Konzeptionsförderung (02/2026)

Datum der Jurysitzung: 17. März 2026

Geförderte Vorhaben: 6

„(K)NOW – Wenn nicht jetzt, wann dann?“ erforscht in Performance-, Vermittlungs- , und Dialogformaten, wie Wissen entsteht und weitergegeben wird. Es knüpft an eine künstlerische Praxis der Sichtbarmachung komplexer Systeme durch Alltagsobjekte an, bei der Wissenschaft und Kunst sich verschränken und neue, kollektiv informierte Perspektiven auf Macht, Realität und Wissensproduktion entstehen.

Unter dem Leitmotiv einer „Phantastik des Widerspruchs” verbindet TheaterGrueneSosse in den kommenden drei Jahren die Schärfung seines Profils mit einer strukturellen Transformation seines Gastspielnetzwerks. In zwei Produktionen für junges Publikum beschäftigt sich das Regieduo Halfen/Hain mit dem Theaterraum als Ort des kollektiven und individuellen Handelns im Widerspruch.

Die FORWARD DANCE COMPANY (FDC) plant in den Jahren 2026-2028 sowohl Produktionen für die Bühne als auch ortsspezifische Arbeiten international umzusetzen. Auf eine Koproduktion mit dem Machol Shalem Dance House (Jerusalem) folgt ein Recherche-Labor unter der Ausrichtung TANZ UND TOTALITARISMUS (AT), abgerundet von der Neuproduktion TRIPTYCHON2 (AT).

„Le(e)hrstelle – künstlerische Praxis_Autorenschaft und Produktion" ist ein dreijähriges Projekt von tanzbar_bremen zur Stärkung professioneller inklusiver Tanzkunst. In internationalen und nationalen Produktionen, Trainings und Residenzen entwickeln Künstler*innen mit und ohne Behinderung zeitgenössische Bühnenarbeiten und neue praxisbasierte Wege künstlerischer Qualifizierung und Teilhabe.

MD&H erforschen Emotionen als gesellschaftlich relevante Erfahrungen und wie Gefühle Zugänge zu politischen Diskursen eröffnen. Sie entwickeln eine „Theorie der politischen Emotionen in Einfacher Sprache” und darauf basierend Performances im öffentlichen Raum. Drei Arbeiten zu verschiedenen Emotionen bilden als „Die große Emotions-Trilogie der 100.000 politischen Gefühlsregungen” den Abschluss.

Unter dem Titel „The Cadaver in the Machine“ möchte die Company den wachsenden Einfluss KI-basierter Anwendungen auf ihre Arbeit reflektieren. Zahlreiche bisherige Kernthemen, wie die postkoloniale Situation oder der Klimawandel, werden von dem Aufkommen dieser Technologien beeinflusst. Dieser Prozess ist ambivalent und komplex und spiegelt bestehende Machtverhältnisse.