Allgemein

Tabori Preis 2022

Foto: Gianmarco Bresadola

Preisverleihung

Am 25. Mai 2022 hat der Fonds Darstellende Künste die bundesweit bemerkenswerteste Ehrung in den Freien Darstellenden Künsten, den Tabori Preis 2022, im HAU Hebbel am Ufer verliehen. Hier gibt es die ganze Veranstaltung zum Nachschauen.

Award Ceremony

On May 25, 2022, Fonds Darstellende Künste presented the most notable honor in the liberal performing arts nationwide, the Tabori Prize 2022, at HAU Hebbel am Ufer. Here you can watch the whole event.

Eindrücke der Preisverleihung | Impressions of the award ceremony

Die Tabori Preisträger*innen 2022 | The Tabori winners 2022

Foto: Christian Martin
Tabori Preis 2022

Meine Damen und Herren

Der mit 25.000 Euro dotierte Tabori Preis geht an das Hamburger Performancekollektiv Meine Damen und Herren. In der Jurybegründung heißt es dazu: „Seit mittlerweile 26 Jahren entwickelt das Ensemble inklusive Arbeiten, die auf einmalige Art und Weise begeistern und mit denen sich Meine Damen und Herren in besonderem Maße einen Namen gemacht haben, der weit über Hamburg hinausreicht.“ Ausführliche Jurybegründung lesen…

The Tabori Prize, endowed with 25,000 euros, goes to the Hamburg performance collective Meine Damen und Herren. According to the jury’s statement, „For 26 years now, the ensemble has been developing inclusive works that are uniquely inspiring to such a special degree, that Meine Damen und Herren has made a name for themselves that reaches far beyond Hamburg’s city limits.“

Foto von "Surround" von Overheadr Project / Foto: Ingo Solms
Foto: Ingo Solms
Tabori Auszeichnung 2022

Overhead Project

Foto: Dorothea Tuch
Tabori Auszeichnung 2022

Simone Dede Ayivi

Foto: Ramin Mazur
Tabori Auszeichnung international 2022

Nicoleta Esinencu & teatru-spălătorie

Die beiden Tabori Auszeichnungen gehen an die Regisseurin Simone Dede Ayivi und die Company Overhead Project. Die Jury würdigt Simone Dede Ayivi als Künstlerin, „die gesamtgesellschaftliche Themen auf die Bühne bringt und dabei einmalige Formate findet, diese Themen zu verhandeln und damit die zeitgenössische Theaterlandschaft und ihre Produktionsweisen nachhaltig verändert. Zwischen Erinnern und Wiederfinden bringt sie auf beeindruckende Art und Weise politische Kämpfe, emanzipatorische Bewegungen und Schwarze Geschichte und Gegenwart auf die Bühne, wie es in der Szene der Freien Darstellenden Künste einmalig ist“. Ausführliche Jurybegründung lesen… 

Overhead Project werden mit der zweiten Tabori Auszeichnung geehrt. Laut Preisjury wird damit „eine einzigartige Handschrift der Fusion aus Zeitgenössischem Tanz und Zeitgenössischem Zirkus geehrt, mit der eine eigene performative Sprache entsteht, die sowohl für die Etablierung wie auch für die Vermittlung der Formate und ihrer differenzierten Themenwelten einen besonderen Beitrag leistet.“ Die Auszeichnungen sind jeweils mit 15.000 Euro dotiert. Ausführliche Jurybegründung lesen…

Mit der erstmals verliehenen Tabori Auszeichnung für international tätige Künstler*innen wird die moldauische Künstlerin Nicoleta Esinencu wird für ihre Arbeit mit dem Theaterkollektiv teatru-spălătorie geehrt. Die international besetzte Preisjury würdigt damit „eine faszinierende und einzigartige theatralisch-performative Form, die die individuellen Persönlichkeiten der Darsteller*innen und kontroverse politische Themen mit einer treffenden Ästhetik verbindet und unvergessliche Produktionen schafft, die über Grenzen und Publikum hinweg eine besondere Anziehungskraft ausüben.“ Die Tabori Auszeichnung international ist ebenfalls mit 15.000 Euro dotiert. Ausführliche Jurybegründung lesen…

Pressematerial zum Download finden Sie hier.

The two Tabori Awards go to director Simone Dede Ayivi and the company Overhead Project. The jury recognizes Simone Dede Ayivi as an artist „who brings issues to the stage that affect society as a whole and in doing so, finds unique formats to negotiate them, thus permanently changing the contemporary theater landscape and its modes of production. Between remembering and rediscovering, she impressively brings political struggles, emancipatory movements, and Black history and culture to the stage in a way that is unparalleled in the liberal performing arts scene.“ Overhead Project will be honored with the second Tabori Award. According to the award jury, it honors „a signature style in the fusion of contemporary dance and contemporary circus, creating its own performative language that makes a special contribution to both establishing and conveying the respective formats and their differentiated thematic worlds.“ The awards are each endowed with 15,000 euros.

The Tabori Award for Internationally Active Artists, presented for the first time this year, honors Moldovan artist Nicoleta Esinencu for her work with the theater collective teatru-spălătorie. The international award jury recognizes „a fascinating and unique theatrical-performative form that combines the individual personalities of the performers and controversial political issues with an apt aesthetic, creating unforgettable productions that have a special appeal across borders and audiences.“ The Tabori Award International is also endowed with 15,000 euros.

You can find press material for download here.

Tabori Preis 2022 | Tabori Prize 2022

Am 25. Mai 2022 verlieh der Fonds Darstellende Künste zum 13. Mal den Tabori Preis, die bundesweit höchste Auszeichnung für die Freien Darstellenden Künste. Die Preisjury zur Vergabe des Tabori Preises und der Tabori Auszeichnungen bestand in diesem Jahr aus Martina Grohmann (Intendantin Theater Rampe | Kuratoriumsvorsitzende des Fonds), Bettina Masuch (Leiterin tanzhaus nrw), Ilka Schmalbauch (Deutscher Bühnenverein, Vorstandsmitglied des Fonds), Carena Schlewitt (Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum für die Künste, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende des Fonds), Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Universität Hildesheim, Vorstandsvorsitzender des Fonds) und Holger Bergmann (Fonds Darstellende Künste, beratend). Die Jury wählte dabei die Gewinner*innen aus allen Produktionen von Gruppen und Künstler*innen aus, die in den vergangenen 5 Jahren vom Fonds Darstellende Künste ausgewählt und gefördert wurden.

Mit dem Tabori Preis ehrt diese Fachjury damit eine kontinuierliche künstlerische Arbeit mit hoher bundesweiter und internationaler Ausstrahlung, die zudem inhaltlich relevant, und in Format oder ästhetischer Handschrift wegbereitend war und ist.
Der Preis ist mit 25.000 Euro, die zwei Auszeichnungen sind mit je 15.000 Euro dotiert. Mit den Auszeichnungen honoriert die Jury experimentelle Formate von Künstler*innen und Gruppen, die durch ein bedeutendes Upcoming oder durch kontinuierliche Entwicklungen eines eigenständigen ästhetischen Formates überzeugt haben.

2022 vergab der Fonds zudem erstmalig eine dritte internationale Auszeichnung an frei produzierende international agierende und tourende Künstler*innen(-gruppen), die durch eine herausragende Ästhetik und engagierte inhaltliche Arbeiten überzeugen. Die Tabori Auszeichnung international ist ebenfalls mit 15.000 Euro dotiert und wurde von einer internationalen Fachjury bestehend aus Philippe Bischof (Pro Helvetia | Zürich), Dr. Asma Diakité (Goethe Institut | Johannesburg), Marta Keil (Kuratorin, Wissenschaftlerin | Warschau, Utrecht) vergeben.

On May 25, 2022, the Fonds Darstellende Künste awarded the Tabori Prize, the nation’s highest honor for the independent performing arts, for the 13th time. This year, the jury for the Tabori Prize and the Tabori Awards consisted of Bettina Masuch (Director of tanzhaus nrw), Martina Grohmann (artistic director of Theater Rampe | Chair of the Fonds Darstellende Künste Board of Trustees), Carena Schlewitt (Artistic Director of HELLERAU – European Center for the Arts, Deputy Chair of the Fonds’ Board of Trustees), Ilka Schmalbauch (German Stage Association, board member of the Fonds), Prof. Dr. Wolfgang Schneider (University of Hildesheim, Chairman of the Board of the Fonds Darstellende Künste), and Holger Bergmann (Managing Director of the Fonds Darstellende Künste, advisory). The jury selected the winners from all productions by groups and artists that have been selected and supported by the Fonds Darstellende Künste in the past 5 years.

With the Tabori Prize, this jury of experts thus honors a continuous artistic work with a high national and international impact, which was and is also relevant in terms of content and pioneering in terms of format or aesthetic style.
The prize is endowed with 25,000 euros, the two awards with 15,000 euros each. With the awards, the jury honors experimental formats by artists and groups that have impressed with a significant upcoming or continuous development of an independent aesthetic format.

In 2022, for the first time, the Fund also presented a third international award to internationally active and touring artists (groups) who convince through outstanding aesthetics and committed content-related work. The Tabori Award international is also endowed with 15,000 euros and is awarded by an international jury of experts consisting of Philippe Bischof (Pro Helvetia | Zurich), Dr. Asma Diakité (Goethe Institut | Johannesburg), and Marta Keil (curator, researcher | Warsaw, Utrecht).

Tabori Jury

Foto: Stephan Floß

Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste | Dresden

Carena Schlewitt wurde 1961 in Leipzig geboren. Seit 2018 ist sie Intendantin von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden.
Sie war von 2008-2018 Direktorin der Kaserne Basel und Künstlerische Leiterin des internationalen Theaterfestivals Basel (seit 2012). Sie studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin und arbeitete von 1985 bis 1993 an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Sie wirkte als Dramaturgin, Kuratorin und stellvertretende Künstlerische Leiterin an verschiedenen freien Produktionshäusern (Podewil Berlin; FFT Düsseldorf; HAU Berlin) und bei internationalen Festivals (Theater der Welt; HAU Berlin).
Schwerpunkte ihrer Arbeit waren unter anderem die Transformationsprozesse in Ostdeutschland, Osteuropa und China und die Entwicklung des Theaters in Polen, Frankreich und Italien sowie der Live Art und Performance-Kunst. Sie war in diversen Jurys tätig, u.a. für das Festival „Impulse“; für das deutsch-polnische Expertengremium der Kulturstiftung des Bundes sowie für das Programm „Doppelpass“ der Kulturstiftung des Bundes; sie war Mitglied der Fachkommission der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Carena Schlewitt ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, des Sächsischen Kultursenats und Mitglied des Fachbeirats Darstellende Kunst und Musik bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Bettina Masuch, Fonds Darstellende Künste, tanzhaus nrw, AUTONOM
Foto: Katja Illner

Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin des tanzhaus nrw | Düsseldorf

Nach ihrem Studium der Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen arbeitete Bettina Masuch als Dramaturgin unter anderem an der Volksbühne in Berlin, wo sie bei Produktionen von Frank Castorf, Christoph Schlingensief und Rene Pollesch mitwirkte. Am HAU war sie 2003 – 2008 als Kuratorin für Tanz und Performance tätig. Nach Leitungsstellen beim Springdance Festival Utrecht und dem Berliner Tanzfestival Tanz im August übernahm sie im Januar 2014 die Intendanz des tanzhaus nrw in Düsseldorf. Ab Oktober wechselt sie als Künstlerische Leiterin an Festspielhaus St.Pölten.

Foto: Mathias Voelzke

Vorstandsvorsitzender des Fonds

Professor Dr. Wolfgang Schneider war Gründungsdirektor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls „Cultural Policy for the Arts in Development“ (2014 – 2020). Er war der erste Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, Vorsitzender des Theaterbeirates Niedersachsen, Mitglied des Beirates Tanz und Theater des Goethe-Instituts und als Sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages Berichterstatter u.a. für das Kapitel Theater. Er ist Vorsitzender des Fonds Darstellende Künste e.V., persönliches Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, Vertrauensdozent der Friedrich Ebert-Stiftung, Mitglied des Bundesvorstandes des Kulturforums der Sozialdemokratie, Mitglied des Vorstandes der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., Mitglied des Internationalen Theater-Instituts, Mitglied des Rates für darstellende Kunst und Tanz im Deutschen Kulturrat, Ehrenmitglied der ASSITEJ Deutschland und der Schweiz, sowie Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche. 2018 wurde er wegen seines ehrenamtlichen internationalen Engagements vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Theaterpolitik, Herausgeber u.a. von „Theater und Schule. Handbuch zur kulturellen Bildung“ (2009), „Theater und Migration. Herausforderungen für Kulturpolitik und Theaterpraxis“ (2011), „Theater entwickeln und planen. Kulturpolitische Konzeptionen zur Reform der Darstellenden Künste“ (2014), „Theatermachen als Beruf. Hildesheimer Wege“ (zusammen mit Julia Speckmann, 2017); „Partizipation als Programm. Wege ins Theater für Kinder und Jugendliche“ (zusammen mit Anna Eitzeroth, 2017), „Performing the Archive. Studie zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters“ (zusammen mit Henning Fülle und Christine Henniger, 2018), „Theater in der Provinz. Künstlerische Vielfalt und kulturelle Teilhabe als Programm“ (zusammen mit Katharina Schröck und Silvia Stolz, 2019); „Theater in Transformation. Artistic Processes and Cultural Policy in South Africa“ (zusammen mit Lance Lebogang Nawa, 2019).

Foto: Felix Grünschloß

Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Intendantin Theater Rampe | Stuttgart

Martina Grohmann, geboren in Mödling bei Wien, studierte Theaterwissenschaft an der Universität Wien.
Sie begann als Produktionsleiterin beim steirischen herbst 98 und 99. Ab 2000 war sie als Dramaturgin am Staatstheater Kassel, am LTT Tübingen, am Theater Heidelberg, wo sie 2005 bis 2007 die Spielstätte zwinger1 für Autorentheater und Projekte leitete, und am Theater Basel engagiert. Als Gastdramaturgin arbeitete sie außerdem an der Schaubühne Berlin und am Schauspiel Frankfurt.
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Dramatik, Stückentwicklungen sowie interdisziplinären Formaten und Festivals. Seit August 2013 ist sie gemeinsam mit Marie Bues Intendantin des Theater Rampe.

Ilka Schmalbauch, Fonds Darstellende Künste, Deutscher Bühnenverein
Foto: privat

Rechtsanwältin und Leitung Recht/Internationales des Deutschen Bühnenvereins, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands des Fonds

Studium der Rechtswissenschaften, Germanistik und Geschichte an der Universität Regensburg und der Universität zu Köln. Geschäftsführung des Rates für darstellende Kunst und Tanz des Deutschen Kulturrats, Vertretung des Rates für darstellende Kunst und Tanz in den Fachausschüssen Arbeit und Soziales sowie Europa des Deutschen Kulturrats. Mitglied im Ausschuss für Europäische Sozialpolitik der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Stellvertretendes Präsidiumsmitglied im Arbeitgeberverband PEARLE* – Live Performance Europe, Vertretung des Deutschen Bühnenvereins und PEARLE* im Sozialen Dialog der Europäischen Union. Mitautorin der Loseblattsammlung „Bühnen-und Orchesterrecht“. Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Tanz – Transition Zentrum Deutschland sowie im Beirat der Künstlersozialkasse. Ilka Schmalbauch ist stellvertretende Vorsitzende des Fonds Darstellende Künste.

Tabori Jury international

Foto: Federalstudio.com

Direktor Pro Helvetia | Zürich (Schweiz)

Philippe Bischof (1967) ist seit dem 1. November 2017 Direktor der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Nach Studien in Basel begann er seine Laufbahn als Regieassistent am Theater Basel. Anschliessend arbeitete er als Regisseur und Dramaturg im In- und Ausland sowohl an Stadttheatern wie auch in der freien Szene. Parallel dazu war er als Jurymitglied in den Bereichen Tanz und Theater für die Senatskanzlei Berlin tätig. Zudem absolvierte er einen Master of Advanced Studies in Kulturmanagement an der Universität Basel. Von 2008 bis 2011 baute er als Geschäftsführer und künstlerischer Leiter erfolgreich das Kulturzentrum Südpol in Luzern auf. Von 2011 bis 2017 war Philippe Bischof Leiter der Abteilung Kultur des Kantons Basel-Stadt und von 2016-17 Präsident der Konferenz der kantonalen Kulturbeauftragten (KBK). Regelmässig ist er als Dozent für Kulturpolitik und Kulturförderung tätig.

 

Foto: Goethe-Institut / Thabang Radebe

Leiterin der kulturellen Programmarbeit am Goethe-Institut | Johannesburg (Südafrika)

Asma Diakite heads the cultural program department of the Goethe-Institute for Sub-Saharan Africa. After studying theater, film and media studies, philosophy and cultural anthropology in Frankfurt and Cairo, she founded the artist network “Revolution Divine” and did her doctorate on the concept of exuberance in the performing arts. With her team in Johannesburg, she conceptualizes and produces cultural events, creates platforms for discourse and cultural exchange and supports the South African art scene. She is currently working among other things on a discourse series titled Power Talks. Power Talks seeks a critical reflection on the role of European cultural institutions in Africa.

 

Foto: Danuta Keil

Curator, dramaturge and researcher | Warsaw (Poland), Utrecht (Netherlands)

Marta Keil lives and works between Warsaw and Utrecht. Her curatorial and research practice is focused on processes of instituting and on redefining modes of working transnationally in the performing arts field. She is member of the InSzPer collective in Warsaw. At the moment she curates transnational project Breaking the Spell, focused on feminist performing art practices. In October 2021, she curated Forecast. A School of Thinking-With for Dublin Theatre Festival. In 2020, In 2020, she co-instigated the international, multigenerational performative project Grand Re Union which reflected current choreographic practices. Between 2019 and 2021 she cooperated as facilitator with RESHAPE project, which searched for new transnational working methods in the arts field. She often works in tandem with Grzegorz Reske (ResKeil), together with Tim Etchells they curated together the Common Ground season at Komuna Warszawa (2020), did the performance “Sunny Sunday” with Lina Majdalanie and Rabih Mroué (2020) and recently, they co-curate the NorthEastSouthWest project in Dresden (2021-2022). In 2021, upon the invitation of IETM and together with On the Move, she co-authored a research document on strategies and methods against gender based violence in the European culture institutions. Marta is also guest teacher at the Jagiellonian University in Kraków. She edited several books, including: Choreography: strategies (together with Joanna Leśnierowska, 2021) and Reclaiming the Obvious: On the Institution of the Festival (2017). Holds PhD in Culture Studies.