Rechercheförderung

Mit #TakeHeart setzt der Fonds Darstellende Künste im Rahmen von NEUSTART KULTUR – dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanzierten Rettungs- und Zukunftspaket für den Kultur- und Medienbereich – seine umfassenden Fördermaßnahmen fort. Ziel der neuen Programmlinien ist es, die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Kulturbereich abzumildern, den Wiederbeginn kulturellen Lebens in Deutschland zu befördern, Künstler*innen Planungssicherheit und zugleich neue zukunftsweisende Perspektiven für die Entwicklung der Freien Darstellenden Künste zu ermöglichen.
Die Rechercheförderung schließt in aktualisierter Form an die bisherigen stipendienartigen Förderprogramme des Fonds an und richtet sich an selbstbeauftragt arbeitende Einzelkünstler*innen als auch Personen die kuratierend in den Freien Darstellenden Künsten tätig sind. Ziel des Programms ist es, die Bedeutung und Praxis der eigenen künstlerischen Arbeit zu reflektieren und in ausführlichen Recherchen zukunftsweisende Formen der Produktion, Aufführung und Vermittlung zu entwickeln.

Gefördert werden ergebnisoffene künstlerische Recherchen und konzeptionelle Entwicklungen künstlerischer Vorhaben, aber auch Vorhaben, die der künstlerischen Fort- und Weiterbildung sowie Qualifizierung dienen.

Einzelkünstler*innen und Kurator*innen aller Genres und Sparten der Freien Darstellenden Künste. Antragstellende müssen langjährig, d.h. seit mindestens drei Jahren, in den Freien Darstellenden Künsten professionell tätig sein.

Ausgeschlossen sind Personen, die bereits eine Residenzförderung im Rahmen von #TakeHeart erhalten.

Fördermittel werden an Einzelpersonen in Höhe von 7.500 € für drei aufeinanderfolgende Monate, je 2.500 € pro Monat, vergeben.

Die Vergabe der Rechercheförderung erfolgt in mehreren Antragsrunden.

Die Antragstellung beim Fonds Darstellende Künste erfolgt ausschließlich online. Hier geht es zur Online-Antragstellung für die zweite Antragsrunde (Frist: 01. Ferbaur 2022).

Der mögliche Projektzeitraum für bewilligte Vorhaben beginnt mit der positiven Förderzusage und endet bei Vorhaben mit Antragsfrist

– zum 10.10.2021 am 31.05.2022
– zum 01.02.2022 am 30.09.2022
– zum 01.06.2022 am 31.12.2022

Vollständige Verwendungsnachweise sind spätestens zwei Monate nach Ende des jeweiligen Vorhabens einzureichen.
Für alle weiteren Informationen lesen Sie bitte vor einer Antragstellung, bzw. auch vor einer telefonischen Beratung durch die Geschäftsstelle des Fonds Darstellende Künste, die Regularien. Weitere Hilfestellungen bieten die FAQs sowie die Ausfüllhilfe zur Online-Antragstellung. Im Verlauf des Antragszeitraums wird es mehrere Info-Zooms zum Programm geben.

Jury

Foto: Dominik Butzmann
Foto: Dominik Butzmann

Leiterin des Zentrums für Kunst und öffentlichen Raum | Berlin

Katja Aßmann wurde 2016 von der Grün Berlin GmbH als Künstlerische Leiterin für das ZKR – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum berufen und war von 2012 – 2017 Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr. Nach ihrem Studium der Architektur und Kunstgeschichte arbeitete Aßmann federführend an der internationalen Bauausstellung Emscher Park. Neben kuratorischen Tätigkeiten arbeitete sie an interdisziplinären Kunstproduktionen und Ausstellungen zu den Themen Kunst und Architektur. Sie war u.a. Co-Kuratorin der Kunsttriennale Emscherkunst, des Stadtprojektes This is not Detroit und der Theaterfahrt Truck Tracks Ruhr, sie kuratierte die Lichtkunst-Ausstellung Urban Lights und schuf jährlich große Public Art-Installationen zu Ruhrtriennale. Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 war sie Programmleiterin für den Bereich Bildende Kunst und Architektur und Geschäftsführerin der Landesinitiative StadtBauKultur NRW.

Foto: privat
Foto: privat

Dramaturgin, Kuratorin Festival Augenblick mal! | Düsseldorf

Irina Bârcă ist Dramaturgin am FFT Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Geboren und aufgewachsen in Sibiu, Rumänien, hat sie Schauspiel in Bukarest und Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück studiert. 2014 – 2017 war sie Theaterpädagogin am Theater an der Parkaue. Sie entwickelt, realisiert und kuratiert Theaterprojekte hauptsächlich mit und für Kinder und Jugendliche. Am FFT beschäftigt sie sich u.a. mit Formaten der Kooperation und der Begegnung von Theater, Schule und Künstler*innen und dem Theater der Digital Natives. Sie ist Teil verschiedener Jurys und kuratiert das Festival Augenblick mal! 2021.

Fonds Darstellende Künste, Christine Bossert, #TakeThat
Foto: Ingrid Theis

Künstlerische Betriebsdirektorin Bad Hersfelder Festspiele, Regisseurin, Dramaturgin, Dozentin, Kuratoriumsmitglied des Fonds | Bad Hersfeld, Hessen

Nach der Schauspielausbildung in München und vielen Jahren als Schauspielerin auf der Bühne, nahm die Liebe zur Regie und zur Leitung eigener Projekte überhand.
Stationen als Regieassistentin und Produktionsleiterin für Musiktheater im In- und Ausland folgten.
2013 Gründung des Theaterlabels WIR.Jetzt!.
2015 entstand das erste Theaterstück “Talk Talk- Reise ohne Flucht“, eine Bearbeitung des Romans Talk Talk von T.C.Boyle für WIR.Jetzt!.
2017 folgte eine Neubearbeitung des Märchens „Der Gestiefelte Kater“ für Theater und Philharmonie Thüringen. 2018 eine Adaption der Mythen um den fliegenden Holländer. Die Produktion „Der Fliegende Holländer“ für das Klang! Festival Bielefeld wurde mit dem Förderpreis Klassik ausgezeichnet.
Produktionsleitungen und Dramaturgie für Theaterprojekte im städtischen Raum folgten, ebenso die Künstlerische Leitung des Theaterhaus TiG7 in Mannheim.
2010 bis heute als freischaffende Regisseurin für Schauspiel und Spartenübergreifende Projekte.
Seit Februar 2021 Künstlerische Betriebsdirektorin der Bad Hersfelder Festspiele.

Foto: Michael Tibes
Foto: Michael Tibes

Regisseurin| Berlin

Chang Nai Wen lebt seit 18 Jahren in Deutschland. Sie wurde als erste asiatische Studentin für das Schauspieltheater-Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg aufgenommen und war als taiwanische Regisseurin an den Sprechtheatern des deutschsprachigen Raums zu sehen. Diese Erfahrung brachte sie dazu, die Politik um sie herum zu hinterfragen und zu überlegen, wie man ein Umfeld schaffen kann, das weniger hierarchisch und mehr auf Zusammenarbeit und Vielfalt ausgerichtet ist. 2008 gründete sie in Berlin „SdF – Sisyphos, der Flugelefant“, eine unabhängige projektbasierte transkulturelle Gruppe, die sich auf immersive, partizipative und interaktive Kreation spezialisiert hat. 2010 wurde sie zur Teilnahme am Lincoln Center Theater Directors Lab in New York eingeladen, was sie dazu inspirierte, die Idee der Zusammenarbeit zwischen internationalen Regisseur*innen zu verfolgen. So wurde sie 2011 Mitbegründerin des internationalen Regiekollektivs „World Wide Lab“ mit 12 weiteren Regisseur*innen aus 9 Ländern. Als international arbeitende Künstlerin bevorzugt Nai Wen einen kreativen Prozess, bei dem sie ihre künstlerischen Muskeln zusammen mit ihren interkulturellen Einsichten einsetzt, um Arbeiten zu schaffen, die zum Dialog anregen und unterschiedliche Perspektiven offen legen. Neben ihrem künstlerischen Schaffen setzt sie sich stark für ein kulturelles Umfeld der Gleichberechtigung, Inklusion und Diversität ein.

Sabine Gehm, Tanz Bremen, On the Road, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Heidi Scherm

Kulturwissenschaftlerin, Festivalleiterin TANZ Bremen, Dramaturgin, Kuratorin | Bremen

Sabine Gehm ist die künstlerische Leiterin von TANZ Bremen, dem internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz.
Die diplomierte Kulturwissenschaftlerin war von 1994 bis 2001 als Dramaturgin und Leiterin verschiedener Festivals (u.a. Junge Hunde, Independance Days, Tanzplattform Deutschland 2000) bei Kampnagel Hamburg und arbeitete davor als Organisationsleiterin beim Internationalen Sommertheater Festival Hamburg. Von 2001 bis 2005 koordinierte sie das von ihr mitbegründete internationale Netzwerk für Performing Arts ‚Junge Hunde’.
Von 2006 bis 2016 leitete sie zusammen mit Katharina von Wilcke die ersten vier Ausgaben des Tanzkongress (2006 in Berlin, 2009 in Hamburg, 2013 in Düsseldorf und 2016 in Hannover), eines internationalen Fachtreffens und Reflexionsforums für den Tanz, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.
Als frei arbeitende Kuratorin und Kulturmanagerin verantwortete sie verschiedene Projekte, u.a. zwei Ausgaben (2017, 2019) der Akademiereihe ON THE ROAD des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, leitete und organisierte internationale Austauschprogramme für Künstler*innen. Sie war Vorsitzende des Kuratoriums beim Fonds Darstellende Künste sowie Mitglied verschiedener Jurys (u.a. Projektförderung Tanz in Hamburg), Mentorin beim Performing Arts Programm (PAP) in Berlin und ist beratend für verschiedene Künstler*innen tätig.

Foto: Jean-Marc Turmes
Foto: Jean-Marc Turmes

künstlerische Co-Leiterin des HochX Theater, Dramaturgin | München

Ute Gröbel (*1983 in Erlangen) ist Dramaturgin, Dozentin und künstlerische Co-Leiterin des HochX Theater und Live Art in München. Sie war Lehrbeauftragte am Institut für Theaterwissenschaft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der DFG-Forschergruppe „Anfänge (in) der Moderne“ an der LMU München und bis 2016 stellvertretende Leiterin des Studiengangs Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding. 2021 schloss sie die Weiterbildung Theater- und Musikmanagement an der LMU München ab. Sie publiziert und lehrt zu dramaturgischer Praxis, Theater- und Literaturwissenschaft und ist als freie Dramaturgin tätig.

Martina Grohmann, Theater Rampe, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Felix Grünschloß

Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Intendantin Theater Rampe | Stuttgart

Martina Grohmann, geboren in Mödling bei Wien, studierte Theaterwissenschaft an der Universität Wien.
Sie begann als Produktionsleiterin beim steirischen herbst 98 und 99. Ab 2000 war sie als Dramaturgin am Staatstheater Kassel, am LTT Tübingen, am Theater Heidelberg, wo sie 2005 bis 2007 die Spielstätte zwinger1 für Autorentheater und Projekte leitete, und am Theater Basel engagiert. Als Gastdramaturgin arbeitete sie außerdem an der Schaubühne Berlin und am Schauspiel Frankfurt.
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Dramatik, Stückentwicklungen sowie interdisziplinären Formaten und Festivals. Seit August 2013 ist sie gemeinsam mit Marie Bues Intendantin des Theater Rampe.

Seta Guetsoyan, Figurentheaterkolleg, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Emelyn Yábar

Leiterin Figurentheater-Kolleg | Bochum

Seta-Elizabeth Guetsoyan, M.A., studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Sie arbeitete in unterschiedlichen Theater- und Kulturinstitutionen als Damaturgin, Wissenschaftlerin und Produktionsmanagerin in einer Reihe unterschiedlicher Projekte (Theater der Welt, Schauspielhaus Bochum, ruhrtriennele oder auch im Kulturhauptstadtteam der Stadt Herne).
Von 2012 bis 2018 leitete sie das Dokumentationszentrum des Deutschen Forums für Figurentheater und Puppenspielkunst und die Produktion des Festivals FIDENA – Figurentheater der Nationen.
Seit 2019 leitet sie das Figurentheater-Kolleg, eine Weiterbildungseinrichtung für Darstellende und Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Figurentheater und die Rottstr5-Kunsthallen, ein Raum für transdisziplinäre Kunst und kulturpolitischen Diskurs in Bochum.

Foto: Birgit Hupfeld
Foto: Birgit Hupfeld

Dramaturgin, Kuratorin | Frankfurt am Main

Katja Herlemann studierte Theater- und Tanzwissenschaft sowie Komparatistik an der Ruhr-Universität Bochum und an der Universität Antwerpen. 2011 – 2013 war sie am Goethe-Institut in München und in Prag tätig. 2013 betreute sie das Vermittlungsprogramm beim Foreign Affairs Festival der Berliner Festspiele, bevor sie zur Spielzeit 2013/14 ans Theater und Orchester Heidelberg wechselte. Dort kuratierte und organisierte sie den internationalen Heidelberger Stückemarkt und war im Auswahlgremiums für den Autor*innenwettbewerb. Von 2016 – 2019 war sie als Dramaturgin und Kuratorin der Sparte Gegenwartsdramatik am Schauspiel Leipzig engagiert. Sie realisierte dort Stückentwicklungen und Uraufführungen mit u. a. Thomas Köck, Enis Maci und E.L. Karhu und leitete das Autor*innen-Nachwuchsfestival 4+1. Seit 2019 ist sie Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt und setzt dort u.a. ihre Zusammenarbeit mit Claudia Bauer fort. Sie ist Teil des Leitungsteams der 11. Ausgabe des Festivals „Politik im Freien Theater“, das im Herbst 2022 in Frankfurt stattfindet.

Joy Kristin Kalu, Fonds Darstellende Künste
Foto: Dorothea Tuch

Dramaturgin und Theaterwissenschaftlerin | Berlin

Joy Kristin Kalu ist promovierte Theaterwissenschaftlerin und Amerikanistin und arbeitet zurzeit als leitende Dramaturgin für Theater und Performance an den Berliner Sophiensælen. Dort kuratierte sie die Festivals Save your Soul (2018), Freischwimmer*innen (2019), Risk & Resilience (2020), und konzipiert und moderiert die fortlaufende Diskursreihe Politics of Love. Repräsentation in Theater und Gesellschaft. Ihr Buch Ästhetik der Wiederholung. Die US-amerikanische Neo-Avantgarde und ihre Performances erschien 2013 (transcript). Sie ist Mit-Herausgeberin der Bände Theater als Intervention, Politiken ästhetischer Praxis (Theater der Zeit 2015) und Kunst und Alltag (De Gruyter 2017).
Joy Kristin Kalu hat an der Freien Universität Berlin und der New York University geforscht und gelehrt und an verschiedenen Kulturinstitutionen in Deutschland und den USA gearbeitet, u.a. bei der Actors’ Gang in Los Angeles, an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, bei der New Yorker Wooster Group und den Kunst-Werken Berlin.
Sie gehörte zuletzt u.a. der Jury des Forced Entertainment Award (2018), des Stückemarkts des Berliner Theatertreffens (2018) und dem Beirat des Impulse Theaterfestivals 2017 an. Seit 2019 unterrichtet sie in der Abteilung Regie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

Julian Kamphausen, Hauptsache frei, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Performing Arts Programm / Dorothea Tuch

Künstlerische Leitung Prater Digital, Dramaturg, Regisseur | Hamburg, Berlin

Geboren 1975, begann er 1994 in unterschiedlichen Funktionen hauptsächlich in den darstellenden Künsten zu arbeiten. Am Anfang hat er viel in Staats- und Stadttheatern gelernt und arbeitet seit 2003 selbständig als Autor, Kurator, Dramaturg und Regisseur. Hier hat er besonders viel Erfahrung als Regisseur von Galen und Charity-Veranstaltungen gesammelt, die wichtige Inhalte und große Unterhaltung miteinander präsentieren. 2013 hat er für das Performing Arts Programm Berlin (PAP) den Branchentreff der Freien Darstellenden Künste Berlin mitkonzipiert und zusammen mit anderen bis 2017 geleitet. Für das PAP konzipiert er auch weiterhin Fachtagungen, die spezifische Themen für ein professionelles Publikum vertiefen.
2016 hat er für das PAP zusammen mit der re:publica die Performersion gegründet, ein Format für Kooperationen der digitalen und der darstellenden Künste, das er seitdem auch mit einem inzwischen internationalen Fokus fortführt.
Die kuratorische Arbeit an der Schnittstille zwischen digitalen und analogen Künsten setzt er in Laborformaten für die Technologiestiftung Berlin u.a. oder als Mitglied des Culture Track Teams der re:publica um. Vermittelnd arbeitet er in diesem Spannungsfeld auch als Beiratsmitglied der bbw – University for Applied Sciences, des Berlinforums der Stiftung Zukunft Berlin, als Speaker oder Workshopgeber.

Foto: Martina Thalhofer
Foto: Martina Thalhofer

Regisseur, Software-Entwickler | Berlin

Friedrich Kirschner ist Regisseur und Software-Entwickler. Er nutzt Interaktionismus als theoretische und Videospiele als technologische Grundlage für partizipative Gesellschaftssimulationen. Als Professor für digitale Medien leitet er den Masterstudiengang Spiel und Objekt an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

Bettina Masuch, Fonds Darstellende Künste, tanzhaus nrw, AUTONOM
Foto: Katja Illner

Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin des tanzhaus nrw | Düsseldorf

Nach ihrem Studium der Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen arbeitete Bettina Masuch als Dramaturgin unter anderem an der Volksbühne in Berlin, wo sie bei Produktionen von Frank Castorf, Christoph Schlingensief und Rene Pollesch mitwirkte. Am HAU war sie 2003 – 2008 als Kuratorin für Tanz und Performance tätig. Nach Leitungsstellen beim Springdance Festival Utrecht und dem Berliner Tanzfestival Tanz im August übernahm sie im Januar 2014 die Intendanz des tanzhaus nrw in Düsseldorf.

Foto: Richard Byrdy
Foto: Richard Byrdy

Regisseurin, Projektleiterin | Köln

Die freiberufliche Regisseurin und künstlerische Projektleiterin Frauke Meyer wurde in Dresden geboren. Sie studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Anschließend war sie an der San Francisco Opera und dem Theater Basel tätig, wo sie ihre ersten inszenatorischen Schritte unternahm. Von 2005-2013 war sie als Szenische Leiterin an der Deutschen Oper Berlin engagiert und entwickelte dort diverse Inszenierungen. Parallel begann sie als freie Regisseurin etwa für das Theater Dortmund und die Winteroper Potsdam zu arbeiten und war international für szenische Übernahmen in Montpellier, Istanbul oder Luxemburg verantwortlich. Seit 2013 ist sie als freischaffende Regisseurin und Projektentwicklerin an Häusern und Institutionen wie der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper, dem Royal Opera House, dem Kölner Fest für Alte Musik, dem Theater Bonn, dem Cölner Barockorchester , dem Klangkunstfestival bonnhoeren, dem Sommerblut Festival oder im Rahmen des BTHVN2020 tätig. Frauke Meyer lehrt dramaturgische Projektentwicklung innerhalb des Studiengangs „Musikvermittlung – Musik im Kontext“ der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, Dramatischen Unterricht an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und setzt sich im Rahmen des Frauenkulturbüro NRW für die Gleichberechtigung von weiblichen Künstlerinnen.

Aenne Quinones, HAU Hebbel am Ufer, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Doro Tuch

Kuratorin, Dramaturgin, Autorin, seit 2012 stellv. künstlerische Leiterin des HAU Hebbel am Ufer | Berlin

Nach ihrem Studium an der Humboldt Universität zu Berlin arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Künste der DDR. 1996 war sie Mitbegründerin und bis 2003 Kuratorin des Theaterfestivals „reich & berühmt“. Von 1997 bis 2002 leitete sie den Bereich Theater/Performance im Podewil, Zentrum für aktuelle Künste in Berlin. Hier realisierte sie diverse Koproduktionen, Gastspiele und internationale Festivals, u.a. 1997 das Festival „Live Art – New theatre for the 90s“ mit jungen britischen Performer*innen.
An der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz arbeitete sie von 2002 bis 2011, hier v.a. als Kuratorin für die Volksbühne im Prater. 2010 und 2012 war sie künstlerische Leiterin des Theaterfestivals »Favoriten« in Dortmund und während der Spielzeit 2011/2012 Dramaturgin am Residenztheater München.
Diverse Veröffentlichungen, u.a.: René Pollesch, „Liebe ist kälter als das Kapital“, Hamburg 2009 und Postdramatisches Theater in Portraits/Gob Squad „What are you looking at?“, Berlin 2020.

Foto: Steffen Mühle
Foto: Steffen Mühle

Geschäftsführer des Landesverbandes Freier Theater Brandenburgs e.V. | Potsdam

– 1958 geboren in Potsdam
– seit 1981 als Puppenspieler, später auch als Schauspieler, in verschiedenen freien Potsdamer Projekten
– von 1985 – 1987 absolvierte er am „Zentralhaus für Kulturarbeit“ in Leipzig den Studiengang „Leiter eines Volkskunstkollektives“ im Puppenspiel.
– 1993 -1998 fabrik Potsdam Öffentlichkeitsarbeiter und Spielstättenleiter
– 1995 Mitbegründer des Landesverband Freier Theater Brandenburg e.V.
– seit 1998 Geschäftsführer des Landesverbandes Freier Theater Brandenburgs e.V.
 

Foto: privat
Foto: privat

Dramaturgin | Berlin

Wilma Renfordt (*1982, aufgewachsen im Ruhrgebiet) studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin; Abschluss mit einer Arbeit über Theater im öffentlichen Raum der Stadt. 2008–2013 war sie Dramaturgin der Theatergruppe copy & waste, sowie 2009–2013 künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projektbüro Friedrich von Borries in Berlin. Weitere Zusammenarbeiten u. a. mit Daniel Hellmann, Kiriakos Hadjiioannou, Rimini Protokoll und der Theorie- und Praxisgemeinschaft Dr. Fahimi. Sie verfasste u. a. einen Begleitband zur Ausstellung „Wohnungsfrage“ des Haus der Kulturen der Welt in Berlin (2015) und einen Band zu künstlerischer Forschung („Klimakunstforschung“, Merve, 2011). Für die Festival-Ausgabe 2017 war sie Dramaturgin beim steirischen herbst in Graz. Seit 2017 ist sie Dramaturgin beim Impulse Theater Festival.

Ella_Steinmann, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: privat

Zukunftsakademie NRW, Agentin für Diversitätsentwicklung im Rahmen des Programms „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ | Bochum, Oberhausen

Ella Steinmann studierte Philosophie und Religionswissenschaften in Bochum. Nach ihrer Tätigkeit als Projektreferentin im Bereich Kulturelle Bildung bei der Stiftung Mercator in Essen wechselte sie 2016 zur Zukunftsakademie NRW, einem Verein für Diversität in Kunst, Kultur und Kultureller Bildung. Neben der Beratung und Begleitung von Kulturinstitutionen gestaltete sie dort Weiterbildungs- und Austauschformate. Im Master Szenische Forschung in Bochum beschäftigt sie sich mit den Möglichkeiten der Wissensgewinnung durch performative Kunstformen.
Seit Juli 2019 ist sie eine der beiden Agentinnen für Diversitätsentwicklung im Rahmen des Programms „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes am Theater Oberhausen.

Felizitas Stilleke, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Niklas Vogt

Freie Dramaturgin, Kuratorin | Berlin, Amsterdam

Felizitas Stilleke ist freie Dramaturgin, Künstlerin und Kuratorin.
Sie leitet Konferenzen, wie z.B. den Branchentreff 2019-2021, das Bundesforum 2017 oder den RATSCHLAG DER VIELEN 2019, und übernimmt Festivaldramaturgien (Berliner Theatertreffen 2018, Impulse Theaterfestivals 2017 (unter Florian Malzacher) oder gemeinsam mit Johanna Yasirra Kluhs das Theaterfestival FAVORITEN 2014) und ist als Produktionsdramaturgin in NRW, Berlin, Amsterdam und Zürich unterwegs.
Sie absolvierte ihren Bachelor der Germanistik/Erziehungswisschenschaften in Bochum sowie einen Master in Kulturpoetik an der Wilhelms-Universität in Münster. 2018/19 studierte sie im Rahmen des internationalen Masterstudiums bei DAS theatre in Amsterdam „Expanded Curation“.
2020 startete sie am Ballhaus Ost eine Reihe von Podcast-Sessions unter dem Titel „The Mother in Me is the Mother in You“, in welcher sie das Thema Nicht-/Noch-nicht-/Nicht-mehr-/Vielleicht-/Mutterschaft einer kollektiven Diskursumwidmung unterzieht.

Foto: Cindy Tamme
Foto: Cindy Tamme

Puppentheaterdirektorin des Staatstheaters Meiningen | Meiningen

Nach ihrem Studium des Figurentheaters und der Dramaturgie führten Gast-Engagements Kora Tscherning u.a. an das Staatstheater Stuttgart, die Semperoper Dresden und das Volkstheater Bautzen. Seit 2011 arbeitet sie freischaffend in der Gruppe „FigurenKombinat“. Parallel dazu übernahm sie ab 2016 die Leitung der Sparte „Figurentheater“ an den Landesbühnen Sachsen.
Seit der Spielzeit 2019/20 ist Kora Tscherning als Puppentheaterdirektorin des Staatstheaters Meiningen tätig und strebt danach, mit Witz und Verve anspruchsvolles Puppentheater für Meiningen und die Region zu ermöglichen.

Birgit Walkenhorst, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: privat

Theaterwissenschaftlerin, Geschäftsführerin laprofth Rheinland-Pfalz | Mainz, Koblenz

Birgit Walkenhorst studierte Theaterwissenschaft in Mainz, Frankfurt/Main, Reading und Bologna. In diesem Fach hat sie geforscht, gelehrt und publiziert. Sie arbeitete für verschiedene Bühnenverlage; als Redaktionsassistentin betreute sie die Spielplanjournale der INTHEGA. Sie wirkte mit in den Organisations- und Kommunikationsteams internationaler Festivals (Mousonturm, KJTZ, Staatstheater Wiesbaden). Von 2011 bis 2015 war sie verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Programmplanung beim Internationalen Theater Frankfurt. Seit 2015 ist sie Geschäftsführerin des Landesverbandes professioneller freier Theater Rheinland-Pfalz, laprofth.

Foto: Lena Wunderlich
Foto: Lena Wunderlich

Projektmanagerin | Heidelberg

Jessica Samantha Starr Weisskirchen begann ihre Theaterlaufbahn als Regieassistentin 2013 am Theater und Orchester Heidelberg und wechselte 2018 ans Nationaltheater Mannheim. Hier realisierte sie ihre ersten Arbeiten während ihrer Assistenzzeit (DIE TONIGHT, LIVE FOREVER oder DAS PRINZIP NOSFERATU von Sivan Ben Yishai, September 2020) und als Regisseurin (EIN KÖRPER FÜR JETZT UND HEUTE von Mehdi Moradpour, Premiere 30.Juni 2021). Sie ist Gründungsmitglied des assistierenden-netzwerks und Initiatorin des Assistierenden-Festivals SUMMER UP. Neben ihrer künstlerischen Arbeit studiert sie seit 2020 Theater- und Orchestermanagement an der HfMDK in Frankfurt am Main. Seit 2021 ist sie Teil des Vorstands-Gremiums des ensemble-netzwerks e.V. Im Sommer 2021 arbeitete sie als Projektmanagerin beim Kunstfest Weimar und war Rednerin auf der Konferenz „Die Parlamenten den Vielen“. Über sich selbst sagt sie:
„Mein Ziel ist es, bei der Entstehung eines Theatersystems mitzuwirken, in dem ich gerne groß geworden wäre.

Foto: Patrick Jungwirth
Foto: Patrick Jungwirth

künstlerischer Leiter des WUK Theater Quartier | Halle

Freier Theatermacher seit 1994; Tom Wolter ist Gründungsmitglied des freien ensemble p&s und seit 2017 künstlerischer Leiter des WUK Theater Quartier in Halle; seit 2014 künstlerischer Leiter des Studierendentheater der Uni Halle; Produzent von Interventionen und Interaktionen im Öffentlichen Raum; bisher 115 eigene Theaterproduktionen als Schauspieler/ Regisseur/ Autor für alle Altersgruppen; Kooperationen mit verschiedenen Theatern bundesweit, darunter junges theater Göttingen, theaterhaus Stuttgart, Theater unter dem Dach Berlin, Projekttheater Dresden, moritzbastei Leipzig, Theater an der Angel Magdeburg, Puppentheater Halle, Oper Halle und anderen; Schauspiellehrer an verschiedenen Einrichtungen, Werkstätten zu Politik, Theater und Schauspiel, Improvisation bundesweit und international; Dozent bisher u.a. an der Theaterakademie Sachsen, der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Uni Halle und der Hochschule Merseburg; Tom Wolter engagiert sich kulturpolitisch und kommunalpolitisch. Er ist seit 2005 Stadtrat in Halle (Saale) für MitBürger e.V., seit 2019 Fraktionsvorsitzender der Fraktion MitBürger & Die PARTEI; seit 2015 Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Freien Darstellenden Künste. Seit 2019 ist er Mitglied im Kuratorium der Ständigen Konferenz der Deutschsprachigen Schauspielschulen und im Theaterbeirat des Freistaat Thüringen.

Stephan Wunsch, Rosenfisch, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Vera Wunsch

Puppenspieler, Figurenbildner, Regisseur, Ko-Leiter das Theaters Rosenfisch | Aachen

Stephan Wunsch ist Puppenspieler, Figurenbildner und Regisseur. Er studierte Philosophie und Germanistik in Aachen und belegte Seminare in Figurenspiel und Figurenbau auf Hof Lebherz. 2003 gründete er die Bühne theater rosenfisch. Seitdem produziert er zahlreiche Inszenierungen für Kinder und Erwachsene; außerdem Regiearbeiten, Figurenbau und Bühnenmusik für andere Bühnen.
Neben dieser Tätigkeit ist er Teil der Redaktion von ‚Das andere Theater‘, die offizielle Zeitschrift des UNIMA-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland e.V., die zwei Mal jährlich erscheint.

Dramaturgin, Kuratorin | Hamburg

Uta Lambertz (sie/ihr, they/them), geb. 1983 in Unna. Von 2003-2007 absolvierte sie ihr Studium der Theater- und Medienwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Während des Studiums war sie für die Ruhrfestspiele Recklinghausen und das Schauspiel Essen tätig und arbeitete als Musikerin und freie Dramaturgin für verschiedene szenische Projekte. Ab 2008 arbeitete Lambertz als Eventmanagerin und Projektleiterin für die Zeppelin Universität Friedrichshafen, wo sie anschließend, von 2008 bis 2010, ihr Masterstudium in Communication & Cultural Management absolvierte. Seit 2010 arbeitet sie auf Kampnagel Hamburg. Als Kuratorin und Dramaturgin ist sie heute vor allem für den Bereich queere Performance, genreübergreifende Formate, und Kooperationsprojekte zuständig. Sie betreut u.a. das langfristige EU-Projekt ACT- Art, Climate Transition und verschiedene weitere nationale und internationale Kollaborationen auf Kampnagel. Seit 2010 ist sie regelmäßig als Gastdozenten tätig, bisher unter anderem an der Hochschule für Musik und Theater/ Theaterakademie, Universität Hamburg, Universität Witten/Herdecke, Zeppelin Universität Friedrichshafen, Ruhr-Universität Bochum, sowie im Rahmen des Stipendium-Programms stART.up
der Claussen-Simon Stiftung.