Netzwerkförderung (04/2026)

Datum der Jurysitzung: 28. Mai 2026

Geförderte Vorhaben: 11

Im Rahmen des AUGENBLICK MAL! Festivals 2027 laden ASSITEJ und Theater Strahl zu einer Netzwerkveranstaltung - Panel und Labore - mit den Preisträger*innen des Vera Gerdau-Preises ein. Die Veranstaltung ist eine Plattform für Wissenstransfer und Vernetzung, damit Aesthetics of Access Praxis und Alltag werden.

Wie können darstellende Künste digital arbeiten – ohne von Big Tech abhängig zu sein? In fünf Veranstaltungen vernetzen sich Künstler*innen aus Theater, Medien- und Klangkunst und teilen in Workshops und Diskussionsveranstaltungen Wissen, Open-Source-Tools und Arbeitspraktiken. Die Veranstaltungen werden zu Vernetzungsmöglichkeit einer offenen, kreativen und demokratischen digitalen Kunstpraxis.

Das Projekt „humanity in (dis)solution“ bringt Künstler*innen aus internationalen und postmigrantischen Kontexten in einen gemeinsamen Arbeitsprozess. Im Zentrum steht der Austausch zwischen postmigrantische Ansätzen, die im deutschsprachigen Raum von Fragen der Anerkennung und Zugehörigkeit geprägt sind, und internationalen Positionen, die unter anderen politischen und materiellen Bedingungen teilweise um das schlichte Überleben kämpfen. Wir fragen, wie entstehen Solidaritäten und Allianzen?

Baut Ihr noch oder transformiert Ihr schon? Eine interdisziplinäre Gruppe aus Darstellender Kunst, Architektur und Wissenschaft unternimmt eine Reise zu exemplarischen Theaterbauten und aktuellen Projekten, um diese kennenzulernen, zu diskutieren und auszuwerten. Ausgehend vom Auftakt auf Kampnagel und einer zweiten Etappe in Dresden soll die Netzwerkarbeit systematisiert und die Erkenntnisse der Reise zu drei weiteren Etappen in Bayern, NRW und Hessen dokumentiert und publiziert werden.

Das LOFFT feiert 2027 sein 30-jähriges Jubiläum. Dieses Jubiläum, die aktuellen Diskurse und Fragen, wie eine Kuratorische Praxis in Krisensituationen aussehen kann und sollte, wollen wir zum Anlass nehmen, eine Bestandsaufnahme des Kuratierens in den Freien Darstellenden Künsten zu generieren und ebenso nach der Zukunft und künftigen Formen des Kuratierens auch in internationalen Kontexten zu fragen.

HKX Vol. 4 ist ein bundesweites Netzwerkprojekt zur Stärkung des zeitgenössischen Musiktheaters. Initiiert vom Netzwerk Freies Musiktheater vernetzt es Freie Szene und Institutionen wie Münchener Biennale, eXoplanet Magdeburg und Neuköllner Oper. Mit Fachtagen, Workshops, Reisestipendien und digitalen Formaten fördert es Austausch, Nachwuchs und Sichtbarkeit und schafft nachhaltige Strukturen.

Das bundesweit agierende Netzwerk explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum realisiert von Juli 2026 bis Juni 2027 eine Programmreihe als Austausch-, Forschungs- und Diskursvorhaben zur Weiterentwicklung des Vermittlungsbegriffs im Bereich Tanz für junges Publikum, übersetzt die Erkenntnisse in adaptive Formate für die Freie Szene und macht sie in Online-Journalbeiträgen sichtbar.

„Neue Räume für die Kunst“ ist ein Kongress der (Freien) Darstellenden Künste im Mai 2027 in Magdeburg. Der Kongress versteht „Räume“ als architektonische, strukturelle, soziale und digitale Möglichkeitsräume künstlerischer Praxis; überprüft alternative Betriebsmodelle, Berufsbiografien, nachhaltige Allianzen und gesellschaftliche Beteiligung auf Zukunfts- und Tragfähigkeit.

Die Freien Darstellenden Künste brauchen Archive – für die Sichtbarkeit ihrer Arbeit, als Grundlage für die Anerkennung ihrer eigenständigen Ästhetik, sowie für die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte. In Workshops und praktischen Anleitungen erhalten Akteur*innen der Freien Szene die notwendigen Instrumente für eine selbstbestimmte Archivierung ihrer Arbeit.

Behinderte Künstler*innen sind keine Randfiguren der Darstellenden Künste. Strukturen, die das widerspiegeln, fehlen bis heute. Das Showcase- und Diskursprogramm „ALL IN" setzt genau hier an: Die Lebenshilfe Kunst und Kultur und das Brechtfestival Augsburg realisieren gemeinsam ein Showcase-Wochenende beim Festival Grenzenlos Kultur 2026 (25.- 27.09.) und eine Fachtagung 2027 im Rahmen des Brechtfestivals.

Wie bleiben freie und community-basierte Kulturzusammenschlüsse langfristig handlungsfähig? „UN:COMMON", ein Vorhaben von United Networks in Kooperation mit der RAMPE, rückt die Expertise von rassifizierten und marginalisierten Kulturschaffenden ins Zentrum. Gemeinsam entwickeln wir Strategien und Werkzeuge für gerechtere Zugänge, mehr Mitgestaltung und solidarische Formen der Zusammenarbeit.