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Tabori Preis 2019

In diesem Jahr feiert der Tabori Preis des Fonds Darstellende Künste, als bundesweit höchste Aus-zeichnung für die Freien Darstellenden Künste, sein 10jähriges Jubiläum. Mit der diesjährigen Preisverleihung wollen wir daher neben den Preisträger*innen 2019, auch die ausgezeichneten Arbeiten von allen Künstler*innen in den frei produzierenden Darstellenden Künsten der vergangenen 10 Jahre feiern.

Neu ist, dass ab diesem Jahr der Tabori Preis und zwei Tabori Auszeichnungen vergeben werden. Mit dem Preis wird eine kontinuierlich sichtbare Arbeit mit hoher bundesweiter und internationaler Ausstrahlung geehrt, mit den Auszeichnungen werden hingegen aktuelle Entwicklungen und experimentelle Formate gewürdigt. Der Tabori Preis ist mit 20.000 €, die Auszeichnungen jeweils mit 10.000 € dotiert. Die drei ausgezeichneten Gruppen werden Ende April 2019 bekannt gegeben.

Die Fachjury wählt dabei die Gewinner*innen aus allen Künstler*innen(-gruppen), die in den vergangenen fünf Jahren vom Fonds Darstellende Künste befördert wurden, aus.

DIE JURY
Die Jury für den Tabori Preis 2019 besteht aus:

Sabine Gehm
Tanz Bremen, Vorsitzende des Kuratoriums des Fonds

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Foto: Heidi Scherm

Sabine Gehm ist die künstlerische Leiterin von TANZ Bremen, dem internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz.
Die ist diplomierte Kulturwissenschaftlerin, war von 1994 bis 2001 als Dramaturgin und Leiterin verschiedener Festivals (u.a. Junge Hunde, Independance Days, Tanzplattform Deutschland 2000) bei Kampnagel Hamburg und arbeitete davor als Organisationsleiterin beim Internationalen Sommertheater Festival Hamburg. Von 2001 bis 2005 koordinierte sie das von ihr mitbegründete internationale Netzwerk für Performing Arts ‚Junge Hunde’.
Von 2006 bis 2016 leitete sie zusammen mit Katharina von Wilcke die ersten vier Ausgaben des Tanzkongress (2006 in Berlin, 2009 in Hamburg, 2013 in Düsseldorf und 2016 in Hannover), eines internationalen Fachtreffens und Reflexionsforums für den Tanz, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.
Als frei arbeitende Kuratorin und Kulturmanagerin verantwortete sie verschiedene Projekte, u.a. zwei Ausgaben (2017, 2019) der Akademiereihe ON THE ROAD des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, leitete und organisierte internationale Austauschprogramme für Künstler*innen. Seit 2015 ist sie Vorsitzende des Kuratoriums beim Fonds Darstellende Künste, war Mitglied verschiedener Jurys (u.a. Projektförderung Tanz in Hamburg), Mentorin beim Performing Arts Programm (PAP) in Berlin und ist beratend für verschiedene Künstler*innen tätig.

Martina Grohmann
Theater Rampe, Vorsitzende des Kuratoriums des Fonds

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Foto: Felix Grünschloß

Martina Grohmann, geboren in Mödling bei Wien, studierte Theaterwissenschaft an der Universität Wien.
Sie begann als Produktionsleiterin beim steirischen herbst 98 und 99. Ab 2000 war sie als Dramaturgin am Staatstheater Kassel, am LTT Tübingen, am Theater Heidelberg, wo sie 2005 bis 2007 die Spielstätte zwinger1 für Autorentheater und Projekte leitete, und am Theater Basel engagiert. Als Gastdramaturgin arbeitete sie außerdem an der Schaubühne Berlin und am Schauspiel Frankfurt.
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Dramatik, Stückentwicklungen sowie interdisziplinären Formaten und Festivals. Seit August 2013 ist sie gemeinsam mit Marie Bues Intendantin des Theater Rampe.

Wolfgang Kaup-Wellfonder
Verband deutscher Puppentheater, Vorstandsmitglied des Fonds

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Foto: wodo.de

Wolfgang Kaup-Wellfonder, Januar 1983 Gründung des Figurentheaters „Wodo Puppenspiel” mit Dorothee Wellfonder. Seit 1. August 1984 selbstständig als Figurenspieler. 1988 bis 1991 Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Puppentheater (VDP). 1996 bis 2003 Mitglied des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste. 2005 Wahl in den Vorstand des Fonds Darstellende Künste. 1997 bis 2013 für den VDP Sitz im Rat der darstellenden Künste und Tanz im Deutschen Kulturrat.

Prof. Dr. Wolfgang Schneider
Universität Hildesheim, Assitej, Vorstandsvorsitzender des Fonds

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Foto: Universität Hildesheim

Professor Dr. Wolfgang Schneider ist Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, Inhaber des UNESCO-Chair in „Cultural Policy for the Arts in Development“, Mitglied des Internationalen Theater-Instituts, Vorsitzender der ASSITEJ e.V. und Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche, Herausgeber von Magazin und Jahrbuch für Kinder- und Jugendtheater „IXYPSILONZETT“ (Theater der Zeit, Berlin).
Er war Gründungsdirektor des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, Vorsitzender des Theaterbeirates Niedersachsen, Mitglied des Beirates Tanz und Theater des Goethe-Instituts und als Sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages Berichterstatter u.a. für das Kapitel Theater.
Zahlreiche Veröffentlichungen zur Theaterpolitik, Herausgeber u.a. von „Theater entwickeln und planen. Kulturpolitische Konzeptionen zur Reform der Darstellenden Künste“ , 2014 (Bielefeld).
2017 erscheint der Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Performing the Archive. Studie zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters“, gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung sowie der Länder Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Sachsen und der Stiftung Niedersachsen, getragen vom Bundesverband Freier Darstellender Künste, dem Dachverband Tanz, dem deutschen Zentrum des Internationalen Theaterinstituts und dem Kultursekretariat NRW.

Carena Schlewitt
Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden

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Foto: Eleni Kougionis

Carena Schlewitt wurde 1961 in Leipzig geboren. Seit 2018 ist sie Künstlerische Leiterin des europäischen Kunst- und Theaterhauses Hellerau in Dresden.
Sie war von 2008-2017 Künstlerische Leiterin der Kaserne Basel und des internationalen Theaterfestivals Basel (seit 2012). Sie studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt Universität Berlin und arbeitete von 1985 bis 1993 an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Sie wirkte als Dramaturgin und Kuratorin an verschiedenen freien Produktionshäusern (Podewil Berlin; FFT Düsseldorf; Hau Berlin) und bei internationalen Festivals (Theater der Welt; HAU Berlin). Schwerpunkte ihrer Arbeit waren unter anderem die Transformationsprozesse in Ostdeutschland, Osteuropa und China. Sie war in diversen Jurys tätig, u.d. Mitglied der Fachkommission der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

DIE PREISVERLEIHUNG
Die Preisverleihung findet am 24. Mai 2019 um 19.00 Uhr im HAU Hebbel am Ufer (HAU1) in Berlin statt. Wir freuen uns sehr für diese Jubiläumsausgabe Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien als Gastrednerin ankündigen zu dürfen.

Die Teilnahme an der Presiverleihung ist kostenfrei, um Anmeldung wird bis zum 17. Mai 2019 via Mail an preis@fonds-daku.de gebeten. Weitere Informationen zu Programm und Preisträger*innen werden ebenfalls in Kürze auf dieser Seite veröffentlicht.