Porträt von Eva Meyer-Keller © Barbara Dietl

Eva Meyer-Keller

Choreografin | Berlin

Eva Meyer-Keller lebt und arbeitet in Berlin. 
Sie arbeitet an der Schnittstelle von Darstellender und Bildender Kunst. Bevor sie in Amsterdam das vierjährige Studium für Tanz und Choreographie an der SNDO abschloss, studierte sie Fotografie und Bildende Kunst in Berlin (Hochschule der Künste) und London (Central Saint Martins, Kings College). 
Die Performances und Videoarbeiten von Eva Meyer-Keller zeichnen sich durch die minutiöse Aufmerksamkeit aus, die auf Details gelegt wird. Sie verwendet alltägliche Objekte aus ihrem unmittelbaren und nächsten Umfeld, Dinge, die sie Zuhause, im Supermarkt oder im Hobbykeller findet. Dieses choreografierte Basteln entfaltet eine obsessive häusliche Ästhetik. Meyer-Kellers Arbeitsweise bleibt auch in den unterschiedlichen Konstellationen ihrer kollaborativen Projekte immer von einer konstruktiven Missachtung der Genregrenzen zwischen Bildender und Darstellender Kunst geprägt. 
Zu ihren zahlreichen eigenen Arbeiten zählt u.a. die Performance DEATH IS CERTAIN, die seit 2002 an mehr als 250 Orten weltweit aufgeführt wurde. Die Arbeiten der letzten 3 Jahre sind u.a.: TURN THE P/AGE (2025), CERTAINLY UNCERTAIN (2021-24), OUT OF MIND, (2023), HORA LABOR – OBJEKTE DIE UNS UMGEBEN (2023), NON-LIVING MATTERS - PLASTIC BAG STORIES (2023), GIVE ME YOUR BONES (2022), QUEST (2022). 
Aktuell arbeitet sie an einer neuen Arbeit zu einer feministischen Sicht auf die Evolutionsgeschichte BITCH, I EVOLVED (Premiere März 2027).
Eva Meyer-Kellers entwickelt ihre Performances allein oder in Kollaboration mit anderen KünstlerInnen. So hat sie u.a. mit Uta Eisenreich, Sybille Müller, Kate McIntosh und Agnes Meyer-Brandis zusammengearbeitet. Neben ihren eigenen Projekten war sie an Stücken von Baktruppen, Jérôme Bel, Juan Dominguez, Christine De Smedt / les Ballets C de la B und W.I.S.P. (women in swedish performance art) beteiligt. 
Seit 2010 unterrichtet Eva Meyer-Keller kontinuierlich an verschiedenen Studiengängen in Europa: Universität in Hildesheim (Gastprofessorin), BA- und MA-Studiengänge des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz (HZT/UdK) Berlin, MA-Studiengang THE AUTONIMOUS ACTOR und DOCH (Circus och Dans Högskolan) in Stockholm sowie ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste).