Allgemein

Entscheidung Wiederaufnahmeförderung (März 2022)

Ausgewählte Vorhaben

What´s colonialism, and what does it have to do with me? What about the disabled people in our society? Are they heroes, are they victims? Where are they, what do they do?
Can such questions be answered through dance?
Curious? Do not miss “Decolonization Praxis & the Art of Talking Disability” – a dance piece challenging notions of entertainment, humor, and celebrating diversity.

Die jüdische Installationsperformance „WALKING WITH AVRAHAM“ ist ein intuitiver Gang durch die jüdische Geschichte. Während die Anwesenden den monotheistischen Stammvater Abraham und seinen Weggefährten an einigen Stationen seines imaginierten Lebensweges begleiten, von 1700 BC bis heute, bietet sich Raum für ein Eintauchen in subjektive Lebenswelten. Avraham ist selbst Vergangenheit und Gegenwart.

„Sargasso Sea“ ist eine poetische Auseinandersetzung mit Prozessen der Zerstörung und Regeneration im Ozean. In einem Algenteppich, dem Sargassum, verheddern sich Geschichten und Dinge, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: Mikroorganismen und Mikroplastik, Nymphengesänge und 3D-gedruckte Korallenriffe, Mythos und Wissenschaft.

Das performative Tanzstück „WILDFANG“ erkundet mit interdisziplinären Mitteln das Verhältnis von Tier und Mensch und betrachtet die Jagd als triebgesteuerten animalischen und menschlichen Vorgang.

„PIGS IN THE BOX“
Unter der Linde – im Schlosshof – als Park-Theater – am Burggraben – auf dem Zeltplatz – auf dem Biohof – im Rosengarten etc. Figurentheater, präsentiert von HILLE PUPPILLE aus einer THEATER-BOX an zehn ganz ungewöhnlichen Orten im Münsterland, werden für klein und groß zu einem prägnanten Theater-Statement als Antwort auf die Auswirkungen der Pandemie.

In Trennungssituationen unterschiedlicher Art können sich Menschen nicht mehr physisch nahe sein. Dann muss man kreativ sein, um sich auf andere Weise Wege des Zusammenseins zu erobern. In dieser generationsübergreifenden Tanzcollage eröffnen sich am Fenster neue Ein-und Aussichten, Möglichkeiten des Erinnerns und Träumens und ein humorvolles Verwirrspiel zwischen Wirklichkeit, Traum und Phantasie.

„POLIS – DIE STIMMEN DER STADT“ ist eine intermediale Musikperformance über den Identitätswandel unserer Städte und ihrer Bewohner*innen, die durch Corona mehrmals verschoben werden musste. Neben drei professionellen Darsteller*innen und drei professionellen Musiker*innen sind sieben Bürger*innen Teil der Produktion – die älteste ist 97 Jahre alt, eine hohe Gefährdungslage, mit der wir umgehen müssen.

In „LA BOHÈME SUPERGROUP“ beamen glanz&krawall Puccinis Oper „La Bohème“ aus dem Paris des 19. ins Berlin des 21. Jahrhunderts. Basierend auf Szenen des Melodrams und vor dem Hintergrund aktueller feministischer Positionen formieren sich prekär lebende Frauen und das Ensemble von glanz&krawall – Bohèmiennes der Gegenwart – zur „SUPERGROUP“. BOHÈME PUNK’S NOT DEAD!

Die Ukraine Krise und die erst im Jahr 2020 erfolgte Anerkennung von Berufsverbrecher*innen als NS Opfer lassen die Wiederaufnahme aktueller erscheinen als die Uraufführung 2019. „“M“_Fritz_Lang“ ist eine internationale Produktion, die das gezielte manipulative Spiel mit Ängsten und die damit verbundene Gefahr für die Demokratie zum Inhalt hat: Polizei und Mafia jagen einen Kindermörder um die Wette.

Das niedersächsische Dörfchen Taaken steht auf der Bundesliste möglicher Endlagerstandorte. Was bedeutet es, vor dem Hintergrund lebensgefährlicher Bedrohung durch nuklearen Abfall Verantwortung für sich selbst und die Zukunft zu übernehmen? Der multimediale Erlebnisraum im Inneren der Kirche Horstedt lädt zum Nachdenken und Innehalten ein.

Durch die Wiederaufnahmeförderung reist die Glitch AG mit ihrem Team nach Berlin und zeigt ihre aktuelle Produktion „The Revolution Will (Not) Be Performed“ im Atelierhaus Flutgraben e.V. In „The Revolution Will (Not) Be Performed“ erforscht die Glitch AG weibliche* Protestkulturen und ihre Digitalität.

Mit ihrem Erstlingswerk „CABOOM“ wurde die SEBASTIAN WEBER DANCE COMPANY zum Pionier eines zeitgenössischen Stepptanz. Die Wiederaufnahme des Company-Klassikers zum fünfjährigen Jubiläum ist zugleich ein Update in skalierbarer Größe, das auf die Beziehungen der Tänzer*innen in wechselnden Konstellationen fokussiert, choreografische Ideen präzisiert und die Inszenierung dramaturgisch zuspitzt.

Das „postpandemische Theater“ wird aus verstaubten Kisten gekramt: Schauspieler*innen, Requisiten und ambitionierte Pläne, jetzt alles ganz neu, ganz anders und vor allem besser zu machen. Und es findet sich die Kiste bzw. Büchse der Pandora und der dazugehörige Mythos um Götter und Titanen, die sich allerdings der Tragik ihres Schicksals entgegenstemmen und die eigentlich nur eines wollen: Versöhnung.

Was ist Wirklichkeit? Was ich sehe, höre, zähle, messe, sage? Ständig operieren wir mit Annahmen. Glauben, was wir denken. Aber ist es denn so? Und muss es so sein?
In „ALEX. REALITY TIPS AND TRICKS“ experimentieren vier Musiker-Darsteller*innen mit Text, Klang, Bild und Raum. Und erfinden Alex: eine Figur voll schillernder Widersprüche. Alex lädt ein, aus ernstem Leben Spiel zu machen.

„Wood Says“ ist ein freies, experimentelles Soundprojekt von Silvana Mammone in Zusammenarbeit mit Kontrabassist Moritz Götzen und dem elektronischen Komponisten Pablo Garreton Izquierdo. Aus verschiedensten Perspektiven versucht sich das Projekt den Fragen nach pflanzlicher Wahrnehmung anzunähern sowie unsere Verbindung zur Pflanzenwelt zu ergründen.

Für die bundeslandübergreifende Wiederaufnahme des Tanzstückes „Why change? Are you not ok with how things are?“ konnte das Performancekollektiv Merle | Mischke | Klee das Theater Itzehoe (ländliche Region Schleswig-Holsteins) und das Lichthof Theater Hamburg gewinnen. Es findet eine konzeptionelle Überarbeitung des Stückes statt und das Trio vertieft die Zusammenarbeit mit ihren Kollaborateur*innen.

Inspiriert von dem Kinderbuchklassiker „Das kleine Blau und das kleine Gelb“ von Leo Lionni erzählen zwei Tänzerinnen eine Geschichte über das Glück der Freundschaft und Verbindung, über Annäherung und Verschmelzung, aber auch über die Andersartigkeit des*der jeweils Anderen. Verspielt und kindgerecht verhandeln sie das Thema mit den Mitteln des Tanz- und Objekttheaters in einer szenischen Collage.

bridgeworks verlegt den Klassiker „Romeo & Juliet“ in die ugandische Hauptstadt Kampala und präsentiert ein einmaliges Workshop- und Aufführungskonzept: Gemeinsam mit ugandischen Künstler*innen erarbeiten Schüler*innen in interkulturellen Begegnungen auf Augenhöhe in den Künsten Breakdance, Schauspiel, Percussion und Poetry ihre ganz eigene Perspektive auf das Stück.

„WE CALL WONDER“ fragt nach dem Stellenwert von Wundern in einer entzauberten Welt und danach, wie Krisen Gemeinschaften und ihre Beziehung zum Glauben beeinflussen. Aus dem vielstimmigen Diskurs rund um die wundertätige Schwarze Madonna entsteht eine neue Choreografie des Pilgerns. Das widerständige Potenzial dieses Gnadenbilds wird als Symbol feministischer Selbstermächtigung lesbar gemacht.

Theater Feuer und Flamme möchte Kindern einen Zugang zum Thema Demenz ermöglichen. Mit Respekt und Humor zeigen, wie man mit Demenzkranken achtsam umgehen und ihr Verhalten besser verstehen kann. Mobile Version für Schulen und generationsübergreifende Vorstellungen. Die Furcht vor dem Thema soll durch Vorgespräche und pädagogische Nachbereitung genommen werden.

„RAPID MOTEL“ ist ein Hybrid aus dokumentarischem Theater, Performance und Konzert und nimmt das Publikum mit auf einen audiovisuellen Trip durch die verschlungene Beziehung von Fiktion und Wirklichkeit. Eine Reise, getrieben von Traum und Erinnerung, aus dokumentarischen Filmszenen, O-Tönen, Reenactment, Filmmusiken, die zwischen Soundtrack und Klang oszilliert.

„Megazorn 2: Psychological Warfare“ ist der zweite Teil einer Trilogie über unsere Gegenwart der Theatergruppe Sexy Theater Menschen. Bei seinem Versuch, Megazorn und seinen kleinen Bruder Wutboy zu besiegen, erlebt Agent Wow, wie Demagogen Mechanismen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nutzen und mit den Mitteln psychologischer Kriegsführung Feindseligkeiten schaffen, um Macht an sich zu reißen.

Nach der erfolgreichen „ARCHIVE TOUR“ Ende letzten Jahres im E-WERK Luckenwalde möchte das kollektiv:proton & Gäste dieses Format wiederaufnehmen und zur „CAMPUS TOUR“ erweitern, die das Industrieareal um das E-WERK miteinbezieht: das ehemalige Stadtbad als Erinnerungs-Parcours, den FLUXDOME als utopische Kantine, die versiegelten Industriebrachen. Eine Tour durch einen künftigen Kreativcampus.

„LILA LIED“ ist eine multimediale queere Cabaret-Show. Ausgehend von Mischa Spolianskys gleichnamigen Chanson von 1920, das zur Hymne der ersten Homosexuellen-Bewegung der Welt wurde, werden mit elektronischer Musik, Drag und Burlesque die Biographien vergessener queer-feministischer Künstler*innen der Weimarer Republik wiederbelebt und Brücken zu heutigen emanzipatorischen Bewegungen geschlagen.

„Wenn ich mir was wünschen dürfte, möchte ich etwas glücklich sein…“ (M. Dietrich). Eine Wiederaufnahme des zeitgenössischen Tanzstücks über das Glück und das Gegenteil von Glück in einer Gesellschaft, in der es uns anscheinend an nichts fehlt. Sechs Tänzer*innen und zwei Musiker*innen kreierten unter der künstlerischen Leitung von K. Gluding die abendfüllende zeitgenössische Tanzperformance „EDEN“.

Mit der Tanzperformance „koerper.welle“ laden der Choreograf Clébio Oliveira und sein Team zu einem kollektiven Nachspüren individueller Erfahrungen der Corona-Pandemie ein. Die Körper ringen in apokalyptischen Seelenlandschaften um Halt und konfrontieren die Alptraumhaftigkeit unseres Alltags. Entstanden ist eine surreale Poesie der Bewegung aus Licht und Schatten, aus Körpern und Klang.

Wie sehen Außerirdische unsere Welt? Womöglich: Ohne Klischees und einengende Zuschreibungen. „NOMO – postanthropozentrischer Reaktor“ ist das Labor, in dem wir alle zu Forschenden werden: Ein „außerirdisches“ Objekt wird zur Untersuchung an die Besucher*innen der SPREEHALLE Berlin freigegeben. Es entspinnt sich ein interaktiver Dialog der dritten Art – das Objekt reagiert auf die Besucher*innen.

In „Intersecciones I“ dekonstruieren eine Performerin und eine Videokünstlerin die Expedition der Augsburger Welserkompanie auf der Suche nach dem legendären El Dorado. Mittels Live-Videoanimation und Performance werden Ereignisse entlang der Route in Szene gesetzt, und aus den Perspektiven unterschiedlichster Akteur*innen beleuchtet. Dazu gehören: Eroberer, Flüsse, Indigene, Soldat*innen, Jaguare, Ölfelder und Hunde.

„ASPHALTWELTEN – Dancing about SHELTER“, eine tänzerische Utopie unter freiem Himmel. Katharsis im Miteinander, Lebenslinien als Blaupause, der Körper als Zuflucht.

Romeo und Julia – schon tausendmal gesehen? So bestimmt nicht! Das Stück nimmt unser tägliches Leben im Rausch auf und zeigt die Geschichte des jungen Liebespaares aus der heutigen Sicht. Wie würde die wohl bekannteste Liebesgeschichte der Welt aussehen, wenn die beiden sich während einer Pandemie getroffen und verliebt hätten.

Theater allumette zeigt für die Allerkleinsten eine Geschichte über das Wunder des Lebens, übers Großwerden und über kleine und große Geschwister.
Die Kombination von bildstarkem Figurentheater und interaktiv spielerischem Workshop macht Theater auch schon für Kinder unter drei Jahren zu einem Erlebnis.

Diese Show beschäftigt sich mit komplizierten Hebefiguren und erfolgreichen Frauen. Unterhaltsam, emanzipierend und provokativ.
Die drei Spieler*innen überprüfen ihren eigenen Feminismus. Mit den Mitteln Figurenspiel, Tanz und Musik. Und wenn sich die Wunde zeigt, die in der Gesellschaft klafft, dann ist es Zeit für eine Utopie. Wie soll sie aussehen, die neue Gesellschaft?

Ein (Dorf)-Platz verwandelt sich in reges Hafengetümmel. Ein Linienbus mutiert zum Walfangschiff. Mit Metallschrott, Menschen und Musik wird eine Welt auf See erschaffen, die zum Mitreisen einlädt und uns in die Abgründe des Menschseins spähen lässt.
„Moby Dick“ neu gedacht und bilderstark bespielt, bis das Spektakel wieder abzieht und die Kühe im Stall mit Gischt im Fell zurücklässt.

Während die Aufführung nun völlig unabhängig von Flinn Works wird, wird „My Dance“ in Zusammenarbeit mit prominenten Institutionen in Berlin und darüber hinaus eine neue Reise antreten, um den Diskurs über die Dekolonisierung des Tanzes zu erweitern und Tanzverkörperungen mit dem Feminismus zu verbinden. Ansatz von Nora Amin, gegen die Objektivierung des weiblichen Körpers auf der Bühne.

Drei Schauspielerinnen erzählen die Geschichte des toxisch-männlichen Hannibal-Komplexes, erstellen eine Chronologie der Geschehnisse und stellen Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Ein Drahtseilakt zwischen Unterhaltung und Aufarbeitung von Beweisen. Ein politisch-dokumentarisches Theaterstück vom nö theater mit aktuellem Bezug auf ein noch vergleichsweise unbeleuchtetes Thema.

Im mobilen Märchenzelt: In der Mitte brennt ein Feuer, der Rauch zieht durch die Dachluke, auf Bänken sitzen Kinder und lauschen: Im Doppelpaket bieten Dorothea Schroeder und Matthias Fischer zwei Erzähltheaterstücke an: „Arnikos Abenteuer“, eine Geschichte über einen jungen Rom, erzählt auf Deutsch und Romanes mit Musikbegleitung für die Größeren und „Mitmachmärchen“ für die Kleinen.

„Karl im ALL zu Hause“ verhandelt in fünf Liedern und Bildern die Themenfelder rund um die Frage nach einer Online-Identität und kultureller Aneignung in der Popmusik. Caitlin van der Maas nutzt Ibsens Peer Gynt als Ausgangspunkt für eine Erzählung, in der Identitätssuche im digitalen Zeitalter im Zentrum steht. Die Rollen werden getauscht; Pamela reist durch die Welt, während Karl zu Hause bleibt.

Weiterentwicklung von „tasten – ein Zirkustheaterstück“ hinsichtlich der autarkeren Audioabspielung, performativen Publikumsbeteiligung und inhaltlicher Aktualisierung der Tasche zum Tasten in der Pandemie. Heraustragen des pandemiebedingten Spielens im teilöffentlichen Raum in den öffentlichen Raum.

Mit der ungewöhnlichen Idee, mit einer zeitgenössischen Artistikshow durch Schulhöfe zu touren, möchte das Künstlerduo Malina & Christian Kindern Live-Kultur wieder näher bringen und ihnen ein pandemiegerechtes, gemeinsames, kulturelles Showerlebnis ermöglichen. Als Bühne und Showbestandteil dient den beiden ein echtes historisches Feuerwehrauto. Eine Schulhoftournee mit der „FeuerWer?“

“SALVATION” is a science fiction drag ritual and an experimental invocation for a constant distribution of desires based on visions and fantasies Shlomi Moto Wagner has experienced since he was three years old. It explores transformations, mutations and re-manifestations of the idea of being, the sensuality of being a body, the politics of having a body and the poetics of sharing a bodily experience.

Mit „Luise Greger, eine pommersche Gans“ explorieren Opernale die Lebensgeschichte der in Greifswald vergessenen Komponistin. Halb stolz, halb naiv bezeichnet sie sich am Ende ihres Lebens selbst als Gans und wird damit zur Allegorie einer ganzen Epoche deutscher Geschichte. In Tagen, in denen der Krieg nach Europa zurückkehrt, müssen wir mit Entsetzen feststellen, dass diese Epoche nicht beendet ist.

Wie unterschiedlich ist das Leben in Stadt oder auf dem Land? Was macht ein gutes Leben aus? Und wieviel können Kinder dabei selbst entscheiden? Nach dem gleichnamigen Kinderbuch „Trecker kommt mit“ lädt das Jahrmarkttheater ein, sich bei altbekannten Kinderspielen und einer anrührenden Geschichte zu vergegenwärtigen, was in Zukunft wichtig sein wird.

Mit „WILD ACCESS Tiergarten“ wird die immersive Tanz-/ Lichtproduktion „WILD ACCESS“ für das Gelände des Stadtparks Tiergartens in Berlin in Bezug auf seine Geschichte als Jagdgebiet und seine aktuelle Nutzung, Umfeld und Ökosystem konzipiert und überarbeitet. Es ist ein speziell für den Stadtpark konzipiertes Projekt, das den öffentlichen Raum mit künstlerischen Mitteln neu erkundet.

„Things Fall Apart“ ist eine preisgekrönte CyberOpera, ein hybrides Format zwischen physischer und virtueller Bühne. Ausgehend vom Gedicht „The Second Coming“ ist es eine Erkundung gesellschaftlichen Zerfalls, verlorener Gewissheiten, des individuellen, moralischen Scheiterns und enttäuschter Hoffnung auf Erlösung. Die Wiederaufnahme findet sowohl auf einer physischen Bühne, als auch in VR statt.

Zwei Livetänzerinnen und eine Schauspielerin auf 11 Leinwänden begeben sich in einen Reigen aus Führen und Folgen – Unterwerfung, Wortgewandtheit, Blendung, Verheißung, Wiederholung. Mit den Mitteln des Tanzes und einer gekürzten Fassung des Textes von Elfriede Jelinek verwandelt THE GUTS COMPANY das Thema Macht zu einer großen, überfüllten und vielschichtigen Verhandlung zwischen Oben und Unten.

Kannst du schwimmen oder gehst du baden? Im Freibad Hildesheim steht Tschechows Figuren in „Kirschgarten zu verkaufen“ das Wasser bis zum Hals. Trotzdem ignorieren die Gestalten aus dem Theaterkanon ihre Situation, sie waten durch ihre versinkende Welt, hängen Illusionen und Privilegien nach, bis es zu spät ist. Macht Not erfinderisch oder tauchen wir angesichts drängender Entscheidungen lieber ab?

Der disziplinierte, von sich selbst entwöhnte Körper von Balletttänzer*innen erscheint wie ein Mikromodell der postsowjetischen Gesellschaft als Ganzes. Kann die Dekonstruktion klassischer Ballettmuster mit der Freigabe vererbter Grenzen im totalitären (und postsowjetischen) Körper verglichen werden?

Der Komponist* Neo Hülcker und Dramaturg Bastian Zimmermann bringen im installativen Musiktheater „Das Musikgeschäft“ ein solches Geschäft mit all seinen Instrumenten, Räumen, der Ladentheke und Reparaturecke ins Studio 14 der Uferstudios und bespielen diesen Ort in seiner sozialmusikalischen Alltäglichkeit – mit neun sehr unterschiedlichen Musiker*innen und Performer*innen.

David, Tim-Fabian & Lars bilden zusammen mit notsopretty die „BOYBAND“, eine Performance, in der verschiedene Ausprägungen von Männlichkeiten infrage gestellt werden. Durch persönliche Geschichten und Zitate aus Pop-Kultur entsteht eine Performance von Gegensätzen, neuen Perspektiven und möglichen Lösungen, wie „Mann“ es schafft, aus der männlichen Komfortzone auszusteigen.

Mit „Eye, Lash!“ kehrt Kat Válastur nach fast acht Jahren seit ihrem letzten Auftritt mit einer Soloarbeit auf die Bühne zurück. In einer Landschaft aus Blumen, Metallfliesen und Wasser werden wir Zeug*innen, wie sie verschiedene weibliche Archetypen und Persona verkörpert, in ihr Bewegungsgedächtnis eintaucht, um die kaleidoskopische Erfahrung einer Künstlerin in der heutigen Zeit zu erforschen.

Das Ende der Welt ist für uns leichter vorstellbar geworden als das Ende des Kapitalismus. In „Hält uns wach“ fragen fachbetrieb rita grechen, inwieweit die scheinbar alternativlose Wachstumsökonomie unseren Alltag auch auf verborgene Weise prägt. Im Pathos durchleben die Besuchenden einzeln wiederkehrende Tagesabschnitte, Schauplätze des spätmodernen Lebens, die in den abendlichen Ausbruchsfantasien brüchig werden.

„Across the Middle, Past the East“ ist ein kollaboratives idealistisches Kabarett, ein sozialer Raum multipler künstlerischer/persönlicher Stimmen. Geschaffen von einer interdisziplinären Gruppe von Künstler*innen aus Syrien, Palästina, Libanon, Jordanien und Israel, appelliert das Stück an dringliche Fragen des Kunst-Machens und mehrfacher Identitäten von Migrant*innen im Exil.

„When will we meet again? – staging“ ist die hybride Bühnenversion einer im Januar 2022 gestreamten Online-Performance, die als Kollaboration der deutschen Performancegruppe Schmitt&Schulz und der dänischen Künstlergruppe Kassandra Production entstanden ist. Drei Performer*innen treffen sich im Online-Meeting, um mit der „magischen“ Kraft der Performance die dringendsten Weltprobleme zu lösen.

Basierend auf Interviews mit Betroffenen und mittels 3D-Sound, szenischen Fragmenten und dokumentarischen Videos untersucht „The Holy Bitch Project“ häusliche, sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen und die jahrtausendealte strukturelle Ungleichheit der Geschlechter. Der Abend macht sich die von der Alt-Right gekaperte Welt des Films „Matrix“ zu eigen und etabliert ein feministisches Gegennarrativ.

Wir leben in stürmischen Zeiten. Nicht nur wegen eines Virus. Es tosen Proteststürme, es stürmen die Jungen, vielleicht die allmächtigen Götter, es wirbelt die Natur, es droht die Ruhe vor dem Sturm und es trügt jene im Auge des Orkans.
Fünf Performer*innen und vier BlechBlasMusiker bringen die Luft in Bewegung, stellen sich in den Sturm, versuchen ihm im hybriden Theaterraum zu trotzen.

“rebonico” is a portrait and personal homage to the traditions and the popular dance of Sant Mateu, a small town north of Valencia (Spain). It explores an intersection between past and present. Identity, heritage and collectivity meet between two choreographic worlds to establish a dialogue, confront each other and collaborate on stage.

„SOLID LIQUID“ untersucht verschiedene Aspekte von Flüssigkeit auf politischer und materieller Ebene. In einem durch nur wenige Liter Wasser veränderten, haltlosen Raum werden Fragen rund um Agency, Macht und Kontrolle und danach, wie diese zurückerobert werden können, gestellt. Die Wiederaufnahme findet im Rahmen des FAVORITEN Festivals 2022 mit zwei Gastspielen in Dortmund statt.

Das generationsgemischte Tanzstück „re-member“ möchte für die Einladung beim Kinder- und Jugendtheaterfestival Hart am Wind eine erweiterte Wiederaufnahme realisieren. Berührung und physische Nähe, ursprünglich zum Kern des Konzepts gehörend, waren pandemiebedingt in Proben und Aufführungen ausgeschlossen und sollen mit Rücksicht auf Nähe als verlierbares Gut in das Stück mit integriert werden.

Open-Air Show zwischen Zeitgenössischem Zirkus und Bewegungstheater.
Ein 8,5m hoher und 7m breiter Vorhang macht die Umgebung zum Theater: ein Park, eine Innenstadt etc. werden zum Bühnenbild und verführen die Betrachter*innen, Altbekanntes neu zu entdecken. Circus unARTiq unterstreichen damit ihren Fokus auf die Materialität des Hier und Jetzt.

„WHO’D HAVE THOUGHT THAT SNOW FALLS“ ist eine performative Installation für elf Audio- und drei Videokanäle. Mit Stimmen, Fieldrecordings und Videos aus der ostukrainischen Region Luhansk, Kompositionen von Martyna Poznańska und der Live-Performance von Berliner Laiensängerinnen unter der Leitung Paulina Miu Kühlings. Ein Projekt von Matthias Schönijahn inspiriert von Morton Feldmans „Three Voices“.

Klima, Wandel, Artensterben – war da was? Das „KLIMAPARLAMENT“ Rhein-Main tagt im Rahmen des Festivals Politik im Freien Theater. Wenn sämtliche Wesenheiten des Rhein-Main-Gebiets – Bäume, Wild- und Zootiere, Rhein und Main – aber auch menschengemachte Akteure wie Hochhäuser, Autos oder der Flughafen eine politische Stimme erhalten: Welche Anliegen, Konflikte und vor allem Ideen werden verhandelt?

„SEX MIT MADONNA“ nimmt die gesellschaftlich tabuisierte bipolare Störung in ihrer Körperlichkeit auf. Mit 100 Kilogramm buntem Konfetti zaubert Chris Jäger einen luziden Traum, der mit seiner gewählten Form – von der Recherche extremer körperlicher und geistiger Zustände zum Tanz – einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Akzeptanz der bipolaren Störung leisten kann.

Was hätte der in der Theatergeschichte marginalisierte Chor zu stilbildenden Szenen unseres Dramenkanons sagen können? Internationale Autor*innen schrieben in Szenen von Molière, Schiller u.a. nachträglich chorische Stimmen hinein, um sie neu zu perspektivieren. Inszeniert als installative Performance, geraten die Zuschauenden ins Spannungsfeld von Protagonistischem und Kollektivem.

„UNSICHTBARE STÄDTE KOTTBUSSER TOR“ erforscht urbane Lebensperspektiven durch eine interaktive Performance Maschine im Pizzakarton. Die Maschinen werden vor Ort mit lokalen Communities gebaut, befüllt und per Lastenrad direkt zum Publikum nach Hause geliefert. Das Publikum ist eingeladen, ihre eigenen unsichtbaren Stadtversionen aufzunehmen, die dann online und im öffentlichen Raum präsentiert werden.

Wie alles andere auch soll unser Lebensraum „smarter“ werden: Mit „CommunityDriven. Smart Country Visionen“ lädt OutOfTheBox dazu ein, Technologien für das Zusammenleben neu zu denken. In einer eigens entwickelten Augmented Reality Anwendung explorieren die Teilnehmenden „smarte“ Szenarien und spekulieren mit Bewohner*innen im ländlichen Raum über digitale Zukunftsvisionen für Stadt und Land.

„Minenfeld Dolmetschen“ zeigt, wie Menschen auf standardisierte Verfahren in Institutionen treffen. Und wie ein falsches Wort Existenzen sprengen kann. Das mit Alltags- und Kunst-Expert*innen aus sieben Ländern entwickelte Dokumentartheater-Projekt wird in Theaterräumen in Berlin, Göttingen und Leipzig zu sehen sein. Gleichzeitig interagiert die Gruppe BALAMBALAM mit Randgruppen in Leipzig-Paunsdorf.

Glucksende Frösche, zirpende Grillen: In „ARTIST TALK“ treffen Sie in einer virtuellen Landschaft auf einen Avatar. Wie geht eigentlich Unterhaltung? Plappern, schwätzen, schweigen: das Eigentliche bleibt ein Mysterium. Was kann man teilen, wenn das Gegenüber nicht aus Fleisch und Blut ist? In der 1:1-Performance „ARTIST TALK“ entsteht mit Ihnen ein persönliches Tête-à-Tête zwischen Mensch und Avatar.

„Sonic Highway“ ist eine site-specific Bespielung der historisch und ästhetisch komplexen Landschaft des Autobahndreiecks Bochum West an der A40. Inmitten des größten und lautesten Ballungsgebiets Deutschlands macht MFK Bochum in Wort- und Soundbeiträgen ökologische, post-industrielle, verkehrs- und geschlechterpolitische Aspekte vor Ort für das Publikum erfahrbar.

Das Theater Fata Morgana plant die Premiere seines Kindertheaterstücks „Das Gold des Hasen“ [6+] nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Martin Baltscheit und Christine Schwarz:
„Der Hase ist gestorben und hinterlässt ein Testament: Der größte Angsthase im Wald soll eine Truhe voller Gold erben. Sofort stürzen sich alle Tiere in einen Wettbewerb und übertrumpfen sich gegenseitig mit ihren Ängsten.“

TachoTinta und Gäste, allesamt internationale Expert*innen in kulturellen Missverständnissen, gehen gemeinsam mit dem Publikum den Weg des Drag, des glamourösen Übertreibens. Stereotyping oneself – diese Ästhetik verleitet dazu, das Leben zur Show zu erklären. Es geht nicht darum, was du bist, sondern darum, was du wirst!

Ein Mann am Ende unserer Welt: Er berichtet von einer Kreatur, die seine Welt und seine Mitmenschen infiziert, imitiert, unterwandert und zerstört hat. Im Kampf gegen das „Ding“ ist er sich selbst fremd geworden. Wie konnte es so weit kommen? Gibt es Hoffnung? Oder ist er bereits selbst Teil des absorbierenden Organismus? Und wer oder was ist dieses „Ding“ eigentlich?

Bei der „Akademie der Sorgetragenden“ wird eine Stadtteilkantine zur Bühne und die Besucher*innen zu Gästen, Darsteller*innen und Mitarbeiter*innen. Wir diskutieren über Sorgearbeit und Kunstproduktion und organisieren währenddessen gemeinsam den Kantinenbetrieb. Wie sähe eine Kunstinstitution aus, die Reproduktion und nicht Produktion ins Zentrum ihres Selbstverständnisses stellt?

„foresigns” brings together three 20-minute long pieces, positioned side by side, in relation and on a timeline so that the process and artistic path is made visible and reveals the common thread between the work.
The audience is invited to witness and experience those different trajectories and retrospectives of work that haven’t been shown in Berlin before.

In der Wiederaufnahme ihrer ersten gemeinsamen Arbeit „Nur die Liebe zählt, haben sie gesagt“ begeben sich die Künstlerinnen Anne Kapsner und Charlotte Mednansky nach zwei Jahren Pandemie erneut gemeinsam mit dem Publikum auf eine performative Suche nach eigenen Darstellungen für die Liebe und erforschen im installativen Vorstellungsformat künstlerisch alte und neue Erwartungen an dieses Thema.

Führt Digitalisierung zu mehr Freiheit, oder gefährdet sie unsere Menschlichkeit? Dies erkundet ArtesMobiles im Rahmen eines sozialen Experiments. Das Publikum formt eine Mikrogesellschaft, deren Verhalten eine künstliche Intelligenz bewertet. Im Spannungsfeld zwischen Individualität und kollektiver Handlung stellt sich die Frage nach Selbstbestimmung in einem scheinbar übermächtigen System.

Wovon träumt der Tod, wenn er genug von den Sterblichen hat? copy & waste entwirft in ihrer neuen Produktion den Styx als Bildfluss und versucht auf ihm das Sterben zu lernen. Die Wiederaufnahmeförderung dient der Überarbeitung von Filmschnitt und Sounddesign, einer installativen Remontage, einem kurzen Nachdreh und einer angemessenen Inszenierung des Spielorts.

„ZUM BEISPIEL BIENEN“ erforscht auf musikalische Weise die Welt der Bienen und anderer Insekten. Es ist ein Stück für Menschen ab ungefähr fünf Jahren und kombiniert spielerisch und humorvoll Elemente von Musiktheater, Soundinstallation und Tanz. Aus Tonaufnahmen von Insekten und live gespielten Klängen entwickelte die Komponistin Kirsten Reese eigens für diese Produktion eine „Insektenmusik“.

“Lost Track” investigates the loss of orientation and the resulting anxieties that accompany this situation. It looks at how we individually and collectively deal with events that shake us emotionally and force us to reevaluate how we live our lives. It’s about grappling with the paths that no longer serve us and finding new ones – with music and movement as our guide.

„Hotel zur Dunstigen Aussicht“ ist eine theatrale Installation, welches digitales Material, das im Rahmen des gleichnamigen Instagram Projekts aus 2020 entstanden ist, in eine analoge Version umarbeitet. Das Projekt bringt Künstler*innen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen und geht dem Zeitgefühl des „bewegten Stillstands“, das in Zeiten der Isolation so präsent war, nach.

Jerofejews Poem „Die Reise nach Petuschki“ als performatives, fahrendes „Sommertheater mit Karaoke“ in den ländlichen Regionen Ost-Deutschlands.
Die aberwitzigen Monologe des Trinkers Wenedikt lassen uns unser Verhältnis zu Alkohol, zum Sozialismus und zur Ostalgie hinterfragen. Für das Publikum ein ganzheitliches Erlebnis, ein kulturvoller Exzess und eine großartige Unterhaltung.

In der Tanzperformance „NERVEN“ bewegen sich vier Körper in einem immersiven, durch Live-Sound, Licht und Muster atmosphärisch dichten, aufgeladenen Raum und fiktionalisieren ein utopisches Szenario der zukünftigen Körper: Die sich transformierenden Körper haben eine neue Fähigkeit entwickelt: Sie können ein nervöses, hochsensibles, emphatisches System herstellen.

Wie sieht ein dekoloniales Archiv aus? Kann ein Körper ein Archiv sein? Können wir ein Archiv fühlen? „Rituale der performativen Selbstinventarisierung“ beschäftigt sich mit einer dekolonialen Archivierungspraxis und baut dabei auf Sound- und Lichtfrequenzen sowie Gesprächen mit Besucher*innen. Das Archiv sind die Frequenzen, die am Körper vibrieren.

Los geht’s auf eine Bustour, die alle Ortsteile Ballenstedts miteinander verbindet. Die Reiseleitung übernimmt das Theaterkollektiv Turbo Pascal. Der „Bus mit Schuss“ stoppt an bekannten und unbekannten Orten, auf Dorfplätzen, vor Ruinen und Gärten. Immer auf der Suche danach, wo was los ist, war oder sein könnte. Dabei wird der Bus selbst zum Treffpunkt und temporären Versammlungsort.

„Das Gewächshaus“: Eine Outdoor-Tanzperformance für Kinder und Familien über die Sinne der Pflanzen. Die Pflanzenwelt ist voller Wunder. Wusstet ihr, dass Pflanzen Sinne haben, fast so wie wir Menschen? Sie können sehen, hören und fühlen!
Durch Tanz, Theater, Musik und Installation geben zwei Performerinnen einem jungen Publikum eine erste Einführung in die Pflanzenbiologie.

Welches Widerstandspotenzial bietet der Schlaf in einer neoliberalen 24/7-Gesellschaft? In dem Projekt „Sorry, ich muss schlafen!“ präsentiert das Transnationale Ensemble die Realisierung eines vielstimmigen Schlaflabors mit Texten, Songs, Performances, Improvisationen und Kostümen in einem abendfüllenden Theaterstück.

„LOVESONG“ dekonstruiert die deutsche Nationalhymne auf musikalischer Ebene als akustisches Denkmal. Assoziationen, die durch Musik hervorgerufen werden, können eine extreme Kraft entwickeln. Die Melodie der deutschen Nationalhymne ist untrennbar mit dem NS-Regime verbunden. Mit jedem Erklingen schwingt die Geschichte als auditives Trauma mit.

Live-Hörspiel-Performance auf Grundlage des ersten erhaltenen Funkdramas „SOS…rao rao… Foyn“ von Friedrich Wolf (1929). Sechs Performer*innen begeben sich an einen Urmoment des Radiomachens: Das älteste deutsche Hörspiel, dass die Entstehung des Funks selbst als Medium globaler Verständigung feiert, wird befragt: Wie verhalten wir uns im und gegen den steten Stream aus Funk und Information?

Die Hörspielinstallation „Wir bluten ohne Wunde“ spielte bisher ausschließlich innerhalb des Theaters exklusiv für eine Person. Ziel der Wiederaufnahme ist die Erweiterung des Aufführungsformates in hybride Präsentationen, um ein breiteres Publikum aus anderen Kunstrichtungen zu erreichen. Die performative Installation für mehrere Zuschauer*innen, die Präsentation als Livehörspiel und als Hörspielspaziergang-Performance

„CALL OF MORAL DUTY“ ist eine speziell für den Livestream konzipierte interaktive Performance zum Thema Cancel Culture. Anonym können die Zuschauer*innen über ein integriertes Auswahlmenu über den moralischen Verlauf der Performance entscheiden. Ihr moralischer Kompass und ihre politische Integrität werden dabei immer wieder auf die Probe gestellt.

„Rom*nja Power“ erzählt die Geschichte von Rita Prigmore und ihrer Zwillingschwester Rolanda, an denen die Nazis in den 1940er Jahren medizinische Experimente zur Entwicklung von sogenannten „Herrenmenschen“ gemacht haben. Gleichzeitig handelt es sich um die Suchbewegung nach einer utopischen, feministischen Stadt. Eine Abrechnung mit der Vergangenheit, aber auch ein Blick in eine bessere Zukunft.

14 adaptierte Vorstellungen von „Der Kreis. Eine öffentliche Aufstellung“ in Köln (FWT), München (pathos transport) und Dortmund (FAVORITEN). „Der Kreis“ trifft sich auf einem öffentlichen Platz, versucht sich – unter Anleitung und mit Kopfhörern ausgestattet – im Positionieren und wagt nach den Jahren des Abstands eine öffentliche Bestandsaufnahme: Wo – im wahrsten Sinne des Wortes – stehen wir?

„Steinstaub“ ist eine Multimedia Performance für ein transgenerationales Publikum ab 10 Jahren,
Barbara Schmidt-Rohr und Helen Schröder verschränken in dieser Performance das Digitale, die Welt der Handys, der Videospiele und der Social Media mit der analogen Bühnen-Welt.
Geplant ist eine Wiederaufnahme im Rahmen des Festivals Hauptsache Frei 2022 auf Kampnagel.

Die erfolgreiche Produktion „Der Molière von Völksen“ aus dem Jahr 2021 wird im Sommer 2022 wiederaufgenommen und fortgeschrieben. Eine Theatertruppe hat sich aufs Land geflüchtet. Auf dem Hermannshof verbeißt sie sich in die Werke Molières: irrwitzige Komödien, erbarmungslos angetrieben von der Paranoia ihrer Hauptfiguren. Freilichtbühne ist das historische Park-Ensemble aus den 20er Jahren.

2020 ging die Frl. Wunder AG zusammen mit dem Staatsschauspiel Hannover auf Spurensuche: Welche historischen Frauen* haben die Darstellenden Künste geprägt und was führt dazu, dass Künstlerinnen wieder aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden? „Furien des Erinnerns“ verschwand wegen Covid aus dem Spielplan. Die AG entwickelt aus den gewonnenen Erkenntnissen eine neue, eigenständige Produktion.

Mundnasenschutzmaske, Mindestabstand, Spuckschutz, Hygienevorschriften… das klingt nicht nach Theater. Doch wie kann aus den Vorgaben für Theater im Zusammenspiel mit den erlebten Geschichten neues Theater entstehen, dass aus der Not eine künstlerisch-ästhetische Vielfalt macht? Beim Stationentheater tauchen die Besucher*innen in die Welt hinter dem Spiegel ein und erleben ein Haus ganz anders.

“GAMER” is an art piece created by Christine Bonansea Company collaborating with a multimedia artistic team from various art domains and technology including choreography, sensors Lasermice robots, electronic music, 3D digital dreamscape visuals, video mapping and light design. “GAMER” questions our perception of hyperreality space representations using video game culture and archetypes.

In „physical prospects“ verwandelt sich eine Landschaft aus Körper, Moos, Beton in der Weite eines Parkhauses. Risse zerstören die Landschaft. „physical prospects“ spürt in den sich öffnenden Zwischenräumen der Gewalt des Anthropozäns nach. Mit queeren Perspektiven auf Trauer und Wut geht die Performer*in von der eigenen Zerbrechlichkeit aus und beschwört daraus die eigene Widerständigkeit herauf.

Wiederaufnahme der Produktion „Besuch bei Katt und Fredda“, die Veränderungsprozesse und Regeln für das Zusammenleben unter die Lupe nimmt. Die Inszenierung arbeitet mit Mitteln des Sprech- und Bewegungstheaters, ist ab 6 Jahren geeignet und war 2021 zum WESTWIND-Festival eingeladen. Vorstellungsbegleitend wird Schulen das Hörspielprojekt „Spuren hinterlassen“ angeboten.

Corona, Impfpflicht, Ukrainekrieg… Die Themen werden immer brisanter, das Gespräch verstummt. Der lustvolle Streit scheint ewig her, die Kneipe ist in endlose Ferne gerückt. Wir nehmen den Faden wieder auf. Zu allem haben wir eine Meinung. Ist ein Kompromiss möglich, wenn Meinungen weit auseinander liegen? Finden wir zusammen eine bessere Lösung? Lasst uns streiten!

„AMA-Perlentaucherin“ ist Yoriko Maenos zweites Stück, über starke japanischen Frauen. Der Blick geht auf eine uralte japanische Tradition des Muscheltauchens, die seit 3000 Jahren ausschließlich von Frauen ausgeführt wird. Maeno verbindet die Techniken des Contemporary Dance mit den schwimmenden Bewegungen der Taucherinnen. Videoprojektionen aus Japan schaffen eine authentische AMA-Welt.

Lieder und Kammermusik Clara Schumanns bilden die musikalische Basis, auf deren Grundlage drei zeitgenössische Komponistinnen – Violeta Dinescu, Annette Schlünz und Beste Özçelebi – jeweils eigene Stücke entwickelten. Sie wurden dabei filmisch begleitet und dazu befragt: Wie kann sich eine zeitgenössische Komponistin als Frau und Künstlerin in der noch immer männlich geprägten Musikwelt behaupten?

Wie klingt Protest? Wann wird er gehört? Und: wer steht auf und hebt seine Stimme, wenn ich es nicht tue? In einem Parcours aus performativen, installativen und interaktiven Elementen machen Polar Publik Facetten und Werkzeuge des Protestierens hörbar, sichtbar, greifbar.

„Die Schwarze Mühle“ ist eine gesungene Reise für Menschen ab 12 bis 99. In 13 Flightcases fahren 26 Zuschauer*innen durch das Theater und seinen Apparat. Auf ihrem Weg hören sie die Sage Krabats. Eine Gruppe schaut zu, die andere reist. Nach 50 Minuten wird getauscht. Der Müller zaubert sich schwarze Tunke. Showcase Beat Le Mot zaubern mit Technik und Ästhetik für die Wiederaufnahmen mehr Plätze für mehr Gäste.

In der Performance „KEEP ME IN MIND“ werden die Lebensgeschichten von sieben Überlebenden der Shoa anhand von Zeichnungen, Fotografien und Habseligkeiten in Eins-zu-Eins-Gesprächen berühr- und erlebbar gemacht. Dazu erarbeitet das an jedem Ort neu entstehende Botenensemble aus dem biografischen Material jeweils eine eigene Adaption, die zum grenzübergreifenden Prozess des Erinnerns beiträgt.

Die Inszenierung „Eins Zwei Drei Vier Eckstein“ entstand 2016 in einem kollektiven Produktionsprozess für eine Spielerin. Sie soll zeitgerecht, dramaturgisch, spielerisch und gestalterisch überarbeitet werden. Die Prozesse des Entstehens und der Materialanimation sollen stärker in den Fokus rücken. Ziel sind zwei individualisierte Versionen der Inszenierungsidee für zwei Einzelspielerinnen.

„Courageux! Furchtlos!“ Wer kennt sie nicht, die Helden Alexandre Dumas? Die Musketiere, der Graf von Monte Christo, sie bevölkern noch immer unsere Kindheitserinnerungen. Seine Schwarzen Superhelden entzünden Träume. Die weiß dominierte Geschichtsschreibung hat Schwarzes Heldentum verunmöglichen wollen. Hier geschieht nun die Rückaneignung – als Inspiration für die Taten von morgen.

„Lacrimosa 2020“ variiert Themen und Form des klassischen Requiems, aktualisiert sie für das 21. Jahrhundert und unternimmt dabei den Versuch einer Reflexion der Corona-Jahre 2020/21. Auf der Bühne erzählt ein diverses Ensemble via Körper, Bewegungen, Musik, Text, Sprache und sucht dabei nach der universellen Verbindung individueller Trauermomente.

Die Produktion „My Body is Your Body“ soll durch eine ortspezifische Neuinszenierung und ein Beleuchtungsszenario in Form von raumunabhängigen Lichtinstallationen überarbeitet und somit an theaterferne Orte angepasst werden. Dadurch wird das Spartencrossover Tanz und Zeitgenössischer Zirkus einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Die KLANGUSTE Frau Knurrhahn liebt Ruhe, Ordnung und Sauberkeit. Unvermittelt taucht eine kleine Languste auf und stellt alles auf den Kopf. Doch damit nicht genug. Plötzlich sind da auch noch eine liebeskranke Schnecke und eine völlig überdrehte Nachtigall. Im Rausch der Klänge wirbeln sie alles durcheinander und finden heraus, dass die Languste über eine besondere Gabe verfügt …

Was passiert, wenn Wut kommt und geht, wann sie will? Was macht es mit einem wütenden Menschen, was macht es mit einem Kind, dass gar nicht wütend werden will!? Stattdessen aneckt und einfach nur anstrengend ist. Wie ein Mädchen aus dieser Wutschleife herauskommen kann, zeigt diese tragische, doch humorvolle Inszenierung mit dem brandaktuellem Thema Wut.

Sechs Performerinnen erforschen die Welt des Amateurfußballs mit künstlerischen Mitteln. Wie sieht die Choreografie auf dem Platz aus? Welche Regeln und Ordnungen bestimmen sie? Wie sind die Rituale vor dem Spiel, auf dem Platz und im Verein? Auf welche Weise unterscheiden sich die Körper von Ballerinas und Fußballer*innen? Es entsteht eine Performance auf dem Sportplatz.

„Denkraum der Utopien“ lädt das Publikum ein, Zukunft zu gestalten, gemeinsam mit einem Pool aus Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Klimaaktivist*innen visionäre Handlungsstrategien zu entwerfen. Nachzudenken, weiter zu denken. Die Performance öffnet Räume. Fürs Spielen, Fragen, Handeln. Für neues Wissen und die Kunst der Beteiligung.

Mit „Borrowed Gesture“ lädt INTER_SECTION, Claudia Schmitz & Sabine Erklentz, das kontingente Dritte, einen custom-made Algorithmus, als Derivat der Pandemie ein.
Die dezentrale Bühnenstruktur des Projektes hinterfragt hierarchische narrative Muster gängiger Formate. Die Performerinnen geben bewusst einen Teil der Kontrolle, Urherberinnenschaft zu Gunsten eines neuen Erfahrungsraums ab.

„Moonbreaker 2121“ ist ein Live-Musikhörspiel über ein Musikfestival auf dem Mond. Making-of Passagen wechseln sich ab mit akustischen Simulationen eines Festivalbesuchs im Jahr 2121. Die Musik stammt von neun zeitgenössischen Komponst*innen. Ergänzt durch eine FullDome-Projektion wird das Stück für die Wiederaufführung an deutschen Planetarien erweitert und inhaltlich und technisch angepasst.

In einem Text-, Medien-und Tanzlabor haben vier Dichter*innen und die Tänzerin Willie Stark das weltweite Phänomen mythologischer Wasserfrauen erforscht. Weit vor Ingeborg Bachmann hatte sich auch schon Annette von Droste-Hülshoff in ihrer Erzählung Ledwina mit dem Undine-Stoff beschäftigt. So entstand eine Tanz-, Text- und Klangcollage, in der sich die verschiedenen Kunstgattungen ebenbürtig begegnen.

Geplant sind vier Veranstaltungen, bei denen die Theaterfilme „Das Massaker von Anröchte“ und „In Ewigkeit Ameisen“ (beide Drehbuch: W. Lotz, Regie: H. Dörr) wiederaufgeführt werden. Dazu sind Podiumsdiskussionen mit Akteur*innen geplant, die eng an der Schnittstelle von Theater und Film arbeiten um über eine Zukunft des TheaterFilms zu sprechen – auch nach pandemiebedingten Hybridformaten.

Swoosh Lieu beschwören das Theater als Ort, an dem sich Hexen und Haecksen mit den Gespenstern treffen. Sie hacken Körperbilder, Erzählweisen, Blickachsen und Bühnentechnik, knüpfen neue Netze und entwerfen queerfeministische Verwandtschaftskonzepte. Dea Ex Machina ist die Göttin aus der Maschine, das Gespenst der Befreiung, der Fehler als Chance und der Glitch in unserer Vorstellungskraft.

Wiederaufnahme und Teil-Bearbeitung der Tanzproduktion „TERMINAL BEACH“, deren Probenprozesse mehrmals durch Coronafälle oder Kontaktquarantäne im Ensemble unterbrochen wurde, so dass Zeit für die Ausarbeitung fehlte und vieles ‚offen‘ und ‚roh‘ blieb. Zudem konnte „TERMINAL BEACH“ nur zwei Mal vor Pandemie-bedingt reduziertem Publikum gespielt werden trotz erstaunlich hoher Ticketnachfrage.

Wie oder was riecht Rassismus? Von alltäglichen Vorurteilen bis hin zu den philosophischen Ausführungen Immanuel Kants über die Beziehung zwischen Geruch und ‚Rasse‘ hat die Verbindung von Rassismus und Geruch eine lange abendländische Tradition. „SMELLS OF RACISM – Immersive Lecture-Performance“ (AT) setzt sich mit diesen Themenkomplexen künstlerisch wie wissenschaftlich auseinander.

Das Zirkustheater-Stück „bagage“ wird strukturell an pandemietaugliche Bühnenformate angepasst und künstlerisch verfeinert, um es zu einer langfristig tourenden Produktion zu entwickeln. Dafür werden unter anderem neue szenische Recherchen sowie eigens komponierte Musik eingearbeitet, eine Zweitbesetzung der Hauptakteurin während der Elternzeit angelernt und eine Kurzversion des Stückes entwickelt.

„Saale-Tumult“ ist die Wiederaufnahme und Weiterentwicklung einer Akrobatik-Performance an Saale-Brücken in der Stadt Halle: Zwei Akrobatinnen, eine Performance-Künstlerin und drei Musiker*innen erobern den Raum zwischen Brücke, Wasser und Ufer und entführen das Publikum in eine Fantasiewelt, die den Qualitäten des Wassers nachempfunden ist: fließende Verbundenheit trifft spielerische Freiheit.

„THE SPACE OF UNKNOWING“ ist eine Konstellation aus Körpern, Raum und Sound. Durch halbtransparente Stoffwände werden ortsspezifisch Räume geschaffen, die für das Publikum frei zugänglich sind und durch die sich sieben zeitgenössische Tänzer*innen nach einer Choreografie des Künstlers und zum Sound von Bas Grossfeldt bewegen.

Das mobile TEAM FÜR STREIKGYMNASTIK untersucht mit euch den Krankenhausalltag von Pfleger*innen und weiteren Personen und klopft ihn auf Möglichkeitsräume ab. Wo könnte wie anders gehandelt werden, um Zeitnot, zu kleinen Teams und Kostendruck die Stirn zu bieten? Wer muss sich dafür mit wem zusammenschließen? Ausgehend von euren Ideen – erproben sie den Wechsel.

Katharina Kummers Inszenierung „so much pain! a bodypiece for LIZ“ rückt eine der gefährlichsten und gefährdetsten Figuren unserer Gesellschaft ins Zentrum: die alte Frau. Mit drei Spielerinnen des Theater o.N. wird das Wesen der „Alten“ wahrnehmbar. Es begegnet uns in der Gestalt der Hexe, der Lust und der Großzügigkeit sowie dem Schmerz und der Freiheit des Abseits- und Übrigseins.

„Berlin@Play“ – ein urbaner outdoor XR-Reality-Theater-Game-Walk für Jugendliche und Erwachsene, in englischer oder deutscher Sprache in Berlin-Kreuzberg. Das Publikum partizipiert mit dem iPad in der Hand an der Entstehung der Smart City. Die Teilnehmenden bewegen sich durch Augmented Reality, bewerten und beantworten, ein satirischer Spaziergang frei nach Kafkas „Das Schloss“.

Mit „TreuhandTechno Berlin“ bringt das Theaterkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen (PKRK) die Abwicklungsgeschichte des Berliner Glühlampenwerks VEB Narva in den Technoclub ://about blank. Narva-Arbeiter*innen tanzen im Strobolicht, eine Narva-Produktionsstrecke arbeitet auf dem Main Dance Floor, und Maschinenarbeit wird zum Techno Rave. Techno und Treuhand belong together!

Eine tänzerische Erzählung über die Verbindungen, die unser Leben bestimmen. Zeitgenössischer Tanz wird um eine Ebene erweitert und vermag es so, in der Luft bewegte Metaphern von Toleranz, Freiheit und Abhängigkeit zu kreieren. Tanz wird zur dreidimensionalen Spielfläche unserer sozialen Netzwerke. Eine Suche nach der Antwort auf die Frage, was uns frei macht: die Natur oder die Kultur.

„Occupying Eden“ entfaltet verschiedene Substrate des Gartenbegriffs, die untrennbar mit einem postkolonialen Paradigma verbunden sind. Durch von Pflanzen inspirierte Prozesse wie Bestäubung, Symbiose und Verfall verwandeln sich die Arbeiter*innen und Vermittler*innen von „Occupying Eden“, um körperlich die Ränder unserer Beziehung zu Pflanzen zu erkunden.

Der Körper ist nicht nur physisch. Genauso wie der Körper sozial, kulturell und symbolisch ist, wird er auch durch verkörperte Bilder und die Beziehungen, die er eingeht, konstituiert. In dem Projekt „Body and Fiction“ wird  diese Prozesshaftigkeit der Körperlichkeit herausgestellt. Durch den Körper eines Performers wird der Körper im ständigen Werden gezeigt.

Der Diskurs-Video-Walk „Pretty Woman/That’s not my name“, der sich an der Schnittstelle zwischen feministischem Diskurs, ortsspezifischer Performance, Film und Aktivismus bewegt, setzt sich mit Erzählweisen und Machtmechanismen in Hollywoodfilmen auseinander. Dem (fast gänzlich) männlich dominierten Narrativ und der einseitigen Darstellung von Frauen* werden im Walk feministische Positionen entgegengesetzt.

„UNGEHEUER“ ist ein Tanzstück für alle ab 5 Jahren, das die sagenumwobene und fantastische Figur des Ungeheuers in Kinderwelten ins Zentrum stellt und sie mit tänzerisch-choreografischen sowie stimmlich-musikalischen Mitteln auf ihre empowernden Potenziale für Kinder auslotet. Die Wiederaufnahme findet anlässlich des Festivals Hart am Wind in Oldenburg und geplanten Schulaufführungen statt.

„Gravity Pieces“ beschäftigt sich mit einer radikalen Dehierarchisierung von lebender und nicht-lebender Materie, Objekten, Klängen, Bewegung und unterschiedlichen Körpern. Im Fokus steht das Zusammenspiel der (Schwer-)Kräfte zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Körpern und Verschmutzung als widerständige Form der Choreografie, die die menschliche Ordnung herausfordert.

Der „Wendecircus“, dieses aus dem Geist des Theaters gewachsene Mischwesen, welches durch den Circus erst seinen Körper bekam, begibt sich nun, nachdem es in den Städten, Schlössern, Palästen schon sein Unwesen trieb, in die ostdeutsche Provinz, in die Savanne, an den Ort seiner Fleischwerdung zurück. Eine Reise in das Erdinnere unserer aller Existenz: die Diversität der Hütte, der Steppe, der Provinz.

In „The Patient“ verbinden sich Erinnerungen an Gesänge, Lieder und Klänge vergangener Produktionen der BJR Kompanie mit rituellen Elementen und einer halb-improvisierten Klang-Installation, die nur aus und mit den Körpern der Tänzer*innen entsteht. Sie scheinen sich zu einem einzigen Organismus zu verbinden, der gemeinsam harmonisiert oder seine vielförmigen Gliedmaßen als Resonanzkörper benutzt.

„Fux“ ist ein Tanzstück für jüngere und ältere Menschen, die unterschiedlich sehen. Fux widmet sich Lebewesen, die wir bereits verloren haben oder noch verlieren werden. „Wie wollen wir zusammenleben?“, fragt Fux. Ursina Tossi macht Barrierefreiheit für Menschen mit (Seh-) Beeinträchtigung zu ihrer choreografischen Praxis und setzt damit am Kern einer Neuausrichtung im zeitgenössischen Tanz an.

Das Tanztheater „Credo“ für 12 Tänzer*innen wird wieder aufgenommen und im Sinne der ursprünglichen Idee weiterentwickelt. Durch Corona konnte das Stück nicht in voller Größe erarbeitet und der Arbeitsprozess konnte nicht wie geplant fortgeführt werden. Im Angesicht des Russland-Krieges hat das Thema des Glaubens eine neue Aktualität bekommen, die behandelt werden soll.

Die WELCOME HOME GROUP lädt in ein smartes Tiny-Home ein, das in 30-minütigen Sessions zur Probe bewohnt werden kann. Im One-on-One wird dabei allen Folgen alltäglicher sozialer Distanzierung begegnet. Das neue Zuhause mitsamt AR-App dient als zeitgemäße beste Freundin, die außerdem lehrt, sich in digitalen Sphären wohlzufühlen. Angesichts der Klimaentwicklung scheint das besonders praktisch.

„kaleiDANCEscope“ ist eine begehbare Performanceinstallation im öffentlichen Raum, ein umgebauter Wohnwagen, barrierefrei für Menschen mit Bewegungshilfe, inszeniert als Fremdkörper in einer vertrauten Umgebung. Es fragt, was ein Tanz-Kanon ist, wer zum Kulturbetrieb dazugehört, wer ausgeschlossen wird, um Tänze nicht nur anzubieten, sondern zu sammeln, sichtbar zu machen und den Kanon zu erweitern.

„Drauf und Dran“ ist eine Objekttheater-Performance für Kinder und Erwachsene, die es wagt, eine neue Lebensform auszuprobieren. Denn was würde passieren, wenn wir den Menschen nicht mehr in den Mittelpunkt stellen würden? Wenn wir die Menschen, Tiere, Natur und die Technik als Gefüge verstehen würden? Inspiriert von Donna Haraway folgen wir einem utopischen Gedanken des miteinander Existierens.

„BLACKOUT“ ist eine recherchebasierte Performance über Cyberkontrolle, Cyberkrieg und die Furcht unserer Körper in einer vernetzten Welt. Für ein körperlich anwesendes sowie ein digital via Chat interaktiv angeschlossenes Publikum berichten drei Performer*innen von Computerwürmern auf dem Weg zu ihren Angriffszielen, von unsichtbaren Gefahren und individuellen Ängsten.

Das Duo Hicks&Bühler plant die Wiederaufführung von „Der Klumpen“ (2018). Das Stück für fünf Tänzerinnen verhandelt auf intensive Weise körperliche Nähe, Kooperation, Widerstand und Stärke und bringt Themen in den Blick, die aktueller denn je sind. Das Stück soll für die Präsentation in nicht-theatralen Räumen bearbeitet werden, so dass es für neue Zuschauer*innengruppen zugänglich wird.

In „LOYALTY“ transformiert Adam Linder das Vokabular des Balletts ins 21. Jahrhundert, indem er neue Ansätze für die Technik und die kulturellen Codes der Form sucht. Coronabedingt hat „LOYALTY“ erst zehn Monate nach seiner Premiere das erste Gastspiel bei Tanz im August in Berlin. Für die Wiederaufnahme muss mit dem Ensemble aus internationalen Tänzer*innen eine Woche vorab in Berlin geprobt werden.

„Schwester“ ist Zusammenfassung vieler Recherche und Formate, ist eine site-spezifische Rauminstallation, deutsch-polnische Performance und Ausstellung des*der polnischen, queer-feministischen Künstler*in M.Mycek zu aktuellen Konzepten des Weiblichen und dessen Vereinnahmung für konservative und rechte Zwecke.

Brigitte Bordeaux“ von Sergej Gössner – eine Inszenierung für die (Außen)Gastronomie-
Eine Produktion von polychrom. und Weissenburg e.V. – Zentrum LSBTTIQ Stuttgart in Kooperation mit VOLKS*THEATER RAMPE und IHS e.V.

„LOUD“ macht intersektionale Verschränkungen und Wechselwirkungen sicht- und hörbar und bringt die einzelnen Elemente in einem Raum der Ausgelassenheit und der Enthemmung zum Tanzen: dem Club — Spiegel von gesellschaftlichen Utopien, strukturellem Rassismus, Sexismus und Ableismus. „LOUD“ ist gelebte Utopie auf dem Dancefloor — politisch, divers und laut. Willkommen im Club!

„LE“ ist ein allegorischer Performance-Essay, der darüber spekuliert, zu einem Zustand der fließenden Gleichheit zwischen allen Lebensformen zurückzukehren; eine Erforschung der Beziehung der Menschen mit dem Wasser, das sie umgibt und durchströmt, das sie fürchten und zähmen.

In der Theaterproduktion „WIR SIND NICHT NETT“ schlagen sich zehn Frauen durch die Straßen von Berlin und verbinden so per Live-Übertragung das voneinander getrennte Publikum an zwei Spielstätten. Das Theaterstück stellt die Frage, ob die eigene Wunscherfüllung immer auf Kosten Anderer gehen muss und warum es so schwer ist, sich zusammenzutun.

„Karagörlz: Leaving Earth But Holding On to Humanity“ entwirft eine Komik-Tradition und geht gleichzeitig der Frage nach, ob wir nicht längst jenseits des Zeitalters der Traditionen sind. Wie sähe überhaupt eine Tradition aus, die uns in 600 Jahren etwas über unsere Zeit erzählt? An diesem Abend im Jahr 2622 werden Vertreter*innen der Menschheit auf die Erde eingeladen, um darüber abzustimmen.

Die Wiederaufnahme der Inszenierung „Wir treffen uns im Paradies“ ist notwendig, um Szenen mit ausgeprägt partizipativen Ansatz, mit Blick auf die jetzige Situation, neu zu inszenieren, gemeinsam mit den Schauspieler*innen und dem Laienensemble. Die letzten Aufführungen liegen zudem vier Jahre zurück, sodass Wiederaufnahmeproben erforderlich sind. Dadurch werden Gastspiele 2022 möglich gemacht.

Bei „The Soul of the Zeit“ folgst du der Straße, deiner Wahrnehmung und einer Erinnerung. Deiner? Meiner? Oder ist das eine Vorahnung? Und was wäre, wenn Dein Umgang mit Zeit auch ganz anders sein könnte? Ist das Chaos groß genug, lösen sich die Kausalketten ohnehin auf und die Zeit bewegt sich dann auch mal zurück. Wer kann im Taumel schon zwischen vorwärts und rückwärts unterscheiden?

Theaterstück für Menschen ab sieben Jahren. Eine bewegende und ermutigende Geschichte, die in ihrer Mächtigkeit einfach und gut einher geht mit der Ohnmacht eines Kindes in einer Welt ohne schützendes Umfeld. An einem Punkt jedoch wendet sich das Blatt. Das Kind wird zum Handelnden und entscheidet darüber, wie bzw. wo es weiterhin leben möchte. Familie ist eine Wahlheimat, nicht ein Geburtsgebot.

„Kinderwald“ ist eine Inszenierung an der Schnittstelle von Materialtheater und Tanz: ein Stück über den Wald und das, was die Waldkinder in ihm spielen und mit ihm erleben .
Mit einer Vorstellungsreihe wird Kindergartenkindern und ihren Familien nach den Kultur- und Begegnungsdefiziten in Pandemiezeiten Theater- und Naturerleben ermöglicht.

Drei Performerinnen begeben sich in drei Solos zwischen Film, Schauspiel, Punkkonzert und Choreografie auf die Spuren von Monika Ertl, der Tochter des Riefenstahl-Kameramanns Hans Ertl, die sich einst in Che Guevaras bolivianischer Befreiungsarmee als politische Attentäterin hervortat. Gibt es etwas wie den gerechten Mord, einen ethischen Terrorismus – in der Vergangenheit und in der Gegenwart?

Das Projekt „THE SUN SETS EIGHT TIMES A DAY“ veranstaltet 2022 neben der künstlerischen Zusammenarbeit im gemeinsamen digitalen Garten auch in-situ Events, wo neben den Künstler*innen in acht Ländern auch die Publika dort untereinander vernetzt werden, um in der direkten Begegnung Aspekte eines möglichen zukünftigen neuen Gesellschaftsvertrags global zu erörtern. Hier wieder im Berlin Labor.