Kunst und Ästhetik in Zeiten von KI: Zukünftige Konstellationen von Demokratie und Theater
Gegenwärtig lässt sich nicht nur in den USA beobachten, wie KI-Unternehmen mit ihren auf Extraktion und Ideologie basierenden Geschäftsmodellen antidemokratische Wirkungen entfalten. Insbesondere die Freien Darstellenden Künste begreifen sich als liberale Orte, an denen demokratische Werte eingeübt und verteidigt werden. Von der These ausgehend, dass aktuelle künstlerische Arbeiten zu KI tendenziell aufklärerisch und Mündigkeit verteidigend auftreten, soll spekuliert werden, wie sich diese Konstellation mit einem Generationenwechsel, anderen ästhetischen Vorlieben und tieferreichenden Technologiekompetenzen verändern könnte.
- Speaker*innen: Rainer Mühlhoff (Philosoph, Professor für Ethik der KI, Universität Osnabrück), Nina Tecklenburg (Theaterwissenschaftlerin, Professorin am Bard College Berlin; Performancekünstlerin Interrobang), Dorothea Winter (Philosophin, Autorin)
- Moderation: Elena Philipp (Kulturjournalistin)
- Format: Podiumsdiskussion
- Lautsprache: Deutsch
- Dolmetschung: Englisch, DGS
- Ort: HAU1, Bühne
Im Gespräch
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Rainer Mühlhoff
Philosoph, Mathematiker, Professor für Ethik der KI | Osnabrück
© 2020 Felix Noak
Rainer Mühlhoff
Philosoph, Mathematiker, Professor für Ethik der KI | OsnabrückRainer Mühlhoff, Philosoph und Mathematiker, ist Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück. Er forscht zu Ethik, Regulierung und kritischer Sozialtheorie in der digitalen Gesellschaft. In seiner interdisziplinären Arbeit untersucht er das Wechselspiel von Technologie, Macht und gesellschaftlicher Veränderung.
Zuletzt erschien von ihm: "Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus" (Reclam, 2025). Kontakt und weitere Informationen: www.rainermuehlhoff.de -
Prof. Dr. Nina Tecklenburg
Theatermacherin und -wissenschaftlerin │ Berlin
© Nina Tecklenburg
Prof. Dr. Nina Tecklenburg
Theatermacherin und -wissenschaftlerin │ BerlinNina Tecklenburg ist Theatermacherin, -wissenschaftlerin und Professorin für Theater und Performance am Bard College Berlin. Sie ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin der Performancegruppe Interrobang und hat u.a. mit Gob Squad, She She Pop und Lone Twin Theatre zusammengearbeitet. Mit Interrobang entwickelt sie Performances, partizipative immersive Settings und installative Räume an der Schnittstelle von analogem und digitalem Theater. 2017-18 war sie Gastprofessorin für Stückentwicklung an der Ernst Busch Akademie für Schauspielkunst Berlin. Sie ist Autorin des Buches Performing Stories: Narrative as Performance. 2021/22 war sie Mitglied des praxisbasierten Forschungsprojekts Viral Theatres (VolkswagenStiftung). Gemeinsam mit Ramona Mosse leitet sie das globale teaching-Netzwerk Performance and Digital Culture, das von der Open Society University Network (OSUN/GHEA21) unterstützt wird. In ihren Arbeiten mit Interrobang setzt sie sich seit Jahren mit den gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Kultur und KI auseinander, u.a. in den Arbeiten Chatbot Challenge (Premiere im HAU 2024), das im Oktober 2026 auf Mexikotour geht.
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Dr. Dorothea Winter
Philosophin, Autorin | Berlin
© Konstantin Boerner
Dr. Dorothea Winter
Philosophin, Autorin | BerlinDr. Dorothea Winter ist Philosophin und Autorin. Sie lehrt an der Humanistischen Hochschule Berlin im Bereich Angewandte Ethik. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Ethik, politischer Theorie, Erkenntnistheorie und Ästhetik stets mit Bezug zu KI und der digitalen Transformation. Sie war u.a. am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und dem Bayerischen Forschungsinstitut für digitale Transformation tätig. Ihre Artikel und Interviews erscheinen in ARD, DLF, FAZ und TAZ.
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Elena Philipp
Kulturjournalistin | Berlin
© Ruth Hundsdoerfer
Elena Philipp
Kulturjournalistin | BerlinElena Philipp ist Redakteurin bei nachtkritik.de sowie freie Kulturjournalistin und Moderatorin. Seit 2018 hostet sie gemeinsam mit Susanne Burkhardt von Deutschlandfunk Kultur den „Theaterpodcast“; 2020 hatte das Duo die Gastdozentur für Literaturkritik an der Universität Göttingen inne. 2021 war Elena Philipp Mit-Herausgeberin des Sammelbands „Theater und Macht“. Für die Online-Veranstaltungsreihe „Play Time – Stream und Diskurs junges Theater“ erhielt sie mit ihren Kolleginnen 2023 den Bernd-Mand-Preis für Kulturjournalismus.