Entscheidung #TakeAction | Semiprofessionelle Ensembles und Freilichtbühnen (November 2021)

Ausgewählte Vorhaben

„Das Neinhorn“ von Marc-Uwe Kling. Jugendliche erarbeiten und inszenieren gemeinsam mit Vereinsmitgliedern ein Theaterstück aus dem Material des Kinderbuches und führen es in umliegenden Kindertagesstätten, Horten, sowie Senioreneinrichtungen auf. Das Projekt soll es jungen Erwachsenen ermöglichen, am kulturellen, demokratischen Leben in einer ländlichen Region mitzuwirken.

Im Sommer 2022 präsentiert Amata das Musical „Sweeney Todd“ in Pirmasens. „Sweeney Todd“ ist ein der Operette nahestehendes Musical von Stephen Sondheim. Profis und Amateure werden mit einer Live-Band auf der Bühne vereint.
Amata/IntensivTheater wurde im Jahr 2017 mit dem Kulturpreis für Musik ausgezeichnet und begeistert seit über vier Jahren mit seinen Musical-Produktionen und Konzerten.

Seit 1998 haben sich die Domfestspiele zu einem überregional bekannten Kulturereignis entwickelt. In dieser Saison wird „Die rebellische Hexe“ aufgeführt:
Das Stück erzählt von mehreren Hexenprozessen, die sich Anfang des 17. Jahrhundert in Verden zutrugen. Über 100 Profis und Laien proben sieben Monate lang an einem mitreißenden Stück Stadtgeschichte, auch mit Bezügen in die heutige Zeit.

„1000 Plateaus“ ist der Versuch, dem alltäglichen Phänomen der Abschottung von Lebenswelten etwas entgegenzusetzen.
Dazu begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Milieus, die sonst wenig Überschneidungspunkte haben. Der Austauschprozess gipfelt in einem Videowalk via Telegram, in dem sich die Performer*innen jeweils gegenseitig doubeln und somit die Lebenswelt der anderen nachstellen.

Das Projekt „G´SCHICHTE G´SCHEIT ERZÄHLT“ begibt sich auf die historischen Spuren, welche die Hohe Schule Ingolstadt in 550 Jahren hinterlassen hat.
In einer improvisierten Stadtführung, von einem Meilenstein zum nächsten, werden ungeahnte Zusammenhänge erforscht und
Anekdoten über interessante Persönlichkeiten erzählt, stets inspiriert durch die Beobachtungen und Rückfragen der Zuschauer*innen.

Vierzehn junge Menschen erarbeiten gemeinsam eine Tanztheaterinszenierung zum Syndrom des „Overthinking“. Junge Menschen sind diesem psychologischen Phänomen, welches den Zustand sich endlos kreisender Gedanken bis hin zum Kontrollverlust beschreibt, unter anderem durch Zukunftsängste ausgesetzt. Während des künstlerischen Erarbeitens stehen Empowerment und Selbstbestimmung im Fokus.

Die neue Komödie von Sigrid Vorpahl mit dem Titel „Petticoat und Rock ’n‘ Roll“ bringt den Zuschauer*innen die Geschichte der DDR auf unterhaltsame Weise näher. Eine kleine Modeschule sticht einen als „Der rote Dior“ bekannten Modemacher mit innovativen Ideen aus und verhilft somit der Petticoat-Mode und dem Rock ’n‘ Roll zum Durchbruch im Magdeburg der späten 50er Jahre.

Das Seniorenkabarett, die „Schwedter Stechäpfel“, ist auch nach Corona noch lange nicht am Limit. Das Uckermärkische Amateurkabarett hat sich durch zwölf erfolgreiche Jahre einen Namen in der Region gemacht. Die langjährige Leiterin Heike Schmidt macht mit den junggebliebenen alten Kabaretthasen weiter. 2022 kommt das 13. Programm in Schwedt heraus.

Der Klimawandel findet statt, das Ausmaß der Katastrophe ist noch beeinflussbar. Da alle Fakten lange klar und eindeutig vor uns liegen, bleibt die Frage nach den Strukturen menschlichen Handelns. Gemeinsam mit Klimaforscher Prof. Mojib Latif macht sich das inklusive Ensemble auf den Weg. Mit zeitgenössischen theatralen Mitteln wird das Publikum an der Entscheidung über unsere Zukunft beteiligt.

Runter von der Bank, rauf auf die Bretter, heraus aus der Trägheit, rüber zum Tanz, präsent im Internet, auswärts zu den Leuten, einwärts zu sich selbst – das ist das nächste Projekt des Theaters U100. Senior*innen entschließen sich hinauswagen, neue Perspektiven zu sehen und zu entwickeln, sich anderen zu zeigen und mit ihrem schöpferischen Elan anzustecken.

Die Saison der Freilichtbühne Hallenberg 2022 soll wieder eine „normale Saison“ werden. Geplant sind zwei Inszenierungen: Zum einen das Stück „Der gestiefelte Kater“ im Kinder- und Familientheater, sowie „Die Heiße Ecke“ im Erwachsenentheater.
Das Hygienekonzept der Freilichtbühne Hallenberg wird auch 2022 die Sicherheit für die Zuschauer*innen und Darsteller*innen gewährleisten.

Was macht einen guten Menschen aus? Kann ein armer Mensch gut handeln? Wer bestimmt unser Handeln in einer kapitalistischen Gesellschaft?
Anhand des Parabelstücks „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht setzt sich das Neuberin Ensemble mit aktuellen Situationen zum Thema Armut, Wohlstand, eigenem Handeln und dem „guten“ Leben auseinander.

Die Freilichtbühne Alfter zeigt seit vielen Jahren Theater für die ganze Familie unter freiem Himmel. Als Stationentheater aufgeführt, spielt jede Szene an einem anderen Ort. Das Publikum wandert durch die Natur und die Geschichte.
Es begegnet so, auf zauberhafte Weise, dem engagierten semiprofessionellen Ensemble.

IMPROTOPIA präsentiert ein Kriminalstück aus dem Mittelalter auf der Schauenburg/Burgheim. Interaktives Theater mit historischen Hintergründen, gepaart mit einer spannenden Geschichte und einem Festmahl für die Gäst*innen. Lassen Sie sich in die Zeit der Hexenverfolgung, kirchlicher Intrigen und romantischer Liebesgeschichten entführen.

„Let’s talk about Diskriminierung, Baby“ ist ein Theaterprojekt, das Diskrimierungsmomente in Brandenburg thematisiert. Diese werden sowohl aus der Perspektive des Erlebens als auch der des Zufügens betrachtet.
In einer interaktiven, spielerischen Performance wird danach gefragt, wie wir gemeinsam damit umgehen können.

„SuperSoulFoodKitchen“ ist eine ideologisch-spirituelle Küchenshow des freien Theaterkollektivs ogalala kreuzberg aus Berlin. Das Projekt beschäftigt sich mit Ursprung und Konstruktion unserer individuellen Überzeugungen und Wertvorstellungen. Schauspiel, Tanz und Live-Musik werden auf unterhaltsame Weise verbunden.

Die Fenster des historischen Amtshauses und Stadtmuseums in Michelstadt werden zum Spielort: Alltägliches Nachbar*innengeplänkel entwickelt sich durch das unerwartete Gesuch eines fremden Herren zu einer spritzig-musikalischen Komödie. Amateurdarsteller*innen erarbeiten das Stück unter Begleitung professioneller Musiker*innen und Regie frei nach Motiven von Carlo Goldoni.

Neun Amateurschauspieler*innen unter der Regie von Waltraud Rasch bringen Max Frischs „Graf Öderland“ auf die Bühne. Das damals umstrittene Stück wirft zentrale Fragen auf: Wie kann ein Leben gelebt werden, das nicht fremdbestimmt ist? Gibt es Freiheit nur auf Kosten anderer? Und kann ein Leben, das immer verschoben – im Hoffen auf Besserung verbracht wird, überhaupt ein richtiges Leben sein?

Eine spannende Zusammenarbeit der „Berlin Movers“ (junge Street-Tänzer*innen) mit Choreograf Lior Shneior und visuellen Künstler*innen. Barocksonaten treffen auf Streetdance und popartige Musikvideoästhetik, kombiniert zu einer Live-Tanz-Installation in der Alten Münze. Moves e.V. veranstaltet Projekte, die sich bewusst an der Grenze zwischen Kunst und soziokultureller Arbeit bewegen.

Prinzessin oder Schlange? Passt man sich an und macht es wie alle? Oder stehen einem Sonderrechte zu, weil man so besonders ist? WannDelbar bringt die Fragen des alten Textes der Wannweiler Schlangensage auf die Bühne. Dafür schreiben drei Autor*innen ihre persönliche Version der Sage – komisch, tragisch, fantastisch.
Improvisations- und Figurentheater verbindet das Heute mit dem Sagenhaften.

Das Heyoka Theater – Ulms inklusives Theater – lädt zu einem ungewöhnlichen und doch für Heyoka typischen Theaterabend ein. In der Outdoor-Spielstätte Zaubergarten verbinden sich Spielszenen, performative Elemente, Naturerfahrung, Klang und Musik, zu einem Erlebnisparcours für alle Besucher*innen.

Der Mythos „Robin Hood“ um Gerechtigkeit und den Sieg des Guten über das Böse fasziniert bis heute. Der adelige Dieb steht für Freundschaft, den Kampf gegen Unterdrückung und das Streben eines Jeden nach einem Leben in Freiheit.
Diese Geschichte wollen die über 100 ehrenamtlich beteiligten Sömmersdorfer*innen, mit professioneller Unterstützung, zum Leben erwecken.

Die Welt ist eine Inszenierung, schön und grausam zugleich. Jeder möchte gesehen werden, doch sieht man nicht meist nur sich selbst? In den letzten Jahren wurden immer mehr Fälle von Übergriffen und toxischer Männlichkeit bekannt; die Wahrheit liegt oftmals abseits des Scheinwerferlichts. „La Grande Show“ wirft einen ehrlichen Blick hinter den Vorhang.

Was Oliver Bukowski in „Der Sohn“ verhandelt, geht weit über die Region der Lausitz hinaus. Der hochpolitische Beitrag zur gesellschaftlichen Situation in den Braunkohlegebieten erzählt von Verunsicherung, thematisiert aber auch die Hoffnung der Menschen. Zusammen mit der Live-Band „Trigger Kid and the ending“ bringt das Bühnenvolk Bautzen die Inszenierung, fernab der Großstädte, auf die Bühne.

Das Künstlerduo Faraz Baghaei und Alexandra Lukas erarbeitet im Rahmen von #TakeAction eine Stückentwicklung zum Thema Solidarität. Gemeinsam mit semiprofessionellen Darsteller*innen werden sich folgende Fragen gestellt: Wo fängt Solidarität an und wo hört sie auf? Was bedeutet Solidarität in Zeiten von permanenten Krisen? Wann helfe ich gerne und wann schaue ich lieber weg?

Das Projekt „Was bewegt Dich?“ fängt die Geschichten und Meinungen von Jugendlichen zwischen 12 und 20 Jahren ein und bringt ihre Bewegungen und Impulse auf die Bühne. Am Anfang der Stückentwicklung steht die Bewegungsarbeit, darauf aufbauend werden Themen assoziiert und schließlich eine gemeinsame Choreografie entwickelt.

Die Südwestfälische Freilichtbühne Freudenberg gibt die Regie für das Kindertheaterstück „Alice im Wunderland“ in der Sommersaison 2022 in professionelle Hände. Dadurch soll die Entwicklung der Schauspieler*innen, ganz besonders der jüngeren Generation, gefördert werden. Ein Kindertheater, das nicht nur für Kinder inszeniert ist, sondern auch von ihnen mitgestaltet wird.

Die Tanz- und Theaterwerkstatt freut sich auf ein neues Rechercheprojekt im Jahr 2022:
In „ZARTBITTER“ erkunden Choreografin Lisa Thomas und Künstlerin Justyna Koeke, gemeinsam mit Senior*innen, das Zusammenspiel von Kostüm, Körper und Tanz. Geplant als künstlerische Intervention im öffentlichen Raum, soll die Sichtbarkeit von alten Menschen in der Gesellschaft gestärkt werden.

Die Freilichtspiele Kleiner Odenwald präsentieren „Das Dschungelbuch beim Wildpark“.
Eine bekannte Geschichte wird neu erzählt – lustig, spannend und mit viel Musik.
Moglis gefährliche Reise durch den Dschungel handelt von Freundschaft und dem Verhältnis zwischen Mensch, Tierwelt und Natur.
Ein faszinierendes Stück für die ganze Familie, in einer Bearbeitung von Georg Veit.

In diesem Jahr widmen sich die Sommerspiele Überwald der weltberühmten Geschichte „Parzival – der rote Ritter aus dem Odenwald“ von Wolfram von Eschenbach.
Der Versroman, um den Gralsritter Parzival und seine Abenteuer am Hofe König Artus, wird neu erzählt. Ein buntes, spannendes und einfühlsames Spektakel erwartet den Odenwald im August 2022.

„Der Ursprung der Liebe“. Ein Theaterstück nach dem gleichnamigen Comic von Liv Strömquist. Eine partizipative Eigenproduktion für zehn Spieler*innen, zwei Regisseur*innen und eine*n Musiker*in. „What is love?“ fragte sich der Eurodance-Star Haddaway bereits 1993. Dieser Frage soll auf den Grund gegangen werden. Eine Odyssee durch die Psychoanalyse, über Tinder bis hin zu Britney Spears.

Das generationsübergreifende Ensemble Spandau bringt „Kein Durcheinander“ von Jules Verne auf die Bühne: Inszeniert als Collage mit Texten, die sich mit dem „Post-Anthropozän“ befassen und die bereits sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels aufzeigen. Inklusive Vorstellungen auf der Postbrache in Berlin Spandau. Freier Eintritt. Open-Air.

Zwölf Kilo Mode kaufen Deutsche im Jahr, günstig soll sie sein. Doch je weniger hier ausgegeben wird, desto höher der globale Preis. In Form eines Stationentheaters werden Orte erkundet, an denen die Auswirkungen dieses Ungleichgewichts deutlich werden. In der einstigen Textilhochburg Tailfingen stellen die Kleinkunstbühne K3 und das Maschenmuseum Fragen nach der Wirkmacht des*der Einzelnen.

Die Freilichtbühne Billerbeck e.V. präsentiert das Kinder-Sommerstück „Die Schule der magischen Tiere“. Gemeinsam mit Profis aus den Bereichen Regie, Tanzchoreografie und Gesang wird ein besonderes Theatererlebnis auf die Bühne gezaubert. Das Stück soll auch der Nachwuchsarbeit dienen: Im Rahmen von Workshops wird die Arbeit auf, hinter und neben der Bühne zugänglich gemacht.

In dem Projekt „PIRNA.UNERHÖRT“ bekommen teils straffällig gewordene Jugendliche mit besonderem Förderbedarf eine Bühne für ihre Themen. Gemeinsam mit der Leipziger Künstlerin Mona-Bawani Mühlhausen entwickeln sie eigene Performances im ländlichen Raum. Theater wird hier zum Sprachrohr für diejenigen, die oft übersehen und nicht gehört werden – deren Verhalten als unerhört oder abweichend gilt.

Die Freilichtbühne Coesfeld hat für das Jahr 2022 das Abendmusical „Eine Hochzeit zum Verlieben (The Wedding Singer)“ auf dem Spielplan. Das Stück handelt vom Hochzeitssänger Robbie Hart und der Kellnerin Julia Sullivan, die sich auf einer Hochzeitsfeier kennenlernen. Beide scheinen in ihren unglücklichen Beziehungen gefangen zu sein.

Das Projekt „STARLABOR meets maiskind: Crips and Queers“ öffnet Türen im öffentlichen Raum Kölns. Ziel ist es, performative Dance-Gatherings für den öffentlichen Raum zu entwickeln, um die Sichtbarkeit queerer Menschen und Menschen mit Behinderungen zu zelebrieren – sich gemeinsam zu bewegen, zu genießen und mit sich selbst, anderen und der Außenwelt in Verbindung zu treten.

Wie zeigt sich das Bild der Mutterschaft im ländlichen Raum? Werden hier noch traditionelle Rollenbilder transportiert? Und gilt sie schnell als Rabenmutter, wenn sie neue Wege beschreitet? In der theatralen Feldforschung „Rabenmütter“ begeben sich fünf darstellende Künstler*innen, gemeinsam mit Bürger*innen aus Dithmarschen, auf eine Expedition, um das Rollenbild der Mutter zu untersuchen.

„DER STURM – DIE KLIMAOPER“ erzählt Geschichten aus einer viel zu nahen Zukunft, in der nichts mehr sicher zu sein scheint: Sie erzählt von Überschwemmungen und Dürre, Stürmen und Stromausfällen, von Menschen auf der Flucht und Menschen, die um ihre Wohnung kämpfen. Sie erzählt von Despoten und Demagogen, Clanführern und falschen Propheten. Eine Stückentwicklung der Theaterschule im Kalkwerk.

In neuen Mash-up-Theaterprojekt wird die Geschichte der wild-verzagten, wütend-vereinsamten Archetypen aus dem Molière-Spektakel 2021 weitergeschrieben.
Diesmal bilden gebeutelte Ex-Helden aus Shakespeares Komödie „Der Sturm“ und die wilden Frauenfiguren aus Aphra Behns feministischer Personage in „The Rover“ die Folie für Entwicklung und Proben auf der großen Naturbühne im Park.

Endlich ist es soweit. Die Freilichtbühne Lilienthal bringt in der Spielzeit 2022 mit „Peter Pan“ ein vor allem von jungen Zuschauer*innen mit Spannung erwartetes Theaterstück auf die Bühne. Auch die Erwachsenen dürfen sich auf einen schönen und anregenden Theaterabend mit dem Stück „Amadeus“ freuen.

„The Importance of Being“ ist nach „BorderLines|Grenzlinien“ die zweite Stückentwicklung der freien Theatergruppe Zu Viel Jamal aus Heidelberg.
Auf individuelle und künstlerische Weise wird sich dem Thema „Bedeutung“ genähert. Eine vielfältige, bewegungsreiche Collage aus Antworten auf die Frage, was wichtig ist.

2022 begibt sich das OVIGO Theater auf die Originalspuren der perfiden Geheimdienstaktion „Kámen“. Bei Schönsee, Bärnau, Waldsassen und Selb wurden damals falsche Staatsgrenzen errichtet. „Fingierte Grenzen“ wird als Schauspiel-Wanderung an eben diesen Orten zu erleben sein.
In jeweils 5 km langen Touren werden unterschiedliche Aspekte der Aktion beleuchtet.

Das partizipative Projekt „beziehungsweise“ untersucht, wie Beziehungen und Freundschaften unser Leben prägen. Mit Bezug auf die Pandemie und aktuellen Entwicklungen im Sozialleben entsteht das Stück in enger Zusammenarbeit mit den Teilnehmer*innen. Durch Bewegung und reflektierende Gruppengespräche erwächst ein authentisches Tanztheater aus den Erfahrungen aller.

Das Theater Kulturkate e.V. inszeniert Hugo Balls „Flametti“ mit einem Ensemble aus Theaterprofis und Laiendarsteller*innen. Im Park des Herrenhauses Pritzier in der Griesen Gegend als Freilufttheater aufgeführt. Kulturelle Angebote sind hier an einer Hand abzuzählen. Da kommt Max Flametti mit seinem Varieté ganz recht. Es wird laut und schrill, aber hinter den Kulissen kriselt es.

Die Spiellust Michelstadt nimmt sich mit der Produktion „SABETH.“ frei nach Max Frischs „Homo Faber“ den Frauenfiguren des Romans an. Mit Blick auf die medialisierte Welt, wird aufgezeigt, welche Lesart diesen Stoff Weltliteratur heute noch relevant macht.
Eine Video- und Performancekulisse bietet den Akteur*innen die Möglichkeit, Genderrollen der heutigen Gesellschaft kritisch zu hinterfragen.

Auf einer Lichtung, umgeben von Eiben und Birken, spricht die Waldbühne In Response zu den Körpern. Ein leises Flüstern: „Erwacht, wächst, verfällt“.
In drei Teilen wird der Zyklus des Waldes aufgegriffen: „NEBLIG, MANIFEST, VERGÄNGLICH“ ist eine interaktiv gestaltete, multimediale Performance- und Vermittlungsreihe, die von den persönlichen Bezügen der Menschen zum Wald spricht.

Die Theaterwerkstatt Bethel präsentiert das bundesweite Theater- und Performance-Projekt „Wir sollten etwas ändern, weg mit den Außenrändern!“.
Wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen wirken, gemeinsam mit anderen Akteur*innen, an der Gestaltung öffentlichen Lebens und demokratischen Entscheidungsprozessen mit.

Wem gehört die Stadt eigentlich? Und wohin mit den Vertriebenen? „VAGABUNDEN“ erzählt die Geschichte von Außenseiter*innen, die sich nicht so recht in die Gesellschaft eingliedern lassen wollen. Ein musiktheatralisches Abenteuer, ein Spielplatz im Trubel der Großstadt. Das Ensemble von Drugland Theater fragt sich: Wie utopisch ist eigentlich Solidarität?

Eine kollektive Stückentwicklung zum Thema Wohnraum von Frauen und Queers aus Ostdeutschland und Berlin. Mieter*in, Nachbar*in und Hausbesitzer*in – wer hält zwischen Macht und Ohnmacht stand? Was passiert, wenn die Fassade wortwörtlich zu bröckeln beginnt? Das Kammerspiel mit Tanz und Livemusik nimmt die Wohnung als Aushandlungsort sozialer Abhängigkeiten, als Spielfeld von Status und Scham.

Im Projekt „Delta V 54.000 km/h“ erhalten die Zuschauer*innen die Möglichkeit, sich auf einen Platz im Spaceshuttle zum Mond zu bewerben. Was hält uns hier noch auf der Erde, besonders wenn es gerade eng wird? Die Zukunft liegt auf dem Mond.
Eine interaktive Theater- und Tanzperformance auf trainingstauglichem Gelände, an einem zentralen und belebten Ort der Stadt.

Mit Mitteln des Zirkus, des Tanzes und des Theaters erforscht „Dämmerwelten“ Wege aus der Passivität gefühlter oder realer Hilf- und Machtlosigkeit.
Solange wir nicht verlernen, uns eine gute Zukunft vorzustellen, ist nichts verloren. Mit dem Ziel im Auge begibt sich das Projekt der GrenzKultur gGmbH auf die Reise.

Das „Kulturfestival Camposanto“ ist im August 2022 wieder im Landkreis Sömmerda zu Besuch. Das Festival verbindet die einzigartige Atmosphäre des historischen Friedhofs in Buttstädt, mit dem Erlebnis eines vergnüglichen Sommerabends unter freiem Himmel. An neun Abenden wird ein unterhaltsames Programm aus Theater, Kabarett und Stummfilm mit Live-Musik für Groß und Klein präsentiert.

„Zorück op de Bühn“. In den beiden Jahren der Covid-19 Pandemie hat das kölsche Amateurtheater Altermarktspielkreis e.V. künstlerisch anspruchsvolle Formate gefunden, um ihrem Publikum, auch außerhalb des gewohnten Bühnenraums, begegnen zu können. Nun soll schrittweise ein Weg erarbeitet werden, der das Ensemble, neue Spieler*innen und Publikum zurück zum ganz eigenen Erlebnis der Bühne führt.

Die „Montagsbalkone“ in der KTV werden sowohl regional als auch bundesweit wahrgenommen. Das ungewöhnliche Format, die geschickte Dramaturgie, die Mischung aus „Guerilla-Kultur“ und hohem Anspruch, das genreübergreifende und genreverbindende Programm, als auch die Leidenschaft der Hausbewohner*innen, machen sie zu kulturell aussagestarken und ausstrahlenden Events.

Die Berührung ist ein elementarer Sinn und gleichzeitig eine Form vertrauter Intimität.
Dieses menschliche Grundbedürfnis wurde aktuell in den Hintergrund gedrängt. Was passiert, wenn wir untereinander keine Berührungspunkte mehr haben?
Mit Tanz und Zirkustheater begegnet das Stück dem Thema Berührung und dem Ausbleiben einer solchen.

Die Community Company Cassel ist ein generationsübergreifendes, inklusives und integratives Tanzensemble. Die zeitgenössischen Tanzinszenierungen werden im Kollektiv erarbeitet. Mit dem Projekt „Do (not) stop motion“ soll die kreative Arbeit der Company verstetigt werden, indem ein regelmäßiges Training und zwei Stückentwicklungen, für den öffentlichen Raum und die Bühne, realisiert werden.

Das Ensemble der RAW Company präsentiert 2022 seine erste Sommer Openair-Produktion: „Die Froschklinik“ – sehr frei nach „Die Frösche“ von Aristophanes.
Die Handlung wird aus der Unterwelt in die Welt der Reality Stars verlegt. Nicht Tragödiendichter, sondern zwei verblasste Stars treten gegeneinander im Wettstreit an, um den Rückweg in das Leben und die wahre Welt der Kultur zu gewinnen.

Professionelle Künstler*innen erarbeiten gemeinsam mit DIE BÜHNE, dem Theater der TU Dresden, die Inszenierung „Der weiße Hai“ (AT).  Das Stück reflektiert den öffentlichen medialen Umgang mit Ängsten vor unsichtbaren biologischen Gefahren.
Wer steuert, wie bestimmte Ereignisse wahrgenommen werden? Und warum? Form und Inhalt der Medien spielen eine große Rolle in diesen Prozessen.

„Reclaiming Dance“ ist ein Tanzprojekt, dass mit einem inklusiven diversen Ensemble arbeitet. Es entstehen zeitgenössische Performances, die mit partizipativen Ansätzen wirken und zur Debatte stellen, wie wir eine inklusive Gemeinschaft verstehen.
Wie funktioniert Tanz für alle (Körper)? Was ist Co-Creation? Wem gehört sozialer, öffentlicher, künstlerischer Raum?

„KRAMBOLAGE“ – wenn bayrische Senior*innen sich an den Film Noir wagen, wird es vielleicht ein Film in Blau-Weiß? Die Theatergruppe KALEIDOSKOP möchte ihre im letzten Jahr gewonnenen Filmerfahrungen bei den OLDYWOOD PRODUCTIONS vertiefen.
Entstehen soll ein komischer, bayrischer Thriller, für den Miss Marple Patin gestanden haben könnte. Ein Blick in die Gedankenwelt einer echten Grantlerin.

Die Burgbühne Stromberg inszeniert die Legende von „Artus und den Rittern der Tafelrunde“ als großes Theaterspektakel in der historischen Kulisse des Burgplatzes. Erzählt wird die Geschichte vom Aufstieg eines unwahrscheinlichen Königs, der es schafft ein zerstrittenes Reich zu einen, doch am Ende zulässt, dass dieses aufgrund privater Schicksalsschläge wieder zerbricht.

Das dreitägige Festival „Bitte weiterreden!“ ist inspiriert vom „Vortrag über Nichts“ von John Cage. Ein kleines, aber vielgestaltiges Geflecht aus Performances im öffentlichen Raum Dortmunds, szenischen Lesungen, Rauminstallationen und vielem mehr.
Über das Reden ohne irgendwo hinzugelangen, das Gehen ohne anzukommen – ein Leben zu leben, ohne zu wissen, ob es gelungen ist.

Albertina hat neue Freunde – und was für welche! Gemeinsam mit der „zauberhaften“ Henriette Huhn und dem stärksten, dem mutigsten und „überverhaupt“ klügsten Maulwurf der Welt, namens Marvin, gerät das Mädchen in ein verrücktes Abenteuer, in dem sich alles um eine „verheimnisvolle“ Wanne und einen „bösen“ Adler-Zauberer dreht. Ein Gemeinschaftsprojekt des Theater Radiks und dem KungerKiezTheater.

Das Projekt „Personal Space“ ist eine Kooperation aus dem jungen Zirkuskollektiv Zueck und der Regisseurin Anika Lachnitt. Hierbei trifft Text auf Zirkuskunst. Es entsteht ein Stück, das die großen und kleinen Themen miteinander verbindet.
Konkret: die eigenen Biografien sind mit Bewegung(-en) verstrickt, körperlich & politisch. Diese werden erforscht und in Szene gesetzt.

„Der Kurras-Komplex“: Ein immersiver Stadtspaziergang durch Charlottenburg. Schauspieler*innen und Historiker*innen begleiten die Besucher*innen ins Jahr 1967.
Dem Jahr, in dem Benno Ohnesorg durch den West-Berliner Polizisten und Stasi-Mitarbeiter Karl-Heinz Kurras erschossen wurde.
In mehreren Stationen wird der öffentliche Raum zum Resonanzraum einer Historie, die bis in die Gegenwart wirkt.

In Form einer Collage aus Musiktheater, szenischer Lesung und Bewegungsperformance bringen Migrant*innen „Geschichten der Migration“ auf die Bühne. Die Geschichten werden getanzt, gesungen, auf unterschiedlichen Instrumenten gespielt oder lyrisch, in verschiedenen Sprachen, rezitiert. Die Spieler*innen treten in eine Art Austausch mit dem Publikum. Jede Aufführung ist prozesshaft und anders.

Das Neuköllner Viertel des interkulturellen Theaterzentrums ist geprägt von Konflikten diverser Bevölkerungsgruppen.  Im Projekt erarbeiten drei zehnköpfige Theatergruppen erlebte Geschichten aus der Nachbarschaft und stellen diese zur theatralischen Diskussion. Das Publikum kann während der Aufführungen Stellung nehmen, eingreifen und punktuell selbst mitspielen.

Im Sommertheatercamp erarbeiten 15 Jugendliche unter professioneller Anleitung eine Inszenierung. Ausgangspunkt soll ein zeitgenössischer Dramentext werden, den die Jugendlichen selbst mit auswählen. Dieser soll, sowohl an die Themen der Jugendlichen anknüpfen als auch eine Differenzerfahrung bieten. Die Teilnehmer*innen werden in alle Bereiche der Inszenierung einbezogen.

Das Studierendentheater der Uni Halle inszeniert „DAS ENDE DER WELT“. Eine musikalische Produktion mit Figurentheater, Tanz und Schauspiel. „Der Mensch ist inmitten der Natur immer das Kind an sich. Dies Kind träumt wohl einmal einen schweren beängstigenden Traum,  wenn es aber die Augen aufschlägt, so sieht es sich immer wieder im Paradiese.“ Friedrich Wilhelm Nietzsche

„Naked Attraction“ mit Senior*innen? Prince Charming 60+? Ältere Darsteller*innen und ihre Körper werden in Film und Fernsehen in Sachen Liebe und Sex tabuisiert; bekannte Bilder reproduziert. In „Golden Love“ betrachten Senior*innen, im Format einer Reality-Datingshow, ihre Darstellungen in Popkultur und teilen ihre Erfahrungen und Perspektiven in Sachen Liebe und Sex im Alter.

Wie ist es als ostdeutsch-sozialisiertes Mädchen groß zu werden? Inmitten von Verheißung und Verführung der Nachwendezeit und einer offensichtlich anderen Realität vor der eigenen Haustür? Paula Irmschlers Pop-Roman „Superbusen“ kommt 2022 als Cammerspiele-Sommertheater in einer Inszenierung von Anna-Karoline Schiela mit viel Musik auf die Bühne, eine Laderampe des TV-Clubs im Leipziger Norden.

Menschen über 30 kennen oft nicht einmal ihre Namen, für Jüngere sind sie dagegen Topstars. Influencer*innen filmen sich beim Schminken, auf Reisen, beim Sport. Ihre Follower bilden Communitys mit ganz eigener Sozialdynamik. Sie kümmern sich um ihre Community, denn sie brauchen sie verdammt dringend! Im Projekt setzen sich Jugendliche spielerisch mit dem Social Media Phänomen auseinander.