GLOBAL VILLAGE KIDS Ländlich (05/2025)

Datum der Jurysitzung: 24. Juni 2025

Geförderte Vorhaben: 7

Die Künstler*innen Sahar Damoni und Timo Behn arbeiten mit 16 Jugendlichen*innen in Gera mit Mitteln des zeitgenössischen Tanzes, der Klangkunst und performativen Installationen zu Fragen von Identität, eigenem Körper und Klang. Dabei begegnen sie Dingen und Orten neu, machen Kunst daraus, eignen sie sich an und denken über Nachhaltigkeit nach.

Das Projekt ist ein partizipatives künstlerisches Labor des Circus Upsala für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren in Zeitz. Das Format umfasst eine Mischung aus Theater, Zirkus, Musik und kreativ-thematischen Workshops. Ziel ist es, den Kindern Werkzeuge, Inspiration und Raum zu geben, um ihre Stimme als junge Künstler*innen zu erforschen.

In einem wöchentlichen Theaterkurs entwickeln Jugendliche ab 13 Jahren in Anklam unter der Anleitung des Künstlers Stephan Waak und der Performancegruppe wirvier theatrale Szenen rund um die Frage „Wie wollen wir in Zukunft leben?“. Das Thema wird im sogenannten Future Gym erarbeitet – einer künstlerischen Übungssituation, in der Sportgeräte als Impulsgeber für Bewegung, Rollenarbeit und assoziatives Spiel dienen. Im Zentrum steht dabei das Trainieren von Träumen und persönlichen Sehnsüchten. Jugendliche erforschen durch körperliches und sprachliches Spiel alternative Zukünfte und neue Denk- und Handlungsräume.

Gemeinsam mit 6 Jugendlichen aus dem Hohen Fläming arbeitet Regisseur Fabian Rosonsky zum Thema Rechtsextremismus unter Jugendlichen. In einer intensiven Recherche analysieren Sie unter anderem Medien rechter Jugendbewegungen und interviewen Expert*innen, Mitarbeiter*innen von Beratungsstellen, Schüler*innen, Betroffene sowie ehe-malige und gegebenenfalls auch aktive Anhänger*innen. Im Anschluss wird das gesammelte Material zusammen ausgewertet und Ideen für szenische Formate entwickelt. Das Spektrum reicht dabei von chorischen und choreografischen Mitteln bis hin zu Schreib-werkstätten, in denen die Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen mit dem Thema Rechtsextremismus darlegen und zu einer bühnentauglichen Form entwickeln können.

In 3 Teilprojekten vermitteln die Künstler*innen des Circus Stellatus Kita- und Schulkindern den Erfahrungsraum Zirkus anhand verschiedener Disziplinen. Dabei setzt das Projekt an der natürlichen Bewegungs- und Spielfreude der Kinder an und verbindet verschiedene Zirkuskünste mit spielerischen und kreativ-künstlerischen Erfahrungen von Musik, Rhythmus und Tanz.

,,Wen kümmert’s? - Uns!” ist eine Workshopreihe der Kulturkolchose Lehsten für Kinder und Jugendliche zwischen 9 -16 Jahren in Möllenhagen, Mecklenburg-Vorpommern. In drei parallelen Workshops, die von erfahrenen Künstler*innen aus den Bereichen Schauspiel, Musik und Schreiben geleitet werden, geht es um die kreative Beschäftigung mit dem Thema Fürsorge – im Sinne von Care-Arbeit, sozialer Verantwortung, Empathie und Gemeinschaft. Dabei dreht es sich um Fragen, wie: Wer kümmert sich eigentlich – in Familien, Schulen, in Freundschaften, Nachbarschaften, in der Natur? Wer trägt Verantwortung, wer wird übersehen? Wer hat die Kümmer-Hoheit? Was sind Kümmer-Rollen und kann man sie auch umdrehen? Was bedeutet Fürsorge für Kinder – heute und in Zukunft? Den Abschluss bildet eine Live-Radio-Show.

Das Projekt „Zwischen Freiheit und Pflicht...“ ist eine einwöchige, darstellungsorientierte Projektwoche mit Jugendlichen zwischen 16 -18 Jahren im Oderbruch. Im Zentrum steht die Frage, wie junge Menschen sich zum Thema Wehrpflicht, zur Bundeswehr oder zu zivilgesellschaftlichem Engagement positionieren – ausgehend von ihrer Leben-srealität, ihren Werten und ihrem Demokratieverständnis. In drei parallelen künstlerisch-darstellenden Werkstätten (Podcast/Audio-, Text- und Filmwerkstatt) erarbeiten sie auf einem Projektblog eigene Beiträge zu dieser Fragestellung. Ziel ist es, junge Menschen zu befähigen, eigene Perspektiven darstellend zu entwickeln – und so aktiv am demokratischen Diskurs teilzunehmen.