Entscheidung #TakeAction | Theater im Öffentlichen Raum, Zeitgenössischer Zirkus

Ausgewählte Vorhaben

Zirkus gemixt mit elektronischer Livemusik, Rap, spoken word und visuellen Komponenten: „HEDONIA“ ist eine Auseinandersetzung mit der Idee der postmodernen Lust und des Genusses. Die zeitgenössischen Zirkusartist*innen Moritz Grenz und Clara Cortes kollaborieren mit dem DJ und Musikproduzenten Robert Bohne, um einen Sehnsuchtsort zu schaffen in der Spannung zwischen Lust und Realität.

Eine One-Woman-Zirkusshow über Burlesque. „CALL ME A PUSSY“ wird Sie berühren und aufreizen- mit Comedy, Kontorsion, faszinierender Luftakrobatik und Varieté. Die preisgekrönte Artistin Laura Stokes erzählt mit archetypischen Charakteren von Sexismus, Individualismus und Nationalismus, um genau diese Bilder und Stereotypen aufzubrechen.

In „A White Blank Age“ bringen die Berliner Künstler unter der Leitung von Maximilian Rambaek das global gesellschaftliche Thema der Informationsflut und kognitiven, digitalen Dauerbelastung in den künstlerischen Diskurs. Mit ihrem Stück schaffen sie es, den Zuschauenden mit Betreten des Theatersaales eine immersive Erfahrung zu bieten, die zur kritischen Reflexion und neuen Denkansätzen anregt. 

Eine Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen alle anderen Optionen. Als Revue Regret spielen Jakob Jacobsson (Vertikalseil) und Lisa Chudalla (Cyrwheel, Schwertschlucken) mit „Dear Doubts“ ein kathartisches, zeitgenössisches Zirkusstück über Bereuen und Stillstand, über ‚vielleicht‘ und ‚was wäre, wenn’…

Imbalace (AT)“ portraitiert eine scheiternde Liebe im Angesicht der Depression. Mit seinem Requisit – einem biegsamen Stab aus Fieberglas – erkundet der zeitgenössische Zirkusartist Carlos Zaspel die Tiefen und Untiefen menschlicher Versehrtheit auf der Suche nach einem Ausdruck für Schmerz und Abhängigkeit.

Das Projekt „DEFINE YOUR SPACE“ ist eine 60-minütige zeitgenössische Zirkusproduktion des Kollektivs GRAMMOPHOBIA, welches die Suche nach der Findung seines Platzes in der Gesellschaft thematisiert und auf verspielte Weise unserem Zusammenleben einen Spiegel vorhält. Als Ausgangspunkt dieser Prozesse dient eine Parkbank, die als Bühnenbild und Requisit zentraler Bestandteil der Inszenierung ist.

Die Interventionsreihe „resonanzen“ reagiert künstlerisch-performativ auf hochaktuelle gesellschaftliche Ereignisse und sucht nach poetischen Antworten.

Ziel ist, eine kontinuierliche Präsenz im Stadtraum und ein intensiver Diskurs mit den Bewohner*innen. Die Künstlerinnen greifen auf Mime, Tanz, Maskenspiel, Soundcollage, Installation und StreetArt zurück, um den Öffentlichen Raum zu befragen.

Gespräche unter Bäumen“ übt den Austausch zwischen Disziplinen und Spezies und lädt ein zu Entschleunigung und spekulativer Fabulierung. Eine über ein halbes Jahr verteilte Serie monatlicher Performances im öffentlichen Raum in wechselnden Konstellationen von Großstadtpflanzen, aus dem ein multimediales Archiv erwächst.

Boîtes Blanches“ ist ein Gegenmittel in kniffeligen Zeiten, ein Impfstoff gegen miese Laune und schlechte Gefühle. Ein Stück, das Spaß bringt, erhebt, aufrichtet. Dargebracht von zwei lächerlichen Darstellern, die ihre besten Zeiten hinter sich haben und einer verschwiegenen Herde Pappquader. Mehr als genug Ingredienzen für ein großartiges Stück Bühnenkunst inspiriert vom menschlichen Sein.

Ein zeitgenössisches Zirkus-Märchen über innere und äußere Grenzen. Hohe atemberaubende Zirkuskünste in der neuen Zirkusdisziplin Plastik treffen auf gesellschaftskritische Themen. Das Publikum verlässt diese kleine Welt mit einer Träne, einem Lächeln und hoffentlich neuen Träumen.

Standard“ ist ein neues Jonglage-Stück. Darin setzen sich Niels Seidel und Malte Steinmetz (Spot the Drop) mit gesellschaftlichen und kulturellen Konventionen auseinander. Auf Basis von über 20 Jahren künstlerischer Tätigkeit entsteht eine eigene Sprache, um mit und über Jonglage zu sprechen. Dabei bewegen sie sich auf dem Grat zwischen der Reduktion auf das Wesentliche und virtuoser Komplexität.

In „Oder doch?“, dem 2.Teil einer Trilogie, hebt Raum 305 die Welt aus den Angeln. Luftakrobat Moritz Haase und Puppenspieler JARNOTH öffnen eine Tür, die imaginäre Räume auftut und Einblicke in die innere Zerrissenheit des Menschen gewährt.

Eine Krabbe verwischt die Grenzen der Realität und führt durch das surreale Trapez-Objekttheater zwischen Höhenflug und Abgrund, Slapstick und Thriller.

Für das artistische Theater Kommode entwickeln die Künstlerinnen Emma Görrissen und Charlotte Görrissen ein weiteres Bühnenstück: „Spektakelage“. Sie arbeiten hauptsächlich mit Keulen und Diabolos, suchen neue Umgangsformen und Ausdrucksweisen mit ihren Requisiten und ihren Persönlichkeiten; verwenden Elemente und Methoden aus dem Neuen Zirkus, dem Physical Theatre, dem zeitgenössischen Tanz, dem Objekttheater und der Poesie.

„Eine Trapezkunstlerin hatte ihr Leben derart eingerichtet, dass sie Tag und Nacht auf dem Trapeze blieb.“

Was können wir von dieser Expertin für Leben im begrenzten Raum lernen? Was kann sie uns erzählen? Für unser eigenes Leben in einer Gesellschaft, die sich für zukünftige Herausforderungen rüstet? Für unsere Suche nach Handlungsfähigkeit?

Luftartistische Performance, One-on-One im Stadtraum.

SUPERPOWER“ ist eine performative Aktion im öffentlichen Raum, die künstlerisch nach selbstbestimmter Beteiligung in Kontexten unserer sozialen und politischen Lebensgestaltung fragt. In einem Superkräfteamt werden Sehnsüchte artikuliert, in Superkräfte umgewandelt und auf die Straße getragen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Performance-Kollektivs wirvier, dem STAMP-Festival und dem Haus 3.

Drei Mütter und sechs Kinder im Alter von 5-14 Jahren hinterfragen nach dem Lockdown das Bildungssystem in Deutschland. Worauf kommt es wirklich an, wenn alles Bekannte und Vertraute zerfällt? Was bringt den Artistinnen ihr physisches Talent und was können sie davon sinnvoll an ihre Kinder weitergeben? „Leave“ (AT) ist eine zeitgenössische Zirkusproduktion, die unsere neue Realität beleuchtet.

3x Eva“ ist eine Befragung unserer Identitäten. Unserer Körper. Und Frauenkörpern auf der Zirkusbühne. Von Kostümen, Glitzer und Verrenkungen. Wir fragen uns, wie frei wir uns bewegen dürfen, wie frei wir uns bewegen wollen im erwartungsvollen Blick der Zuschauenden. 50 Jahre sind vergangen seit den 70ern. Wie weit sind wir gekommen?

 

Eine Soloshow-Produktion des Artisten Florian Zumkehr über das Thema „Zuhause“. Für manche Menschen ist Zuhause ein Ort, Geruch, Personen oder einfach bestimmte äußere Umstände. Das wohl beständigste Zuhause von Florian ist der Zirkus. Im Zirkus jedoch ändern sich ständig alle Umstände und doch bleibt alles gleich. Der Zirkus ist somit Sinnbild für Veränderung und Konstante.

What can I offer you today?“ fragt die Künstlerin Rosiris Garrido von ihrem gemütlichen Wohnzimmer aus. In Einzelterminen können sich Zuschauer*innen eine Choreographie auswählen, die durch Aerial Dance und andere Techniken des zeitgenössischen Zirkus präsentiert wird. Momente des Mitgefühls, der Aufmerksamkeit, der Unsicherheit werden aufgeführt und bieten eine Gelegenheit zum Austausch.

Das Akrobatikduo Chris Iris zeigt in dem Stück „GAP of 42“ auf humorvolle und zugleich bewegende Weise, wie es mit dem Unterschied von 42cm Körpergröße und 42kg Gewicht umgeht. Philosophische Fragen werden aufgeworfen, skurrile Bilder und absurde Momente entstehen. Vor- und Nachteile werden spielerisch verdreht und Themen wie Gleichberechtigung und Relation aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.

In „Lost Instars“ – einer Erkundung von Horror, Humor und Lärm – benutzen The Optimists experimentelle Jonglage und Live-Elektronik-Sound, um ein fantastisches Szenario zu schaffen, in dem zwei technokratische Protagonisten in einem transformativen Ökosystem unbekannter Herkunft gefangen sind. Doch was erwartet sie auf der anderen Seite der Metamorphose? Das Vergessen…oder die Wiedergeburt?

Eine poetische Reise zu drei Inseln menschlicher Sehnsüchte. Das Oniversum: eine Welt voller Zeit, Glück und Muße. Wandeln Sie von einer Insel zur nächsten, tanken Sie auf beim „Kurbel-Koffer, der Ihnen weitgereiste Glücksgefühle serviert. Lassen Sie sich in der Kultur-Apotheke Kulturpillen rezeptieren, um dann etwas Antikes zu tun: Schreiben Sie einen echten Brief!

In einem abendfüllenden Solo mit dem Cyrwheel und einer adaptierten Kurzfassung für den öffentlichen Raum sucht Hanschitz nach Berührungspunkten von Zeitgenössischem Tanz, Neuem Zirkus und Visueller Kunst. „IIIII“ ist ein Stück über das Loslassen. Mit bewegten Massen, gnadenlosem Gewicht und intimer Kommunikation setzt sie der Körperentfremdung unserer heutigen Gesellschaft eine sinnliche These entgegen.

Ü53 sind vier Artist*innen, die seit den 90er Jahren den zeitgenössischen Zirkus in Deutschland und Frankreich mitgestaltet haben. In ihrem Stück „Wie lange können Sie das eigentlich noch machen?“ beschäftigen sie sich humorvoll mit Fragen rund um das mehr oder weniger lustvolle Altern von Zirkuskünstler*innen. Zum Einsatz kommen Jonglage, sentimentale Musik, Akrobatik und außergewöhnlicher Tanz.

Das Schaufenster eines Hutladens wird zum tiefgründigen Haifischbecken. Mit einer humoristischen Schaufensterbespielung erzählen die darmstädter Künstler*innen Carola Kärcher und Rainer Bauer eine Realsatire um ein fiktives Großprojekt. Mit Handschattentheater bespielt und mit artistischer Bürokomik gewürzt entsteht ein buntes Theaterstück zwischen schwarzem Humor und Fantasie auf weißer Leinwand.

Die Produktion „Fantastic Lola“ dreht sich um Kompromisse und Dualitäten der Figur Lola und Monsieur Flap. Monsieur Flap steckt voller Kompromisse und Lola ist Kompromisslos. Tauche ein in die Welt von „Fantastic Lola“, wo zwei Gegensätze sich auf berührende Weise nähern. Magie Nouvelle geht in die Luft.

Zeitgenössische Zirkusvorstellung mit Live-Musik.

Jede Person hat einen Schatten, aber kann ein Schatten auch eine Person haben?
Wie viele Charaktere koexistieren in einem Körper?
Wie können wir unsere verschiedenen „
Selbsts“ beleben?
Was wäre, wenn dies kein Kampf, sondern ein Spiel wäre? … oder ein Tanz?

Kopfkino“ – Podcast und Live-Hörspiel – ist die ästhetische Untersuchung von Stadtgeographie. Was ist die Stadt? Wer ist die Stadt? Was ist Erinnerungskultur? Welche Geschichten werden in Zukunft über Stadt erzählt? Gibt es ein Wir? „Kopfkino“ schickt radikale Stadtschreiber*innen in alle Bezirke und schreibt sich in das zukünftige kollektive Bewusstsein der Stadt. Ein Podcast zum Stadtwandern.

In einer Arena bewegt sich ein Performer mit balancierten und fallenden Bambusstäben. Wer diese fängt, bleibt eine offene Frage. Mit einer simplen Idee spielt der Performer mit den natürlichen Reaktionen des Publikums, um nicht nur Bambus, sondern Focus und Aufmerksamkeit des Publikums zu manipulieren. Besonders sind auch der Bühnenaufbau, sowie das Soundkonzept, welches alle Zuschauenden bannt.

Weil Mindestabstände einzuhalten sind, werden Menschen spontan zu Tänzer*innen. „PLAY.GROUND“ spielt mit diesen neuen Bewegungsmustern und beginnt mit den Tanzenden eine gemeinsame Bewegung, in der sie erproben, wie kreativ Begegnung sein kann. Aufführungsorte von „PLAY.GROUND“ sind Spielplätze. Dabei kommen Generationen zusammen und entdecken das Potenzial von Vielfalt im körperlichen Ausdruck.

PERZEPTION“ ist eine transdisziplinäre Zirkus-Performance über divergierende Wahrnehmungen im Kontext transkultureller Identitäten. Artist*innen, Performer*innen, Magier*innen und Tänzer*innen aus dem zeitgenössischen und traditionellen Zirkus wirken zusammen. INNE HALTEN IM ANGESICHT DES ANDEREN – Neue Erfahrungsräume zulassen als eine primäre Stufe für ein diskursives Miteinander.

Ein binationales Theaterteam arbeitet 150 Jahre nach dem Ende des deutsch-französischen Krieges zusammen mit weiteren Akteur*innen der Zivilgesellschaft an lebendigen Bildern. Tableaus, die an zentralen Punkten in Leipzig und Strasbourg zu sehen sein werden und die Spanne zwischen Krieg(en), Nachkrieg, Versöhnung und Zukunftsgemeinschaft aufreißen.

Das letzte Band an dem ich hänge“ – Zeitgenössischer Zirkus, Tanz- und Tonrecherche. Ein Dialog beginnt – zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das heutige verbitterte Ich und das jüngere, hoffnungsvollere kontrastieren stark. Krapp, ein Clown, reagiert mit höhnischem Lachen. Die Suche nach der eigenen Identität, was davon wohl übrig bleibt, und dem wirklich Wichtigen im Leben beschäftigt ihn.

In „Runners“ setzen sich Zirkusperformer Jonas Schiffauer und Alex Allison und Musiker Moises Más Garcia mit der realen und der gefühlten Geschwindigkeit unserer Zeit auseinander. In einer Kultur, die von Bildschirmen und Projektionen berauscht den drohenden Verlust von Wohlstand und Umwelt erwartet begegnen die Protagonisten den widersprüchlichen Sehnsüchten der Informationsgesellschaft.

Das Theaterprojekt ist ein spartenübergreifendes Schauspiel mit Theater auf Stelzen im öffentlichen Raum. Der Auftakt mit vier Aufführungen in Bayern wird die Zentren der Städte in groteske und doch reale Menagerie verwandeln. Die vier Darsteller und Darstellerinnen agieren dabei auf Stelzen in bis zu 1,60m Höhe und verhandeln die aktuelle Frage, worauf warten wir eigentlich?

In dem zeitgenössischen Zirkusstück „hyrrä_paradies“ untersucht das Künstlerkollektiv momentlabor die Frage „Wie leben wir im Paradies?“. In einem 9x9x6m großen Raum performen vier Artisten und vier Musiker Motive von Zuneigung, Ablehnung, Vertrauen, Neid, Hass und Nächstenliebe mit den Mitteln der Akrobatik, einem eigenen Soundtrack und Textpassagen.

Base Camp Atopia“ ist ein kollektiv bespielter Vergnügungspark, der durch künstlerische Tools der Vernetzung und Begegnung eine neue Kunst der Gemeinschaft initiiert. Im Rahmen des Internationalen Sommerfestivals auf Kampnagel werden JAJAJA als Künstler*innen, Kurator*innen und Gastgeber*innen gemeinsam mit Gästen aus Montreal und Hamburg einen interaktiven „Kleinkunst-Parcours“ entwerfen.

Mobiles Figurentheater im sommerabendlichen Stadtraum. Eine Künstlerclique mit Lastenfahrradbühne und Bollerwagen – der Fundus:
Masken, Marionetten, große und winzige Figuren, Bildcollagen sowie Laternen, LED-Taschenlampen. Erzählt wird von erstaunlichen, politischen, poetischen Lübecker*innen. Bach, Buxtehude und moderne Komponist*innen geben den Sound für die digital ansteuerbare Drehorgel.

Herr und Frau Maier sind bodenständige Menschen. In der bespielten Rauminstallation „inzwischendrindraussen“ lassen sie die Zuschauer wie Voyeure über mehrere Stunden an ihrem imaginären Alltag Teil haben. Zwischen artistischen Höhepunkten wird genüsslich die scheinbar verschwendete Zeit davor und danach erforscht.

Fallhöhen“ ist eine Suche nach Zeitpunkten, nach dem richtigen Moment, nach Orientierung in plötzlicher Veränderung. Die drei Performerinnen inszenieren Luftartistik an Trapezen und Seilen unter der Decke einer Kölner Fabrikhalle und laden ein zum Perspektivwechsel: Fallenlassen und Sich-Zurücklehnen? Oder Festhalten und Obenbleiben?

Das Publikum ist eingeladen im Juli 2021 performative Eingriffe von katze und krieg in NRW´s Kunstmuseen zu beobachten. Charmant und subtil hinterfragen katze und krieg auf diese Weise das gegenwärtige Kunstsystem und dessen mächtige Drahtzieher: Wer darf im Museum ausstellen und warum? Wer bestimmt was Kunst ist und was nicht? Unter welcher Bedingung und wie ist es möglich Teil zu werden?

Take back the Narrative! Das Thesmophoria Theaterkollektiv präsentiert: „Grimm Sisters“. Sommer 2021 in Gärten, Parks und anderen öffentlichen Räumen in Berlin, Potsdam und Frankfurt am Main. „Grimm Sisters“ erzählt Märchen neu und fordert die Gebrüder Grimm heraus. Feministisches Märchentheater umsonst und draußen.

Unsere Kontakte werden beschränkt. Vereinzelt und einsam waren wir vorher schon. Drei Performerinnen suchen in drei Soli nach einem Ausweg. Dabei treffen sie auf eine Vierte, die sie in den virtuellen Raum lotst, in dem sie auch das Publikum wieder treffen, das aber doch vor ihnen sitzt. Ist im unechten Raum echter Kontakt möglich? Ihre Verbindung ist instabil – aber ihre Verbundenheit wird gehalten.

Wir sind immer stärker von Extremen umgeben. Was ich aber so empfinde, ist für andere der Normalzustand. Das ist das Verstörende. Zumal, wenn dieser Zustand Leben bedroht. Was passiert bei der Wahrnehmung des Extremen? Wir schaffen Close-ups unserer Gesichter, wenn wir als Artist*innen Handlungen ausführen, die für uns normal, aber für andere extrem sind. Und blicken ins Brennglas des Extremen.

Das Frauenensemble zeigt eine Hommage an das kunterbunte Leben einer Artistin jenseits eingefahrener Rollenklischees. Mit Clownerie, Artistik, Tanz, Musik, beweglichen Drahtseilen und schwingenden Trapezen. 100% weiblich, 200% divers. Es wird wild, witzig, tiefgründig und ja, sogar hässlich.

I’m a Barbie girl, in the Barbaren world.

Life in plastic, it’s (not) fantastic…

Let’s get real.

Ein Postbote, überladen mit Paketen, so dass er kaum noch hinter den Kartonstapeln zu sehen ist, kämpft mit einem Briefkasten, der kaum Platz für eine Postkarte bietet. Dabei nähert sich die Katastrophe: was passiert, wenn ein Haufen Waren plötzlich den Boden trifft? Was ist alles dabei, was ist fragil? Und wie geht man mit dem Zeitdruck um, wenn jeder Tag eine neue Paketlawine mit sich bringt?

Wir sind umgeben von Architektur. Aber wie wird sie geplant, gebaut? Wie werden aus Zeichnungen Realitäten konstruiert? Die ortsspezifischen Performances von „UM-BAU-STELLE“ prüfen den Bauplan erneut. Aus Beobachtungen von Arbeitsprozessen und Werkzeugen auf Baustellen werden eigene Messsysteme entwickelt und durch physische, akustische und visuelle Szenarien performativ inszeniert.

Die circus lecture performance „Kohorte“ von ComaDa generiert die Werte von Eltern für das Gemeinschaftsvermögen unserer Gesellschaft. Das performative Verfahren „exchange efficiency“ zeigt Stoffwechselprozesse, die den körperlichen Einsatz von Eltern messbar machen. Am zirkulierenden Karussell fusionieren die Artist*innen Theorie und Praxis mit überraschenden Ergebnissen. Dauer ca. 60 Min.

Der Zugvogel Kranich, Sehnsuchtsträger vieler Kulturen, inspiriert Grotest Maru zu einer mobilen Inszenierung im Stadtraum. Überdimensionale Kranichfiguren entfalten ihre Schwingen als Projektionsflächen, tanzen Formationen und nehmen die mit Kopfhörern ausgestatteten Zuschauer*innen mit auf eine choreographische und akustische Expedition, die globale Reise- und Fluchterfahrungen thematisiert.

FUTUROPA“ ist eine laborhafte interdisziplinäre Performance, die bildhaft nach dem Miteinander in Europa forscht. Innerhalb von drei Tagen entsteht ein komplexes Haus-Gebilde, das mit inszenierten und improvisierten Elementen bespielt wird. Die Pandemiegerechte interaktive Einbindung des Publikums, des Spielortes und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern via Video stehen dabei im Fokus.

TETRAEDER 2.0“ – Ein artistisches Tanztheaterprojekt auf der Suche nach dem Subjekt menschlicher Existenz. Ein Kohlenstoffatom ist umgeben von vier anderen Atomen. In der höchsten Symmetrie entsteht dadurch ein Tetraeder. Es ist der Grundbaustein allen Lebens. Ausgehend von der Form des Tetraeders als Bühnenrequisit möchte sich die Company VoLA auf eine außergewöhnliche Bewegungsreise begeben.

30 Stunden Runder Tisch“ ist ein partizipatorisches Happening auf dem Leipziger Markt. Performer*innen und Zuschauer*innen werden 30 Stunden gemeinsam Texte der Frauenbewegung 89/90 performen. Eine sich stetig verändernde, riesige Spiralskulptur dient dabei als zentrales Spielelment. Das Happening erzeugt eine erfahrbare Bewegung für gesellschaftliche Teilhabe und Geschlechtergerechtigkeit.

7 Frauen“ vereint Elemente aus Zirkus, Theater und Musik. Aus weiblicher Perspektive wird inneren Prozessen nachgespürt, die entstehen, wenn eine Entscheidung gefällt wird. Was geschieht, wenn wir unsere Komfortzone verlassen? Was hat uns geprägt? Was sind Erinnerungen für uns? Für die Zuschauer*innen sollen Empfindungen sichtbar gemacht werden und Raum für eigene Gedanken gegeben werden.

Omnivolant produziert eine Open Air-Show inmitten einer 360° Zuschauertribüne, die sich in formaler Analogie zu den Amphitheatern des alten Roms mit dem Phänomen Populismus beschäftigt.

Zwei Bahnen Fliegendes Trapez kreuzen sich im Fokuspunkt dieser Manege. Verschiedene Flug- und Fangpositionen schaffen eine Bühne für Livemusik, Spiel und unerwartete Wendungen.

Das Kollektiv Bauchladen Monopol reist im Bus vier Wochen durch Deutschland, hält an belebten Plätzen, um zu konstatieren, dass Jammern nicht zerstörerische, sondern kathartische Wirkung hat. Doch solches Jammern will gelernt sein! In Jammerpartituren und Workshops jammert Bauchladen Monopol für und mit Menschen, um ihnen das verpönte Jammern ans Herz und somit ein Lächeln aufs Gesicht zu legen.

„Ich fühle mich wie auf links gedreht!“

Wir wollen gegen die neue Gleich-Gültigkeit und das soziale Auseinanderbrechen ankämpfen, die auch an unseren Herzen zu nagen beginnen und unseren Humor zusammen mit dem Publikum in einer 30‘ Show zwischen Zeitgenössischem Zirkus und Bewegungstheater wieder finden.

„Ist am Ende der Unterschied zwischen Dystopie und Utopie nur eine Frage der Perspektive?“

Mit der Performance unter dem Arbeitstitel „5th Season“ setzen sich die Künstlerinnen des Frøya Collectives mit der Frage auseinander, was es für sie im 21. Jahrhundert bedeutet „Frau zu sein“. Akzeptanz von körperlichen Prozessen, gesellschaftliche Ansichten zu Stärke und Schwäche, sowie dem Streben nach Gleichberechtigung spiegeln sich in ihrer Performance wider. Auf dem Weg begegnen sie dem Gefühl von Verbundenheit, Konfrontation mit Außenwahrnehmung und einem tiefen Drang bestehende Strukturen neu zu denken.

 

Das „Nebengleis“ wirft einen zärtlich schmerzhaften Blick auf Leben in Zeiten des Wandels. Die Inszenierung fordert Schauspieler*innen, Figuren und Zuschauer*innen heraus, Erneuerung zu suchen, einen Ausgang zu finden.

Alles steht still, Nichts geht mehr, Sein ohne Ziel – unerträglicher Zustand oder Chance für ungeahnte Kreativität und Veränderung…

Die „Odyssee“, eine Irrfahrt, voller Hoffnung, Kampfeswillen, Existenzangst und Zusammenhalt. Das NN Theater setzt die „Odyssee“ als Freiluftspektakel in Szene. Mit den Mitteln des Volkstheaters wird die Geschichte für das Publikum erlebbar: humoristisch-musikalisch, poetisch-dramatisch, dabei verständlich für Neulinge, überraschend für Theatererprobte, karikierend aber nie werkverzerrend.

„Popup Stage ARENA“ ist eine Augmented Reality (AR)-unterstützte, interaktive Tanzperformance im öffentlichen Raum. Durch einen mobilen technischen Aufbau und eine App für Mobiltelefone, die Augmented Reality (AR) und Sensortracking nutzt, soll eine temporäre virtuelle PopUp Bühne entstehen. Die Zuschauer*innen werden durch die App Teil der Bühnen-Architektur und aktiver Teil des Geschehens.

Komplett geliefert. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Der Zirkus ist pleite. Die beiden Stars der Show liefern Pakete aus. Als Zusteller arbeiten sie jedoch mehr am verdienten Applaus, als an der pünktlichen Auslieferung. Denn die Kunst findet einen Weg und sie die Lücke im System.

„Der Kreis oder The Making of L’Argent“ (AT) ist eine interaktive Funkkopfhörer-Live-Performance im öffentlichen Raum, die spielerisch Zugehörigkeiten und Bekenntnisse innerhalb eines sich ständig verändernden „Wirs“ verhandelt. Was macht dieses „Wir“ aus? Braucht es eine gemeinsame Handlung? Wie entsteht Solidarität? Gibt es einen urmenschlichen Konsens? Wer macht Feuer? Wer wacht? Wer holt Brot?

Andrea Salustri und Elena Lydia Kreusch spielen mit den verschiedenen Wahrnehmungsebenen von Objekt- und Körpermanipulation. Zirkusaktionen werden durch eine Verschiebung von Medium und Format dekonstruiert und rekontextualisiert. Eine Collage von Performance, Installation, Videokunst, Soundkunst und Textelementen lässt immer neue Sinnbezüge und Lesearten des Zirkusmaterials in Dialog treten.

Luise ist sieben Jahre alt und hat keinen Papa mehr. Ihr Papa ist gestorben. Luise erinnert sich an ihren Papa, still und leise, wild und laut. Wo ihr Papa jetzt wohl ist? Wie fühlt es sich an, einen geliebten Menschen zu verlieren? Was ist tot sein überhaupt? Ein philosophisches Stück zeitgenössischer Zirkus für junges Publikum über den Tod und das Leben. 

„DANCE BOX 2“ (AT) fragt: welche Körper und welche Tänze definieren die Hochkultur? Wer ist Teil der kulturellen Elite? Wer bleibt außen vor? Wer darf rein und wer nicht? Nach „DANCE BOX 1“ kommt „DANCE BOX 2“ – wieder eine eins zu eins Performance, die kulturpolitische Themen verhandelt und über den Widerspruch von Intimität im öffentlichen Raum hinausgeht.

Das non-verbale Zirkustheater-Stück „57 durch 2“ lässt zwei Partnerakrobat*innen auf humorvolle Weise an der Aufgabe scheitern, 57 Jutesäcke unter sich aufzuteilen. Eindrucksvolle Hand-auf-Hand-Artistik und dynamische Akrobatik mit und auf Säcken ergänzen dabei physisches Theater als visuelle Höhepunkte einer Geschichte rund um das Thema Habgier im Überfluss.

Drei Magier treffen aufeinander und machen die Täuschung als Basis aller Zauberei zum Thema. Der Titel deutet es an: Es geht um die Grundlagen der Zauberkunst und die vielfältigen Arten, wie sie dazu beitragen kann, das In-der Welt-Sein des Betrachters zu reflektieren in einer tief verunsicherten Gegenwart, die sich mit der Auflösung zahlreicher alter Gewissheiten auseinandersetzen.

YOU“ will be a circus show about climate change, unanimous action and all the things we have in common. The show will be presented in a TedTalk format but also involves aerial dance, hand balancing and acrobatics.

The show will take place at the Cabuwazi Beyond Borders Tent as soon as restrictions allow public performances. „YOU“ aims to spread a strong message of solidarity and human reliance.

Was macht Berührung mit uns? Wie verändert sich unsere Gesellschaft durch Berührungsmangel? Durch Interviews mit Körperexpert*innen bauen Florian Bögner (Vertikalseil) und Lena Fritschle (Dramaturgie) ein circensisches Wissenschaftstheater, das die Zuschauenden berührt und sich an gesellschaftliche Fragen herantastet. Denn der Tastsinn ist der einzige Sinn, der die Welt verändern kann.

Mit „FLAT LOVE“ eröffnet STUDIO URBANISTAN in Zusammenarbeit mit Sexarbeiter*innen und der Athener Künstlerin Sofia Dona einen Zugang zu einer Parallelwelt, der die vielschichtigen Realitäten von Sexarbeiter*innen aufnimmt: Eine frei begehbare Mietwohnung wird zur Projektionsfläche für persönliche Geschichten, die sich über Audio, Video, Performance und das Eigenleben der Ausstattung entfalten.

„Girevik“ ist eine Zirkusperformance, in welcher Roman Skadra die traditionelle „Strongman“ Darbietung revitalisiert. Im Vordergrund steht die Beobachtung und der Umgang mit der Körper-Objekt Verbindung, die aus der Manipulation mit freien Gewichten, den sogenannten Kettlebells, entsteht. Durch die choreografische Gestaltung wird diese besondere Technik des Gewichtshebens zu einer Bühnensprache.

Meerstern – eine Prozession“: In einer vierstündigen Performance wird eine moderne Hommage an die Schwarze Madonna zelebriert, um zu verstehen, inwieweit die Ikone heute ein feministisches Vorbild sein kann für eine queere und diverse Gesellschaft. In einer Prozession werden Szenen vergangener Wundertaten verkörpert und aus Mirakelbüchern gelesen. Mit dabei sind „alle Marias in Altötting“.

Das Projekt verbindet die Universen der beiden Brüder Max und Julian. Zeitgenössischer Zirkus und Musik. Wir leben eine Entwicklung, in der physische Distanz trotz emotionaler Verbundenheit eine immer größere Rolle spielt. Ein Projekt, das Menschen zueinander führt, denn große Distanzen sind heutzutage die Realität unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Wie kann man fern und nah sein?

Das Projekt verbindet die Universen der beiden Brüder Max und Julian. Zeitgenössischer Zirkus und Musik. Wir leben eine Entwicklung, in der physische Distanz trotz emotionaler Verbundenheit eine immer größere Rolle spielt. Ein Projekt, das Menschen zueinander führt, denn große Distanzen sind heutzutage die Realität unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Wie kann man fern und nah sein?

„Auf dem Kesselbrink“ (AT) ist ein immersives dokumentarisches Theaterprojekt, das sich mit der Wechselwirkung von Mensch und Architektur im urbanen Alltag befasst. Die Zuschauer*innen treffen dabei im öffentlichen Raum auf die Akteur*innen und können mittels Audioguide-Systemen deren lippensynchron performtes Spiel entschlüsseln. Als Rezipient*innen im städtischen Raum werden sie dabei selber zu Akteur*innen.

Neuer Zirkus: „trial and error“ (AT). Eine Co-Produktion von theaterkohlenpott Herne und URBANATIX Bochum.

Artistische und urbane Künste, Schauspiel und Musik treffen in einer Laborsituation aufeinander. Mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln wird die komplexe Gemengelage aus Regularien, die die Spielregeln sozialen und kulturellen Miteinanders bestimmen, erforscht. Stückentwicklung für ein junges Publikum.

Die Schöner Warten App schafft ein interaktives und transmediales Kunsterlebnis, das auf unterhaltende und philosophische Art dazu einlädt, die Kunst des Wartens und Flanierens zu erforschen. Sie bietet diverse Möglichkeiten, den öffentlichen Raum digital neu zu erleben. Der Prototyp wird im August 2021 auf dem Festival „Welttheater der Straße“ in Schwerte präsentiert.

„Critical Spaces“ ist ein Rechercheprojekt des Münchner Künstlerkollektivs Pepe Arts, das sich mit sozialen und architektonischen Räumen auseinandersetzt. Welche Energien entstehen zwischen Objekt und Körper, Raum und Betrachter? Mit klarer Formensprache werden neue ästhetische Räume definiert und soziale Gegebenheiten hinterfragt. Räume werden durch Ihre artistische Belebung neu definiert.

Ein Investor hat die ganze Innenstadt aufgekauft und will dort einen voll digitalisierten Lebensraum kreieren. Eine Führung mittels App lädt zukünftige Bewohner schon heute ein, ihre Stadt der Zukunft zu besuchen. Doch da vermischt sich Realität und Fiktion, Utopie und Dystopie. Ein Theaterparcours aus Schauspiel, Publikumsdialog und Tanz verbunden mit Installation, Projektion und Gaming-Formaten.

Ein performativer Hörspaziergang durch Geschichte und Gegenwart der „Alten Messe“ in Leipzig.

Der Weg führt an choreografierten Szenen und künstlerischen Interventionen vorbei. Unterwegs hört das Publikum eine Klang-Collage, die nicht nur aus sachlichen Informationen, sondern auch aus musikalischen Arrangements, Original-Tönen sowie aus persönlichen Erinnerungsfragmenten besteht.

An einem Stahlquader wird das Thema „Lebensraum“ untersucht: eine Erforschung von Ebenen, Flächen und Nutzbarkeiten im Hoch- und Querformat. Spielerisch, artistisch und tänzerisch werden Gegensätze, Probleme und Lösungen dargestellt. Alltag, Surreales und Sozialkritik verschmelzen, Wohnkonzepte werden übereinandergestellt, während soziale Beziehungen dazwischen stehen.

„MINOR SWING KIDS“ ist ein Musiktheaterprojekt mit Sinti und Roma aus Berlin und Budapest. Heißblütige Musiker oder Sozialschmarotzer – die Bilder von „Zigeunern“ sind geprägt von Faszination und Verachtung. Die Musikerin und Sängerin Dotschy Reinhardt und Regisseur Stefan Herrmann – beide Sinti – schaffen ein neues Narrativ, das von selbstbestimmter Identität jenseits von Fremdzuschreibungen handelt.

Mohamed Sahraoui, marokkanischer Akrobat, trägt entscheidend dazu bei, dass die jüdische Zirkusartistin Irene Bento den Holocaust versteckt im Zirkus Adolf Althoff mit einem Teil ihrer Familie überleben kann. Mit den künstlerischen Mitteln aus Zirkus, Tanz, Schauspiel und Videokunst entsteht ein neues Narrativ aus seiner Sicht, das eine Annäherung an das Grauen des Nationalsozialismus ermöglicht.

Gilt am Ende „The Show must go on“? Wer bestimmt, wann der letzte Vorhang fällt? Ist es der Körper, ist es das Publikum oder ein Gesetz? Wenn es nur noch einen Ort gibt, wo Auftritte möglich sind, dann kommen wir zurück auf die Straße: Mit einer krisensicheren Produktion, die unter sich ändernden Bedingungen politischer, menschlicher und körperlicher Art mit Flexibilität spielbar bleibt.

Salto Robotale – Mensch, Maschine, Sensationen

Eine Hommage an die exotische und exzentrische Welt des Zirkus und der Zirkus-Familie. Eine Transformation aus der Vergangenheit in die Gegenwart: Bekannte Stereotypen aus dem Zirkus: Kraft, Artistik, Jonglage, Clownerie, Liebe und Poesie treffen auf einen hochmodernen und modifizierten drei Tonnen schweren Industrie-Roboter voller Grazie und Eleganz.

Der öffentliche Raum – nicht meiner, nicht deiner, nicht unserer, wessen? Raumgefühl neu denken, Spaces neu füllen, wie bekomme ich Raum? Das sind einige der Fragen, die „Re-Building Communities“ aufmacht und in einer intimen site-spezifischen Performance der Öffentlichkeit präsentiert. „Re-Building Communities“ ist eine Kollaboration mehrerer Künstler*innen verschiedenster kulturellen Hintergründe.

„MEN WITH BAD HAIRCUTS“ ist eine Performance über Diktatur und Flucht. Perikles ist Friseur und ganz nah dran an den Mächtigen. Er genießt ihr Vertrauen, hört ihre Sorgen und wird zu ihrem Intimus und Ratgeber. Seine eigene Herkunft und wahre Identität sind sein Geheimnis. Eine Serial Performance in echten Frisiersalons mit dem türkisch-kurdisch-deutsch-armenischen Stand-up-Comedian Özgür Cebe.

Als Gegengewicht zu schrägen Verschwörungstheoretikern und rechten Gruppen, die die Straßen und Plätze zu ihrer Bühne erkoren haben, bieten wir den Bürger*innen von Berlin an sieben Tagen auf sieben verschiedenen Berliner Plätzen „7 Tage dialektisch Denken (für Deutschland)“: Ein Labor für theatrale Interventionen im öffentlichen Raum / eine sieben Stunden dauernde Durational Performance.

Was sind die 10 Montagsbalkone:

a) Dauer: je 15 Minuten
b) Überraschungseffekt (black box)
c) ritualisierter Rahmen (Anmoderation, Fanfare, gemeinsames Singen am Schluss)
d) der Hauptbalkon wird von wechselnden Künstlergruppen verschiedenster Genre bespielt
e) zusätzlicher side kick – Balkon
f) Interaktion ist wesentlicher Bestandteil
g) es wird bei Wind und Wetter gespielt

„The Passengers“ setzt sich mit einem paradigmatischen Ort der Moderne auseinander: dem Flughafen. Wie könnte eine Neubestimmung dieses transitorischen Raumes aussehen? Fünf internationale Künstler*innen führen das Publikum, das wie gestrandete Passagiere unterwegs ist, durch den Frankfurter Flughafen, der ob seiner pandemischen Unterbrechung mit einem Mal zu einer Sackgasse geworden ist.

„When Circus Is Not Its Itself Anymore“ sind performative Installationen, in denen Zirkuskünstler eine Auslegung ihrer Disziplin für einen Zeitraum von sechs Stunden ausüben. Kann dieser Rahmen unser Zirkuserlebnis von Applaus und Fanfare in ein Erlebnis langsamer Kontemplation verwandeln? Was bleibt, wenn wir alles Überflüssige streichen und uns nur auf eine einzelne Fähigkeit fokussieren?

„BeE Me“ ist eine Physical Theatre Show im öffentlichen Raum, und zwar auf engsten Raum. Auf exakt zwei Quadratmetern werden mit unerwarteten Klängen und Transformationen die Zuschauer*innen in Einkaufläden, an Plätzen oder in Cafés von einer magischen Geschichte einer Biene entführt und erleben vor Ort ganz intim den (Klima)Wandel.

Für „INTERVISIONS – Facing Reality“ kooperieren das Künstler*innen-Kollektiv MischPULK eng mit dem (Stadtteil-)Kulturfestival ALTONALE, um gemeinsam mit Bewohner*innen des Viertels dem Thema der ALTONALE, „Gemeinwohl“, künstlerisch und inhaltlich im Stadtraum in einem kurzen, intensiven und kollaborativen Prozess näher zu kommen.

„Biodiversity is our Live Insurance“ (AT) lotet in einem performativen Parcours und einer Virtual Reality Experience das aus der Balance geratene Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Natur aus. Wir begeben uns in die Stadt hinaus, an den Ort, der von der vergessenen Geschichte Berlins als bedeutendstem urbanem Industrieareal an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erzählt. Nach Oberschöneweide.

„PARA“ antizipiert den Zeitpunkt, an dem die Schlote der Fabriken und Kraftwerke nicht mehr als selbstverständlich verstanden werden und schafft einen spekulativen Stadt-Land-Spaziergang, der es dem Publikum ermöglicht, den vielfältigen Emissionen von Treibhausgasen als rätselhaftes Schauspiel im öffentlichen Raum beizuwohnen und dabei spielerisch die Peripherie unserer Städte zu erkunden.

„(ÜBER)WUNDEN“ ist die Erarbeitung des Straßentheaterprojekts des Ensemble P&S. Wir zeigen offene Wunden, Narben. Wecken Erinnerungen! Erinnerungsorte. Reißen Decken, Dreck von Verborgenem! Wir zeigen längst Verdrängtes! Ein Umzug der Aufklärung in Dunklen Zeiten! Im Frühjahr 2022 soll unser Projekt auf öffentlichen Plätzen in der Stadt Halle realisiert werden.

Ein dreiköpfiges Team um den Künstler Urs Amadeus Ulbrich wird für den Kampnagel Avant-Garden eine performative Installation entwickeln, die an die Form eines Amphitheaters angelehnt die Kampnagel Community einlädt, den Garten als erweiterte Spielstätte zu entdecken. Er reagiert auf eine sich durch Covid-19 verstärkende Tendenz des Infrage-stellens von Theaterräumen.