5. Events und Diskurs
© Dorothea Tuch
Neben seiner Förderarbeit eröffnet der Fonds regelmäßig Räume für Reflexion und Austausch – sowohl innerhalb der bundesweiten Freien Darstellenden Künste als auch im Dialog zwischen Kunst, Politik und Gesellschaft. Fachveranstaltungen setzen neue Impulse für die Weiterentwicklung der Förderpraxis und stärken den länderübergreifenden Austausch unter Kunstschaffenden. Preisverleihungen rücken herausragende künstlerische Positionen ins öffentliche Bewusstsein. Thematisch ausgerichtete Events öffnen aktuelle Debatten und machen sie für ein breites Publikum zugänglich.
DIE KUNST, VIELE ZU BLEBEN
Filmpremiere & Fonds-Jubiläum
Im Sommer 2024 tourten Foren für Kunst, Freiheit und Demokratie unter dem Titel „Die Kunst, Viele zu bleiben“ drei Monate lang durch das Bundesgebiet. Begleitet wurden sie von einem Filmteam um Regisseur Felix Meyer-Christian sowie den Schauspieler*innen Tina Pfurr und Hauke Heumann. In Gesprächen mit Politiker*innen, internationalen Regisseur*innen, Künstler*innen und Sozialarbeiter*innen stellten sie zentrale Fragen: Wie streiten wir wieder richtig? Welche Rolle spielen die Künste in einem polarisierten gesellschaftspolitischen Klima?
Der Film feierte am 12. März 2025 in den Berliner Sophiensaelen Premiere – im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums des Fonds. Claudia Roth, MdB und Kulturstaatsministerin (20. Legislaturperiode), und Milo Rau, Intendant der Wiener Festwochen, gaben einen Rück- und Ausblick auf Politik, Gesellschaft und Zeitgeschehen. Beim anschließenden Empfang würdigten die Vorstandsmitglieder Wolfgang Schneider und Amelie Deuflhard das langjährige Engagement der Mitgliedsverbände und ihrer Akteur*innen für die Freien Darstellenden Künste.
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Trailer „Die Kunst, Viele zu bleiben"
Was ist „Die Kunst, Viele zu bleiben“ in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung? Die Schauspieler*innen Tina Pfurr und Hauke Heumann begeben sich auf eine filmische Reise durch acht Städte und sammeln zwischen Dresden, Erfurt und Berlin starke Stimmen aus Kunst, Politik und Wissenschaft. Zwischen Markt- und Logenplatz, Neubausiedlung und Weimarer Klassik suchen sie das Verbindende der Künste in Geschichte, Gegenwart und Zukunft.
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© Dorothea Tuch
40 Jahre Fonds Darstellende Künste
In seiner Eröffnungsrede am Abend der Filmpremiere von „Die Kunst, Viele zu bleiben“ und des 40. Jubiläums des Fonds Darstellende Künste blickt Geschäftsführer Holger Bergmann auf das Verbindende in der Kunst und aktuelle Herausforderungen an eine „Kunst, Viele zu bleiben“.
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© Dorothea Tuch
„Die Kunst, Viele zu bleiben"
Milo Rau, Intendant der Wiener Festwochen, sprach bei Premiere des Films „Die Kunst, Viele zu bleiben“ über die aktuellen Bedrohungen für Demokratie und Zivilgesellschaft und die Kraft der Empathie und der Vielfalt.
Die ganze Rede gibt es hier zum Nachlesen.
Bundesweites Forum für Kunst, Freiheit und Demokratie: Deutschland und Europa
Der Fonds Darstellende Künste setzte seine 2024 gestartete Veranstaltungsreihe „Die Kunst, Viele zu bleiben“ am 21. und 22. Mai 2025 in der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz fort. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie gestaltet sich das Verhältnis von Kunst, Freiheit und Demokratie in Deutschland und Europa?
Impulse dazu gaben Philipp Ruch (Zentrum für Politische Schönheit), Sasha Marianna Salzmann (Dramatiker*in) und Simon Strauß (Autor, Journalist) in Vorträgen und einem Podiumsgespräch, moderiert von rbb-Journalistin Natascha Freundel in Kooperation mit der Podcast-Reihe „Der zweite Gedanke“.
Am Folgetag präsentierte der Fonds den Film „Die Kunst, Viele zu bleiben“ im Metropol Kino, gefolgt von einem Publikumsgespräch mit Regisseur Felix Meyer-Christian.
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© Dorothea Tuch
Magazin
Die Veranstaltung ist in unserem Online-Magazin dokumentiert. Hier finden sich die Impulsvorträge wie auch begleitende Artikel von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater München.
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© Dorothea Tuch
Podcast
Im Anschluss an die drei Impulsvorträge diskutieren Philipp Ruch, Sasha Marianna Salzmann und Simon Strauß gemeinsam über die Rolle von Kunst, Erinnerung und gesellschaftlichem Engagement. Moderiert von Natascha Freundel, entfaltet sich ein vielschichtiges Gespräch über die Herausforderungen unserer Zeit. Das Gespräch ist als Podcast „Der zweite Gedanke" des rbb erschienen – jetzt reinhören!
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© Silvan Hagenbrock
Impressionen
Ein Rückblick auf die zweitägige Veranstaltung in Bildern und weiterführende Infos zum Programm.
Tabori Preis 2025
Der Fonds Darstellende Künste verlieh am 25. September 2025 im HAU Hebbel am Ufer den mit 100.000 Euro dotierten Tabori Preis an die Kinder- und Jugendtheatergruppe pulk fiktion. Die Jury würdigte deren langjährige, innovative Arbeit für ein junges Publikum, die gesellschaftliche und künstlerische Diskurse prägt und „jungen Menschen eine Bühne gibt: als Publikum, Mitgestaltende und Zukunftsträger*innen.“ Die Preisverleihung fand im Rahmen des BUNDESTREFFEN25 der Freien Darstellenden Künste in Berlin statt.
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#introducing: pulk fiktion
„Was habt ihr gedacht, als ihr erfahren habt, dass ihr den Tabori Preis erhalten habt?“, „Was macht euer künstlerisches Profil aus?“ Wir haben pulk fiktion gefragt – und sie haben geantwortet. In kurzen Statements teilen sie ihre Gedanken.
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© Christian Knieps
Das große Schwimmbad-Gefühl
Die Theatergruppe pulk fiktion erhält den Tabori Preis 2025 des Fonds. Hannah Biedermann und Lisa Zehetner, die künstlerischen Leiterinnen, im Gespräch über den Tabori Preis 2025 mit Christine Wahl.
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© Dorothea Tuch
Tabori Preisverleihung 2025
Highlights der diesjährigen Tabori Preisverleihung: Lernen Sie die Jury kennen, lesen Sie das vollständige Jurystatement und entdecken Sie die schönsten Momente in Bild und Video.
The Show Must Go On – BUNDESTREFFEN25 der Freien Darstellenden Künste
Gesellschaftliche und politische Umbrüche stellen die Freien Darstellenden Künste vor neue Herausforderungen. Beim BUNDESTREFFEN25 kamen am 25. und 26. September 2025 mehrere hundert Akteur*innen aus Kunst, Kulturpolitik und Zivilgesellschaft im HAU Hebbel am Ufer in Berlin zusammen, um die gestalterische Kraft dieser Kunstform zu stärken und Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln. In Panels, Workshops und Dialogformaten wurden Leerstellen, Potenziale und die Frage diskutiert: Wie relevant sind die Freien Künste heute?
Fokussierte Arbeitsgruppen vertieften zentrale Themen. Podiumsgespräche mit Expert*innen wie Nino Haratischwili, Cesy Leonhardt, Julia Reuschenbach, Carena Schlewitt und Julian Warner beleuchteten das Wechselspiel von Kunst und Politik. Kulturpolitische Impulse von Nancy Faeser (SPD), Ottilie Klein (CDU), Sven Lehmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Martin Rabanus (SPD) eröffneten einen Raum für neue Perspektiven und breitere Dialoge – für eine Kunst, die nah am Publikum bleibt und Denkräume erweitert.
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Kunst braucht Freiheiten und Mut
Der Geschäftsführer des Fonds, Holger Bergmann, wirft einen Blick zurück und zieht folgendes Resümee: Kunst braucht Freiheiten und Mut, um sich den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen, Kunst braucht stabile Förderungen auch abseits einer Projektlogik – und sie braucht „Allianzen, die größer sind als wir selbst“.
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© Dorothea Tuch
„Under Pressure"
Das BUNDESTREFFEN25 der Freien Darstellenden Künste im HAU Hebbel am Ufer in Berlin unter dem Motto „The Show Must Go On“ als Gelegenheit für Zusammenkunft, Austausch, Zustandsbeschreibung, Diskussion und Ausblick. Eindrücke der zwei Veranstaltungstage von Kulturjournalist Thomas Kaestle.
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© Dorothea Tuch
Impressionen
Beim BUNDESTREFFEN25 wurde spürbar, wie sich kulturelle Räume verändern und welche Fragen sich an die Kunst richten. Begegnungen, Debatten und ästhetische Impulse prägten die zwei intensiven Tage. Mehr Eindrücke, Stimmen und Bilder gibt es auf der folgenden Seite.