehbare Installation wird dadurch zu einer immersiven Arbeit, bei der sich on- und offline Erleben konstruktiv ergänzen. Durch Interfaces wie Facefilter Apps kann das Publikum partizipieren und Teil der Installation werden.

Das Projekt „DID DIVE IN DIVERSITY“ hat die Ziele, das KKT zu einem diversitätsgerechten künstlerischen Entfaltungsraum zu machen und über „DID PERFORMING ARTS“ transdisziplinär forschend eine Produktion vorzubereiten, in der diverse Künstler*innen ihre Erzählperspektiven inszenieren. So wird eine diversitätssensible Kultur etabliert, die Produktionen mit erweiterten Erzählperspektiven ermöglicht.

Haushalt ist immer. Wer macht was? Wer nutzt Dinge, wer nutzt Menschen? Wo ist Haushalt Mythos? Wo ist er Struktur? Es ist Zeit, durch Fenster zu blicken. „und samstags staubsaugen“ befragt, auf Basis von Interviews, die Selbstverständlichkeit der Haushaltspflege mit Mitteln des Theaters der Dinge. So werden Perspektiven auf Care-Arbeit, Haushaltsgeräte und Rollenbilder sichtbar gemacht.

„ICH_DU_WIR_ALLE_Kreativität in Zwischenräumen“ initiiert künstlerisches Wahrnehmen, Denken und Handeln im gesamten Schulraum und für die ganze Schulgemeinschaft. Hoernemann&Walbrodt und theater monteure nutzen Pausen und Freistunden, Freiräume und Un-orte, Gewohntes und Ungewohntes um Kunst zu schaffen, Kokreativität anzuregen und Potenziale sichtbar zu machen.

performing:group entwirft ein Solo für zwei Performer*innen, die keinem direkten Genre, keinem eindeutigen Geschlecht entsprechen. In einem fragmentierten Ablauf – ähnlich dem Umschalten beim Fernsehen – pendeln sie zwischen Welten, die die optimale menschliche Entwicklung kommentieren. Alles ist möglich. Alles ist zu viel. Alles ist Veränderung. Veränderung ist alles.Veränderung ist alles.

„Vanilla“ erforscht die Möglichkeiten des sexuellen Vergnügens und hinterfragt die Normativität sexueller Praktiken und die Art und Weise, wie Normen die Sprache um sie herum durchdringen.

„Papa, was ist eine Party?“ fragt der kleine Fuchs seinen Vater. Dieser denkt eine Weile nach, denn er hat lange kein Fest mehr gefeiert. Dann fällt es ihm ein: „Remmidemmi, Ringelpiez, Luftballons, wilde Musik“. Kinder haben in den letzten Jahren wenig Feste erlebt. Dabei ist das gemeinsame Feiern ein wichtiges soziales Moment. Das Figurentheater Ute Kahmann lädt zu einem Theaterfest ein.

In „WOZZECK. Musiktheater-Performance für 6 Menschen und eine Trabrennbahn“ experimentieren glanz&krawall mit neuen Open-Air-Bühnenanordnungen und fragen mit Alban Bergs „Wozzeck“ im Gepäck: Welche Lebensperspektiven haben wir in der neoliberalen Großstadtgesellschaft des 21. Jahrhunderts? Und wie kommen wir aus dem ewigen Anrennen gegen die Verhältnisse heraus – oder rennen wir bis wir umfallen?

Mit buntem Tape kreiert OttO Augenmerk fantastische Universen und So-noch-nie-gesehene-Objekte. Er gibt Dingen neue Bedeutungen, modelliert die Zeit und bewegt sich fluid durch den Raum. OttO Augenmerk ist eine Kunstfigur, der, ganz leise, mit Gestik, Mimik und optischen Zeichen kommuniziert. Er lädt gehörlose und hörende Kinder und Erwachsene zu einem Tanztheaterstück im Common Space ein.

„WAS MACHEN FRAUEN ALLEIN“ ist eine performative Auseinandersetzung mit dem inneren Monolog in selbstgewählter Isolation. Die Stückentwicklung geht der Frage nach wie Text klingt den wir sprechen, wenn wir allein sind und nicht sprechen. Der Textgenese ist eine umfassende kulturgeschichtlichen Recherche vorausgestellt, die ihren inhaltlichen Fokus auf das Phänomen der schweigenden Frau richtet.

2032. Ein Open-World-Gametheater Szenario über Erzählungen von Menschen, Maschinen und einer besseren Welt. Eine Geisterbahnfahrt der Ideen von 1900 und der Lebensreformbewegung über die Hippie Bewegung der 60er Jahre bis zur Techno-Religion des Transhumanismus und dem Traum von der Gott Maschine und der Unsterblichkeit des optimierten Menschen heute.

Der virtuellen Realität soll auf den Zahn gefühlt werden. Wie können wir ein neues Medium in seinen per se Eigenschaften begreifen? Wie können wir uns der virtuellen Realität ermächtigen? Was kann virtuelle Realität, was kein anderes Medium kann? Wie lässt sich diese neue Wirklichkeitsmaschine radikal für den performativen Akt des Theaters nutzen? Es muss um produktive Zweckentfremdung gehen.

„Wasser Wasser“ ist eine musikalisch-multimediale Performance von Gruppe CIS, die das ursprüngliche Ritual des Waschens zeitgenössisch interpretiert. Entlang der sich wiederholenden Zyklen des Wasserkreislaufs wird die vermeintliche Vergeblichkeit von nie abgeschlossener Pflege als Haltung gegenüber einer Welt formuliert, die von Erzählungen des Abschieds und des Scheiterns geprägt ist.

Erforscht wird ein grenzübergreifend geteiltes musikalisches Erbe, das eine sich überschneidende öffentliche Zone bildet, was in der politischen Realität jedoch nicht (oder nicht positiv) anerkannt wird. Ziel ist es dieses Phänomen zu erforschen, künstlerisch aufzuarbeiten und in einer multimedialen Bühneninstallation in Kombination mit musikalischen Live-Performances (wieder-)erfahrbar zu machen.

In diesem Projekt wird der Körper zum Ko-Autor des Archivs. Im Zentrum steht ein diasporisches Film-Archiv, welches als performativer Überrest agiert, mit dem Potenzial marginales diasporisches Wissen, und Koloniale Geschichten durch eine Choreografie der Begegnungen wieder aufleben zu lassen. Die Begegnung ist der Moment indem der Körper das Archiv betritt und mit den Archivalien interagiert.

„Autocalypse ist“ die lustvolle Bearbeitung des ambivalenten Verhältnisses Mensch – Auto an der Schnittstelle von Musiktheater, immersiver Performance und Installation. Das Auto wird als Sehnsuchts- und Auslaufmodell kritisch in den Blick genommen. Der Probenprozess dient der Entwicklung szenischen und musikalischen Materials und einer Dramaturgie für die spätere Inszenierung.

Mit „LA STRADA MOLESTA“ bringt Silvia Albarella Texte, Zeichnungen, Sounds und VR zusammen: Sie schafft einen digitalen und performativen Raum, der eine Parallele zwischen den lauten gewaltigen Straßen und dem öffentlichen Raum Neapels mit dem Berlins verbindet und verschmilzt. Das Projekt wird mit den CyberRäubern, Maike Wetzel (Autorin) und Tobias Dutschke (Komponist) realisiert.

Die Natur bewegt sich in Kreisen. Der moderne Mensch läuft geradeaus. Wie lange wollen wir noch gegen unsere Körper ankämpfen anstatt uns mit ihnen zusammen zu tun? Zwischen sinnlicher Naturverbundenheit und kapitalistischer Inszenierung von Menstruationsblut suchen die Artist*innen nach Akzeptanz für den eigenen Körper und der Emanzipation aus patriarchalen, kapitalistischen Arbeitsstrukturen. 

Clébio Oliveira beschäftigt sich in dem Solo „Agonie & Widerstand“ mit marginalisierten Körpern im Kontext der Corona Pandemie in Brasilien. Vor dem Hintergrund seiner brasilianischen Herkunft untersucht er die Auswirkungen der Pandemie auf Körper und Psyche von Queeren, Indigenen, älteren und armen Menschen und wie es sich mit den Mitteln von zeitgenössischem Tanz und Performance umsetzen lässt.

„LIEBE: feminist dating“ beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von LIEBE, KÖRPER und FEMINISMUS. Die Performance bewegt sich im Spannungsfeld philosophischer Anschauungen, politischer Überzeugung und emotionaler Erwartungshaltungen. Ist Romantik patriarchal geprägt? Wie kann der ent-sexualisierte Körper der Zukunft aussehen?

Das Solo „Frau Minister“ – Kanon weiblicher Stimmen aus Ost und West, untersucht Frauen in Machtpositionen. Ausgehend von der Biografie der ersten Ministerin Deutschlands (DDR), Dr. Marie Torhorst. Eine Auseinandersetzung mit der kommunistischen Utopie. Ist das, was wir gerade erleben, der Showdown des patriarchalen Systems? Führt feministische Außenpolitik zum Frieden? 

„JAHRMARKT EUROPA!“ basiert auf dem herausragenden „Europa Almanch 1925″. Es versammelt eine europäische Vielfalt an „Malerei, Literatur, Musik, Architektur, Plastik, Bühne, Film, Mode. Außerdem nicht unwichtige Nebenbemerkungen“. Vielleicht hilft der Blick auf die chaotischen Anfänge des 20. Jahrhunderts, auf diesen „Jahrmarkt Europa“, um die chaotische wirkende Gegenwart greifbarer zu machen.

In einer künstlerisch-forschenden Erkundung im dünnbesiedelten Landkreis Lüchow-Dannenberg wird das_Explorativ sein für den Stadtraum entwickeltes Durationale-Performance-Format „Büro für Wunsch-Werte” für den ländlichen Raum weiterentwickeln: Wie kann der ländliche Raum durch performative Zählungen und Statistiken erzählt werden? Welche theatralen Strategien braucht es im Vergleich zur Stadt?

Solidarität ist in der lebensfeindlichen Arbeitssituation unter Tage keine ethische Kategorie, sondern zwingende Praxis. Hier kann nur überleben, wer Verantwortung für sich und seine Nächsten übernimmt. Ausgehend von Zeitzeugeninterviews untersuchen wir die Gemeinschaft der Kumpel und erarbeiten Bewältigungsstrategien, die es uns ermöglichen den Ängsten und Bedrohungen der Jetztzeit zu begegnen.

„Eine Zaubershow“ von Jean Eugène Robert-Houdin soll einen Aufstand gegen die frz. Kolonialmacht in Algerien verhindert haben. In ihr wird die Zauberkunst auch zur Komplizin bei der Erfindung der rassistischen Konzepte der „primitiven Magie“. In einer Enthüllungsperformance, entwirrt Valentin Peter Eisele den Einfluss auf seine Biographie, die Moderne und die heutige Kultur-Rezeption.

„Der Rattenfänger von HÄÄH? – Eine Frage der Perspektive“ Eine Epidemie. Ratten über Ratten. Der Stadtrat setzt alle Hoffnung auf den Rattenfänger. Doch was denken eigentlich die Eltern der Kinder darüber? Und hat jemand schon mal die Ratten gefragt? Diese Neuerzählung des Grimmschen Märchens versucht Kindern und Jugendlichen spielerisch die Komplexität von Meinungsbildung aufzuzeigen.

„DRIVING FORCES“ ist eine interdisziplinäre Performance. Mit den Mitteln des Theaters der Dinge und postserieller Musik werden Umbrüche und ihr Gegenteil spielerisch hinterfragt. Es geht um Bewegungsmuster von Mehr-, wie Minderheiten in Zeiten des Umbruchs. Ein sinnliche Performance der Befragung möglicher, wie unmöglicher gesellschaftspolitischer Bewegungen in unserer Zeit.

15 Jugendliche aus Werder/Havel begeben sich auf eine Reise in die Zukunft. Mit Donna J. Haraways spekulativen Geschichten im Gepäck bleiben sie unruhig und fragen: Wie lassen sich die Corona-Jahre aus der Zukunft erinnern und erzählen? In was für einer Welt wollen und werden wir leben? Eine doku-fiktionale Tanz-Performance, die unsere Gegenwart als zukünftige Vergangenheit verhandelt, entsteht.

„Sie öffnet die Augen. Der Tag wiegt schwer. Auf ihren Schultern. Arbeit. Sie wandelt zwischen den Supermarktregalen umher. Räumt Orangensaftpackungen ein. Apfelsaft. Dann Haferkekse. Dann Joghurtbecher. Himbeere. Vanille. Sie ist unsichtbar…“. „On her shoulders“ ist der Name eines tragisch-komischen Tanzstückes, was im Rahmen von TAKE HEART konzipiert und erarbeitet wird.

„Bang Bang Baroque“ ist ein Dokumentarfilm, der Tänzerinnen zeigt, die große aufblasbare Skulpturen tragen verschiedene Bewegungen ausführen: vom Soft-Headbanging bis hin zu traditionellen Gesten aus dem Barock und sozialen Ausdrucksweisen heutiger Zeit. Die schwingenden Formen und grafischen Partituren verweisen auf psychologische und physische Konzepte zum dynamischen Subjekt-Objekt-Verhältnis.

In 3 Phasen untersuchen der aus Ghana stammende Felix Dompreh und Lola Agostini (IT) gemeinsam mit 5 afrikanischstämmigen Tänzer*innen die aus Kulturen erwachsenen Tanzsprachen. In Phase 1 forscht ein*e Jede*r von ihnen in seinem*ihrem eigenen Studio. Ihr Austausch findet digital statt. In Phase 2 treffen sie sich analog. Zur finalen Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse ist das Publikum eingeladen

Um ihre künstlerische Arbeit im Zwischen von Live Arts und digitalen Medien zu intensivieren, initiieren deufert&plischke mit der Medienkünstlerin Karen Zimmermann einen Arbeitsprozess, der die Möglichkeiten einer Verschränkung von Live Performance, VR, Hörspiel und Photographie untersucht und eigens für diesen Prozess gemeinschaftliche Arbeitsprozesse und Aufführungssituationen bereit stellt.

„Macht und Ohnmacht – Loïe Fuller und Asta Nielsen“ ist eine konzeptionelle Entwicklung einer „Bild-Tanz-Performance“. Die Kraft des Verschwindens des Körpers im Tanz und die Energie des Körpers im Stummfilm. Mit performativen Studien soll das Phänomen dieser beiden Künstlerinnen zur Darstellung bringen und anhand historischen Dokumenten und filmischen Material bis ins Heute erforschen.

„Laboratorium Brückenplatz“ von Slubfurt e.V. mit dem Kleist-Forum Frankfurt/Oder: HATE SPEECH – CIVIL WAR? Die Folgen von Bürgerkriegen, spätkolonialer Ausbeutung und ungelöster internationaler Konflikte stehen als Flüchtlingsbewegungen vor unseren Grenzen. Deshalb soll das Phänomen HATE SPEECH gemeinsam mit Partnern in Polen und der Ukraine in einem Prozess über 9 Levels untersucht werden. 

„Violetta&Mimose” möchte ein Musiktheaterstück für Kinder sein, das sich mit den Themen Meinungsverschiedenheit und Konflikt auseinandersetzt. Das Stück wird ohne jegliche Wörter und nur durch Musik und ausdrucksstarke Bilder inszeniert.

„Leipziger Meerjungfrauen“ ist ein performativer Spaziergang entlang des Wasserwegs Elstermühlgraben Leipzig. In Kooperation mit dem Amt für Stadtgrün und Gewässer werden gesammelte Geschichten der Stadtgemeinschaft sowie städtische Transformationsprozesse tänzerisch, schauspielerisch und musikalisch sichtbar gemacht.

Es juckt, es zwickt, aber es muss sein. Vier Tänzer*innen und ein Sounddesigner tauchen in das Gefühl des Unwohlseins ein. Dabei laden sie ein, unsere eigenen Gefühle sowie die aktive Rolle als Zuschauer*in zu reflektieren, und individuelles Unwohlsein kollektiv zu erleben. collectif blitzbereit erforscht, wie sich Performende und Publikum in ihrem Unwohlsein beeinflussen. 

„Sinne erzählen“ ist ein prozessorientiertes Projekt. Es beschäftigt sich mit der Wiederherstellung von Erinnerungen, ausgelöst durch Sinneseindrücke, als wesentlicher Bestandteil unserer Identität. In der ersten Arbeitsphase geht das Kollektiv gemeinsam mit Senior*innen auf die Suche nach Erinnerungen. Die anschließende künstlerische Umsetzung wird durch das Kollektiv erarbeitet.

Es handelt sich bei „Kontrollverlust“ um ein Tanztheater-Stück für Jugendliche ab 14, das den inneren Kampf um Kontrolle von Menschen mit Essstörungen thematisiert. Dabei werden perfide Mechanismen von sog. ProAna-Foren durch Thinspirations, 10 Gebote, die Personifikation der Essstörung und das Verlieren der Kontrolle von zwei Betroffenen tänzerisch auf die Bühne geschmettert!

In „Angeberin – der beste Audiowalk“ wird kräftig angegeben! Gemeinsam mit Künstlerinnen, Schülerinnen und weiblichen CEO`s hinterfragt TUSCH „angeben“ als soziales Muster, üben anzugeben und laden das Publikum ein, sich mit ihnen auf einen performativen Audiowalk zu begeben, bei dem bewundert wird und bewundern werden soll. Eine Kooperation von TUSCH Berlin und dem Kollektiv hannsjana.

Mit „CONVENE weaving gatherings“ soll das Beziehungsgeflecht zwischen somatischer Praxis und Handwerk mittels unterschiedlicher Scores körperlich erforscht und geteilt werden. Das Projekt ist Teil eines langjährig angelegten Arbeitsprozesses, der ausgehend von der Praxis des Webens als Erzähltechnik und dem Teppich als Bewegungsnotation einen Raum für das Zusammenkommen schafft.

Dieses Projekt möchte Jugendliche dazu in die Lage versetzen Brücken zu schlagen zwischen Jugendlichen jeglicher Herkunft und körperlicher Eigenschaften indem sie sich selber weiterbilden und gleichzeitig motiviert werden, das eigene Gelernte an andere weiterzugeben. 

„Mobile Albania“ legt einen neuen Netzfahrplan über die Pendler*innenhauptstadt Frankfurt – er lädt dazu ein, in gemeinsamen Bewegungspraktiken neue Verbindungslinien in der Stadt zu entwickeln. Der Verkehr rauscht, alle nebeneinander & aneinander vorbei – wir kapern das Netz mit dem „Omnibus“, einer Mischung aus wesensartiger Maschine, fahrendem Treffpunkt & archivierender Wunderkammer.

The aim and interest within this collaborative artistic working process is to go beyond dominant narratives and to open other pathways towards creativity. Through the lens of deconditioning, we want to explore the intersection between somatic and creative work by experiencing and exploring different kind of platforms, knowledge and formats of exchange.

Bei „NEBENFIGUREN AUF DER SEITENBÜHNE“ werden Nebenfiguren aus Klassikern des Theaters ihre eigene undramatische Perspektive auf die Geschehnisse ihres Stückes mitteilen. Mit Humor, zeitgenössischer Theorie und Philosophie werden unaufgeregt die Klassiker des Theaters und die großen Themen des Lebens hinterfragt, dekonstruiert und in neue Kontexte gesetzt.

Mit der Performance laden das Kollektiv äöü und die Choreografin Jung Sun Kim ein zu einer Reise durch vergangene Zukunftsvisionen. Denn: Die Vergangenheit spricht über unser Jetzt, das Jetzt verweist in die Zukunft, die Vorstellung der Zukunft verändert unsere Wahrnehmung vom Jetzt. Durch die Zeitenüberlagerung wird die dringende Frage nach Zukunft aus einer ungewöhnlichen Perspektive gestellt.

Das „System Schule“ zementiert die soziale Zuschreibung unserer Gesellschaft durch Klassen. Aus der Vision einer Bildung für Alle wurde der Druck, sich nicht von Allen abhängen zu lassen. An diesem Umbruch setzt „Selektionswut“ an und verlagert die Klassenfrage ins Klassenzimmer. Mittels Recherche-Module und div. Workshops formiert sich ein 100-köpfiges Ensemble aus Jugendlichen von 9-18 Jahren. 

Welche geschlechtsspezifische Arbeitsteilung brachte der NS hervor? Inwieweit ist die Sphäre der Reproduktion von faschistischem Gedankengut durchzogen? Anhand von biografischen und choreografischen Untersuchungen befragen KGI deutsche Frauen- und Mutterbilder und ihre Wirkmächtigkeit in der Gegenwart.

„HENI“ ist eine experimentelle Performance, die spielerisch mit der Frage umgeht, wie viel Einfluss Konsument*innen auf die Kunst, die sie rezipieren, haben können und sollen. „HENI“ ist das szenische Experiment eine Contemporary performance on your demand, eine hyper targeted Show deiner Träume zu kreieren. Von Henrike Iglesias, machina eX und der Soziologin Alejandra Rodríguez Sánchez.

„GEISTERBAHN“ ist eine immersive und performative Ausstellung, die sich mit der Krise als entfremdete persönliche und kollektive Erfahrung befasst. Die Installation öffnet den Raum, sich mit der Angst, den Bedrohungen und der eigenen Empörung zu verbinden. Wo in unserer Gesellschaft gibt es Räume, um reale auch unbequeme Erfahrungen zu machen, die uns mit der Welt, in der wir leben, verbinden?

„HER.STORY“ möchte die Neubearbeitung von “antigone. ein requiem” von Thomas Köck, die originale Fassung nach Sophokles und eigens recherchierte dokumentarische Interviewmaterialien als Grundlage für eine Stückentwicklung nutzen. In Verbindung mit der Verantwortung für die Geflüchtetenkatastrophe an den Außengrenzen Europas und weltweit. Es wird gezielt eine weibliche Perspektive erforscht.

Inspiriert von Brecht & Eisler erforscht, (de)konstruiert und komponiert das Ensemble neue Fotoepigrammen, die den Krieg in 2022 beschreiben. Wie geht man um mit dem tragbaren Krieg in der Hosentasche? Aus Songs und schauspielerisch-verfremdeten Social-Media-Kommentaren soll ein aktueller Blick auf den modernen Umgang mit digitaler Kriegsberichterstattung entstehen, eine „Kriegsfibel re:loaded“.

Fünf Künstler*innen, die schon lange Grenzgänger*innen zwischen bildender und darstellender Kunst sind, tun sich in dieser Konstellation zum ersten Mal zusammen, um das erzählerische Potenzial auszuloten, welches in der Verbindung der beiden „bildhaften“ Kunstformen liegt. Sie erforschen das Zusammenspiel aus Kunst-Installation und Figuren-, Objekt- und Schattentheater.

„From us to many: A Pre-production Choreografic- and Ensemble Research“ ist die Vorproduktionsphase für die kommende Produktion von Panzetti und Ticconi. In dieser ersten Arbeitsphase für die Produktion soll in Zusammenarbeit mit 4 Tänzer*innen an einer Weiterentwicklung ihrer Bewegungssprache recherchiert werden, um diese aus dem seit 2008 bestehenden choreografischen Kontext des Duetts zu lösen.

Das Ensemble begibt sich auf eine „recherche de la musique perdue“ der vergessenen Komponistin Francesca Caccini und spielt sich uns aus der Gegenwart in die erstaunliche Entstehungsgeschichte ihrer Oper im Medici-Matriarchat des Jahres 1625. Barocke Monodien und Cembalo treffen auf Hip Hop und Loopstation. Es entsteht ein Musiktheater-Laboratorium der sozialen (Gleichberechtigungs-)Fantasie.

„AUFGELÖST“ ist eine mehrstündige Solo-Performance und Installation im öffentlichen Raum. „AUFGELÖST“ bringt in einer Verflechtung von Realität und Fiktion das private und äußerst tabubehaftete Thema Tod in die Öffentlichkeit. Das Projekt nimmt die finale Auflösung eines Haushalts nach dem Tod eines Menschen zum Anlass, die Themen Auflösung, Vergänglichkeit, Neubeginn performativ zu reflektieren.

„Queens“ bewegt sich zwischen Theater, Oper und Science-Fantasy und de-konstruiert auf kritisch-feministische Weise das von Friedrich Schiller dominierte Narrativ zu Maria Stuart. Vor dem Hintergrund einer multi-medialen Gesellschaft verhandeln die untoten Protagonistinnen Maria und Elisabeth noch einmal die Thronfolge und stellen sich den Geschlechts- und Herrschaftskonzepten von heute.

Die Schwankhalle Bremen trifft in einem partizipativ angelegten Projekt auf benachbarte Trompeter*innen, Hobbysegler*innen, Posaunist*innen, Senior*innen, Kanuclub und Bootsverein und entwickelt gemeinsam mit ihnen ein Bootsballett mit Blechmusik, das auf dem unmittelbar bei der Schwankhalle gelegenen Werdersee als Eröffnungsspektakel im Sept 2022 uraufgeführt wird.

Mit „BICHO RARO“ führt der Choreograph Danilo Andrés in die Welt des queeren Bodybulidings ein. Dabei deckt der lateinamerikanische und non-binary Künstler ein Spannungsverhältnis zwischen dem Körperkult des Bodybuildings und einer möglichen queeren Perspektive auf Körper auf: Der fest gebauten, fixierten „Körperentität“ steht eine flexible, flüssige menschliche Anatomie entgegen.

„Doing loss – eine performative Loser-Forschung über die Kraft des Erinnerns“ verbindet dokumentarisches Theater und zeitgenössischen Circus. Das Vorhaben beschäftigt sich mit gesellschaftliche Praxen des „Doing Loss“, also des Hervorbringens von Verlusterfahrungen. Den Ausgangspunkt bilden die Biographien der Beteiligten und ihre Erfahrungen in den Jahren der Transformation in Ostdeutschland.

In diesem künstlerischen Forschungsprojekt wird ein facettenreicher Blick auf Verantwortung geworfen und dabei tanz- und luftakrobatisch erforscht.

Mit dem Wunsch in eine nachhaltige Zusammenarbeit mit einer breiteren Gruppe Künstler*innen aus Berliner Communities zu investieren, versammelt die Performancekünstlerin Peaches neun etablierte Berliner Performer*innen (CLUSTERF**K), um gemeinsam im Herbst 2022 in einem fünf-wöchigen Rechercheprozess einen neuen choreographischen Kollektivkörper zu schaffen.

„DER STOFF, AUS DEM DIE WOLKE IST“ ist ein Rechercheprojekt zur Untersuchung der digitalen Kommunikation im Alltag. Alles, was wir online sind – unsere digitale Identität – hinterlässt Spuren und landet dabei in einer unsichtbaren digitalen Wolke. Das Projekt erforscht diese Spuren und die Strukturen und Muster dieser Datensammlung. Und macht die unsichtbare Wolke sichtbar.

Die Möglichkeit einer anderen Identität: hellhäutig, schwarz, ohne Mittelschicht. „Bunch of Brown Performance“ erforscht die Grenze zwischen zwei Seiten, legt Gefühle des Widerspruchs, der Frustration und der Flucht vor dieser Realität frei. Jota Ramos begeben sich in einen Modus des Verhüllens und Enthüllens, des Konstruierens und Dekonstruierens.

Mit „Spielen #1“ starten SKART & MASTERS OF THE UNIVERSE mit „Meine Damen und Herren“ ein prozessorientiertes Kooperationsprojekt in dessen Rahmen sie eine originäre Performerhaltung herausbilden möchten. Die Aura eines versunken spielenden Menschen dient ihnen dabei als inspirativer Ausgangspunkt für die Entwicklung einer individuellen Spiel-Technik.

„Anthropos Ex (Machina)“. In welcher Rolle und mit welchen Mitteln und Inhalten können die Darstellenden Künstle der Klimakrise begegnen? In vorangegangenen Recherchen sind ein Stücktext sowie Material und Konzeption für eine interdisziplinäre Performance- Installation entstanden. Beides soll nun mit dem Theaterstaat Ensemble und Gästen zu einer vollständigen Inszenierung ausgearbeitet werden.

„FAGGOT FOR FUTURE” ist gedacht als: queeres Edutainment meets Eurovision Song Contest. Dabei soll aus Story-Anteilen und Songs ein Visual Album, Musikvideos mit (live) online-Voting für einen Social-Media-Bühnen-Hybrid samt Publikumsinteraktion entstehen – der Climate Vision Song Contest – eine singende Revolution!

Die Themen Ausgrenzung, Kunst und Kommerz übersetzt in der Sprache der Straße – diesem Projekt widmet sich das Nostos Tanztheater gemeinsam mit urbanen Tänzerinnen und Tänzern. Unterstützt werden die Künstler von Wissenschaftlerinnen, die ihnen Daten liefern. Die Choreografien sind der zweite Teil von „Bodies at Resistance“, einem interdisziplinären Community-Projekt des Nostos Tanztheaters.

Das Bühnencomic „What Robots Need to Learn“ ist der dritte Teil der Transhumanismus-Trilogie „Wonderland Inc.“. Es zeigt Episoden einer hochkomplexen Welt, wo Biologie und Technik sich vermengen: Ein intelligentes Auto wird kriminell. Eine unsterbliche Maus kämpft um Mitspracherecht. Ein „Digital President“ regiert die Welt, während ein Konzern Gesellschaftssysteme auf ihre Tauglichkeit prüft.

„LIBERATION MONSTER – ein Abendstück“ von Daniela Marcozzi, inspiriert von den Masken der Commedia Dell’Arte und der Noevelle „Ad Bestias“ von F. S. Toich. Vier weibliche Wesen werden aus den dämonischen, animalischen Anteilen ihrer Selbst zu Schwangeren – Wirte fortwährenden Lebens und Artenbestehens in einer Welt, die von Moral und Extinktion bestimmt ist. Premiere: 08.12.22 ACUD Theater Berli

Zur Analyse der Comfort-Zone-Paradoxien und der Schlafüberwachungsgesellschaft lädt Neco_Nart zur Sleep-Over-Party für alle Hypocrites and -criticals ein. Es wird gemeinsam gelogen und liegengeblieben, unsere Erschöpfung mit der der Erde geteilt, Musik aus Sexspielzeugrhythmen und Sleep-Apps kreiert, für alle Liegengeblieben gestreamt und am Ende trotzdem die Welt beim Betten machen gerettet.

„Maiszahn: eine Choreographie des öffentlichen Raums“ ist ein partizipatives Performance-Kunst-Projekt für die Erarbeitung einer ortsspezifischen Szenografie vom Curatorial Collective for Public Art in Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftsgarten Spiel/Feld Marzahn e.V.. Es untersucht das Zusammenspiel zwischen der Gestaltung des öffentlichen Raums und der Choreographie, die sich hier entfaltet.

Das Figurentheaterstück „Knusper, Knusper“ für eine Schauspielerin und zwei Puppen ist eine abgewandelte Version des Grimmschen Märchenklassikers „Hänsel und Gretel“ für Kinder ab 3 Jahren. Diese Variante des Märchens spielt zur Weihnachtszeit und wird aus der Sicht der verschrobenen Hexe erzählt, die sich im Grunde nur nach Liebe sehnt.

Mit dem Projekt „Kurlabor“ wollen wir, das Kurot Kuratorium, eine mobile Plattform entwickeln, die für ästhetische Heilprozesse temporär an diversen Orten im öffentlichen Raum genutzt werden kann. Anders als die auf der evidenzbasierten Medizin beruhenden Kuren, baut unsere künstlerische Praxis auf der Hypothese auf, dass auch ästhetische Verfahren einen heilenden Effekt erzielen können.

Worüber lachst du, Mensch? Darüber, dass du sicher bist? Bist du das denn? Schlummert nicht auch in dir der Gedanke, deinem Nachbarn den Laubbläser über die Rübe zu ziehen, damit endlich Ruhe herrscht in der Siedlung? „Tatort Grand Guignol“ beschäftigt sich intensiv mit gesellschaftlichen Gewaltstrukturen und deren Rezeption – vom Kasperletheater bis hin zum Tatort.

Pandemic Voices ist ein musiktheatralisches Band – Projekt des Posaunisten und Komponisten Uwe Dierksen. Im Mittelpunkt stehen die verwandtschaftliche Beziehung zwischen menschlicher Stimme und Posaune, sowie Texte darüber, inwiefern die Pandemie das individuelle Leben beeinflusst oder verändert hat: Alltagsbeobachtungen, sowie Glücks- und Unglückserfahrungen.

Das Dokumentartheaterprojekt „Ich bin`s nicht, Wladimir Putin ist es gewesen“ hat die Verantwortung von Bürger*innen für die Geschehnisse in ihrem Herkunftsland zum Thema. Wie kam es zum mentalen Bürgerkrieg unter Russ*innen in Russland und Europäer*innen mit russischem Background? Untersucht wird die Verwandlung der Menschen in eine Masse, die eine Diktatur offen oder indirekt mitgestaltet.

„Boxes (he/her)“ verwandelt öffentliche Videoscreens in Bühnen für Performancekunst. Zwischen TUI Werbung und Wettervorhersage offenbaren minimalistisch inszenierte Videoaufzeichnungen von Performances unverhoffte Einblicke in die Beziehung zwischen Körper und Bildschirmrand.

„Expectations fermentiert“ ist ein recherchebasiertes Performanceprojekt über das Leben von Menschen mit koreanischem Hintergrund in Deutschland. Zwischen klischierten Bildern der Popkultur und individuellen Familienerinnerungen werden Perspektiven und Geschichten erzählt, Repräsentationsvorgaben und Annahmen hinterfragt und Erwartungen eingekocht.

Im Krieg gegen die Ukraine äußert sich der imperiale Anspruch eines fortwirkenden homo sovieticus. Alexijewitschs „Zinkjungen“ erfasst archetypisch, dass Kriege sichtbar gewordene Lügen sind und offenbart auch die aktuell wirksamen Mechanismen des Krieges. Es wird nach einer künstlerischen Sprache gesucht, die dem Unerhörten und Unsagbaren einen vielstimmigen Ausdruck gibt.

Die vergangene Zeit scheint für Freischaffende des Genres Figurentheaters – die Solisten und Individualisten der Szene – verloren. Das Projekt startet eine kollektive Suche nach Interpretationen. Die Künstlerinnen und Künstler begeben sich in parallele Produktionsprozesse zu den Effekten der jüngsten Zeit. Peer to Peer leisten und nutzen Sie künstlerische Expertise und handwerkliches KnowHow.

In „L’OST in Translation“ entwickelt die Künstlerin Katja Tannert basierend auf Zeitzeugnissen ihrer eigenen Familie mit DDR-Biographie ein immersive pop-up-Ausstellung aus Video, Foto, Text und Performance. Mittels persönlicher Erlebnisse der 90er Jahre in Ostdeutschland spannt die Ausstellung einen Bogen zum heutigen Verständnis der Transformationsprozesse im Osten.

„Ich habe mit der Oma nie ein wirkliches Gespräch geführt weil ich immer Angst hatte, wir landen entweder bei Holocaustleugnung oder ich muss mir fünf Stunden lang ihre Gedichte anhören.“ – „Emilies Kleid“ ist biografisches Theater mit gesellschaftlichem Anspruch, das den Versuch beschreibt die Verschwörungstheorien eines geliebten Menschen zu verstehen und einen Umgang damit zu finden.

Eine szenisch-performative Untersuchung des Verhältnisses unterschiedlicher Menschen zur Polizei. Was erzählen diese Beziehungen über eine Gesellschaft? Basierend auf umfangreichen Recherchen, in denen Interviews eine zentrale Rolle einnehmen, geht es um die kollektive Entwicklung einer Produktion zwischen Schauspiel und Performance. Körper, Sound und Text sind gleichermaßen im Spiel.

„IN ZUNGEN” ist ein künstl. Rechercheprozess, in dem sich Adele*Mike gemeinsam mit künstlerischen Kollaborateur*innen mit dem Brauchtum des sogenannten „Hexenbrennens” in their geografischen Herkunft Oberlausitz befassen wird. Es geht darum, eine Tradition zu durchqueeren – nicht durch ihre Abschaffung sondern im Lebendig Werden eines anderen Zusammenkommens – eines Counter-Rituals.

„Die Auflösung der Städte“ ist eine Serie von Zeichnungen des Berliner Architekts Bruno Taut, entstanden im 1. Weltkrieg, eine soziale Utopie. Sie will Städte und Staaten auflösen und jedem Menschen einen angemessenen Wohnraum auf der Erde zukommen lassen. Über diese Arbeit entsteht eine Performance aus Bild, Text und Musik, in Zusammenarbeit von Michael Busch mit der Performerin Claudia Splitt.

„Boîtes Blanches“ ist ein Gegenmittel in kniffeligen Zeiten, mieser Laune und schlechten Gefühlen. Ein Stück, das Spaß bringt, erhebt, aufrichtet und verzaubert. Dargebracht von zwei sagen wir „gereiften“ Darstellern und einer verschwiegenen Herde weißer Pappquader. Genau die richtigen Ingredienzen für ein großartiges Stück Bühnenkunst inspiriert vom menschlichen Sein.

„Terra incognita” untersucht das Potenzial ländlicher Regionen als Zukunftsräume. In einer imaginären globalen Versammlung treten Stimmen aus dem heutigen ländlichen Ostdeutschland mit Stimmen von Menschen aus anderen Regionen der Welt und Künstler*innen aus der DDR Zeit in einen Dialog. Zuschauer*innen erhalten so die Möglichkeit den ländlichen Raum neu zu entdecken. 

Abgesehen von Audiodeskriptionen gibt es bisher wenig Ansätze im Theater, wie man Stücke auch für blindes Publikum gestalten kann. Über eine musikalische Auseinandersetzung mit Haptik und Klang und biographischen Geschichten von im Sehen beeinträchtigten Menschen soll mit „Rau und Struppig“ eine Musiktheaterproduktion für sehende und im Sehen beeinträchtigte Menschen entwickelt werden.

„Sie haben aus jedem von uns den gemacht, den sie brauchen. Aus dir den Heroen. Aus mir die böse Frau.“. Performative Aktionen und moderne Klangwelten bebildern ein Stück über eine Fremde, deren Geschichte die Abgründe einer ausgrenzenden Gesellschaft aufzeigt. In „Medea.Stimmen“ untersuchen Performer*innen Fragen nach Rollenbildern und Traumata. Ein musikalisch-theatraler Schrei nach Empathie.

Ein Tänzer und ein Schauspieler begeben sich in den hybriden Landschaften zwischen karibischem Tanz und europäischem Theater auf die Suche nach den Spuren des Kolonialen, das in ihnen spukt. In ihren Biografien entdecken sie Parallelen zur historischen Verflechtung ihrer Herkunftsländer: Das heutige Venezuela war einst die erste deutsche Kolonie. Ein Versuch des gemeinsamen Erinnerns.

Die Autor*innen Ewe Benbenek, Lynn Takeo Musiol, Marcus Peter Tesch und Sophia Barthelmes bilden einen Writers’ Room. Ausgehend von einem Parkplatz in Berlin-Mitte, entwickeln sie über acht Wochen widerständige Praxen des Kollektiven Schreibens – und damit eine Praxis multiperspektivischen Erinnerns. Der daraus entstehende Theatertext wird im Rahmen einer Lesung im TD Berlin vorgestellt.

We will prototype a Virtual Reality theatrical experience that combines puppetry and video game play for all ages. Players will explore landscapes to collect building blocks they can assemble in modular combinations to create digital puppet creatures, exercising spatial problem-solving skills, and expressing creativity by giving life to wild, weird, and fantastical creatures of their imagination. 

Entsiegelter Boden trägt zum Klimaschutz bei. Wir denken Entsiegelung dabei nicht nur ökologisch sondern auch gesellschaftlich: Wie wollen wir leben? Haben Bürger*innen das Recht, über die Bodenbeschaffenheit ihrer Stadt mitzubestimmen? Mit „Unsealing VOLKSFEIND“ verknüpft kollektiv:proton die konkrete Bodenentsiegelung mit Ibsens Volksfeind und einer inszenierten Versammlung zum Bürgerhaushalt.

„Aktion T4“ – Der Mord an Menschen aufgrund ihres Andersseins oder vermeintlicher Anomalien bleibt unbegreiflich. Diesem Thema möchten wir durch einen kollektiven Arbeitsprozess unter Beteiligung von einer Schauspielerin mit Beeinträchtigung eine überzeugende ästhetische Form der Erzählung geben. Wir fragen nach der Verantwortung des Einzelnen im Verhältnis zur gesellschaftlichen Normalität.

In „Die Schwergewichte“ geben J.U.S.T. ihren eigenen Lebenspaketen einen Körper und eine Stimme. Was tragen wir weiter und wie schwer wiegen unsere Erinnerungen in den Gewebsschichten unseres Körpers? J.U.S.T. entwickeln körper-sprachliche Bilder und erzählen Geschichten über die Anstrengung des Tragens zwischen Sprachlosigkeit und einem vieldeutigen „sprechenden“ Körper.

„ТОВА БЕШЕ 1965“ ist die Spurensuche einer Tochter nach der Fluchtgeschichte ihres Vaters von Bulgarien in die BRD. Wer kann ihr nach seinem Tod Antworten geben? Was ihr bleibt, ist das Ergründen seiner Geschichte aus ihrer Perspektive, die Sprachbarriere, die überwunden werden will um die Staatssicherheitsaktenstapel zu verstehen und eine hoffnungsvolle Gruppe pinker Flamingos vom Schwarzen Meer.

2022 wollen Wanderfool Theater eine ungewöhnliche Form des Wandertheaters im Kontext der vielschichtigen gesellschaftlichen Verwerfungen weiterentwickeln & etablieren. Dazu gehen sie innerhalb einer Region mit dem Theaterwagen an einen Ort & recherchieren und zeigen die wichtigen Themen an diesem Ort auf. Sie arbeiten mit der lokalen Bevölkerung zusammen & erzählen ihre Geschichte.

Das digitale, queere Sanatorium Rainbow Hill öffnet seine Türen! Aus dem online Behandlungsraum bieten unsere Doktor*innen verschiedene Therapie-Angebote an: Zur Auswahl stehen neben diversen ASMR roleplays auch ecosexual therapy, virtual touch, digital puppy play oder auch härtere Formate wie vegetable exorcism oder smashing the patriarchy. Lass dich beraten und buche eine Behandlung deiner Wahl!

Deutsche Chansons spiegeln die Kriegs- und Friedensgeschichte des 20. Jahrhunderts wieder. Mein realer Bruder aus der Ukraine, ein Pazifist, schreibt täglich im Kriegsgebiet Gedichte, um den Horror seiner Situation zu verarbeiten. Im Arbeits- und Probenprozess will Silvina Bauer heraus finden, wie diese Texte angemessen musiktheatralisch miteinander verbunden und zu Gehör gebracht werden können.

Bulimie heißt wörtlich Stierhunger. „Stierhunger“ legt Diskurse um Essstörungen und Diskurse um Stierkämpfe übereinander. Beide begegnen sich im Körper von Anna-Kirstine Linke, die selber von Essstörungen betroffen war und fragt, wo Parallelen zwischen Essstörungen, ihren Zuschreibungen und der Suche nach Nichtbinarität verlaufen. Grenzen von Gender und Spezies geraten ins Wanken.

Das ehemalige Kaufhaus Magnet, einst identitätsstiftender Ort in Neuruppin, soll mit und für die Bewohner*innen wieder zum Ort künstlerischen Austauschs werden. Themen wie u.a. die Geschichte der enteigneten jüdischen Besitzer*innen des Kaufhauses oder der kulturgeschichtlichen Aspekte der DDR-Vergangenheit, werden zu Performances, Audiowalks digitalen Projekten & theatralen Spielformaten.

In der ersten Begegnung mit der Welt, im Erforschen des eigenen Körpers und Geistes und in der Hingabe an den Moment, erschaffen Kinder impulsive Kunstwerke bar jeder Konvention. Fünf Performer*innen wollen diese aus den intimen, privaten Momenten ihrer Entstehung lösen, ihre Wirkungsweisen studieren und als komplexes Œuvre auf die Bühne bringen.

„Zeit für Träume“ – szenischer Heartbreaker zum Thema Kitsch setzt sich anhand von Arztromanen, die szenisch erforscht und durchforstet werden sollen, mit der Frage auseinander, was eigentlich Kitsch von Kunst trennt, wessen Perspektive diese Grenze zieht und welche Sehnsüchte und Gesellschaftsbilder hier emotional zugespitzt werden.

Das TanzKollektivBremen setzt sich in Beziehung zu den Werken einer Kunstausstellung. Es greift das Thema „Zerlegung eines Produktes“ auf und fragementiert köperliche Bewegungen physikalisch und immateriell. Es entstehen groteske Form und neue Körper-Kreaturen. Drei Performer*innen fragen nach der Bedeutung, die die „Ware Körper“ in einer globalisierten und digitalisierten Welt hat. 

Gespenster sind Care-Figuren der Psyche, Gestalten der Angstsublimierung. Wo sie auftauchen, da werden autoaggressive Impulse in imaginiertes Äußeres verlagert. Drei dieser Wesen, verheddert zwischen Dies-, und Jenseits, gefangen in zerbrechlicher Widersprüchlichkeit und dieser Welt völlig entfremdet machen sich auf, mehr über unsere Ängste und somit über sich zu erfahren. Eine Stückentwicklung. 

Ein Parforceritt durch das Leben der Marquise de La Fayette zwischen Freiheitsidealen, unsterblicher Liebe, amerikanischem Unabhängigkeitskrieg, Revolution und Scheitern. Marquise? Ja, denn die Welt steht auf dem Kopf bei diesem Theater: alle machtvollen Personen sind – Frauen! Ob Präsidentinnen, Königinnen oder Freiheitsheldinnen! Eine bissige Persiflage auf das Patriarchat und seine Kämpfe!

Verschiedene Entwürfe von Identität, Kollektivität und Symbiosen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Entitäten, praktizieren Formen der Dividualität und begreifen sich selbst als permeabel, verkettet, miteinander verbunden und als Teil größerer Maschinen. Wie lassen sich lineare Narrative von Zeit und Identität queeren ohne das Bestehende in ihrer Umsetzung zu reproduzieren?

„ANATOMIE DER GUTEN HOFFNUNG“ untersucht mit den Mitteln von analogem Maskentheater und digitaler Figurenzeichnung das europäische Geburtswesen als Spiegel von körperpolitischem, gesellschaftlichem Kampfgebiet. In dem hier durchgeführten Prozess liegt das Augenmerk auf dem Zusammenspiel von traditionellen Maskenmaterialien und digitalen Figuren in der Reibung mit komplexem historischen Material.

10 Jahre nach dem erfolgreichen Theaterprojekt „Koranschule. Erkundungen im muslimischen Mannheim“ möchten N. Gühlstorff und D. Schroeder die Akteur*innen mit muslimischen Hintergrund von damals erneut interviewen: Was ist seitdem passiert? Wo stehen sie in Bezug auf unsere Gesellschaft? Im Anschluss möchten sie zu Stammtischen einladen, die virulente Fragen diskutieren. Es entsteht ein Podcast.

Die geometrischen Figuren „KREIS, DREIECK UND QUADRAT“ stehen im Mittelpunkt dieser Theaterproduktion für die Allerkleinsten (2-5 Jahre). Mit Mitteln des Objekt- und Bewegungstheaters, mit Musik und Lichtprojektionen werden die geometrischen Figuren zum Leben erweckt und erzählen vielschichtige Geschichten über das Fremd- und Anderssein, über Unsicherheit, Angst und Freundschaft.

„FAUST der FRAUEN.“ Eine interdisziplinäre, inklusive & partizipative Trashtragödie von udei e.V. Der zweiwöchige künstlerischer Prozess mit professionellen Künstlern*innen und Laien findet in Mitte von Hallbergmoos in einem Zirkuszelt statt. Fragen, Ängste und Hoffnungen nach Utopien einer friedlichen Welt werden zu einer neuen sozialen Plastik verwoben.

“What, where, when are we?!?!” is looking for cultures and histories connected through rhythms and dances. It will tell stories of colonial heritage and dissemination by exploring the rhythmicalities of different folkloric dances and music, and combine it with personal histories of displacement, migration, transnationality, and identity in present, past and future times.

„Das Gipfeltreffen“ ist eine audio-installative Erzählung bei der sieben versteinerte Gött*innen in der Feldberger Seenlandschaft zu einem Summit zusammenkommen, um Klimagerechtigkeit voranzubringen. Durch Programmierung, Sound und Farben geraten die Steine in Bewegung und beginnen zu sprechen. Aus ihren Reden entfalten sich humorvolle Gegenangebote zur grassierenden Weltuntergangsstimmung.

„crosspollinate me!“ ist ein künstlerisches Forschungskolloquium, dass der Frage nachgeht, wie sich Prinzipien der Reduktion, Wiederverwertung und Entschleunigung innovativ in Formen und Praxen der darstellenden Kunst übersetzen lassen. Ist es möglich, performative Erfahrungsräume zu öffnen, die toxische Handlungsroutinen unterbrechen und damit Modelle einer nachhaltigen Alltagskultur entwerfen?

Die Angst vor dem nuklearen Supergau: „Refugium“ ist Annäherung an die Darstellbarkeit dieses Ernstfalls, ein Ankämpfen gegen Sprachlosigkeit und damit verbundenen Ohnmacht und soll zu einer dystopischen Figurentheaterinszenierung führen. „Ein selbst gebauter Behelfsschutzraum. Abgeschnitten vom Rest der Welt. Ein von staatlichen Stellen herausgegebener Handlungsratgeber. Die Bombe ist gefallen.“

„TAUMEL- Eine Wanze im Wandel der Zeit und die anthropozäne Gegenwart.“ Ein künstlerischer Prozess mit dem Ziel, ein Solostück mit Objekt, für Kinder ab 3 Jahren zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Arbeit, steht ein Textilobjekt, welches als Akteur, Requisite und Kostüm in Erscheinung tritt. Eine Kollaboration eines Textilkünstlers, einer Autorin und einer Schauspielerin.

Inspired by the characters of the book Acayip Mahlukat (a 13th century Persian/Ottoman cosmology, geography, and science book), “Untitled“ is a performance video on queer camouflage and self-censorship, especially in the context of politics of Turkey.

„A→B“ ist ein Projekt über die Verbindung zwischen ruralen und urbanen Räumen. Am Bahnhof Burg in Dithmarschen steht eine Modellbaulandschaft: Mit Eisenbahn, Autos, Flugzeug, Wurmlöchern, Rabbitholes, Falltüren. Rund um diese kleine Welt versammeln wir uns und fragen: Wie stellen sich Leute die Zukunft von Mobilität vor? Gäste aus der Stadt reisen an und wir feiern neue Verbindungen.

Innerhalb der Vorproduktion „KREISEN“ entwickelt das künstlerische Team, ausgehend von einer jeweils eigenen Konzeption in den Bereichen Lichtdesign, Bühnenbild, Dramaturgie, musikalische Komposition und Choreografie, die inhaltliche Setzung für die geplante Produktion. „KREISEN“ erzählt davon, dass jede Handlung einen Effekt erzeugt, der bleibt, vom Leben an sich, von der Lust an Lebendigkeit.

In diesem Forschungsprozess zu klassenübergreifendem Theater gehen wir der Frage nach, wie stark uns unsere soziale Herkunft beeinflusst. Was geht mit der Sozialisierung durch das Elternhaus noch einher? Wie beeinflusst uns das Wissen um ökonomische (Un)-Sicherheit? Welche gesellschaftliche Gruppe bzw. Klasse wird vom Zugang zu Theater ausgeschlossen? Wie kann diese Grenze überwunden werden?

„Tender Hotel“ ist ein künstlerisch-immersiver 24-Stunden Erfahrungsraum. Das Projekt imaginiert die Kacheln bekannter Videokonferenz Software als einzelnen Räume in einem digitalen Hotel. Nach der erste Ausgabe 2021 wird nun eine zweite hybride Ausgabe von 23 internationalen Künstler*innen geplant: Wie mit unterschiedliche Bedürfnisse gemeinsam in einem virtuellen und zugleich realen Raum umgehen.

Mit „BOX CLUB“ greift red park das Format der Event-Boxen der Fluxus-Bewegung auf und gründet einen mobilen Box-Club. Mit einem Kleintransporter unterwegs, befragt das Projekt die Prinzipien der Fluxus-Kunst auf ihre Aktualität wie Tauglichkeit für die Bearbeitung heutiger sozialer Fragestellungen und erprobt zugleich mit Bewohner*innen Wiesbadens das Format eines performativen Live-Podcasts.

Kreaturen aus der Wirklichkeit, aus der virtuellen Welt und aus Träumen stehen im Mittelpunkt dieser Inszenierung, die speziell für Landschaften unterschiedlicher Art konzipiert wird, einmal als Märchenerzählung in einer botanischen Landschaft, einmal als Real-Story in einem unwirklichen Umfeld, das in die natürliche Landschaft implantiert wird, mal als Parabel, Gleichnis oder verzerrte Realität.

Das anarchische Utopie-Märchen „Böse Frauen“ ist musikalisch verortet zwischen experimenteller Musik und Punk. Das Ensemble ergreift die Bühne spielend und tanzend und erobert sich die moralische Selbstbestimmung zurück. Es treffen persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen aufeinander, die Zuschreibungen im Bezug auf das Frau Sein auch in einen historisch aufgeladenen Kontext setzen.

Das Projekt „Encounters“ ist eine Regiearbeit von Anett Simmen im Genre des Neuen Zirkus. Es kombiniert Elemente des Lufttanz, der Akrobatik und des szenischen Spiels. Thematisch beschäftigt sich das Projekt mit Begegnungen, denn gerade durch die Pandemie hat sich die Art wie wir uns begegnen verändert. Dabei werden verschiede Ebenen der Begegnung durch unterschiedliche Stilmittel dargestellt.

Unter dem Arbeitstitel „Die Macht der Bilder“ widmet sich die compagnie toit végétal in einem Rechercheprojekt dem Umgang mit fotorealistischen Bildwelten. Hierfür möchte das Kollektiv keine Bilderbuchvorlage adaptieren, sondern sich auf die Suche nach einer eigenen, altersgemäßen Ästhetik und Bildsprache für ein junges Publikum ab 12 Jahren machen.

Der alte „Große Hörsaal“ der Heidelberger Experimentalphysik empfängt die Besucher*innen jeweils alleine. Im Wechselspiel zwischen Live-Performance und Virtual Reality begegnet man Sigmund Freud und seiner ersten Patientin Anna O. – wer ist hier die Projektion? Wie wird das Ich „Herr im eigenen Haus“? Hat der 1900 aufkeimende wissenschaftlich-technischen Optimismus der Moderne eine Chance?

“BRUTAL” proposes a reflection on the mechanisms of violence via physical theatre and multimedia performance to show that prevention is possible. The project researches strategies and social behavior used to promote and justify inflicting harm. By responding to these different strategies, the research aims to provide an embodied understanding of what’s needed to break the cycles of harm.

In der Stückentwicklung „EISCAFÉ VENEZIA“ fliegen die Eistorten. Hier kämpft Jung gegen Alt unerbittlich um Selbstbilder. „EISCAFÉ VENEZIA“ ist ein grotesker Ort, an dem performativ wie musikalisch (un-)geteilte Zukunftsvisionen verhandelt, Schuldbehauptungen aufgestellt und Hassstrukturen ergründet werden. Der Stücktext entsteht in einer methoden-, disziplinen- und städteübergreifenden Recherche.

Die Theater-Show „BEST OF: BAUM“ von Juliana Oliveira ist ein geheimer Appell und eine Widmung an vegetatives Leben. In dieser Solo-Performance – und zugleich interdisziplinären Kollaboration in drei Teilen – reißt sich ein sprechender Baum von der Kulisse los. Mit der Kettensäge bringt er alle anderen Figuren zu Fall und obduziert ihre historische Präsenz im Theaterraum.

In Auseinandersetzung mit den Arbeiten der englisch-mexikanischen Surrealistin Leonora Carrington sollen auf der Bühne geteilte Vorstellungswelten ausgelotet werden: Welche Körper können wir gemeinsam imaginieren? Inspiriert von Carrington’s phantastischen Universen in „The Milk of Dreams“ werden in diesem Projekt Möglichkeiten des körperlichen Hybrid-Werdens untersucht.

“Cowbody“ is an intense contrast in colour, a daring sip of desert sand and a fearless dust roll in the bottom of your handbag. “Cowbody” is cycling through the foreground and background. It is a well learned game that mirrors you in me and me in you. It is artificially natural and naturally artificial existence. It is the black and white pattern on a domestic animal in a green field.

„Ich will, dass sich alles ein bisschen weiter wegbewegt“ ist ein stadtaktivistischer Videowalk zur Frage nach einer kindgerechten Stadt. Er richtet sich an alle, für die es schon länger her ist, dass sich die Ampeln auf grün schnipsen ließen, Büsche gefährliche Monster waren und man aus Kaugummis Heißluftballons blasen konnte. Ballons, mit denen du abheben und über die Stadt fliegen kannst.

Felician Hohnloser, Milena Michalek und Anne Kulbatzki setzten sich in einer dokumentarischen Theaterarbeit mit dem Themenkomplex Männlichkeiten, Vaterschaft und Erziehung auseinander. Dabei spielt auch Felicians Sohn Kaspar (8) eine wichtige Rolle. Er kommt zu Wort, spielt und entwickelt mit.

Located at Floating University Berlin, Contaminations is a decolonial project that invites multispecies participation to get into close contact with the landscape: water, soil, plants, animals, sun and wind. It sets up an experimental educational program with 20 performing artists and people interested in working with their bodies to form deeper relationships with the earth.

„SALMON AND POLBEAR / SAPsoap“ – Die SAPsoap thematisiert die Migration von Tieren von Nord- zum Südpol. Dieses soll mit der Erkundung und der Entwicklung neuer partizipativer Formate und Präsentationsformen einhergehen. Verbunden mit der Ausarbeitung des Sujets sollen innovative, generationsübergreifende Kommunikationswege in der Außendarstellung der (Künstler-)Gruppe erschlossen werden.

In „kimaera studio“ erforschen drei Performer*innen mittels Live-Elektronik, Sensorik und Augmented Reality die Symbiose von Mensch und Maschine. Sie bringt Fortschritt und fordert gleichzeitig kritisches Hinterfragen. Algorithmen und KI sind Machtstrukturen eingeschrieben. Doch wer oder was ist im Ursprung Gestalter*in dieser „Spielregeln“?

Liebt das Mikrobiom! Eine multisensorische Performance in urbanen Gärten. Das Publikum wird mit dem Mikrobiom des Kompost konfrontiert. Interaktive Szenen rund um eine vom Absturz bedrohte Luftartistin steigern die Empathiefähigkeit des Publikums für andere Spezies. „Best of Compost“-Geschichten der gastgebenden Gärtner*innen mischen sich mit dem Duft der Erde und den Geräuschen des Gartens.

“Beautiful” imperfections is a multidisciplinary performance about the taboo aspects of being a woman. Exposing topics such as menstruation, masturbation, orgasm and hair removal. Three artists will associate their talents to bring to life the preciousness and the secrets of being a woman. Presenting without shame the woman they are and not the one they should be.

Auf den Spuren von Jan Marsalek, der seit 2020 per Internationalem Haftbefehl wegen gewerbsmäßigem Bandenbetrug gesucht wird, begeben wir uns auf die Suche nach Wegen hinaus aus der EU. Wie ist es heutzutage möglich unterzutauchen? In Form eines theatralen Road-Movies fragen wir nach der Europäische Illusion.

„Perpetuum Mobile des Lebens” ist eine begehbare Tanzperformance mit Schattentheater & Musik über Neuanfang und Weiterleben. Sie wird in den Räumen des HAUS DER INDONESISCHEN KULTUREN Berlin inszeniert und fragt nach der Bedeutung des individuellen Entwurfs einer hoffnungsvollen Zukunft und wie dieser sich vor dem Hintergrund von Unvorhergesehenem und fundamentalen Gefahren entfalten kann.

„As Good As You“ überträgt den Forschungsansatz des Projekts „Emotion AI – Ist der mitleidigste Computer der beste Computer?“ der TH Nürnberg ins Theater und fragt, wie KI empathisch mit einer Performerin agieren kann anhand der Analyse von Mimik, Körper oder Sprache. Kann sich KI so einfühlsam zeigen, dass eine Art Vertrauen aufgebaut und eine künstlerische gemeinsame Arbeit möglich ist?

Jan Brokof und Luise Meier begeben sich gemeinsam mit ihren vier Gästen in die Versuchsanordnung „THINKING PICTURES“, um das Denken als Prozess und kollektive Erfahrung sichtbar zu machen. Bei jedem der vier Gespräche entstehen Landkarten des gemeinsamen Denkens, detailreiche Informationsgrafiken, neu zusammengeklebte Weltbilder, ausufernde Legenden und Emojis für neue Gefühlszustände.

Die Landpartie 2022 lädt zu einer mobilen, ortsspezifischen Inszenierung ein und wird in Interviews und Workshops gemeinsam mit der ländlichen Bevölkerung erarbeitet. Sie legt den Fokus auf geschichtliche und aktuelle Migration und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Was und wo ist Zuhause? Das kollektive Wandern und der Blick auf das freie Feldes lässt Begegnung und Solidarität entstehen.

In einem synästhetischen Wahrnehmungsraum aus Tanz, Musik, Live-Stream und Videoprojektionen rückt Stephanie Scheubeck das Erleben des Publikums in den Fokus. Die Installation „All is light“ zum neurodiversen Phänomen der Synästhesie ermöglicht Reflexion und Austausch über die Vielfalt der menschlichen Wahrnehmung sowie deren Potential als Bereicherung für eine diverse Gesellschaft.

Wie konstituiert sich das Gedächtnis einer Stadt? In Videointerviews befragen wir Hamburger*innen zu ihrem Verhältnis zur Stadt und 6 Abrissbauten. Die Zeitzeugenberichte werden mit einer künstlerischen Rekonstruktion der Orte im Performanceraum vermischt, um ihre einstige Atmosphäre für ein heutiges Publikum erlebbar zu machen und auf ihre gesellschaftliche Bedeutung hinzuweisen.

Die erste Phase meiner neuen Tanzproduktion „THE FALLING GARDEN OF SAND“ widmet dem Inhalt, den choreografischen Prinzipien und der Ästhetik dieses Stückes. Die vier Tänzer*innen bearbeiten die Schritte und Tempus des Tanzstils „die Cumbia Colombiana“ und transformieren sie zu einer Slow-Motion Choreografie, als ein Ausdruck des Versuchs eine kollektive, selbstermächtigte Identität zu (er)finden.

„UNDER INFLUENCE“ ist eine Virtual Reality Tanzperformance in Echtzeit, die alternative Zukunftswelten entwirft und sich auf der Suche nach neuen sensorischen Paradigmen macht. Bewegt von dem Wunsch hybride Lebensformen und Lebenswelten zu kreieren, arbeitet einem interdisziplinären Team an der Entwicklung eines immersiven Erfahrungsraums an der Schnittstelle von digital und analog.

„Ghosts of the Landwehr Canal“ befasst sich auf schräg-verstörende aber auch absurd-komische Weise mit der Rolle des Landwehrkanals in der Psychogeografie Berlins und bedient sich der Schnittstellen von Text, Technologie, Sound und Choreographie, um das Gefühl dissoziativer Abspaltung des Körpers vom Geist zu untersuchen, das häufig auf historische Momente schweren Traumas folgt.

„TRAVELING PUNCTURES: A THINK TANK on the move“ ist Teil von unserer Initiative Puncture Project, ein Projekt das eine Brücke aus Ideen und aktiver Umsetzung zwischen der Kunstwelt und Ökologie schlägt. Das Format ist ein zweiwöchigen reisenden Think Tanks zwischen München, Hamburg, Würzburg und Berlin. Das Projekt wird von Alfredo Zinola, Maxwell McCarthy und Micaela Kühn geleitet.

Stop the war! Wie bringen wir den Wagen der Courage zum Halt? In 4 Recherche-Modulen und im Austausch mit regionalen und internationalen Künstler*innen, bringen wir gleichsam die Kinder der Mutter Courage wieder zum Leben und untersuchen mit ihnen gemeinsam, das Spannungsverhältnis von Müttern und ihren Kindern, wie es sich gegenwärtig an der Grenze menschlicher Wahrnehmungs-Parameter abzeichnet.

Hilft Hoffnung uns ein andere Zukunft, Zukunftsvisionen zu gestalten, oder blockiert uns Hoffnung und lässt uns in einer Art passiven Warteschleife hängen? Zwischen diesen Polen wird sich das Stück mit 4 Tänzer*innen in einem horizontal geteilten Raum bewegen: in unserer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft spielen Hoffnung und auch ihr Umkehrstück Hoffnungslosigkeit eine zentrale Rolle.

Songs for a Public Space ist eine Klang-Raum-Intervention in der B-Ebene der Frankfurter Hauptwache, die die realen Gegebenheiten durch Eingriffe und Verschiebungen theatralisiert und fiktionalisiert. Das Ensemble MAM. Manufaktur für Aktuelle Musik positioniert sich mit neuen Kompositionen auf der Musizierfläche, erweitert diese und durchflutet schließlich den ganzen Ort.

„Schuldmonologe“ ist ein Site-Specific-Theater geschrieben und inszeniert von Meriam Bousselmi im CLB Berlin mit der Berliner Schauspielerin Kathleen Gallego Zapata. Auf der Bühne befragt Frau K. die Schuld der Theatermacher*innen und unterzieht Frauen, Männer und sogar Gegenstände einer akribischen Gewissensprüfung. Eine Art Plädoyer gegen die Sterilität der Kultur der Schuldzuweisung. 

Im „Digitalen Labor“ soll in einem intensiven Proben- und Experimentierprozess die digitalen Performancemittel umfassend weiterentwickelt werden. Indem Social Media und Chatbots subversiv verändert und künstlerisch gehackt, hybridisiert und in den analogen Raum verlegt werden, soll die Digitalität, Vereinzelung und Partizipation neu und kritisch erfahrbar gemacht werden.

With this project, Amirhossein Mashaherifard wants to find a way to integrate the fading memories of the time in Iran with the fading memories of the time in Germany and make a new narrative of the past out of them that can lead to a diverse, differentiated future. The political act of remembering is thus rethought and translated into movement. 

„I Am A Lie That Tells The Truth“ ist ein Projekt zur Entwicklung einer audio-visuellen Tanzperformance die ein diverses sehendes, blindes, taubes und hörendes Publikum adressiert. Das Solo aktiviert die Figur des Tricksters und spielt mit dem Verhältnis vom Klang der Stimme und dessen Verkörperung in Bewegung und Mimik für ein wechselhaftes Spiel zwischen sichtbarem und unsichtbarem Tanz.

Ausgangspunkt des Projektes sind Beziehungen des Menschen zum Wetter, als eine Auseinandersetzung mit dem Unverfügbaren. Das Theater wird als Labor genutzt, um darin Anpassungsstrategien im Zusammenspiel mit ästhetischen Verfahren zu erforschen. Es werden Raumprototypen von Tänzer*innen und Musiker*innen erfroscht. Ziel ist die Erarbeitung einer performativen Installation.

Der „PARAdice Delivery Service“ kommt auch in deine Stadt und übernimmt die Auslieferung des Unbehagens auf der letzten Meile des globalen Agri-Food Sektors. An die eigene Haustür geliefert wird diesmal nicht die Poké-Bowl mit Lachs sondern Erzählungen über Ernährung, Nahrungsmittelproduktion, Arbeitsbedingungen, Handelsrouten und den Preis des Komforts.

Mit „ALLES IST IN STRÖMEN“ erarbeitet Polar Publik, ein interdisziplinär arbeitendes Kollektiv, ein Format, das musiktheatralische Installation, Performance und Gastmahl als Anlass für einen lebendigen intergenerationellen und interkulturellen Diskurs zum Thema Resonanz vereint. Sie fragen: Welches Maß an Resonanzerfahrung brauchen wir, um ein solidarisches Leben führen zu können?

Entwicklung einer (mobilen) Produktion von TUKI Bühne und Das Weite Theater zum Phänomen Licht und Schatten. Eine intensive Recherchezeit mit Kita-Kindern geht der Arbeit voraus, aus der das künstlerische Team Inspiration schöpft. Themen und Perspektiven der Kinder werden aufgenommen und fließen direkt in den künstlerischen Prozess mit ein. Aus Theater mit Kindern wird Theater für Kinder.

Kontemplativ-künstlerischer Prozess mit abschließender Performance im Heizhaus der Uferstudios. Die Choreograf*innen widmen sich dem Neu-Entdecken ihrer sozialen Lebens-Räume, von Innen-Räumen des eigenen Körpers über Theaterraum hin zu öffentlichem Raum. Die Frage danach, was da ist, öffnet Umgangsmöglichkeiten mit zunehmender gesellschaftlicher Verunsicherung sowie Banalitäten des Alltags.

„Die Weltretter – Eine gestörte Unterhaltung“ ist eine szenische Intervention für die Kneipe. Hier kommen drei Mitglieder einer Initiative regelmäßig am Stammtisch zusammen um eine Kundgebung vorzubereiten. Doch was passiert, wenn das politische Engagement in Streitereien über Verfahrensweisen, Zuständigkeiten, Rechthabereien untergeht? Vor allem wenn es eigentlich darum geht, die Welt zu retten.

“TRAINS>>>FORM“ is an open public research project which uses acrobatic choreography to bring new perspective to how we look at public transport. It is about engaging the imagination of the German public as we begin to build our lifestyles back after the pandemic and aims to inspire a different way of envisioning how we can travel in better harmony with our environment and common person.

Ein szenischer Objektrausch zwischen Vergoldung und Vanitasmotiv mit Live-Musik und durch Ganzkörpermasken verfremdete Körper. Eine Auseinandersetzung mit der Bodenressource Gold.

„Früher war alles Schnee“ ist eine philosophisch-naturwissenschaftliche Auseinandersetzung über Klimawandel und der persönlichen Bedeutung von Veränderung und Endlichkeit für Kinder ab 10 Jahren. In einem Begegnungsraum zwischen Labor und Erinnerungsabend erprobt pulk fiktion Möglichkeiten wie Zukunft, trotz fehlender Verlässlichkeiten, aktiv mitgestaltet werden kann.

„SO SOFT“ sucht eine neue Spiritualität – eine neue Körper- und Arbeitspraxis – die eine Verzahnung von Coding und Tanz ermöglicht. In Coding-Movement Labs, Open Source Sessions sowie Raum- und Bewegungsexperimenten in 3D Entwicklungsplattformen wird die Recherche ein von Software geprägtes Realitätsverständnis hinterfragen und neu denken.

„The Infinite Gesture“ ist eine choreografische Arbeit, die sich aus einer einfachen Geste der Empathie für sich selbst und für andere entwickelt: Aus dem sensiblen Ausdruck der (Selbst)Umarmung und Berührung generiert sie ein formales Bewegungsvokabular und einen Dialog zwischen 3 Tänzer*innen, um eine choreografische Landschaft entlang von Fragen eines neuen sozialen Miteinanders zu wagen.

Das Projekt „Dat Leven vun de Liven“ stellt anhand der Geschichte der Liven – einem Künstvolk aus Lettland, dessen Sprache bereits fast ausgestorben ist – unsentimental und nicht ideologisch Fragen nach dem Kern von Sprache und Kultur, ihrer Bedeutung für gesellschaftliche und individuelle Identität: Zwischen hoch- und plattdeutsch, zwischen Volkstheater und freier Szene. Wem gehört eine Kultur?

Das Heersumer Landschaftstheater will die Wiese mähen für ein neues Zwei-Spaten-Theater. Damit will das Forum Heersum nach Themen graben und Talenten über den Berg helfen, die bei den großen Sommerproduktionen nicht richtig abheben können. Sie wollen die ausgetretenen Theaterpfade verlassen und neue Formate entwickeln. Dafür suchen sie neue Kooperationspartner und Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Vorlage für unser multimediales Theater-Projekt „Flint – Transit“ ist der Roman „Flint oder der wundersame Gesang des Mellotrons“ des Musikjournalisten und Autors Erich Hofacker. Ein szenisch, musikalisch performatives Theater-Projekt in den Räumen eines ehemaligen Fabrikgebäudes bringt Künstler diverser Sparten und Laien in einen Diskurs über Leben als Kunst und Kunst als Leben zusammen.

„The presence of the butterflies“ wird eine in zwei Prozessphasen entwickelte Tanzproduktion über Licht & Schatten der Vergangenheit, die Flüchtigkeit der Gegenwart und eine lebendige Zukunft. Ausgehend von der Biografie des, aus El Salvador stammenden, Tänzers Raul Martinez entsteht im künstlerischen Dialog mit Belinda Winkelmann ein abendfüllendes Solo mit einer 3D-Videoinstallation.

„Hola, buenos días“, sagt die Kartoffel, nach Jahrhunderten der Fremdbestimmung wird sie durch Gesang und Tanz selbst zu Wort kommen: als Protagonistin von „pataptaspop“. notsopretty rückt die Kartoffel ins rechte Licht und zeigt, dass sie weit mehr ist als ein Synonym für Deutsche. Anhand der Kartoffel werden koloniale Praktiken verhandelt, sichtbar gemacht und nach Überwindungsstrategien gesucht.

Das Bühnenprojekt „BIRDS“ handelt von der Gewalt gegen Frauen* durch die Geschichten Kassandras und Iphigenies, die von einer Tänzerin, einer Musikerin, einer Sängerin und einer Schauspielerin heraufbeschworen werden. „BIRDS“ ist eine Erkundung von Erinnerung, Erzählung, und Wiederholung des Traumas; eine Erforschung, wie Gewalt und ihre Folgen unsere kollektive Psyche bestimmen.

„AMBASSADORS OF NATURE. Unser zerbrechlicher Planet“ entführt das Publikum in eine hybride Geschichte der schwindenden Artenvielfalt, die analoge und digitale Welt mixt. Kurze, prägnante Augmented-Reality-Szenen von Expert*innen aus Wissenschaft, Kunst & Gesellschaft entfalten sich in einem Miniaturkosmos, den Nándor Angstenberger aus den Resten unserer Konsumgesellschaft, aus Müll, erschafft.

Nora Krahl beginnt den Proben- und Produktionsprozess für die Inszenierung der Kammeroper „Perseo e Andromeda“ für 4 Sänger*innen und Elektronik von Salvatore Sciarrino. Die Geschichte wird in einen rostigen Überseecontainer in ein Parkhaus verfrachtet. Aus der Sicht eines Schwarmes Zugvögel beobachten die Zuschauer, wie die im Mythos gefangenen Figuren in eine selbstbestimmte Zukunft ausbrechen.

verwirrung| تشويش |noisufnoc ist eine site-spezifische Produktion, die ausgehend von persönlichen Umbruchserfahrungen aus feministischer Sicht fragt: Wie politisch ist das Private heute? Wer bin ich… und wieviele? Eine Performance, ein Kammerspiel, eine Installation – ein emotionales, interdisziplinäres und transkulturelles Kunst-Event im Spannungsfeld des privaten und öffentlichen Raums.

„Aus Hecken“ ist die Recherche zu einem musikalisch-performatives Naturtheaterprojekt, das sich in die ästhetischen, politischen und ökologischen Implikationen der Hecke als Kulturform verstrickt – ein zeitgenössisches Heckentheater im Gestrüpp, das den verworrenen Eigenraum der Hecke betont und die disparaten Perspektiven unterschiedlichster Heckenbewohner*innen miteinbezieht.

Sich wiederholende, eingeübte Bewegungsabläufe, Routine – eine akrobatische Choreografie gezeigt von 3 Tanzakrobat*Innen, die sich in endlosen Variationen wiederholt. Auf einem Untergrund, der mehr und mehr in Steillage kippt. Gewohnte Abläufe anzupassen an eine sich ständig verändernde und extremer werdende Umwelt – ein Sinnbild für die aktuellen Zeiten.

Gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen, Sexarbeiterinnen und nicht-Sexarbeiter*innen, werden wir eine temporäre Gemeinschaft bilden, welche Fragen nach dem Gaze im westlichen Theater im Bezug auf die queere Figur der Köçek untersuchen werden. Wir werden der Frage nach Reputationen von Sexarbeit und den Köcek-Tänzer*innen nachgehen, um sie in ein kompliziertes Jetzt zu übersetzen.

„Sahnetorte & Weltfrieden“ dekonstruiert die Spielweisen des Clowns und erarbeitet zeitgemäße Darstellungsformen einer meist in klassischen Rhetoriken verhafteten Figur. Klassische Gags werden dekomponiert, ihr choreografisches und dramaturgisches Potential wird genutzt und das Zeitgenössische Zirkus-Vokabular wird erweitert. Ergebnisse werden beim diesjährigen Bauhausfest in Dessau gezeigt.  

„Solastalgie“ ist eine Wortschöpfung des australischen Philosophen Glenn Albrecht, die ein spezielles Gefühl von Heimweh beschreibt. Das vorliegende Vorhaben geht dem Phänomen der „Solastalgie“ anhand einer szenischen Forschung mit Protagonist*innen aus vier Ländern nach – Vietnam, Jordanien, Finnland und Deutschland.

Ein musikalischer Irrgarten bestehend aus 50 Sänger*innen: Acapella singen sie ihre jeweiligen Lieblingshits gleichzeitig und übereinanderlagernd und verschmelzen so zu einem kaleidoskopartigen Klanggebilde. Gemeinhin wird unter Kakophonie eine Dissonanz, ein Missklang oder Unstimmigkeit verstanden. „VOICES“ bricht dieses Konzept auf und gibt diesem „Missklang” Raum zur poetischen Entfaltung.

„Sachsen – Land der Träume.“ – Eine Utopie von missingdots für die Bühne. Durch Recherchen im sächsischen Raum wird szenisches Material generiert, das Format Mockumentary auf seine theatralen Möglichkeiten untersucht und ein Stück geschrieben. Sachsen bekommet eine neue Krone verpasst und wird in eine angesagte Metropole transformiert.

Else Lasker-Schüler: eigenwillige Avantgardistin, malende Schriftstellerin, Bohèmienne der der 20er Jahre. Entlang ihrer Lebensgeschichte sollen im Prozess die Augen auf die Welt gerichtet werden und die Schnittpunkte mit dem eigenen Dasein gefunden werden. Ihre Gedichte werden in diesem Arbeitsprozess zunächst vertont, sodass Else durch die beteiligten Performer*innen sprechen wird.

Ein interdisziplinäres Bühnenstück, das Performance und Bildende Kunst mit Livemusik, Tanz, Artistik, Puppen-und Schattenspiel verbindet und die Form alter Sideshows neu interpretiert. Das Publikum bekommt eine Darbietung, die einerseits eine Ausstellung lebender Kuriositäten darstellt, anderseits Einblicke in die Alltäglichkeit einer „klassischen Zirkus Familie“ gibt.

„Colour Me Something“ ist eine interaktive, wöchentliche Hörspiel-Serie in fünf Folgen. Sie vermischt Musik, fiktive Erzählung und Anleitungen in Form kleiner, aneinander anknüpfender Audiowalks. Folge Dasha auf ihrer Suche nach der Ritualität von Selbstentdeckung und erstelle selbst ein Tape.

A hybrid of documentary and fiction, this is a theatre piece about how human lives disappear silently from their home city or how their histories hauntologically persist. The peace as we have held for granted and for the definition of normality is no more solid ground. Those disappeared wander in the depth of the city’s history. Story telling and installation immerse the audience for mourning.

Das Kollektiv neverending nimmt mit Künstler*innen der Musical-Szene das Graphic Novel „Ursprung der Liebe“ von Liv Strömquist als Ausgangspunkt für die Entwicklung einer feministischen Musicalrevue. Die Prozessförderung ermöglicht ein Freiraum um musikalisch und szenisch zu experimentieren, mit dem Ziel stereotypischen Vorstellungen von heteronormativen Beziehungen humorvoll zu hinterfragen.

Die Ergebnisse unserer Forschung werden in hybride Formate übertragen. Einerseits entwickeln wir eine Reihe von performativen Aktionen, die im Rahmen des Forschungsprozesses stattfinden werden. Andererseits erstellen wir audiovisuelles Material, um sowohl die Interviews als auch die performativen Aktionen zu dokumentieren. Sie werden auf dem Website von Atomicadanza als Trailer hochgeladen.

Wie können wir über hunderte Kilometer hinweg unsere Gehirne verschalten? Wir verbinden analoge und digitale Räume und schaffen einen hybriden Treffpunkt an dem Großstädter*innen und Leute vom Land sich begegnen. Turbo Pascal moderiert narrative Spiele bei denen die Fantasien und Meinungen des Publikums aufeinandertreffen, sich widersprechen oder zu gemeinsamen Zukunftserzählungen verwoben werden.

„EveryBody – breaking borders, building paths“ geht im Jahr 2022 der prozessorientierten Projektarbeit im Bereich des inklusiven Tanzes nach. Mittels Recherche, Weiterbildung, Proben sowie der Entwicklung und Einbindung barrierefreier Vermittlungsformate will EveryBody Perspektiven ändern, Teilhabe ermöglichen, Produktionsmethoden bereichern – Tanz und Theater für jeden Menschen und jeden Körper.

„Nano 1“ – Eine tänzerische Interpretation der Brownschen Bewegung und des Nullpunktzitterns. In der Nano Welt geschieht alles zufällig. Nichts ist vorherbestimmt. Die Nano Teilchen sind die Bausteine, auf der unsere Welt durch lauter Zufälle aufgebaut ist.

Als Restaurantgast wissen Sie selten, wer für Sie kocht, wer das Geschirr abwäscht, ihre Essensreste entsorgt und die Küche putzt. Diese unsichtbare Arbeit und die dahinterliegenden Geschichten stehen im Fokus dieses Projekts. Es horcht hinein in die Restaurantküchen und Hotels und legt dabei Zusammenhänge zwischen Migration, Arbeit und Resilienz in einem globalen System der Ungleichheit frei. 

Petra Weimer & Andrea Leonetti, zwei Frauen um die 60, mit angefüllten und bizarren Biographien, performen in „2dirty old cool women Project“ nicht wie sie könnten, sondern (endlich) wie sie wollen! Sie fragen sich und die Anderen: In welcher Form können wir mit unseren Erfahrungen konstruktiv umgehen und auch noch Spaß dabei haben? Dabei gilt vor allem: wild at heart!

Die, uns bekannten, sozialen Bezugssysteme um die in der Natur vorkommenden Gefüge werden hinterfragt und transferiert. Daraus entstehen eigene nichtlineare Fortbewegungsmuster. Das gesellschaftlich kontrollierte und gezähmte Körperbild löst sich vor dem Auge des Zuschauers auf und fordert dazu auf, die herrschenden Normen des Sehens auf das Verhältnis von Körper und Natur, zu hinterfragen.

Mit „Tief im Schlaf“ begeben sich Kruse/Schneidereit auf künstlerische Forschung zum nächsten Kapitel des privaten Lebens: dem Traum. Mit Hilfe von performativen Versuchs- und Rechercheanordnungen gehen sie auf Zimmerreise, protokollieren Träume und überschreiten Grenzen der Müdigkeit und der Wahrnehmung. Ziel ist eine inszenierte, kollektive Reise zum menschlichen Unterbewusstsein.

„Ein wahrhaftiger Wunsch, ein kräftiger Atemzug und ein bisschen Magie, die Blumensamen beginnen zu fliegen…“ Begleiten Sie Leo auf ihrem Flug mit der Pusteblume und beflügeln Sie Ihre Fantasie mit der Faszination von Aerial Tanz in magischer Kombination mit Videoprojektionen, Musik, und Kostüm in dem Stück für junges Publikum: „DANDELION – Bist du bereit?“

Eine Recherche zur Auseinandersetzung mit dem Briefroman „Berliner Briefe“ von Susanne Kerckhoff, einer schonungslosen Selbstbefragung zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus, mit 13 Akteur*innen über ihre Erfahrungen an ihrem Lebensort in Berlin. Es entsteht ein heutiges Gesellschaftsbild, das von tiefgreifenden Veränderungen erzählt, generationsübergreifend über das Berlin Anfang des 21. Jh.

Der 24.02 markiert eine Zeitenwende, die uns in unseren Annahmen erschüttert und Auswirkungen auf unsere Lebenswirklichkeiten, unsere Einstellungen und Haltungen haben wird. In einem Theaterlabor wollen deutsche und ukrainische Künstler*innen theatral erforschen. Der Arbeitsprozess wird von einem deutsch-ukrainischem Regie Team zu einem künstlerischen Gesamtwerk zusammengeführt.

“Invisible” is a performance about change. It proposes an immersive experience that develops outside and inside the theatre environment. In collaboration with local elderly storytellers, PlanetWatch, and through a series of sensorial stimuli, Invisible invites the audience to embrace an extremely active observing role, and offers a reflection about our perception and relation to change.

Ziel ist die Entwicklung und Präsentation eines Prototypen für die Nutzung von Augmented Reality im Performance-Bereich. In einem Team aus Performer*innen, Datenvisualisier*innen, Content- und Systems Designer*innen wird in einer Reihe von Workshops ein AR-Tool gestaltet, das sich für Proben und Live-Performances eignet, wo sowohl spontane Improvisation als auch Wiederholbarkeit gefragt sind.

Eine ortsspezifische, interventionistische Performance in drei Akten, in der 30 Tänzer*innen der Hamburger Hip-Hop-Akademie einen einzigen Organismus bilden. Inspiriert von Vogelschwärmen, Fischgruppen oder Menschen in Großstädten eigenen sie sich nacheinander drei städtische Orte im Hamburger Stadtraum an: ein Shopping-Center, die Elphilharmonie und das Kampnagelareal.

Der Strand ist voller Abfall, im Meer schwimmt auch einiges rum und die Meeresbewohner*innen sind in Gefahr. Die Kinder werden zu Abfall-Expert*innen und helfen den Meerestieren zu überleben, säubern ihren Strand und alles endet in einer Strandparty. „Robbi rettet den Strand“ – eine Stückentwicklung für ein mobiles Mitmachtheater für Kinder über Abfalltrennung, Recycling und Klimaschutz.

Die Choreografin und Filmregisseurin Jasmine Ellis entwickelt mit den Spezialisten für Theaterdigitalisierung Nils Corte und Roman Senkl ein Multicam-Streaming-System für Tanzaufführungen, welches das Online-Publikum zu Teilnehmer*innen werden lässt. Sie ermöglichen die individuelle Steuerung des Seh-Erlebnisses sowie die direkte Interaktion mit den Darsteller*innen und der Dramaturgie der Show.

Die durational performance „Entspannt euch” von fachbetrieb rita grechen handelt von Ideologien des Urlaubs. Ein fiktiver Manager*innen-Arbeitsurlaub auf einer Almwiese in Tirol, ein Stück über das Naziurlaubsparadies Prora und eine Installation über die Tropical Islands in Brandenburg bilden die Grundlage für eine dreiteilige Performance.

“*pieces of peace and war”. Ein spartenübergreifendes Team aus Theater- und Filmleuten entwickelt prozesshaft kurze Videoclips zu Texten aus dem Weltepos Krieg und Frieden von Lew Tolstoi. Aktueller denn je sind die *pieces of peace and war ein Statement gegen den Krieg und fordern einen präzisen Blick auf die Symbolik von Objekten in experimentellen Kontexten außerhalb des Theaterraums.

„untitled (hip piece)“ stellt die Hüfte ins Zentrum einer tänzerisch-choreographischen Recherche und setzt sich mit der traditionellen und bei aller Reflexion im zeitgenössischen Tanz kulturell wirkmächtigen, für den europäischen Menschen vermeintlich so großen Fremdheit des Hüftschwungs und der Zuschreibung eines unverstellteren, primitiveren Tanzens an den exotischen Anderen auseinander.

Der Krieg erstickt den Zweifel und die Wahrheit. Eine ukrainische und eine russische Künstlerin kommen in diesem Projekt zu Wort und umarmen sich mit ihren Texten. Sie blicken auf den Krieg, auf uns und befassen sich mit feministischen Rezepten gegen das männliche Toxin. Ein schwesterliches Plädoyer für Sympathie und Toleranz, auch wenn es, wie in diesem Bühnenprojekt, nicht immer leicht fällt.

Um ihren Choreographieapparat zu erweitern, setzt sich D.Sommer mit dem Denken der Kulturtheoretikerin A. Neimanis auseinander. Ausgehend von deren Philosophie des Hydrofeminismus hinterfragt sie ihre beiden künstlerischen Hauptwerkzeuge Ballet u. Bondage. Die gewonnen Erkenntnisse nutzen sie u. ihre entstehende Company Haus Sommer um sich tänzerisch mit antiasiatischem Rassismus zu beschäftigen.

Die theatrale Medieninstallation erzählt die außergewöhnliche Geschichte einer alten Stadtvilla im Nürnberger Norden. Mediale und szenografische Mittel legen am Originalort Schichten deutscher Geschichte frei. Entwickelt wird so ein Parcour des Erinnerns, der nach neuen Praktiken sucht, um Geschichte gegenwärtig und lebendig zu halten.

„Queen Bee“, eine Stückentwicklung zur Thematik Frauen & Konkurrenz. Mit Mitteln des zeitgenöss. Zirkus, Physical Theatre und dem Revival der 2000er verwandelt das Team die Bühne in eine Mischung aus Pop-Video-Show und Lecture Performance: Können wir die Wiederkehr der 00er als emanzipatorischen Schritt nutzen? Wie können wir feministische Solidarität vermitteln ohne um unseren Platz zu fürchten?

Broken integrity, compression, contraction, spasm and nausea are the new qualities in the Russian body, which does not support the war. The laboratory format and possible performance will reassemble Russian corporeality. Planned with participation of Russian dancers in exile, who fled from the regime, because Putin is not only attacking Ukraine, he is also destroying Russia.

Im Rahmen der Prozessförderung des Fonds Darstellende Künste plant Katia Engel mit dem Vorhaben „close- up of ancient forests“ in Zusammenarbeit mit der Tänzerin Pollett Kasza ein choreografisches Konzept basierend auf Tonaufnahmen aus Primärwäldern (Deutschland und Indonesien) zu entwickeln.

„machine to become_“ ist eine Performanceanordnung zur Untersuchung machtvoller Konzepte, die auf Grundlage von Publikumsassoziationen und im Zusammenspiel verschiedener künstlerischer Mittel jedes Mal neu ensteht. „machine to become_which witch“ lädt zu einer immersiven Fantasiereise ein, in der wir negative Stereotype à la Grimm transformieren und alten und neuen Hexen(kräften) begegnen.

Die Theaterkollektive Junge Bühne Bochum und Det Olske Orkester möchten in gemeinsamen Workshops voneinander lernen und eine deutsch dänische Koproduktion mit dem Titel „I am all ear! – Ich bin ganz Ohr!“ im Jahr 2023 realisieren. In der vorbereitenden Recherche (2022) treffen experimentelle und traditionelle Ästhetiken eines postmodern verstanden Musiktheaters und Körpertheaters aufeinander.

Wie drückt sich unser psychisches Erleben in unserem Körper aus? Und was hat unser westliches Gesellschaftssystem damit zu tun? Diesen Fragen möchten Amanda Romero Canepa und Malin Kemper in einer performativen Suche auf den Grund gehen, aus der eigenen Perspektive als FINTA* ausgehend. Sie möchten einen Weg finden, gesellschaftliche Muster zu durchbrechen und einen Save Space zu schaffen.

In „21st Century Hauntings” will sich STERNA | PAU mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Heimsuchungen und unseren immateriellen Verflechtungen in Technologie und Kosmologie beschäftigen. Entwickelt werden soll dabei ein Konzept für eine Triologie, die sich auf unterschiedlichen Ebenen und mit verschiedenen Formaten mit Geistern, Trollen, Astrologie und Cryptowährung beschäftigt.

After a conservatorship of 13 years, Britney Spears, regained control over her body, empire and life. Britney explained herself in court; “I’m so angry it’s insane..”. But she had it all, didn’t she? As a world famous superstar, she became a slave for our pleasure. Why are we collectively unable to see her, or female icons in general, as human beings with rights? Why do we lock up princesses?

„Bring me the horizon“ ist ein breit angelegter Versuch, Krieg und kriegerische Auseinandersetzungen näher in die Lebensrealität der Allgemeinheit zu bringen. Durch die Kooperation mit Personen, die eine reale Erfahrung von Krieg(en) aufweisen können ist die Erarbeitung eines Happenings, bei dem diese Personen in Form eines Skillsharings unterschiedliche Kompetenzen für Kriege vermitteln.

In einem Wohngebiet wird ein Platz 3 Tage lang zum Ort für einen öffentlichen Austausch der Bewohner*innen jeden Alters zur Frage: Wie stelle ICH mir eigentlich die Zukunft unserer Gesellschaft vor? Auf mehreren Miniaturbühnen werden parallel, humorvoll kurze Szenen gespielt, in die das Publikum in der Rolle der Zukunftsexpert*innen aufgefordert wird, einzugreifen und die Handlung mitzubestimmen.

Unbedingte Gewinnmaximierung führe zur Zerstörung der Natur, so die Hypothese des Stücks. Midas, der laufend alles in Gold/in Warenwert verwandelt, wird von seinem Sohn zum Aufhören gedrängt. Die Tochter singt zu Gold erstarrt. Die Inszenierung ist ein neues intermediales Format der Darstellenden Künste. Dabei verlinkt der Kölner Choreograf und Regisseur Kristóf Szabó analoge und virtuelle Medien.

„Was führt Dich hierher?“ ist ein transmediales Tanzarchiv von Jenny Beyer und Team. Es sammelt Performer*innen-Porträts und befragt zeitgenössische Bühnen als Versammlungsort: Was sind viele Körper heute? Welchen Dynamiken unterliegen sie? Was bilden sie ab? Was initiieren sie? Das Archiv ist ein öffentliches Tool, um Tanz als eine soziale Intervention zu erforschen und zu vermitteln.

Die chronische Krankheit Endometriose und ihre vielfältigen Wucherungen und Alltagseinschränkungen wird als Monster fiktionalisiert. Ausgangspunkt des künstlerischen Prozesses ist Endometriose, die das Leben der Performerinnen in unterschiedlichen Dimensionen beeinflusst. Es werden politische und machtkritische Diskurse an und mit dem Körper auf der Bühne verhandelt, ganz ohne Seelenstriptease.

This project is researching strategies of performative archiving in the context of German colonial history in Namibia. Moving away from the hegemonial practice of archiving, we focus on the immateriality of items and on immaterial items. In digital spaces we will develop concrete strategies of auditive archiving and audio-visual digital interactions with words, sounds and silences.

Mit „Tabletop – Layers of Livingroom“ entsteht ein Gesellschaftsspiel aus Hörspielen, Dokumenten, Spielkarten und AR-Elementen, das im Rahmen von Aufführungen präsentiert wird, aber anschließend auch als kostenfreie Download-Version im Netz verfügbar ist. Thematisch beschäftigt es sich mit der Privatisierung des DDR-Volkseigentums durch die Treuhandanstalt in den 1990er Jahren.

„TENDER ABSENCE“ ist Konzept, künstlerischer Prozess, Programm, Festival und am wichtigsten eine neue Form des Zusammenkommens. In Kooperation mit der Schwankhalle Bremen will „TENDER ABSENCE“ die Sparte digitale/hybride Performance weiterentwickeln. Welche Vorteile hat eine digitale Spielstätte in Bezug auf die Barrierefreiheit? Das Programm wird in einem offenen kreativen Prozess entwickelt.

Die Komponistin Olga Neuwirth, die Musiktheaterregisseurin Sofia Simitzis, die Videokünstlerin Meika Dresenkamp, die Tänzerin, Performerin, Choreografin Brigitte Cuvelier, die Bühnen- und Kostümbildnerin Janina Audick verbünden sich für dieses Projekt und entwickeln ausgehend von der neuesten Orchestermusik von Olga Neuwirth ein neues Musiktheater „Dreydl“.

In Moabit erheben sich zwei Trümmerberge. Die 1943 zerstörten Häuser Berlins wurden hier „entsorgt“. Im Stadtplan Rodelberg genannt, verbergen sich hier im Boden Geschichten von zerstörtem Leben, Ideen und Räumen. Vor dem Hintergrund der neuen Kriege erforschen wir die Trümmerberge künstlerisch: mit Erdmikros, performativen Bodenanalysen und neuen Texten aus Berlin und anderen bedrohten Orten.

Mit der „ZOMBIE ARTokalypse“ gehen die Künstlerinnen Stefanie Oberhoff und Rebecca Rutter von einem Spannungsfeld zwischen Kunst und Menschen einer Region aus und nutzen dieses, um eine eigenständige Figurentheater-Performance im öffentlichen Raum zu entwickeln. Mit dem Ziel ausgehend von einer konkreten Fragestellung universelle Themen aufzuwerfen und zu verhandeln.

Was kann künstlerisch, wie kann performativ der Wohnungskrise begegnet werden? Mit Antworten eines Theatertextes, der vor 150 Jahren verfasst und zensiert wurde und anschließend verschollen war, soll ein immersives und interaktives Experimentierfeld angelegt werden. Kann die Probe einer Hausbesetzung einen neuen Raum für Ideen und Lösungen entstehen lassen? Wie kann man diesen Raum erschaffen? 

Was es heißt in einer totalitären Diktatur zu leben, soll exemplarisch anhand der Erlebnisse der deutsch-rumänischen Familie der Regisseurin erzählt werden. 1987 entscheiden sich ihre Eltern nach Deutschland zu fliehen. Schikanen durch die Securitate erschweren zunehmend das Leben der in Rumänien Gebliebenen. Die Geschichten sollen verdichtet und zu einer szenischen Lesung aufbereitet werden.

Homo Egoistus oder Homo Altruistus? Ist der Mensch ein zu Kooperation begabtes Wesen, das Krieg und Krisen abwenden kann? Oder sind wir Egoshooter ohne Zukunft? Das Regieduo Zimmering/Bürger und das Orchester im Treppenhaus initiieren ein Selbsterfahrungsexperiment mit und für das Publikum, das Demokratie-Happening, konzertante Feldforschung und zugleich Simulation von sozialem Spiel ist.

„Hulla und das Wald-Klang-Meer“ ist eine sinnliche Erlebnisreise zu Wald und Meer für Kinder unter 4 Jahren. Sie können Klänge und Materialien aus Wald und Meer sinnlich erfahren und selbst erforschen. Die Waldfigur Hulla leitet durch das Stück und begleitet die Kinder zu verschiedenen Themenerlebnisräumen und regt dazu an, die „Draußenwelt“ neu zu entdecken.

„Ein Mann seiner Klasse” erzählt eine Coming of Age-Geschichte vom Aufwachsen in Armut und Gewalt. Es ist ein Märchen vom sozialen Aufstieg, in dem Helden der unwahrscheinliche Ausbruch aus der eigenen Klasse gelingt. Mit minimalen Mitteln geht die Inszenierung den „feinen Unterschieden“ zwischen den Klassen nach und erzählt von Menschen, die für viele unsichtbar bleiben.

“Lay Me Low” is a video piece and live performance focusing on the ambiguous relationship between strong speech and weak bodies. It works with the sense of hearing and its impairment. It ceases to use speech and explores sign language, movement, touch, other visual-sensual forms of communication to address the format of public speech in the context of representation of the hearing-speaking body.

„UNMAPPING TIME – Zeit entkarten.“. Die Rolle und Dominanz des christlich-linearen Zeitmodells seit über zweitausend Jahren, sowie die Zeitzonen-Einteilung der Meridian-Konferenz von 1884 prägen unsere Welt bis heute entscheidend. „UNMAPPING TIME“ ist eine künstlerisch-wissenschaftliche Neue Meridian-Konferenz, wo alternative Zeitkonzepte diskutiert und neue Aufführungsformate entwickelt werden.

Die Recherche fokussiert sich auf die Entwicklung neuer Arbeitsmethoden an der Grenze zwischen Choreographie und Komposition. Wir nutzen unser langjähriges Körperwissen um zu erforschen, wie Tanz und Musik kollaborativ entstehen können. Welche Methoden können wir entwickeln, um unser experimentelles Schaffen kollaborativ zu denken? Wie können diese Methoden mit Anderen geteilt werden?

„Tiefbau“ ist eine künstlerische Überschreibung des Internets durch den Aufbau zahlreicher Webseiten, die in eine Desktop-App überführt wird. Die Hyperlink-Installation öffnet einen Raum, der einem Computer-Desktop nachempfunden ist. Von dort aus kann das neue Internet gestartet werden: Es ist ein immersives Spiel über eine empowernde Welt, in der Kunst und Theater Diversität feiern.

Ausgehend von Brechts Sport-Faszination soll das Wrestling als dialektisches Theater ernst genommen werden. Das ewige Ringen zwischen Gut („Face“) und Böse („Heel“) soll die marxistische Dialektik als künstlerische Methode aktualisieren. Gemeinsam mit Augsburger Communities und professionellen Wrestler*innen sollen aus aktuellen sozialen Konflikten spektakuläre Wrestling-Kämpfe produziert werden. 

In der zweiten Staffel seiner Webserie versucht sich das ROSA KOLLEKTIV am Aufbau einer neuen Proletkult-Bewegung. In einer filmischen Recherche wollen sie lernen aus dem Scheitern der berufsrevolutionären Theaterkollektive im Berlin der Jahre 1928 bis 1933, die den Straßenkampf gegen das innere Kleinbürgertum verloren haben. Eine interaktive Youtube-Webserie und chorische Live-Performance.

(Re)-Performing Females entwickelt Modelle von interdisziplinärer Ko-Kreation für nachhaltiges weibliches Arbeiten durch Staffelübergaben in den Führungspositionen. Auf der so generierten Basis geteilten Wissens und gemeinschaftlicher Erfahrung sowie einer bewussten Positionierung in der Gender- und Rassismusdebatte werden neue Frauenbilder im digitalen, analogen und performativen Raum produziert.

Das Theater o.N. arbeitet an einer Ensemblerecherche zum Thema „Über Dornen – Motive der (Aus)Grenzerfahrung, des Dornröschenschlafs und der Chancen des Erwachens“. Anhand des bekannten Märchens Dornröschen entstehen Szenen und performative Interventionen, die zu einem theatralen Spaziergang durch den Heimatkiez des Theaters verknüpft werden.

Helgoland sei ein Überbleibsel von Atlantis und Atlantis die „Heimat der Arier” – so die bei den Nazis populäre Theorie. In der Stückentwicklung über den völkisch pervertierten Atlantis-Mythos wird das Publikum über eine Insel geführt, auf der die Geister einer Vergangenheit ihr Unwesen treiben, in der rassistische Welterklärungen spirituell untermauert worden sind.

In „66666 – ACROSS THE BOARD“ reflektiert René Reith selbstkritisch seine Tanzausbildung im Leistungssport des lateinamerikanischen Turniertanz. Reith fragt, wie sexistische und rassistische Körperbilder im Turniertanz durch solistische Strategien des Konzepttanz kritisiert und mit neuen Entwürfen einer repräsentationskritischen Choreografie des Verlierens konfrontiert werden können.

„MADONNA“ ist eine Arbeit für VR-Brille der Choreographin Sonya Levin, PHØNIX16 und dem Fraunhofer Heinrich Hertz Institut. Ein Dialog extremer Perspektiven, zwischen Außen und Innen, dem performativen Körper und lanryngoskopischen Innenaufnahmen von Vokaltrakten, zwischen Gesellschaft und Individuum zwischen gesellschaftlich wertendem und wirklichem Voyeurismus.

ELEGANZ AUS REFLEX nutzen die Prozessförderung, um sich dem digitalen Zeitalter zu öffnen und suchen nach äquivalenten digitalen Formaten, um ihren ästhetischen Ansatz ins Internet zu tragen und sich so ein breiteres Publikum zu erschließen und ihren Zuschauer*innen eine weitreichende Partizipation an ihren Inszenierungen zu ermöglichen.

Inspiriert von der politischen Kraft des Lebens und des Werks der deutschen dadaistischen Dichterin Elsa von Freytag-Loringhoven, wird ein künstlerischer Forschungsprozess entwickelt, der sich auf die Übersetzung ihres literarischen Werks durch Tanz, Theater und Musik konzentriert. Auf der Bühne drei Künstler, drei Generationen und drei unterschiedliche künstlerische Erfahrungen.

Zwei Schauspielerinnen werden zu reisenden Räubern und erschaffen – unterstützt von einem hypermodernen, genderfluiden Chor – eine Utopie der Zukunft, jenseits starrer, patriarchaler Strukturen.

In einer Gruppentherapie gehen acht Künstliche Intelligenzen als humanoide Avatare ihren autonomen Prozessen auf den Grund, um eine Gesellschaft jenseits gewohnter Ausgrenzungsmechanismen zu begründen. In der multimedialen Rauminstallation können die Zuschauenden den Geschichten lauschen, interagieren und sich vor allem fragen, wie viele dieser Algorithmen sie wohl selbst verinnerlicht haben.

„FEMALE SPLATTER“ ist eine hybride Tanz-Theater-Medien-Geisterbahn, in dem Besucher*innen frei interagieren können. „to splatter“ ist nicht nur Motto, sondern zeigt vielmehr die komödiantische Sicht auf die Feminismus-Debatte: Scheitern, Karikieren, Dramatisieren, Psychologisieren, Radikalisieren bestimmen den Diskurs. Vier Protagonistinnen sind die narrativen Berichterstatterinnen.

Mit „The Future is Happening Now“ setzt sich die Queer B-Cademy intensiv mit dem Thema Queer Futurism auseinander. Ziel ist eine kollektive, künstlerische Recherche und künstlerisch-konzeptuelle Vorbereitung für eine performative Installation und festivalartige Plattform für queere Kunst, die sich mit Futurismen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinander setzt.

Jessica Gadani gründet einen performativen Chor mit Mitgliedern aus der freien Performance Szene und ihren Bekannten und Freund*innen, mit Karaoke-Profis und Laien, die zuletzt im Schul-Chor gesungen haben. Parallel zu dem Aufbau einer kontinuierlichen Proben-Praxis untersucht sie die Geschichte und Theorien der Chor-Pädagogik und chorischen Praxis.

Philine Velhagen und Julia Riera wollen ein Hybrid aus dem Radiofeature und dem Tanz schaffen. Mit 2 Tänzer*innen und einem Toningenieur untersuchen sie, was mit dem Tanz geschieht, wenn er sich die Techniken des Features (Schnitt, Blenden etc.) zum Vorbild nimmt und was, wenn der Tanz in Text und reine Akustik übersetzt wird. Welche dritte Form für eine postpandemische Zeit kann dabei entstehen?

Willie Stark gibt uns einen Einblick in den Feminismus und schwarzen Tanz. Sie prangert die Rituale der Anpassung an, die Frauen im Laufe der Jahrzehnte durchlaufen haben. Die Beziehung zwischen Performance und visueller Kunst wird vertieft, indem Willie Stark zwei Formate kombiniert. Dabei wird die kulturelle und historische Unterdrückung als Treibstoff für Stärke und Feierlichkeit genutzt.

„Earthans . Der Tanz des Mondes auf der Erde“ ist eine Performance über die deutsche Einwanderung in den Süden Chiles im 19. Jahrhundert und ihre Auswirkungen auf die indigene Gemeinschaft der Mapuche. Es ist ein immersiver, intimer Raum, in dem das Publikum in eine ferne und doch verwobene Kultur eintauchen kann.

„A BOOK IS A ROOM” (2. Fassung) ist kritische Reflexion, selbstverordneter langsamer Prozess des umherschweifenden Lernens und Verlernens, Ausprobierens, ergebnisoffenen Miteinander-Machens und des Sich-Verortens an der Schnittstelle von Performance und Vermittlungs-, und Raumpraxis, und ein mobiler, partizipativer Kunst-, Aktions- und Lernraum für Begegnungen mit und entlang des Medium(s) Buch.

In der Soloperformance „TRANSITIONS“ nutzt der*die Tänzer*in und Choreograph*in Joel Small die Kunst des Drags, um die Entdeckung seiner*ihrer fluiden Geschlechtsidentität zu erzählen – humorvoll übersetzt in die verschiedenen Stadien der Metamorphose eines Schmetterlings. So soll auch eine Brücke zwischen der Drag-Kultur und dem Zeitgenössischen (Tanz-)Theater geschlagen werden.

„on repair“ transformiert das Heizhaus in ein temporäres künstlerisches community centre, das sich durch die Politik der offenen Tür, transgenerationellem Lernen und Kunstschaffen auszeichnet. Regelmäßige Angebote treffen auf Interventionen künstlerischer Formate und treten in alternierenden Austausch. Die Figur des Reparierens umkreist die Wiederherstellung zerstörten sozialen Gewebes.

Narrative des Urbanen. Im Rahmen der ersten Zusammenarbeit zwischen der deutsch-iranischen Theaterregisseurin Mina Salehpour und dem Performance-Kollektiv FARN werden unterschiedliche Techniken performativen Erzählens erprobt. Im Fokus dieses ergebnisoffen und interdisziplinär angelegten Projekts stehen die vielfältigen Begegnungen und Zeichensysteme, die das Konzept von Stadt hervorbringt.

Das Rechercheprojekt „ID3“ bereitet unsere geplante Tanz-Theater Produktion KIM vor. Polymer DMT folgen der Identitätssuche junger Menschen aus ost-asiatischen Einwandererfamilien in Deutschland. Der Erforschung unserer eigenen Biografien, Testaufnahmen, Textarbeit, Scripterstellung nähern sie sich dem Thema und treffen wichtige konzeptionelle Entscheidungen für die kommende Produktion.

Wir brauchen neue Verknüpfungen, neue Modelle, stärkende Emotionen, Visionen und Zukünfte – wir brauchen die Künste als Impulsgeberinnen. Mit „TRANSVISION: NEXT LEVEL“ entwirft das Kollektiv nachhaltige Kultur performativ und realpolitisch Strategien, die eine konstruktive Annäherung an die zwangsläufig kommenden Veränderungen der Zukunft ermöglichen. 

Das House of no Future ist ein Ort der gemeinsamen Gegenwartsbewältigung. In einer Zeltarchitektur aus Holz und Stoff mit angeschlossener Küche finden bis zu 20 Menschen Platz. Gemeinsam mit wechselnden Gästen führt der Performer Jascha Sommer als Gastgeber entlang der bei Bruno Latour entliehenen Frage „Wo sind wir?” durch den, immer anders verlaufenden, Abend.

Die Popdiva Madonna hat sich erneut operieren lassen – oder doch nicht?! Ihr Tun ist nicht zu verwechseln mit dem tragischen Abgesang einer Norma Desmond in Sunset Boulevard. Es ist der Blick in den düstersten Schlund des Kapitalismus an und für sich. Julian Nilsson-Eicke wird den Poetischen Realismus als online Phänomen und Werkzeug des Kapitalisums untersuchen.

„Radical Cheerleading- First Try Out“ in dieser Prozess möchte Zufit Simon sich mit Tanz als Protestform auseinanderzusetzen. Neben dem choreografischen Aspekten interessiert sie auch die Verbindung von Slogan und Bewegung. Rhythmisch skandierte Texten in Zusammenhang mit populären Tanzbewegungen könnten vielleicht ein geeignetes Mittel für eine neue Tanzsprache sein.

In „The Art of Protest (Beginners) – Formatentwicklung“ sollen gemeinsam mit Menschen im Rhein-Main-Gebiet Formen des gewaltfreien, öffentlichen Protests künstlerisch konzipiert und erprobt werden. Dabei wird eine Übertragung von Praktiken aus dem Theater- und Performancebereich auf das Feld des Protests verhandelt, um gemeinsam einen lustvollen und kreativen Umgang mit Protest zu kultivieren.

Als „Katzentisch“ werden die Plätze bezeichnet, die nicht zur Tischordnung gehören – ein Extratisch, häufig positioniert an zugigen Stellen oder neben der Toilette, an welchem alle Personen Platz finden, die sonst nirgends hingehören. In dieser Versuchsreihe werden Handlungsspielräume eines selbstbestimmten Publikums mit drei öffentlichen gemeinsamen Essen ausgelotet. 

Zwoisy Mears-Clarke setzt zusammen mit Birte Opitz die Untersuchung der nicht-visuellen Tanzform fort. Sie werden eine zugängliche (für nicht- und sehbehinderte Personen) Praxis/Protokolle entwickeln, die Zuschauer*innen und Tänzer*innen dabei unterstützt, ihre Gesundheit, z. B. bei Gewalt, während einer partizipativen Performance zu verteidigen, die auch rassistische Dynamiken berücksichtigt.

„Sozial Körper Apotheke“ verbindet traditionelles, interkulturelles Pflanzenwissen mit Körperarbeit, sozialer Choreografie, Gartenarbeit und Fragen um systemische Gewalt, Resilienz und Regeneration. In Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftscampus/Dammweg, der auf dem Gelände der alten Carl-Legien Gartenschule, Neuköln liegt.

Mit „sharing expertise“ initiert die TanzRAUM Nord gUG einen Prozess um Praktiken des transkulturellen Arbeitens und von shared authership in den Produktionsstrukturen und Tanzvermittlungsaktivitäten der eigenen Tanzcompany Of Curious Nature (OCN) zu implementieren. Die belarussische Choreografin Olga Labovkina arbeitet mit den Tänzer*innen zu kulturellen Prägungen in Verständigungsprozessen.

„Heimsuchung“ ist eine satirische Solo-Performance, in der Theresa Scheitzenhammer sich mit dem Bild der perfekten Mutter auseinandersetzt. Diesen Mythos möchte sie hinterfragen und dekonstruieren. In einer Mutter-Verkaufs-Show, die sich zum Horrortrip entwickelt, stellt sie die Ikone „Mutter“ als einen mehrdimensionalen Menschen dar und sucht nach einem utopischen Moment.

Gibt es sie wirklich? Wie sieht sie eigentlich aus? Ständig wird sie staatstragend beschworen und angerufen, aber wirklich hervor traut sie sich nur sporadisch an Feiertagen. imaginary company lädt ein zur Familienvorstellung, bringt die Institution „Familie” auf die Bühne und beleuchtet sie in von allen Seiten. Der Elternabend wird zur Gameshow und das Geburtstagsfest zur Familienaufstellung.

In ihrer Recherche wollen Dziemidok und Clausen Kombinationsmöglichkeiten von identifizierbarem Bewegungsmaterial und kultureller Aufgehobenheit im Narrativ untersuchen. Eine Herangehensweise des Balletts wird mit der Technik der zeitgenössischen Performance in Verbindung gebracht. Eine eigene Bewegungssprache soll entwickelt werden, mithilfe derer eine Geschichte als Duett erzählt werden kann.

In „CALL ME, IF YOU CAN / HANDYTALKS“ macht STUDIO URBANISTAN alte Mobiltelefone – als Symbol für die (Kehr)Seiten der Globalisierung – zum Kommunikator und künstlerischen Werkzeug. Lasst die Mobiltelefone klingeln! Lasst sie sprechen! Gesammelte Handys aus Leipziger Haushalten werden dabei zum recycelten Material einer Sound-Performance-Installation und eines persönlichen Walk am Telefon.

A research process of gardening practice and walking scores with an open-ended format, where documentation is a search for what a future map could look and feel like. From the situated perspective of displaced, non-normative bodies and voices, borders are blurred, binaries undone, and the meaning of place is reconfigured in a conjuncture of landscape, movement, touch, other, and self.

Das Haus der Statistik plant eine feste Spielstätte mit Bühnenraum, Blackbox für Filmkunst, Ausstellungsräumen, Raum für Workshops, Werkstätten, einem zirkulären Materiallager, einer sozialen Gesellschaftsküche. Ein interdisziplinärer Ort der Stadtgesellschaft mit Potential für neue Strukturen und Arbeitsprozesse. Sie fragen: Was braucht eine solche Institution und wie kommen wir dahin?

Mit „How to balance like a bird“ legen Nicole Wendel und Kirstin Burckhardt das Wesen von Freundschaft frei. Begegnungen werden zum künstlerischen Material einer Performance mit Video, die Intimität und Öffentlichkeit verschränken und das In-Beziehung-Gehen methodisieren – als Faktoren „emotionaler Gesundheit“.

Der Apfel. Ausgehend von seinen verschiedenen Bedeutungen in Märchen, Sagen, und Geschichten, entspinnt sich eine Performance auf der Streuobstwiese, die mit allen Sinnen erlebbar ist. Gemeinsam mit den Künstler*innnen erforscht das junge Publikum die Natur durch Riechen, Tasten, Schmecken und Hören. So wird eine Sensibilität für die Ästhetik der Natur mit ihren Formen und Farben geschaffen.

Die eigene Oper live gemeinsam mit anderen schreiben! Eine vollkommen neue Rezeption im Bereich des Musiktheaters. Mit „Speculum maius Liber I“ wird ein neues Kapitel der Operngeschichte aufgeschlagen, indem eine neue Kommunikation zwischen Live- und Online-Publikum eingeübt wird, Zuschauer*innen in das dramatische Geschehen eingreifen und sich live in eine unbekannte VR-Welt hineinbegeben.

Die Produktion „im Schwarm“ ist eine ästhetische und inhaltliche Auseinandersetzung zum Thema Geschlechtsidentität für junges Publikum. Die binären Kategorien „weiblich“ und „männlich“ werden aufgebrochen und Figuren erschließen sich nicht-binäre Identitäten und Handlungsspielraum.

Das Studio für unendliche Möglichkeiten entwickelt eine konziliante Probenpraxis für Menschen an verschiedenen Orten, auf der gleichen virtuellen Probenbühne: völlig unaufwändig können Performer*innen an unterschiedlichen Orten den gleichen virtuellen Raum betreten. Mit einfachen Übungen lassen sich die Möglichkeiten auffächern und eine ästhetische Praxis kann im Digitalen entwickelt werden.

„Tridiculous“ ist ein internationales Künstlerkollektiv mit einem multidisziplinären Repertoire aus Artistik, Break- und Contemporary Dance, Slapstick, Comedy sowie Beatbox und Livemusik. Mit dem Projekt geht es darum sich vom Entertainmentprogramm zu entfernen. Hierfür beginnt, zusammen mit einem Theaterregisseur, ein intensives Research.

Ein inklusives Team möchte das Publikum zum gemeinsamen Essen und Tanz einladen und dabei wie einst Herr Knigge die Frage aufwerfen, wie kultiviertes, angemessenes Verhalten und Kommunizieren in der Öffentlichkeit heute aussehen könnte. Zunächst jedoch möchte es untereinander zwischen Gebärden- und Lautsprache und unterschiedlichsten Erfahrungen eine gleichberechtigte Kommunikation herstellen.

Dostojewski stand schon im Totenkleid am Pfahl, als der Bote des Zaren mit der Begnadigung herbeieilte. copy & waste untersuchen in ihrer neuen intermedialen Performance das Leben mit dem Sterben. Mit Dostojewski reisen wir durch Bildwelten des Stummfilms und Berichte der Palliativbewegung, um in den Gesten und Worten der Sterbenden neue Erzählungen zu finden.

Stadt sollte für alle sein. Ist sie aber nicht. Diskriminierende Strukturen finden sich überall und teilweise werden Bevölkerungsgruppen sogar aktiv durch Methoden der Stadtgestaltung ausgegrenzt. Warum das so ist, welche Denkmuster dahinter stecken und wie es besser gehen könnte, das will Pooth mit „Reclaim the City“ herausfinden. 

„Landers“ ist ein kollektiver Videoproduktionsprozess, der die Grenzen zwischen Kunst und Communitywork, zwischen Bühne und öffentlichem Raum sowie zwischen Publikum und Passanten verwischt. Das Projekt wird vom Choreograf*innen Kollektiv B A G im temporären, von Künstlern betriebenen Gemeinschaftszentrum Stadtwerk mrzn in Berlin durchgeführt.

Ein pandemietaugliches VR-Projekt über Theater, Tradition, Realität und die Möglichkeit einer Performance im geteilten digitalen Raum über Yukio Mishima, seiner Liebesbeziehung zu Akihiro Miwa, einer Sängerin und Schauspielerin, die als Mann geboren wurde, und der traditionellen japanischen Theaterform des Kabuki.

„AMAZONEN“ ist eine Hommage an Schauspielerinnen 70+. Zwei aktive und eine Schauspielerin im Ruhestand treffen sich in einer (fiktiven) Inszenierung von Kleists „Penthesilea“. Dort begegnen sie einer jungen Kollegin und geraten in Widerstreit über Ästhetiken, Formen und Stile, die sie selbst mitgeprägt und vorbereitet haben. Ein Plädoyer gegen das Verschwinden und für den Dialog der Generationen.

Die Corona-Generation muss neu lernen, sich in öffentlichen sozialen Kontexten zu bewegen und sich dort individuell künstlerisch auszudrücken. Dieses Projekt befähigt junge Menschen, ihre eigene Club-Kultur zu entwickeln und Events durchzuführen, mit denen sie sich einen eigenen Safe Space kreieren.

Das Treibkraft Theater erforscht in dem Projekt „Monetopolis Hamm“ die heutige Bedeutung und die aktuellen Möglichkeiten von Geld. Innerhalb der Corona-Krise hat sich der politische Umgang mit Geld gewandelt. Dadurch sind neue Potentiale für unseren Umgang mit Geld sichtbar geworden. Diese werden untersucht, hinterfragt und mithilfe von digitaler Technik erlebbar gemacht.

Klassiker existieren nicht einfach, sie werden erschaffen. Durch die dominante eurozentrische Perspektive in den Künsten werden jedoch kaum Werke von nicht-weißen Choreograph*innen zu diesem Status erhoben. Um dem entgegenzuwirken und als Hommage an Alvin Ailey wird eine Neuinterpretation des Meisterwerks „Revelations“ konzipiert, wobei verschiedene Aspekte des Re-inszenierens erforscht werden. 

Auf einer ehemaligen LPG in Grundshagen, sollen auf zwölf Hektar Werkstätten, Ateliers, Probebühnen und Studios entstehen. Die Idee ist es den ländlichen Raum um Grundshagen stärker mit Metropolregionen zu vernetzen und für Menschen aus den Ballungsräumen, Freiräume entstehen zu lassen, die es in den Städten so nicht mehr gibt. Das Kulturdorf Grundshagen.

Das Projekt „TERRITORIUM“ von picnic versteht sich als Reviermarkierungsrevue – ein performatives Territorium wird dabei im Bühnenraum errichtet, ein Gebiet umgrenzt. Wer gehört dazu? Territoriale Grenzen sind brutal und konkret, Grenzen der Identität hingegen fluid und diffus. Ein schmerzhafter Widerspruch. Eine Volksmusik-Show, Klatschen auf eins und die drei, um ihn zu lösen.

Mit „Am Ende der Revolution“ taucht das Kollektiv FORMATION NOW** ein in die Biografien und Werke widerständiger BIPOC Künstler*innen, Intellektueller und Aktivist*innen. Inspiriert von engagierten Persönlichkeiten der Vergangenheit wirft das Projekt die Frage auf, was Widerstand heute bedeutet und beschäftigt sich mit dem Thema pluralistischer Erinnerungskultur in Deutschland.

Essen ist politisch! Was täglich unsere Mägen füllt, befördert sowohl globale Ungleichheit als auch die ökologische Krise. Verborgen bleiben den Esser*innen die transnationalen Wertschöpfungsketten: Eine interdisziplinäre künstlerische-partizipative Recherche über unser Ernährungssystem.

Die Life Art-Gruppe JAJAJA entwickeln eine interaktive Entdeckungsreise im Live-Audiowalk Format dem Pandemieformat schlechthin – eine performative Achterbahnfahrt zu Fuß, ÖV und einem Floß, eine partizipative Choreographie und real- time entstehende Radioshow mit live Interviews und Soundcollagen. So wollen JAJAJA mit Ihren Gästen die viel bespurte Stadtrealität neu erfinden.

„Heizung an und Fenster auf“ ist ein Theaterstück für junges Publikum, welches sich mit Mitteln des zeitgenössischen Zirkus, mit den Konsequenzen unseres jetzigen Konsumverhaltens in der Zukunft auseinandersetzt. Ohne belehrend zu sein, klärt es sein Publikum über Konsum und seine Folgen auf und regt dazu an, selbst in Aktion zu treten und mutig Veränderungen anzugehen.

Romuald Krezel’s artistic research project explores the (in)visibility of social classes in the field of performing arts. It will result in the creation of a solo performance by the artist, drawing on his personal and artistic experience. He will focus in it on how the class background shapes the aesthetics of artistic practices, their discursive levels, and working methodologies.

„Raging Elephants“ ist eine Stücketwicklung über das Trauma des Erwachsenwerdens und die Reformation des Begriffs der Rache. Anhand der Arbeiter*innenstadt Wuppertal, werden die Themen Klassismus und Sexismus in Form von Erinnerungen und Textversatzstücken behandelt und lassen die Zuschauer*innen in den Kosmos dieser aufregenden, armen, dreckigen Stadt eintauchen.

Im Jahr 2022, viele Jahre nachdem das einst weltweit progressive Raumfahrtprogramm mit der Ära der UdSSR zusammen schon lange untergegangen waren, machen sich Sasha Davydova & Anastasia Gubareva – in der UdSSR geboren und in den Westen emigriert – auf eine Spurensuche ihrer sowjetischen Herkunft, die sie in die Lebzeiten ihrer Großväter zurückholt und damit in die Höhen des Weltraums katapultiert.

Nikolai Kemeny verbindet als moderner Hoofer die Welten von Klang und Bewegung. In Begleitung der zeitgenössischen Steptänzerin Andrea Alvergue und Bassklarinettistin Dorit Schäffler entfachen sie, wie sich intuitives Musizieren und Tap Dance dramaturgisch in eine populäre Präsentationsform entwickeln lässt. Sie präsentieren das Ergebnis bei einem hybriden Showing.

„red moon“ wird eine moderne Mythologie über Menstruationszyklus und die zyklischen Gesetzmäßigkeiten des Lebens. Ein Tanzstück über Vulnerabilität und Stärke und das Potenzial, welches dies für den sozio-ökonomisch-kulturellen Wandel mit sich bringt.

Eine immersive Reise in den Moment zwischen Leben und Tod als öffentlicher Erfahrungs- und Reflexionsraum während der documenta15 im ZukunftsDorf22. „ZWISCHENWELT“ ist ein interaktives Performance Laboratorium in einer audiovisuellen 360°Umgebung, welche Zeit und Raum illusorisch verschwimmen lässt, Erinnerungen wach ruft, Dialog- und Begegnungsräume kreiert und kollektive Visionen sucht. 

Mit dem „WUTKONGRESS“ für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren, wollen Katrin Hentschel und Gloria Schulz einen Ort zum Zuhören und Anschreien schaffen und auch zuhören, wo wir als Erwachsene noch nicht hingehört haben. Zusammen mit weiteren Künstler*innen aus den Disziplinen Figurenspiel, Performance Art, Tanz und Digital Kunst – wird drei Tage lang das künstlerische Potenzial von WUT entdeckt.

Geister sind Mittel, um das Bedrohliche und Unkontrollierbare unserer Welt zu bewältigen. Der Zeitgeist geht in eine Geistzeit über und erzeugt ein Abbild der Gesellschaft. Wir präsentieren unterschiedlichste Geister in mehreren Episoden als eine Kombination aus nicht-menschenzentrierter Choreografie, interaktiver digitaler Live-Zeichnung und publikumsgesteuerter Musikkomposition.

The universe’s most popular form of entertainment, Choke Hole, has a new sister – “POKE HOLE”! What began as a crude justice system for solving disputes between the citizens of Choke Hole has exploded into a pan-european cultural & capitalist battle royale. Featuring lip sync performances & choreographed wrestling matches, “POKE HOLE” is a space for drag to get back to its subversive roots.

Laia RiCa möchte sich mit pluralen Formen des Wissens beschäftigen, mit indigenem Wissen. In einem utopischen Gesprächs- und Austauschraum in dem Gewissheiten aufgelöst und Wissenshierarchien pausieren. Was ergeben sich daraus für politische und/oder poetische Strategien? Im Nachdenken über Dekolonialität, Ökologie, eine Aufhebung der Kategorien Kultur/Natur und andere Formen des Zusammenlebens?

„Now an then“ spürt dem aktuellen Zustand der deutschen Erinnerungskultur nach, indem es Geschichten von deutschen Familien mit Nazihintergrund sammelt, verdichtet und in eine von der bildenden Künstlerin Marion Albrecht mit Materialen aus der Vergangenheit gestaltete Altbauwohnung ins heutige Berlin setzt. Entstehen soll ein Monolog des Schauspielers Burak Yigit im postprivaten Raum.

Christian Lindner spricht, ausgelöst durch Putins Krieg, von erneuerbaren Energien als „Freiheitsenergien“. Durch Putin als klaren Aggressor gibt es jetzt gute Energien und böse Energien. Das nötige Narrativ um aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen ist also endlich da. Plötzlich geht alles ganz schnell – Oder doch nicht?

Ausgehend von den Gesundheitstagen 1980/81 in Berlin und Hamburg schlägt „Die Neue Gesundheitsbewegung“ eine Reihe moderierender Workshops vor: Wie sieht eine diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung der Zukunft aus? Mit den Mitteln des Theaters als Ort politischer Bedeutungsproduktion soll gemeinsam eine neue Gesundheitsbewegung proklamiert werden.

In „Versuch über das Teilen“ begeben sich die taktivist*innen in einen offenen Rechercheprozess danach, was das künftig zu sein vermag: ein kollektiv-kollegial geleitetes, glokal agierendes Künstler*innen-Dorf der Vielen (am Moritzplatz in Kreuzberg), das den Krisen der Gegenwart die Stirn zu bieten und die künstlerischen Entwürfe für ein gemeinsames Theater der Zukunft vorstellbar macht!

„Wir müssen die Dinge neu romantisieren“, sagt der Philosoph Byung-Chul Han. Heute sind uns die Dinge nicht mehr lieb und teuer. Wir gehen mit ihnen keine emotionale Bindungen mehr ein. Der Kapitalismus existiert weiter, aber die Dinge selbst sind nicht mehr wichtig. Dieses Projekt möchtet darauf aufmerksam machen, dass es wohl ein Irrtum ist, zu glauben, dass in den Dingen kein Leben steckt.

In einer Arabisch-Deutschen Koproduktion, gefördert in der Prozessförderung 2021, erarbeitete ein arabisch-deutsches Team die alle Sinne ansprechende Inszenierung eines Textes von Wihad Suleiman: Existenz. Nun gibt es zwei weitere Prozesse in Verbindung mit Aufführungen der Performance: eine gezielte Kontextarbeit in Thüringen beim Kunstfest Weimar und eine Hörfassung für Radioübertragungen.

Ein Zirkus unter dem Rock, eine Künstlerin, die sich in Zelt, Licht, Orchester und sämtliche Artisten verwandelt: Mit „Schoßzirkus“ erzählt Clara Isenmann als Ein-Frau-Puppentheater von der Kraft der Träume und der lustvollen Macht einer Frau, ihre eigene Welt zu erschaffen. Ihre eigene Welt bringt sie dabei gleich mit. Die jetzige Produktion soll zu einem abendfüllenden Stück ausgearbeitet werden.

Aufbauend auf eine Softwareentwicklung für eine AR- und VR-Plattform wird die Prozessförderung für die Entwicklung und das Austesten von performativen Szenarien genutzt, in denen sich tierähnliche Wesen und Rezipient*innen in einer Live-Situation begegnen. In mehreren theatralen Situationen werden die Ähnlichkeiten in der Begegnung mit Tieren und futuristischen Cyborgs verhandelt.

2012 rief Peter Fitzek in Wittenberg das „Königreich Deutschland“ und sich selbst zu dessen König aus und Hunderte folgten ihm. Seine Geschichte verbindet Reichsbürgerszene, braune Esoterik, Populismus und Sektenstrukturen. 10 Jahre nach „Reichsgründung“ arbeiten 3 Performer*innen sie im Rahmen einer Stückentwicklung auf und laden das Publikum zur interaktiven Auseinandersetzung damit ein.

Puddles and band research the following questions: 1.Openly researching the ABC’s necessary for recording an experimental long/multiformat live/studio debut album. 2.The means and ways of expanding a video in the audience’s minds. Openly researching aesthetics in preparation for staging an Epic Drag Musical. 3.Openly researching the past, present and future social / political legacy of drag.

In einem partizipativen Prozess wird das Stadtbad und angrenzende Areal durch die Inszenierung einer Bürgerbewegung erschlossen, re-imaginiert, ertüchtigt und neu bespielt. Schauspieler*innen werden mit Bürger*innen und Politiker*innen in einen offenen Dialog gebracht, sodass die Grenzen der Inszenierung verschwimmen und die Zuschauenden und Beteiligten Klarheit über die eigene Rolle verlieren.

„Not Just a Number“ ist eine interdisziplinäre, installative Performance zwischen Tanz und elektronischer Musik. Ingo Reulecke (Tanz) und Viola Yip (Musik) werden Roboterkleider tragen, die als Erweiterung ihres Körpers dienen. Sie entwickeln eine Choreographie zwischen den menschlichen Körpern und den interaktiven Roboterbewegungen, welche Komposition elektronische Klänge steuern.

Die Corona-Pandemie hat das Publikum des Kollektiven entwöhnt. Mit vielen Menschen in einem Raum zu sein ist zu etwas fremdem geworden. Die neue „Discothek“ ist ein politischer Raum. In mehreren Stationen werden einzelne Aspekte (Tanzen als Widerstand, queere Ästhetik, black culture) performativ erforschbar gemacht. Eine andere, planetarische Kollektivität, ein anderer Tanz soll geprobt werden.

„MÄNNCHEN“ untersucht unter Einbeziehung des Märchenstoffs „Rumpelstilzchen“ sowie dokumentarischen Materials diverse Formen pathologischer Männlichkeitsvorstellungen und -komplexe, die in unserer Gesellschaft virulent sind. In dieser Groteske treffen wir auf Frauenhass, Antifeminismus, Inceltum und toxisches Männer. Es stellt sich die Frage: Wer verteidigt unser emanzipatorisches Projekt?

Mit „Es regnet Stille in mein Herz“ möchten die Gruppe einer sensiblen Innenschau und der Leere und Sprachlosigkeit einen Raum geben und vermutet dabei, dass sie auf ein Konglomerat aus Trauer, Liebe, Märchen, Punk, Noise stößt.

„KOLLISIONEN“ stößt performative Grundlagenforschung an. Um das wenig beachtete Feld zwischen Performance und Autor*innen-Theater neu auszuleuchten. Flexibel produzierte Formate, die rasch auf Gegenwart reagieren, auf aktuelle Themen eingehen können. Dabei entsteht ein Bündel von drei mittelformatigen Performances, die neue Arbeitsweisen erproben.