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#takecare

VORHABEN ZUR FÖRDERUNG AUSGEWÄHLT

Der Fond Darstellende Künste reagierte kurzfristig auf die bundesweiten Ausfälle von Aufführungen, Proben und Premieren mit einer Anpassung seiner Förderung. Mit dieser ersten Fördermaßnahme passte der Fonds seine Initialförderung an und nahm zunächst von Einkünfteausfällen1 betroffene frei produzierende Künstler*innen, die in den letzten zehn Jahren durch den Fonds gefördert wurden, in den Blick.

Das Kuratorium des Fonds Darstellende Künste hat rund 100 Vorhaben zur Förderung ausgewählt. Die komplette Liste der Künstler*innen/ -gruppen und ihrer Vorhaben finden Sie hier.

DAS PROGRAMM #takecare

Nach der Absage von vielen Theatervorstellungen – für die Zeiträume 12. März bis 30. Juni 2020 – setzten Vorstand und Geschäftsführung des Fonds Darstellende Künste ein erstes Zeichen der bundesweiten Verantwortung für die freischaffenden Künstler*innen: #takecare ist eine Anpassung des Initialprogramms und möchte honorierte künstlerische Tätigkeiten unter den derzeitig geltenden Rahmenbedingungen schaffen.

Um bundesweit eine schnelle Förderung für die freischaffenden Darstellenden Künste zu ermöglichen, schrieb der Fonds ein #takecare-Initialprogramm als Anpassung der bestehenden Initialförderung aus. Eine solche Förderung mit einfachen Zugängen sollte kurzfristig zumindest einem Teil der freischaffenden darstellenden Künstler*innen eine Alternative zu abgesagten Beschäftigungen bieten. Die antragstellenden Künstler*innen müssen in den letzten zehn Jahren künstlerisch in einer vom Fonds geförderten Produktion mitgewirkt haben und dies über die Nennung der geförderten Produktion und ihre Beteiligung an dem/den geförderten Vorhaben nachweisen. Die Anträge dürfen höchstens 10% Sachausgaben beinhalten und sind zu mind. 90% als Honorar(e) zu planen. Die Antragssumme betrug maximal 5.000,00 Euro und orientierte sich zudem in der Höhe an nachweisbaren Einnahmeausfällen. Diese konnten durch Verträge, Förderzusagen, fixierte Planungen und deren Absagen durch Koproduktionspartner*innen, Ensembleleitungen oder andere Absageschreiben nachgewiesen werden.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

Für die in #takecare geförderten Vorhaben stehen die künstlerische Idee sowie die ergebnisoffene und produktionsunabhängige Beschäftigung im Mittelpunkt. Hervorgehoben werden inhaltlich-explorative Vorhaben, wie Recherchen zur Generierung von Inhalten und zukünftigen Konzeptentwicklungen sowie alle Tätigkeiten, die auf die Stabilisierung der künstlerischen Aktivitäten ausgerichtet sind, wie die nachbereitende Archivierung der künstlerischen Tätigkeiten, Neuausrichtung von verschobenen Vorhaben und ggf. vorbereitende Gastspielakquise. Im Sinne der Eindämmungsmaßnahmen der Pandemie darf es sich nicht um öffentliche Produktions-, Proben- oder Gastspieltätigkeiten handeln. Jeder Kommunikationsweg ist unter den geltenden Kontaktregeln in „physical distance“,  z. B. digital, herzustellen.

Die #takecare-Vorhaben sollen ihre Ergebnisse auch im diskursiven Zusammenhang der Freien Darstellenden Künste in der Bundesrepublik aufzeigen, sie müssen dokumentiert und als Erfahrungsberichte in einem Blog oder Social Media Kanal des Fonds unter #takecare in Teilen öffentlich zugänglich gemacht werden.

ERMÖGLICHUNG VON #takecare

Für dieses Programm stellte der Fonds Darstellende Künste vorerst eine viertel Million Euro zur Verfügung und plädiert für eine Erhöhung der Zuwendung an den Fonds, damit diese Förderung auch für bislang nicht durch den Fonds Darstellende Künste geförderte – aber dennoch bundesweit wirkende – Künstler*innen der Darstellenden Künste ermöglicht werden kann. Die Pandemie erfordert möglicherweise auch eine zweite oder dritte Vergaberunde von #takecare-Vorhaben.

Wir freuen uns explizit über weitere Fördereinrichtungen und Initiativen, die ebenfalls nach ähnlichem Muster #takecare-Vorhaben realisieren möchten und stellen gerne Knowhow, Formulare und Informationen zur Verfügung.

WEITERE UNTERSTÜTZUNG

Der Theaterverlag spendet 2.500 € an die #takecare-Initiative des Fonds Darstellende Künste, um damit die Förderung von Vorhaben freier darstellender Künstler*innen, die in Zeiten der Corona-Krise von Einnahmeausfällen betroffen sind, zu realisieren. Mit jedem neu abgeschlossenen Online-Jahres-Abo von Theater heute, Opernwelt und Tanz gehen bis auf weiteres 50 € an den Fonds. Sobald mehr als 50 neue Abos abgeschlossenen sind, spendet der Verlag wieder 2.500 €.

www.der-theaterverlag.de

Der Theaterverlag; #takecare

Darüber hinaus gab es weitere Einzelspenden, die halfen, die 100 Projekte zu fördern. Wir bedanken uns bei den Spender*innen Barbara Lambrecht-Schadeberg und Dr. Andreas Freisfeld für die Unterstützung.

1 Einkünfteausfälle durch Eindämmungsmaßnahmen der Pandemie durch Covid-19