FAQ

Vor, während und nach der Antragstellung ergeben sich immer wieder Fragen oder Probleme. Auf dieser Seite hat der Fonds Darstellende Künste, gebündelt zu verschiedenen Themenfeldern, die häufigsten Fragen beantwortet. Dabei handelt es sich nicht um ein rechtsverbindliches Dokument. Eine Betrachtung des Einzelfalls können diese allgemein verständlichen Auskünfte folglich nicht ersetzen, wohl aber eine erste Orientierung ermöglichen. Bitte lesen Sie vor einer Antragstellung unbedingt die für das jeweilige Programm verbindlichen Regularien.

Unsere FAQ-Liste wird regelmäßig um weitere Punkte ergänzt.

Allgemeine Fragen/Vor der Antragstellung

Professionell tätig bedeutet, dass Künstler*innen hauptberuflich in den Darstellenden Künsten tätig sind und den Lebensunterhalt überwiegend (min. 51%) damit bestreiten bzw. Einnahmen überwiegend aus dieser Profession haben.

Nein. Hierzu finden Sie in den Regularien des jeweiligen Förderprogramms spezifische Bedingungen.

Als nicht überwiegend öffentlich grundgefördert gelten Antragstellende dann, wenn sie ihre jährlichen Kosten nicht regelmäßig zu 51% oder mehr durch eine kontinuierliche Grundförderung aus öffentlichen Mitteln decken.

Ein Vorhaben kann jeweils nur einmal in einem der Förderprogramme des Fonds Darstellende Künste beantragt werden; parallele Antragstellungen sind nicht zulässig.

Ja, es ist möglich, Anträge für unterschiedliche Vorhaben in unterschiedlichen Förderprogrammen zu stellen. Hierbei gelten die Regularien des jeweiligen Förderprogramms, in denen die Fördervoraussetzungen definiert werden.

Die Entscheidung, für welches Programm Sie ein Vorhaben einreichen, müssen letztendlich Sie auf Basis Ihrer Selbsteinschätzung treffen. Der Fonds berät Sie nach Möglichkeit, aber auch persönlich zu zielgerichteten Fragen. Den entsprechenden Kontakt und die genauen Geschäftszeiten entnehmen Sie bitte der Seitenleiste der Webseite des Fonds.

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn das Projekt vor der Förderentscheidung durch das Kuratorium des Fonds Darstellende Künste bereits begonnen hat, d.h. bereits Ausgaben dafür getätigt oder Verträge geschlossen wurden.

Der Projektzeitraum für #TakeAction-Vorhaben endet am 30. September 2021. Bis zu diesem Datum muss der vollständige Verwendungsnachweis beim Fonds eingegangen sein. Eine Premiere außerhalb des beim Fonds beantragten Zeitraums ist möglich, die Finanzierung liegt in diesem Fall in der Verantwortung der Antragstellenden.

Die kommenden Einsendeschlüsse stehen auf der Startseite unter „Termine“. Außerdem werden sie unter dem Menüpunkt Förderprogramme und auf den Unterseiten der einzelnen Förderungen veröffentlicht.

Anträge können zurzeit ausschließlich online eingereicht werden. Nutzen Sie dazu bitte unser Antragsportal.
Dort müssen sich Antragsstellende einen Account anlegen, welchen sie auch für weitere Antragsstellungen beim Fonds nutzen können.

Sie finden alle Muster auf der Seite Formulare, in der Rubrik „WISSENSWERTES VOR DER ANTRAGSTELLUNG“. Bitte verwenden Sie das Muster für das Programm, in dem Sie beantragen möchten.

Kofinanzierungen im Rahmen von #TakeThat sind für die sechs #TakeAction-Förderprogramme sowie für #TakePlace, #TakeNote und #TakePart grundsätzlich zulässig.

Eine Antragstellung beim Fonds Darstellende Künste schließt jedoch eine Kofinanzierung des beantragten Vorhabens durch eine weitere Förderinstitution, die Gelder des Bundes vergibt, aus. Das betrifft unter anderem die Kulturstiftung des Bundes, den Hauptstadtkulturfonds, den Fonds Soziokultur, den Tanzpakt, in der Regel das Goethe-Institut und Koproduktionsförderungen durch das Nationale Performance-Netz (NPN) und alle Förderungen aus  NEUSTART KULTUR.

Bare Eigenmittel sind alle Geldbeträge, die aus dem eigenen Vermögen des Zuwendungsempfangenden stammen und die zur Finanzierung eingesetzt werden, z.B. Unternehmensmittel, privates Geldvermögen, Mitgliedsbeiträge, Spenden (die ohne einen speziellen Zweck erfolgen), Darlehen (wenn dafür ein ordentlicher Zinssatz entrichtet wird) und Haushaltsmittel öffentlicher juristischer Personen. Eigenmittel müssen bei Antragstellung grundsätzlich nachgewiesen werden, bspw. anhand eines Kontoauszuges aus dem hervorgeht, dass die entsprechende Summe zum Zeitpunkt der Antragstellung vorliegt.

Unbare Eigenleistungen sind Leistungen, die Antragsstellende und/oder weitere Projektbeteiligte ohne monetäre Gegenleistung erbringen. Die Fördergrundsätze des #TakeThat-Maßnahmenpakets geben dabei die Höhe der anrechenbaren Stundensätze vor, diese sind in den Regularien zu finden.

Auch Sachleistungen können als unbare Eigenleistungen geltend gemacht werden. Für diese Sacheinlagen ist ein marktüblicher Verkehrswert anzusetzen und nachzuweisen.

Alle unbaren Eigenleistungen müssen nachweislich dem beantragten Projekt zuzuordnen sein.

Ja, Investitionskosten, die auch einem nachhaltigen Grundgedanken folgen dürfen sich auf bis zu 30% der Antragssumme belaufen. Im Unterschied zu Sachkosten stehen Investitionskosten den Antragsstellenden auch über den Projektzeitraum hinaus zur Verfügung. Investitionskosten können z.B. projektbezogene investive Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen sein.

Ausgenommen hiervon sind die Projekte #TakeCare und #TakeCareResidenzen.

Ja, Kosten wie z.B. Übersetzungen in die Deutsche Gebärdensprache, Audiodeskription oder Rampen können mit beantragt werden, wenn sie eindeutig dem Projekt/dem Vorhaben zuzuordnen sind und sofern sie den weiteren Regularien des jeweiligen Programms nicht entgegenstehen.

(Am Beispiel der Anschaffung einer Rampe könnte dies in manchen Förderprogrammen der maximalen Höhe eines prozentualen Anteils der Antragssumme, die für Investitionskosten eingesetzt werden kann, entgegenstehen – bitte nehmen Sie in einem solchen Fall Kontakt zu uns auf, damit wir nach einer konkreten Lösung suchen können.)

Alle Informationen zur KSK-Abgabe finden Sie hier.

Und weiterführende Infos hier.

Bitte beachten Sie folgenden Hinweis im PDF unter „3 Bemessungsgrundlage der Künstlersozialabgabe: Zusammengefasst: In  die  Bemessungsgrundlage sind alle für  künstlerische/publizistische  Leistungen  oder  Werke  geleisteten  Zahlungen einzubeziehen, unabhängig davon, ob die Künstler/Publizisten selbst der Versicherungspflicht nach dem KSVG unterliegen.“

Ja, das Schwärzen von nicht relevanten Daten ist zulässig und vereinfacht die Prüfung Ihrer Unterlagen.

Über die eingereichten Anträge entscheidet jeweilig eine einberufene Jury/Kuratorium, die auf der Webseite des entsprechenden Fördeprogramms veröffentlicht wird.

Wir bemühen uns um eine schnellstmögliche Entscheidungsfindung. Dies hängt jedoch von den jeweiligen Antragslagen ab und dauert in der Regel mindestens 6 Wochen. Bitte sehen Sie von telefonischen und schriftlichen Rückfragen diesbezüglich ab.

Fragen zum Antragsportal

Einfach eine Mail mit der Mailadresse der Registrierung an beratung * fonds-daku.de schicken.

Ja, eine Weiterbearbeitung des Antrags zu einem späteren Zeitpunkt ist möglich.

Fragen zur Antragstellung

Ja, eine Antragstellung auf Englisch ist möglich. Als Voraussetzung für eine Förderung gilt allerdings, dass Sitz und Arbeitsschwerpunkt der Antragstellenden in Deutschland liegen müssen.

Ein Muster für den Kosten- und Finanzierungsplan befindet sich als Download auf der Seite des jeweiligen Förderprogramms. Unter Formulare finden Sie außerdem weitere Vorlagen und Dokumente, die bei der Beantragung einer Förderung oder der Abrechnung eines geförderten Projektes hilfreich sind.

Der Fonds berät gern zu den Fördermöglichkeiten – bei Fragen zu steuerrechtlichen Regelungen wenden Sie sich bitte an Ihre*n Steuerberater*in.

Wenn bei der Antragstellung konkrete Detailfragen zu Ihrem individuellen Fall auftauchen, können Sie unsere telefonischen Sprechzeiten nutzen: 030 6293126-26, Mo.-Fr. 10.00 – 11.00 Uhr, 15.00 – 17.00 Uhr. Darüber hinaus können Sie uns auch per Mail kontaktieren: beratung * fonds-daku.de.

Der Fonds bietet außerdem regelmäßig Informationsveranstaltungen via Zoom an. Die Termine werden hier veröffentlicht

Bitte haben Sie Verständnis, dass nur vollständig eingereichte Anträge berücksichtigt und dem Kuratorium bzw. der entsprechenden Fachjury vorgelegt werden können.

Bei einer Förderzusage

    • Alle Informationen zur Vertragsvorbereitung finden Sie im Merkblatt Ihres Förderprogramms unter https://www.fonds-daku.de/formulare/ FÜR GEFÖRDERTE PROJEKTE.
    • einen aktualisierten Kosten- und Finanzierungsplan (ausgeglichen)
    • eine Mittelübersicht (Auszahlungsplan)
    • ggf. Aufschlüsselung der unbaren Eigenleistungen auf der zweiten Seite des Kosten- und Finanzierungsplans
    • keine ungesicherte Kofinanzierung im Kosten- und Finanzierungsplan
    • Nachweise über bare Eigenmittel, Kofinanzierung, Spenden o.Ä.
    • Premierendatum oder Daten des Produktionszeitraums

Sie können ab dem Zeitpunkt der Förderzusage beginnen.

Ja! Ein gesondertes Projektkonto dient dem Nachweis, dass die Fördergelder fristgerecht verausgabt wurden. Die getätigten Überweisungen können so leichter und übersichtlicher mit Kontoauszug und Rechnung vorgelegt werden. Das Projektkonto kann, muss aber kein Geschäftskonto sein. Wichtig ist, dass über das entsprechende Projektkonto keine privaten Ausgaben und Einnahmen laufen. Dabei kann das angegebene Projektkonto ein für andere künstlerische Projekte genutztes Konto sein, jedoch nur, wenn sichergestellt werden kann, dass sämtliche Geldflüsse, Einnahmen wie Ausgaben, eindeutig dem jeweiligen Projekt zuordenbar sind.

Voraussetzung für einen Mittelabruf sind die Mittelübersicht (Auszahlungsplan) und der von Ihnen unterschriebene und an den Fonds zurückgeschickte Projektfördervertrag. Mittelabrufe können Sie dann online in Ihrem Login-Bereich planen und verbindlich einreichen.

Die Gelder müssen innerhalb von sechs Wochen, nachdem der Fonds Darstellende Künste sie überwiesen hat, sachgemäß verwendet worden sein. Die Verwendung der zugesagten Mittel ist zweckgebunden und darf ausschließlich für die im Fördervertrag angegebenen Kostenpositionen verwendet werden.

Werden die Mittel des Fonds Darstellende Künste nicht innerhalb von 6 Wochen nach der Auszahlung zur Erfüllung des Förderzwecks verwendet, kann der Fonds einen Zins erheben.

Ob nach der Ausgestaltung des Förderprogramms die Förderung nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 UstG umsatzsteuerpflichtig ist, hängt davon ab, ob ein echter oder unechter Zuschuss vorliegt. Ein steuerbarer Umsatz liegt vor, wenn die Leistung des*der Kulturprojektträger*in gegen Entgelt, also im Rahmen eines Leistungsaustauschs erfolgt (im Projektfördervertrag eine Gegenleistung vereinbart wurde = unechter Zuschuss). Die Einreichung eines Verwendungsnachweises stellt keine Gegenleistung dar. Auch der bloße Hinweis auf den Fonds bei der Veröffentlichung des Vorhabens begründet keinen Leistungsaustausch im Sinne des Umsatzsteuergesetzes.

Die abschließende rechtlich bindende Prüfung für die umsatzsteuerrechtliche Behandlung einer Förderung obliegt allerdings dem Finanzamt des*der Geförderten. Sollten Zweifel bestehen, bitten wir das Finanzamt um Auskunft zu ersuchen.

Ob die vorliegende Förderung in den Programmen #TakeCare bzw. #TakeCareResidenzen einkommenssteuerpflichtig ist, hängt davon ab, ob die Voraussetzungen der Steuerfreiheit (nach § 3 Nr. 44 Satz 1 und 2 EstG) vorliegen. Die rechtliche Prüfung für die Steuerfreiheit obliegt folgendem Finanzamt:

Finanzamt für Körperschaften I, Bredtschneiderstr. 5, 14057 Berlin.

Diese Stelle hat auf Anforderung der Geförderten oder des für sie zuständigen Finanzamtes eine Bescheinigung über die Voraussetzungen des § 3 Nr. 44 Satz 3 Buchstabe a und b EStG zu erteilen bzw. abzulehnen. Diese Bescheinigung ist als verwaltungsinterne Mitteilung bindend für das Finanzamt der Geförderten bei der Einkommenssteuererklärung – hinsichtlich der rechtlichen Beurteilung der Steuerfreiheit nach § 3 Nummer 44 EStG.

Alle Änderungen müssen schriftlich beantragt und vom Fonds ausdrücklich genehmigt werden. Dazu zählen sowohl Änderungen in der Verwendung der Mittel von 20 oder mehr Prozent bei einzelnen Posten des Kosten-und Finanzierungsplanes, Änderungen im Bereich der Finanzierung/Kofinanzierung oder größere Änderungen bezogen auf das Konzept.

Werden die Mittel des Fonds Darstellende Künste nicht innerhalb von 6 Wochen nach der Auszahlung zur Erfüllung des Förderzwecks verwendet, kann der Fonds einen Zins erheben.

Das Programm #TakeAction fördert Arbeits- bzw. Produktionszeiträume, sodass eine entfallene bzw. nicht-durchführbare Veranstaltung keine Probleme verursacht. Im Falle einer Bewilligung ist ggf. ein Umwidmungsantrag möglich, um Kostenpositionen diesbezpüglich zu präzisieren.

Das ist kein Problem. Sie können Ihre Rechercherarbeiten online/digital durchführen. Bitte vermerken Sie diese Änderung abschließend im Sachbericht, den Sie als Teil Ihres Verwendungsnachweises einreichen müssen.

Die verschiedenen Logo-Formate und Ausführungen für die unterschiedlichen Programme finden Sie auf der Webseite des Fonds unter Logo-Download. Dort sind ebenfalls die Wortmarke und Hinweise zur Farbkennung vermerkt.

Das Logo des Fonds Darstellende Künste sollte auf allen Werbemitteln, wie auch Webseitenauftritten, die auf Ihre Produktion oder Ihr Vorhaben hinweisen, vertreten sein und in der entsprechenden Farbgebung verwendet werden. Bitte weisen Sie Spielstätten, in deren Online-Leporello Sie eingeschrieben sind, auf die Logoverwendung hin. Sofern Sie keine Möglichkeit haben, das Logo zu verwenden, ist stattdessen die Wortmarke anzuführen.

Bei einer Förderabsage

Den Fonds erreichen mit jeder Ausschreibung eine Vielzahl an Förderanträgen – insbesondere in den Programmen von #TakeThat. Jedes dieser Förderprogramme wird von einer interdisziplinär und breit aufgestellten Jury begleitet, bestehend aus Vertreter*innen der 17 Mitgliedsverbände des Fonds (Kuratorium) und berufenen Expert*innen aus der Kunstpraxis. Auf Basis der jeweiligen Förderkriterien diskutieren sie die vorliegenden Projektanträge und sprechen unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel ihr Votum aus. Ausschlaggebend für eine Bundesfördereinrichtung wie den Fonds sind dabei Aspekte wie der Modellcharakter des Projekts, eine bundeslandübergreifende Präsenz, bemerkenswerte Inhalte, Ästhetiken, Formate und Arbeitsweisen, sowie die – auch finanziell – nachgewiesene Professionalität der Antragstellenden. Auch wenn alle diese Punkte erfüllt sind, kann mit Blick auf das Verhältnis von eingegangenen Förderanträgen und zur Verfügung stehenden Mitteln verständlicherweise nicht jedem Antrag entsprochen werden. Eine individuelle Begründung ist nicht zuletzt mit dem Ziel einer zeitnahen Kommunikation der Ergebnisse nicht vorgesehen – und angesichts der Antragslage nicht leistbar. Wir bitten um Verständnis – und das Vertrauen in die mit den Mitgliedsverbänden und -organisationen des Fonds abgestimmten Jurymitglieder.

In der Regel dürfen abgelehnte Anträge nicht noch einmal eingereicht werden. Eine Ausnahme bildet zur Zeit das #TakeCare-Programm. Nähere Informationen dazu finden Sie in den Regularien der einzelnen Förderprogramme.