2. Gremien
© Gabriella Neeb
Mitgliederversammlung
Dem Fonds Darstellende Künste gehörten im Jahr 2024 17 Mitgliedsverbände an. Die Vertreter*innen der Verbände finden sich jährlich zur Mitgliederversammlung des Fonds zusammen. 2024 fand die Mitgliederversammlung am 24. Mai statt. Die Mitglieder stimmten noch in der Sitzung dem von der Geschäftsführung vorgelegten Wirtschaftsplan für 2024 sowie der Rechnungsprüfung für 2023 zu. Sieben neue Kuratoriumsmitglieder wurden einstimmig gewählt.
Ergänzend zur Mitgliederversammlung fanden sich die Vertreter*innen der Verbände im März und September 2024 zu einem inoffiziellen, digitalen Austausch zusammen. Die Berichte aus den verschiedenen Sparten, verteilt über das gesamte Bundesgebiet, geben in ihrer Gesamtheit einen guten Einblick in die aktuelle Situation der freien Theaterschaffenden. Der Fonds kann durch die regelmäßigen Treffen die Verbände auf dem Laufenden halten und ist selbst gut informiert über jüngste Entwicklungen.
Die Mitgliedsverbände des Fonds und ihre Vertreter*innen sind die folgenden:
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ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland
Vertreterin: Anna Eintzeroth
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Bundesverband Deutscher Amateurtheater
Vertreterin: Irene Ostertag
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Bund der Theatergemeinden
Vertreter: Michael Grill
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Bund Deutscher Volksbühnen e.V.
Vertreterin: Katrin Schindler
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Bundesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater e.V.
Vertreterin: Ute Handwerg
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Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. (BFDK)
Vertreterin: Anne-Cathrin Lessel
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Bündnis internationaler Produktionshäuser e.V.
Vertreterin: Amelie Deuflhard
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Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum e.V.
Vertreterin: Clair Howells
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Dachverband Tanz Deutschland e.V.
Vertreter: Michael Freundt
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Deutscher Berufsverband für Tanzpädagogik e.V.
Vertreter: Dr. Jaš Otrin
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Deutscher Bühnenverein
Vertreterin: Ilka Schmalbauch
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Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA)
Vertreterin: Lisa Jopt
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Interessenverband Deutsches Schauspiel e.V.
Vertreterin: Irina Wanka
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Internationales Theaterinstitut (ITI) Zentrum Deutschland e.V.
Vertreter: Dr. Thomas Engel
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Fachgruppe Theater und Bühnen in ver.di
Vertreter*in: Lisa Mangold, Markus Staut
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Verband Deutscher Puppentheater e.V.
Vertreterin: Ute Kahmann
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Unima-Zentrum BRD e.V.
Vertreterin: Ruth Brockhausen
Vorstand
Im Jahr 2024 fanden fünf Sitzungen des Vorstandes statt, drei davon in Präsenz und zwei digital via Teams. Auch über diese Sitzungen hinaus standen Vorstand und Geschäftsführung in regelmäßigem Austausch. Die Vorbereitung der Mitgliederversammlung sowie die Reihe „DIE KUNST, VIELE ZU BLEIBEN“ waren wesentlicher Gegenstand der Sitzungen im ersten Halbjahr. Der Bundeshaushalt 2025 wurde in der zweiten Jahreshälfte Thema, parallel zu den Vorbereitungen zur Vergabe des Theaterpreises des Bundes und des Tabori Preises.
Dem Vorstand des Fonds Darstellende Künste gehörten 2024 an:
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Prof. Dr. Wolfgang Schneider
Vorstandsvorsitzender Fonds Darstellende Künste & Wissenschaftliche Leitung Forschungsprogramm
© PAP Branchentreff des LAFT Berlin Foto Mathias Voelzke
Prof. Dr. Wolfgang Schneider
Vorstandsvorsitzender Fonds Darstellende Künste & Wissenschaftliche Leitung ForschungsprogrammWolfgang Schneider war Gründungsdirektor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls „Cultural Policy for the Arts in Development“ (2014 – 2020). Er war der erste Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, Vorsitzender des Theaterbeirates Niedersachsen, Mitglied des Beirates Tanz und Theater des Goethe-Instituts und als Sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages Berichterstatter u.a. für das Kapitel Theater. Er ist Vorsitzender des Fonds Darstellende Künste e.V., persönliches Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, Vertrauensdozent der Friedrich Ebert-Stiftung, Mitglied des Bundesvorstandes des Kulturforums der Sozialdemokratie, Mitglied des Vorstandes der Initiative für die Archive des Freien Theaters e.V., Mitglied des Internationalen Theater-Instituts, Mitglied des Rates für darstellende Kunst und Tanz im Deutschen Kulturrat, Ehrenmitglied der ASSITEJ Deutschland und der Schweiz, sowie Ehrenpräsident der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche. 2018 wurde er wegen seines ehrenamtlichen internationalen Engagements vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Theaterpolitik, Herausgeber u.a. von „Theater und Schule. Handbuch zur kulturellen Bildung“ (2009), „Theater und Migration. Herausforderungen für Kulturpolitik und Theaterpraxis“ (2011), „Theater entwickeln und planen. Kulturpolitische Konzeptionen zur Reform der Darstellenden Künste“ (2014), „Theatermachen als Beruf. Hildesheimer Wege“ (zusammen mit Julia Speckmann, 2017); „Partizipation als Programm. Wege ins Theater für Kinder und Jugendliche“ (zusammen mit Anna Eitzeroth, 2017), „Performing the Archive. Studie zur Entwicklung eines Archivs des Freien Theaters“ (zusammen mit Henning Fülle und Christine Henniger, 2018), „Theater in der Provinz. Künstlerische Vielfalt und kulturelle Teilhabe als Programm“ (zusammen mit Katharina Schröck und Silvia Stolz, 2019); „Theater in Transformation. Artistic Processes and Cultural Policy in South Africa“ (zusammen mit Lance Lebogang Nawa, 2019).
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Amelie Deuflhard
Intendantin Kampnagel, Vorstandsmitglied des Fonds | Hamburg
© Marcelo Hernandez
Amelie Deuflhard
Intendantin Kampnagel, Vorstandsmitglied des Fonds | HamburgAmelie Deuflhard ist seit 2007 Intendantin von Kampnagel, der größten freien Bühne für internationale Performing Arts in Deutschland. Zuvor war sie künstlerische Leiterin der Sophiensæle und des Volkspalasts in Berlin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich u.a. mit der Wechselwirkung zwischen Kunst, Kulturproduktion und Stadt sowie mit Fragen der Diversität, Dekolonisierung und Inklusion. Sie hat Kampnagel in einen Ort der Begegnung verwandelt, der internationale künstlerische Perspektiven in einen kontinuierlichen Austausch mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen, lokalen Künstler*innen und diversen Stadtgesellschaften bringt. Amelie Deuflhard war Teil des Viererkuratoriums von Theater der Welt 2017. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen und hat regelmäßig Lehraufträge an Hochschulen inne. Für ihr Schaffen wurde sie 2012 mit dem Caroline-Neuber Preis und 2013 mit den Insignien des Chevaliers des Arts et Lettres ausgezeichnet. 2018 erhielt sie die Auszeichnung Europäische Kulturmanagerin des Jahres, 2021 den Berliner Theaterpreis.
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Anne-Cathrin Lessel
Künstlerische Leiterin LOFFT – DAS THEATER, Vorstandsmitglied des Fonds | Leipzig
© Tom Dachs
Anne-Cathrin Lessel
Künstlerische Leiterin LOFFT – DAS THEATER, Vorstandsmitglied des Fonds | LeipzigAnne-Cathrin Lessel studierte Theaterwissenschaft, Psychologie und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Bis 2011 arbeitete sie unter anderem freischaffend in künstlerischen Projekten mit Kindern und Jugendlichen, vordergründig am Theater an der Parkaue Berlin.
Ab 2011 Programm- und Produktionsleiterin am LOFFT – DAS THEATER, dessen Künstlerische Leitung und Geschäftsführung sie 2019 übernahm.
Anne-Cathrin Lessel engagiert sich seit vielen Jahren kulturpolitisch auf verschiedenen Ebenen: 12 Jahre lang war sie Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste, seit 2020 ist sie Vorstandsmitglied im Landesverband der Freien Theater in Sachsen, seit 2023 Vorstandsmitglied im Fonds Darstellende Künste und ab 2025 Vorstand des
Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus.
Sie ist unter anderem auch Mitglied verschiedener Fachjurys u.a. bei der Stadt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Studienstiftung des deutschen Volkes, beim Nationalen Performance Netz und bei unterschiedlichen Festivals.
Kuratorium
Insgesamt besteht das Kuratorium aus 23 Fachleuten. Es setzt sich aus 20 stimmberechtigen Kuratoriumsmitgliedern, einem*einer Vertreter*in der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), einem Vorstandsmitglied sowie der Geschäftsführung des Fonds Darstellende Künste zusammen. Die stimmberechtigen Mitglieder werden von den Mitgliedsverbänden vorgeschlagen und auf drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt.
Das Kuratorium hat die Aufgabe, in intensiver Auseinandersetzung eine Auswahl an künstlerischen Vorhaben zu treffen. Das Kuratorium des Fonds entscheidet auf Grundlage einer im Jahr 2022 beschlossenen Geschäftsordnung und 2024 aktualisierten Fördermatrix, die sich das Gremium selbst gegeben hat.
2024 gehörten dem Kuratorium folgende Mitglieder an:
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Irina-Simona Bârcă
Dramaturgin, Theatervermittlerin | Berlin
© privat
Irina-Simona Bârcă
Dramaturgin, Theatervermittlerin | BerlinIrina-Simona Bârcă ist Dramaturgin und Vermittlerin. Geboren und aufgewachsen in Rumänien, hat sie Schauspiel in Bukarest und Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück studiert. Nach Stationen in Münster und Berlin, gestaltete sie von 2017 bis 2024 als Dramaturgin am FFT (Forum Freies Theater) in Düsseldorf den Bereich Junges FFT, u. a. mit dem programmatischen Schwerpunkt „Das Theater der Digital Natives“. Sie arbeitete u. a. mit pulk fiktion, Ives Thuwis, subbotnik, Leute wie die, machina eX und PINSKER + BERNHARDT zusammen. Sie ist Teil verschiedener Jurys im deutschsprachigen Raum (Spielarten NRW, kicks! Theaternetzwerk Schweiz, Landesbüro freie darstellende Künste NRW) und war Mitglied des Kuratoriums beim Festival Augenblick mal! 2021. Als Lehrbeauftragte gibt sie Seminare und Fortbildungen. Seit Januar 2024 leitet sie den Bereich Künstlerische Vermittlung und Partizipation am Theater an der Parkaue.
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Beate Baron
Professorin für Musiktheater, HfM Saar, Regisseurin | Saarbrücken
© Detlef Eden
Beate Baron
Professorin für Musiktheater, HfM Saar, Regisseurin | SaarbrückenBeate Baron ist seit 2021 Professorin für Musiktheater an der HfM Saar. Sie lehrte an der HfM Hanns Eisler Berlin, der MH Lübeck und der HMT Rostock. Beate Baron studierte Regie bei Götz Friedrich Hfmt Hamburg sowie Regie und interdisziplinäre Komposition an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin und arbeitet als Regisseurin für Musiktheater und Oper, sowie als Kuratorin. Ihre künstlerischen Arbeiten entstehen im Spannungsfeld von Musiktheater, Installationen, Oper und Video. So entwickelte sie Ihre preisgekrönten Produktionen für sehr unterschiedliche Spielorte und Festivals wie u.a. die Ruhrtriennale, Festspielhaus Hellerau, Radial System, Staatsoper Berlin, Deutsche Oper Berlin, Oper Frankfurt, Theater Freiburg, u.v .m. Eine lange und intensive künstlerische Zusammenarbeit verband sie mit Götz Friedrich, Hans Neuenfels und Jürgen Flimm.
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Fatima Çalışkan
freie Moderatorin, Künstlerin, Autorin | Berlin
© Kristina Kast
Fatima Çalışkan
freie Moderatorin, Künstlerin, Autorin | BerlinFatima Çalışkan ist Moderatorin, Künstlerin und Autorin. Ihr Schwerpunkt liegt auf kunst- und kulturpolitischen Themen zu denen sie Analysen und Essays, u.a. für die Kulturpolitische Gesellschaft, schreibt oder satirische Texte für freie Produktionen entwickelt. Sie ist Mitgründerin und Mitherausgeberin der biennal erscheinenden Zeitschrift YallahSalon. Als Moderatorin bespielt sie die gesamte Klaviatur an Gesprächs- und Präsentationsformaten für Bühne, Audio und Video. Als Performerin und Dramaturgin kollaboriert sie mit verschiedenen Projekten der freien Szene. Weitere Stationen sind u.a. Beratung und Begleitung von Projekten für den Förderfonds Interkultur Ruhr, Ko-Leitung der Beratungsstelle des Performing Arts Programms des LAFT Berlin, Ko-Leitung des Modellprojekts FAIRSTAGE sowie Jurytätigkeiten auf Bundes- und Landesebene.
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Prof. Dorte Lena Eilers
Professorin für Kulturjournalismus an der Hochschule für Musik und Theater München | Berlin, München
© Ben Wolf
Prof. Dorte Lena Eilers
Professorin für Kulturjournalismus an der Hochschule für Musik und Theater München | Berlin, MünchenDorte Lena Eilers ist Professorin und Leiterin des Masterstudiengangs „Kulturjournalismus“ an der Hochschule für Musik und Theater in München in Kooperation mit der Theaterakademie August Everding. Zudem arbeitet sie als Kulturjournalistin, überwiegend in den Sparten Musik und Theater vor dem Hintergrund gesellschaftspolitischer Entwicklungen. Zuvor war sie von 2007 bis 2021 Redakteurin, zuletzt Chefredakteurin von Theater der Zeit. Sie ist Mitglied in der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste sowie im Beirat der Zeitschrift „junge bühne“ und war in diversen Jurys tätig (u.a. beim Theaterpreis des Bundes und den Mülheimer Theatertagen). Publikationen (als Mitherausgeberin) u.a. über Frank Castorf, Dimiter Gotscheff, das bulgarische Theater und neue deutschsprachige Dramatik. Zuletzt ist ihr Gesprächsband „backstage TSCHEPLANOWA“ erschienen.
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Janis El-Bira
Kulturjournalist | Berlin
© privat
Janis El-Bira
Kulturjournalist | BerlinJanis El-Bira, geboren 1986 in Braunschweig, studierte Philosophie und Geschichtswissenschaften in Berlin und arbeitet seither als Journalist und Moderator mit Theaterschwerpunkt. Er ist Redakteur beim Theaterportal nachtkritik.de und Moderator und Redakteur für die Sendung "Rang 1 - Das Theatermagazin" im Deutschlandfunk Kultur. Daneben Texte und Beiträge für verschiedene Zeitungen und Rundfunksender. Von 2016 bis 2021 leitete er das journalistische Nachwuchsprojekt "Theatertreffen-Blog" bei den Berliner Festspielen. Jury-Tätigkeiten u.a. beim Mülheimer Dramatikpreis 2021, beim Festival Fast Forward 2021 in Dresden und für das Festival Politik im Freien Theater 2022 in Frankfurt am Main.
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Andrea Maria Erl
Künstlerische Leiterin Theater Mummpitz/Festival panoptikum | Nürnberg
© Sarah Gruber
Andrea Maria Erl
Künstlerische Leiterin Theater Mummpitz/Festival panoptikum | NürnbergSeit 1994 künstlerische Leiterin und Regisseurin des Theater Mummpitz in Nürnberg und seit 2000 künstlerische Leiterin des biennalen europäisch-bayerischen Kindertheaterfestivals „panoptikum“. Darüber hinaus kontinuierlich im kulturpolitischen Bereich aktiv sowie in verschiedenen nationalen und internationalen Verbänden zur Förderung des professionellen Kinder- und Jugendtheaters tätig. U.a.bis Januar 2022 langjähriges Vorstandsmitglied und stellvertretende Vorsitzende der deutschen ASSITEJ e.V.
Mitglied im Nürnberger Bildungsbeirat, seit 2009 verantwortlich für die Konzeptionierung , Durchführung und Projektleitung des 1. Nürnberger Kulturrucksacks.
Seit 2019/2020 verantwortlich für die Projektentwicklung „Mummpitz macht Schule. Klasse“.
Seit Januar 2022 künstlerische Leitung des dreijährigen Jupiter-Projekts „Memories“ in Kooperation mit der CIE Gare centrale/Belgien, der AdDK Regensburg und dem Theater Mummpitz.
Seit 2022 Mitglied des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste.
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Yunus Can Ersoy
Dramaturg*in am Schauspielhaus Zürich | Zürich
© Lutz Knospe
Yunus Can Ersoy
Dramaturg*in am Schauspielhaus Zürich | ZürichYunus Ersoy, aufgewachsen in Zürich, ist Dramaturg*in. Nach dem BA studierte Yunus im MA an der Universität Zürich (Kulturanalyse) und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen.
2009 war Ersoy Gründungsmitglied von „oimoi – junges theater zürich“, in dessen Vorstand Ersoy bis heute ist, und wirkte in über 10 oimoi-Produktionen auf und hinter der Bühne mit. Am Schauspielhaus Zürich war Ersoy u.a. Teil von Sprechchören in Stücken von René Pollesch.
Ersoy organisiert Festivals (u.a. 2021-2023 die Queer Week) und gastierte mit eigenen Arbeiten bisher u.a. mit dem Kollektiv Mora Vegesture am Künstlerhaus Mousonturm, mit Camila Rhodi am FACT-Festival in Budapest und mit Josef Mehling bei 48h Neukölln in Berlin. 2020 zeigten Jil Dreyer, Ersoy und Mehling die Theater-Performance None of This beim Grätsche Festival in Zürich.
Nach einer Hospitanz im Studio Я war Ersoy seit Mitte der Spielzeit 2018/19 zunächst als Assistenz, dann als Dramaturg*in am Maxim Gorki Theater in Berlin tätig und arbeitete u.a. mit den Regisseur*innen Yael Ronen, Hakan Savaş Mican und Paul Spittler.
In der Spielzeit 2023/24 arbeitet Ersoy als Dramaturg*in am Schauspielhaus Zürich mit Suna Gürler und Joana Tischkau.
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Dr. Kerstin Evert
Künstlerische Leitung K3 - Zentrum für Choreografie | Tanzplan Hamburg
© Thies Rätzke
Dr. Kerstin Evert
Künstlerische Leitung K3 - Zentrum für Choreografie | Tanzplan HamburgKerstin Evert studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, war von 1997 bis 2000 Doktorandin im Graduiertenkolleg Körper-Inszenierungen an der Freien Universität Berlin und promovierte zum Thema DanceLab – Zeitgenössischer Tanz und Neue Technologien (Promotion ausgezeichnet mit dem Tanzwissenschaftspreis NRW 2001). Zusammen mit Oliver Behnecke startete sie das Produktionslabel Stadt Raum Inszenierung (z.B. Festival „ZeitenWende“, Gießen 2000). Von 2002 bis 2006 war Kerstin Evert Dramaturgin auf Kampnagel und gründete dort im August 2006 das choreographische Zentrum K3 | Tanzplan Hamburg, das sie seitdem leitet. Als Dozentin unterrichtete sie u.a. in Berlin, Bern, Gießen, Hamburg, Frankfurt/Main und Salzburg und war Teil der Co-Leitungsteams der künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkollegs „Versammlung und Teilhabe“ (HCU, Fundus, K3) und „Performing Citizenship” (HCU, HAW, Fundus, K3). Sie ist Mitglied verschiedener Jurys und Beratungsgremien, seit 2017 im Vorstand und seit 2021 Ko-Präsidentin des European Dancehouse Network.
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Ute Gröbel
Künstlerische Co-Leiterin HochX Theater und Live Art & Rodeo Festival | München
© Jean-Marc Turmes
Ute Gröbel
Künstlerische Co-Leiterin HochX Theater und Live Art & Rodeo Festival | MünchenUte Gröbel (*1983 in Erlangen) ist Dramaturgin und künstlerische Co-Leiterin des HochX Theater und Live Art in München. Sie war bis 2016 stellvertretende Leiterin des Studiengangs Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding. 2021 schloss sie die Weiterbildung Theater- und Musikmanagement an der LMU München ab; im selben Jahr wurde das HochX mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. 2022 leitete sie zusammen mit Antonia Beermann das Freischwimmen meets Rodeo-Festival und wird mit ihr zusammen auch die Rodeo-Festivals 2024 und 2026 künstlerisch verantworten.
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Seta-Elizabeth Guetsoyan
Künstlerische Leitung, Geschäftsführerin | Bochum
© Micaela Alaniz
Seta-Elizabeth Guetsoyan
Künstlerische Leitung, Geschäftsführerin | BochumSeta-Elizabeth Guetsoyan, M.A., studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Sie arbeitete in unterschiedlichen Theater- und Kulturinstitutionen als Dramaturgin, Wissenschaftlerin und Produktionsmanagerin in einer Reihe unterschiedlicher Projekte (Theater der Welt, Schauspielhaus Bochum, Ruhrtriennale oder auch im Kulturhauptstadtteam der Stadt Herne).
Von 2012 bis 2018 leitete sie das Dokumentationszentrum des Deutschen Forums für Figurentheater und Puppenspielkunst und die Produktion des Festivals FIDENA – Figurentheater der Nationen.
Seit 2019 leitet sie das Figurentheater-Kolleg, eine Weiterbildungseinrichtung für Darstellende und Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Figurentheater und die Rottstr5-Kunsthallen, ein Raum für transdisziplinäre Kunst und kulturpolitischen Diskurs, in Bochum.
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Anica Happich
Kulturarbeiterin, des. Schauspieldirektorin Staatstheater Cottbus | Cottbus, Berlin
© Simon Hegenberg
Anica Happich
Kulturarbeiterin, des. Schauspieldirektorin Staatstheater Cottbus | Cottbus, BerlinAnica Happich, geboren und aufgewachsen in Klein Oschersleben (Sachsen-Anhalt), ist Kulturarbeiterin, die an öffentlich geförderten Theatern, in der freien Szene und in der Filmbranche tätig ist. 2021 initiiert sie das PHOENIX Theaterfestival. Dort fördert sie Nachwuchskünstler*innen, betreibt aktiv Publikumsforschung und bespielt mit mobilen Bühnen und anderen künstlerischen Formaten die ganze Stadt. Für das Festival entwickelt sie die radikalen K’s – radikale Kooperation, Ko-Kreation und Kollaboration. Mit dieser Maxime wirbt sie für interdisziplinäre Ansätze und Ressourcensharing. 2024 erhielt sie mit dem Team der Plattenstufen-Festspiele den Zukunftspreis KULTUR GESTALTEN der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. Mit Beginn der Spielzeit 2026/2027 übernimmt Anica Happich gemeinsam mit Timofej Kuljabin die Schauspieldirektion am Staatstheater Cottbus.
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Mirjam Hesse
Freischaffende Figurenspielerin/-bildnerin | Berlin
© Privat
Mirjam Hesse
Freischaffende Figurenspielerin/-bildnerin | BerlinMirjam Hesse ist freischaffende Figurenspielerin und -bildnerin. Sie studierte bis 2010 Figurentheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und war Gaststudentin an der Accademia Dimitri - L’accademia del Physical Theatre, CH. 2011 gründete sie das Theater Miamou (Tourneetheater) und entwickelt seitdem eigene Inszenierungen, vorwiegend Kinderstücke, mit denen sie in zahlreichen Städten Deutschlands sowie international zu sehen ist. Regelmäßige Spielorte sind u.a. Berlin, Braunschweig, München, Hamburg, Stuttgart, Saarbrücken, Lübeck, Lingen, Winterthur (CH). Gastspiele auf zahlreichen Festivals u.a. in Wies (A), Stamsund (NOR), Moskau (RUS), Dublin (IRL).
Ihre Spielweise kombiniert verschiedene Figurentechniken und Materialien/Objekte, wobei die choreografische Ausformulierung der Bewegungen (der eigenen wie der der Figuren/Objekte) eine zentrale Rolle spielt. Die Inszenierungen zeichnen sich durch eine ruhige, klare und poetische Bildsprache aus.
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Sabine Kuhfuss
Künstlerische Leitung Festival Bildstörung und KulturTeam | Detmold
© Dominik Moos
Sabine Kuhfuss
Künstlerische Leitung Festival Bildstörung und KulturTeam | DetmoldSabine Kuhfuss studierte Diplom-Pädagogik, Soziologie und Kulturmanagement in Bielefeld und Hannover. Nach der Assistenz der Teamleitung der Kulturabteilung der Stadt Detmold und der Ko-Leitung des Festivals für darstellende Kunst im öffentlichen Raum „Bildstörung“ von 2010 bis 2018, ist sie seit 2019 fachlich-künstlerische Leiterin des KulturTeams der Stadt Detmold und künstlerische Leiterin des Festivals „Bildstörung“. Ihr Interesse gilt den Wirkungen und Perspektiven von darstellender Kunst sowie interdisziplinären Formaten im öffentlichen Raum, insbesondere ihrer Relevanz für kommunale Kultur.
Seit 2014 ist sie assoziiertes Mitglied in dem europäischen Netzwerk zur Förderung und Entwicklung künstlerischer Kreationen im öffentlichen Raum In Situ. Als Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Theater im öffentlichen Raum e.V. setzt sie sich für die Entwicklung und Förderung des Genres ein.
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Florian Malzacher
Freier Kurator und Autor | Berlin
© Wolfgang Silveri
Florian Malzacher
Freier Kurator und Autor | BerlinFlorian Malzacher ist freier Kurator, Dramaturg und Autor. Zurzeit arbeitet er an Projekten wie Training for the Future (mit Jonas Staal) und The Art of Assembly, einer Reihe von Vorträgen und Gesprächen über das Potential von Versammlungen in Kunst, Aktivismus und Politik.
2012 – 2017 war er Künstlerischer Leiter des Impulse Theater Festivals, davor sieben Jahre Leitender Dramaturg/Kurator des Festivals steirischer herbst.
Als Dramaturg arbeitete er u.a. mit Rimini Protokoll, Lola Arias (ARG), Mariano Pensotti (ARG) oder regelmäßig dem Nature Theater of Oklahoma (USA).
Zuletzt erschienen u.a. Not Just a Mirror. Looking for the Political Theatre of Today (2015), Empty Stages, Crowded Flats. Performativity as Curatorial Strategy (mit Joanna Warsza, 2017) und Gesellschaftsspiele. Politisches Theater heute (2020). Seine Bücher und Texte wurden in 15 Sprachen übersetzt.
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Dan Thy Nguyen
Theaterschaffender, Leitung fluctoplasma Festival, Studio Marshmallow | Hamburg
© Nico Scagliarini
Dan Thy Nguyen
Theaterschaffender, Leitung fluctoplasma Festival, Studio Marshmallow | HamburgDan Thy Nguyen ist freier Theaterregisseur, Schauspieler, Schriftsteller und Sänger in Hamburg. Er arbeitete an diversen Produktionen u.a. im Ballhaus Naunynstraße, Mousonturm Frankfurt, auf Kampnagel, beim MDR und an der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 2014 entwickelte und produzierte er das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“ über das Pogrom von Rostock -Lichtenhagen, das 2015 in seiner Hörspielversion die „Hörnixe“ gewonnen hat und bis heute noch an diversen Institutionen gespielt wird. Seit 2020 leitet er mit seiner Produktionsfirma Studio Marshmallow das Hamburger Festival „fluctoplasma – 96h Kunst Diskurs Diversität“ und er ist stellvertretender Vorstand der LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg. 2021 erhielt er zusammen mit dem Gesamtensemble den Deutschen Hörspielpreis für seine schauspielerische Leistung. 2022 veröffentlichte er u.a. seinen ersten Gedichtband „Über Wasser und Tote“ und kokuratierte 2023 die Ausstellung „Wer wir sind“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
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Anke Politz
Intendantin CHAMÄLEON | Berlin
© Gianluca Quaranta
Anke Politz
Intendantin CHAMÄLEON | BerlinAufgewachsen in Sachsen-Anhalt, kam Anke Politz 1996 zum Studium nach Berlin. Über mehrere Jahre arbeitete sie als Kulturmanagerin für verschiedene Musiker*innen bis sie 2004 ihre berufliche Heimat im Chamäleon Theater fand. Angefangen als Leiterin der Marketing- und PR-Abteilung, übernahm sie 2007 die Direktion und 2011 die künstlerische Leitung, um seither als Gesellschafterin und Intendantin der gemeinnützigen Struktur zu fungieren. Sie ist 2. Vorsitzende des Bundesverbands Zeitgenössischer Zirkus und besonders im Bereich der kulturpolitischen Arbeit und strukturellen Förderung der Zirkuskunst tätig. Als Ko-Leiterin der internationalen Arbeitsgruppe MICC „The Utopians“ hat sie 2021 ein Mentoringprogramm für Zirkusschaffende gegründet, dessen Fokus auf der Erweiterung gleichberechtigter Zugänge hin zu mehr Repräsentanz und Diversität liegt. Mit dem Chamäleon steht sie als Produzentin hinter zeitgenössischen Zirkusformaten wie dem Stück Raven der Berliner Kompanie still hungry und dem Stück Julieta der mexikanischen Clownin Gabriela Muñoz. Als Bühne, Koproduktionspartner oder Residenzort setzt das Chamäleon nachhaltige Impulse, um das künstlerische Schaffen im zeitgenössischen Zirkus zu stärken und gesellschaftsnah anzubinden. Anke Politz wurde 2020 mit dem Bühnenheld*innenpreis des Aktionsbündnis Darstellende Künste ausgezeichnet.
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Carena Schlewitt
Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste | Dresden
© Stephan Floss
Carena Schlewitt
Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste | DresdenCarena Schlewitt wurde 1961 in Leipzig geboren. Seit 2018 ist sie Intendantin von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden.
Sie war von 2008-2018 Direktorin der Kaserne Basel und Künstlerische Leiterin des internationalen Theaterfestivals Basel (seit 2012). Sie studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin und arbeitete von 1985 bis 1993 an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Sie wirkte als Dramaturgin, Kuratorin und stellvertretende Künstlerische Leiterin an verschiedenen freien Produktionshäusern (Podewil Berlin; FFT Düsseldorf; HAU Berlin) und bei internationalen Festivals (Theater der Welt; HAU Berlin).
Schwerpunkte ihrer Arbeit waren unter anderem die Transformationsprozesse in Ostdeutschland, Osteuropa und China und die Entwicklung des Theaters in Polen, Frankreich und Italien sowie der Live Art und Performance-Kunst. Sie war in diversen Jurys tätig, u.a. für das Festival „Impulse“; für das deutsch-polnische Expertengremium der Kulturstiftung des Bundes sowie für das Programm „Doppelpass“ der Kulturstiftung des Bundes; sie war Mitglied der Fachkommission der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.Carena Schlewitt ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, des Sächsischen Kultursenats und Mitglied des Fachbeirats Darstellende Kunst und Musik bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
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Anna Wagner
Intendantin und Geschäftsführerin Künstler*innenhaus Mousonturm | Frankfurt am Main
© Maximilian von Lachner
Anna Wagner
Intendantin und Geschäftsführerin Künstler*innenhaus Mousonturm | Frankfurt am MainAnna Wagner ist seit September 2022 zusammen mit Marcus Droß Intendantin und Geschäftsführerin des Künstler*innenhaus Mousonturm in Frankfurt. Nach einem Studium der Theaterwissenschaft war sie als Assistentin der Tanzkuratorin am Hebbel am Ufer in Berlin tätig und leitete die Tanzsparte am Theater Freiburg, die sie von einem Ensemblebetrieb in eine Produktionsplattform für freie Choreograf*innen und Tänzer*innen verwandelte. 2014 wechselte sie als Dramaturgin an den Frankfurter Mousonturm. Dort etablierte sie kontinuierliche Arbeitsbeziehungen mit Tanz-, Theater- und Performanceschaffenden der nationalen und internationalen freien Szene wie Paula Rosolen, Eisa Jocson, Helgard Haug/ Rimini Protokoll, Jetse Batelaan und Eisa Jocson u.a.. Sie ist außerdem Mitbegründerin der Tanzplattform Rhein-Main und entwickelte zahlreiche Sonderprojekte und Festivals wie „Indonesia LAB“ (2015) „Oper Offenbach“ (2018) und „This is Not Lebanon“ (2021).
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Silvia Werner
Leitung des Europe Direct Dortmund bei der Auslandsgesellschaft | Dortmund
© Sarah Rauch
Silvia Werner
Leitung des Europe Direct Dortmund bei der Auslandsgesellschaft | DortmundSilvia Werner studierte Anglistik (M.A.) und Fennistik (B.A.) mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln. Als Kulturmanagerin hat sie viele Jahre vorrangig im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in NRW, bundesweit und auch international Produktionen begleitet und mit Künstler*innen zusammengearbeitet. Ergänzt wurde diese Arbeit um Lehraufträge sowohl an der Universität zu Köln als auch am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) in Köln. 2021 bis 2026 leitete sie den FESTIVALFRIENDS-Verbund mit Sitz in Dortmund, dessen Ziel die bundesweite, überregionale Vernetzung von Festivalmacher*innen und Künstler*innen ist.
Seit 2026 ist Silvia Werner Leiterin des Europe Direct Dortmund, das als eines von über 400 Zentren in der Europäischen Union europapolitische Bildungsarbeit an der Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft und EU leistet. -
Jonas Zipf
Geschäftsführender Direktor Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH | Hamburg
© Tina Peißker
Jonas Zipf
Geschäftsführender Direktor Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH | HamburgGebürtiger Odenwälder, Jahrgang 1982. Studium der Psychologie in Berlin und Paris sowie der Sprech- und Musiktheaterregie an der Theaterakademie „August Everding“ in München. Promotion (laufend) "Kultur, Betrieb und Resonanz" bei Hartmut Rosa und Friedrich von Borries, HfBK Hamburg. Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Gabriele-Oehmisch-Stiftung und der Akademie Musiktheater Heute der Deutschen Bank Stiftung.
Als freier Dramaturg arbeitete er für eine Vielzahl von Produktionen in In- und Ausland (u.a. Kampnagel, Schaubühne, Schauspielhaus Zürich, Theater Basel, Alfortville Paris). Als Gründer, Regisseur und Dramaturg entwickelte er mit der freien Gruppe O-Team eine Reihe von ortsbezogenen Produktionen (u.a. „HermannSchlachten“ in den Stuttgarter Wagenhallen, „Blaupause“ im ehemaligen Redaktionsgebäude der Süddeutschen Zeitung oder „Kirschgärten“ auf dem Hofgut Oberfeld Darmstadt) sowie zuletzt „Flüchtlinge“ am Thalia Theater Hamburg.
Von 2011 bis 2013 war er leitender Dramaturg/Mitglied der künstlerischen Leitung am Theaterhaus Jena und in der Spielzeit 2014/2015 Schauspieldirektor am Staatstheater Darmstadt. Er arbeitete als Festival-Kurator und -Dramaturg (Rodeo-Festival München, Datterich-Festival Darmstadt, Wiesbaden Biennale) und Lehrbeauftragter (LMU und HfMT München, HfMT Leipzig, TU Darmstadt, JGU und HfMT Frankfurt, JGU Mainz, EAH und FSU Jena). Zipf leitete von 2016 bis 2022 JenaKultur. Seit der Spielzeit 2022/23 ist er Geschäftsführender Direktor auf Kampnagel Hamburg.
Zum 31. Dezember 2024 schieden folgende Kuratoriumsmitglieder turnusgemäß aus:
- Irina-Simona Bârcă
- Fatima Çalışkan
- Yunus Can Ersoy
- Florian Malzacher
- Anke Politz
- Carena Schlewitt
- Jonas Zipf
Erweiterte Fachjury
Im Jahr 2024 hat der Fonds Darstellende Künste für das Förderprogramm GLOBAL VILLAGE KIDS weitere Juror*innen berufen, die mit ihrer fachspezifischen Expertise die Entscheidungsgremien verstärkten. Jede Jury, die über ein Förderprogramm entschied, setzte sich dabei sowohl aus bestehenden (Irina-Simona Bârcă) als auch angehenden Kuratoriumsmitgliedern (Julia-Huda Nahas, Skadi Konietzka) sowie weiteren Jurymitgliedern zusammen.
Zu den externen Juror*innen in 2024 gehörten:
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Juliane Barz
Theatervermittlerin | Magdeburg
© privat
Juliane Barz
Theatervermittlerin | MagdeburgJuliane Barz studierte in Hildesheim Erziehungswissenschaft sowie Theaterwissenschaft und absolvierte eine Ausbildung zur Theaterpädagogin (BuT) in Berlin. Zuletzt war sie vier Jahre am Puppentheater Magdeburg angestellt. Seit September 2022 arbeitet sie freiberuflich als Theatervermittlerin, Regisseurin und Produktions-/Projektleiterin – unter anderem für das Format BANDE ‘23 am Schauspielhaus Magdeburg und für das soziokulturelle Stadtteilprojekt „#moritz4all“ des Moritzhofs. In ihrer Arbeit lotet sie immer wieder neu Schnittstellen zu anderen Künsten und Medien sowie neuen Formen, Formaten und Räumen aus und verhandelt nachhaltige Themen unter einem forschenden und empowernden Ansatz. Darüber hinaus engagiert sie sich als Sprecherin des Arbeitskreises Ost für Kinder- und Jugendtheater, im Rahmen der Arbeitsgruppe Adultismus sowie im Kulturbeirat Magdeburg.
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Katrin Breschke
Projektleitung FLUX Theater und Schule | Frankfurt am Main
© Ulrich Herding
Katrin Breschke
Projektleitung FLUX Theater und Schule | Frankfurt am MainKatrin Breschke studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie an der TU Dresden und anschließend Dramaturgie an der Hessischen Theaterakademie. Sie war als Schauspieldramaturgin am Theater und Philharmonischen Orchester Heidelberg, an den Staatstheatern in Nürnberg und in Braunschweig sowie zuletzt am Staatsschauspiel Dresden engagiert. 2017 bis 2020 war sie Mitglied der Facharbeitsgruppe Darstellende Kunst beim Amt für Kultur und Denkmalschutz der Stadt Dresden. Seit 2020 ist sie eine von drei Projektleiterinnen bei FLUX – Netzwerk Theater und Schule, einem Programm zur Förderung kultureller Teilhabe in ländlichen Räumen in Hessen. Darüber hinaus ist sie als freischaffende Dramaturgin u. a. am Stadttheater Ingolstadt und dem Hessischen Landestheater Marburg tätig. Für die Festivalausgaben 2022 und 2023 der hessischen Kinder- und Jugendtheaterwoche KUSS am Landestheater Marburg gehörte sie zum Auswahlkuratorium der Produktionen des AK-Südwest.
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Nils Deventer
Erlebnis-, Theater- und Medienpädagoge | Berlin
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Nils Deventer
Erlebnis-, Theater- und Medienpädagoge | BerlinNach seinem Master der Theaterpädagogik an der Universität der Künste Berlin 2012 arbeitete Nils Deventer für das Schauspielhaus Hamburg, das Junge Schauspielhaus Düsseldorf und das Theater an der Parkaue Berlin. In dieser Zeit sammelte er umfangreiche Erfahrungen in der Kuration, Konzeption und Durchführung von partizipativen Projekten und Beteiligungsformaten unterschiedlichster Art und Größe. Nachdem seine Projekte sich mehr und mehr mit Themen der digitalen Welt auseinandersetzten, folgte 2021 der Wechsel zu medialepfade.org e.V., wo er mittlerweile als Teil des Leitungsteams für das bundesweite Bildungsprogramm „Jugend hackt“ tätig ist.
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Tessa Hart
Kulturmacher*in & Kulturwand(l)er*in | Berlin
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Tessa Hart
Kulturmacher*in & Kulturwand(l)er*in | BerlinTessa Hart ist seit über 15 Jahren Kulturmacher*in und Kulturwand(l)er*in den Darstellenden Künsten, Film, Community-Arbeit und soziokulturellen Bereichen, sowie schnittstellenübergreifend und Grenzen abweisend. Seit Juli 2024 ist Tessa Hart Referent*in für Qualifizierungsprogramme bei kultur_formen (Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung). Darüber hinaus erstrecken sich Tessa Harts laufende Tätigkeiten von der Kuration und Teilnahme an Auswahlgremien, wie z.B. beim Filmfestival Max Ophüls Preis seit 2020, über Vermittlungs- und Bildungsarbeit, bis hin zur Künstlerischen Leitung der Kollektiv-Kompanie Goblin Baby Co. seit 2013. Vormals war Tessa von 2020 bis 2024 Projektleitung und künstlerische Leitung von AfroPolitan Berlin, von 2012 bis 2022 Mitgründer*in sowie künstlerische und geschäftsführende Co-Leitung des Bread & Roses Theatre in London und trug seit 2018 zu sieben Buchpublikationen bei. Geboren in der DDR, aufgewachsen bei Berlin und in Brüssel, lebte Tessa Hart knapp ein Jahrzehnt in London und ist seit 2018 zurück in Berlin. Bei alldem navigierte Tessa Hart per Existenz sehr intersektionale Erfahrungswelten, so waren macht- und diskriminierungskritische Expertisen sowie der Einsatz für Chancengerechtigkeit und die kulturelle Reflexion der tatsächlichen gesellschaftlichen Realitäten stets Leitmotiv.
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Christopher Weymann
Performer, Informatiker und Theatermacher | Hamburg
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Christopher Weymann
Performer, Informatiker und Theatermacher | HamburgChristopher Weymann (Er/ Ihn) ist queer-feministischer Performer, Informatiker und Theatermacher für ein transgenerationelles Publikum. Am FUNDUS THEATER / Forschungstheater in Hamburg realisiert er in co-kreation mit Kindern und Jugendlichen Projekte und Inszenierungen im Spannungsfeld von Gesellschaft, Wissenschaft und Kunst. Mit der Präambel „Alles was binär ist, muss gehackt werden!“ entwickelt er digitale Instrumente und Theater-Prototypen zum partizipativen Dekonstruieren von heteronormativen, klassistischen und adultistischen Machtsystemen.
Im November 2024 wurde die Jury des Programms GLOBAL VILLAGE KIDS darüber hinaus erstmalig durch eine „Junge Jury“, von Menschen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren, verstärkt:
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Josef Gershenzon
für die Junge Jury | Berlin
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Josef Gershenzon
für die Junge Jury | BerlinJosef Gershenzon ist 20 Jahre alt und wurde in Moskau geboren. Derzeit studiert er Philosophie und Kunstgeschichte. Josef Gershenzon ist Mitglied von BAM! - Kollektiv, das überwiegend kreativ-soziale Angebote für geflüchtete Kinder anbietet. Familiär ist er seit seiner Kindheit durch ein starkes Interesse für Kunst und Kultur, sowie auch für sozial-politische Themen geprägt, insbesondere durch die Ungerechtigkeiten- und die Totalitarismuserfahrungen, die er in Russland gemacht hat. Nach der Besatzung der Krim-Halbinsel hat die Familie die Entscheidung getroffen, nach Deutschland auszuwandern. Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Jahr 2022 engagiert sich Josef Gershenzon mit Freund*innen für geflüchtete ukrainische Kinder. Da er aus eigener Erfahrung weiß, was lokale Eigeninitiativen und Förderungen bewegen können, möchte er als Teil der Jungen-Jury helfen, wichtige künstlerische Projekte zu unterstützen.
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Elisabeth Schmidt
für die Junge Jury | Anklam
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Elisabeth Schmidt
für die Junge Jury | AnklamElisabeth Schmidt aus Anklam ist seit 2020 Mitglied im Jugendparlament Anklam und seit Winter 2023 auch Vorsitzende des Gremiums. Einige Errungenschaften des Jugendparlamentes sind zum Beispiel ein öffentlicher Grillplatz, „Wunschboxen“ für die Schulen Anklams oder auch mehrere Müllsammelaktionen. Auch der zukünftige Titel der „Blue Community“ ist dem Parlament der 9 Anklamer zu verdanken.
Des Weiteren wirkte Elisabeth auch an dem im Juni 2024 stattgefundenem Theaterworkshop ,,Testament“ in Anklam mit. -
Jette Zempel
für die Junge Jury | Anklam
Jette Zempel
für die Junge Jury | AnklamJette Zempel ist 15 Jahre alt und kommt aus Anklam, in Mecklenburg-Vorpommern. Seit Jahren interessiert sie sich für Theater und hat bis vor vier Jahren auch noch selbst in einer Theatergruppe für Kinder und Jugendliche gespielt. Außerdem liebt sie es zu singen und Gitarre zu spielen. Insgesamt hat Jette Zempel 6 Jahre Gesangsunterricht genommen und nun bringt sie sich seit einem Jahr selbst das Gitarrespielen bei. Sie ist leidenschaftliche Musikhörerin und hat ein breites Wissen über verschiedene Genres und Bands. Wenn sie mit der Schule fertig ist, möchte sie gern in eine Großstadt, wie Hamburg ziehen und dort eine Ausbildung zur Erzieherin machen.
Übersicht der Termine und Sitzungen zur Vergabe 2024
| Datum | Förderprogramm | Runde |
|---|---|---|
| 21. März 2024 | Konzeptionsförderung | |
| 23. April 2024 | GLOBAL VILLAGE KIDS | 1. Runde |
| 25. April 2024 | Produktionsförderung | 1. Runde |
| 26. April 2024 | Residenzförderung | |
| 08. Mai 2024 | Wiederaufnahmeförderung | 1. Runde |
| 06. Juni 2024 | Netzwerkförderung | 1. Runde |
| 02. Juli 2024 | Produktionsförderung | 2. Runde |
| 04. Oktober 2024 | Netzwerkförderung | 2. Runde |
| 30. Oktober 2024 | Produktionsförderung | 3. Runde |
| 19. November 2024 | Wiederaufnahmeförderung | 2. Runde |
| 26. November 2024 | GLOBAL VILLAGE KIDS | 2. Runde |