Fonds Darstellende Künste startet Förderjahr 2026 mit neuen Programmen – aber auch neuen Herausforderungen
19. Jan. 2026
Zwar wurden die Mittel im Bundeshaushalt 2026 für den Fonds annähernd stabilisiert, Kon-sequenzen aus der ersatzlosen Streichung bundesweiter Projekte und Netzwerke können damit aber nicht ausgleichen werden. Der Fonds reagiert mit Anpassungen seiner Fördersys-tematik, um die künstlerische Arbeit abzusichern.
Die Bundesregierung fördert den Fonds Darstellende Künste laut Haushaltsbeschluss im Jahr 2026 mit insgesamt 8,59 Mio. Euro. Damit können die Förderangebote des Fonds nahezu auf Vorjahresniveau fortgesetzt werden.
Insgesamt acht Programme sichern auch weiterhin die künstlerische Arbeit – von der ersten Konzep-tion über die Premiere herausragender Produktionen bis hin zu weiteren Aufführungen im Bundes-gebiet – sowie flankierende Qualifizierungsmaßnahmen für Künstler*innen.
Doch der geltende Bundeshaushalt stellt den Fonds Darstellende Künste als Bundeskulturförderer vor einschneidende neue Herausforderungen: Die ersatzlose Streichung von Mitteln für bundesweite Kooperationen und Koproduktionen von Pro-duktionsorten der freien Theater- und Tanzszene hinterlässt eine massive Lücke. Diese kann aus dem aktuellen Etat des Fonds nicht geschlossen werden – wie bereits in einem gemeinsamen Appell mit den betroffenen Einrichtungen betont wurde.
Um die künstlerische Arbeit trotz absehbarer Defizite und Strukturlücken zu stabilisieren, nimmt der Fonds Anpassungen an seiner Förderprogrammatik vor:
- Residenzförderung: Das Programm wird für einen größeren Kreis an Theatern und Spielstätten geöffnet, um ergebnisoffene Zusammenarbeiten mit freischaffenden Künstler*innen zu ermögli-chen. Die Förderung erlaubt bis zu 40 bundesweite Residenzen an freien Tanz- und Theaterorten. Damit wird auch die besondere freie Produktionsstruktur präsent gehalten.
- Produktionsförderung Plus: Mit diesem neuen Programm fördert der Fonds künftig großfor-matige Produktionen herausragender Künstler*innen von bundesweiter und internationaler Be-deutung. Anders als beim Pilotprogramm XZLLNZ entfällt die Beschränkung auf Stadt- und Staatstheater. So können Künstler*innen und Gruppen auch mit Ankerinstitutionen der Freien Szene umfangreiche Vorhaben für große Bühnen und Räume realisieren.
Diese Anpassungen zielen darauf ab, die Folgen der ersatzlosen Streichungen auf Bundesebene ab-zumildern. Der Fonds übernimmt damit trotz begrenzter Mittel Verantwortung in herausfordernden Zeiten – für die Förderung herausragender Künstler*innen ebenso wie für den Erhalt einer vielfältigen Produktionslandschaft in Tanz, Theater und Performance.
Alle Förderprogramme in der Übersicht: www.fonds-daku.de
In einem Videobeitrag stellt Programmleiter Steffen Klewar die Förderaktivitäten des Fonds kompakt vor: www.fonds-daku.de/blog