Kuratorium

Das Kuratorium ist neben der Mitgliederversammlung und dem Vorstand das dritte konstituierende Organ des Fonds Darstellende Künste. Es setzt sich zusammen aus den – von der Mitgliederversammlung gewählten – Vertreter*innen von Kulturinstitutionen, Produktionshäusern, Festivals, Verbänden und Künstler*innen und wählt in der Regel viermal jährlich aus den eingereichten Anträgen bundesweit bedeutende und bemerkenswerte Vorhaben, Einzelprojekte und Projektkonzeptionen aus, die durch Mittel der Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien befördert werden.

Insgesamt besteht das Kuratorium aus 22 Fachleuten. Es setzt sich aus 17 stimmberechtigen Kuratoriumsmitgliedern, einer Vertreterin der BKM, des Vorstands sowie der Geschäftsführung zusammen.
Die stimmberechtigen Mitglieder werden von den Mitgliedsverbänden vorgeschlagen und auf drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Sie tragen in den Kuratoriumssitzungen die Entscheidungen.

Zum Entscheid über die Vielzahl der #TakeThat-Förderprogramme wurden der Fonds Darstellende Künste und das Kuratorium des Fonds von weiteren Juror*innen unterstützt, die aufgrund ihrer Fachexpertise in die jeweiligen Jurys berufen worden sind. Dank ihrer Mitarbeit konnten die umfangreichen Förderungen zeitnah auf den Weg gebracht werden.

Kuratoriumsmitglieder

Katja Assmann, ZKR, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: privat

Leiterin des Zentrums für Kunst und öffentlichen Raum | Berlin

Katja Aßmann wurde 2016 von der Grün Berlin GmbH als Künstlerische Leiterin für das ZKR – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum berufen und war von 2012 – 2017 Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr. Nach ihrem Studium der Architektur und Kunstgeschichte arbeitete Aßmann federführend an der internationalen Bauausstellung Emscher Park. Neben kuratorischen Tätigkeiten arbeitete sie an interdisziplinären Kunstproduktionen und Ausstellungen zu den Themen Kunst und Architektur. Sie war u.a. Co-Kuratorin der Kunsttriennale Emscherkunst, des Stadtprojektes This is not Detroit und der Theaterfahrt Truck Tracks Ruhr, sie kuratierte die Lichtkunst-Ausstellung Urban Lights und schuf jährlich große Public Art-Installationen zu Ruhrtriennale. Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 war sie Programmleiterin für den Bereich Bildende Kunst und Architektur und Geschäftsführerin der Landesinitiative StadtBauKultur NRW.

Irina Barca_c_privat_web

Dramaturgin, Kuratorin Festival Augenblick mal! | Düsseldorf

Irina Bârcă ist Dramaturgin am FFT Düsseldorf mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater. Geboren und aufgewachsen in Sibiu, Rumänien, hat sie Schauspiel in Bukarest und Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück studiert. 2014 – 2017 war sie Theaterpädagogin am Theater an der Parkaue. Sie entwickelt, realisiert und kuratiert Theaterprojekte hauptsächlich mit und für Kinder und Jugendliche. Am FFT beschäftigt sie sich u.a. mit Formaten der Kooperation und der Begegnung von Theater, Schule und Künstler*innen und dem Theater der Digital Natives. Sie ist Teil verschiedener Jurys und kuratiert das Festival Augenblick mal! 2021.

Fonds Darstellende Künste, Christine Bossert, #TakeThat
Foto: Ingrid Theis

Künstlerische Betriebsdirektorin Bad Hersfelder Festspiele, Regisseurin, Dramaturgin, Dozentin, Kuratoriumsmitglied des Fonds | Bad Hersfeld, Hessen

Nach der Schauspielausbildung in München und vielen Jahren auf der Bühne u.a.: Württembergische Landesbühne Esslingen, Prinzregententheater München, Komödie Kassel, Tribüne Berlin, bei Rundfunk und Fernsehen, nahm die Liebe zur Regie und zur Leitung eigener Projekte überhand.

Stationen als Regieassistentin und Spielleiterin an verschiedenen Opernhäusern u.a.: Staatsoper Stuttgart, Theater Nordhausen, Wilhelma-Theater, Stuttgart.
2009 Gründung des Seniorentheaters „Die Silberdisteln“ am Theater Nordhausen.
Seit 2010 ist sie freischaffende Regisseurin und Dozentin. Inszenierungen u.a.: Studio Theater, Stuttgart, Burgfestspiele Freudenberg, Theater Nordhausen, OST-freie Szene im Depot, Stuttgart.

Als Dozentin u.a.: Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Stuttgart; Junge Akademie Stuttgart; Workshops und Seminare für Firmen, Theater und Vereine.

2013 Gründung des Theaterlabels WIR.Jetzt!. Für dieses spartenübergreifende Theaterlabel entstanden bisher fünf Produktionen.
2018 entstand das preisgekrönte Musiktheaterprojekt „Der fliegende Holländer“ für das Klang!Festival in Bielefeld.
2015 schrieb Christine Bossert ihr erstes Theaterstück “Talk Talk – Reise ohne Flucht“, eine Bearbeitung des Romans Talk Talk von T.C.Boyle.
In der Spielzeit 2015/16 war sie Künstlerische Leiterin des Theaterhaus TiG 7 in Mannheim.
In der Spielzeit 2017/18 inszeniert sie u.a. bei Theater und Philharmonie Altenburg/ Gera, den Uckermärkischen Bühnen Schwedt, dem Theater Oliv und dem Theater Felina Areal in Mannheim.
In der Spielzeit 2018/19 folgten Inszenierungen u.a.: für das Fitz! Stuttgart und die Uckermärkischen Bühnen Schwedt.
Seit 2019 Kuratorin für den Fonds Darstellende Künste.
2020 war Christine Bossert Projektleiterin und Dramaturgin für das Projekt „Stadtgeschichten“ an der Badischen Landesbühne.
Mit dem Theaterlabel WIR.Jetzt! folgt in der Spielzeit 2020/21 die ÖEA des Monologs „Die Frau, die in einen Baum verwandelt wurde“ für das theater prAEsent in Innsbruck.
Als Regisseurin folgt 2020/21 an den Landesbühnen Radebeul die Inszenierung „Zuhause bin ich Darling“.
Ab Februar 2021 ist Christine Bossert Künstlerische Betriebsdirektorin der Bad Hersfelder Festspiele.

Fonds Darstellende Künste, Fatima Çalışkan, #TakeThat
Foto: Rabia Çalışkan

Freie Künstlerin und Kuratorin | Berlin

Fatima Çalışkan ist freie Künstlerin und Kuratorin. Sie konzipiert und leitet spartenübergreifende Programme und Formate für die freie(n) Szene(n). In ihrer künstlerischen Arbeit entwickelt sie politische Positionen und Inhalte zum Verhältnis von Biografie und Zugehörigkeit, Widerständigkeit und Arbeit. Stationen sind u.a. in 2017/18 als Künstlerische Leiterin der “Beethoven Experience” für die Bochumer Symphoniker, in 2019 als Projektleiterin des europaweiten Theaterprojekts “europefiction”, Co-Kuratorin der Ausstellung „Das Queerfeministische Wir“ als Special zum Filmfestival Münster 2019, gemeinsam mit Nesrin Tanç Kuration der Ausstellung zum Jubiläumsjahr des Schriftstellers Fakir Baykurt – die Arbeit ist kontinuierlich im Fritz-Hüser-Institut in Dortmund zu finden. Sie ist Teil von Salon der Perspektiven, ein Kollektiv für kritische Perspektiven in der Kulturarbeit und Mitherausgeberin des Magazins „YallahSalon“. Überzeugt von der solidarischen Wirkkraft kollektiver Wissensvermittlung berät und begleitet sie seit 2019 Förderprojekte im Auftrag des Förderfonds Interkultur Ruhr und veröffentlicht regelmäßig Dokumentationen und Broschüren für das Programm. Seit 2020 co-leitet sie die Beratungsstelle des Performing Arts Programm Berlin und ist im Vorstand von FUMA Fachstelle Gender und Diversität. Geboren 1990 als erstes von fünf Kindern einer Arbeiter*innenfamilie am Rande des Ruhrgebiets studierte sie im Zentrum an der Ruhr-Universität Bochum verschiedene Disziplinen der Geisteswissenschaften und machte ihren Abschluss in Kulturanthropologie und Technikphilosophie. Sie war Studienstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung und hatte Bildungsaufenthalte in Paris und Neu-Delhi.

Martina Grohmann, Theater Rampe, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Felix Grünschloß

Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Intendantin Theater Rampe | Stuttgart

Martina Grohmann, geboren in Mödling bei Wien, studierte Theaterwissenschaft an der Universität Wien.
Sie begann als Produktionsleiterin beim steirischen herbst 98 und 99. Ab 2000 war sie als Dramaturgin am Staatstheater Kassel, am LTT Tübingen, am Theater Heidelberg, wo sie 2005 bis 2007 die Spielstätte zwinger1 für Autorentheater und Projekte leitete, und am Theater Basel engagiert. Als Gastdramaturgin arbeitete sie außerdem an der Schaubühne Berlin und am Schauspiel Frankfurt.
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Dramatik, Stückentwicklungen sowie interdisziplinären Formaten und Festivals. Seit August 2013 ist sie gemeinsam mit Marie Bues Intendantin des Theater Rampe.

Joy Kristin Kalu, Fonds Darstellende Künste
Foto: Dorothea Tuch

Dramaturgin und Theaterwissenschaftlerin | Berlin

Joy Kristin Kalu ist promovierte Theaterwissenschaftlerin und Amerikanistin und arbeitet zurzeit als leitende Dramaturgin für Theater und Performance an den Berliner Sophiensælen. Dort kuratierte sie die Festivals Save your Soul (2018), Freischwimmer*innen (2019), Risk & Resilience (2020), und konzipiert und moderiert die fortlaufende Diskursreihe Politics of Love. Repräsentation in Theater und Gesellschaft. Ihr Buch Ästhetik der Wiederholung. Die US-amerikanische Neo-Avantgarde und ihre Performances erschien 2013 (transcript). Sie ist Mit-Herausgeberin der Bände Theater als Intervention, Politiken ästhetischer Praxis (Theater der Zeit 2015) und Kunst und Alltag (De Gruyter 2017).
Joy Kristin Kalu hat an der Freien Universität Berlin und der New York University geforscht und gelehrt und an verschiedenen Kulturinstitutionen in Deutschland und den USA gearbeitet, u.a. bei der Actors’ Gang in Los Angeles, an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, bei der New Yorker Wooster Group und den Kunst-Werken Berlin.
Sie gehörte zuletzt u.a. der Jury des Forced Entertainment Award (2018), des Stückemarkts des Berliner Theatertreffens (2018) und dem Beirat des Impulse Theaterfestivals 2017 an. Seit 2019 unterrichtet sie in der Abteilung Regie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

Julian Kamphausen, Hauptsache frei, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Performing Arts Programm / Dorothea Tuch

Küntslerische Leitung Prater Digital, Dramaturg, Regisseur | Hamburg, Berlin

Geboren 1975, begann er 1994 in unterschiedlichen Funktionen hauptsächlich in den darstellenden Künsten zu arbeiten. Am Anfang hat er viel in Staats- und Stadttheatern gelernt und arbeitet seit 2003 selbständig als Autor, Kurator, Dramaturg und Regisseur. Hier hat er besonders viel Erfahrung als Regisseur von Galen und Charity-Veranstaltungen gesammelt, die wichtige Inhalte und große Unterhaltung miteinander präsentieren. 2013 hat er für das Performing Arts Programm Berlin (PAP) den Branchentreff der Freien Darstellenden Künste Berlin mitkonzipiert und zusammen mit anderen bis 2017 geleitet. Für das PAP konzipiert er auch weiterhin Fachtagungen, die spezifische Themen für ein professionelles Publikum vertiefen.
2016 hat er für das PAP zusammen mit der re:publica die Performersion gegründet, ein Format für Kooperationen der digitalen und der darstellenden Künste, das er seitdem auch mit einem inzwischen internationalen Fokus fortführt.
Die kuratorische Arbeit an der Schnittstille zwischen digitalen und analogen Künsten setzt er in Laborformaten für die Technologiestiftung Berlin u.a. oder als Mitglied des Culture Track Teams der re:publica um. Vermittelnd arbeitet er in diesem Spannungsfeld auch als Beiratsmitglied der bbw – University for Applied Sciences, des Berlinforums der Stiftung Zukunft Berlin, als Speaker oder Workshopgeber.

Florian Malzacher, #TakeThat, Fonds Darstellende Künste
Foto: Wolfgang Silveri

freier Kurator, Dramaturg, Autor | Berlin

Florian Malzacher ist freier Kurator, Dramaturg und Autor. 2012 – 2017 war er künstlerischer Leiter des Impulse Theater Festivals, 2006 – 2012 leitender Dramaturg/Kurator des Festivals steirischer herbst in Graz. Als Dramatug arbeitete er u.a. mit Rimini Protokoll, Lola Arias (ARG), Mariano Pensotti (ARG), Tania Bruguera (CUB) oder dem Theater of Oklahoma (USA). Er hat zahlreiche Bücher über das Kuratieren performativer Künste, postdramatische Theatergruppen und politisches Theater (mit)herausgegeben. Zuletzt erschien seine Publikation Gesellschaftsspiele. Politisches Theater heute (Alexander Verlag, 2020).

Bettina Masuch, Fonds Darstellende Künste, tanzhaus nrw, AUTONOM
Foto: Katja Illner

Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin des tanzhaus nrw | Düsseldorf

Nach ihrem Studium der Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen arbeitete Bettina Masuch als Dramaturgin unter anderem an der Volksbühne in Berlin, wo sie bei Produktionen von Frank Castorf, Christoph Schlingensief und Rene Pollesch mitwirkte. Am HAU war sie 2003 – 2008 als Kuratorin für Tanz und Performance tätig. Nach Leitungsstellen beim Springdance Festival Utrecht und dem Berliner Tanzfestival Tanz im August übernahm sie im Januar 2014 die Intendanz des tanzhaus nrw in Düsseldorf.

Anke Politz, #TakeThat, FondsDarstellende Künste
Foto: Kooné

Künstlerische Leiterin & Geschäftsführerin CHAMÄLEON Productions | Berlin

Seit 2004 ist Anke Politz im CHAMÄLEON Theater tätig und übernahm 2007 die Direktion und 2011 die künstlerische Leitung des Hauses sowie die Geschäftsführung der CHAMÄLEON Productions. Mit ihrer Arbeit zeigt sie auf, dass ein kommerzieller Theaterbetrieb und eine künstlerisch programmatische Ausrichtung durchaus erfolgreich miteinander kombinierbar sind. Unter ihrer künstlerischen Leitung wurde das CHAMÄLEON zu einem Vorreiter für den internationalen und deutschen Neuen Zirkus.
Die Entwicklung, Vernetzung und Professionalisierung des zeitgenössischen Zirkus liegt Anke Politz besonders am Herzen. Sie engagiert sich aktiv im Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus, ist Mitverfasserin des „Manifests für zeitgenössischen Circus“ und Initiatorin internationaler Veranstalter*innenformate wie der MICC Commissioning Circus AG, ein transnationales Konsortium, das neue Stücke beauftragt und produziert. Mit der hauseigenen Residenzreihe oder der open stage Plattform „OFF NIGHT“ möchte sie weitere Impulse setzen, um das künstlerische Schaffen im Neuen Zirkus lokal zu stärken und inhaltlich voran zu bringen.

Aenne Quinones, HAU Hebbel am Ufer, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Doro Tuch

Kuratorin, Dramaturgin, Autorin, seit 2012 stellv. künstlerische Leiterin des HAU Hebbel am Ufer | Berlin.

Nach ihrem Studium an der Humboldt Universität zu Berlin arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Künste der DDR. 1996 war sie Mitbegründerin und bis 2003 Kuratorin des Theaterfestivals „reich & berühmt“. Von 1997 bis 2002 leitete sie den Bereich Theater/Performance im Podewil, Zentrum für aktuelle Künste in Berlin. Hier realisierte sie diverse Koproduktionen, Gastspiele und internationale Festivals, u.a. 1997 das Festival „Live Art – New theatre for the 90s“ mit jungen britischen Performer*innen.
An der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz arbeitete sie von 2002 bis 2011, hier v.a. als Kuratorin für die Volksbühne im Prater. 2010 und 2012 war sie künstlerische Leiterin des Theaterfestivals »Favoriten« in Dortmund und während der Spielzeit 2011/2012 Dramaturgin am Residenztheater München.
Diverse Veröffentlichungen, u.a.: René Pollesch, „Liebe ist kälter als das Kapital“, Hamburg 2009 und Postdramatisches Theater in Portraits/Gob Squad „What are you looking at?“, Berlin 2020.

Martin Schäfer
Foto: privat

Hochschullehrer für Literaturwissenschaft und Theaterforschung | Hamburg

Martin Jörg Schäfer lehrt seit 2014 Theaterforschung an der Universität Hamburg. Er forscht derzeit zu prozessual und gemeinsam generierten Textformen in Theater und Performance der Gegenwart, außerdem zu Theater- und Performancemanuskripten im Zeichen der Digitalisierung. 2014-2021 Ko-Leitung des MA Performance Studies der Universität Hamburg. 2014 Mitorganisation des von der geheimagentur initiierten Kongresses „The Art of Being Many“ auf Kampnagel. Seit 2015 Mitkurator der „DachSalon“-Gesprächsreihe über Theater und Politik am Hamburger Schauspielhaus. Für die Saisons 2016/17 bis 2019/20 Mitglied der Jury der Hamburger Behörde für Kultur und Medien für die Förderung von Projekten der Freien Darstellenden Künste in der Sparte Sprechtheater/Musiktheater/Performance sowie in der übergreifenden Nachwuchs- und Konzeptionsförderung. 2017 Leitungsteam der Jahrestagung von Performance Studies international „OverFlow“ auf Kampnagel im Rahmen von „Theater der Welt“. Seit 2020 Mitglied der Jury für den Start Off-Preis des Lichthof Theaters und der Hamburgischen Kulturstiftung. 

Carena Schlewitt, Hellerau, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Eleni Kougionis

Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste | Dresden

Carena Schlewitt wurde 1961 in Leipzig geboren. Seit 2018 ist sie Intendantin von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden.
Sie war von 2008-2018 Direktorin der Kaserne Basel und Künstlerische Leiterin des internationalen Theaterfestivals Basel (seit 2012). Sie studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin und arbeitete von 1985 bis 1993 an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Sie wirkte als Dramaturgin, Kuratorin und stellvertretende Künstlerische Leiterin an verschiedenen freien Produktionshäusern (Podewil Berlin; FFT Düsseldorf; HAU Berlin) und bei internationalen Festivals (Theater der Welt; HAU Berlin).
Schwerpunkte ihrer Arbeit waren unter anderem die Transformationsprozesse in Ostdeutschland, Osteuropa und China und die Entwicklung des Theaters in Polen, Frankreich und Italien sowie der Live Art und Performance-Kunst. Sie war in diversen Jurys tätig, u.a. für das Festival „Impulse“; für das deutsch-polnische Expertengremium der Kulturstiftung des Bundes sowie für das Programm „Doppelpass“ der Kulturstiftung des Bundes; sie war Mitglied der Fachkommission der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Felizitas Stilleke, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Niklas Vogt

Freie Dramaturgin, Kuratorin | Berlin, Amsterdam

Nach dem Studium der Germanistik/Erziehungswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum war Felizitas Stilleke als Dramaturgin am Wolfgang Borchert Theater in Münster tätig. Anschließend machte sie ihren Master in Kulturpoetik an der Wilhelms-Universität Münster. Von 2010 bis 2012 war sie Dramaturgin und Ko-Leiterin am Theater der Keller in Köln und positionierte einen Spielplan der Neuen Dramatik im Kontext des traditionellen Privattheatergeschehens und setzte auf die Vernetzung mit lokalen Künstler*innen. 2013 arbeitete sie als Produktionsleiterin und Dramaturgin am Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim, spezialisiert auf Stadtraumprojekte (verantwortlich u.a. für das Festival MOMENTANINDUSTRIE und 54. Stadt).
Im gleichen Jahr übernahm Stilleke gemeinsam mit Johanna-Yasirra Kluhs die Künstlerische Leitung der FAVORITEN 2014, welches sich in Dortmund als Theaterfestival der Freien Szene NRWs an der Schnittstelle interdisziplinären Produzierens zur Bildenden Kunst präsentierte und im ehemaligen Museum am Ostwall ein temporäres Künstlerhaus eröffnete.
Seit 2015 ist sie als freiberufliche Produktionsdramaturgin in NRW/Berlin tätig und arbeitet künstlerisch-inhaltlich verbunden u.a. mit SEE!, Drama Köln e.V., Ben J. Riepe und subbotnik zusammen. 2016 nahm sie mit einem Stipendium des Goethe-Instituts am Internationalen Forum im Rahmen des Theatertreffens in Berlin teil und wurde im selben Jahr ins Kuratorium des Fonds Darstellende Künste ernannt. 2017 war sie als Festivaldramaturgin für die Ausgabe des Impulse Theater Festivals 2017 in Köln, unter der künstlerischen Leitung von Florian Malzacher tätig und kuratierte zudem das Programm des BUNDESFORUM 2017. Anschließend wurde sie zwei Mal als Residenzkünstlerin im Rahmen der bangaloREsidency vom Goethe-Institut nach Indien eingeladen, wo sie die soziale Praxis des Kuratierens untersuchte. 2018 und 2019 war sie verantwortlich für die Nachwuchsplattform INTRODUCING im Rahmen des PAF Berlin sowie für die Diskursreihe UNLEARNING im Rahmen des Theatertreffens 2018. 2018/19 studierte Stilleke bei DAS THEATRE in Amsterdam „Expended Curation“. Sie ist Teil des künstlerischen Beirats der Kunststiftung NRW und aktiv bei DIE VIELEN e.V.. Seit 2019 leitet sie den Branchentreff der freien Darstellenden Künste vom PAP Berlin.

Hans-Joachim Wagner, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium, Nürnberg 2025
Foto: Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach

Vorsitzender des Kuratoriums, Kulturwissenschaftler, Kurator, Autor, Musikdramaturg | Düsseldorf, Köln, Nürnberg

Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner (Jahrgang 1961) ist nach einem Studium der Musikwissenschaft, Deutschen Philologie und Kunstgeschichte als Kulturmanager, Kurator, Wissenschaftler und Autor tätig. Er arbeitete zuletzt als Fachbereichsleiter für Musik und darstellende Künste bei der Kunststiftung NRW in Düsseldorf. Wagner war an den Opernhäusern in Koblenz und Köln als Produktionsdramaturg, persönlicher Referent des Intendanten und Mitarbeiter der Operndirektion tätig. Von 2002 bis 2006 arbeitete er als Musikreferent im Kulturamt der Stadt Köln und übernahm bei der Bewerbung der Stadt Köln um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010 die Koordination des Bereichs Musik.
In Köln kuratierte er das kulturelle Rahmenprogramm zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006, war künstlerischer Leiter des Festivals „Feste Musicali“ und des Kinder- und Jugendmusikfestivals „Stadt Klang Fluss“. Seit geraumer Zeit gilt sein besonderes Interesse dem zeitgenössischen Tanz und Theater, der Diversität kultureller Praxis und ihrer Sichtbarmachung.
Seit 2. Januar 2018 ist der Wissenschaftler und Kulturmanager Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner Leiter des Büros für die Bewerbung Nürnbergs um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2025.

Stephan Wunsch, Rosenfisch, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Vera Wunsch

Puppenspieler, Figurenbildner, Regisseur, Ko-Leiter das Theaters Rosenfisch | Aachen

Stephan Wunsch ist Puppenspieler, Figurenbildner und Regisseur. Er studierte Philosophie und Germanistik in Aachen und belegte Seminare in Figurenspiel und Figurenbau auf Hof Lebherz. 2003 gründete er die Bühne theater rosenfisch. Seitdem produziert er zahlreiche Inszenierungen für Kinder und Erwachsene; außerdem Regiearbeiten, Figurenbau und Bühnenmusik für andere Bühnen.
Neben dieser Tätigkeit ist er Teil der Redaktion von ‚Das andere Theater‘, die offizielle Zeitschrift des UNIMA-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland e.V., die zwei Mal jährlich erscheint.

Jonas Zipf, JenaKultur, #TakeThat, GLOBALVILLAGE PROJECTS, Fonds Darstellende Künste
Foto: Tina Peißker

Leiter JenaKultur, Regisseur, Kurator, Dramaturg, Lehrbeauftragter | Jena

Gebürtiger Odenwälder, Jahrgang 1982. Studium der Psychologie in Berlin und Paris sowie der Sprech- und Musiktheaterregie an der Theaterakademie „August Everding“ in München. Promotion (laufend) „Der laufende Wolkenkratzer“ bei Friedrich von Borries, HfBK Hamburg. Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Gabriele-Oehmisch-Stiftung und der Akademie Musiktheater Heute der Deutschen Bank Stiftung.

Als freier Dramaturg arbeitete er für eine Vielzahl von Produktionen in In- und Ausland (u.a. Kampnagel, Schaubühne, Schauspielhaus Zürich, Theater Basel, Alfortville Paris). Als Gründer, Regisseur und Dramaturg entwickelte er mit der freien Gruppe O-Team eine Reihe von ortsbezogenen Produktionen (u.a. „HermannSchlachten“ in den Stuttgarter Wagenhallen, „Blaupause“ im ehemaligen Redaktionsgebäude der Süddeutschen Zeitung oder „Kirschgärten“ auf dem Hofgut Oberfeld Darmstadt) sowie zuletzt „Flüchtlinge“ am Thalia Theater Hamburg.
Von 2011 bis 2013 war er leitender Dramaturg/Mitglied der künstlerischen Leitung am Theaterhaus Jena und in der Spielzeit 2014/2015 Schauspieldirektor am Staatstheater Darmstadt. Er arbeitete als Festival-Kurator und -Dramaturg (Rodeo-Festival München, Datterich-Festival Darmstadt, Wiesbaden Biennale) und Lehrbeauftragter (LMU und HfMT München, HfMT Leipzig, TU Darmstadt, JGU und HfMT Frankfurt, JGU Mainz, EAH und FSU Jena). Seit Juli 2016 leitet er JenaKultur (Eigenbetrieb der Stadt Jena).

Weitere Jurymitglieder

Bodo Birk, Erlangen, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Erich Malter

Leiter Internationales Figurentheaterfestival Erlangen, Comic-Salon, Poetenfest | Erlangen |

Jury: #TakeAction | Figuren- und Objekttheater

Bodo Birk leitet die Abteilung „Festivals und Programme“ im Kulturamt der Stadt Erlangen und ist stellvertretender Amtsleiter. Mit seinem Team ist er unter anderem für das Internationale Figurentheater-Festival Erlangen, den Internationalen Comic-Salon Erlangen und das Erlanger Poetenfest verantwortlich. Das Internationale Figurentheater-Festival zeichnet sich durch seinen spartenübergreifenden Ansatz aus, der zeitgenössisches Puppenspiel, Objekttheater und Bildertheater ebenso umfasst wie Tanz, Performance und den Einsatz neuer Medien und interaktiver Technologien. Geboren 1968 in Nürnberg, studierte Bodo Birk Theater- und Medienwissenschaft, Germanistik und Politikwissenschaft in Erlangen und Wien. Er war Mitbegründer des Studententheater-Festivals ARENA und verantwortete nach dem Studium einige Jahre die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Theater Erlangen, bevor er ins Kulturamt wechselte. Von 2014 bis 2017 war Bodo Birk Mitglied des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste, seit 2004 ist er Jurymitglied des Max und Moritz-Preises.

Amelie_Deuflhard; Kampnagel Hamburg; Fonds Darstellende Künste; #TakeThat
Foto: Marcelo Hernandez

Intendantin Kampnagel | Hamburg

Jury: #TakePlace

Amelie Deuflhard war von 2000 bis 2007 künstlerische Leiterin der Sophiensæle (Berlin). 2004/05 war sie Teil der Künstlerischen Leitung von „Volkspalast“, einer festivalartigen Bespielung des dekonstruierten Palastes der Republik. Seit 2007 ist sie Intendantin von Kampnagel (Hamburg), Europas größtem Produktionszentrum für die Freien Darstellenden Künste. Mit EcoFavela Lampedusa Nord initiierte sie 2014 einen Lebens- und Aktionsraum für Geflüchtete. Das Projekt hat auf Kampnagel seine Verlängerung in dem preisgekrönten Begegnungsort Migrantpolitan gefunden. Amelie Deuflhard war Teil des Viererkuratoriums von Theater der Welt 2017. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen und hat regelmäßig Lehraufträge an Hochschulen inne. Für ihr Schaffen wurde sie 2012 mit dem Caroline-Neuber Preis und 2013 mit den Insignien des Chevaliers des Arts et Lettres ausgezeichnet. 2018 erhielt sie die Auszeichnung Europäische Kulturmanagerin des Jahres.

Fonds Darstellende Künste, Jenny Flügge, #TakeThat
Foto: Thomas Müller

Dramaturgin, Mitarbeiterin ASSITEJ | Frankfurt am Main

Jury: #TakeAction | Theater für junges Publikum

Jenny Flügge, geboren 1977, studierte in Frankfurt am Main Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Amerikanistik und war Mitbegründerin des japanischen Filmfestivals Nippon Connection. Nach Assistenzen an der Oper Frankfurt und bei spielzeiteuropa (Berliner Festspiele) war sie am Staatsschauspiel Dresden als Regieassistentin beschäftigt. Von 2009 bis 2011 war sie am Theater Heidelberg die Organisatorin des Heidelberger Stückemarkts und künstlerische Produktionsleiterin von „Familienbande“, einer zweijährigen Theaterpartnerschaft mit dem Teatron Beit Lessin, Tel Aviv im Rahmen des Fonds Wanderlust der Kulturstiftung des Bundes. Am Staatstheater Karlsruhe betreute sie 2011/12 u.a. die Reihe „Gastspiel freie Szene“, die Europäischen Kulturtage, die Händel Festspiele, ein Dramatiker*innen-Festival sowie ein Stadtprojekt. In der Spielzeit 2012/13 arbeitete sie als freie Produktionsleiterin u.a. für die Uraufführung von „Stadt der 1000 Feuer“ (textXTND / Künstlerhaus Mousonturm / Musiktheater im Revier Gelsenkirchen), an der Jungen Oper Stuttgart und für das Festival „Odyssee:Klima“ am Stadttheater Bremerhaven. 2014 wechselte sie als künstlerische Organisationsleiterin zum Kunstfest Weimar. Dort realisierte sie u.a. Koproduktionen mit Rimini Protokoll, matthaei & konsorten, Mats Staub und Robert Schuster. Von 2016 bis 2019 war sie Schauspieldramaturgin am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin, wo sie sich u.a. für Stadt- und Rechercheprojekte von Prinzip Gonzo, Nina Gühlstorff und Helge Schmidt engagierte. Seit 2020 ist Jenny Flügge Mitarbeiterin der ASSITEJ (Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche) bei „Wege ins Theater“, einem Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung.“

Fonds Darstellende Künste, Thomas Frank, #TakeThat
Foto: Rolf Arnold

Künstlerischer Leiter Residenz Schauspiel Leipzig | Leipzig

Jury: #TakePart

Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Leipzig und Glasgow war Thomas Frank von 2000 bis 2004 Assistent der künstlerischen Leitung, Dramaturg und Kurator am Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main und von 2005 bis 2007 Programmdramaturg an den Sophiensaelen Berlin. Im Jahr 2007 gründete er gemeinsam mit Haiko Pfost brut Wien als internationales Koproduktionshaus für interdisziplinäre darstellende Kunst, das er bis 2015 in künstlerischer und geschäftsführender Verantwortung leitete. Bereits in ihrer zweiten Spielzeit wurden Thomas Frank und Haiko Pfost für das brut Programm mit dem Nestroy Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. Von 2015 bis 2017 war Thomas Frank als freier Kurator am Theater VabaLava in Tallinn, Estland engagiert. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er künstlerischer Leiter der Spielstätte Residenz am Schauspiel Leipzig. An der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy und an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig ist er seit 2018 als Lehrbeauftragter tätig. 

Fonds Darstellende Künste, Maria Gebhardt, #TakeThat
Foto: Ray Behringer

Geschäftsführerin Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt | Magdeburg

Jury: #TakeAction | Semiprofessionelles Theater | Freilichtbühnen

Maria Gebhardt, geboren 1988 in Sachsen-Anhalt, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim und Paris.
Ihre Berufsbiografie prägten Stationen in der Geschäftsführung der Freien Produktions- und Spielstätte Theaterhaus Hildesheim, der Tätigkeit als Projektreferentin an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel sowie seit 2017 in der Geschäftsführung der Interessenvertretung Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt. Seit 2019 ist Maria Gebhardt Mitglied im Vorstand der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt.
Kernthemen ihrer Tätigkeit sind das Empowerment selbstständiger Künstler*innen durch Beratung, die Mitwirkung an strukturellen Verbesserungen von Förderverfahren und Rahmenbedingungen der Kulturförderung sowie die Initiierung von Maßnahmen zur besseren Wahrnehmbarkeit der Freien Szene als Landschaft. Ihre eigene künstlerische Praxis fand stehts hinter der Bühne in den Bereichen Dramaturgie, Produktion, Szenographie und Technik statt.

Bassam Ghazi, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Ana Lukenda

Künstlerischer Leiter des Import Export Kollektivs, Regisseur, Kurator, Theaterpädagoge | Köln

Jury: #TakeAction | Theater für junges Publikum

Bassam Ghazi, geboren 1974 in Beirut, pendelt zwischen den Kulturen und Perspektiven und betreibt Handel mit Geschichte und Geschichten: biografisch, postmigrantisch, divers, inkludiert und desintegriert. Er ist Theaterpädagoge, Regisseur und künstlerischer Leiter des Import Export Kollektivs am Schauspiel Köln. Des Weiteren bietet er freiberuflich Fortbildungen zu den Themen Diversität, Inklusion und Rassismus für Theater, Bildungs- und Kulturinstitutionen an.

Bassam Ghazi ist Kurator für das Festival Augenblick mal! 2021 und Kuratoriumsmitglied des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der BRD.

Matthias GRön, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Karen Stuke

Anglist, Regisseur, Leitender Dramaturg – Junges Staatstheater | Oldenburg

Matthias Grön gründete nach einem Lehramtsstudium das Oldenburger Universitäts-Theater (OUT) und leitete das OUT als künstlerischer Geschäftsführer. In der Spielzeit 2001/02 wechselte er an das Oldenburgische Staatstheater. Er ist Dramaturg am Oldenburgisches Staatstheater und leitet dort das Junge Staatstheater. Verschiedentlich trat er auch als Regisseur in Erscheinung.

Seta Guetsoyan, Figurentheaterkolleg, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Emelyn Yábar

Leiterin Figurentheater-Kolleg | Bochum

Jury: #TakeAction | Figuren- und Objekttheater

Seta-Elizabeth Guetsoyan, M.A., studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Sie arbeitete in unterschiedlichen Theater- und Kulturinstitutionen als Damaturgin, Wissenschaftlerin und Produktionsmanagerin in einer Reihe unterschiedlicher Projekte (Theater der Welt, Schauspielhaus Bochum, ruhrtriennele oder auch im Kulturhauptstadtteam der Stadt Herne).
Von 2012 bis 2018 leitete sie das Dokumentationszentrum des Deutschen Forums für Figurentheater und Puppenspielkunst und die Produktion des Festivals FIDENA – Figurentheater der Nationen.
Seit 2019 leitet sie das Figurentheater-Kolleg, eine Weiterbildungseinrichtung für Darstellende und Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Figurentheater und die Rottstr5-Kunsthallen, ein Raum für transdisziplinäre Kunst und kulturpolitischen Diskurs in Bochum.

Fonds Darstellende Künste, Rolf C. Hemke, #TakeThat
Foto: Candy Welz

Kurator, Dramaturg, künstlerischer Leiter Kunstfest Weimar | Thüringen

Jury: #TakePart

Der Kurator und Dramaturg Rolf C. Hemke ist seit 2018/19 künstlerischer Leiter des Kunstfests Weimar. Hemke, 1972 in Köln geboren, studierte Rechtswissenschaften, Germanistik und Philosophie in Münster, Genf und Paris X-Nanterre. Zwischen 1993 und 2003 war er zunächst studienbegleitend dann hauptberuflich als Kulturjournalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, Der Standard Wien und den öffentlich-rechtlichen Hörfunk tätig. Von 2006 bis 2018 war er verantwortlich für das internationale Programm am von Roberto Ciulli begründeten Theater an der Ruhr in Mülheim an der Ruhr: Dort begründete und programmierte er die Veranstaltungsreihen Szene Istanbul und Klanglandschaften Mittelmeer & Afrika. Das stark politisch orientierte Festival Theaterlandschaften kuratierte er mit wechselnden, regionalen Schwerpunkten. Von 2014 bis 2016 war er darüber hinaus freiberuflich als künstlerischer Berater der Wiener Festwochen im Bereich Schauspiel für die Regionen Naher und Mittlerer Osten und Afrika tätig. Als freier Dramaturg für Schauspiel und Musiktheater arbeitete er u.a. für Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, die Ruhrfestspiele, die Theater in Oberhausen, Freiburg und Münster.

Christiane Hoffmann, #TakeThat, Fonds Darstellende Künste
Foto: Thomas Schlorke

Projektleitung Straßentheaterfestival Görlitz/Zgorzelec

Jury: #TakeAction |Theater im Öffentlichen Raum | Zeitgenössischer Zirkus

Christiane Hoffmann geboren 1963 im Harz, lebt und arbeitet in Görlitz (Sachsen). Seit 1993 arbeitete sie im Kulturamt der Stadt Görlitz. Christiane Hoffmann übernahm 1995 die Projektleitung des Internationalen Straßentheaterfestivals ViaThea in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec, das sich u.a. die Überwindung der deutsch-polnischen Grenzen zum Ziel gesetzt hat. Christiane Hoffmann war Gründungsmitglied des Bundesverbands Theater im Öffentlichen Raum und arbeitet seit 2007 im Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau.

Josa Kölbel, #TakeThat, Fonds Darstellende Künste
Foto: Miikkael Kukkula

CEO und künstlerische Leitung Berlin Circus Festival Artist | Berlin

Jury: #TakeAction | Theater im Öffentlichen Raum | Zeitgenössischer Zirkus

Josa Kölbel war selbst professioneller Artist, ausgebildet am renommierten nationalen Circuscentrum in Chalons-en-Champagne, Frankreich, und war mehrere Jahre europaweit aktiv.
Seit 2015 ist er Geschäftsführer der Berlin Circus Production – Hilliger Kölbel GbR und Co-Direktor des Berlin Circus Festival, das alljährlich am Tempelhofer Feld stattfindet und Produktionen, Künstler*innen und Positionen des zeitgenössischen Circus versammelt. Außerdem kuratierte die Circusschiene im Haus der Berliner Festspiele, arbeitete als Kursleiter in der ETAGE, als Künstler*innenbetreuer im MGB und ist seit 2020 als Mentor für den Berliner LAFT tätig.

Sabine Kuhfuss
Foto: Dominik Moos

Künstlerische Leitung KulturTeam | Detmold

Jury: #TakeAction | Theater im Öffentlichen Raum | Zeitgenössischer Zirkus

Sabine Kuhfuss studierte Diplom-Pädagogik, Soziologie und Kulturmanagement in Bielefeld und Hannover. Nach der Assistenz der Teamleitung der Kulturabteilung der Stadt Detmold und der Ko-Leitung des Festivals für darstellende Kunst im öffentlichen Raum „Bildstörung“ von 2010 bis 2018, ist sie seit 2019 fachlich-künstlerische Leiterin des KulturTeams der Stadt Detmold und künstlerische Leiterin des Festivals „Bildstörung“. Ihr Interesse gilt den Wirkungen und Perspektiven von darstellender Kunst sowie interdisziplinären Formaten im öffentlichen Raum, insbesondere ihrer Relevanz für kommunale Kultur.
Seit 2014 ist sie assoziiertes Mitglied in dem europäischen Netzwerk zur Förderung und Entwicklung künstlerischer Kreationen im öffentlichen Raum In Situ. Als Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Theater im öffentlichen Raum e.V. setzt sie sich für die Entwicklung und Förderung des Genres ein.

Eckhard Mittelstädt, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Konrad Merz

Projektleiter von „tanz + theater machen stark“ | Berlin

Jury: #TakeAction | Semiprofessionelle Theater | Freilichtbühnen

Geboren 1962. Während und nach dem Studium der Germanistik, Soziologie und Theaterwissenschaft in Frankfurt am Main arbeitete er in verschiedenen Funktionen für Frankfurter Freie Theater. Er war bis 2007 Geschäftsführer der ASSITEJ und anschließend des Landesverbandes Freier Theater in Niedersachsen. Von 1999 bis 2008 war er Councillor des Exekutiv-Komitees der Internationalen ASSITEJ und von 2009 bis 2013 Stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Freier Theater. Er war bis 2018 verantwortlicher Redakteur von „IXYPSILONZETT“, dem Magazin für Kinder- und Jugendtheater und Verfasser zahlreicher Beiträge in Fachbüchern unter anderem zum Themenfeld Kulturelle Bildung und gemeinsam mit Alexander Pinto Herausgeber des Bandes „Freies Theater in Deutschland – Diskurse, Perspektiven und Entwicklungen“. Seit 2013 ist er Projektleiter von „tanz + theater machen stark“ im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung beim Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.

Sezin Onay, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Jan Merkle

JES Stuttgart | Stuttgart

Jury: #TakeAction | Theater für junges Publikum

Sezin Onay wurde 1988 in Goslar geboren. Nach dem Abitur studierte sie Darstellendes Spiel und Germanistik an der Leibniz Universität Hannover. Bereits zu Beginn ihres Studiums wirkte sie an diversen Projekten des Jungen Schauspiels Hannover mit. Unter anderem spielte sie in Inszenierungen des Regisseurs Nurkan Erpulat, Marco Štorman und des Theater-und Performance-Kollektivs “andcompany&Co“. Sie hospitierte in der Theaterpädagogik unter der Leitung von Barbara Kantel und entwickelte innerhalb der interkulturellen Theatergruppe „Türkisch-Deutsches-Theater“ (TDT) des Theaterhauses Hildesheim eigene Theaterstücke gemeinsam mit Menschen unterschiedlichster Herkunft. Sowohl während als auch nach ihrem Studium arbeitete Sezin Onay als freischaffende Theaterpädagogin und leitete Theaterprojekte mit Kindern und Jugendlichen am Jungen Schauspiel Hannover, in Jugendzentren, Kinder- und Jugendberatungsstellen und Vereinen für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit.
Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Sezin Onay fest als Theaterpädagogin am Jungen Ensemble Stuttgart tätig. Hier arbeitet sie unter anderem im Kita-Sprachförderprojekt und ist als Leiterin für diverse Spielclubs verantwortlich.

Matthias Pees; Intendant Mousonturm FRankfurt; Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Jörg Baumann

Künstlerischer Leiter Mousonturm | Frankfurt a. M.

Jury: #TakePlace

 

Haiko Pfost, Impulse Theater Festival, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Robin Junicke

Künstlerischer Leiter Impulse Festival | NRW

Jury: #TakeNote

Haiko Pfost (*1972 im Schwarzwald) ist gelernter Industriekaufmann und hat Theater- und Religionswissenschaft sowie Psychologie in Berlin studiert. Als Festivaldramaturg arbeitete er beim Festival Theaterformen in Braunschweig und Hannover (2003/04), beim steirischen herbst in Graz (2005–2006), bei den Internationalen Schillertagen in Mannheim (2007 und 2009) sowie 2010/11 als Mitglied der Programmjury des Festivals Politik im Freien Theater. 2004/05 war er Leiter der Eröffnung, Kurator und Dramaturg des Volkspalasts, der kulturellen Zwischennutzung des Palasts der Republik in Berlin. Gemeinsam mit Thomas Frank gründete er 2007 brut – Koproduktionshaus Wien und leitete das Haus bis 2013. 2009 erhielten sie den Nestroy-Spezialpreis für das beste Programm. Von 2014 bis 2017 war er als freier Kurator, Dramaturg, Dozent und Berater tätig, u.a. als Leiter des dreijährigen Workshop- und Entwicklungsprogramms The Autonomous Actor (2015–2018) in Finnland. Er war Jurymitglied bei bestOFFstyria, Performancepreis H13 sowie Hauptsache Frei und unterrichtet bei A!DRAMA – angewandte Dramaturgie in Musik und darstellender Kunst in Wien. Für die Festival-Ausgaben 2018 bis 2023 ist Haiko Pfost künstlerischer Leiter des Impulse Theater Festivals.

Peer Mia Ripberger, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Ken Werner

Co-Intendant*in Tübinger Zimmertheater, Regisseur*in | Tübingen

Jury: #TakeAction | Off-Tourneetheater

Peer Mia Ripberger (*1987) ist Co-Intendant*in des Tübinger Zimmertheaters. Er studierte in Hildesheim und Zürich „Inszenierung der Künste und der Medien“ mit den Fächern Theater, Literatur, Philosophie und Kulturpolitik. Bereits während des Studiums nahm er seine praktische Tätigkeit mit zahlreichen künstlerischen Projekten als Regisseur*in und Autor*in auf. Er inszenierte und entwickelte Uraufführungen u.a. für Theater in Augsburg, Trier, Hamburg, Göttingen und Eggenfelden und war Mitglied der künstlerischen Leitung der Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg. 2018 begründete er das „Institut für theatrale Zukunftsforschung“ im Zimmertheater Tübingen. Zudem übt er verschiedene Jury-Tätigkeiten aus. 

Foto: Kai Wido

Künstlerischer Leiter der Schaubude Berlin und des Festivals „Theater der Dinge“ | Berlin

Jury: #TakeAction | Figuren- und Objekttheater

Tim Sandweg studierte Theaterwissenschaft und Deutsche Philologie an der Freien Universität Berlin, bevor er 2009 als Dramaturg ans Puppentheater der Stadt Magdeburg ging; dort auch Co-Künstlerische Leitung des internationalen Figurentheaterfestivals „blickwechsel“. Seitdem diverse Stückentwicklungen, Bühnenadaptionen, Formatentwicklungen, Arbeiten als Dramaturg, Veröffentlichungen und Performances in unterschiedlichen Produktions- und Arbeitskontexten. Seit 2009 gehört Tim Sandweg der Redaktion des Magazins für Puppen-, Figuren- und Objekttheater „double“ an und ist aktuell Vorstandsmitglied des Deutschen Forums für Figurentheater und Puppenspielkunst. Diverse Dozenten- und Jury-Tätigkeiten. Seit Beginn der Spielzeit 2015/16 ist Tim Sandweg künstlerischer Leiter der Schaubude Berlin und des internationalen Festivals Theater der Dinge.

Fonds Darstellende Künste, Lisa Stark, #TakeThat
Foto: Thomas Schneider

Freilichtbühne und Passionsspiele Sömmersdorf | Franken/Bayern

Jury: #TakeAction | Semiprofessionelle Theater | Freilichtbühnen

Lisa Schneider ist von Kindesbeinen an bei den Fränkischen Passionsspielen Sömmersdorf aktiv. Der 700-Seelen-Ort bringt alle 5 Jahre die Passion auf Nordbayerns größte Freilichtbühne. In den Jahren dazwischen werden auch andere Produktionen gezeigt. Alle Spieler*innen und Helfer*innen sind ehrenamtlich dabei, die Regie übernehmen Profis.
Als Beirätin in der Vorstandschaft und Gästeführerin kennt Lisa die vielfältigen Aufgaben rund um die Bühne: „Mein Ehemann und mein Bruder sind Helfer in der Technik, der Papa mitverantwortlich für den Bühnenbau, die Mama war jahrelang Kostümchefin.“ Dass es beim Theater eben nicht nur um die Schauspielerei geht, gibt sie auch als Leitung der Jugendgruppe YÄSS! – Young Äction Stars Sömmersdorf an die nächste Generation weiter und vermittelt erste Kenntnisse in möglichst vielen Bereichen.

Werner Schretzmeier, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Werner Wilhelm Mierendorf

Regisseur, Intendat des Theaterhauses Stuttgart, Autor, Musiker | Stuttgart

Gelernter Industriekaufmann. 1964 Gründung der politischen Kabarettgruppe „Die Widerständler“, 1968 Gründung des politisch-kulturellen Clubs „Manufaktur“ in Schorndorf. Gleichzeitig beginnt sein beruflicher Weg als TV-Regisseur, Autor und Dokumentarist beim SDR-Fernsehen, später auch für andere Fernsehstationen. Die Musikfilme „P“ u.a.

1970 Aufbau des selbstverwalteten Jugendzentrums Hammerschlag Schorndorf. 1970 zusammen mit Wolfgang Dauner die Band „Et Cetera“ gegründet. 1975 wieder zusammen mit Wolfgang Dauner Gründung der All-Star-Band „United Jazz + Rock Ensemble“. 1976 zusammen mit Wolfgang Dauner, Albert Mangelsdorff, Volker Kriegel und Ack van Rooyen, Gründung des unabhängigen Plattenlabels „Mood Record“.
1985 zusammen mit Peter Grohmann und Gudrun Schretzmeier, Gründung des Theaterhauses Stuttgart. Seit dieser Zeit Intendant des Theaterhauses.
1993 erste Inszenierung fürs Theaterhaus: VERMUMMTE von Ilan Hatsor (1994 erhält die Inszenierung den 2. Preis des Kleintheater-Festivals Baden-Württemberg). Viele weitere folgen.
Im Juni 2004 wird Schretzmeier der Stihl-Preis als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit in der Region Stuttgart verliehen. 2007 bietet er Eric Gauthier die Gründung einer Tanzcompany an. Die Erfolgsgeschichte von „Gauthier Dance“, dem Tanzensemble des Theaterhauses beginnt. 2009 wird er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, da er „seit über 25 Jahren mit Beharrlichkeit, Sachverstand und großer Risikobereitschaft in Stuttgart eine erfolgreiche Kultureinrichtung geschaffen hat, ein Novum in der Kulturlandschaft Europas“.
Am 21. Januar 2016 erhalten Werner Schretzmeier, Gudrun Schretzmeier und Peter Grohmann die Goldene Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Im Juni 2018 erhält das Theaterhaus bei den Hamburger Privattheatertagen den Monica-Bleibtreu Preis für die Produktion „7 Minuten“, Regie: Werner Schretzmeier.
Seit 1970 verheiratet mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Gudrun Schretzmeier.

Esther Slevogt, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Thomas Aurin

nachtkritik.de | Berlin

Jury: #TakePart

Esther Slevogt ist Autorin, Kritikerin und Chefredakteurin des Theaterportals nachtkritik.de, das von ihr mitgegründet wurde. Sie schreibt über theaterhistorische Themen im Kontext von Politik und Ästhetik im 20. Jahrhundert, u.a. die 2011 im Verlag „Kiepenheuer und Witsch“ erschienene Wolfgang-Langhoff-Biografie „Den Kommunismus mit der Seele suchen“. Ein weiterer Schwerpunkt ist die jüdische Nachkriegsgeschichte in Deutschland. Spezielles Interesse gilt den Folgen der Digitalisierung für die tradierte Kulturtechnik Theater. Sie ist Miterfinderin der Konferenz Theater & Netz.

Katja Spieß, FITZ Stuttgart, Fonds Darstellende Künste
Foto: Max Kovalenko

Leiterin des FITZ! – Zentrum für Figurentheater und des Festivals „Imaginale“ | Stuttgart

Jury: #TakeAction | Figuren- und Objekttheater

Nach einem literatur- und geschichtswissenschaftlichen Studium findet Katja Spiess durch die programmatische und organisatorische Mitarbeit bei verschiedenen Kulturfestivals (u.a. „Theater der Welt“, „Natur im Kopf – Kongress zum Naturbegriff der Gegenwart“) Eingang in die Stuttgarter Kulturszene. Dem FITZ! Zentrum für Figurentheater gehört sie seit 1993 an. In den ersten Jahren zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, übernimmt sie ab 1998 in Zusammenarbeit mit Helmut Pogerth, ab 2001 alleinverantwortlich, die Theaterleitung des FITZ. Katja Spiess ist außerdem künstlerische Leiterin des Internationalen Figurentheaterfestivals IMAGINALE und Redaktionsmitglied der Theater-Fachzeitschrift „double“.

Dorothee Starke, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Rainer Berthin

Präsidentin der INTHEGA, Dramaturgin | Bremen

Jury: #TakeAction | Off-Tourneetheater

Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik war Dorothee Starke zunächst an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern als Dramaturgin und Pressereferentin engagiert, bevor sie in den Jahren 1997-2008 Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin der Theater im Fischereihafen GmbH in Bremerhaven war. Von 2008 – 2016 war Dorothee Starke Direktorin des Theaters Hameln. Seit Mai 2016 leitet sie das Kulturamt Bremerhaven.

Dorothee Starke hat seit 2000 hat einen Lehrauftrag für Kulturfinanzierung und Sponsoring an der Hochschule Bremen.
Dorothee Starke ist Präsidentin der INTHEGA (Interessensgemeinschaft deutschsprachiger Städte mit Theatergastspielen).

Ella_Steinmann, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: privat

Zukunftsakademie NRW, Agentin für Diversitätsentwicklung im Rahmen des Programms „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ | Bochum, Oberhausen

Jury: #TakeNote

Ella Steinmann studierte Philosophie und Religionswissenschaften in Bochum. Nach ihrer Tätigkeit als Projektreferentin im Bereich Kulturelle Bildung bei der Stiftung Mercator in Essen wechselte sie 2016 zur Zukunftsakademie NRW, einem Verein für Diversität in Kunst, Kultur und Kultureller Bildung. Neben der Beratung und Begleitung von Kulturinstitutionen gestaltete sie dort Weiterbildungs- und Austauschformate. Im Master Szenische Forschung in Bochum beschäftigt sie sich mit den Möglichkeiten der Wissensgewinnung durch performative Kunstformen.
Seit Juli 2019 ist sie eine der beiden Agentinnen für Diversitätsentwicklung im Rahmen des Programms „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes am Theater Oberhausen.

Gerd Taube, KJTZ, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: privat

Leiter Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland | Frankfurt am Main

Jury: #TakeAction | Theater für junges Publikum

Prof. Dr. Gerd Taube, studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin. Seit 1997 leitet er das Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland in Frankfurt am Main und ist künstlerischer Leiter der nationalen Biennale des Theaters für junges Publikum »Augenblick mal!« in Berlin. Von 1997 bis 2014 war er Lehrbeauftragter am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe Universität, Frankfurt am Main und ist seit 2014 Honorarprofessor am Institut. Von 2005 bis 2010 war er Vorsitzender des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste. Seit 1999 war er Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und von 2009 bis 2018 deren Vorsitzender.

Margarita Tsomou; Fonds Darstellende Künste; #TakeThat
Foto: missy magazine

Freischaffende Dramaturgin, Kulturwissenschaftlerin | Berlin

Jury: #TakePlace

Prof. Dr. Margarita Tsomou ist Kulturwissenschaftlerin und arbeitet von Berlin aus als Autorin, Dramaturgin, Moderatorin, Kuratorin und Professorin. Sie hat 2008 das popfeministische Missy Magazine mitgegründet, ist Kuratorin für Theorie und Diskurs am HAU Hebbel am Ufer in Berlin und Professorin für Zeitgenössische Theaterpraxis an der Hochschule Osnabrück. Zwei ihrer jüngsten kuratorischen Arbeiten sind z.B. die Reihe Burning Futures: On Ecologies of Existence im HAU-Hebbel am Ufer und die Veranstaltungsreihe der Apatride Society im diskursiven Programm von Paul B. Preciado der Documenta 14.

Birgit Walkenhorst, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: privat

Theaterwissenschaftlerin, Geschäftsführerin laprofth Rheinland-Pfalz | Mainz, Koblenz

Jury: #TakeAction | Figuren- und Objekttheater

Birgit Walkenhorst studierte Theaterwissenschaft in Mainz, Frankfurt/Main, Reading und Bologna. In diesem Fach hat sie geforscht, gelehrt und publiziert. Sie arbeitete für verschiedene Bühnenverlage; als Redaktionsassistentin betreute sie die Spielplanjournale der INTHEGA. Sie wirkte mit in den Organisations- und Kommunikationsteams internationaler Festivals (Mousonturm, KJTZ, Staatstheater Wiesbaden). Von 2011 bis 2015 war sie verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Programmplanung beim Internationalen Theater Frankfurt. Seit 2015 ist sie Geschäftsführerin des Landesverbandes professioneller freier Theater Rheinland-Pfalz, laprofth.

Ulrich Waller, Fonds Darstellende Künste, #Takethat
Foto: rbb

Autor, Regisseur, Intendant Hansa-Varieté-Theater | Hamburg

Jury: #TakeAction | Off-Tourneetheater

Studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Tübingen und München. Regieassistent am Schauspiel Frankfurt bei Peter Palitzsch und am Schauspiel Köln bei Jürgen Flimm. 1979 in Bremen in der Concordia die erste Inszenierung. Von 1980-1983 Regisseur und Dramaturg am Hamburger Schauspielhaus. 1986 Eröffnung der Kampnagel-Fabrik: „Penelope“ mit Barbara Nüsse, das acht Jahre lang durch ganz Europa tourt. 1988/89 zusammen mit Tom Stromberg und Elke Lang in der künstlerischen Leitung des Frankfurter TAT.

Theaterstücke (u.a. „Küssebisserisse – Eine Komödie über Männer, „Zapping – Die Komödie der neuen Generation“, „Blaubarts Orchester“, „Einmal Casanova sein“, „Der Lord von Barmbeck“ und „Die Jungs mit dem Tüdelband“). Zahlreiche Arbeiten für das Kabarett u.a. mit Matthias Beltz, Horst Schroth, Arnulf Rating oder Gerburg Jahnke.
Von 1995 – 2003 zusammen mit Ulrich Tukur künstlerischer Leiter der Hamburger Kammerspiele. Seit August 2003 künstlerischer Leiter des St.Pauli-Theaters in Hamburg.
Neben Klassikern des Unterhaltungstheaters wie „Die Dreigroschenoper“ oder „Cabaret“ inszenierte er die UA und DEA zahlreicher zeitgenössischer Stücke u.a. von Florian Zeller, Yasmina Reza oder Ronald Harwood. 2011 Regie des Udo Lindenberg-Musicals „Hinterm Horizont“ in Berlin. 2018 die erste Opernarbeit: „La divisione del mondo“ in Kiel.
Er drehte Dokumentarfilme wie „Der geile Osten – eine Reise durch die letzten Tage der DDR“, „Der unerwartete Osten“, „Der vergessene Krieg“ für den NDR und zuletzt „Amara terra mia – Mein bitteres Land“ für arte. Betreibt mit seinem Partner Thomas Collien seit 2009 das Hansa-Varieté-Theater.

Franziska Werner, sophiensaele, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Katja Renner

Künstlerische Leiterin Sophiensaele | Berlin

Jury: #TakeNote

Franziska Werner ist seit 2011 künstlerische Leiterin der Sophiensaele Berlin.
Sie studierte Theaterwissenschaft/Kulturelle Kommunikation, Kunstgeschichte und Europäische Ethnologie an der Humboldt Universität zu Berlin (M.A.) und Etudes Théâtrales an der Sorbonne Nouvelle Paris.
Seit 2001 arbeitete sie als freie Produktionsleiterin und Dramaturgin mit verschiedenen Künstler*innen in Berlin und für Festivals und Produktionsorte deutschlandweit, seit 2008 auch verstärkt an den Sophiensaelen Berlin.
Sie war Mitbegründerin des Künstlerkollektivs Pony Pedro, welches zwischen 2005 und 2010 Interventionen im Stadtraum an der Schnittstelle zwischen Performance, Grafik/Siebdruck und Installation im Feld urbaner Kommunikationsstrategien realisierte.
Mitautorin der Gründungspetition der „Koalition der Freien Szene Berlin“ im Frühjahr 2012.
Mitglied im Laft Berlin e.V. und Pro Quote Bühne.
2013-2015 Mentorinnen-Tätigkeit für das Performing Arts Services-Programm des Laft Berlin e.V.
Seit 2012 bis heute Mitglied im Rat für die Künste Berlin, Arbeitsschwerpunkte Förderpolitik/ Stärkung der Belange der freien darstellenden Künste.

Fonds Darstellende Künste, Dr. maren Witte, #TakeThat
Foto: Andreas Wimmer

Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg | Ottersberg/Berlin

Jury: #TakePart

Maren Witte, Dr. phil., ist Tanzwissenschaftlerin und Dramaturgin. Sie ist Professorin für Theater- und Tanztheorie, Vermittlungs- und Bewegungsforschung an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg. Dort leitet sie den B.A. Studiengang „Tanz und Theater im Sozialen“. Maren Witte ist Mitglied der von ihr 2009 gegründeten Initiative TANZSCOUT in Berlin sowie Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Tanzforschung (GTF).

Raphael Wohlfahrt
Foto: privat

Künstlerischer Leiter Aktionstheater Donzdorf e.V., Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V. | Donzdorf

Jury: #TakeAction | Semiprofessionelle Theater | Freilichtbühnen

Raphael Nicolas Wohlfahrt ist Literatur- und Kulturwissenschaftler (M.A.) und seit vielen Jahren in Ehren- und Hauptamt als Kultur- und Projektmanager tätig. Wenn er mit seinem Amateurtheaterverein Aktionstheater Donzdorf e.V. am Rande der Schwäbischen Alb nicht gerade Theaterfestivals mit mehr als 100 Teilnehmenden aus 16 Nationen organisiert, steht er dort als Spieler auf der Bühne oder als Künstlerischer Leiter in der Verantwortung. Hauptberuflich arbeitet er für den Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V., wo er für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederberatung, internationale Projekte sowie den Landesamateurtheaterpreis „LAMATHEA“ zuständig ist. Zu seinen thematischen Interessen zählen u.a. hybride und multiple Identitäten, Identitäts- und Repräsentationspolitik, mental health und der ländliche Raum.

 

Lisa Zehetener, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: privat

Dramaturgin Nationaltheater Mannheim, Vorstand ASSITEJ | Mannheim

Jury: #TakeAction | Theater für unges Publikum

Lisa Zehetner studierte Kultur- und Medienwissenschaften in Düsseldorf und Kulturpädagogik und Kulturmanagement in Mönchengladbach. Von 2011 bis 2017 war sie Dramaturgin mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater am FFT Düsseldorf. 2016 war sie Mitglied der Jury für den Deutschen Kindertheaterpreis und den Deutschen Jugendtheaterpreis. Von 2017 bis 2020 ist sie Dramaturgin am Jungen Nationaltheater und arbeitet dort u.a. mit Monstertruck, Hannah Biedermann, James & Priscilla, Mathias Becker, subbotnik und Carlos Manuel. Seit Dezember 2018 ist sie Mitglied im Vorstand der ASSITEJ Deutschland. Zur Zeit arbeitet sie als freiberufliche Dramaturgin.

Figurentheaterspielerin, Kulturwissenschaftlerin, Regisseurin | Verband Deutscher Puppentheater e.V. | Berlin

Rechtsanwältin | Deutscher Bühnenverein / Bundesverband der Theater und Orchester | Köln

Gründungsdirektor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, Ehrenpräsident der ASSITEJ | Vorstandsvorsitzender des Fonds Darstellende Künste

Geschäftsführer des Fonds Darstellende Künste | Berlin

Vertreterin der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien; Referat K 22 | Berlin