Entscheidung #TakeCare (November 2020)

Ausgewählte Vorhaben

Einzelkünstler:innen

„OVATION“ widmet sich im Rahmen einer Recherche dem Phänomen des Applauses, dem Ausdruck gesellschaftlicher Bewertung. Das Kernmerkmal des Beklatschens, das kollektive Soforturteil, wird in seiner soziologischen als auch physischen Funktion untersucht. Der Widerspruch, der in der Beifallsbekundung liegt, steht im Fokus der Recherche.

Durch die Auswertung der Videos, die während der Forschungen zum Thema „Anhalten“ bei den Residenzen flausen+ und Schloss Bröllin entstanden sind, recherchiert Ren Saibara Bewegungsabläufe, die den Ausdruckseffekt des Anhaltens stark beeinflussen sowie den Eindruck räumlichen und zeitlichen Stillstands vermitteln, um eine neue körperliche Ausdruckssprache zu entwickeln.

Wenn bestimmte Teile unseres Gehirns ausfallen, verändern sich die Wahrnehmung und unser Handlungsspielraum. Wie kann die Wahrnehmung von Schlaganfallpatienten theatral erlebbar gemacht werden und wie kann sie unsere Realität verändern? Das Ziel der Recherche ist es, Interviews zu führen und herauszufinden, mit welchem Team und welchen technischen Mitteln das Projekt realisierbar wird.

In Zeiten von Distanz möchte dieses Projekt einen Fokus richten auf Verbindung durch interkulturelle Vernetzung und Nähe durch künstlerischen Austausch. Im Rahmen von #TakeCare begibt sich die Künstlerin in einen erstmaligen künstlerischen Austausch mit der mit ihr seit Jahren eng verbundenen ostafrikanischen Kultur – ein auf Recherche basierter Dialog als nachhaltiger Impuls für ihre Praxis als Tanzdramaturgin in NRW.

Im Projekt „Wege weiblichen Widerstands“ geht es darum, auf welche Weise Frauen sich wehren und Widerstand leisten und welche Vorbilder sie dabei haben. Vier Frauen verschiedener Altersgruppen und Hintergründe sprechen über die eigene Biographie und über eine für sie relevante Widerstandskämpferin – ob historische Persönlichkeit oder Verwandte, ob ziviler Ungehorsam oder militanter Widerstand.

Erforscht wird das Spiel mit der Kamera als Akteurin/Figur und die Wirkung des Zusammenspiels synthetischer Sounds mit Naturfilmaufnahmen bzw. deren Projektionen auf Figuren und Objekte. Wie verhalten sich gesprochene Texte in derartig komplexer Bühnensituation? Videomapping, Video- und Tonmischer-Softwares sollen im Kanon der Theatermöglichkeiten selbstverständlich genutzt werden können.

Eine digitale Annäherung an die wahrgenommene Diskrepanz zwischen den gewünschten und tatsächlich vorhandenen sozialen Beziehungen eines Menschen.
In dem Projekt konfrontieren sich ein Darsteller und seine Beobachter:innen mit Einsamkeit. Ein Zeitfenster von 49 Stunden realisiert einen Blick auf und in die Thematik, mit der Möglichkeit jederzeit an- und auszuschalten.

Zum einen geht es in der Recherche um die Weiterentwicklung und Adaption des multimedialen Tanzstücks „GRENZ.LAND“. Dafür sollen bisher unbespielte Räume in Mecklenburg-Vorpommern gefunden und erschlossen werden. Zum anderen soll „GRENZ.LAND“ für ein anderes Land, das eine andere Migrationsgeschichte hat, bearbeitet und angepasst werden. Dabei liegt der Fokus auf meinem Heimatland Argentinien.

Wie kann aus einer Performance ein Denkmal werden? Bewegung, Text, Gerüche und Geräusche stehen dem in Stein gehauen oder aus Bronze gegossenen Denkmal gegenüber. Die Stadt Hamburg hat ca. 12000 Denkmäler. Jetzt bekommt sie ein weiteres, ein performatives.

Recherche und Konzeptarbeit für ein neues Solo. Einem Konzert. Einem akustischen Solo Varieté. Charis Nass möchte sich in einer neuen Arbeit besonders auf die Stimme fokussieren. Entstehen soll eine Collage aus elektronischen Klängen, Beats und ihrer Stimme – in unterschiedlichsten Facetten: Gesang, gesprochenes Wort, Töne, die sich zu Geschichten, Gedichten und Geräuschen formen.

Die Gleichzeitigkeit von Hanse, Wochenmarkt und Marzipan, von Hochkultur, Fremdenfeindlichkeit und Flüchtlingssolidarität, Obdachlosigkeit und internationaler Politiker:innen macht die Lübecker Altstadtinsel zu einem Ort voller Theater.
Literatur, Anekdoten, frühe Filmberichte, architektonische Spuren, Zeitungen, Prozessakten sollen eine dramaturgische Basis bilden für Zukünftiges.

Das Projekt besteht darin zu erforschen, wie Pablo Sansalvador als Tanzschaffender digitale Formate künstlerischer und choreografischer Stücke erstellen und präsentieren kann, die speziell auf die Rezeption über Online-Plattformen zugeschnitten sind. Die digitalen Werkzeuge, die er sich aneignen möchte, sind auf augmented reality, 360°-Videoaufnahmen und digitale Interaktionen ausgerichtet.

Unsichtbarkeit taucht als Phänomen oder Motiv in Physik, Metaphysik, Esoterik, Philosophie, Magie, Kunst und Gesellschaft auf. „DAS (UN)SICHTBAR MACHEN“ ist eine choreografische und filmische Recherche zu Techniken der Sichtbarmachung und Unsichtbarmachung und der damit verbundenen Transformation der Bedingungen, die die Unsichtbarkeit umgebenen. Wer ist unsichtbar? Was wird sichtbar?

Ein Holzcontainer mit den Maßen 2,50mx5,00m als eigene kleine Spielstätte…Welche Inhalte und Formate lassen sich an und in diesem besonderen Ort realisieren?
Wie kann der Container transportfähig gemacht werden? Wie wird das Publikum einbezogen? Audio-Führungen, Außenbestuhlung, Lesungen, Mini-Dramen, 1zu1Theater. Dieser alternative Raum bietet viele Möglichkeiten, die es auszuloten gilt.

In aktuellen Zeiten von Abstandsregeln, Isolation und digitaler Kommunikation wird die Kooperation und Interaktion der Menschen untereinander zunehmend wichtiger.
Mithilfe von Klang als Medium soll an öffentlichen Orten des gesellschaftlichen Zusammenlebens, eine kreativ-forschende Auseinandersetzung der nonverbalen Form des Austausches zwischen Mensch, Raum und Klang erfolgen.

Eine audio-theatrale Reflexion über Gleichheit und Selbstbestimmung.

Das Wechselspiel zwischen zweidimensionalen Ideen (Zeichnungen, Skizzen) und dreidimensionaler Arbeiten (Bewegung, Körper, Objekt) erkundet Strategien für Performances an den Schnittstellen Tanz / Objekt / Malerei. Und forscht an im Moment entstehenden Arbeiten, die in verschiedensten Räumen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen stattfinden können.

Jasmine Fan untersucht in ihrem Projekt die Beziehungen zwischen Bühnenaufführungen von Tanzstücken, Livestreams und Filmfassungen. Sie hat formale und inhaltliche Veränderungen herausgearbeitet, die mit diesen Umwandlungsprozessen einhergehen. Exemplarisch analysiert sie diese Veränderungen am Beispiel ihres aktuellen Tanzstücks „Mudra“. Die Ergebnisse präsentiert sie in Form eines Gedankenbaums.

„BACH IS BACK“ (AT) ist eine Recherchearbeit zur Stückentwicklung über einen der bedeutendsten Musiker, Komponisten, Organisten der Welt, welcher den Großteil seines Lebens in Mitteldeutschland verbrachte – JOHANN SEBASTIAN BACH.

Die SpielBtrieb GbR will erforschen, wie aus kafkaesker Lyrik und Klängen der Subpunkrock-Band TEUER ein Konzept für eine szenisch-musikalische Bühnenperformance entsteht, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt. Texte von Hesse, Kafka und Rilke sollen die Grundlage einer performativen Auseinandersetzung werden, bei der Bebilderung von Texten im Vordergrund steht.

Recherche zu möglichen Kooperationspartnern im Bereich Touristik, Bildung, Jugend- und Lebenshilfe für theatrale Projekte zu gesellschaftlich aktuellen Themen.
Konkretisierung und Konzepterstellung für ausgewählten Kooperationspartner.
Beratung des Kooperationspartners für Fundraising und Förderportale.
Evtl. Konzeptionierung eines Klassenzimmerstückes für Schulen.

Franz Fendt möchte über Funktionen von „Kulturmasken“ recherchieren. Sein Forschungsinteresse ist dabei vor allem der Vorgang der Veränderung des Bewusstseinszustandes beim Tragen und Spielen von Masken. Trance, Ritual, Verwandlung und Besessenheit sind dabei die zentralen Phänomene. Ein weiteres Forschungsfeld ist die Frage, wie Masken weltweit zum Geschichtenerzählen benutzt werden.

„DEUTSCHLAND DU MIESES STÜCK SPARGEL“ ist eine künstlerische Recherche zu den durch die Pandemie unübersehbar gewordenen Arbeits- und Lebensbedingungen von rumänischen Arbeitsmigrant:innen in Deutschland. Anhand von Interviews und Motiven aus Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ fragt das Vorhaben nach wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnissen und künstlerischen Formen von Solidarität.

Auf der Handpuppenbühne ist der Tod ein alter Bekannter. Hier ist er bedrohlich, aber es wird ihm auch übel mitgespielt. In der Pandemie macht es Sinn, dem Tod wieder eine Bühne zu verschaffen und unser Verhältnis zu ihm zu überprüfen. Unter Verwendung alter Texte und Spieltraditionen gilt es hier einem Nachdenken über aktuelle Inszenierungsmöglichkeiten des Todes im Figurentheater nachzugehen.

Im Widerspruch zur Verbreitung der Digitalisierung will der Figurenspieler Emilien Truche mit der Recherche „Voll im Licht“ mit den einfachen Mitteln des Schattentheaters auf die hellen als auch die dunklen Seiten des Stadtlebens ein Blick werfen. Gehalten in einer Low-Budget-Ästhetik, findet „Voll im Licht“ seine Inspirationsquelle im Werk des amerikanischen Filmemachers Ed Wood.

Carolin Millner nutzt die #TakeCare Förderung um sich künstlerisch und ästhetisch ein neues Themenfeld zu erobern, nachdem sie mit Ihrer Künstlerinnengruppe ELEGANZ AUS REFLEX in den vergangenen vier Jahren hauptsächlich Ihren Inszenierungsschwerpunkt zu DDR-Themen pflegte, woraus das Großprojekt „ROT ODER TOT“ mit partizipatorischem Ansatz entstand.

Die Mittelklasse ist eine Klasse ohne Klassenbewusstsein, und deshalb weit davon entfernt, ein gemeinsames Ziel zu formulieren, oder sich mit der unteren Klasse zu solidarisieren. (Wie) kann das, bitte, sein? Und wie kann das, bitte, anders werden? In ihrer feministisch und postmigrantisch inspirierten Recherche sucht die Künstlerin nach Bausteinen für eine klassenkämpferische Auto-Theorie der Mittelklasse.

Anhand der Lebensrealität von Callcentermitarbeiter:innen möchte ich erforschen, wie sich für unsere Dienstleistungsgesellschaft notwendige Berufe auf diejenigen auswirken, die sie ausführen. Was macht das mit einem Menschen, einem Körper, einem Kopf, wenn man monatelang, jahrelang telefoniert? Es entsteht eine Text- und Materialsammlung, auf deren Basis ein Hörstück produziert werden kann.

Kann Kunst Klima? Wie können wir durch Theater ins Handeln kommen? Der Gilgamesch-Epos liefert den Stoff. Er erzählt von Waldzerstörung, Macht und Streben nach Unsterblichkeit. Gesucht ist eine Adaption von Werk, Wissen und gesammelten Quellen in Bezug auf Wald für den leeren Raum und eine Überlebende, gepaart mit Handlungsweisungen für Aktionen zur Wiederaufforstung von urbanem Raum.

Wir schreiben das Jahr 2020. Die Gleichstellung der Geschlechter ist immer noch nicht in Sicht. Gender equality ist nach wie vor eine Utopie. Warum das so ist, und was das mit strukturellem Sexismus und alltäglichem Antifeminismus zu tun hat und welche Auswirkungen das auf die Rolle der Künstlerin hat, ist Gegenstand des Recherchevorhabens.

In einem modernen Triptychon möchte wird das Jahr 2020 reflektiert. „wir werden zuhause gewesen sein“ ist eine Recherche – eine Suche nach der Darstellbarkeit der Veränderungen in meinen Beziehungen und in mir. Wie begegne ich dir morgen? Darf ich dich umarmen? Wie werden unsere Filme in der Zukunft aussehen? Was werden unsere Träume gewesen sein? Ist jedes „Wir“ mit Abstand zu genießen?

In der Recherche „Terra“ bedienen sich die Künstler:innen Claudia Ferrando und Viktor Braun der Shinrin-Yoku Methode (Japanisch: Waldbaden), indem sie sich in Wälder und Grünanlagen in Hamburg und Schleswig-Holstein begeben. Mit dieser Recherche sollen Einfluss und Wirkung natürlicher Umgebung und Räume auf den Menschen künstlerisch erforscht, und dadurch greifbar und anwendbar gemacht werden.

Im Fokus liegt bei der Recherche zur Weiterentwicklung die Verschmelzung der Kontaktjonglage mit anderen Kunstformen und Ausdrucksmöglichkeiten, um eine universelle Einsetzbarkeit zu erreichen. Es sollen themenbezogene Multimediainhalte über Videotechnik zu einer Einheit mit der Kontaktjonglage verschmelzen. Zusätzliche Elemente wie Tanz und gesprochenes Wort dienen der Erlebbarkeit von Inhalten.

„Scores for Pleasure“ ist eine offene Sammlung von Partituren – Anweisungen und Einladungen zum Tanzen –, geschaffen, um das Maß des erlebten (und nicht konsumierten) Vergnügens zu erhöhen. Werkzeuge, die uns helfen können, uns – durch Tanz – mit einer Politik der Lust in Einklang zu bringen, indem wir mehr Raum für Freude, Ganzheit und Lebendigkeit schaffen.

Das Konzeptionsvorhaben „WONDER AND HUMILITY“ sieht die Entwicklung eines langfristig angelegten Vermittlungsprojekts zu arten- und kulturübergreifender Solidarität vor. Das Vorhaben dient der Recherche und Strukturierung sowie der Generierung von alters- und fähigkeitsgerechten Inhalten, die die komplexen Gefüge jener Natur-Kultur-Verschränkungen, deren Teil wir sind, für Kinder erfahrbar machen.

„Mann Männer Männlich“ (Theaterprojekt / Interviews / Recherche). Wie erleben heterosexuelle Männer ihre Sexualität? Was haben sie für ein Gefühl ihrem eigenen Körper gegenüber? Sexualität berührt tief und wird viel beschwiegen. Das Projekt will ein Gespräch in Gang bringen! Interviews mit heterosexuellen Männern bilden die Basis für ein Theaterprojekt, das 2021 realisiert werden soll.

„Mann Männer Männlich“ (Theaterprojekt / Interviews / Recherche). Wie erleben heterosexuelle Männer ihre Sexualität? Was haben sie für ein Gefühl ihrem eigenen Körper gegenüber? Sexualität berührt tief und wird viel beschwiegen. Das Projekt will ein Gespräch in Gang bringen! Interviews mit heterosexuellen Männern bilden die Basis für ein Theaterprojekt, das 2021 realisiert werden soll.

Mit der Konzeptentwicklung „Theater to go“ entwickelt Matthias Klösel von der Theaterwerkstatt eine neue theatrale Form, die auch in Coronazeiten praktikabel ist. Mit den historischen Figuren Fugger, Luther und Brecht greift das Stück inhaltlich auf bedeutende Figuren der Augsburger Stadtgeschichte zurück und setzt sie in Beziehung zur heutigen gesellschaftlichen Situation in Augsburg.

Was für ein mythisches Mutterbild formen wir seit Jahrhunderten und will nicht heraus aus unseren Köpfen? Stephen Hawkings Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ dient der Künstlerin zusammen mit Interviews mit Töchtern, Müttern, Großmüttern und (jungen) Frauen, die keine Kinder haben oder (keine) haben wollen, und solchen, die Kinder haben wollen, als Grundlage. Für ein Konzept, aus dem eine Performance entsteht.

Verbindung von visueller mit performativer Kunst, Text und Sounddesign. Das Projekt „Das Phantom“ beinhaltet Recherche zu KI, humanoiden Robotern und ihrer Beziehung zu Geist und Körper. Ist das Phantom eins, ist es viele? Ist es körperlos oder doch nicht? Es interessiert das Schillernde, das Paradoxe, das Spiel mit archetypischen Ängsten und dem, was vor unseren Augen rasant an Fahrt aufnimmt.

Eine Solo-Recherche von/mit Martina Morasso und mit dem digitalen/virtuellen Beitrag vieler Kinder/Teenies im Schulalter. Ein Projekt mit dem Schwerpunkt choreografische Arbeit und Tanzvermittlung an der Schnittstelle zwischen Professional und Laien. Eine getanzte Reflexion im effektiven oder situativen engen Raum mit dem Thema: „Wieviel Freiheit habe ich einer Situation der Einschränkung?“

Tom Wilmersdörffer befasst sich im Rahmen des Formats „Rape&Culture“ mit sexueller Gewalt in Klassikszene und Gesellschaft. Dazu führt er Interviews mit betroffenen Musiker:innen, betreibt Werkrecherche, verfasst Texte und erstellt eine szenische Grundkonzeption für ein Format, das Liedgesang, Klavier, Texte und Tanz verbindet.

Die „Schattenboxen“ sind vollmechanische Stelen, die als Guckkasten einem Publikum aus je einer einzigen Person ein automatisch ablaufendes, multimediales, kurzes (Schattentheater-)Stück zeigen. Als Parasiten des gegenwärtigen Kunstmarktes sollen sie in Foyers und bei Festivals lauern. Wer eine Münze einwirft wird ein kleines, aber dichtes und analoges Theatererlebnis bekommen, das nachwirkt.

Ist die Pandemie das Ende des Patriarchats? Nach Jahrtausenden Hierarchie und Wahrheit, befinden wir uns im Fluss des Nichtwissens. Überall brodeln Gefühle, man spricht von Solidarität, Untergang und Angst. Die Narrative über die Pandemie ähneln denen über Frauen. Die Recherche „Die Pandemie, das Weib!“ ist diesen Parallelen gewidmet – sprachlich-narrativ und performativ; für utopische Zukünfte.

UPLOADist ein Vorhaben von der Hamburger Performerin und Theatermacherin Juliana Oliveira. Zwei Monate lang widmet sie sich ihrem digitalen und analogen Archiv mit dem Ziel, Material für ihre neu entworfene Website zusammenzustellen. Während sie ihr Archiv systematisiert, reflektiert sie ihre künstlerische Arbeit der letzten acht Jahre.

Ein essentielles Projekt für alle Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, oder sozialer Situierung, das mittels Spiegelung die Existenz eigener und fremder Umräume erfahrbar macht. Eine Handreichung, ein achtsamerer Teil einer sozialen Plastik zu werden. Ein Projekt, das unabhängig von Ort, Zeit oder Raum und auch unter Berücksichtigung notwendiger Hygienekonzepte durchgeführt werden kann.

Was bedeutet Heimat für uns, wie gehen wir mit Veränderung um, wie mit eigenem Verlust oder deren anderer? Welche Ängste gibt es? Welche Chancen? Was sagen uns die Medien? Wie damit umgehen? Was stellen wir in Frage? Was nicht? Wo und wie würden wir leben, könnten wir unsere Heimat selbst gestalten?
Ein Projekt mit und für Heranwachsende über Herkunft und Identität.

Die Künstlerin möchte sich Zeit nehmen, einer Faszination nachzugehen, die sie für kritische Videospiele hegt. Sie bieten einen neuen spielbaren Rahmen, um sich Erfahrungen aller Art vorzustellen und zu untersuchen. Sie möchte herausfinden, wie man auf Entscheidungsbäumen basierende Konstruktionsregeln von Videospielen anwenden kann, um die Erzählung einer Performance-Arbeit neu zu überdenken.

Wie willst du leben? Im Rahmen des #TakeCare-Stipendiums sollen ein Konzept und eine Nachspielzeit für eine mobile Theaterinszenierung für Kindergartenkinder entstehen, die mit Mitteln des Puppen-, Figuren- und/oder Objekttheaters einlädt, Utopien zu erdenken und umzusetzen. Teil der Recherche sind u.a. Gespräche mit Praktiker:innen und Austausch mit der Zielgruppe.

Vorbereitende Recherche und dramaturgische Ausarbeitung des Inszenierungsvorhabens „Der Idiot“ nach Fjodor Dostojewski. Die Theaterproduktion „Der Idiot“ soll in Kooperation mit dem chinesischen Regisseur Meng Jinghui realisiert werden.

Ziel meiner Recherchearbeit ist, ein mögliches Zusammenspiel von verschiedenen Kunstformen zu untersuchen. Seifenblasen sollen mit Tricktechniken der Zauberkunst kombiniert werden und in einer zeitgenössischen Zirkuskunst präsentiert werden. Geforscht wird über:
1. Rezepturen von Seifenblasenlauge 2. Materialforschung 3. Tricktechnik 4. Zeitgenössische Zirkuskunst 5. Transport und Bühnenaufbau.

Durch die Entwicklung der modernen Technologie, sowie gleichermaßen gezwungen durch die Sicherheitsmaßnahmen der Pandemie, entspringen immer mehr Online-Performances als neue Form des Theaters. Das Projekt sucht nach einer möglichen Herstellung und Inszenierung einer (nahezu) leiblichen Ko-Präsenz zwischen Akteur:in und Zuschauer:in in Internet-Performances.

Kann die Wirkungsmacht von Objekten Teil einer Improvisationsspraxis werden, und damit den Menschen aus dem Zentrum der Dinge rücken? In dieser Recherche stelle ich mich der Aufgabe, die verstrickten Ökologien von Menschen und Dingen zu befragen und Mensch-Ding Assemblagen zu entwerfen, welche die Trennlinien zwischen Machenden und Gemachten verschieben.

Das Rechercheprojekt „Scheitern ist nicht vorgesehen“ widmet sich dem Thema Insolvenz. Es fragt nach den Umständen ökonomischen Scheiterns und erkundet die persönlichen Folgen und die gesellschaftlichen Sanktionen für die Betroffenen. Denn insolvent zu sein, hat noch immer etwas höchst Anrüchiges, gilt als Zeichen persönlichen Totalversagens in einer auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteten Welt.

Das Recherchevorhaben bezieht sich auf die geplante Tanzproduktion „citizencage“. Diese möchte sich mit den Themen Stadt/Wohnung/Körper befassen vom Freiraum der Landschaft bis zum individuellen Geistesraum. „Die Welt als Labyrinth“, ein nicht realisiertes Projekt des Künstlerkollektivs der Situationisten aus dem Jahre 1959 ist zentrales Thema der Auseinandersetzung.

In „Fluid/Solid“ treffen unterschiedliche Objekte und Bewegungselemente aus den Bereichen Zeitgenössischer Zirkus, Street Dance und Zauberei in neuem Kontext aufeinander, um daraus eine eigene Formensprache zu entwickeln. Die dabei entstehenden, sich gegenseitig intensivierenden Kontraste sind vergleichbar mit einer offenen Diskussion über Vergänglichkeit, Transformation und Bestand.

„Back [to] stage – überLeben in der Covid-Ära“ ist ein konzeptionelles Projekt multimedialer Ausrichtung, das sich mit den Möglichkeiten der Kulturschaffung in der Covidbeschränkten Zeit beschäftigt. Dabei werden viele Künstler unterschiedlicher Sparten zu Wort kommen und ihre Bewältigungsstrategien und Arbeitsmodelle zum Ausdruck gebracht. Das Projekt ist eine Suche nach neuen Spiel-Räumen.

„I Grew an alien inside of me“ ist eine Performance-Installation, die erforscht, wie sich die Zeit bei der Geburt und in der Revolte ohne einen klaren Anfang oder ein Ende entfaltet, wo die Zeit abstrakt ist und der Körper sich manchmal um sich selbst herum bewegt, sich wiederholt, Bewegung bricht, die Zeit sich verwandelt, um flüssig zu werden, und nicht in der tickenden Uhr feststeckt.

Was passiert in der Seniorenresidenz, wenn die Türen sich zum Corona-Show-Down schließen. Unbeugsame Alte leisten Widerstand. „Sie zuerst. Bis zur Tür. Ich gebe Deckung. Wozu zahl ich für den Notknopf. Ich bin in Not. In tiefer Not. Werft mich nicht weg. Mein letztes Wort ist noch nicht gesprochen. Verdammte Scheiße.“

Forschen zu einem Fünf-Minuten-Kisten-Figurentheater für alle ab drei, bei dem die zwei Zuschauer:innen die Reihenfolge der acht Einzel-Szenen durch Drücken von acht Buttons (Starten von Geräuschen/Musik) festlegen können. Welche Figurenarten, -größen und -mechaniken eignen sich für 1m² Bühnenraum? Wie kann sich dieser kleine theatrale Raum durch den Einsatz von Geräuschen/Musik immer wieder umdeuten lassen?

Der Künstler möchte sich, inspiriert von Lockdown und Coronaerfahrung, mit dem Thema „Die Furcht des Menschen davor, überflüssig zu sein“ auseinandersetzen. Geplant ist zunächst eine literarische Recherche. Als zweiten Schritt soll ein Konzept entwickelt werden, über eine Figur, die in einem surrealen Fiebertraum versucht, sich Sinn zu geben, und ihn immer wieder neu erschaffen muss im Akt des Spielens.

Eine Recherche zum Thema kulturelle Aneignung. Voguing, Hip-Hop und Swing: Tanzstile, die in People of Color-Subkulturen entstanden und heute im weißen Mainstream unterschiedlich präsent sind. Ist es als weiße Person verantwortbar diese Tänze auf der Bühne zu zeigen? Wie könnte dies geschehen, ohne die ursprüngliche Kultur zu verwässern oder zu zerstören? Ist dies überhaupt jemals möglich?

Wie lässt sich mit Virtual Reality trotz der durch die Pandemie erzwungene Vereinzelung die Erfahrung eines Theatererlebnisses erzeugen, die ja auf einer gemeinsamen Erfahrung vieler Menschen beruht? Auf der inhaltlichen Ebene steht das Kabuki-Tanzstück „Fuji Musume“. Es hat einen engen Bezug zu den Itako, blinden Schamaninnen, die durch ein Ritual Geister der Toten in den Körper aufnehmen können.

Wenn alle Menschen frei und gleich an Würde sind und doch Ungerechtigkeit herrscht, hilft mehr Teilen? Gemeinsam mit Jugendlichen wird Teilen als ein Wert der gesellschaftlichen Solidarität und des zivilen Miteinanders ausgelotet und künstlerisch zu den Themen Habe, Besitz, Wünsche, nichtmaterielle Werte und Beziehung geforscht.

Krach im utopischen Königreich Karton! Dass hier alle Plastikabfälle restlos upgecycelt werden, findet Prinz Eitel megalangweilig! Er möchte mal nach Lust und Laune wegwerfen…
Das Klassenzimmerstück möchte Grundschüler:innen das Thema Plastikmüll in unseren Meeren humorvoll und interaktiv erschließen und sie anregen, kreativ über Möglichkeiten von Wertstoffverwertung zu fantasieren.

In der Zeit, in der Wahrheitswahrnehmungen stark auseinandergehen und Krisensituationen wie Corona-Pandemie oder Flüchtlingspolitik die Gesellschaft spalten, möchte ich mich mit dem Phänomen des „Rechthaben-Wollens“ auseinandersetzen. Ich habe vor, ein kabarettistisches Solo-Programm über eine Mars-Mission von vier Wutbürgern mit dem Arbeitstitel „Ich habe Recht“ zu entwickeln.

Die Sängerin Lisa Florentine Schmalz widmet ihre Recherche der Erforschung des Musikvideos für eine feministische Lesart von Arien ausgewählter weiblicher Opernrollen. Wie trifft „große Oper“ auf digitales Miniaturformat und was macht die Ästhetik eines Musikvideos mit Mozart? Nach einem kultur- und theaterwissenschaftlichen Exkurs wird die Umsetzung von fünf Videos konzeptionell vorbereitet.

Als Voguing, House und Hip-Hop-Tänzerin nimmt die Künstlerin seit Jahren an weltweiten Workshops und Battles teil. Für die Recherche möchte sie sich der historischen und diskursiven Aufarbeitung der sogenannten „Streetstyles“- Tänzen widmen, dabei stehen die Tänze der puertoricanischen und afroamerikanischen Jugendkultur der 1970er Jahren und weitere Tänze der Black Culture im Fokus.

„Neu Bewohnen“ lotet die Veränderungen aus, die die sozialen Choreografien der Stadt in den letzten sechs Monaten geprägt haben. Dabei werde ich Feldforschungen rund um den Alexanderplatz machen, Bewegungsstudien und Anwohnerbesuche, um Formen eines (neuen) Miteinanders als zentrale Qualität des Bewohnens zu erforschen und in Ansätze zu einer neuen choreografischen Arbeit zu verwandeln.

Das Vorhaben ist der Ausbau eines neu gegründeten Instituts für Affirmative Sabotage, das anhand von künstlerischen Mitteln in die diskriminierenden Strukturen innerhalb der Theaterlandschaft interveniert. Anhand von Interviews mit Theaterschaffenden und Recherchen zu Widerstandskämpfen in der deutschen Theaterszene soll das IAS konzeptionell weiterentwickelt werden.

Die drei Fragezeichen zum Thema Nachhaltigkeit und Ernährung. Zu diesem Thema sollen die Grundlagen für eine Inszenierung im Jahr 2022 gelegt werde. Gesucht werden Antworten auf die Fragen der Finanzierung, der Spielart und der Altersgruppeneinordnung. Die Recherchen führen in Schulen, Kitas, Büchereien, Kinos und Museen, zu Fachkundigen des Themas und ins Internet.

Wie lässt sich in Corona-Zeiten die notwendige Liaison zwischen Publikum und Künstler:in herstellen, wenn diese nicht touren können? – Vielleicht indem man das Publikum auf Tour schickt! In diesem Vorhaben wird der Frage nach der Umsetzbarkeit eines kabarettistischen Stadtspaziergangs nachgegangen, bei dem sich die Teilnehmenden per App kunstvolle Videos an Mainzer Kulturstätten erspielen können.

Der Abzug von der gewohnten Welt bringt Besinnung auf das reine Gefühl mit sich. Als Mutter und Künstlerin in Zeiten der generellen Unsicherheit lebt Anke van Engelshoven zwischen Chaos und Stille. Als Akrobatin und Tänzerin möchte sie recherchieren, wieviel Freiheit in räumlichen Begrenzungen zu finden ist, erforscht neue Räume für ihre Arbeit und experimentiert mit filmischen Perspektiven.

Yvonne Dicketmüller nutzt die #TakeCare-Förderung, um sich mit den Möglichkeiten der 3D-Druck-Technik auseinanderzusetzen. Sie erarbeitet sich CAD-Kenntnisse und erforscht, wie man den 3D-Druck in den Bereichen Figurenbau und Kostümbild einsetzen kann. Zukünftig möchte sie den 3D-Drucker als flexibles Tool in ihrer künstlerischen Praxis nutzen.

Das Vorhaben widmet sich der Frage, welche Rolle „Betroffenheit“/ „Berührt sein“ in unserer heutigen Zeit spielt: vom Wutbürger zum Corona-Leugner mit Herz-Symbol bis hin zur „Like“-Kultur, bei der alles öffentlich kommentiert wird (vermeintlich ohne Konsequenzen). Es werden Wege gesucht, dies in einer digitalen Live-Interaktion zwischen Schauspieler und Publikum auf oder vor die Bühne zu bringen.

Das Projekt „UNTERWEGS“ will neue Theaterformen im Figurentheater erkunden. Da wo bisher ein Lied erklang oder ein Chor mitsprach, muss ein anderes gemeinsames Tun erfunden werden, welches Nähe herstellt und dennoch Abstand bewahrt. Mitmach-Ideen und Märchenwanderungen mit Figurenspiel unter Coronabedingungen sollen erfunden und untersucht werden, um in zukünftige Stückentwicklungen einzufließen.

Wicht untersucht die Musik Stravinskys, insbesondere „Der Feuervogel“. Dafür werden die Märchen und Motive der russischen Folklore recherchiert und analysiert. Es soll herausgefunden werden, wie es möglich ist, nicht nur Puppen und Musik, sondern gleichzeitig auch Musiker:innen und Darsteller:innen die Geschichte gemeinsam erzählen zu lassen.

Einen Handstand in sechs Metern Höhe auf der Plattform des Chinesischen Masts? Dieser Herausforderung, sowie der Recherche von Equilibristik zwischen Mast, seinen Abspannungen und dem Boden bei unterschiedlichen Masthöhen, möchte sich die Künstlerin im Rahmen der zwei-monatigen Recherche von #TakeCare stellen. Die Grundlagen dafür bringt sie als Zirkus-Artistin mit der Spezialisierung am Chinesischen Mast mit.

Zu dick, zu schwarz, zu weiblich, zu schlau, zu männlich, zu laut. Ständige Beschämung kreiert eine Identität in der Person, die einerseits hoch empfindsam für das Fremde ist, aber auf der anderen Seite eine kochende Wut verinnerlicht. Wie tief ist Scham in unserer Gesellschaft und Politik verwurzelt? „BESCHÄMT“ ist eine queere Performance-Recherche über das unapologetische Ausmaß der Scham.

„Lehren und Lernen als Aufführungskünste“ (1970) von Robert Filliou ist ein Multibuch, der Schreibraum der Leserin ebenso groß wie der des Autors: „Könnte morgen jeder revoltieren? Wie? Prüfe das nach“. Könnte es ein geeignetes Werkzeug sein, um eine dramaturgische Praxis zu (er)finden, die soziale Infrastrukturen und emanzipative, solidarische Räume gestaltet, um zu lernen was es noch nicht gibt?

Im Rechercheprojekt „Zwei Seelen – Ein Körper“ beschäftigt sich die Figurenspielerin Verena Volland mit hybriden, körpergroßen Theaterfiguren. Sie lotet aus, welche dramatischen Inhalte sich aus unterschiedlichen Bau- und Spielweisen ergeben. Inspiration für die Figuren sind die Tiergeschichten von Franz Kafka, deren Charaktere hybride Tier-Menschen-Wesen sind.

Forschungsprojekt Figurenbau. Erforscht werden soll eine Tischfigur, welche durch Fäden an der Handführung Bewegungen wie eine Marionette ausführen kann. Wie werden Figuren gebaut, was wurde überliefert? Welche Erkenntnisse gibt es in Bezug auf Figur, Gelenke, Schwerpunkte Materialien und Spielbarkeit. Eine Figur die sich möglichst ästhetisch bewegen lässt. Welche Technik ist beim Bau zu beachten?

Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Wirkmechanismen von Transzendenz im Tanz und ihre Auswirkungen zu verstehen, zu ergründen, was der Tanz von glaubensbasierten Praktiken lernen kann und Licht auf die Beziehung zwischen Glauben und politischem Wandel zu werfen.

Entwickelt werden verbesserte Lösungen, um die räumlichen Bewegungen durch reale und virtuelle Räume in die Bereiche des Publikums zu expandiert. Der Fokus liegt in der Long Duration Performance und der Immersion des Publikums. Neue Möglichkeiten, ein interdisziplinäres Multimedia-Collagenprojekt, das mit Augmented Reality einen neuen realen und virtuellen Aufführungsraum bietet, werden erforscht.

Selina Senti setzt sich mittels ihrer langjährigen Kunstfigur Frau Elfriede Peil mit dem Thema der zunehmenden Obdachlosigkeit und Armut bei alten Frauen auseinander.

Multiple Poetiken ist ein Theaterprojekt, dass sich im Zuge einer immer komplexer werdenden Welt mit der Notwendigkeit von multipler Autor:innenschaft auseinandersetzt. Autor:innen sollen in Kooperation mit einer künstlichen Intelligenz über das Thema Zukunft der Arbeit schreiben und dabei eine kollektive, immer werdende Narration kreieren, die mittels einer Performance hinterfragt wird.

„Erinnerungen sind die hinfälligen, aber machtvollen Produkte dessen, was wir aus der Vergangenheit behalten, über die Gegenwart glauben und von der Zukunft erwarten.“ (D. L. Schacter)
Eine Spurensuche zu den Spätfolgen von Flüchtlingen in ihren Familien. Die eigenen Wurzeln zu vergegenwärtigen, um die Akzeptanz für das „Fremde“ in und um uns zu finden.

„Social Fabric Earth Return“ ist ein Buchprojekt über somatische Kommunikation anhand eines handgewebten Ponchos, der auf eine lange Reise um die Welt zu verschiedenen Künstler:innen geschickt wurde. Ihre Interaktionen werden durch Fotografie und Korrespondenz skizziert und erzählen eine Geschichte des Zusammenseins in einer Welt, die sich in diesen Jahren drastisch verändert hat.

Angesammeltes Text- und Gedankengut zum Thema „Vielfältigkeit der menschlichen Stimme im künstlerischen Ausdruck“, insbesondere bezüglich des Fokus auf die „Stimmpräsenz im zeitgenössischen Performance-Verständnis“ zusammenbringen, aufarbeiten, ordnen, sortieren, und als Vorentwurf eines Manuskriptes und eventuell späteren Veröffentlichung erfassen.

In der Recherche zum Thema „Trennung und Scheidung der Eltern“ sucht Petra Erlemann nach einem künstlerischen Weg, dieses Thema in einem Theaterstück umzusetzen. Es soll keine Ängste auslösen und betroffenen Kindern beispielhaft zeigen, dass es Auswege aus solchen bedrückenden Situationen gibt und/oder Trost anbieten.

Birte Bernstein ist Erzählkünstlerin: frei und lebendig erzählt sie auf der Bühne alte Volksmärchen, Geschichten und Literatur. Im Winter 2020/21 widmete sie sich der Erweiterung des Repertoires, der Programm- und Probenarbeit sowie der Entwicklung neuer digitaler Formate, um sich ab Frühjahr 2021 mit neuen Bühnenprogrammen der Kulturszene, den Veranstaltern und dem Publikum präsentieren zu können!

Recherche zur gesellschaftlichen und persönlichen Dimension von Tod und Sterben in der heutigen Zeit und deren körperliche Übersetzung in den zeitgenössischen Tanz. Ein Fokus dabei ist die Zusammenarbeit mit Hospizen, Vereinen und Sterbebegleitungen. Wie lassen sich diese Erfahrungen in körperliche Erlebnisse, Bewegungsmaterial und Scores übersetzen?

Eine Forschungsreise zum Thema Klang, eine musikalische Stückentwicklung für Kinder ab drei Jahre. Forschend den Klängen der Welt auf die Spur kommen. Ab wann ist ein Klang denn wirkliche Musik? Gemeinsam mit Kindern in diesen Mikrokosmos des Forschens an Klang eintauchen. Dazu die Geschichte einer Puppe, die mit eintaucht in die Musik und Ihre ganz eigene Geschichte im Spiel erzählt.

Im Projekt „#MaryMacLane“ soll aus dem 1902 erschienen Tagebuch-Roman der Autorin Mary MacLane eine Bühnenfassung erstellt werden. Anschließend soll erforscht werden, welcher Spielweisen, Formen der Selbstdarstellung und welcher Körperlichkeit sich die Autorin möglicherweise heutzutage bedient hätte, um sich in den sozialen Medien zu präsentieren und wie sich dies auf der Bühne umsetzen lässt.

Im Angesicht der lebensbedrohlichen Lage auf der Erde beschäftigt sich Matthias Schönijahn mit posthumanen Vorstellungen. Unter der kritischen Betrachtung der Trennung von Körper und Geist werden diese Vorstellungen mit drei Phänomenen aus dem musikalisch-auditiven Feld konfrontiert: Taubheit, Stimme und Atem. Wie resonieren diese leiblich-körperlichen Phänomene mit Vorstellungen entkörperlichter Welten?

Clown BABU überlegt sich was NEUES, denn er verliert sein Lachen und weiß nicht mehr, was er machen soll. Sein Medium für nonverbales Erzählen von Geschichten: er interagiert mit den Zuschauer:innen und versucht durch diese Interaktionen sein Lachen zu finden und die Welt damit zu verändern.

Als Performerin auf künstlerische Impulse reagieren, das kennt sie. Jetzt will sie sich sich selber zur Verfügung stellen. Rein in den meditativ-künstlerischen Tunnel! Sie schreibt ohne Filter und schafft für sich einen Gedankenraum. Sie forscht nach dem Ungedachten in ihr, hört sich im Schreiben zu. Dann wird sie das Material zuspitzen – ergebnisoffen.

 

Jens Heidtmann recherchiert, ob und in welcher Form computergesteuerte Theaterfiguren auch für Inszenierungen genutzt werden können. Ausgehend von den recherchierten technischen Möglichkeiten möchte er überlegen, wo und wie er sie einsetzen kann, so dass sie nicht als solitäre technische Spielerei glänzen, sondern sich als sinnvolles dramaturgisches Mittel in eine Inszenierung einfügen. 

Aufbauend auf seiner Untersuchung der Berührungspunkte des aktuellen Tanzes und den heutigen Möglichkeiten der dreidimensionalen Audiowiedergabe, entwickelt der Musiker und Künstler Jonas Wiese Strategien, praktische Ansätze und kompositorische Lösungen für eine dezentralisierte Performance, welche die Grenzen zwischen Performenden und Besuchenden neu-auslotet.

Von der Oma zum Geburtstag damals ein Klavier: „So musikalisch! Ein Singstimmerl! Jetzt spielst’ mir noch das mit den Trillern drinnen!“ Ihr dann mit E-Gitarrenspiel und Indierock ab Pubertät gehörig einen Dämpfer verpasst. Und heut? Talent verschenkt? Am Oasch – wie’d Oma sagen tät? Im Lockdownjahr ist für die Enkelin Zeit, das Ruder noch mal rumzureißen! Das, wenn die Oma noch erleben könnt!

„Present Tense/Future Perfect“ untersucht die Vorstellung von „der Probe“ in Kontexten außerhalb des Theaters – mittels choreografischer und visuell ethnografischer Methoden und mit Fokus auf Wiederholungspraktiken von „Alltags-Performern“ in Vorbereitung ihres Auftritts im Falle einer nahenden (möglichen) Katastrophe.

Das Projekt „Gutes Parchim – Schlechtes Parchim“ soll Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihres Glaubens, ihrer Bildung und ihres Alters zusammenbringen, den kreativen und produktiven Umgang mit digitalen Medien vermitteln, ihnen helfen, ihre Vorurteile und Hemmnisse zu hinterfragen, ihre verborgenen oder unentdeckten Potenziale fördern und ihr Selbstbewusstsein stärken.

In ihrem Projekt wird Stella Garbe Huedo mit einer Vielzahl an Handstandstangen verschiedener Höhen arbeiten. Sie wird recherchieren, wie sie sich in diesem Dschungel bewegen kann. Dabei entdeckt sie ihre Disziplin, die Handstandakrobatik, neu und erweckt die in dieser Landschaft lebenden Kreaturen zum Leben.

Tanzblick Freies Tanztheater soll sich weiterentwickeln. Der Konsolidierungsprozess beinhaltet eine Aktualisierung und Intensivierung der Bereiche Marketing, Kulturmanagement, Vernetzungsarbeit, Konzeptentwicklung und Recherchearbeit. Ebenso soll die Rekrutierung möglicher Mitarbeiter:innen aus der Tanzsparte und/oder für eine kunstspartenübergreifende Zusammenarbeit eruiert werden.

Das Internet vergisst nichts! Das kann auch positiv gesehen werden. Mit der Projektreihe „Gesicht zeigen – GIF memory future“ werden Performances als ephemere Mahnmale an Orten rassistischer Übergriffe oder Verbrechen des Dritten Reichs gemacht und im Internet dokumentiert. So treten die teilnehmenden Jugendlichen mit ihrem Gesicht in ihren Performances für eine offene Gesellschaft von morgen ein.

Untersuchungen an Hand des theoretischen Werkes „New Musical Resources“ des US-amerikamischen Komponisten und Theoretikers Henry Cowell (1897-1965) zu Möglichkeiten der Zeitorganisation im Spannungsfeld Musik-Darstellende Kunst, gepaart mit Seitenblicken auf gesellschaftliche Zusammenhänge. Fixiert werden exemplarische Modelle für die Produktionspraxis.

Ein Film von 1932 und das Schicksal eines seiner Autoren. Ernst Ottwalt, geboren 1901 in Westpreußen, verreckt 1943 im Lager bei Archangelsk. Wirtschaftskrise, Faschismus, Flucht, Krieg, Stalinterror, zeitlich und politisch übelst verwickelt, wollen die Künstler:innen, mit Konzentration auf das Schicksal Ernst Ottwalts, untersuchen und eine Form der theatralischen Übersetzung entwickeln.

Raoul Doré/Pencil Quincy animiert Miniatur-Bilderwelten live, welche dann via Videoprojektion groß auf der Bühne erscheinen. In Zusammenarbeit mit weiteren Performer:innen ergeben sich Spielmöglichkeiten an der Schnittstelle zwischen Performance und Videokunst. Es soll eine Website entstehen, auf der die bisherigen Produktionen und die Arbeitsweise mit visuellen Techniken veranschaulicht werden.

I-Groove ist ein Rahmen, um die Beziehung zwischen Rhythmus und Zusammengehörigkeit zu erforschen. Rhythmus hat eine Kraft, die stärker und unmittelbarer auf Menschen einwirkt als Sprache. Die Faszination für Rhythmus entspringt seiner Universalität und der Wirkung, die er auf uns hat. „I-Groove“ beschäftigt sich mit den praktischen und theoretischen Mitteln der Kraft des Rhythmus.

Der Mythos von Salomé ist eine Analogie für die Praxis des Sehens: die Frau als Spektakel und der Mann als dessen Betrachter. Voraussetzung hierfür ist die Annahme, dass die Frau dem herrschenden Blick zur Verfügung steht, ihre Sichtbarkeit. Diese will Friederike Hirz untersuchen: von Repräsentation und Agency über Tokenism und Voyeurismus bis hin zu Exhibitionismus und der Überschreitung visueller Tabus.

Mit dem Projekt will Peter Stamer meine Ohnmachtssymptome gegenüber den Auftrittsformen des Rechtspopulismus produktiv für meine Arbeit umwandeln. Im Dialog mit postkolonialer Theorie und dem Essay „Über die freiwillige Knechtschaft“ will er auf die Darstellungsformen und theatralischen Rhetoriken der Rechten scharfstellen und deren vorgegebene Familienähnlichkeit mit dem revolutionären Diskurs entlarven.

Was versetzt Menschen in die Lage ihresgleichen zu vergasen, zu erschießen, zu vergiften, zu vernichten? Wie ist die fehlende Empathie zu erklären? Ausgehend vom Giftanschlag auf den Kremlkritiker Alexej Nawalny im August 2020 untersucht die Recherche „Gift“ Praktiken und Auswirkungen des öffentlichen Verbrechens. Was für Erklärungsversuche existieren in der Philosophie und Psychologie?

Ausgehend vom traditionelle Kamishibai-Erzähltheater soll eine theatrale Erweiterung mit Figuren/theaterpädagogischen Elementen recherchiert werden. Ausgelotet werden soll der Bedarf für dieses Angebot für Seniorenheime/KITAS. Einsatzmöglichkeiten für Kleingruppen oder Arbeit mit Einzelpersonen.

Die Leitfrage des Vorhabens lautet:
Was kann der Künstler bei wichtigen Akteuren der Stummfilmzeit für seine künstlerische Weiterentwicklung als Pantomime entdecken bzw. lernen?
Er wird zu beiden Kunstarten recherchieren und die Übertragbarkeit von Stilrichtungen untersuchen. Auch werden Erkenntnisse und Impulse in das Training und in die Konzeption zukünftiger Auftritte einfließen.

Babette Winters Stimme und die Musik des Dub baut in besonderem Maße eine Brücke für Texte aus allen Jahrhunderten. Befreit sie aus ihrem historischen Korsett und öffnet den Blick für das Wesentliche. Viel mehr als die klassische Lesung mit Musik. Dieses Projekt eignet sich gleichermaßen für die Präsentation auf Tonträgern, Film und Video, oder Live-Performance. Sicherlich noch ein weites Feld.

Das „RULLIKUM“ ist in seiner Reduktion für Puppenspieler Schmidt das rollende Optimum: In einem Lastenrad verborgen, offenbart es kunstvoll und grazil die magische Welt des Theaters. Jahreszeiten, Wettervorhersage, Verkehrslage und Passant:innen machen jede Rollpartie der mobilen Produktion zum echten Unikum – und den erfahrenen Puppenspieler erneut zum Forschenden auf unbekanntem Theaterterrain.

Das Rechercheprojekt „WeiterweiterPunktPunktPunkt“ erforscht in Bezug auf Samuel Beckett und Donna Haraway die Möglichkeit einer vom Individuum losgelösten Sprache. Ist es möglich, dass wir nur existieren, weil sich der Sprachfluss noch nicht erschöpft hat? Vielleicht haben wir unser „Weitermachen“ nicht dem Prinzip der Hoffnung zu verdanken, sondern dem Überlebenskampf der Sprache an sich!

Karen Breece beschäftigt sich in einem Rechercheprojekt für eine Konzeptentwicklung mit der Krankheit CFS/ME, die aktuell im Zusammenhang mit der Post-COVID-Fatigue nach Jahrzehnten plötzlich große Aufmerksamkeit erfährt. Sie fokussiert sich dabei auf das von CFS/ME-Kranken oft als „Unsichtbar-Sein“ empfundene Vergessen-Werden durch die Gesellschaft – basierend auf Gesprächen mit Alltagsexperten.

Eine theatrale Spurensuche deutscher Migrationsgeschichte. Ist Deutschland ein Ein- oder Auswanderungsland? Seit Jahrhunderten ist es: beides. Dies soll in einer Recherche für eine Stückentwicklung anhand von persönlichen Lebensgeschichten von Auswanderern als auch von historischen und aktuellen Bezügen der Migrationsgeschichte Deutschlands erkundet werden.

Regie im Amateurtheater: im Fokus stehen das Finden und Erproben von geeigneten Methoden der Inszenierungs- und Gruppenarbeit, vielleicht sogar die Erarbeitung einer Reflexionsmatrix für die weitere Arbeit, sowie die Wiederaufnahme der Arbeit durch Vorkonzeption/Schärfung von Fähigkeiten und Methoden für die Arbeit mit Amateuren (Qualitätssicherung).

Recherche über Hoffnung anhand der Arbeit von Ernst Bloch, Gespräche mit den ewig Hoffenden und den hoffnungslos Vergessenden und Methodenentwicklung für die Zusammenarbeit von Theater und Demenz.

„It is not a question of making a better taxonomy of the impairment, nor of demanding a better functional integration of the disabled body, but of analyzing and criticizing the processes of construction of the body norm that disable some bodies in comparison with others. We don’t need better disability industries, but barrier-free architectures and collective training structures“
Paul B. Preciado

„CRAFT HYBRIDS CHOREOGRAPHY“ untersucht Mix-Media-Formate, die durch einen Dialog zwischen Tanz, Somatik und Handwerk die Grenzen Performance – Praxis verwischen. In einem Spiel zwischen Fiktion – Realität und Digital – Analog werden somatische Praktiken mit Animismus und Ökofeminismus befleckt, Kostüme werden als Hacker unserer Körper gedacht und schlagen vor, unsere unsichere Zukunft Aufzuweichen.

„Becoming Spice Routes“ ist eine Retrospektive von 10 Jahren Performance-Praxis von Pepe Dayaw seit 2010, als Pepe nach Europa auswanderte und eine künstlerische Forschung über die Leistung von Migrantenkochen und Nomadenbewegungen begann. Was ist der Wissensbestand von Migranten und wo befindet sich sein Archiv? Wie kann Performance selbst ein Dokument sein?

Anastasija Bräuniger wird sich mit fünf zeitgenössischen Künstler:innen im Bereich von politisch-aktivistischem Theater auseinandersetzen. Parallel dazu wird sie zu den Verletzungen der Genfer Konventionen und der systematischen Aushöhlung des Asylrechts recherchieren. Ziel der Recherche ist es u.a. Entwürfe eigener künstlerisch-aktivistischer Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Was ist Bewegung? Was bewegt uns? Der Begriff „Bewegung“ wird sowohl im Alltagskontext, am künstlerischen Beispiel und im philosophischen Diskurs betrachtet. Bewegungskonzepte aus der Geschichte des Jahrmarkts, des Figurentheaters und der frühen Kinematografie werden untersucht. Da Bewegung ohne den Begriff der Ruhe nicht denkbar ist, werden auch Ruhe, Stille und Pause betrachtet.

Recherche und intensive Auseinandersetzung mit jedweder zeitgenössischen Krisensituation, politisch, sozial oder privat. Rückzug oder Revolte. Akzeptanz oder Ablehnung. Liebe oder Tod. Chance oder Katastrophe. „Eine Krise ist im Allgemeinen ein Höhepunkt oder Wendepunkt einer gefährlichen Konfliktentwicklung…“

Ein analoges Display im öffentlichen Raum: „Prospekt“ erforscht als multimediale Performance die Veränderung von Perspektiven und reflektiert die Sphären zwischen Öffentlichem und Privatem, Nähe und Distanz. Ein Schaufenstertheater, das nicht nur Einblicke sondern auch Ausblicke anbieten will und gerade in einer sensiblen Zeit der Einsamkeit ein Gefühl von Verbindungen und Verbundenheit generiert.

katharinajej möchte binnen von drei Monaten (Januar bis März 2021) ihre künstlerische Aktivität stabilisieren. Diese Stabilisierung soll durch eine Restaurierung der bisherigen Webseite sowie des bestehenden digitalen Portfolios geschehen.

Die Forschung mit dem Titel „CATALYSTS“ wird sich auf die konkrete Funktion, die Auswirkungen und den Einfluss der FULL DROP-Tanzpraxis auf die kreative Arbeit von 20 Künstler:innen und Wissenschaftler:innen konzentrieren. Forschungsergebnisse mit dem Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel zwischen Praxis und Choreographie umfassen.

„WoidKunstImWald“ ist ein Kunstfestival, das sich im und über den Nationalpark Bayerischer Wald ausdehnt. Es versammelt für gut zwei Wochen regionale, nationale und internationale Künstler:innen an einmaligen Orten und umarmt lokale Tanzkulturen und Bräuche ebenso wie internationales Musiktheater und experimentelle, avantgardistische Ansätze, sowie Kräuterkundler:innen und Wolfsauslasser:innen.

In seiner Recherche möchte Conrad Edwin Wawra Kaosclown heraufinden, wie die „Corona-Krise“ für ihn als zeitgenössischer Komiker und Clown ein Neustart sein kann. Wie kann er durch Umstrukturierung seiner Show und unter Einbindung der aktuellen gesellschaftlichen Themen etwas Neues erschaffen? Er möchte Möglichkeiten finden, in denen Humor, Botschaft und Nachhaltigkeit eine gleichwertige Rolle spielen.

Die Utopie ist die positive Vision einer Zukunft, die befreit ist von den Komponenten, die in unserer gelebten Realität ein friedliches, gleichberechtigtes und harmonisches Miteinander verhindern. Die Beschäftigung mit Utopien ist zwangsläufig mit der Thematik des Scheiterns verknüpft. So könnte das Motto des Projektes lauten: Heiter scheitern – eine Ermutigung.

Werden wir demnächst Tanz als Livestream sehen, so, wie wir es vom Fußball oder Sportevents gewohnt sind? Rasanter Multikamera Schnitt?

„Bewegte Bilder und darstellende Künste“ ist ein Recherchevorhaben zu fachübergreifenden Impulsen aus Film und Filmkunst, um daraus Erkenntnisse für die Entwicklung von Videobühnenbildern, Tanzinstallationen und Tanzdokumentationen zu destillieren.

Die Puppenspielerin Anne Swoboda recherchiert in ihrer geschichtsträchtigen Heimatstadt Görlitz mit Sicht auf die dortigen 4000 Einzeldenkmale. Die Forschungsarbeit „lebendige Denkmale“ soll in kritischer Auseinandersetzung einen eigenen künstlerischen Blick auf Geschichte und Geschichten werfen. Figurentheaterminiaturen gespielt im Stadtraum können fundiert vorbereitet werden.

„TOUCHING VIBRATIONS- Tausend Teller – Tausend Plateaux“ (AT) untersucht anhand von Objekt-Körper-Landschaften das Verhältnis von Berührung, Tanz und Klang. Kreisläufe und Loops aus „Field-recordings“ und Tanz-sequenzen werden zu Tanzskulpturen gleichsam komponiert und choreographiert. In einem riskanten Balance-Akt wird das Verhältnis zur Umgebung, zur Welt der Dinge, zur Ecosphere verhandelt.

Julian Gerhard forscht über Entstehung, Entwicklung und Gegenwart der One-on-One-Performance. Kann man einen ernsthaften Dokumentationsansatz verfolgen oder schließt sich dieser von vornherein aus? In eine Videoreihe wird eine Zeitlinie der Aktions- und Performancekunst gezogen, mit dem Augenmerk auf Wegbereiter für One-on-Ones, wie Yoko Ono und Chris Burden.

Ab wann gilt eine Bewegung als Tanz, wer entscheidet darüber? Für „Une Danse Brute“ entwickle ich einen Vorschlag für ein tänzerisches Äquivalent zur „Art Brut“. Dessen Begründer Dubuffet war der Meinung: „Die wirkliche Kunst ist immer dort, wo man sie nicht erwartet“. Und genau darum geht es. Auf der Suche nach einer Ästhetik hinter den Tänzen, von denen die Tanzenden selbst gar nichts wissen…

Eine Einladung zum uneffektiven Verbringen von Zeit. In diesem Projekt soll der Zahn der Zeit gezogen werden, der Tage und Stunden bis ins letzte Detail mit Nützlichkeit ausfüllt. Es wird erkundet, wie ein Publikum dazu eingeladen werden kann, nutzlose Zeit gemeinsam zu zelebrieren. Hierzu werden gewöhnliche und abstrakte Tätigkeiten und Aktionen performativ erforscht.

Recherche zur Ermittlung der Pandemiebedingten Veränderung im Bereich von Varieté- und Zirkusshows. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Umgang mit der publikumsnahen Comedy. Inbegriffen sind Proben, Testläufe und der Erfahrungsaustausch mit anderen Comedykünstler:innen und Veranstalter:innen der Branche.

„DIE KUNST MEINER ELTERN“ ist eine Forschungsarbeit, die sich intensiv mit dem Verhältnis von erwachsenen Kindern zu ihren Eltern auseinandersetzt und dafür das Lieblingsbuch/Bild/Geschichte/Song eines Elternteils als Gesprächsgrundlage und Zugang zur generationsübergreifenden Auseinandersetzung über Alter, Herkunft, sozialer Schicht, Geschlechterbilder und emotionale Bildung nutzt.

In der Mitte des Lebens ist für viele Akrobat:innen die künstlerische Laufbahn zu Ende. Der Körper macht nicht mehr mit. Wem gelang es, trotzdem eine zweite erfolgreiche Bühnenkarriere zu starten? Warum gelang bzw. woran scheiterte dieser Versuch? Welche bühnennahen Tätigkeiten und Fortbildungsmöglichkeiten gibt es für alternde Akrobat:innen?

Die Loopstation steht bereit. Instrumente auch, ein Mikrofon sowieso. Kostüme, Bühnenbild – ich bringe alles mit. Alles was wir brauchen ist ein bisschen Platz. Das Buch will auf die Bühne. Und zwar jetzt.
Schauspieler und Musiker Holger Spengler singt, spricht und spielt Kinder- und Jugendbücher, wie man es so sicher noch nicht gesehen hat.

„WENN NIETZSCHE MIT MIR GETANZT HÄTTE WÜRDE GOTT NOCH LEBEN“. Ein Rechercheprojekt zur Entwicklung einer Körper- und Bewegungssprache, die es ermöglicht, emotionale Inhalte und Bilder spielerisch zu erkunden. Das Unsichtbare wird sichtbar gemacht. Aus dem Nichts, der Angst vorm Verschwinden und Gefühlen der Handlungsunfähigkeit wird Körper-Poesie im leeren Raum.

In der Recherche „Talking Finance“ beschäftigt sich Annegret Schalke mit Fragen der Finanzwirtschaft, Wirtschaftskrise und Geldpolitik und entwickelt ein tänzerisches Lecture-Perfomance-Format von starker Physikalität.

Ein Bild-, Ton- und Text-Ereignis zum Jüdischen Friedhof am Eschenberg zu Bremke. 44 Grabsteine und Geschichten, die gestern begannen und bis heute andauern.

Am Zentrum für Kunst und Medien ZKM Karlsruhe war Chris Ziegler Teil vieler Kollaborationen im Bereich Theater und Neuen Medien bis er 2013 in die USA ging. In dieser Zeit arbeitete er im Spagat an neuen Produktionen in den USA und Deutschland. Nun will er hier einen professionellen Neuaufbau schaffen mit Recherche, Dokumentation, Netzwerk- und Ideenentwicklung für neue Projekte.

Reste – eine Recherche zu baulichen Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus auf dem Land. Pascal Fuhlbrügge untersucht Bauten, Stätten und Landschaftsgestaltung des Nationalsozialismus und ihre Wirkung in der heutigen Zeit. Er untersucht Möglichkeiten, sich mit Mitteln der Performance zu den baulichen Hinterlassenschaften in seinem Umfeld zu verhalten, auch im Austausch mit anderen Künstlern.

Wenn dein Körper ein Ort wäre, wie würdest du ihn beschreiben? Die sinnliche Landschaft unseres Körpers ist permanent in Bewegung. „Common Splace“ widmet sich in einer spielerischen Exploration den Tälern und Meeren unserer Physis. Es ist eine Suche nach Übersetzungen und Vermittlungen sinnlicher Erfahrungen, ihren Abdrücken im Verbalen und dem was bleibt, wenn ihre Bewegungen zum Erliegen kommen.

Für das interdisziplinäre Schreib-Video-Format YouText wird eine solide Konzeption erarbeitet, die sich bundesweit umsetzen lässt, projektiv international. Laien schreiben für Profis, Autorinnen schreiben für Videolesungen, Schriftsteller:innen lassen sich impulsiv-lyrisch inspirieren, Schauspieler:innen können auch allein kreativ arbeiten und es entstehen dichterische Showreels.

Seit März 2020 sind zahlreiche Verträge weggefallen. Aktuell laufen 7 Produktionen, die aufgrund der Pandemie eingeschränkt bis gar nicht gespielt werden können. Durch Lockdown und aktuellen Ungewissheiten gibt es keine Einkommenssicherheit. Die irritierende Zeit soll für die Recherche einer Theateradaption zum Roman „GOLDREGENRAUSCH“, Weiterbildung zum Puppenspiel u.a. genutzt werden.

Aus dem Keller auf die Wiese – Das 12 Stufen Open Air Theater.
#kultueller_ungehorsam ganz Regelkonform.
Das Theater ändert sein Raumkonzept, sucht nach neuen Spielorten, Freiflächen und dem öffentlichen Raum, um diesen zu füllen mit intensiven Stücken abseits des klassischen Sommertheaters. Das Thema 2021: „Frauenrechte und starke Mädchen“.

Murat Kayi macht das Weltgeschehen hörbar und ermöglicht den Tanz auf dem Vulkan! Wer kennt sie nicht, wer verfolgt sie nicht, gerade in Zeiten von Corona? Die Kurven, Statistiken, Trends und Tendenzen. Genau diese Kurven gestalten hier elektronische Musik. Doch erst die Bewegungen der Besucher:innen ergeben das individuelle Hörerlebnis. So kann man die eigene Haltung zur Welt hören und erleben.

Die dialektische Realität, die Fiktion und das Problem der Rekonstruktion der Vergangenheit sind Anlass, den Herstellungsprozess eines Bühnenbildes näher in den Blick zu nehmen. Mit den „Faltenwürfen des Gewachsenen“ zu zeigen, was war, und Material weit mehr als nur als Hilfsmittel zu betrachten – als Realität in ihrer Komplexität – ist das Anliegen.

Unsere Leben sind von Momenten einschneidender Veränderung – Einschnitten – durchsetzt. Welche „Schnittstellen“ gibt es im Leben von Frauen und wie gehen sie und die Gesellschaft damit um? Wohin soll ich abbiegen? Welchen Klang hat mein neues Ich? Bin ich noch da? Wo ist mein Raum? Zwei Frauen, ein Instrument, Worte, Töne. Geh mit mir durch den Übergang. Spiel mir das Lied von der Veränderung..

Kriegerinnen, Königinnen, Reiterinnen, Brustlose – die Amazonen stehen als mythologische Figuren sinnhaft für eine Macht der Frauen, für das Matriarchat, Kriegerinnen, wagemutige Reiterinnen, Künstlerinnen an Pfeil und Bogen. In „Glauben sie unbedingt, dass ich eine Amazone bin“ wird der Mythos der Amazone in ein queer-feministisches Heute übertragen und ruft zu einem pazifistischen Kampf auf.

Mit „SOMATICHORUS“ konzipiert die Berliner Choreografin Diethild Meier ein posthumanes Musical, welches den Begriff der Gemeinschaft zelebriert, problematisiert und choreographiert. Das Chorprojekt beleuchtet unsere Sehnsucht nach Nähe, Kollektivität und Resonanz unter den aktuell in vieler Hinsicht besonderen Bedingungen und sucht nach polyphonen Ökologien der Zugehörigkeit.

Can an isolated, confined body transcend, and travel beyond space and time? Can the subconscious become a vessel for these journeys? „migrena2X2“ is a hybrid solo performance, which exists in a surreal space, made of embodied fragments of memory. It explores the accessing prophecy and destiny through an ecstatic ritual of summoning „the unknown“ into a slowly deconstructing body.

Im Landkreis Kassel liegt das Wasserschloss Wülmersen, das Anfang des 12. Jahrhunderts als Hofgut erbaut wurde und heute ein beliebtes Ausflugsziel ist. Für ein an Familien gerichtetes Kulturangebot soll die Geschichte des Wasserschlosses recherchiert und das historische Gelände auf Erzählmöglichkeiten untersucht werden. Eine erste „Story“ wird entwickelt und dramaturgisiert.

Das Thema des Projekts „Techno Fauna“ entwickelt sich um den zukünftigen Körper und spekuliert über eine posthumane Transformation. Es geht der Frage nach, wie diese Transformation die Art und Weise beeinflussen wird, wie wir uns in einer zukünftigen Welt bewegen, in Beziehung treten, ausdrücken und kommunizieren.

Recherche zu einer neuen Produktion: Um die nächsten Schritte zur Gleichberechtigung zu gehen, bedarf es einer emanzipatorischen Leistung des Mannes. Ein Narrativ muss her, das nicht zur Reaktion oder einer falschen Opfererzählung führt, sondern ein utopischer Beitrag ist zu einer neuen Männlichkeit, der als Anker für Veränderung von Männern taugt.

„Planetary Touch“ ist eine Praxis der Korrespondenz und des Austauschs zwischen nahen und entfernen Tanzfreund:innen, dem Tanz und ökologischen Formen. Die Praxis nährt und verschränkt menschliche und nicht-menschliche Beziehungen und sucht nach Möglichkeiten, lebendige Verbindungen ohne physischen Kontakt aufrechtzuerhalten und weiterhin weltweit zu expandieren, während wir an einem Ort bleiben.

Eine Tier-Wunderkammer und eine Reflektion über das Menschsein. Die Erfahrungen als Kuhhirtin wirken sich mehr und mehr auf die künstlerische Arbeit aus. Die Forschungsreise erzählt von Verdrängung und Ausbeutung, aber auch von Überlebenskünstlern und Verbündeten und ermutigt zu einem zukünftigen, gleichwertigem Zusammenleben von Tier und Mensch.

Eine künstlerische Auseinandersetzung mit der 1996 erschienenen Aids-Aufklärungsbroschüre mit dem Tauben Künstler und Aktivisten Gunter Trube; Aufarbeitung der damaligen gesellschaftlichen Situation, Milieus und künstlerischen Praxen, die Voraussetzung der Entstehung aber auch der besonderen Darstellungsform der Broschüre waren und Erarbeitung eines virtuellen Ausstellungsobjekts.

Hände sind faszinierend: berühren, begreifen, zupacken, loslassen… Beim Spiel folgen die Kinderhände meinen Bewegungen. Alte Fingerspiele bedeuten Fingerfertigkeit. Die Gestik der Hand – kulturell und rituell genutzt – setzt ausdrucksstarke Zeichen. Intensive Forschung zur Hand – für mehr (neurologisches) Hintergrundwissen, für Workshops, zur Strukturierung der eigenen Berufserfahrungen.

Was ist das Böse? Wie zeigt und gebärdet es sich? Und was hat es eben auch mit uns zu tun? Orientiert an dem Roman „Meister und Margarita” von Michail Bulgakow begibt sich Eva-Maria Glitsch für eine dramaturgische Vorrecherche für das experimentelle Tanztheaterstück „Sympathy for the devil“ auf eine philosophische, politikwissenschaftliche und ästhetische Suche nach „dem Bösen“.

Chris Kondek will research the world of Artificial Life, a branch of Computer Science that attempts to model in code the dynamics of living systems. He plans to develop a code based on biological algorithms to use in performance as well as gathering material to be used in a lecture performance about new ways of thinking our relationship to our data environments.

Fadenmarionetten und Roboter sind in gleicher Weise indirekt animiert. Die Fragestellung an beide Spielarten in diesem Projekts ist: was ist möglich, wenn die Formen miteinander verbunden werden? In dem Projekt „Hybrid-Marionetten“ befasst sich das fabtheater mit der Erarbeitung von Technologien, die die Verbindung beider Figurenarten ermöglichen.

Im Projekt wird Material entwickelt, das es ermöglicht, die Themenbereiche Beziehung und Sexualität in Zusammenhang mit dem Phänomen toxischer Männlichkeit in Soloperformances, Theaterpädagogik und für die Konzeption einer großen, interaktiven Performancewelt zu erforschen. Projektschwerpunkt ist die Vertiefung und Verortung der eigenen Arbeit durch das Studium relevanter Texte.

„Symbiose von Theater und neuen Medien“
Die eigene Ablehnung: Film im Theater! Das soll hinterfragt werden. Anderes wagen. Eine Herausforderung für den eigenen künstlerischen Weg. Mit Neugier sich selbst und die Zuschauer:innen überraschen. Wird die Ablehnung zu einer neuen Farbe des eigenen Tuns?

„Mein Punkt ist, dass der Körper in extremen Situationen wie auch in Bildern, die aus dem täglichen Leben stammen, zuallererst eine Art Fiktion ist, sehr nah am Theater.”
(Georges Didi-Huberman)
Ausgehend von dem Momentum der Krise als Extremsituation begibt sich Emanuele Soavi auf die Suche nach seiner Identität als Performer – sowohl in seiner Vergangenheit als auch für seine Zukunft.

Wird der Mensch als Bestie geboren und zum Star erzogen? Oder ist es genau umgekehrt? Heintje singt „Mama, du sollst doch nicht um deinen Jungen weinen“ während Jürgen Bartsch Kinder von der Kirmes entführt und auf grausame Weise ermordet. Beide Menschen verbindet eine Kindheit, die keine Chance auf eine normale Entwicklung zuließ. Eine Recherche(arbeit) über Kindheit, Mörder und Kindermörder.

Das Theater mit Puppen Stephan Rätsch plant die Inszenierung von einem besonderen Stück: „Peter Plüsch“ frei nach Manfred Kyber. Umgesetzt in eigener Regie und Ausstattung von Stephan Rätsch wird das Stück für Kinder und Erwachsene gleichermaßen sehenswert. Die Geschichte beleuchtet humorvoll unsere Wahrnehmung auf das Sichtbare und fordert uns auf, Respekt, Achtung und Ehrfurcht zu entwickeln.

Kollektives Schaffen fördern, sowie eine soziale und kulturelle Wertschätzung unterstützen, die dem Alltäglichen und Außergewöhnlichen, dem Sinnlichen, Vergessenen, Offensichtlichen und Unübersichtlichen gegenüber aufmerksam ist.

In Zeiten von geschlossenen Theatern und Bühnen, brauchen Tanzschaffende neue Formate, um ihre Kunst dem Publikum zugänglich zu machen. Neue Medien benötigen neue Produktionsweisen, jeder Transformation muss eine Recherche vorausgehen. Dieses Projekt soll einen theoretischen und praktischen Beitrag zur Entwicklung neuer digitaler Formate des Tanzes leisten vom Design bis zur Umsetzung.

Improvisationsmusikerin und Regisseurin Maria Trautmann untersucht, inwieweit sich musikalische Improvisation auf den Theaterkontext bzw. Sprache übertragen lässt. Improvisation bedeutet immer ein Verhältnis von mir zum Außen, ich setze mich mit dem auseinander, was ich nicht kontrollieren kann. Wie gehen wir als Gesellschaft mit dem um, was anders ist als wir, was nicht „normal“ ist?

Aus dem Objektsammelsurium einer aufgelösten traditionellen Bäckerei wird eine neue Objekttheaterinszenierung generiert. Welche Geschichten schlummern in den alten und genutzten Objekten, wie klingt Mehl, wie lebensbedrohlich kann ein Schneebesen sein, wie lieblich ein Messer, was kann ein Blech erzählen, und was bloß ist Schwaden?? Das alles gilt es herauszufinden!

Tobias Gronau wird in seiner Recherche ausloten, wie die Theatermusik vom Klimawandel erzählen kann. Text- und Musikskizzen werden Themenfelder wie Systemblindheit und die Verantwortung für Das-ewige-Weiter bearbeiten. Damit möchte er einen Beitrag zu der Frage nach der Erzählbarkeit der Klimakrise im Theater leisten.

Recherchen zur Umsetzung einiger der eigenen Puppentheaterstücke in Hörspiele, um durch die Covid-Pandemie entfallene Einnahmen teilweise ausgleichen zu können. Es geht dabei um eine künstlerische Weiterentwicklung, überregionale Repertoire-Erweiterung und Ermöglichung zusätzlicher künstlerischer Angebote.

Frau Merkel dankt älteren Menschen für ihr Verständnis in der Pandemie. Keiner soll isoliert werden. In dem generationsübergreifenden Projekt „UnDuso?“ werden Begegnungsmöglichkeiten gesucht. Jugendliche führen Interviews mit Menschen Ü70, generieren Material. Ein Ringen um Verständnis für möglichst unterschiedliche Betrachtungen. Alles, was bleibt, ist das Einander-Zuhören. Das wird erforscht.

Entwicklung von Anwendungen der Forschung auf „The Masque of Darkness“, ein neues immersives Opernprojekt in Zusammenarbeit mit den Komponisten Daniel Brandt (Deutschland) und Owen Morgan Roberts (Großbritannien/Frankreich), ein modernes allegorisches Werk wird geschaffen, das auf der Idee des Anikonismus, der Macht des reduzierten Bildes, basiert.

Anna Maria Damm wird verschiedene (Alltags)Gegenstände, aber auch Materialien und Elemente hinsichtlich ihrer Bühnenwirksamkeit und ihres Erzählgehalts bzw. der Vermittlung sinnlicher Inhalte untersuchen. Komposition eines „vielsinnlichen“ theatralen Raums.

„Partitur“ ist ein Forschungsprojekt, um zu untersuchen, wie durch körperliche Bewegungen und ein „visual score“ „individuelle Existenz“ und „Beziehungen zu anderen“ hergestellt werden können. In Zusammenarbeit mit Künstler:innen verschiedener Genres wird die Bedeutung der individuellen Existenz in der Gesellschaft betont und nach Wegen gesucht, andere zu akzeptieren und mit ihnen zusammen zu leben.

Auf unbestimmte Zeit verschwinden Chöre aus der öffentlichen Darstellung. Aber wie lassen sich der Rausch gemeinsam sprechender Menschen und ihre Verschiedenheit in der Einigkeit technisch übersetzen? Arbeitsmethoden und Produktionstechniken chorischer Arbeit stehen im Zentrum der Versuchsanordnungen, um ohne Ansteckungsrisiken Menschenmengen zu versammeln und akustische Cluster zu bilden.

Wie können Krankheit und fragmentierte Erinnerung einen tanzenden Körper informieren? In „Happy Days“ wird auf das Konzept einer „fragmentierten Erinnerung“ eingegangen, vor allem in Zusammenhang mit dem tanzenden Körper und seiner vielschichtigen Erfahrungen und muscle memories.

Mit Prinzipien, die denen des zeitgenössischen Zirkus ähnlich sind, entwickelt sich die Zauberei seit nun zwei Jahrzehnten vor allem in Frankreich zur eigenen Sprache in den darstellenden Künsten. Kolja Huneck möchte durch die Förderung seine Praxis in Objektmanipulation und Magie ausbauen und verbinden. Auch auf theoretischer Ebene rund um die „Philosophie der Magie“ wird studiert und recherchiert.

Ausgangspunkt der Recherche ist die Vielfalt des urbanen Tanzes mit dem Schwerpunkt Breakdance. Diese spezifischen Techniken des Breakdance sollen mit zeitgenössischen Techniken auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht werden. Mit den Ergebnissen sollen dann beide Formen fusioniert werden. Es soll eine Mischung aus urbanen und zeitgenössischen Bewegungen bzw. Training kreiert werden.

Recherche: Suche nach Bühnen-Ideen, die sich aus der Veränderung vertrauter Gegenstände ergeben können. Das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen entdecken! Experimente mit kleinen Formaten – und aus diesen verblüffende Bühnenräume entwickeln. Herausforderung: Theatrale Eroberung der immer wieder anderen Räumlichkeiten in den Kitas als Spielstätten.

„WOD 3“ ist die autobiographische Auseinandersetzung der Macherin und des queeren Casts mit dem Freiheitsbegriff mit Zeitgeistkontextualisierung. Poetisch ist die Rede von lebensbedrohenden/die Seele krankmachenden Arztdiagnosen, Vergewaltigungen, Homophobie… genauso von lebensbejahendem Sex und Glücksgefühlen. Und immer wieder ist da die Natur und dann die Neuinterpretation des Lila Lieds 1920.

Vor acht Jahren erlitt Ilya Noés Mutter einen Schlaganfall, der sie lähmte und ihr die Sprache raubte. Kurz nach dem Tod der Mutter Anfang Oktober las Ilya Noé von einem Komapatienten, der nach der Einnahme eines Schlafmittels für eine Stunde plötzlich wieder sprechen und gehen konnte. Was wäre, wenn der Künstler:in und ihrer Mutter eine solche Stunde geschenkt werden könnte? Wie kann eine solche Vision in der eigenen Kunst materialisiert werden?

Wie kann man auch im fortgeschrittenen Alter, Artist:in/Künstler:in bleiben? Welche Auswirkungen hat die zunehmende Digitalisierung auf die künstlerische Arbeit? Gedanken über die Gestaltung einer künstlerischen Zukunft…

„Rückzug im Raum“ ist eine Konzeptentwicklung für ein feministisches choreographisches Projekt mit dem Hintergrund des „Object Oriented Feminism“. Objekte sind komplexe Entitäten, die niemals vollständig erfasst und begriffen werden können. In der Recherche geht es um die Frage, was es bedeutet, sich selbst als Objekt, und andere Objekte aus der Sicht eines Objekts zu betrachten.

Die Puppenspielerin Sabine Zinnecker wird eine Akquise zu neuen Open Air Auftrittsmöglichkeiten für Figuren- und Musiktheaterproduktionen in Norddeutschland durchführen. Dazu gehören: Bestandsaufnahme und Suche nach Open Air geeigneten Spielorten, Entwicklung flexibler Spielformate, Überarbeitung des Werbematerials diesbezüglich, Kontaktaufnahme zu Veranstaltern, Planung von Gastspielen für 2021.

„Gebauter Wandel – Baustellen als szenische Orte“ ist ein Rechercheprojekt mit dem Vorhaben, mit Kindern szenische Potenziale aus Baustellen einzufangen. Hierzu werden in Kollaboration mit dem FUNDUS THEATER / Theatre of Research Kindergruppen eingeladen, kommentierend Baustellen zu betrachten und zu analysieren. Ziel der Recherche ist ein transportables Vermittlungsformat.

Das Rechercheprojekt „CIAO MARE“ kreiert eine Dystopie über Wassermonster, die vom Aussterben bedroht sind, und spinnt eine Geschichte von ihrem neuen Leben im Trockenen. Denn wenn die Meere, Flüsse und Seen weiterhin verschmutzt, mit Plastik überschüttet werden und völlig austrocknen, dann müssen sich auch die Seeungeheuer bald ein neues Zuhause und eine neue Beschäftigung suchen.

Aline Benecke will eine diasporische Perspektive schaffen, die über Fasia Jansens Positionalität und Verbundenheit mit Schwarzen Menschen spekuliert. Hierfür sucht Aline Benecke in Archiven nach Briefwechseln zwischen Fasia Jansen, Hans Rhoevi und Drani Mokpokpo. Zudem soll ein mehrheitlich Schwarz positionierter Chor gegründet werden, der Fasia Jansens Lieder singt, hierfür werden die Lieder neu arrangiert.

Die Künstlerin legt in ihrer neuen politisch-historischen künstlerischen Auseinandersetzung den Schwerpunkt auf das Thema Kolonialismus. Davon ausgehend, dass Rassismus als gesellschaftliches Prinzip tief in unsere Strukturen und Diskurse, damals wie heute, verankert ist, richtet sie ihren Blick auf die wenig beachtete Rolle der Frauen im Kaiserreich und ihr Wirken im kolonialen Alltag.

Die Sphären von Theater und Digitalität haben sich in den vergangenen Jahren nicht nur immer weiter angenähert, an manchen Stellen konnten sie sich bereits treffen. Mit dem Ergebnis der Recherche zu Möglichkeiten des Digitalen für die Bühne soll ein weiteres Zahnrad für die Fortentwicklung dieser Verbindung geschaffen werden.

Show and Tell möchte die ästhetischen Merkmale, Erzählpraktiken und interaktiven Formate von populären Streamern und Gamern der Streaming-Plattformen YouTube und Twitch untersuchen. Welche neue Form wird möglich, wenn sich Theatermacher:innen mit der visuellen Sprache von Streaming-Plattformen auseinandersetzen? Wie könnten sie daraus eine neue künstlerische Formsprache entwickeln?

Erstens wird Ben Drummers eigenes Posting-Verhalten sich dem zeitgenössischem Posting Verhalten des Mainstreams versuchen anzunähern, um (ganz offen gestanden) die Fanbase zu erweitern und schneller in direkten Kontakt mit Fans zu kommen. Zweitens soll die Recherche zur Inspiration neuer Monologe und szenischer Darbietungen beitragen.

Die bewilligten Fördermittel erlauben es Bärbel Frank vom Theater Brausepulver, sich für die Dauer von zwei Monaten intensiv in die Geschichte der Titanic einzuarbeiten.

Die einzig zuverlässige Konstante im Moment: alles verändert sich! Unsere ABHÄNGIGKEIT von allem und unsere Verantwortung im Hier und Jetzt. Was macht es mit mir, dass alles umso unstetiger ist? Eine Auseinandersetzung mit den Mitteln des neuen Zirkus zum Thema Ungewissheit und beständigen Wandel mit einem nicht artistischen Objekt: Treibholz – ein verloren gegangenes Teil eines Ganzen.

„A Longing for…“ erkundet in Bewegung und Stimme die mögliche feministische Utopie eines Lebens einer Nonne im Mittelalter. Durch die Auseinandersetzung mit historischen Texten und Chorälen weiblicher* Autor:innen (z.B. Hildegard v. Bingen) versucht Carrie McIlwain eine Praxis der Verkörperung vergangener Erfahrungen zur entwickeln und dabei eine fikitive/mögliche neue Welt auf der Bühne zu erschaffen.

Wie begeistert man junge Menschen für politisches Kabarett? Ein Video? Ein witziges Lied? Eine lustige ironische Szene? Oder alles in einem? Vielleicht hat Kabarett in Deutschland ja schon alles was es braucht, um geliebt zu werden, benötigt aber einfach mehr Aufmerksamkeit?

Es wird untersucht, wie öffentliche Plätze in Wohngebieten vom Theater genutzt werden können, um die Lebensqualität in der Umwelt zu verbessern. Es wird untersucht, wie die Schwelle zu hochwertigen Theateraufführungen gesenkt werden kann, um altes und neues Publikum zu vereinen. Und ob Theater als Tradition wieder belebt werden kann.

„Alle meine kuratorischen Entscheidungen basieren auf Freundschaft“ – Es bedarf eines Um- und Nachdenkens über Kuration in den performativen Künsten bzw. deren Leitbilder. In einer Recherche zu Prinzipien von Freundschaft widmet sich Felizitas Stilleke der Suche nach Formaten und Formsprachen, die eine verbindende Kraft generieren, und aus der sich Konzepte der geteilten Verantwortung ableiten.

Entwicklung einer Tanzpraxis, die auf Atemlosigkeit basiert und die Methoden aus dem Tanz mit jenen des Apnoe-Tauchens verschränkt. Beforschung von neuen Ästhetiken und Bedeutungsebenen der tänzerischen Bewegung bei bewusst angehaltenem Atem.

Die Recherche bezieht sich auf die Entwicklung einer Workshopreihe, die das Phänomen Rave als ein Event untersucht, das intensivste Erlebensmomente bis hin zu ekstatische/tranceähnliche Momente auslösen kann. Dies wird zusammen mit einem Musiker elektronischer Musik weiter aufgegriffen und ein Format entwickelt, das sich aus dem zeitgenössischen Tanzkontext heraus mit Prinzipien der Clubbing-Kultur verbindet.

„WHO IS THORD1S“ ist ein doppelsträngiger Recherche- und Probenprozess für das experimentelle Art-Pop-Projekt „THORD1S“ von Performer:in, Musiker:in und Produzent:in Thordis M. Meyer. Darin befragt, festigt und vertieft Thordis M. Meyer die eigenen musikalisch-technischen Fertigkeiten und lotet anhand von Vor_Bildern und Manifesten das performative Potenzial der Kunstfigur THORD1S aus.

Wie können Arbeitsmethoden für die Realisierung von Bühnenperformance und Filmen zusammengeführt werden, um Tanzbewegung auf neue Weise erfahrbar zu machen? Bei dieser Recherche stehen vor allem die Choreographie von Kameraführung und die Verknüpfung von Tanz- und Kamerabewegung im Vordergrund. Die Kamera – Auge des Zuschauers – kann neue Perspektiven und Wirkungen von Tanz in Bildmedien eröffnen.

Relikte von Performances und mit Geschichten aufgeladener „Dinge“ möchte Doro Seror zerlegen und neu zusammensetzen. Sie recherchiert die Bedeutung und Verwendung von „Ver“-Kleidungen und Objekten in Ritualen örtlicher Traditionen. Dies stellt die Grundlage für eine zukünftige Performancereihe dar, die Protagonist:innen diverser folkloristischer Gruppen, ihre Utensilien und Rituale integriert.

Ein beeindruckender, charmanter Mann entpuppt sich als unbeschreibliches Monster. Er wird verurteilt. Nach ausgiebiger Recherche mit Hilfe von Psychologen, seinem Umfeld und seinen Opfern, soll den einzelnen Parteien eine Stimme gegeben werden. Was in der Realität nie stattfinden wird, bringt Katharina Uhland auf die Bühne: Eine Begegnung der diversen Parteien. Der Täter trifft auf seine Opfer und hört zu.

Der Vater war Selfmade-Millionär. Sein Vermögen verdankte er zweifelhaften Quellen. Wie gehen wir mit unserer Herkunft und dem Erbe unserer Eltern um? Eine Auseinandersetzung, die das Automobil und den Zwiespalt zwischen Dankbarkeit und Ablehnung thematisieren soll.

Der Vater war Selfmade-Millionär. Sein Vermögen verdankte er zweifelhaften Quellen. Wie gehen wir mit unserer Herkunft und dem Erbe unserer Eltern um? Eine Auseinandersetzung, die das Automobil und den Zwiespalt zwischen Dankbarkeit und Ablehnung thematisieren soll.

Die pfälzische Industriestadt Ludwigshafen beheimatet den einst „modernsten Bahnhof Europas“ (Baujahr 1969). Vom einstigen Vorzeigeprojekt geblieben ist ein teils verwaistes, weitläufiges Areal, das noch immer durch seine utopische Architektur besticht. „ASTRALAND“ feiert die Dysfunktionalität dieses „lost place“ und arbeitet mit performativen Mitteln an seiner Wiederbelebung als öffentlicher Ort.

Ein Kohlenstoffatom ist von vier anderen Atomen umgeben. In der höchsten Symmetrie entsteht dadurch ein Tetraeder. Es ist der Grundbaustein allen Lebens. Anett Simmen möchte in der Natur-und Geisteswissenschaft, in Technik und Architektur zum Tetraeder forschen, um daraus inhaltliche und choreographische Inszenierungsansätze für ein Ensemble-Projekt zu gewinnen.

„UN_human. Das, was fliegen kann“ beschäftigt sich mit der Recherche moderner Großstadtarchitektur und Urbanität. Ausgehend vom Mythos des Ikarus untersucht es philosophische, literarische und filmhistorische Quellen und transformiert reale urbane Lebenswirklichkeiten (LED-Technik, Baumaterial, Ventilatoren) ins Theaterkostüm. Ein „Wunderland“ der Erfindungen, aber ist das alles (noch) menschlich?

„UN_human. Das, was fliegen kann“ beschäftigt sich mit der Recherche moderner Großstadtarchitektur und Urbanität. Ausgehend vom Mythos des Ikarus untersucht es philosophische, literarische und filmhistorische Quellen und transformiert reale urbane Lebenswirklichkeiten (LED-Technik, Baumaterial, Ventilatoren) ins Theaterkostüm. Ein „Wunderland“ der Erfindungen, aber ist das alles (noch) menschlich?

„METABOLIC“ is a project about the politics of body-food relationship. It researches value systems around eating, body image and sustainability in the professional field of performing arts. It also reflects on choreographies of commensality in times of social distancing. How does the social activity of eating link to practices of care today? In what sense is eating both personal and political?

In „Roads“ möchte Marcelo Dono mit den Kulturgütern experimentieren, die in seiner Vergangenheit koexistierten. Gleichzeitig auf andere Miteinwanderer in Hamburg zugehen, ihren Geschichten, Erfahrungen und Gedanken zuhören. Und schließlich fragen, wie sie sich auf Bewegung und Komposition auswirken können und was unser Identitätsgefühl in der heutigen globalisierten Welt ausmacht.

In diesem Projekt beschäftigt sich eine Tänzerin mit dem Fallen und Loslassen im Zeitgenössischen Tanz als auch in der Luftartistik. Welche Gemeinsamkeiten und Schnittstellen lassen sich finden und welche Abgrenzungen gibt es? Es entsteht eine Recherche über die Ausdrucksmöglichkeiten der beiden Bewegungsarten und den schöpferischen Prozess, bei dem interessante Bilder entwickelt werden können.

Für die alleinstehende, ältere Frau Arndt ist der einzige Zugang zur Außenwelt die Paketverteilung aus ihrer kleinen Berliner Wohnung heraus. Unter Zeitdruck stehende Zusteller:innen nutzen sie als Depot und sie zahlen ihr für die Verteilung der Pakete eine Rentenaufbesserung. Ihre Nachbar:innen lernt sie durch die Abholung der Pakete kennen. Ein Mikrokosmos, der zur Bühne für Frau Arndts Erzählungen wird.

Das Vorhaben beinhaltet die intensive Recherche und Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Liebe. Sie verfolgt eine Utopie. Wird zu einem Labor und einem Archiv in dem untersucht wird, welchen Stellenwert die Liebe mit all ihren Aspekten in der Gesellschaft hat, in einer Zeit, die von Einsamkeit und sozialer Isolation geprägt ist. Die Ergebnisse münden in einer filmischen Dokumentation.

Bis jetzt hat Vanessa Lee zumeist fünf Hüte auf zwei Beinen jongliert. Acht Beine in schwarz-weiß gestreiften Strumpfhosen unter einem knallroten Tütü wirbeln durch die Luft und hypnotisieren die Zuschauer. Nur zwei Beine können echt sein, doch welche? Ein skurriler Spinnentanz. Virtuos, witzig und charmant verführt Vanessa Lee ihr Publikum und verblüfft nebenbei noch mit Zaubertricks.

Ein Recherchevorhaben, das den strukturell perfekten Boden für eine individuell freiheitliche Kunst sucht, bei gleichzeitiger Wertschätzung und zärtlichen Haltung den fremden und eigenen Impulsen gegenüber.

„MUTTERARBEIT“ untersucht die Erfahrung von Mutterschaft jenseits von stereotypen Bildern und Zuschreibungen. Die unsichtbar gemachte Arbeit von Mutter-Sein und Mutter-Werden steht dabei im Zentrum. Die Schreibarbeit sucht nach neuen Bildern, Narrativen und Utopien, um das spannungsgeladene Dreiecksverhältnis von Mutter-, Kunst- und Lohnarbeit in einem neuen Licht zu sehen.

Durch die Recherche „Band Eins“ wird eine Konzeption für ein immersives Theaterprojekt auf der Grundlage des ersten Bandes von Karl Marx’ „Das Kapital“ erarbeitet. Die Recherche geht der Frage nach, welche Strategien bei einer Adaption eines gesellschaftsanalytischen Werkes zur Anwendung kommen können, um Theorie erfahrbar zu machen und der Gefahr nicht-theatraler Didaktik entgegenzuwirken.

Performerin und Autorin Lena Ries setzt sich in Ihrer Recherche „Go Solo“ damit auseinander, was es bedeutet, sich als Frau in einem Metier, in dem Aussehen und Alter essentiell erscheinen, solistisch auf der Bühne auszuprobieren. Wie verändert sich der Körper und wie können diese Veränderungen vor allem bereichernd sein? Wie kann Akrobatik eine autobiographische Performance bestärken?

„Moving the Red Landscapes“ ist eine choreografische Recherche, die poetisch und durch den sich bewegenden Körper das universelle Phänomen der Angst und ihre Resonanz im Körper erforscht. Es ist eine Recherche nach den Modalitäten, die es den gefürchteten Körpern (den roten Landschaften) ermöglicht, in Bewegung zu bleiben.

Eine Recherche im Handschattenspiel mit zwei Lichtquellen. Die Kunst einen Schatten so zu werfen, dass an der Wand ein Bild oder eine Geschichte entsteht wird zu einem spannenden Balance-Akt, wenn zwei Lampen im Spiel sind. Die Künstlerin erforscht das Spannungsfeld zwischen zwei synchronen Schatten, die sich je nach Licht-Perspektive verzerren, verziehen oder verwandeln.

Einen „AKZENT“ zu haben, bedeutet, ein wenig über sich selbst zu erzählen, ohne ständig über sich selbst zu reden. Welche anderen Geschichten und Narrative kann dieser Körper erzählen? Anna Júlia Amaral und ihr „AKZENT“ kommen mit der Sehnsucht nach neuen Themen und Strategien des Storytellings. Was wollen sie auf der Bühne erzählen? Wie? „AKZENT“ ist eine Gelegenheit, über sich selbst hinauszugehen.

„The Archive of Described Dances“ ist eine Recherche, die das visuelle Verständnis von Tanz erweitern möchte und Tänze zum Sehen, Hören und Lesen untersucht und sammelt. Ausgehend von der Frage, ob wir durch die Wörter einen Körper finden oder durch den Körper die Wörter, untersucht dieses Archiv die Beziehung zwischen Camouflage, Sprache und (Audio)Deskription.

Das Rechercheprojekt geht der Frage nach, ob und ggf. wie es möglich ist, Theaterfiguren zu kreieren, die je eine einzelne Emotion verkörpern. Welche Gefühle eignen sich besonders gut zur Darstellung? Mit welchen Materialien lassen sich diese umsetzen? In die Studien sollen auch Untersuchungen anderer Kunstformen aus Geschichte und Gegenwart mit einbezogen werden.

Wie können Zuschauer:innen zu aktiven Beteiligten einer Inszenierung werden? Welches Setting lädt das Publikum besonders zum Interagieren ein? Diese Fragen sollen im Rahmen des #TakeCare-Vorhabens mit Mitteln des zeitgenössischen Figurentheaters beantwortet werden und die Antworten in zukünftige Inszenierungen einfließen.

In der Corona-Pandemie ist auch die Prognostik in die Krise geraten. Die Zukunft erscheint wieder radikal ungewiss. „2021: One year after the future“ ist eine Recherche in den Bereichen Performancekunst, Prognostik und Science-Fiction, basierend auf Material aus dem Projekt „2020: A Performance Time Machine“ von random people, in dem seit 2010 versucht wurde, die Zukunft des Jahres 2020 vorherzusagen.

Sachsen ist mit seinen Dutzenden Dialekt-Varianten ein wunderbar vielfältiges Bundesland. Martin Berke möchte es ein bisschen sprachlich ergründen. Warum der Ostsachse den Westsachsen nicht versteht, und was es mit dem Vogtländischen auf sich hat, warum der Erzgebirgler kaum verstanden wird und wie all das auf uns wirkt. Und vielleicht lernt er dabei auch, wie man nicht ganz so sehr sächselt.

In „überLeben“ recherchiert Magdalena Scharler in Seniorenheimen zu individuell-biographischen Bruch-und Transformationsprozessen im Spannungsfeld unterschiedlicher Gesellschaftsformen im Umbruch und entwickelt partizipativ-performative Umsetzungsmethoden, um in Zukunft Brücken zu schlagen zwischen Theaterraum und dem vom gesellschaftlichen Diskurs abgegrenzten „Nicht-Ort“ Seniorenheim.

Die Welt wird komplizierter, die Antworten einfacher. Sekten, Kulte und Verschwörungsmythen haben Hochkonjunktur. Was bedeutet es, in einer geschlossenen Blase mit einem allumfassenden Welterklärungsmuster zu leben? Wie funktionieren diese Erzählungen? Wie eliminiert man Zweifel? Eine Recherche zu religiösen und säkularen Glaubensgebäuden.

Wir schauen, bis uns etwas klar wird. Es gibt unendlich viele Beschreibungen der Welt, je nachdem, wer von wo draufschaut. Wer von einem entfernten Planten auf unsere Erde schaut, sieht unsere Vergangenheit. Welche Überraschung kann ich erleben, wenn ich genau hinschaue und versuche physikalisch zu verstehen? Wie geht getanzte Physik? Eine Aneignung.

Das Projekt !Umschnitt! erforscht, wie sich die Cut-Up Technik, die William Burroughs in seinen Büchern, Filmen und Fotokollagen entwickelt hat auf die Gestaltung eines experimentellen Musiktheaters anwenden lässt. Es werden Wege gesucht, die schwebende, multi-verweishafte Struktur Burroughs in ein gesungenes Bühnengeschehen einzuschreiben.

Wie viele Gesichter hat Einsamkeit? Dieser Frage soll nachgegangen werden in Interviews, in der Bücherei, dem Netz und dem eigenen Leben. Wie schnell läuft der Mensch in unserer Gesellschaft Gefahr, in eines dieser Gesichter zu schauen und was könnten Auswege sein.

„SHE BEATS!“ wird eine Arbeit über die Beat-Poetinnen der 1950er Jahre. Diane di Prima, Elise Cowen, Hettie Jones, Joyce Johnson…sind Vorfahrinnen des Feminismus, doch uns weitgehend unbekannt. Die Autorin Kirsten Reinhardt will ihren Werken und Wegen nachspüren und über eine Recherche in den Dialog treten mit den „She Beats“ über Kunst und Feminismus, Mutterschaft und weibliche Kunstproduktion.

„27 Club“ ist eine Beerdigungs-, Kabarett- und Drag-Show über eine Quarter-Life-Krise. Im postapokalyptischen Jahr 2021 stellt sich Paola Pilnik seinen*ihren eigenen Tod im Alter von 27 Jahren vor. Mit Liedern von Musikern, die im Alter von 27 Jahren starben – wie Jim Morrison, Janis Joplin usw – erinnert Paola sich an wichtige Momente und hält Grabreden auf wichtige Personen in seinem*ihrem Leben.

Susanne Ranitz möchte ihre Rolle als komische Kellnerin weiterentwickeln, um langfristig unabhängig zu sein und Solo-Programme präsentieren zu können.

Pionierin der Cyberformance Helen Varley Jamieson wird ihre Erfahrungen und ihr Wissen aus mehr als 20 Jahren Arbeit in der digitalen Kunst untersuchen, erfragen und dokumentieren. Die Ergebnisse von „Devising with Distance“ wird sie in einem praktischen Handbuch für Theater- und Performance-Künstler:innen, die den Übergang von der physischen zur virtuellen Bühne vollziehen wollen, veröffentlichen.

Kai Brügge erforscht die Möglichkeiten zum tänzerischen Dialog mit Maschinenintelligenzen. Kann ein abstraktes Wesen aus Mathematik über Tanz kommunizieren? Können Mensch und Maschine gemeinsam Tanz kreieren? Was macht uns als Menschen aus, können wir von Menschen und von künstlichen neuronalen Netzwerken geschaffene Choreographien voneinander unterscheiden?

Inwieweit prägen Mädchen oder Frauen untereinander vielleicht schon in frühen Jahren lang die Schemata, in denen sie sich später bewegen und in denen sie sich vielleicht sogar gefangen fühlen? Und inwieweit bestärken Frauen ihre männlichen Gegenüber in ihrer toxischen Männlichkeit durch verinnerlichte Sexismen? Können wir eine feministische Debatte führen, die Grenzen überwinden?

„Panorama“ is a research project that reflects around the act of suspending and the state of suspension. This research investigates its temporal dimensions and potential to affect senses, imposed rhythms, and the way we produce meaning. It asks from a choreographic perspective: what does suspension do to the sense of an action, a function, a space, a body? What can we do in suspension?

„IT’S NOT going viral“ ist die Recherche eines Werkformats von gerechter Aufführungspraxis, das sowohl on- und offline Publikum, als auch on- und offline Performer:innen intergriert. Ziel ist die Erarbeitung einer Strategie zur parallelen Präsentation und Vermarktung in mehreren deutschen Städten und im Internet. Ausgangspunkt ist eine Performance, die sich an dem Prinzip des Internetmemes orientiert.

Die Recherchephase soll ergeben, welche inhaltliche Form und welcher Stoff behandelt werden soll, damit ein immersiver Möglichkeitsraum entstehen kann. Dieser Möglichkeitsraum ist technisch so konzipiert, dass sich der:die Performer:in frei bewegen kann und durch die Interaktion mit auf der Bühne befindlichen Elementen eine variable Klangwelt, ein Musiktheater oder Hörspiel generieren kann.

2021 jährt sich das Anwerbeabkommen zwischen der BRD und der Türkei zum 60ten Mal. Bei der Entsendung der Arbeitskräfte ging man davon aus, dass diese nur ein paar Jahre bleiben, das war für viele nicht der Fall. In der Recherche führe ich mit Immigranten aus drei Generationen Interviews und entwickle aus ihren Erfahrungen und Geschichten ein halb dokumentarisches, halb performatives Theatermaterial.

„In weiter Nähe“ ist eine klang-künstlerische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Nähe. Steph Krah untersucht die Auswirkungen unserer veränderten Praktiken von körperlicher Ko-Präsenz auf die Erzeugung emotionaler Nähe. In einem szenischen Klangspiel lässt sie verschiedene Stimmen laut werden und Antworten auf die Frage suchen, wie wir Distanz halten – und wie wir den Raum dazwischen überbrücken.

Von Laura Eggerts Reisen ist in den letzten Jahren eine multimediale Sammlung entstanden. Da sie immer auch als Künstlerin reist fragt sie sich: Wofür das Erlebte festhalten? Das Material soll geordnet und in Relation gesetzt werden zu dem „Wofür?“ und dem eigenen Privileg. Die Vermischung der Aufnahmen macht das Erlebte zur Erzählung, zu einem Erinnerungskonstrukt in filmisch-musikalischer Form.

Das Quietschen der Reifen, als das Nachbarskind von einem Auto angefahren wurde, die Notbremsung der U-Bahn beim Einfahren in die Station oder das Bild meiner abgemagerten Großmutter beim Schienenlegen in Sibirien. Was machen traumatische Erlebnisse mit uns? Was passiert mit dem Körper und dem Geist eines Menschen nach einer Katastrophe, einem Unfall, einer Krankheit oder einem Verlust?

Nach ihrer jüngsten Arbeit „Seeing – von der Kunst zu sehen“, ein partizipatives Seh- und-Raum-Experiment, sieht Christin Zarzinsky vor, an der Recherche und inhaltlichen Generierung für ihre Projektidee „Listening – von der Kunst des Zuhörens“ zu arbeiten. In einem zweimonatigen Prozess aus Feldforschung in Stadt und Natur, praktischen Übungen und Aneignung von Fachwissen erkundet sie das Zuhören.

Die Recherche beschäftigt sich mit den performativen Eigenschaften von Material auf der Bühne. Dabei wird auf Theorien aus der bildenden Kunst zurückgegriffen, z.B. dem „found object“, und in Bezug zum Theaterkontext gesetzt. Das Material wird dabei politisch verstanden und tritt als echtes Gegenüber zum gesprochenen Text, dem Produktionsapparat, den Schauspieler:innen etc. auf.

Zwei humanoide Roboter brechen aus der Schrottpresse aus und machen sich auf ihrer Flucht Gedanken über ihre Herkunft, den Sinn an sich, ihre Beziehung zu den Menschen und ihre Zukunft. Ein Comic, eine Graphic Novel als Regiebuch für eine Inszenierung, ein Choreografisches Theater, evtl. auch ein Film.

„Out Of The Ring“ nimmt die Zuschauer:innen mit auf eine Reise durch ihre Stadt und lädt sie ein, Berlin durch die Vielfalt der interkulturellen Geschichten, zu betrachten. Die Teilnehmer:innen erhalten Kopfhörer und eine Karte, die sie unterwegs ausfüllen müssen. Die Tour kombiniert Performance, Film, Musik und Urbanismus. Die Gruppe wird zu drei Stationen laufen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt.

Das Leben ist Schön! – eine inhaltliche und pädagogische Materialsammlung zum Thema „Glück“ für eine Theaterwerkstatt mit Menschen mit Behinderung.

Film als Erweiterung zum Theater? Wie geht das? Was ist dabei zu beobachten? Wie schaffen Theaterschaffende den Schritt in die Welt der digitalen Medien? Wie soll Theater online überhaupt funktionieren? Julian Bell will seine jahrelange Theatererfahrung mit neuen digitalen Medien verbinden. Das heißt Recherche, Interviews mit Filmschaffenden, Probefilme drehen und Feedback von Film- Theaterschaffenden einholen.

„Karma Fit“ ist eine multidisziplinäre Aufführungszeremonie, die von der psychedelischen Hexe KARMA SHE geleitet wird – eine geleitete und energiereiche Reise, die Bauchtanztechnik mit ekstatischen Tanzelementen kombiniert, um kreative weibliche Energie freizusetzen. Dieses performative Ritual beinhaltet Live-Gesang von KARMA SHE zu ihren selbstproduzierten elektronischen Beats.

Eine Idee für eine hygienekonforme Open-Air-Bühne auch in kühleren Jahreszeiten kann sein: Das Publikum schaut von den eigenen Balkonen auf 15-minütige Darbietungen im Innenhof. Dafür müssen künstlerisch taugliche Inhalte gefunden werden, die technischen Realisierungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum probiert, die notwendige Informations- und Infrastruktur sowie die Kontakte erarbeitet werden.

Eine sechswöchige Recherche zu der gegenwärtigen Relevanz und Anwendbarkeit der choreografischen Theorien und Ausführungen von Doris Humphrey, Lynne Anne Blom und L. Tarin Chaplin aus den Büchern „the art of making dances“ und „the intimate act of choreography“.

„The box“ ist eine kleine Form, die Theater im realen Raum trotz Corona ermöglichen soll. Eine Miniaturbühne am Körper der Spieler:in, unabhängig von technischen und räumlichen Gegebenheiten, um Abstand zu nehmen und trotzdem „nah dran“ zu sein an einer Kleingruppe von Zuschauer:innen. „The box“ sind Geschichten für jedes Alter, die staunen machen weil man die Fülle aus der kleinen Kiste nicht erwartet.

„The Deer“ wurde der Name des Tumors und selbst nach einer erfolgreichen Operation erzählt Sparmann die Geschichte weiter und weiter. Neue Erzählweisen werden gefunden, Visualisierungen und Aktionsbilder drum herum. Jeder Teil, jedes Kapitel der Wiederherstellung und Annäherung wird selbst etwas Neues, der Körper zum ganzheitlichen Resonanzraum und Haltung. „The Deer“ wird zum öffentlichen Begegnungsort.

„Para-glide“ erweitert die möglichen Beziehungsweisen zwischen Text, Tanz und Publizieren explizit um den Fokus auf Formen der Rezeption. Dafür nimmt die Recherche verschiedene Modi des Wahrnehmens wie die Einladung, die Audiodeskription von Aufführungen und reading groups als Form der (Selbst-)Organisation während Probenprozessen in den Blick und fragt nach einer Strukturierung von Öffentlichkeiten.

In a posthuman reality; where is the body expected to be found? What dance is coming out of a post body? Understanding the social relations a posthuman community can build up.

Im Methoden-Labor teilen Expert:innen unterschiedlicher Schauspielmethoden ihr Wissen mit anderen Expert:innen auf praktische Art. Sie entwickeln Formate, mit denen sie die eigenen schauspielerischen Fertigkeiten gemeinsam erforschen, trainieren und weiterentwickeln. Die intensiven Arbeitserfahrungen knüpfen ein nachhaltiges Netzwerk, das Basis für zukünftige künstlerische Zusammenarbeit bietet.

Für die 2022 geplante Inszenierung „Warme Heimat“ (AT) recherchiert Jan Struckmeier zu zwei Perspektiven, was Leben in Südamerika bedeutet. Im Titel spiegelt sich die konkrete Sorge der lokalen Fridays for Future Bewegungen für ihre Heimat im Hinblick auf die globale Erwärmung wider. Gleichzeitig bedeutet warme Heimat für deutsche Auswanderer:innen seit 200 Jahren eine landwirtschaftliche Utopie.

„Grenzkultur – Theater am Grünen Band“ erkundet und beschreibt Kultur- und Theater-Orte in unmittelbarer Nähe zum Grünen Band Deutschland (von Travemünde bis Hof). Wie ist das Verhältnis von Kultur- und Theaterschaffenden zur Geschichte des ehemaligen Grenzverlaufs? Welche Produktionen entspringen daraus? Wie sehr beschäftigen sie sich auch mit Fragen von Umnutzung und Nachhaltigkeit?

Verschiedene Strömungen von verschiedenen Menschen aus aller Welt treffen hier in Deutschland aufeinander. Multi-Kulti in unserer heutigen Gesellschaft. Doch wie schaut dieses multikulturelle Kulturangebot in der Kulturlandschaft aus? Und wie sieht diese bunte Kultur im Einzelnen aus?

Um die Produktion „Stuhlgeburten“ umzusetzen, eine szenische Klangperformance in einer Tischlerei, bei der die sieben Akteur:innen an harmonisch gestimmten Maschinen und Werkzeugen auf spielerische Weise einen Stuhl entstehen lassen, sollen Anfang 2021 sowohl inhaltliche Recherchen wie Machbarkeitsstudien durchgeführt werden in Vorbereitung auf die Produktion.

„Wertes Publikum! Ich präsentiere Ihnen etwas ganz Neues, etwas von dem Sie noch nie gehört haben und von dem Sie sich vielleicht wünschen werden nie wieder zu hören!“ Ganz frisch und noch einlaminiert: Das B-Theatre. Eine Recherche zwischen Filmrollen, Licht und Schatten, die sich mit Low-Budget-Theaterproduktion auseinandersetzt.

Während ihres Recherchevorhabens „ARNE“ kreiert die Künstlerin Sunia Asbach, inspiriert von dem literarischen Werk „Der Steppenwolf“ die bewegte, fiktive Biographie einer nonkonformen Persönlichkeit unserer heutigen Zeit. Auf dem schmalen Grat zwischen Wahn und Faszination stellt sich die Kunstfigur „ARNE“ ihren (inneren) Konflikten und verhandelt diese auf skurrile Art und Weise.

Im Zuge der Maßnahmen zur Immunisierung werden Körper voneinander abgegrenzt. In dieser Arbeit interessiert der verletzliche Körper, der nicht immun gegenüber sich selbst, anderen und der Natur agiert und Huber startet die Recherche mit der Beobachtung der Interaktionen auf einem Bauernhof. Die Untersuchung beginnt bei der Beziehung von Menschen und Tieren, dort wo die Pandemie anfing.

Der Theaterszene stellen sich seit dem Ausbruch von Covid-19 große und neue Herausforderungen:
– wie gehen die Theater heute mit den Herausforderungen der Krise um
– wie vielseitig wurden Theaterräume im Laufe der Zeit im Bezug zu ihren historischen Ereignissen genutzt
– was sind die staatlichen Hilfeleistungen heute und was bewirken sie
– Welche Zukunftsvisionen und Impulse gibt es

Recherche zu einem Theaterprojekt, das sich mit dem Thema Rebellion und Widerstand beschäftigt, und dabei Rebell:innen und Widerständler:innen aus verschiedenen Zeiten portraitiert, zu Wort kommen lässt und ihnen nachspürt. Gibt es Gemeinsamkeiten, Unterschiede? Was sind die jeweiligen Motive? Was bedeutet das für uns heute?

„Weiblicher Widerstand. Gegenwind aus Berlin“ ist ein Rechercheprojekt zu Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Welche Biografien lassen sich finden von Frauen, die mit einer außergewöhnlichen Haltung außergewöhnliches geleistet haben? Diese Frauen gab es, sie müssen nur aufgespürt und dann sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse der Recherche sollen Grundlage für theatrale Texte sein.

Ania Michaelis will zu einer Kultur für die nachfolgende Generation beitragen, die nicht defizitär oder sentimental das Verlorene beschreibt. Sie möchte Zeit und Ruhe haben, um zukunftsweisend über Inhalte, Formen, ästhetische Ordnungen von Bühne und Zuschauerraum und Hierarchie in der Zusammenarbeit nachzudenken.

Solidarität – Alle in einem Boot oder einer für alle, alle für einen. Ist das wirklich so? Gerade in Zeiten einer Krise. Wie solidarisch sind wir Menschen? Was macht Solidarität aus?

Frau Sanderwalt hat nichts vom Mietendeckel und verliert ihre Wohnung. Sie braucht einen anderen Untergrund unter ihren Füßen. Sie möchte sich verwurzeln und „ankommen“. In der Stadt und auf dem Land führt sie „Bodenproben“ durch und untersucht die Beschaffenheit. Kurz bevor das Benzin ausgeht, denkt Frau Sanderwalt doch noch über die Alternativen zu Besitz nach.

In dem Projekt „MAKING NOISE“ soll erforscht werden, was für eine Figur und welches szenische Material das Fundament für ein Solo mit Maske bilden können. Ein Mikrofon, verschiedene Materialien und die Teeküche eines Geräuschemachers auf der Bühne sind Ausgangspunkt der Recherche. In Kombination mit Text, Musik und Live Sound entsteht das Bild eines Menschen auf der Suche nach Kontakt.

Solange der Sex als Währung in der Gesellschaft gilt, wird man die Harassment-Vorfälle nicht bekämpfen. Denn die Ursache dafür ist oft ein Nagel in den weiblichen Köpfen. Eine site-specific Inszenierung für zwei Schauspielerinnen fragt: Warum betrachtet eine Frau ihren Körper als Mittel zum Zweck? Das Theaterstück basiert auf Werken von Irmgard Keun und Ljudmila Petruschewskaja.

Förderung zur Aktualisierung und Umstellung der Web-Präsenz auf HTML5 und Ausbau des multimedialen Contents.

In dem Recherchevorhaben geht es um die Suche nach der Verschränkung zwischen Tanz und Lyrik und inwieweit diese künstlerischen Ausdrucksformen Einzug in die Performativität öffentlicher Räume finden können und umgekehrt.

Place de la femme: Frauen und schwarze Frauen im Feminismus. Ein dokumentarisch/fiktionaler Streifzug durch die Biografien historischer Frauen und mythologischer Frauenfiguren, zur Dekolonisierung der Weiblichkeit, auf der Suche nach schwarzer Identität im 21. Jahrhundert.

In dem Vorhaben sollen die Möglichkeiten der Digitalität für das Medium Figurentheater erforscht werden. Langfristig kann das zu einer Ausrichtung auf Erwachsene als neues Zielpublikum sowie zur Nutzung von Film und sozialen Medien führen. Dadurch würden neue künstlerische Möglichkeiten und neue Kommunikationswege eröffnet. Mit dem Einsatz von Figuren-Video-Clips soll praktisch geforscht werden.

Der Stillstand in den letzten Monaten weckte bei Uta Lindner Assoziationen zum Märchen „Dornröschen“. Zwei Gruppen werden näher beleuchtet: Die „nach 100 Jahren Schlaf-Aufwachenden“ und die „einfach Weiter-gelebt-habenden“. Welche Dinge gibt es zum Staunen, zum Vermissen, zum Freuen oder Trauern? Aus Interviews und Literatur entsteht eine Text-Collage für eine Solo-Performance oder ein Hörtheater.

Die Choreografin Dyane Neiman erforscht die Kunst des wahren, persönlichen Geschichtenerzählens. Sie destilliert aus den Geschichten, die sie seit 2015 kuratiert hat, die Elemente, die das Publikum am meisten erreicht haben, um eine neue Ästhetik zu entwickeln. Ihr Ziel ist es, Geschichten zu schaffen, die zwischen Dokumentation und Theater tanzen.

Eine Recherche über Ziel und Wirkung theaterpädagogischer Arbeit in der Auseinandersetzung mit unheilbaren, lebensbedrohlichen Erkrankungen und Tod. Sterben, Sterbeprozesse werden oft aus dem geschützten Familienkreis in andere „Räume“ verlagert. Für betroffene Kinder ist die Konfrontation mit dem Tod eine besondere Herausforderung.

Reise in die inneren Tropen (imaginäre Reise nach Brasilien). Die Reise wird stellvertretend von Künstler:innen vor Ort erlebt. Das Erlebte wird in Bilder verwandelt auf die, wie ein Echo, wiederum geantwortet wird. Etwas Neues, für beide Seiten Unbekanntes soll entdeckt/erfunden werden. Es geht um die Freiheit der Improvisation, um das überlagern und durchdringen verschiedener kultureller Räume.

Josefine Patzelt und Camila Scholtbach setzen sich mit Angst und Identität auseinander. Sie entwickeln digitale Werkzeuge, mit denen Impulse des künstlerischen Austausches zur Entwicklung von Bewegungsmaterial entstehen. Sie stellen Ängste in soziale, biologische, politische Kontexte, ohne sie als Trojanisches Pferd zu verstehen, sondern als feine Unterscheidung, die Individuen ausmacht und prägt.

Die Recherche beleuchtet die Lebensrealitäten von Künstler:innen, die sich für ein Leben mit Kind entschieden haben. Der zwangsweise Rückzug während der Corona-Zeit wurde für viele zur Rückwärtsrolle. Das Rechercheprojekt beschäftigt sich mit einer Frage, die nicht neu, aber durch Corona nochmal besonders virulent geworden ist und sammelt performative Lageberichte von einer unsichtbaren Front.

Ein Enkelkind hört gern die spannenden Geschichten der Großmutter aus Kasachstan. Als dieses Enkelkind erwachsen ist begreift es, das es etwas weiß, worüber man in der DDR nicht spricht. Die Zeit ist gekommen, davon zu erzählen, auch vom Großvater, der im Gulag umgekommen ist, obwohl er für eine bessere Welt gekämpft hat…Ein Vermächtnis für Frieden und Menschlichkeit und Verständnis für Fremde.

„Choreographing Impact“ ist eine Rechercheprojekt, das neue Formen der politischen Choreografie in den Mittelpunkt stellt.

Für ihre Recherche „Sarah B. // HYSTERIA“ untersucht die Performerin Melanie Schmidli anhand der Kunst des Theaterstars Sarah Bernhardts, inwiefern die Gesetze des mythischen Krankheitsbildes „Hysterie“ und die Gesetze der Darstellenden Kunst sich überschneiden und wie misogyne „hysterische“ Weiblichkeitsmythen Schauspieler:innen, Performer:innen und Frauen* auch heute noch regulieren und formen.

Mona el Gammal setzt sich an einem symbolkräftigen Ort, der die Chance auf eine einzigartige Transformation hat, mit Fragen zur Zukunftsgestaltung unserer Gesellschaft auseinander. Aus dieser Recherche soll im Anschluss das Konzept für eine performative und auditive Bespielung des Ortes entwickelt werden, die einen Möglichkeitsraum eröffnet, über alternative Gesellschaftsmodelle nachzudenken.

Eine Fusion zwischen Tanz und Technologie. Kompositorische und choreografische Arbeitsweisen werden unter Einfluss von Software und Sensortechnologie zum Werkzeug einer Wechselwirkung aus Bewegung, Komposition und Musik in Echtzeit. Die immer realer werdende Idee von Mensch und Maschine, reflektiert in den zeitgenössischen Paradigmen darstellender Künste.

Die Recherche „COLORFUL WHITE“ ist von der Idee des Minimalismus inspiriert, beschrieben als ein Ansatz der Subtraktion, welcher die Fülle des Wenigen zur Geltung bringt. Es geht um die genauere Betrachtung der Elemente Raum, Zeit und Bewegung der (Körper-)Masse aus einer fast physikalischen Sicht, sowie darum die Prinzipien der Schwer-/ und Fliehkraft theoretisch und praktisch zu erforschen.

Ziel der Recherche sind Kenntnis und Erfindung neuer textiler Techniken, die das künstlerische Spektrum für Kostüme im Tanz erweitern. Diese sollen zur Flexibilität im Arbeitsprozess beitragen. Im Fokus stehen die bewegliche, dreidimensionale Veränderung von Stoffen und die Untersuchung dieser auf Plastizität, Fall, Charakter, Wirkung im Licht und ihre Reaktion auf Bewegungsimpulse im Tanz.

Im Herzen Nürnbergs eröffnet sich eine kleine Kulturmeile, auf der man auf gerade mal 2,2 Kilometern zu drei Theatern gelangt. Jedes Haus hat sein Stammpublikum. Aber was liegt im DAZWISCHEN, räumlich wie ideell? Worin liegt der Faktor X, der jedes der Häuser in seiner Einzigartigkeit trennt – und vielleicht doch verbindet? Ein Theaterspaziergang sucht nach Antworten…

Im Harz soll ein neues Straßentheaterfestival entstehen. Markus Siebert, selbst langjähriger Profi als Clown und Komiker im Bereich Theater im öffentlichen Raum möchte diese Region Deutschlands dahingehend überprüfen, in einer oder mehreren Städten eine solche Spielreihe zu etablieren. Verschiedene Festivalstrukturen und Orte sollen untersucht, verschiedenen Szenarien skizziert werden.

Durch die Vorstellung von Wildnis als Pfeiler der Fürsorge und Ermächtigung erforscht und reflektiert „The Mountains Are Calling“ mit besorgter Zuneigung die Beziehung zur Heimat. Die Choreographie schafft einen gemeinsamen Körper von Bergtänzer:innen, der ohne spezifisch privilegierte Positionen auskommt, und sich durch die stetige Verwilderung selbst ergänzt.

Was passiert, wenn unser öffentlicher Raum verschwindet? Ist er auf den privaten Raum übertragbar? Kann ein Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit vermittelt werden und wenn ja, wie und wenn nicht, was sind die physischen Gründe, die eine solche Übertragung verhindern? In diesem Zusammenhang möchte ich in zwei völlig unterschiedliche Richtungen forschen: Total Virtual vs. Pure Physis.

Fotografische Feldforschung im Setting des Rückzugs ins Private – nächtliche Stadtrandidyllen dargestellt mit dem Mittel des Dioramas als Bühnenbild.

30 Jahre Schauspiel- und Bühnenerfahrung – Corona stellt alles auf den Kopf: Wie verändert sich die Kommunikation mit Mundschutz und Distanz? Was vereint das Publikum an dem neuen Einsamkeitsort Theater? Kann Musik helfen, wenn Sprache nicht mehr reicht? Der Kabarettist Karsten Kaie recherchiert und experimentiert. Am Ende steht das Grundgerüst für ein Corona-immunes Ein-Mann-Theaterstück.

Ziel des Rechercheprojektes ist es, eine praktikable Märchendatei zu erarbeiten und Ideen für ein neues Veranstaltungsformat zu sammeln. Die übersichtliche Sammlung wird einem Ordnungsprinzip folgen, welches es ermöglichen wird, schnell und für eine vorbestimmte Zielgruppe oder einen besonderen Veranstaltungsort ein Märchenprogramm zu erstellen.

Die Recherche generiert, ausgehend von Motiven aus Filmen und Theaterstücken der 50er-60er Jahre zum sogenannten Rowdytum, in Interviews mit Jugendlichen und Expert:innen für Jugendkultur Material für einen Theaterabend. Die Interviewten haben einen direkten Bezug zum filmbekannten Ost-Berliner Bahnhof Eberswalder Straße, dem trotz starkem Wandel noch immer eine Idee von freier Jugendlichkeit innewohnt.

Ziel dieser Recherche soll sein, herauszuarbeiten, was dem Figurentheater Anja Kilian pandemiebedingt an Anpassung/Umrüstung des Bestehenden möglich und was alternativ bühnen- und figurentechnisch neu machbar und sinnvoll ist. (Ob und wie genau z.B. eine schieb- und klappbare Kleinbühne, das Hinzuziehen neuer Figuren-Arten, sowie eine Erweiterung des Spiel-Angebotes auf Schulen, umsetzbar sind).

Das aus dem Jahre 411 v. Chr. stammende Theaterstück des griechischen Dichters Aristophanes wird in den Kontext des Kampfes um Gendergerechtigkeit im Jahre 2020 gesetzt und auf seine Gültigkeit überprüft. In die Recherche, die der Vorbereitung einer Inszenierung dient, fließen Aspekte einer Gesellschaftskritik aus feministischer Perspektive, antisexistischer und queerer Theorie und Praxis ein.

2021 ist das Jubiläumsjahr eines der größten Pädagogen unserer Zeit: Paulo Freire. Wie kann man die Befreiungstheorien des Pädagogen auf die heutige weltpolitische Situation anwenden und theatral umsetzen? Ziel ist es, künstlerisches Material zu generieren und konzeptionelle Ideen bezüglich des Lebens und Werkes von Paulo Freire für eine Performance zu entwickeln.

WER IST WO WANN UND WIE ALT? Profunde Beschäftigung mit den Godmothers of Performance. Als Frau um die 60 möchte Petra Weimer zum Beispiel das Valie-Export-Zitat untersuchen: „DIE KUNST MUSS LAUT SEIN, DIE KUNST MUSS SCHREIEN, DAMIT SIE GEHÖRT WIRD. DIE VON KÜNSTLERINNEN INSBESONDERE.“ Ist Altwerden nur körperlich? Forschung zum transgenerationalen weiblichen Code.

„Herkunft. Umwandlung.“ ist eine Recherche zur Möglichkeit von freier Herkunftswahl – und von Herkunftsumwandlung im Rahmen einer theatralen Performance. Ist es denkbar, aufgrund von biografischen Erfahrungen, Erlebnissen und Gefühlen auch die Herkunft zu verändern? Und was wäre, wenn ich selbst die Parameter meiner Biografie festlegen würde – ein Narrativ entwerfe, nach dem ich lebe.

Ausgangspunkt und Impuls ist die Schriftstellerin Hedwig Dohm, Frauenrechtlerin und feministische Theoretikerin, deren Forderungen zur Frauenemanzipation teilweise bis heute nicht verwirklicht wurden.
„Sie sprachen davon, dass dieser kleine, sagenhafte Mensch da nicht im Einst, nicht im Heute, sondern nur im Übermorgen mit Generationen, die noch kommen werden, lebte.“ (G. Hermann)

In Zeiten einer ökologischen, politischen und persönlichen Krise wird diese Projektforschung sich mit bewussten Hörpraktiken befassen, um die Koexistenz und Interdependenz von Menschen und Nichtmenschen nachempfinden zu können. Ein Essay darüber, wie Tanz und Choreographie Empathie, Mitgefühl und Zusammengehörigkeit unterstützen können.

Ausgehend von Conrad Gesners „Vollkommenem Fischbuch“, einem frühneuzeitlichen Kompendium ozeanischen Lebens, werden lesend und zeichnend Fischhybride erforscht und aus diesen Studien Theaterfiguren entwickelt, die den Schmelzpunkt zwischen Tiefseewesen und Menschen erkunden.

„Gold“ ist eine Expedition zu Menschen, die gerade von der Bildfläche endgültig verschwinden. Sie haben die 70, 80, 90, 100 als Lebensalter überschritten und sind nicht mehr gefragt, marginalisiert, ausgegrenzt. Das Fortschreiten der Pandemie funktioniert wie ein Beschleuniger. „Gold“ ist eine Schatzsuche mit Schauspieler:innen, die vor 1949 geboren wurden nach dem, was sie zu bieten haben.

Welche „Schönheit“ steckt im „hässlichen“ Gesang? Und welche Qualitäten kann man aus ihm extrahieren? Punk oder Metal definieren sich über laute, schräge Klänge und auch das Grölen beschreibt laut Duden ein „laut(es) und misstönendes Singen oder Schreien“. Expert:innen-Interviews mit Menschen, für die das Grölen Teil ihres Alltags ist, sollen dem „hässlichen“ Gesang auf den Grund gehen.

„Wie kann Partizipation kontaktlos sein?
Wie können Objekte auf der Bühne von verschiedenen Kindern genutzt werden?
Wie können Kinder eine Musikinstallation begehen und benutzen?
Wie kann ich die Maske als Schutz und die theatrale Maske im Theater in Verbindung bringen?
Wie kann ich in den engen Corona-Grenzen mein künstlerisches Potential nutzen?
Ich will daran arbeiten.“

Daniela Daub besucht sieben Kolleg:innen aus verschiedenen Kunstsparten. Eine Art siebenfaches Eintags-Projekt mit offenem Verlauf. In sieben künstlerischen Zweier-Begegnungen werden Dinge ausprobiert und wird gemeinsam improvisiert; es findet ein Kennenlernen der Person und der Arbeitsweisen statt. Die gemachten Erfahrungen führt sie anschließend schreibend, jonglierend, tanzend und „sonstwie“ weiter.

„KONTAKTPUNKTE“ ist eine Recherchearbeit die Körper, Körpersprache und Körperausdruck in den Vordergrund stellt, um über non-verbale Kommunikation Brücken des kulturellen und sozialen Austausches zu schlagen. Es soll ein Konzept entwickelt werden, das Kontaktpunkte zwischen Interaktion, Kommunikation und Kreation über Bewegungssprachen herstellt. Wie können wir nonverbal interagieren und uns ausdrücken?

Eine choreografische Recherche über die Philosophie der Bildhauerei einer britischen Bildhauerin, Barbara Hepworth, in der sich Konzeptentwicklung, die Generierung von Inhalten und die tägliche Tanzpraxis treffen.

Das Projekt befasst sich mit dem Gegensatz von geometrischen Formen und der Projektion natürlicher Motive und Texturen. Die Oberfläche der dreidimensionalen Form verzerrt das Motiv der Projektion. Mit der Bewegung steigert sich der Effekt je nach Richtung und Geschwindigkeit. Symbolisch für den Gegensatz von Natur und künstlichen Schaffens des Menschen. Ist eine Balance überhaupt möglich?

Die Recherche untersucht die transformative Kraft politischer Kämpfe durch körperliche Grenzerfahrungen an Schlüsselorten der Klimagerechtigkeitsbewegung, hier der Besetzung des Danneröder Forstes. Recherchiert wird Theorie und Geschichte der Klimagerechtigkeitsbewegung, mittels Interviews mit Aktivist:innen und teilnehmender Beobachtung. Ziel ist Genese von Material für eine Stückentwicklung.

Was bleibt vom literarischen Motiv des Schiffs als Sehnsuchtsort, wenn unzählige Menschen auf ihrer Flucht auf unsicheren Schlepperbooten ums Leben kommen? Und wenn das Ökosystem Meer durch Frachtverkehr, Verunreinigung und Rohstoffgewinnung gefährdet ist? Haben Schiffe denn noch das Potenzial, hoffnungsvolle Bilder abzugeben? Welche Narrative und Kommunikationsformen entwickeln Schiffe heute?

Recherche und Konzeption von Maßnahmen für ein zukunftsweisendes, nachhaltiges Wirken eines Theaters für junges Publikum in der Entstehungsphase. Zentrale Themen sind die Nutzung von Leerständen in der Innenstadt, Ausbau regionaler und überregionaler Kooperationen und ressourcenschonende Arbeitsprozesse. So können erste Erfolge weitergeführt und ein wichtiger Kulturstandort verstetigt werden.

Geplant ist eine intensive Auseinandersetzung mit den Praxen und Theorien des Gedichteschreibens (Poetologie) sowie mit dem Format des Essayfilms und seinen ästhetischen Strategien. Es werden Überlegungen angestellt, wie poetologische Reflexionen und Gedichte innerhalb einer Bühnensituation nicht nur auf der Textebene, sondern auch auf filmischer Ebene, als Essay-Film, eingebunden werden können.

Benjamin Krieg wird mit dem Hintergrund seiner Erfahrungen mit komplexen Live-Video-Installationen nach Ansätzen forschen, wie sich auf der Basis von Video-Livestreams Verbindungen und Interaktionen realisieren lassen, die über die fernsehartige Echtzeitübertragung von an anderem Ort stattfindenden Performances und das Nebeneinander von Fenstern in den populären Video-Chat-Programmen hinausgehen.

Lockdown! Alles steht still! Lange ersehnte Projektwochen werden abgesagt. Mit dem Wissen, wie wichtig kulturelle Anlässe für Kinder sind, möchte Florian Krähenbühl mit dem #TakeCare-Förderprogramm neue coronataugliche Konzepte entwickeln. Wie können trotz Corona Zirkusprojektwochen an Schulen durchgeführt werden? Am Ende des Arbeitsprozesses möchte er einen Flyer gestalten, drucken und das Angebot an Schulen schicken.

Suche nach einer medialen interaktiven Theaterform, die Überschneidung mit der Wirkung einer gewohnten Theatervorstellung aufweist: ein mediales interaktives „Theatererlebnis“ zwischen dem Publikum (in seinem gewohnten geschützten Umfeld) und den Theaterakteur:innen. Erforschung der juristischen und technischen Möglichkeiten und Bedürfnisse.

Betrachtet wird die Pandemie als Antrieb für die Neuverteilung von Macht und Rechten. Die möglichen Konsequenzen werden durch die Linse einer kritischen, transfeministischen Brille beobachtet, bewertet und narrativ zu extremen Konsequenzen hin entwickelt, um unterschiedliche Szenarien zu entwerfen. Wie kann das Geflecht der Zukünfte, die aus dem Heute entstehen können, szenisch gesponnen werden?

Wo berühren sich zeitgenössischer Tanz, Neuer Zirkus und Visuelle Kunst? In einer umfangreichen inhaltlichen Recherche zum Stückvorhaben „O, weiß“ befasst sich Sandra Hanschitz mit dem begrifflichen Bezugsrahmen zu dem, was Licht verkörperlicht, sprachlich und somatisch. Ihre Arbeit mit dem Cyrwheel ist ein Versuch, über Erwartungen und Sehgewohnheiten hinauszugehen.

Die Erkundung, Gegenüberstellung und Fusion der unterschiedlichen Bewegungssprachen von Krump und Contemporary Dance und somit die Findung eines einzigartigen tänzerischen Bewegungsrepertoires. Ziel ist es, ein Vokabular auszuarbeiten, das Aspekte beider stilistischen Sphären enthält, und doch von neuem Charakter ist. Nadine Gerspacher und Arias Fernández beschwören den Geist der Zeit.

Am Anfang steht das Interview als Form des Methodenaustausches mit Akteur:innen verschiedenster Sparten. Aus den diskutierten Vorgehensweisen werden Versuchsanordnungen für die tänzerische Bewegungsrecherche und die interdisziplinäre Ensemble-Arbeit generiert. Es wird behauptet: „artfremdes“ Herangehen löst radikale Veränderungen im eigenen Schaffen aus und möchte diesen Ansatz mit anderen Künstlern teilen.

Dieses Vorhaben soll die kreative Arbeit der Techniken nach Marcel Marceau in Schrift, Foto und Video zusammentragen. Marcel Marceau kreierte während seines Schaffens Etüden, Handformen, Attitüden, Gangarten…eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für alle visuellen Künste. Dank dieser Recherche kann sein Werk auch weiteren Generationen zugänglich gemacht werden.

Als Teil des Kollektivs Pandora Pop ist Anna Winde-Hertling seit einigen Jahren als Regisseurin und Performerin aktiv. 2021 möchte sie ihr Profil erweitern und sich der Entwicklung neuer Konzepte für Projekte in den folgenden Themenbereichen widmen: 1. Depression als Gesellschafts-Zustand, 2. Genderidentität innerhalb familiärer Strukturen. Dafür recherchiert sie intensiv und erweitert ihr Netzwerk.

Das Projekt besteht aus dem dramaturgischen Aufbau (Entwicklung und Strukturierung) der Performance „Berlin: Mutterland“. Die dramaturgische Recherche umfasst eine Serie von Interviews mit nicht-europäischen Künstlern/Müttern, Analysen und Auswahl des gesammelten Materials, der textuell/visuellen Skripts und des Storyboards für die Performance.

Begüm Erciyas möchte recherchieren, wie Publikum, Performer und Computer sich ausschließlich durch ihre Stimmen im akustischen Raum näher kommen können. Wie kann man durch ein Miteinander von Stimmen ein Gemeinschaftsgefühl aufbauen? Was bedeutet es, sich aufeinander einzustimmen?

„Ballet in the 21st Century“ ist eine physische Recherchearbeit an der Kunstform Ballett, die tradierte ästhetische Formen herausfordert und infrage stellt. Adam Linder überprüft die Codes, Formationen und Positionen des klassischen Balletts mit dem Ziel, langfristig zur Neu- und Weiterentwicklung des Balletts und damit zu seiner Relevanz im 21. Jahrhundert beizutragen.

„Ökonomie und Theater oder wie die Bedeutung einer Zahl Freiheit verhindert. Wir begeben uns auf eine interdisziplinäre Reise zur Entdeckung der Wurzeln unserer Ökonomie hin zu der Frage, wie spiegelt sich diese im Theater der Gegenwart wider und was lernen wir daraus?“

„TROU DU DIABLE“ wirft die Frage auf, wie selbstbestimmt wir leben können, wie großzügig die Räume unseres Lebens sind, wenn wir sie einmal abschreiten und wo wir an unsere Grenzen stoßen.

Digital Death untersucht die theatralen Möglichkeiten von Chatrobotern, ein wahrer und lebendiger Spielpartner für das improvisierte Spiel zu sein.

Das Eis in der Arktis schwindet – im Sommer 2020 so schnell wie noch nie zuvor. Moria ist abgebrannt und auch die Westküste der USA steht in Flammen. Ist die Welt noch zu retten? Und wie und wovon lässt sich im Krisenmodus erzählen? „Utopia 2021“ (AT) ist der Versuch, weit entfernt von Antworten, die richtigen Fragen zu finden. Dabei entsteht ein Stück zur Klimakatastrophe und dem Tabuthema Tod.

Den Blick auf die durch den Marionettenkünstler Harro Siegel begründeten Wurzeln des Figurentheaters in Braunschweig zu richten und die Weiterentwicklung dieser Tradition in die aktuelle Künstlerische Szene zu beleuchten ist Ziel dieses Recherchevorhabens. Die Ergebnisse dieser Recherche bilden die Grundlage der Konzeptentwicklung einer diese Fragestellung reflektierende Veranstaltungsreihe.

Recherche für ein musikalisches Soloprogramm zum Thema Angst.

Entwickelt auf Grundlage von Erfahrungsberichten von Süchtigen, ehemals Süchtigen und noch in Therapie befindlichen Süchtigen. Ein Blick aus und in die Welt eines drogenabhängigen Menschen.

„MarinerX“ nutzt die Marinera, einen traditionellen Tanz aus dem Norden Perus, welcher in der Kolonialzeit aus hispanischen, indigenen und afrikanischen Wurzeln entstanden ist als Ausgangspunkt, um über Migrationserfahrung nachzudenken, binäre Geschlechterrollen und den Begriff „Maskulinität“ zu hinterfragen.

„Sensing the Others“ ist die Bestrebung, spezifische Bereiche für das Theater zu erschließen, die bisher der Informatik und der Elektrotechnik vorbehalten waren, um offene, (theatrale) Handlungsräume zwischen verschiedenen Entitäten zu erforschen und die uns umgebenden physikalischen sowie biologischen Prozesse zu untersuchen und zu interpretieren.

Der Ausgangspunkt des Recherchevorhabens ist der Wunsch, durch digitale Mittel den Raum „Bühne“ künstlerisch neu zu entdecken und zu gestalten. Dafür möchte Paul Wallner den Möglichkeiten der kreativen Nutzung digitaler Medien in Kombination mit Live-Performance auf den Grund gehen.

„Fun to Imagine: Dissolution“ ist eine Bewegungsrecherche, motiviert aus dem persönlichen Begehren, sich dem Zustand der körperlichen Auflösung anzunähern. Zurückgreifend auf physikalische Theorien rund um die kleinsten Teilchen als Teil des Nicht-Sichtbaren, sollen in der Recherche Ansätze für choreographische Systeme entstehen, die unsere Wahrnehmung von Körpergrenzen ins Wanken bringen können.

„Die Kugel ist rund.
Eine runde Sache also.
Gerät sie auf eine schiefe Bahn, dann ist das eine gute Sache, denn dann wird’s spannend.
Und DU, liebe:r Besucher:in, kannst Einfluss darauf nehmen, wie der Lauf der Welt, äh, der Kugel sein wird.
Oder Du lässt ihr einfach freien Lauf.
Viel Spaß beim Kugeln, denn die Kugel ist rund.“

Hilma af Klint erfand die abstrakte Malerei schon einige Jahre vor ihren dafür bis heute gefeierten männlichen Kollegen. Im Kunstbetrieb herrschen nach wie vor Frauen* diskriminierende Machtverhältnisse. Dieses Projekt will die Auseinandersetzung damit am konkreten Fall Hilmas für die darstellende Kunst fördern. Neben der inhaltlichen Recherche werden Tools zur theatralen Vermittlung erforscht.

David Jeker beschäftigt sich in seinem Residenzvorhaben mit Michael Tschechows (1891 -1955) „Theater der Zukunft“ als Methodik für alle Stile und Formen darstellender Kunst. Gibt es noch Visionen für ein zukünftiges Theater? Welchen Beitrag für ein gesellschaftliches Miteinander kann Theater leisten, welche Rolle spielt dabei der/die Einzelkünstler:in?

Die Recherche zum politischen Körper und gesellschaftlichen Codesystemen befasst sich mit der Frage der eigenen Körperlichkeit, mit ihren Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe, den Merkmalen des Körpers und wie sie unseren politischen Diskurs lenken, den aktuellen Herausforderungen und dem Umgang mit dem Körper in unserer Gesellschaft.

Viele Mittel und Institutionen haben ad hoc an Wirkkraft verloren. Wie könnte ein Strategiewechsel aussehen für Kultur in Coronazeiten? Anstelle temporärer Bauten für Menschenmassen, werden temporäre Einzelzellen benötigt. Das unbekannte Flugobjekt für kulturelle Angelegenheiten muss her, welches beseelte Gemeinschaftserlebnisse ermöglicht, ohne sich gegenseitig zu gefährden.

Stell dir vor, Corona macht alles platt. Das Finanzsystem, die sozialen Ränge und Klassen, das Schulsystem, die Regierung, die Medizin, unser Miteinander. Neuanfang. Null-Level. Und jetzt neu erfinden!
Sonni Maier begibt sich auf Forschungsreise: Wie wird die Welt nach Corona aussehen? Wie soll sie aussehen? Kann, darf – MUSS alles wieder zurück zum alten Normal? Wie wollen wir eigentlich leben?

In dem Projekt soll zu dem Thema Wegwerfgesellschaft durch Interviews geforscht und Material geschaffen werden. Es werden spielerische Möglichkeiten und bildhafte Umsetzungen mit Sounds gesucht. Aus verschiedenen Materialien wird eine Figur entwickelt, die mit dem Publikum interagiert. Wie können wir nachhaltiger und sinnvoller mit unserer Umwelt umgehen?

Erotik als zentraler Bestandteil des Lebens, als Politikum im Geschlechterverhältnis: Das Vorhaben ist eine lebensbejahender Beitrag zur Schaffung nicht-diskriminierender und -stigmatisierender Strukturen. Das Konzept für eine performative Installation in Form eines tourfähigen Kunstobjektes, welches sich an der Corona-sicheren Präsentationsform der Peepshow orientiert, soll entstehen. Geil.

In aktuellen Zeiten von Abstandsregeln, Isolation und digitaler Kommunikation wird die Kooperation und Interaktion der Menschen untereinander zunehmend wichtiger. Mithilfe von Klang als Medium soll an öffentlichen Orten des gesellschaftlichen Zusammenlebens eine kreativ-forschende Auseinandersetzung mit nonverbalen Formen des Austausches zwischen Mensch, Raum und Klang erfolgen.

Urbane Zwischenräume verschwinden, sang und klanglos. Wie können darüber kollektive Texte entstehen? Wessen Stimmen müssen sie enthalten und wie können diese Texte zu einer Aufführungspraxis gebracht werden, jenseits des Theaterraumes und für ein Publikum, das sich vielleicht gar nicht im Theater einfindet? Wie kann eine performative Praxis von der Straße für die Straße aussehen?

Strengthening public visibility and artistic profile by redesigning an up-to-date website and by redirecting visual material. Aim and necessity is engagement with wider audiences, reinforcement and expansion of network of collaborators, creation of a „digital stage/studio“ as a research tool for past, present and future productions.

„Rassismus und Bewegungssprache: Eine Hip Hop Perspektive“ untersucht die Zusammenhänge zwischen dem Bewegungsvokabular des Hip Hop und Unterdrückungserfahrungen. Wie zeigt sich Rassismus und Rassismuserfahrung in körperlichem Ausdruck? Für seine Recherche begibt sich Franklyn Kakyire zurück an die Anfänge der Hip Hop-Kultur und untersucht erste Bewegungsströmungen und fortlaufende Entwicklungen.

Lachen baut Brücken, lachen braucht nichts zusätzliches, denn es ist ansteckend. Dadurch überwindet ein Lachen Hürden und befreit den Geist und den Körper. Es macht vertraut, kann aber auch ein Zeichen des Unwohlseins sein. Yahi Nestor Gahe beschäftigt sich mit dem physischen Vorgang des Lachens und transformiert ihn in Bewegungen.

Lachen baut Brücken, lachen braucht nichts zusätzliches, denn es ist ansteckend. Dadurch überwindet ein Lachen Hürden und befreit den Geist und den Körper. Es macht vertraut, kann aber auch ein Zeichen des Unwohlseins sein. Yahi Nestor Gahe beschäftigt sich mit dem physischen Vorgang des Lachens und transformiert ihn in Bewegungen.

Künstler:innen-Gruppen

Recherche zum Thema: plattdeutsche Märchen und Sagen. Niederdeutsches Theater heute. Suche nach modernen Darstellungsformen zur Förderung der plattdeutschen Sprache. Auseinandersetzung mit dem literarischen Werk von Fritz Reuter und Prof. Richard Wossidlo (1859-1939).

Der Kabarettabend „Sandsturm im Aquarium“ beschäftigt sich mit aktuellen politischen und sozialen Tendenzen, die in unserer Gesellschaft zu beobachten sind. Wir recherchieren für das Textbuch zu den Themen Populismus, Besserwisserei, Hass und Verschwörungstheorien in den sozialen Netzwerken, aber auch zu Visionen als Ausweg aus Unsicherheit und Unzufriedenheit.

Im Rahmen von #TakeCare möchte sich das Künstler:innen-Kollektiv compagnie toit végétal, das bisher ausschließlich Theater für ein junges Publikum entwickelt hat, mit möglichen Inhalten und Konzepten für ein erwachsenes Zielpublikum befassen. Dabei liegt der Fokus darauf, wie Sprache, Bilder und auch musikalisch-atmosphärische Mittel expliziter und in ihrer Wirkung extremer genutzt werden können.

Sound positionieren – aber wo, für welchen Sweet Spot, nach welchen Kriterien und warum? In dem künstlerischen Rechercheprojekt „3D-Soundtheater“ befragen Kruis/Kämper den dramaturgisch überzeugenden Einsatz von 3D-Audiotechnologien in den darstellenden Künsten und entwerfen Konzepte, um raumakustische Strategien für das eigene Schaffen fruchtbar zu machen.

Große Oper für kleine Menschen mit 2 Sänger:innen, die Theremini und E-Piano spielen – ein Lösungsansatz für Oper in Corona-Zeiten? Kontaktlos zu spielende Thereminis und ein multifunktional eingesetztes E-Piano ersetzen virensprühende Menschen. Recherchen zu Nähe und Distanz und der Vermenschlichung elektronischer Instrumente für Kinder und Jugendliche.

Aktualisierung des Ensemble-Kabarett-Stückes „Verrückt in die Zukunft – das Präteritum schlägt zurück“ für die Spielzeit 2021 und damit verbundene Anpassung an die Corona-Situation.

Bohley und Kalesnikawa – beide Künstlerinnen, beide politische Aktivistinnen mit großer Zugkraft. Wo sind die Parallelen? Gab/gibt die Kunst ihnen die Kraft und Vision für ihr Engagement? Wie kann der Wechsel von An- und Abwesenheit Wirkung entfalten? Forderungen und Inhalte der runden Tische zur Wendezeit betrachten wir vor der Folie unserer heutigen Gesellschaft. Was bedeutet mündiges Leben?

In einem Recherchevorhaben möchte Thermoboy FK sich selbst und andere Männer exemplarisch unter die Lupe nehmen und macht dafür das Sprechen über Sexualität und Emotionalität in Männergruppen zum Thema. Ziel ist ein Labor der eigenen Vulnerabilität und somit die Absage an die „männliche Allmachtsphantasie der Unverwundbarkeit“, wie sie Judith Butler im „Unbehagen der Geschlechter“ beschreibt.

Werden wir mit KI konkurrieren oder werden wir uns ergänzen? Wer programmiert KI und werden dabei ethische Grundsätze eingehalten? Kann sich eine KI künstlerisch ausdrücken? Sehnsüchte hervorrufen? Hat KI Fantasie? Die Recherchearbeit ergründet im Austausch mit Wissenschaftler:innen die Frage, wie eine KI beschaffen sein müsste, mit der ein künstlerischer Improvisationsprozess möglich ist.

Das Künstler:innen-Kollektiv mythen der moderne forscht an den Schnittstellen von Tatsächlichkeiten und Narrativen. An der Nahtstelle, wo eine wissenschaftliche Erkenntnis in ein künstlerisches Narrativ übergeht, wird die Recherche ansetzen und diese in einem Prozess künstlerisch-performativ ausloten.

Die Choreografin Eva Borrmann und der Musiker Wolfgang Eckert möchten sich der „Auditiven Erfahrbarkeit“ von Tanz widmen. Über drei Monate sammeln und forschen sie an akustischen Interpretationen und Formaten und fragen sich, wie ein „Tanzhörspiel“ wohl funktionieren könnte. So erschließt sich eine neue Begegnung mit der eigenen Herangehensweise an das Medium Tanz, in Zeiten von COVID 19.

Beerdigungen können eine individuelle Ausdrucksform, ein erinnerungswürdiges Ritual, ein besonderes Ereignis sein. Abschiedszeremonien werden individueller, die Ritualpraxis bunter und vielfältiger. Das Regieduo Behrmann/Koch will hier einhaken und in ihrer Recherche verschiedene Möglichkeiten der Bestattung, aber auch unterschiedliche persönliche Vorstellungen und Wunschfantasien kennenlernen.

Das Kabarettprogramm „Der letzte Schrei“ von Bernard Paschke und Meigl Hoffmann soll Lachen, Staunen und Erkenntnis bieten – und das alles in Zeiten von Corona. Dazu braucht es aktuelle Themen sowie eine große Anpassungsfähigkeit an die Hürden, die die Pandemie der Kulturbranche stellt.

Der Kreis als Form der Aufführung – von Närr:innen gefüllt mit Leben. Kalumalu erforscht kreisförmige Begegnungen mit Theater. Wo und wie kann Kultur unter freiem Himmel 2021 stattfinden? Ist die spontane Performance im öffentlichen Raum eine aussterbende Form oder ist sie die Kunst der Zukunft? Gibt es ein Grundbedürfnis nach bewegter Kreiskultur, drehen wir uns im Kreis oder ziehen wir Kreise?

Historie und Historien einer komischen Figur. Die Krise ist quasi das natürliche Habitat des Clowns. Ist Spaß und Humor systemrelevant, im Gefüge einer Gruppe – einer Gesellschaft? Was ist die Wirkung des Clowns in Krisenzeiten: Kriege, Pandemien und persönlichen Krisen. Wo ist der Kippunkt, was bringt das Fass zum Überlaufen, wann hört der Spaß auf?

2014 begleiteten Markus&Markus Theaterkollektiv für „GESPENSTER“ Margot, die wie Osvald in Ibsens Drama selbstgewählt in den Freitod ging. Entstanden sind 72 Std. Filmmaterial. Nicht mal 1/50 davon wurde verwendet. In der jetzigen Zeit sind Recherchen dieser Art nicht möglich, aber das Thema bleibt aktuell. Mit dem #TakeCare-Stipendium möchten sie das Material neu sichten und über alternative Präsentationsformen nachdenken.

„Der Lauf der Schritte“ bringt filmische Portraits über letzte Bühnenschritte zurück an ihre Entstehungsorte und entwickelt Formate der Weitergabe und des Austauschs. Ein lebendiges Archiv soll erweitert und geteilt werden. Was scheinbar der Vergangenheit angehört wird erneut in Frage gestellt und gewährt eine Auseinandersetzung mit biografischer Geschichtsschreibung und der Weitergabe von Tanz.

Die ewige Tragödie!? Staubig ja – und doch seit 2500 Jahren immer aktuell. Untersucht werden die Parallelen und Reflexionen antiker Stoffe in der heutigen Zeit. Das Spannungsfeld von Macht, Gier, Hass und die zwingende Verstrickung und Abhängigkeiten des Menschen. Bei allem technischen Fortschritt: Bleibt es das gleiche Drama? Kommen wir überhaupt weiter? Und wenn ja: wohin und zu welchem Preis?

20 Jahre Theaterarbeit.
23 Inszenierungen für Kinder und Erwachsene.
Zeit für künstlerische Inspiration.
Quelle ist das französische Objekttheater.

Christiane Weidringer und Harald Richter experimentieren mit Objekten zu folgenden Themen: Geburt-Kindheit-Spiel-Liebe-Berufung-Alter-Tod-Traum. Sammeln und Qualifizieren der Bilder und Situationen.

Mit dem #TakeCare-Stipendium entwickeln Lehmann und Wenzel ein Konzept für ein Figurentheaterstück, das sich mit dem Jugendbuch „die rote Zora und ihre Bande“ von Kurt Held auseinandersetzt. Wir untersuchen, in welcher Form dieser Text Grundlage für ein feministisches Figurentheaterstück für Jugendliche (und Erwachsene) sein kann.

Ist ein Mann mit Sombrero ein Mexikaner, eine Frau mit Wasserkrug auf dem Kopf eine Afrikanerin? Wir suchen Geschichten, die uns einen außereuropäischen Blick auf die Welt nahe bringen, die hinterfragen, welche Geschichten und Bilder wir es gewohnt sind, von „Fremden“ anzunehmen. Im Zuge einer Diversitätsentwicklung im Theater wollen wir uns den Gefahren einer „Single Story“ bewusst stellen.

Die Phänomene „Zeit“ und „Raum“ sind wesentliche Kategorien bei der Suche nach Modellen für eine nachhaltige Zukunft. Im Kontext dieses Diskurses stehen für unsere Recherche die Fragen: Was bedeutet Zeit als Form leiblicher Existenz? Wie viel Zeitrhythmen befinden sich in unserem Körper? Lassen sich daraus Möglichkeiten radikal anderer Zeiterfahrungen ableiten und choreografisch sichtbar machen?

Wir erkunden die Entwickleroberfläche „Dreams“ als mögliche Plattform, um mit unseren Expertisen im Bereich Schauspiel, Film, Musik und Bühne, eine virtuelle Performance/Installation entstehen zu lassen. Die Inhalte sollen anderen zur Weiterentwicklung und Einbindung in eigene Projekte zur Verfügung gestellt werden.

Das Duo Mimikry, visuelles Theater aus Berlin, beschäftigt sich mit der Problematik, wie Theater unter Corona-Zeiten gestaltet werden kann. Sie wollen erforschen, wie mit den Mitteln der Pantomime der öffentliche Raum als Bühne neu genutzt werden kann.

„EAT the Future“ fragt nach den Zusammenhängen zwischen Essen, Identität und Ideologie und den entsprechenden Visionen für unsere Zukunft. Was sind gesellschaftliche Bedingungen für die Umsetzung von Visionen? Wie kann nachhaltiges und netzwerkartiges Produzieren heute aussehen und was können Präsentationsformen sein, die produktiv mit der durch die Corona-Pandemie veränderten Situation umgehen?

Claudia Stump und Philipp Regener erforschen drei Künstlerinnen aus vergangenen Zeiten, die heute vielleicht nicht mehr Teil der kollektiven Erinnerung sind, und deren Umgang mit Krisen. Die Ergebnisse ihrer Recherche stellen sie in Zusammenhang mit drei heute in Corona-Zeiten aktiven Künstlerinnen und lassen Vergangenheit und Zukunft in einen lösungsorientierten theatralen Dialog treten.

„Erschlagt die Armen“ ist eine Recherche zur Affektproduktion: Das Kapital ist analphabetisch und gebraucht Bilder und deren korrumpierende Kraft in der Ambivalenz von Pop/Propaganda. Was, wenn die Klärung der Fakten durch die Produktion von Affekten ersetzt wird? Zwei Videos werden als Schwarz-Weißversion eines Songs inszeniert; eins zeigt Menschen in Reichtum/Gesundheit, das andere Opfer von Gewalt.

Die Nacht senkt sich übers Land und bringt ihre eigenen Klänge mit sich. Mal witzig und verspielt, mal sinnlich und nachdenklich suchen sich Glitch AG einen Ort zum Schlummern und Augenschließen. „Es schaukeln die Winde…“ beschäftigt sich mit dem Thema Nacht auf musikalische und performative Weise, so dass es für Kinder von 0-3 und ihre Eltern erlebbar wird.

Eye As A Collective widmet sich der Recherche performativ-auditiver Reisen durch das kollektive Bewusstsein, in denen sich vergangene, gegenwärtige und zukünftige Zeitebenen miteinander verbinden. Zwischen Eco-Feminismus und fiktionaler Erzählung verkörpern, vertonen und verwischen sie die Grenzen zwischen persönlichem und kollektivem Selbst.

Inmitten des Lockdowns suchen F. Wiesel in den Höhlen der digitalen Steinzeit nach einer Art Geschichten zu erzählen, die auf ihre Betrachter:innen antwortet. Nach einem Automaten, der die autopoietische Feedbackschleife durch digitalen Code simulieren kann. Mit Hilfe einer Game-Engine bauen sie eine Erzählmaschine und drucken die Tropfsteinhöhlen von Kentucky am 3D-Drucker aus.

Hochformat Duo – bestehend aus Julia Dietze und Mirjam Kendler – ist seit 25 Jahren auf den Stelzen unterwegs. Durch die aktuellen Ereignisse ergab sich die Idee, ihr Repertoire mit Fenstertheater- und Fenstertanz-Produktionen zu erweitern. Neue Formate sollen entstehen und alte Produktionen der neuen Spielsituation angepasst werden.

FACTORY wollen einen Prozess der Digitalisierung einleiten und die dafür notwendigen Tools und Kompetenzen erforschen, um herauszufinden, was möglich oder auch nicht möglich ist. Die ergebnisoffene Recherche ist Grundlage und Voraussetzung für die Entwicklung eines nachhaltigen Digitalisierungskonzeptes für das Künstlerkollektiv Factory Theater.

Mit „Früher kannte ich mich nicht“ wird eine Oper geschaffen, die auf zwei narrativen Ebenen (dokumentarisch | fiktiv) von einem Rennen um einen Nichtssagenden Sieg spricht und die Frage stellt, ob man sich auf die Teilnahme einlassen will. Wenn wir nicht nach den Regeln des Establishments spielen wollen, welche anderen Wege können wir durch den Dialog in der Kunst beschreiten?

Wie lässt sich lebendige, gehobene Sprechkunst und Literatur in Zeiten von Sozialer Distanz und Zoom-Konferenzen kultivieren, verbreiten, präsentieren? Ihre ungeheuer bedeutende Funktion für das kultivierte Leben darf auch in pandemischen Zeiten, in denen die Reduktion auf Kurznachrichten und vorgefertigte Textblöcke noch stärker als sonst zur Normalität wird, nicht in Vergessenheit geraten.

Die Recherche kreist um das Thema GELD. Der Terminus „finanzielle Bildung“ und seinen Status in unserem Land sollen untersucht werden. Ziel ist es, durch eine breite thematische Annäherung ein Konzept zu entwickeln, das sowohl Raum für künstlerische Umsetzungen und Formate bietet, als auch ein niederschwelliges Angebot mit dem Fokus auf finanzielle Bildung für Interessierte schafft.

In dem Dokumentarfilm „Waltraud geht spazieren“ treffen sich die Künstlerinnen von waltraud900 zu kontaktfreien Spaziergängen mit Seniorinnen, die momentan in Isolation leben (müssen). Die Gespräche drehen sich um Fragen wie: Kommen die nicht digitalisierten Menschen der Welt endgültig abhanden? Und wie kann ein Leben unter diesen Umständen zu Ende gelebt werden?

Das Konzept der Heldenreise in seiner Bedeutung für das Theater für junge Menschen wird untersucht und erforscht, welche Darstellungsmöglichkeiten es gibt und wie diese die Kinder der verschiedenen Altersstufen ansprechen können. Gleichzeitig wird diese Recherche dabei helfen, Konzepte für die Inszenierungen der kommenden Jahre zu entwickeln.

Klinikclownerie ist direkter und humorvoller Kontakt zu Patient:innen bzw. Heimbewohner:innen. Durch Improvisation und unmittelbares künstlerisches Reagieren auf die Äußerungen des Publikums entsteht Nähe. Wir wollen gerade JETZT trotz der verordneten Distanz Verbundenheit schaffen. Indem wir neue künstlerische und technische Mittel finden, können wir weiterhin Zuversicht und Freude stiften.

„Glaube ich an Gespenster? Nein, aber ich fürchte sie “ Marie du Deffand
Durch multimediale und multikulturelle Stücke greifen Elektro Kagura auf populäre Geschichten zurück, um unsere Zeit zu entschlüsseln. Mit „Hymne an die überlebenden Gespenster“ erforschen die Künstler:innen Geistergeschichten aus der ganzen Welt und hauchen den in der materiellen Welt sterbenden Geistern neues Leben ein.

„Im Land der letzten Dinge“ ist ein Bühnenbildtryout und Konzeptionsvorhaben von Armada Theater, das sich mit Screening Methoden, Figurenbau und Spiel thematisch mit den immer knapper werdenden Ressourcen dieses Planeten auseinandersetzt. Als Inspirationsquelle dient Paul Austers gleichnamiger Roman, der ein post-apokalyptisches Szenario beschreibt.

In „Impressionen aus der Schloss-Geschichte“ recherchieren die Stückautorin Judith Kruder und die Bühnenbildnerin Nikoline F. Kruse gemeinsam zur Geschichte von Schloss Hohenerxleben im 18. und 19. Jhd. J. Kruder schreibt Szenen in Prosa und Versen anhand der Chroniken, N.F. Kruse fertigt Studien an, in denen historische Personen und Architektur in einem vielschichtigen Spannungsfeld verschmelzen.

Das Institut für Angewandte Wirklichkeitsverwechslung Frankfurt verbindet das Theaterhaus Ensemble, Kinder, Veranstalter und Bildungsinstitute in einem gemeinsamen Forschungsvorhaben. Es untersucht das Wechselspiel zwischen Theater und Wirklichkeit. Es setzt die Ergebnisse performativ um in Spiel, Materialien, Aktionen, digital oder analog. Jede und jeder kann Mitglied des Instituts werden.

„Prima Klima“ ist ein Ganztages-Theaterprojekt, um junge Menschen zwischen zehn und zwölf für die Aufgaben des Klimawandels fit zu machen. Spielerisch, informativ und unterhaltsam erfahren die Kinder in einem Schauspiel- und einem Theaterworkshop, wie ihr Leben mit dem Klimawandel zusammenhängt. „Prima Klima“ will begreifbar machen, was unbegreifbar ist.

Eine theatrale Recherche zum Schicksal der Brechtmitarbeiterin Margarete Steffin und der Schrifstellerin und Kommunistin Maria Osten, die sich 1941 in Moskau trafen und beide jung dort starben. Es entsteht ein Konzept für eine szenische Installation, in der sich Momente zweier Biographien zu einer Reflexion über Utopie und weibliche Strategien der Selbstbehauptung in Zeiten der Krise verdichten.

Eine Recherche über ein zu installierendes Märchenlabor, in dem in verschiedenen Sujets mit Mitteln des Figuren-, Objekttheaters und Multimediaelementen neue Räume gestaltet und bespielt werden sollen.

Die Künstler:innen wollen die narrative, emotionale Kraft von sich bewegenden Körpern mit Mitteln der Filmkunst unterstreichen und erforschen. Ziel ist es, Choreographie und Tanz filmisch in ein alltägliches Setting zu integrieren. Tanz verstehen sie dabei als eine Erweiterung von Sprache, eine universale Kommunikationsform in einer heterogenen, multilingualen Gesellschaft.

Mit „Men in Trouble“ bereiten sich SKART auf zukünftige Projekte vor, in denen sie Männlichkeit kritisch aus männlicher Perspektive hinterfragen werden.

„Mnemoland_un homenaje a nuestros mayors“. Eine interaktive Installation im Öffentlichen Raum. Eine Hommage an unsere Ältesten. „Mnemoland“ ist ein Erlebnispark der Erinnerungen, wo Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Dialog treten. Eine Zeitreise für die Zuschauer.

Soziale, kulturelle, ökologische und politische Widersprüche treten rund um den Mount Everest in verschiedenster Art zu Tage: Massentourismus am heiligen Berg, Tauschhandel: Naturerlebnis für Geld, „Müllhalde Everest“, „Selbsterfahrung oder Hype“, sind Aspekte, die gesellschaftliche Phänomene in komprimierter Form widerspiegeln. Ziel ist, diese Zusammenhänge zu erforschen und zu vertiefen.

Das Theaterkollektiv RUE OBSCURE entwickelt – unterstützt vom Theater im Pumpenhaus – ein Konzept für einen urbanen Kulturort, der mit der Quartiersentwicklung im Münsteraner Süden verschränkt ist und für die Freie Kunst- und Kulturszene Münsters stabile Produktions- und Aufführungsbedingungen schaffen soll.

Die langjährigen Mitglieder des academixer-Ensemble Carolin Fischer, Anke Geißer, Ralf Bärwolff, Jörg Leistner (Piano) und Christoph Schenker bieten dem Publikum das Beste an kabarettistischer Unterhaltung. Mit einer bunten Mischung aus satirischen Sketchen, Liedern und raffiniert arrangierten und eigens komponierten Zwischenmusiken unterhalten sie das Publikum klug und kurzweilig.

Für das Theater zur weiten Welt ist die Nähe zum Publikum einer der Dreh- und Angelpunkte des künstlerischen Selbstverständnisses. Wie kann Nähe in den digitalen Raum übertragen werden? Ändert sich die künstlerische Handschrift durch den digitalen Raum? Können die Expertise im Herstellen von intimen Atmosphären und unmittelbarem Publikumskontakt im digitalen Raum weiter verfeinert werden?

In afrikanischen Nationalparks folgt man bis heute den Regeln der Kolonialzeit: Haltet Schwarze Menschen fern von der Natur, damit weiße Menschen sie genießen können. Flinn Works wird sich dem Themenkomplex „Nationalparks, koloniale Kontinuitäten und militarisierter Naturschutz“ in einem transnationalen Performance-Projekt mit Kolleg:innen aus Tansania und Ruanda widmen.

Die Corona-bedingte Neuordnung der Auftrittsbedingungen stellt Opus Furore vor die Herausforderung, mit neuen Wegen theatralischer Ausdrucksformen zu experimentieren, um sie auf ihre Umsetzbarkeit und Wirksamkeit zu testen und effektiv einzusetzen. Um das Live-Erlebnis wieder möglich zu machen, werden alternative Wege gesucht, den öffentlichen Raum weiter für Straßentheater zu öffnen.

Die Ostsee ist Lebensraum, Ressource, Verkehrsweg, geostrategischer Raum. Wer repräsentiert die unmittelbaren Ostseebewohner:innen, eine Vielfalt mariner Spezies, wenn es um Pipelinebauten, Autobahntunnel, Fischfang oder Rohstoffextraktion geht? Club Real arbeitet an der Vorbereitung einer Organismendemokratie Ostsee, die Akteurinnen aus dem Meer mit Menschen der Anrainerstaaten zusammenbringt.

Janne Wagler und Anna Rosenfelder erforschen das Material Papier vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Begeisterung für sehr junges Publikum. In spielerischen Versuchsanordnungen erkunden sie performative, theatrale und narrative Möglichkeiten des Materials, nutzen die intensive Recherche als Motor künstlerischer Entwicklung und sondieren Ideen für zukünftige Produktionen.

Hysterisches Globusgefühl recherchiert für ein Projekt, das sich kritisch mit der Institution Polizei auseinandersetzt. Inhaltlich setzten sie sich mit den Gefahren polizeilicher Macht- und Herrschaftsstrukturen auseinander und untersuchen Konzepte, die die Polizei überflüssig machen wollen. Formal-ästhetisch wird die Methode Puppenspiel im Präventionstheater von Polizeipuppenbühnen untersucht.

In dem Recherchevorhaben „PRACTICE“ beschäftigen sich bücking&kröger mit dem „Mensch als Übenden“. Dazu befragen sie sowohl religiöse Exerzitien und okkulte Praktiken als auch aktuelle Phänomene des Yoga-, Achtsamkeits- und Fitnesstrainings, und untersuchen ihre eigenen Körper nach eingeschriebenen Bewegungs- und Körpertechniken und deren Wirkungsmacht.

Im Lockdown wurde von UNITED PUPPETS mit dem #UNITED ONLINE THEATER die erste Online-Theater-Plattform für Kinder geschaffen.Der Auswahl von geeigneten Theaterstoffen, welche Überhöhung und Reibung mit dem digitalen Medium zulassen, kommt bei der Qualität von Online-Theater eine wesentliche Rolle zu. Das Projekt will diese suchen, verdichten und zu konkreten realisierbaren Projekten ausformulieren.

Ausarbeitung von zeitgemäßen Konzepten für Veranstaltungen für Kinder. Ziel ist, dass Kinder auch in Zukunft mit Theater in Berührung bleiben. Recherche in engem Austausch mit Veranstaltern, Lehrkräften, Kollegen um Möglichkeiten, Bedürfnisse, Machbarkeiten und Lösungen zu erörtern. Veranstaltungsorte und -arten neu erdenken und finden. Die künstlerische Arbeit neu ausrichten.

Im (Kinder-)Theater kann das Publikum direkt am Geschehen auf der Bühne teilhaben. Es kann den Verlauf der Vorstellung beeinflussen, vor allem durch bewusst eingesetzte Interaktionsmöglichkeiten. Doch die Interaktion zwischen Bühne und Publikum wird durch die gegenwärtige Situation erschwert. Daher sollen neue Interaktionsmöglichkeiten im Kindertheater recherchiert, erarbeitet und erprobt werden.

In dieser Recherche beschäftigen sich B.EEF mit der Frage, wie das immaterielle Erbe Ihrer Familien archiviert werden kann. Ziel ist, sich zu erinnern – nicht zu vergessen – und ungeschriebene Geschichten zu bewahren. Wie lässt sich aus drei individuellen Archiven ein kollektives Sammel-Archiv erschließen, durch das körperliche Erfahrungen und Erinnerungsgegenstände erforscht werden können?

Recherche und Ideenfindung zu einem neuen Kindertheaterstück von SCHNURZePiEPe, mit den Themen Ängste und Bewältigungsstrategien, Streit und Freundschaft, Regeln und Abenteuerlust. Die Themen, die die Kinder viel beschäftigen, nehmen sie ernst und verarbeiten sie zu humorvollen Theaterdramen. Das neue Theaterstück wird ins Programm aufgenommen und viele Jahre bundesweit gespielt.

Recherche zur Entwicklung des städteübergreifenden Theaterstücks „FREIHEIT – 1848“. Wie bringt man das komplexe Thema „Revolution 1848“, die Entwicklung des deutschen Parlamentarismus, des Grundgesetzes und der weiblichen und jüdischen Emanzipation unterhaltsam auf die Bühne? Wie wird eine nachhaltig netzwerkfördernde, bundesweit angelegte Tournee an den „Orten des Erinnerns“ ab 2022 ermöglicht?

Was sind Gründe und Voraussetzungen für Gewalt, Mord und Hass? Welche Rolle spielen Sexismus und Geschlechterrollen für Gewalt gegen Frauen? Wie erkennen wir institutionalisierte Gewalt? Diese Fragen stellt sich das Sepidar Theater im Recherchevorhaben „Gewalt“. Aus dokumentarischem Material entwickeln sie Texte, Sounds und ein Aufführungskonzept als Basis für die anschließende Bühnenproduktion.

Eine tiefgehende Recherche und dadurch Generierung von Inhalten zum Thema rechte Netzwerke und deren Methoden zur Radikalisierung vermeintlicher Einzeltäter. Was führte zu Vorfällen wie dem Mordfall an Walter Lübcke, den Attentaten in Halle und Hanau. Materialbeschaffung durch Besuche der Tatorte, Interviews mit Angehörigen und wenn möglich beisitzen des Gerichtsprozesses um den Fall Franco A.

Was passiert, wenn die Menschen komplett aus dem Theater verschwinden und die Macht auf der Bühne den Dingen überlassen wird? Ihre (imaginierten) Wünsche und Bedürfnisse manifestiert werden? Ausgehend von Kafkas „Der Verschollene“ wird an einem kinetischen Objekttheater geforscht, das alleine eine neue Welt behauptet. Ein erster Schritt zur Abschaffung des Menschen. Better safe than sorry.

Konzeption einer transdisziplinären Stadtrauminszenierung zur Sicherung von „Sechs Hektar Stadt“. Innerhalb kürzester Zeit müssen immer mehr Kulturstandorte in großen Städten durch die Spekulation mit Grund und Boden weichen. Mit künstlerischen Mitteln soll anhand des akut gefährdeten raum13 in Köln dieser Entwicklung Einhalt geboten werden.

In „SciVille – Das Capsizing-Infotainment-Projekt“ wird vermessen, wie sich Wissen (k)entern lässt, wenn man es mit anarchischer Performance kombiniert. Es geht um Recherchen für eine Performance, die Expertenwissen vermittelt, bricht, spiegelt und verfremdet und mit improvisierten Show-Elementen verknüpft. Die Performance findet mit Künstler:innen und Wissenschaftler:innen, online oder on site statt.

Wie kann ein dokumentarisches Musiktheater aussehen, das auf einer Interview-Recherche basiert und Texte ausschließlich wortwörtlich nutzt? Was ist dafür die geeignete Form? Ziel ist die Konzeption für eine Umsetzung, deren Inhalt eine weibliche Familien-Genealogie ist, die danach sucht, wie sich gesellschaftliche Ereignisse in individuelle Biographien einschreiben.

Recherche für ein Stück über die Vereinsamung älterer Menschen. Wir erforschen mit Workshops und Selbstbefragungen das Phänomen Speed-Dating und seine Mechanismen. Parallel dazu führen wir Interviews mit Menschen von 60 bis 80 Jahren und erstellen daraus ein Dossier als Grundlage einer Inszenierung.

„Sie sind ein Sportmuffel? Sie finden Frühsport hart? Mit uns macht Sport Spaß! Vielleicht mögen Sie sogar Sport, aber verabscheuen verschwitzte Wäsche? Mit unserer Sportshow erhalten Sie einen 1A Waschbrettbauch! Das perfekte Workout während Sie nur schauen und lachen! Wir kurbeln Ihre Fettverbrennung so richtig an! Wir sagen Sport, Sie sagen frei. „Sport!“ – …“

The project deals with the ideas of Fear and the Other\Enemy. It consists of three phases: a research period, creative writing\drama writing workshops with refugees from different backgrounds and members of the hosting communities. Third step will be publishing a guidebook about artistic intervention in disadvantaged communities with exercises, psychological notes, problematic points, role models.

Eine Ausstellung mit Requisiten aus dem Fundus von Opernhäusern: Die eher als wertlos angesehenen Objekte werden wie Kunstobjekte in Szene gesetzt. Sie werden in inszenierten Führungen präsentiert und durch wissenschaftliche Kommentare erklärt. Die übergeordnete Narration bestimmt den kulturellen Wert des Requisits, der seinen materiellen Wert weit übersteigt, ähnlich wie bei einer Reliquie.

Einige Tamalan-Theateraufführungen finden in Grundschulen statt. Integriert in den Unterricht und vor einem Gruppenpublikum wird Theater hier direkter, temperamentvoller und ehrlicher erlebt. Welches Potential hat Theater in der Schule? Tamalan Theater erforscht die Themenkomplexe: Schulhoftheater, niederschwellige Theaterprojekte, Begleitmaterial, Theatermusik, Märchen als Mittel interkultureller Bildung.

In seinem Forschungsvorhaben befragt BRAND nach elf Jahren Projektarbeit im Spannungsfeld zwischen sogenannter Hochkultur und Soziokultur sein Verständnis von theatraler Feldforschung. Durch eine miteinander verschränkte praktische und theoretische Auseinandersetzung mit offenen Fragen aus den vergangenen Jahren gemeinsamer Arbeit erstrebt die Gruppe eine neue Selbstpositionierung.

„This Is Not A Project“ ist ein Lab zum Thema Nachhaltigkeit im Tanz. Über den Zeitraum einer Woche erforschen eine Gruppe von 14 Künstler:innen aus der Tanzszene Berlins Nachhaltigkeit aus verschiedenen Blickwinkeln, und entwickeln praktische Methoden mit dem Ziel, künstlerische Praxis und Produktion ökologisch, politisch, gesellschaftlich und körperlich nachhaltiger zu gestalten.

Die Recherche richtet Perspektiven aus psychoanalytischer Sicht auf Ursachen, Ausprägungen und Wirkungen rechter Bewegungen. Sie betrachtet künstlerische und wissenschaftliche Ansätze zum Begriff Trauma, um sich ihm als Metaebene anzunähern und konkrete Traumatisierungen zu ergründen, von der Veränderung des Erbguts über Rationalismuskritik bis zur Fortschreibung von aktuellem Täter:innentum.

Opernsänger:innen wird oft nachgerufen, sie seien unauthentische Darsteller:innen auf der Bühne und würden ihren Körper hauptsächlich als Musikinstrument und nicht als dramatisches Ausdrucksmittel verstehen. tutti d*amore möchte diesem Mythos ein Ende bereiten und sich in Sachen szenischer Bühnenästhetik, konkret am Beispiel von zeitgenössischem Zirkus, Clownerie und Akrobatik weiterbilden.

„Unfocused touch“ is a project in which choreographer Ruben Reniers (Jakarta, 1979) and visual artist Carlos Collado (Barcelona, 1977) explore the emotions that are emerging from the „new normal“. It focuses on five concepts: uncertainty, isolation, memory, life, and death. The result is a video and a series of photographs that search for new ways to illustrate choreographic movement.

„WEBINARCHY“ ist ein Rechercheprojekt der Gruppe DöD (Digitalöffentlicher Dienst) über Manipulations- und Kommerzialisierungsstrategien digitaler sozialer Interaktionskanäle am Beispiel der Webinare. Dabei entsteht ein digitaler partizipativer Abend in Form eines Webinars, in dem diese Verkaufsstrategien ad absurdum geführt werden.

Das Projekt, der Aufbau eines digitalen Entwicklungs- und Präsentationsforums für performative Künste, soll beteiligten Künstler:innen eine internationale Online-Plattform bieten, um sich zu präsentieren, auszutauschen und gemeinsame Diskurse zu finden. So soll eine Basis für künstlerischen Austausch und Kooperationen jenseits von Reisekosten und Auslandsstipendien geschaffen werden.

Bei dem von YIBU Dance entwickelte „Triangle“-Bewegungssystem handelt es sich um die geometrische Form Ikosaeder und die kreative Verbindung mit den Tripletts der genetischen Basis. Dieses Mal werden sie dieses System mit Hilfe ihrer Forschungen zur Mechanik und Geometrie in Wing Chun und Tai Chi Pushing Hands zu einer Partnering-Technik für ihre zukünftigen Produktionen entwickeln.

„WINDZEIT WOLFSZEIT“ wirft einen aktuellen Blick auf uralte (nord)europäische Mythen und befragt sie in einer eigenen Dramatisierung nach ihrer Gültigkeit für die Gegenwart. Durch den innovativen, speziell für das Projekt zu entwickelnden Einsatz digitaler Medien entstehen neue Verbindungen von Sounddesign, Videokunst, Live-Animation und Live-Schauspiel für junges Publikum.

Seit 2015 untersucht c.t.201 das Phänomen „Wutbürger:innen“. Diese Suche – gerade im Angesicht von Verschwörungsglauben und gespaltenen Gesellschaften – nach Profiteur:innen und Anheizer:innen soll fortgesetzt werden. c.t.201 wollen raus aus ihrer Blase und die Konfrontation mit anderen Haltungen suchen, mit dem Ziel einen partizipativen Theaterabend mit und über Wutbürger:innen zu entwickeln.

Das „Neue Theater“ in Frankfurt/M war ein unabhängiges, experimentelles Privattheater, das nach der Machtergreifung vom NS-Staat verbotene Stücke spielte und 1935 von den Städtischen Bühnen übernommen wurde. profikollektion möchte für ein Performance-Projekt zunächst mehr über das „Neue Theater“ sowie über die städtischen Bühnen als ideologisches Instrument des Nationalsozialismus recherchieren.

Zili Bakuul ist ein mobiler Miniatur-Kunstraum für immersive Kunstvorhaben, gefilmt mit einer 360° Kamera. Die Kunstwerke können allein und virtuell durch Handy, Tablet oder eine VR-Brille und Kopfhörer erlebt werden. Zili Bakuul ist ein virtueller Raum für künstlerische Praxis, in dem Ideen und Genres verschmelzen, Experimente und Innovation gefördert werden und Dialog angeregt wird.

„Zither Reinhold“ ist ein hallesches Original, der bereits 1964 starb. Ihm wurde an einem seiner Lieblingsplätze in Halle ein Denkmal errichtet. Wir wollen mit unserer Recherche eine szenische Grundlage für eine fiktiv-reale Stadt-Installation von und für Zither Reinhold schaffen. Er hieß Reinhold Lohse, und wie der Name schon verrät, spielte er auf der Zither. Er war Straßenmusiker.