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Torsten Michaelsen
Torsten Michaelsen ist Teil der Performance-Gruppe LIGNA, die sich seit 2002 damit beschäftigt, temporäre Situationen herzustellen, in denen das Publikum ein Kollektiv von Produzent*innen wird – eine Assoziation, die unvorhersehbare, unkontrollierbare Effekte hervorbringt, welche die Ordnung des Raumes herausfordern.
LIGNAs erste breiter wahrgenommene Arbeit, das "Radio Ballett" (ab 2002) lädt die Teilnehmer*innen dazu ein in ehemals öffentlichen, inzwischen privatisierten und kontrollierten Orten wie Hauptbahnhöfen oder Shopping Malls einer Choreographie der verbotenen und ausgeschlossenen Gesten zu folgen. Dabei entstand eine neue Form des partizipatorischen Theaters, die die Gruppe 2020 mit der Arbeit "Zerstreuung überall" aktualisierte - eine Kollaboration mit 14 internationalen Choreograph*innen, die sich mit der Frage kollektiver Handlungsfähigkeit in den Zeiten der Pandemie auseinandersetzte. Stücke wie "Der Neue Mensch" (2008), "Tanz Aller -" (2013) oder die Bearbeitung von Brechts „Die Spitzköpfe und die Rundköpfe“ (2022) untersuchen das Theater selbst als einen Ort, in dem Subjektivität produziert wird.
Daneben gibt Torsten Michaelsen auch ab und zu Workshops und Seminare.