Entscheidung #TakeAction | Off-Tourneetheater

Ausgewählte Vorhaben

In „Die Liebe der Pinguine“ geht es um eine Schiffreise in den südlichen Pazifik, bei der die sich an Bord befindenden Hobby-Vogelbeobachter an der Küste Südgeorgiens havarieren. Das Projekt behandelt die Frage, welche Konsequenzen sich für ein Individuum ergeben, das sich als solitär definiert, also im Grunde unabhängig von menschlichen Beziehungen und Verantwortungen handelt.

In einem TV-Studio stellt „Back to live“ die Frage nach den Lebensumständen theatraler Figuren in Zeiten von Isolation und Schließung des gemeinsamen Lebensraums. Schöpfer*innen und Spieler*innen werden zu Sprecher*innen ihrer verstummten Figuren.

König und Tramsen trafen sich im Jahre 2017 und haben ein Format erfunden: Dada, Philosophie, Kabarett, Live-Musik und unvorhersehbare Elemente. Es.schmil.zt wird ein etwa 100-minütiges Stück zum Thema „Das Klima ändert sich – und wir?“

Vor dem Hintergrund von Verschwörungstheorien, Rassismus und Misogynie möchte das sagas.enemble einen Stoff für die Bühne realisieren, den Lasse Hallström im Jahr 2000 fürs Kino adaptiert hatte: „Chocolat“. Auf amüsante Weise prallen hier zwei Haltungen aneinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die Abneigung gegen alles Fremde auf der einen Seite – Toleranz und Genuss auf der anderen.

Das NEUE GLOBE THEATER entwickelt mit „DON QUIJOTE“ von Jakob Nolte nach Cervantes eine Coronakrisen-kompatible Schauspielproduktion, um Theater auch jenseits der staatlichen Theaterhäuser wieder stattfinden lassen zu können. Don Quijote aus La Mancha ist der Prototyp des Elisabethanischen Schauspielprinzips. Nichts ist wirklich. Alles ist Schein. Alles ist Theater. Die ganze Welt ist Bühne.

Acht Monologe der Theaterautorin Ingrid Lausund werden wechselseitig von vier Schauspieler*innen/Regisseur*innen inszeniert und gehen als mobile Produktion an unüblichen Orten zum Publikum: Möbelhaus oder Kloster, Schule oder Scheune. Ein Kaleidoskop von skurrilen und verunsicherten Zeitgenoss*innen erzählt vom Wunsch auf Miteinander und den Unwägbarkeiten des Alltags.

Spielort ist eine Zwischenstation ins Jenseits: 7. Himmel – Abteilung “stressbedingter Ablebensnexus”, sprich: zu Tode gehetzt. Dort landen all jene, bei denen sich eine korrigierende Muße-Schulung mit anschließender Retoure noch lohnt. Die arbeitswütige Vanessa Schmidt-Euteneuer ist dabei, und entpuppt sich als harte Nuss für die Engel… Launiges Plädoyer für die vom Aussterben bedrohte Muße.

„Tour de Mayence“: Das ist eine kabarettistische Tour mit sechs Gastkünstler*innen auf sechs Mainzer Bühnen vor kleinem Publikum mit Sicherheitsabstand. Begleitet von einem Filmteam entstehen sechs Videoclips. Doch nicht nur die Künstler*innen gehen auf Tour, auch das Publikum: Nach der Produktion der Livevideos können diese bei einem Stadtspaziergang mittels QR-Code an den entsprechenden Spielorten aufgerufen werden.

Humor als heilwirksames Antidot zu Sorgen und Ängsten der Menschen?
Ein mobiles Bühnenprogramm für den deutschsprachigen Raum, in dem das Thema Resilienz als positiv konnotierte Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und über die dafür notwendigen Fähigkeiten zu verfügen, als Recherche- und Inspirationsquelle dient und auf humorvoll-hintergründige Weise behandelt wird.

 „Denkt! Hannah Arendt“ stellt das Leben der Philosophin Hannah Arendt auf den Prüfstand. Öffentliche Person, Geliebte Heideggers, kritische Denkerin – all das war Hannah Arendt. Ein Leben als Spiegel eines Jahrhunderts, voller Widersprüche und Kontroversen. Ein Theaterstück mit zwei Spielern als Diskurs, als Rede und Gegenrede, erweitert durch dokumentarisches Material und philosophische Texte.

Eine Arche im Jahre 2021? In Anbetracht der flutartigen Veränderungen auf unserer Erde scheint es der richtige Moment zu sein, die Menschlichkeit zu retten … Meine Güte! … Und die Güte der anderen, sind wohl die Eintrittstkarten in ein mögliches Zusammenleben. In sieben Episoden erleben wir die außerdordentlichen Abenteuer der „Müller, Maier, Schulzes“, die aus dem Schatten ins Licht treten.

„OIO“ erforscht die Werte der Realität im digitalen Zeitalter. Dabei wird aus dem eigenen multidisziplinären Potenzial in einer audio-visuellen Darbietung geschöpft, Schauspiel, Artistik, Livemusik, Tanz, Objektmanipulation und Videokunst kombiniert und gefragt: Wie beeinflusst die Digitalisierung unsere Fähigkeit, selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu handeln?

Zwei historische Figuren treffen aufeinander: Ludwig van Beethoven und Olympe de Gouges.
Paris 1791, eine Magd wird misshandelt und flieht. Zu der Zeit schreibt de Gouges „Die Rechte der Frau“. Dem in Wien lebenden Beethoven wird eine neue Magd vorstellig. Als er für ein Konzert nach Paris geladen wird, trifft er dort auf de Gouges. Doch die geflohene Magd muss sich ihrer Vergangenheit stellen.

Ein literarisch-musikalisches Klein-Kunststück, das von der Energie der Krise angespornt schöpferisch-kreativ danach sucht, was uns bewegt weiterzumachen. Ein Programm, das seine Zuschauer*innen gleichermaßen zum Nachdenken anregen, gefühlstief erreichen und dabei leichtfüßig unterhalten will. Auf den Wellen von Gitarrenmusik schwingen sich poetische Texte in die Herzen des Publikums.

Was bewegt uns im Moment? Ist alles gut? Wir hatten einen Plan, der plötzlich nicht mehr wie gewohnt umsetzbar scheint. Kann man aus der Weltgeschichte Rückschlüsse ziehen? Aus eigenen Rückschlägen, oder der anderer? Was ist, wenn die Maschinerie ins Stocken gerät? Zwei Akteure mit sehr unterschiedlichen Biografien möchten diesen Fragen auf den Grund gehen.