Wiederaufnahmeförderung Ländliche Räume (10/2025)

Datum der Jurysitzung: 09. Dezember 2025

Geförderte Vorhaben: 10

Mit seinem mobilen Stück „Das Hotel im Karussell” will das Rumpel Pumpel Theater “aberwitziges Anarcho-Freilichttheater” (Süddeutsche Zeitung) nach Brandenburg bringen. So zugänglich und offen wie die Niederlausitz: Kurzweiliges Straßentheater für alle.

Im Mittelpunkt des partizipativen ländlichen Theaterspektakels - inspiriert von der exemplarischen Gründungsvision des Hermannshofes in Völksen und Anton Tschechows „Kirschgarten“ - steht die Frage der Verantwortung für diesen konkreten Flecken Erde, für diesen Garten und alles, wofür er steht: Wer nimmt sie wahr? Mit dem Chor der Landbevölkerung und dem Theater-Kollektiv 'Die Compagnie'!

ABGELEHNT! Welche Erfahrungen machen Menschen mit und ohne Behinderung im Verwaltungsdschungel? glanz&krawall und Theater Thikwa beackern einen Themenkomplex directly from hell: die deutsche Bürokratie. Gegen die Verwaltung, für die Verwaltung, als „Tüten“, vor allem aber als Menschen, deren Leben so viel komplexer und vielfältiger ist, als dass es sich mithilfe von Verordnungen einhegen ließe.

Der Mensch und Komponist Hanns Eisler steht im Zentrum der Produktion: gewitzt, kämpferisch und voller Widersprüche. In einer Collage ausgewählter Lieder und überraschender szenischer Elemente, animierter Video-Projektionen und Puppentheater entsteht das vielschichtige Porträt eines außergewöhnlichen Komponisten. Eine Adaption für kleinere Spielstätten im Ländlichen Raum.

„I am a Shell_meet me noW/Here" bringt schwarze weibliche Perspektiven, rituelle Körperpraxis und dekoloniale Ästhetik in die ländliche Synagoge Wawern (RLP) – in einen rechtskippenden Kontext, der sonst wenig Raum für Diversität bietet. Die Trilogie verbindet Bewegung, Text, Klang und Ritual, schafft Empowerment und öffnet einen Resonanzraum für Erinnerung, Dialog und kollektive Heilung.

„Needs - Kritik der Bedürfnisse" ist ein Theaterabend über Bedürfnisse im ländlichen Fußballverein und über Ressourcenverschwendung und Ausbeutung im Industriezeitalter. Wir loten die Möglichkeiten reccourcenschonenden Wirtschaftens und der Solidarisierung privater Initiativen aus, um Menschen, die von Erwerbs- und Sorgearbeit erschöpft oder von Zukunftsängsten geplagt sind, Mut zu machen.

„PULK – demokratiefördernder Zirkus" lädt Menschen jeden Alters ein, aktiv Teil einer Performance zu werden. In einem wandelbaren Raum aus Bauzäunen entsteht ein Ort für Begegnung, Bewegung und gemeinsames Handeln. Ohne Worte, aber mit Symbolen, Klang und Spiel wird Demokratie erlebbar – besonders im ländlichen Raum.

„Songs for Aliens" ist Theater als Begegnungsraum mit dem Fremden. In uns selbst, in der von tiefen Gräben durchzogenen Gesellschaft, in der Einsamkeit des modernen Individuums, und insbesondere im ländlichen Raum. „Songs for Aliens" feiert das Fremdsein. Allüberall und zu jeder Zeit. Die Wiederaufnahme wird in 6 Dörfern in der Ostheide Niedersachsens gespielt.

Mit „Trojan Horse" lädt Post Theater das Publikum in das Innere des trojanischen Pferdes, als griechische Soldaten. In Zeiten, in denen Wahrheit oft manipuliert wird, und in denen Krieg eine neue Normalität ist, rollt Post Theater einen der ältesten Tricks neu auf. Vielleicht kommt es ja am Ende doch anders, als von Homer überliefert...

„Unsere Grube“ von pulk fiktion – ein poetisches, humorvolles Theaterstück über Freiheit, Regeln und die Kraft des Spiels. Inspiriert vom preisgekrönten Bilderbuch von Emma AdBåge. In Kooperation mit Kaleidoskop (Hessen) und dem Kanaltheater Eberswalde (Brandenburg) bringt das Ensemble die Inszenierung in ländliche Räume – nah an den Menschen, offen für alle Generationen.