Entscheidung #TakeAction | Semiprofessionelle Ensembles, Freilichtbühnen

Ausgewählte Vorhaben

Im Sommer 2021 präsentiert IntensivTheater e.V. die Rockoper „JESUS CHRIST SUPERSTAR“ auf der Naturbühne Gräfinthal. IntensivTheater e.V., 2017 mit dem Kulturpreis für Musik ausgezeichnet, begeistert seit über vier Jahren mit seinen Musical-Produktionen und Konzerten. Es vereint Profis mit herausragenden Amateur*innen und einer neunköpfigen Live-Band auf der Bühne.

Die Staufer Festspiele Göppingen zeigen 2021 das Musical „My fair Lady“ als Open-Air-Spektakel im Göppinger Stadtpark. Über 300 Ehrenamtliche erschaffen ein opulentes Musiktheaterereignis „aus der Region, für die Region“. Internationale Solist*innen in den Titelpartien und Profimusiker*innen im Graben treffen auf ambitionierte Amateur*innen im Chor & Tanzensemble.

Die drei Musketiere: Ein zeitloses Spektakel, neu erzählt. Alexandre Dumas‘ Stück um Macht, Liebe, Freundschaft und Intrigen versetzt die Freilichtbühne Billerbeck direkt ins 17., nein, in ein unbestimmtes Jahrhundert. Der Regisseur Johannes Lang lässt die Protagonist*innen ihre Kämpfe mit einem kritischen Blick auf den aktuellen Zeitgeist ausfechten. Spannend, fesselnd und mit viel Humor.

Seit Jahrzehnten arbeitet das Naturtheater Reutlingen mit professionellen Kräften zusammen. Bei den auf 2021 verschobenen Produktionen „Peter Pan“ und „Die Kirche bleibt im Dorf“ erfolgt dies in den Bereichen Regie, musikalische Leitung, Choreografie, Kostüm- und Bühnenbild sowie Kostümherstellung. So werden die Amateur*innen fortgebildet und eine hohe Qualität der Produktionen kann erzielt werden.

Im Historischen Kellereihof Michelstadt präsentieren erfahrene Amateurdarsteller*innen unter professioneller Leitung ihre renommierten Freilichtspiele in modifizierter Form.
Unter dem Arbeitstitel „Glaube, Liebe, Hoffnung“ fügen sich Werke Ödon von Horváths collagenartig zu einer Gesamtinszenierung.

„(not) my profession“ (AT) ist eine Performance für Jugendliche und Erwachsene, die die Amateurhaftigkeit Ihrer Darsteller*innen beim Wort nimmt: Sie werden auf der Bühne etwas leidenschaftlich tun, was sie nicht können. Verhandelt werden so Arbeit, Beruf, Professionalität, Spezialisierung, Perfektion, (Ohn-)Macht, Bedingungen, Legitimation, Chancen und gesellschaftliche Gestaltungsprozesse.

„Normalabstand“ ist ein partizipativer Theaterspaziergang zur Verarbeitung der Pandemieauswirkungen. Als soziale Wesen leiden wir besonders unter dem Abstandsgebot, dieser Distanzierung oder auch der Isolierung. Über verschiedene Formate soll den Zuschauer*innen Raum zur Erfahrung, Berührung und Austausch gegeben werden. Im Anschluss der Derniere ist eine Podiumsdiskussion vorgesehen.

Das Ensemble bühnendautenheims macht 2021 aus dem mehr als 100-stündigen dokumentarischen Material seiner Wandertheatertour „Calderón: Das große Welttheater 2019“ einen Theaterfilm. Mit diesem geht es im kommenden Sommer auf Kinobus-Tournee: mit umgebautem VW-Bus als Lichtspielhaus entlang der alten Wegstrecke von Dautenheim/Rheinhessen nach Berlin.

Das Performance-Kollektiv ogalala kreuzberg aus Berlin wagt mit „Juri&Joana. Hinaus ins Offene!“ den Schritt in eine neue, noch unbekannte Wirklichkeit. In Anlehnung an einen alten Märchenstoff legt ogalala kreuzberg Zeitzeug*innenschaft einer fundamentalen gesellschaftlichen Transformation ab, erzählt mit Witz, Poesie und Live-Musik und führt an verschiedenen ungewöhnlichen Stadträumen auf.

Die Theatergruppe Ü12 ⁄ Mimosen des Vereines spielmitte e.V. produziert im Frühjahr 2021 das Theaterstück „2 Uhr 14“ von David Paquet in Halle (Saale). In kurzen Szenen und Monologen wird in das Innenleben von Schüler*innen und einem Lehrer vor einem Attentat geblickt sowie in die Suche der Mutter des Attentäters nach den Ursachen und der eigenen Schuld.

Mitten in der schlimmsten Weltwirtschaftskrise wird der ehemalige Lokführer Unterguggenberger zum Bürgermeister von Wörgl gewählt. Er initiiert ein kleines Wirtschaftswunder, indem er das sogenannte „Schwundgeld“ einführt, das verfällt, wenn man es nicht ausgibt. Denn Geld soll nicht herumliegen, es soll zirkulieren. Ein faszinierender historischer Stoff für ein turbulentes, unterhaltsames Theater.

„Heidi – ein Theaterspaziergang“ ist Freilichttheater in anderem Format und abseits der großen Bühne. Das Publikum spaziert durch die Naturkulisse des Birkenhofs und Wildparks und sieht und hört an fünf Stationen Szenen aus „Heidi“, dem Musical nach Claus Martin.
Die Geschichte um Sehnsucht, Glück und der tiefen Suche nach der eigenen Heimat ist gerade in diesen Zeiten wieder hochaktuell.

Erzähl nochmal! Bitte Oma! Nochmal von damals. Vom Blut-Trinken, vom Nackt-Sein, deklamier die alten Zen-Gedichte, schrei die Wand an oder lauf dagegen. Steh an den Pfeilern und lass sich die Leute durchdrücken um dich zu sehen, wie du dir Sterne in den Bauch ritzt.
Eine performative Rückschau der Geschichte der Performance Art, erzählt und verkörpert von Senior*innen.

Der „Sommer der kulturellen Vielfalt“ bringt verschiedene kulturelle Events auf die Osterwaldbühne. Kern des Projekts sind mehrere kleine, eigene Inszenierungen, die sich auch unter wechselnden Hygienevorschriften umsetzen lassen. Ergänzt werden diese durch weitere kulturelle Sonderveranstaltungen regionaler Akteure.

„SEDIMENTE I+II“ verarbeitet Träume, in denen „Ablagerungen“ der gegenwärtigen Krisenerfahrung ungefiltert zum Ausdruck kommen, zu einem zweiteiligen Theaterprojekt. Wie verformt sich die Topographie der inneren Landschaft? Und welche unbewussten tektonischen Verschiebungen finden im Lauf der Monate statt? Im Herbst werden beide Stücke hintereinander als „szenische Langzeitstudie“ gezeigt.

„PARLAMENT DER ENGEL“ basiert auf Interviews mit elf mehrheitlich demenzerkrankten Akteur*innen (58-97) aus dem Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“ Berlin. In guten und schlechten Zeiten, erzählen sie, war ein Schutzengel anwesend. Im Vorgarten der Einrichtung fragen der Erzengel (Sängerin), sieben Kinder-Schutzengel, der„Maitre de jeu“ nach und bauen eine klingende Brücke zu jenen an Fenstern und auf Balkonen.

Die Belegschaft einer Retourefirma wartet auf die nächste Lieferung. Eine Modenschau entsteht und das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ wird zur Folie des Spiels, in dem ein Schneider behauptet, Kleider nähen zu können, die nur die sehen, die zu ihrem Amte taugen. Für alle anderen sind sie unsichtbar. Ein Stück zu den aktuellen Themen Fake News, Zivilcourage und Gemeinschaft jenseits von Konsum.

Der historische Park des Hermannshofs Völksen ist Bühne für eine Theatertruppe, die sich dorthin geflüchtet hat. Weg vom Virus und verwaisten Theaterhäusern hadert sie mit dem Schicksal und verbeißt sich in die Werke von Molière: irrwitzige Komödien, die erbarmungslos angetrieben werden von der Paranoia ihrer Hauptfiguren. Mit aufgestauter Energie und irre funkelnden Augen erobert sie den Park.

„Nur der Chor ist wahr, das Individuum lügt.“ – Einar Schleef. Der Theater-Chor dient seit jeher als Spiegel der Gesellschaft, des Volkes, also auch für die Demokratie. Die Inszenierung mit zwei Performer*innen und einem Sprechchor mit 30 Amateur*innen erzählt darüber, wie die Spaltung von Gesellschaften funktioniert – wie der Wunsch nach Bestätigung, Zugehörigkeit und Abgrenzung dazu verleiten kann.

Für die Inszenierung von Bulgakows „Meister und Margarita“ im Sommer 2021 erweitert der theaterBurg Roßlau e.V. sein Ensemble um den Tänzer und Choreografen Dennis Alexander Schmitz sowie weitere Darsteller*innen, u.a. Schauspielstudierende. So sollen die bisherigen künstlerischen Mittel, Schauspiel und Musik, um den Tanz erweitert und neue Möglichkeiten der Darstellung integriert werden.

Das Tanztheater Mobile besteht seit 40 Jahren. Regelmäßig zeigt das Amateur*innenensemble unter Anleitung eines professionellen Choreographen und Regisseurs abendfüllende Stücke im Stammhaus in Zwingenberg/Bergstraße und in der Region. Die Gruppe erarbeitet diese auf der Basis von tänzerischen und szenischen Improvisationen. Das nächste Projekt wird sich mit den Sieben Todsünden auseinandersetzen.

„Gute Besserung“ ist ein Theaterprojekt von der Gruppe Ben und Lilly, zwei jungen Erwachsenen aus Karlsruhe. Die beiden haben sich mit ihren theaterbegeisterten Freund*innen zusammengetan, um gemeinsam mit ihnen ein Präventionstheaterstück zum Thema „Missbrauch und seine Erscheinungsformen“ zu entwickeln, zu inszenieren und zu produzieren. Dafür arbeiten sie mit Werkraum Karlsruhe e.V. zusammen.

Mit „Die Abenteuer des Odysseus – eine Reise ins Ungewisse“ betritt die Burgbühne mit der Erarbeitung eines Tourneetheaterstückes für Park und Gartenanlagen in der Region in Coronazeiten einerseits organisatorisches und spielerisches Neuland und möchte andererseits das Stück zum Anlass nehmen, die eigenen Handlungswege, Spielweisen und Kooperationen zu hinterfragen, zu erneuern und zu vertiefen.

Im Zentrum des partizipativen, generationenübergreifenden Projekts steht die Frage nach der Beschaffenheit von Wahrheit in der heutigen Zeit. Durch die große Altersspanne der Teilnehmer*innen sind verschiedene Reaktionen und Perspektiven auf diese Fragestellung vereint. Daraus entwickelt Behnke eine abendfüllende Choreografie, die aus den Körpern und Geschichten der Teilnehmer*innen entsteht.

Reichsbürger und rechtsextreme Vereinigungen gehen Hand in Hand mit leidenschaftlichen Verfechtern von Peace, Love and Harmony. Der Großteil der Gesellschaft sieht staunend zu. Fakten und Statistiken werden verdreht, gewendet und quergedacht, gesunder Menschenverstand sich gegenseitig abgesprochen. Mittendrin: Der Gutmensch und das Schlafschaf. Sozialkritische Komödie auf der Bühne der Realität.

„BorderLines“ ist eine Stückentwicklung der freien Gruppe Zu Viel Jamal. Durch verschiedene Fragestellungen und Herangehensweisen entsteht eine kreative und ästhetische Auseinandersetzung mit dem Thema Grenzen. Kleine Geschichten, alltägliche Ereignisse, wie sie von unterschiedlichen Personen auf ganz individuelle Art erlebt werden, und deren abstrakte Umsetzung sind Ausgangspunkt der Inszenierung.

„MARTA” ist ein Freilichttheaterstück, das sich mit dem Thema Femizid befasst. Das Stück richtet sich an Frauen (FLTI+) ab 16 Jahren, die sich eventuell in einer Situation der Gewalt befinden. „Marta“ ist der Name der Rolle, die die ermordeten Frauen repräsentiert. Das Stück wird im August 2021 im Oyoun aufgeführt.

Seit 1998 haben sich die Domfestspiele zu einem überregional bekannten, kulturellen Ereignis entwickelt. In dieser Saison wird ein Stück über mehrere Hexenprozesse zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Verden erzählt. Dabei geht es um Irrationalität versus Vernunft. Über 100 Profis und Laien proben sieben Monate an einem mitreißenden Stück Stadtgeschichte mit einigen Bezügen zur heutigen Zeit.

„Wach Sein“ erforscht mit den künstlerischen Mitteln Tanz, Theater und Circus das Stigma des Alt Werdens. Äußerungen wie: „zu alt, zu langsam, kann das nicht mehr“ sind fatal für die ältere und natürlich auch für die jüngere Generation. Das Mehrgenerationenprojekt wird seine Fragen an dieses Stigma stellen und diese in Bildern auf die Bühne bringen.

Die Freilichtbühne Alfter zeigt seit vielen Jahren Theater für die ganze Familie unter freiem Himmel. Als Stationentheater aufgeführt spielt jede Szene an einem anderen Ort, das Publikum wandert durch die Natur und durch die Geschichte und begegnet so auf zauberhafte Weise dem engagierten Amateur*innensemble von „Peter Pan und Käpt’n Hook“.

„Draußen“ – eine Stückentwicklung in Zeiten, in denen das Draußen ein großes Nichts ist. Ein Haus. Eine Zuflucht. Und das Draußen. Eine Bedrohung. Ständig spüren die Zuschauer*innen die Bedrohung. Was verbirgt sich in dieser einzigartigen Nacht im Wald? Warum fliehen diese Menschen davor? Ist man hier Drinnen wirklich sicher? Oder ist das Draußen schon längst Drinnen?

Das vielfach ausgezeichnete Broadway Musical „Pippin“ von Roger O. Hirson und Bob Fosse ist ein Sinnbild für das heute mehr denn je diskutierte Thema der Selbstverwirklichung und dem Streben nach Außergewöhnlichem. Mit 13
Laiendarsteller*innen und einem 16-köpfigen Orchester möchte der Stage Focus e.V. im Rheinruhrgebiet ein zum Nachdenken anregendes Musiktheatererlebnis bieten.

Biografische Schaufensterperformance. In Schreibwerkstätten werden Texte erarbeitet und anschließend werden diese in Kontext zu Bewegungsabläufen und den anderen Performer*innen gebracht. Das Erarbeitete wird anstatt klassisch auf der Bühne in Schaufenstern präsentiert, der Ton wird live nach draußen übertragen. Eine Möglichkeit auch heute Performance zu zeigen.

Der Verein Alt Nördlingen e.V. organisiert Kulturveranstaltungen mit zwei Theaterstücken in der Freilichtbühne Alte Bastei in Nördlingen für Jung und Alt, um die Menschen in der aktuellen Pandemielage aus Ihrer Tristesse zu entführen.

Gerade in diesen Zeiten bedarf es Geschichten, die Mut machen. Ronja ist eine Heldin wie gemacht für diese Zeiten – und für die Allgäuer Freilichtbühne. Dort wird der Klassiker von Astrid Lindgren in einer zeitgemäßen Inszenierung auf die Bühne gebracht, unter professioneller Anleitung, mit über 100 Mitwirkenden, Live-Musik und wie immer mit ganz viel Altusrieder Theater-Begeisterung.

Durch neue flexible Theaterformate wie zum Beispiel dem „Musiktheaterspaziergang“ entsteht ein spartenübergreifendes Hof- und Quartiertheater. Mit Aufführungen unter freiem Himmel und performativen Experimenten im „Theaterfenster“ erforscht das Theater im Fluss die Möglichkeiten komplexer nachhaltiger Theaterarbeit. Es werden Profis aus den Bereichen Theater, Kunst, Tanz und Musik in die Produktion einbezogen.

Eine klassische Schaukastensituation: Schauspieler*innen im Foyer mit Glasfront, Publikum im Hof. Mit Farbe wird die Scheibe zu einem Teil der Kulisse gemacht und bespielt. Stage Divers(e) will herausfinden, welche Möglichkeiten sich dadurch bieten und wie dieses Schaufenster sich zu den Touch-Screens verhält, die wir sonst jeden Tag berühren, um in Kontakt mit anderen Menschen zu treten.

Die Theatergruppe Die Körpermomente von erwachsenen Menschen mit Autismus feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Zu ihrem Jubiläum hat sie sich einen russischen Klassiker vorgenommen: „Der Revisor“ von Nikolaj Gogol. Verschiedene Akteur*innen der Münchner Kunst- und Inklusionsszene werden an der Inszenierung beteiligt sein. Künstler*innen mit und ohne Behinderung werden gemeinsam auf der Bühne stehen.

Hereinspaziert! Das „Phantastische Imaginarium“ ist eine pandemiekonforme Präsentationsform, die per Augmented Reality abrufbare Künstler*innendarbietungen aus den Bereichen Theater, Tanz, Puppenspiel, Clownerie, Pantomime und Musik in der analogen Umgebung eines im Stil einer Jahrmarktsattraktion aus dem frühen 20. Jahrhundert gestalteten, mobilen Kuriositätenkabinetts erlebbar macht.

Romeo & Julia – Emotionale Eskalation, Risikolaune, Informationsstakkato. Ich poste, also bin ich! Ich kenne dich, also like ich dich! Du kennst mich, also lösche ich dich! Das Jugendensemble der FLS sucht die ewige Liebe in fake Instagram-Accounts, bewegt sich zwischen Fakt und Fiktion im Stadtraum und baut die dystopische Zukunftsversion einer Stadt als Gated Community auf der Bühne.

Das Theater on Tour, eine mobile Freilichtbühne, wandert für 6 Wochen durch den ostdeutschen Raum mit dem Ziel, kulturelle Teilhabe zu fördern. In sechs Kleinstädten lädt die temporäre Spielstätte zu einem einwöchigen, vielfältigem Programm ein. Für den partizipativen Teil steht das Community Theater: In jeder Kleinstadt wird mit Bürger*innen ein Theaterstück zu einer lokalen Geschichte erarbeitet.

Das Künstlerduo Faraz Baghaei und Alexandra Lukas möchte im Rahmen von #TakeAction eine Performance mit semiprofessionellen Darsteller*innen zum Thema „Wohnen in Corona-Zeiten“ umsetzen. Es wird einen Aufführungsparcour mit zehn Stationen inner- und außerhalb der Räumlichkeiten von Kabawil e.V. in Düsseldorf-Flingern geben, die von den Zuschauer*innen in kleinen Gruppen besucht werden.

Ein partizipatives Musiktheaterprojekt im Hamburger Stadtteil Niendorf mit über vierzig Darsteller*innen. Das Publikum begibt sich auf eine Reise durch mehrere Stationen im Stadtteil. In einer Form, die an Asterix-Comics erinnert, wird die Entstehung der Gemeinde Niendorf und die Grundsteinlegung der Kirche erzählt und warum diese achteckig ist. Wie es war, oder wie es gewesen sein könnte.

Mit verkleinerten Ensembles sollen Probenarbeiten entzerrt und Aufführungen ermöglicht werden. Um Sicherheit für die Spielzeit zu erhalten, werden nur Sprechtheater angesetzt, auf Singen, Tanzen und Massenszenen wird verzichtet. Es werden mehr Stücke mit kleineren Ensembles einstudiert, um allen Spieler*innen die Chance auf Mitwirkung zu geben. Für die Umsetzung bedarf es einer professionellen Regie.

Ein Sommernachtsabend im Park, poetisches Maskenspiel, luftige Toncollagen, berührende Live-Musik und bizarre Lichtinstallationen verschmelzen zu einem faszinierenden, emotionalen Wunderland, einem begehbaren Kunstwerk als Parcours für Menschen von 6-99 Jahren. In gespielten Bildern und Szenen finden die Zuschauer*innen ihre eigene Sehnsucht wieder, ihre Liebe, ihre Einsamkeit und ihre Hoffnung.

Genuss Pur! Mit dem Amateur*innen-Ensemble des westend-Theaters und in Kollaboration mit erfahrenen Musiker*innen, Tänzer*innen, Klangkünstler*innen, Medien- und Theaterpädagog*innen entwickelt die Speicherbühne zehn Miniaturen, die in unterschiedlichen Formaten Genuss am Verzicht thematisieren. Das Publikum erwartet ein Genießer*innen-Abend inklusive Denkanstößen. Inszenierung Astrid Müller.

In 2021 plant die Theater Werkstatt Aachen eine inklusive, hybride Stückentwicklung zusammen mit Regisseurin Katharina Weishaupt vom Netzwerk Bretter und Licht und zwei professionellen Schauspieler*innen – „Feeling Good With Good Feelings“ (AT). Die Theater Werkstatt gehört zu den Lebenshilfe Aachen Werkstätten, im Ensemble spielen Schauspieler*innen mit kognitiven Beeinträchtigungen.

„E. hat wieder einen Plan“ – heiteres Sommertheater auf dem Salzberg zu den 21. Kalimandscharo-Festspielen Zielitz. Komödie über die Abenteuer einer kleinen Gauner*innenbande, die in den weißen Dünen von Zielitz einen Schatz heben will.

Wer hat Angst vor der Bösen Frau? Kleopatra, Brunhild, Margaret Thatcher sind nur einige Modelle lustvoller Gnadenlosigkeit. Sie stehen für Machtwille und brutale Durchsetzungsfähigkeit. Das finnische Avanto Ensemble und die Theaterschule im Kalkwerk erarbeiten ein Stück im Stück und lassen diese Frauen zu Wort kommen, konfrontiert sie mit den historischen und aktuellen Konstrukteuren von Weiblichkeit.

Nach langer Durststrecke will die KulturWelt mit einer Veranstaltungsreihe jungen theaterbegeisterten Menschen wieder einen Raum geben, um sich auszudrücken, sich kennenzulernen, sich zuzuhören und sich wahrzunehmen. „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wort Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ – Friedrich Schiller.

Die gruppe tag plant ein Räuber und Gendarm Spiel im Leipziger Stadtteil Connewitz via Telegram-Messenger. Dabei reinszeniert sie die Social-Media Mythen, die sich im kulturellen Gedächtnis der Smartphone-Öffentlichkeit angesammelt haben. Das Publikum kann vom eigenen Handy aus das
Spiel live verfolgen und die Mannschaft der Wahl per Kommentarfunktion unterstützen.

Das Traktor-Stationen-Theater ist ein ungewöhnliches Theaterprojekt für den ländlichen Raum. Es ist Wandertheater für die Provinz mit Amateur*innen und professionellen Schauspieler*innen inszeniert. Theaterkunst als Marktplatz-Event für Menschen jeden Alters und aller Schichten.
Minidramen und Erzähltheater unterschiedlichster Autoren für ein Theater im öffentlichen Raum
zubereitet und gespielt.

In der neuen Volxtheater-Produktion wird das Ensemble gemeinsam mit Einwohner*innen verschiedenster Lebensfelder „DIE WELT HOCHWERFEN“. Ihre Lebensräume werden dadurch zu Orten der Identifikation, Begegnung, des Gedenkens und der kulturellen Vielfalt und erhalten über das Ereignis hinaus wesentliche Impulse für ihren aktuellen Wandlungsprozess.

In Ray Bradburys „Fahrenheit 451“ werden Bücher verbrannt, weil darin subversive Gedanken festgehalten werden können. Was wird heute von autoritären Herrschern verbrannt? Wie funktionieren Überwachung und Erinnerung heute in Zeiten der Digitalisierung? Kann die Cloud brennen? Dem geht ein gemischtes Ensemble aus „Digital Natives“ und „Dinosaurs“ in seiner Recherche nach.

Ein*e Moderator*in, drei bis fünf Spieler*innen und ein bis zwei Musiker*innen bilden das Ensemble für Playback Theater. Die Akteur*innen verstehen das fachliche Handwerkszeug Playback Theater. Wir wollen die vielfältigen theatralen Ausdrucksmöglichkeiten als Erweiterung zum fachspezifischen Wissen und damit verbundenen Erweiterung des persönlichen Repertoires vermitteln.

Auch in Zeiten von Corona mit all ihren Einschränkungen bringt die Freilichtbühne Lilienthal im Jahr 2021 zwei Theaterproduktionen auf die Bühne: „Hubert, das Gespenst von Canterville – Ein Spaß für alle jungen und jung gebliebenen Zuschauer*innen“. Auch in der Komödie „Die Nervensäge“ von Francis Veber soll das Lachen am Abend nicht zu kurz kommen.

Was heißt abnorm? Wann hört mensch auf, normal zu sein? Was sind die evolutionären Gründe für die erhöhte Aufmerksamkeit, die Abnormem zukommt? Was bewirkt dieser Überschuss an Aufmerksamkeit? Diese Fragen werden Engelbach & Weinand in einer Freakshow stellen. Darin wird Joseph Merricks Passionsgeschichte zum reißerischen Jahrmarktspektakel, das Voyeurismus und Sensationsgier bloßstellt wie befriedigt.

Eine isolierte Theatergruppe. Jeder allein schreiben sie Monologe für ihre Körperorgane, suchen Bilder, Geräusche. Sie vollziehen ein Übergangsritual, von real zu digital. Das poetische Format „Monologues for Body Organs“ stellt den romantisierten und fragmentierten Körper ins Zentrum. Welche Bedrohung und Versprechen birgt er in einer von Bildern und Bildschirmen überfrachteten Welt?

Im November 2020 musste die Spielsaison 2021 neu gestalten werden. Statt der „Passion“ mit 32 Aufführungen, sollen nun drei Aufführungen mit drei getrennten Ensembles zur Aufführung kommen. Neben Theater und Musiktheater wird es auch ein Familienstück geben, alle geplant mit elf Vorstellungen, wodurch sich die Freilichtbühne Flexibilität im Umgang mit den Konsequenzen der Pandemie erhofft.

„Die Olsenbande gibt nicht auf“ – bereits zum vierten Mal reist die Olsenbande in den Fläming, um endlich den Traum von den Millionen wahr werden zu lassen. Eigentlich ist es ein Kinderspiel und es kann diesmal gar nichts schief gehen. Eine turbulente Open-Air-Kriminal-Komödie mit Live-Musik und über 30 Darsteller*innen in der wirkungsvollen Kulisse der Burg Eisenhardt in Bad Belzig.

„Schanzer Sinng’spiel“, ein politisches Musikkabarett in Form einer improvisierten Satire. Die vergangenen und aktuellen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Herausforderungen der Stadt Ingolstadt werden auf die Bühne gebracht. In seiner Motivation ist es komisch, nachdenklich und gesellschaftskritisch zugleich und weist sich durch seine besondere künstlerische Ästhetik aus.

Eingebettet in die Natur werden Liebesäußerungen aus unterschiedlichsten Kunstformen (Lyrik, Malerei, Bildhauerei, Musik, Film, Fotografie, Literatur, Medienkunst), aus Klassik, Moderne, privaten und öffentlichen Werken in einer Kombination aus Theater, Performance, Installation präsentiert. In Kleingruppen wird das Publikum reihum von Station zu Station geführt.

Lichtenrader Str. 49. Auf Straßenebene nahe dem Tempelhofer Feld im Berliner Schillerkiez finden in einem Außen- und Innen-Bistro performative Theater- und Musik-Aktionen statt. In Koproduktion mit Sari-Sari e.V. präsentiert LaLoVe’s Kitchen mit Soy Division & Nowhere Kitchen die größte dauerhafte Live Koch-Kollektiv Ensemble Parade der Welt: La Gran Drama-Tisch! Jede*r is(s)t willkommen.

Eine Gondelfahrt mit dem Hörspieltext „Die Politiker“ bringt Zuschauer*innen ins Berghotel Schauinsland zu einem Parcour durch 11 Zimmer. Die methusalems verwickeln die Besucher*innen in ein Vexierspiel von Verschwörungstheorien und befragen Denk-und Wahrnehmungsweisen. Konstruktionen, kognitive Verzerrungen, Ausgrenzungen und Mechanismen des Machterhalts bilden die wiederkehrende Geschichte der Theorien.

Die Knochen und ihre Symbolik sind eine uralte kulturgeschichtliche Thematik, tauchen in den unterschiedlichsten Formen in Märchen und Sagen auf und sind seit jeher ein die Wissenschaft faszinierender Gegenstand. Sieben Senior*innen aus dem Altersheim in Gropiusstadt beschäftigen sich mit dem Tabuthema Tod. Knochen erinnern uns an den Tod – an den Sensenmann, der in Skelettgestalt tanzend uns holt.

Das Projekt mit dem Arbeitstitel „Outplay(c)es“ erforscht tänzerisch-performativ Perspektiven zum Leben von Frauen in ihrer Heimat, an ihrem Lebensort und nimmt dabei besonders aus dem Fokus geratene Orte ins Visier. Ziel ist es, als Experiment ein digitales Format zu entwickeln, welches dies ggf. auch ohne Liveperformance des Ensembles für das Publikum erlebbar und mitgestaltbar macht.

Das Theater im Fluss inszeniert 2021 Carl Zuckmayers „Der Hauptmann von Köpenick“ im idyllischen Kocherfreibad Künzelsau. Mit professioneller Unterstützung (Regie, Ausstattung, Musik) zeigen die Amateurschauspieler*innen einen neuen aktuellen Zugang zu Zuckmayers Kritik am preußischen Militarismus auf. Im Fokus steht die Verantwortung jeder einzelnen Person für ein humaneres Miteinander in der Gesellschaft.

Die aktive künstlerische und soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt der Südwestfälischen Freilichtbühne Freudenberg besonders am Herzen, da diese für die kognitive und persönliche Entwicklung besonders wichtig ist. Mit dem Projekt „Unser Hobby sehen und verstehen“ arbeiten bekannte Künstler*innen mit den Projektteilnehmer*innen an einem CD- und Videoprojekt unter pandemiebedingten Rahmenbedingungen.

„Das menschliche Leben besteht nicht in der physischen Existenz, sondern in dem Unter Menschen weilen“ –Hannah Arendt. ZEHN Menschen, ZEHN Lebensalltage, ZEHN Berufe zu Zeiten EINER Pandemie.
Eine Stückentwicklung von und mit semiprofessionellen Schauspieler*innen über Begegnungen in einer uns fremden Zeit.

Was ist Glück in Brandenburg? Sind alle hier glücklich? Könnten es alle sein? „Glücksstück“ ist eine Theater- und Videoinstallation im Klubhaus Ludwigsfelde, in der Menschen aus Brandenburg zwischen 16 und 99 die große Frage nach dem kleinen Glück thematisieren. Sie erzählen aus ihrem Leben, denken zurück, schauen nach vorn und zeigen die Vielfalt an Menschen und Lebensweisen in Brandenburg.

„Seelenrelevant“ ist eine musikalisch-utopische Revue über die Wichtigkeit von Kultur für die menschliche Seele. Das Stück greift damit direkt die Problematik der aktuellen Krise auf. Professionelle Musiker*innen aus Pforzheim und der Region stehen mit den Teilnehmer*innen der ChorAkademie Pforzheim e.V. und dem Amateur*innentheaterverein Pforzheim e.V. auf der Bühne.

Nehmen wir an, es gibt eine Zeitmaschine, die tatsächlich funktioniert. 30 Zeitreisende werden damit in das Jahr 2044 geschickt und landen am letzten Tag der Menschheit in einer bizarren Welt voller liebenswert skurriler Gestalten, die um das nackte Überleben kämpfen. Ein Kreuzweg in zwölf szenischen Bildern über den Untergang der menschlichen Spezies und einer konkreten Hoffnung auf Erlösung.

Musiktheater in der Tradition des mitreißenden politischen Musicals der 1970er Jahre. „Gras reloaded – Die Wiederkehr des Torsten Niemann“ erzählt vom Einsatz für eine solidarische Idee, dem Weltgrundeinkommen und den Verstrickungen, in die ein politischer Mensch in einer von Seuchen und anderen Katastrophen geprägten Gegenwart kommen kann. Eine Ensembleproduktion des KungerKiezTheaters.

„…and the BEAT goes ROAR!“ – eine furiose Performance mit jungen Perfomer*innen und Musiker*innen, inspiriert vom Musical-Film Hairspray. Musik als Aufschrei der Jugend, als kraftvoller Ausdruck von Selbstbestimmung und Widerstand. Offensives Zelebrieren von Individualität und Zusammenhalt. Immer wieder motiviert das gesellschaftliche und politische Geschehen junge Menschen weltweit laut zu sein.

„Heimat trotz(t) Corona?“ – Dieser Frage stellen sich die Mitwirkenden in überwiegend digitalen Proben. Es werden Ideen gesammelt, ausprobiert, verworfen, neue gefunden und zusammengefügt. Heraus kommt ein Theaterspaziergang, dem die professionelle Spielleitung den künstlerisch, ästhetischen Feinschliff verpasst. Die einzelnen Szenen werden durch den Einsatz von Technik und Ausstattung ergänzt.

„Danke Prinzessin, meine Einsamkeit ist weg.“ Die acht Darsteller*innen der Theatergruppe AMOS, Menschen mit Beeinträchtigung, nehmen die durch Corona bedingte Vereinsamung unter die Lupe und erforschen sie mit Worten und theatralen Mitteln. Wie empfinden die Zuschauer*innen Einsamkeit? Wie kann man Einsamkeit durch Bewegungen darstellen? Hilft es zu singen? Eine multimediale Performance entsteht.

Die „12 STÜHLE“ folgen als choreographisches Wandertheater einer Jagd nach den Juwelen der Schwiegermutter. Ein Trip durch ein tief gespaltenes Land – Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen. Eine vielsprachige, mobile und lustige Inszenierung über Umverteilung und den „Wert von Kultur“ in der Zitadelle Spandau.

Bis heute fasziniert der Mythos von Robin Hood um Gerechtigkeit und dem Sieg der Guten über die Bösen. Der adelige Dieb steht für Freundschaft, den Kampf gegen die Unterdrückung und das Streben jeder Person nach einem Leben in Freiheit. Diese Geschichte wollen die Fränkischen Passionsspiele Sömmersdorf zum Leben erwecken und ihren Zuschauer*innen Mut machen in dieser schwierigen Zeit.

Das Neuberin Ensemble Reichenbach inszeniert zu den Themen Versuchung, Verführbarkeit, Macht, Gier und Hinterhalt ein Theaterstück in fünf Aufzügen. In Anlehnung an Lessings Trauerspiel „Emilia Galotti“ werden die zur Hochzeit versprochenen Frauen heiraten und die zur Todesstrafe verurteilten zu Tode gestraft. Die Mächtigen nehmen sich, was sie brauchen und die Armen kämpfen ums Überleben.

„Levve un üvverlevve“ – Im Jahr des 30-jährigen Bestehens des Altermarktspielkreises stellte Covid-19 das Überleben in den Vordergrund. Als kölsches Amateur*innentheater will es sich mit allen Formaten, die sich finden lassen, der Frage stellen, wie dabei und danach aktiv Leben gestaltet werden kann. Das Ensemble will auf dem Weg zurück auf die Bühne, die es kennt, ausloten, welche Bühnen in unserer Welt es noch zum Leben erwecken könnte.

Ein theaterpädagogisches Projekt im öffentlichen Raum. Auf der Suche nach dem besonderen Moment entführt das Ensemble das Publikum an Orte des Glücks. Acht Schauspieler*innen – Acht verschiedene Orte in Lübeck – Acht Glücksmomente.

Briefe an die Zukunft: „Wer will ich gewesen sein?“ Das Team stellt Fragen zur Zukunft. Nach dem persönlichen Ziel und dem eigenen Anteil. Ein theatrales Projekt des TheaterRuine St. Pauli e.V. unter Federführung des mehrfach ausgezeichneten Regisseurs Dirk Lienig.

Starlabor ist ein künstlerisches Empowerment-Projekt, das Anfang 2020 gegründet wurde. In dieser Produktion kommen Menschen mit diversen Beeinträchtigungen und Fähigkeiten zusammen, um ein abendfüllendes Stück zu kreieren. Das Publikum wird mit spielerischen, musikalischen und tänzerischen Mitteln durch eine Traum-Show geführt, welche einlädt in die Welt der Stars – mit ihren Höhen und Tiefen.

Stationentheater mit Musik in der Innenstadt von Bad Oldesloe um das Original der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Christian Thegen. Der unangepasste Gelegenheitsarbeiter, Clown im Wanderzirkus und schließlich Kunstmaler inspiriert das Publikum, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie es möglich ist, in seinem Leben seinem Innersten treu seine Visionen zu leben anstatt in der konformen Masse aufzugehen.

Fensterln – die Senior*innentheatergruppe Kaleidoskop arbeitet ihr Stück um: Fensterln wird wegen pandemischer Einschränkungen verfilmt, aus den Fenstern heraus und durch die Fenster in den Wohnungen der Schauspieler*innen. Mit Abstand und erst im Schnitt vereint. Im Sommer wird zur Filmpremiere das Theateroriginal im Garten des Seniorenhauses aufgeführt – mit entsprechender Sound-Verstärkung.

„75 Hektar Wiese {460 m ü.N.N.}“ ist ein interdisziplinäres Performance-Projekt im öffentlichen Landschaftsraum von udei e.V. Eine 48 Stunden dauernde Zeitreise durch die Geschichte der Senderwiese von „Voice of America“. Eine künstlerisch-partizipative Forschung durch geologische, gesellschaftliche und zukünftige Flözschichten für Schafe und andere Menschen aus Hallbergmoos und allen übrigen Erdteilen.

Das Performance-Chor-Kollektiv Heart Chor entwickelt eine immersive Performance-Reise, die sich mit der Bedeutung von Chor als soziales Konstrukt, Effekten des gemeinsamen Singens auf den menschlichen Organismus sowie mit neuen Formen und dem gesellschaftlichen Stellenwert des künstlerischen Ausdrucks in Zeiten der COVID19 Pandemie beschäftigt.

Im Jahr des hundertsten Geburtstages des polnischen Dichters und Visionärs Stanislaw Lem widmet sich das Ensemble Tarántula Lems Roman „Solaris“. Die assoziative Adaption ist eine Reflexion der krisenhaften und zersplitterten Wirklichkeit, einer ungeretteten Welt. Die Bühne wird in ein Raumschiff verwandelt. Die Stimmen des Ensembles bilden einen Ozean und seine Körper machen Urlaub in der Zukunft.

Ein Jahrmarkt, ein buntes Budenspektakel: Punch und Judy spielen „Galilei“. Die Urform der Punch and Judy Shows gilt als brutalisiertes Kasperletheater mit surrealistischen Elementen. Die Figuren sind unmoralisch, bizarr, ambivalent und auf die Befriedigung ihrer eigenen Ergebnisse orientiert, können sich verwandeln und mehrere gleichzeitig sein. Und sie sprechen die Wahrheit.

„2174 – Left behind“ ist eine interaktive Endzeit-Performance-Installation mit Rollenspiel-Elementen von Cyprian Zajt. Die Zuschauenden werden auf einem verlassenen Fabrikgelände selbst zu Schauspielenden und gestalten den Verlauf der Geschichte. In Anbetracht der Corona-Pandemie, des Klimawandels usw. kann diese Darstellung einer untergehenden Gesellschaft kaum aktueller sein.