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Tabori Preis 2021

Am 21. Mai 2021 verleiht der Fonds Darstellende Künste on einer Online-Preisverleihung zum 12. Mal den Tabori Preis, die bundesweit höchste Auszeichnung für die Freien Darstellenden Künste. Die Preisjury, wählt dabei die Gewinner:innen aus allen Gruppen und Künstler:innen aus, die in den vergangenen 5 Jahren vom Fonds Darstellende Künste gefördert wurden.

Allen Interessierten und Freund:innen der Freien Darstellenden Künste empfehlen wir daher: Seien Sie dabei und schalten Sie sich am 21. Mai 2021 um 19.00 Uhr mit Ihren digitalen Endgeräten dazu, wenn die bundesweit bemerkenswerten und bedeutenden Künstler:innen den Tabori Preis und die Tabori Auszeichnungen 2021 erhalten werden.

Nach der Unboxing-Preisverleihung vom vergangenen Jahr werden die Preisträger:innen und Ausgezeichneten auch in diesem Jahr ihre Ehrung auf ganz besondere Art und Weise erhalten. Wir freuen uns, dass Gob Squad, die Preisträger:innen des vergangenen Jahres die diesjährige Verleihung moderieren werden.

Zudem wird es nach der Zeremonie einen Live-Moment der besonderen Art geben: Wir laden Sie herzlich zur digitalen Aftershowparty ein! Gratulieren Sie den Preisträger:innen und treffen Sie Kolleg:innen und Freund:innen im virtuell nachgebauten HAU Hebbel am Ufer (HAU1) bei einem Getränk im Fuchsfoyer oder einem Plausch im Zuschauer:innenraum. (Alle Informationen, die Online-Preisverleihung und den Zugang zur Aftershowparty finden Sie am 21. Mai 2021 auf dieser Webseite. Eine vorab Anmeldung ist nicht nötig.)

Wir freuen uns, Sie dort begrüßen zu dürfen!

DER TABORI PREIS

Mit dem Tabori Preis ehrt diese Fachjury damit eine kontinuierliche künstlerische Arbeit mit hoher bundesweiter und internationaler Ausstrahlung, die zudem inhaltlich relevant, und in Format oder ästhetischer Handschrift Wegbereitend war und ist. Der Preis ist mit 20.000€ dotiert. Zudem vergibt die Jury neben dem Tabori Preis zwei Auszeichnungen, die mit je 10.000€ dotiert sind. Mit diesen Auszeichnungen zeichnet sie experimentelle Formate von Künstler:innen und Gruppen aus, die durch ein bedeutendes Upcoming oder durch kontinuierliche Entwicklungen eines eigenständigen ästhetischen Formates überzeugt haben.

PREISJURY 2021

Die Preisjury besteht in diesem Jahr aus Ute Kahmann (Puppenspielerin, Kulturwissenschaftlerin, Vorstandsmitglied des Fonds), Carena Schlewitt (Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum für die Künste, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende des Fonds), Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Vorstandsvorsitzender des Fonds, Ehrenpräsident der ASSITEJ, Universität Hildesheim), Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner (Leiter der Stabsstelle Strukturprojekte im Geschäftsbereich der 2. Bürgermeisterin Nürnberg, Kulturwissenschaftler, Kurator, Autor, Musikdramaturg, Kuratoriumsvorsitzender des Fonds), Franziska Werner (Künstlerische Leiterin der Sophiensӕle) und Holger Bergmann (Fonds Darstellende Künste, beratend).

Ute Kahmann, Fonds Darstellende Künste, Vorstand
Foto: privat

Puppenspielerin, Vorstandsmitglied des Fonds | Berlin

Ute Kahmann studierte Kulturwissenschaft und Schauspiel in Berlin. Puppenspiel erlernte sie extern an der Schauspielschule „Ernst Busch“ sowie im Figurentheaterkolleg Bochum. Sie erhält Regieaufträge für Theater und Tanz, bringt seit 1988 eigene Inszenierungen für Erwachsene und Kinder in enger Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus der Bildenden Kunst und der Musik auf die Bühne und spielt im Ensemble u.a. im Konzerthaus Berlin. Von 2006 bis 2016 arbeitete sie im Vorstand des Verbandes Deutscher Puppentheater und 2014 bis 2019 im Kuratorium des Fonds Darstellende Künste.

Foto: Stephan Flo

stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste | Dresden

Carena Schlewitt wurde 1961 in Leipzig geboren. Seit 2018 ist sie Intendantin von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden.
Sie war von 2008-2018 Direktorin der Kaserne Basel und Künstlerische Leiterin des internationalen Theaterfestivals Basel (seit 2012). Sie studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt Universität Berlin und arbeitete von 1985 bis 1993 an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Sie wirkte als Dramaturgin, Kuratorin und stellvertretende Künstlerische Leiterin an verschiedenen freien Produktionshäusern (Podewil Berlin; FFT Düsseldorf; HAU Berlin) und bei internationalen Festivals (Theater der Welt; HAU Berlin).
Schwerpunkte ihrer Arbeit waren unter anderem die Transformationsprozesse in Ostdeutschland, Osteuropa und China und die Entwicklung des Theaters in Polen, Frankreich und Italien sowie der Live Art und Performance-Kunst. Sie war in diversen Jurys tätig, u.a. für das Festival „Impulse“; für das deutsch-polnische Expertengremium der Kulturstiftung des Bundes sowie für das Programm «Doppelpasse» der Kulturstiftung des Bundes; sie war Mitglied der Fachkommission der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

 

Wolfgang Schneider, Fonds Darstellende Künste
Foto: Isa Lange

Vorstandsvorsitzender des Fonds, Ehrenpräsident der ASSITEJ, Universität Hildesheim | Hildesheim

Professor Dr. Wolfgang Schneider war Gründungsdirektor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls „Cultural Policy for the Arts in Development“ (2014 – 2020). Er war der erste Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, Vorsitzender des Theaterbeirates Niedersachsen, Mitglied des Beirates Tanz und Theater des Goethe-Instituts und als Sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages Berichterstatter u.a. Berichterstatter für das Kapitel Theater. Er ist Vorsitzender des Fonds Darstellende Künste e.V., persönliches Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, Vertrauensdozent der Friedrich Ebert-Stiftung, Mitglied des Bundesvorstandes des Kulturforums der Sozialdemokratie, Mitglied des Vorstandes der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., Mitglied des Internationalen Theater-Instituts, Mitglied des Rates für darstellende Kunst und Tanz im Deutschen Kulturrat, Ehrenmitglied der ASSITEJ Deutschland und der Schweiz, sowie Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche. 2018 wurde er wegen seines ehrenamtlichen internationalen Engagements vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Theaterpolitik, Herausgeber u.a. von „Theater und Schule. Handbuch zur kulturellen Bildung“ (2009), „Theater und Migration. Herausforderungen für Kulturpolitik und Theaterpraxis“ (2011), „Theater entwickeln und planen. Kulturpolitische Konzeptionen zur Reform der Darstellenden Künste“ (2014), „Theatermachen als Beruf. Hildesheimer Wege“ (zusammen mit Julia Speckmann, 2017); „Partizipation als Programm. Wege ins Theater für Kinder und Jugendliche“ (zusammen mit Anna Eitzeroth, 2017), „Performing the Archive. Studie zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters“ (zusammen mit Henning Fülle und Christine Henniger, 2018), „Theater in der Provinz. Künstlerische Vielfalt und kulturelle Teilhabe als Programm“ (zusammen mit Katharina Schröck und Silvia Stolz, 2019); „Theater in Transformation. Artistic Processes and Cultural Policy in South Africa“ (zusammen mit Lance Lebogang Nawa, 2019).

Hans-Joachim Wagner, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium, Nürnberg 2025
Foto: Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach

Vorsitzender des Kuratoriums, Kulturwissenschaftler, Kurator, Autor, Musikdramaturg | Düsseldorf, Köln, Nürnberg

Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner (Jahrgang 1961) ist nach einem Studium der Musikwissenschaft, Deutschen Philologie und Kunstgeschichte als Kulturmanager, Kurator, Wissenschaftler und Autor tätig. Er arbeitete zuletzt als Fachbereichsleiter für Musik und darstellende Künste bei der Kunststiftung NRW in Düsseldorf. Wagner war an den Opernhäusern in Koblenz und Köln als Produktionsdramaturg, persönlicher Referent des Intendanten und Mitarbeiter der Operndirektion tätig. Von 2002 bis 2006 arbeitete er als Musikreferent im Kulturamt der Stadt Köln und übernahm bei der Bewerbung der Stadt Köln um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010 die Koordination des Bereichs Musik.
In Köln kuratierte er das kulturelle Rahmenprogramm zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006, war künstlerischer Leiter des Festivals „ Feste Musicali“ und des Kinder- und Jugendmusikfestivals „Stadt Klang Fluss“. Seit geraumer Zeit gilt sein besonderes Interesse dem zeitgenössischen Tanz und Theater, der Diversität kultureller Praxis und ihrer Sichtbarmachung.
Seit 2. Januar 2018 ist der Wissenschaftler und Kulturmanager Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner Leiter des Büros für die Bewerbung Nürnbergs um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2025.

Franziska Werner, sophiensaele, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Katja Renner

Künstlerische Leiterin Sophiensӕle | Berlin

Franziska Werner ist seit 2011 künstlerische Leiterin der Sophiensaele Berlin.
Sie studierte Theaterwissenschaft/Kulturelle Kommunikation, Kunstgeschichte und Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität Berlin (M.A.) und Etudes Théâtrales an der Sorbonne Nouvelle Paris.
Seit 2001 arbeitete sie als freie Produktionsleiterin und Dramaturgin mit verschiedenen Künstler*innen in Berlin und für Festivals und Produktionsorte deutschlandweit, seit 2008 auch verstärkt an den Sophiensaelen Berlin.

Mitautorin der Gründungspetition der „Koalition der Freien Szene Berlin“ im Frühjahr 2012.
Mitglied im Laft Berlin e.V. und Pro Quote Bühne.
2013-2015 Mentorinnen-Tätigkeit für das Performing Arts Services-Programm des Laft Berlin e.V.
Seit 2012 bis heute Mitglied im Rat für die Künste Berlin, Arbeitsschwerpunkte Förderpolitik/ Stärkung der Belange der freien darstellenden Künste.