Portrait von Mey Seifan © Zee Hartmann

Mey Seifan

Choreografin, Kuratorin, Expertin für Diversity, Equity und Inclusion | München, Berlin

Mey Seifan ist Vorstandsmitglied des Landesverbands der Freien Darstellenden Künste (LAFT). Sie engagiert sich zudem aktiv in der Arbeitsgruppe "Zugang und Transformation" des Bundesverbands Freie Darstellende Künste (BFDK) und im kulturpolitischen Bundesnetzwerk des United Networks. Diese Rollen ermöglichen es ihr, kulturpolitische Themen aktiv zu beeinflussen und die Bedingungen für die freie Szene zu verbessern.

Mey begann ihre Ausbildung an der Ballettschule in Damaskus und setzte sie an der HfMDK in Frankfurt fort, bevor sie ein Studium der Theaterwissenschaften an der LMU in München absolvierte. Sie ist die erste professionell ausgebildete Tänzerin Syriens und gilt als Pionierin der arabischen Performing Arts-Szene, deren innovative Arbeiten und Projekte maßgeblich zur Entwicklung und Anerkennung dieser Kunstform in der Region beigetragen haben.

In ihrer Arbeit setzt sie sich stets mit sozialen und politischen Themen auseinander und erforscht deren Einfluss sowohl auf Individuen als auch auf die Gesellschaft. Seit dem Arabischen Frühling widmet sie sich Themen wie kollektiven Traumata, Träumen unter totalitären Regierungen und PTSD, was in Projekten wie "Zerstörung für Anfänger", „Siesta“ und „Reality Check“ mündete. Ihre jüngsten Arbeiten, darunter das VR-Projekt "How am I here?!" und die Veranstaltung "Double Learning: Humans, Machines and Inclusivity in the AI Sphere", erweitern diese Diskurse in den digitalen Raum.

Mey Seifan setzt sich für feministische Werte ein und strebt danach, durch ihre Arbeit Brücken zu bauen und Netzwerke zu stärken.