Allgemein, Förderprogramme

Sonderprogramm GLOBAL VILLAGE LABS

Ein Pilotprojekt für Darstellende Künste im ländlichen Raum

Der Fonds Darstellende Künste möchte die ländliche Kunstproduktion in den Darstellenden Künsten befördern und dabei insbesondere  internationale Zusammenhänge in den Blick nehmen.

Gefördert werden mehrtägige Laborvorhaben, in denen der gegenseitige Austausch von regionalen wie internationalen Aspekten zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft im Mittelpunkt steht. Regional vorhandene interkulturelle Perspektiven können einbezogen und weiterentwickelt werden oder Recherchen erfolgen, in denen globale Fragen anhand lokaler Symptome im ländlichen Raum aufgegriffen und Vernetzungen von Akteur*innen im ländlichen Raum geschaffen werden. Darüber hinaus sind öffentliche Impulse im Rahmen des jeweiligen Labors für die oder mit den Bewohner*innen der Region gewünscht. Der internationale Aspekt kann auch über Einbeziehung der vorhandenen interkulturellen und translokalen Kompetenzen der Bewohner*innenschaft in das Labor einfließen.

Die Vorhaben müssen zwischen dem 15. September 2019 und dem 15. Dezember 2019 realisiert werden. Sie müssen an Orten im ländlichen Raum stattfinden.
Der Fonds ermöglicht dieses kurzfristige Pilotprojekt, in Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, auch um Rückschlüsse auf kommende Fördermöglichkeiten im ländlichen Raum für den Bereich der Darstellenden Künste zu ziehen.

AUSGEWÄHLTE VORHABEN
Die Jury hat sich für die Förderung von insgesamt 7 Projekten ausgesprochen und dabei Künstler*innen gestärkt, die bereits seit vielen Jahren in ländlichen Räumen aktiv sind. Die Auswahl rückt inhaltlich starke Vorhaben in den Fokus, die in der lokalen Auseinandersetzung mit globalen Fragestellungen und in der Einbeziehung ansässiger Bewohner*innen besonderen Wert auf Austausch und eine Partizipation auf Augenhöhe legen. Alle ausgewählten Projekte finden Sie hier.

DIE JURY
Die Jury, die über die Anträge im Sonderprogramm entschied, setzt sich wie folgt zusammen:

Sarah Israel arbeitet nach dem Studium der Dramaturgie am Schauspiel Stuttgart. Seit 2012 widmet sie sich Projekten in der Freien Szene und arbeitet mit dem Choreografen und Tänzer Taigué Ahmed zusammen. Zudem entwickelt sie als Dramaturgin (inter-)nationale Tanz- und Theaterproduktionen mit Künstler*innen wie Anna Konjetzky, Daniel Kötter, Thanapol Virulhakul u.w. Von 2015 bis 2018 war sie künstlerische Leiterin und Dramaturgin des Festivals RODEO in München. Seit 2019 hat sie die Leitung des Performing Arts Festivals Berlin inne.

Foto: Ernst Weerts

Dr. Beate Kegler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Sie lehrt und forscht im Schwerpunkt zur Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen, insbesondere zur kulturpolitischen Bedeutung gesellschaftsgestaltender Kulturarbeit. Aus ihrer Feder entstanden zahlreiche Publikationen, in die ihre Forschungserkenntnisse und auch Erfahrungen aus rund 20-jähriger Praxistätigkeit in der Leitung kultureller Einrichtungen jenseits der Metropolen einfließen.

Foto: Andreas Greiner-Napp

Micha Kranixfeld studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Urban Design in Hamburg. Er ist Mitglied des Syndikats Gefährliche Liebschaften und der Frl. Wunder AG, mit denen er forschende Kunstprojekte in Sozialen Feldern entwickelt. Selbst auf dem Land aufgewachsen, interessiert er sich für irritierende Erzählungen über das Leben in solchen Regionen. Er war zu Forschungsresidenzen in Tokyo, Heidelberg, Engstingen, Quakenbrück und Seefeld eingeladen und hat seit 2016 Lehraufträge an der FH Dortmund.

KONTAKT

Christina Röfer
Projektleitung Sonderprogramm                   GLOBAL VILLAGE LABS
Fonds Darstellende Künste
Lützowplatz 9
10785 Berlin
030 26392950-14
projekt@fonds-daku.de
www.fonds-daku.de

Micha Kranixfeld
Fachliche Begleitung

Der Fonds Darstellende Künste hat die Ausschreibung in enger Koordination mit den Mitgliedsverbänden Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater (BAG) entworfen.