Allgemein, Förderprogramme

Weitere Antragsrunde #TakeAction | Semiprofessionelle Ensembles und Freilichtbühnen

Der Fonds Darstellende Künste legte im Rahmen von NEUSTART KULTUR – dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanzierten Rettungs- und Zukunftspaket für den Kultur- und Medienbereich – bereits im Oktober 2020 das umfassende Fördermaßnahmenpaket #TakeThat auf. Ziel dieses Maßnahmenpakets war und ist der Erhalt und die Stabilisierung der Freien Darstellenden Künste in Zeiten der Corona-Pandemie.

Teil der #TakeThat-Programmlinien war dabei das Förderprogramm #TakeAction, das abgestimmt auf die Bedürfnisse und Arbeitswirklichkeiten der diversen Akteur*innen spezifischer Genres, die Arbeit an neuen künstlerischen Produktionen unter stets neuen pandemiebedingten Rahmenbedingungen und Herausforderungen in den Blick nahm und das flexible künstlerische Produzieren selbst in den Mittelpunkt rückte.

Mit der Neuauflage von #TakeAction | Semiprofessionelle Ensembles und Freilichtbühnen befördert der Fonds Darstellende Künste bis September 2022 erneut format- und ergebnisoffene Arbeitszeitraumbeförderungen zur Erarbeitung von Produktionen und gegebenenfalls Präsentationen in Form von Premieren. Dieses Programm richtet sich konkret an die diversen Produktionszusammenhänge, die an der Schnittstelle von Amateurtheater und professioneller Freier Darstellender Kunst agieren: Beispielsweise Amateurtheaterbühnen, die regelmäßig mit professionellen Freien Darstellenden Künstler*innen arbeiten oder professionelle Künstler*innen/-gruppen, die selbstbeauftragt regelmäßig Produktionen mit Amateur*innen erarbeiten.

Das Programm befördert künstlerische Arbeits- und Produktionszusammenhänge der Freien Darstellenden Künste im Bereich semiprofessionelle Ensembles und Freilichtbühnen in den Freien Darstellenden Künsten für ein bis zwei Produktionszeiträume.

Antragsberechtigt sind sowohl Freilichttheater, Amateurtheaterbühnen und -vereine, die mit professionellem Künstler*innen/-gruppen der Freien Darstellenden Künste zusammenarbeiten als auch professionelle Künstler*innen/-gruppen selbst, die an der Schnittstelle zu Laien- und Amateurtheaterproduktionen arbeiten.

Voraussetzung sind jeweils Sitz und Arbeitsschwerpunkt in Deutschland sowie eine nicht überwiegend kontinuierliche öffentliche Grundförderung.

Die Antragssumme beträgt mindestens 8.000 € und maximal 25.000 €.

Kofinanzierungen bzw. Eigenmittel/Eigenleistungen in Höhe von min. 10% der Antragssumme sind für das beantragte Vorhaben bereits zur Antragstellung darzustellen und nachzuweisen.    

Der mögliche Projektzeitraum für bewilligte Vorhaben in der zweiten Förderrunde beginnt mit dem positiven Förderbescheid und endet am 30. September 2022. Vollständige Verwendungsnachweise sind bis zu zwei Monate nach Ende des jeweiligen Vorhabens einzureichen, spätestens aber zum 30. September 2022. 

Ab sofort bis zum 01. November 2021 können wieder Anträge gestellt werden. Zur Online-Antragstellung geht es hier.

Der mögliche Projektzeitraum für bewilligte Vorhaben in der zweiten Förderrunde beginnt mit dem positiven Förderbescheid und endet am 30. September 2022. Vollständige Verwendungsnachweise sind bis zu zwei Monate nach Ende des jeweiligen Vorhabens einzureichen, spätestens aber zum 30. September 2022.

Für alle weiteren Informationen lesen Sie bitte die Regularien. Weitere Hilfestellungen bieten die FAQs.

Eine Auflistung aller geförderter Vorhaben der ersten Antragsrunde finden Sie hier.

Wichtige Formulare für die Abwicklung des Förderverfahrens finden Sie hier.

Das Tutorial „Hilfe, ich bin gefördert“ hält hilfreiche Informationen zum Verfahren bereit.

Beratungsangebot

Bei Fragen zur Antragsstellung im Programm #TakeAction für semiprofessionelle Ensembles und Freilichtbühnen wenden Sie sich bitte per Mail an Alexandra Zeitlin, Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT).

Jury

Fonds Darstellende Künste, Christine Bossert, #TakeThat
Foto: Ingrid Theis

Künstlerische Betriebsdirektorin Bad Hersfelder Festspiele, Regisseurin, Dramaturgin, Dozentin, Kuratoriumsmitglied des Fonds | Bad Hersfeld, Hessen

Nach der Schauspielausbildung in München und vielen Jahren als Schauspielerin auf der Bühne, nahm die Liebe zur Regie und zur Leitung eigener Projekte überhand.
Stationen als Regieassistentin und Produktionsleiterin für Musiktheater im In- und Ausland folgten.
2013 Gründung des Theaterlabels WIR.Jetzt!.
2015 entstand das erste Theaterstück “Talk Talk- Reise ohne Flucht“, eine Bearbeitung des Romans Talk Talk von T.C.Boyle für WIR.Jetzt!.
2017 folgte eine Neubearbeitung des Märchens „Der Gestiefelte Kater“ für Theater und Philharmonie Thüringen. 2018 eine Adaption der Mythen um den fliegenden Holländer. Die Produktion „Der Fliegende Holländer“ für das Klang! Festival Bielefeld wurde mit dem Förderpreis Klassik ausgezeichnet.
Produktionsleitungen und Dramaturgie für Theaterprojekte im städtischen Raum folgten, ebenso die Künstlerische Leitung des Theaterhaus TiG7 in Mannheim.
2010 bis heute als freischaffende Regisseurin für Schauspiel und Spartenübergreifende Projekte.
Seit Februar 2021 Künstlerische Betriebsdirektorin der Bad Hersfelder Festspiele.

Veronika Darian
Foto: privat

Juniorprofessorin Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig | Leipzig

Veronika Darian ist Juniorprofessorin für Gegenwartstheater in historischer Perspektive mit den Schwerpunkten Transmedialität und Transkulturalität am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig und Vorstandsmitglied des dortigen Centre of Competence for Theatre. Nach einem Studium der Musik- und Theaterwissenschaft, Germanistik und Italianistik in Bonn und Leipzig promovierte sie zum „Theater der Bildbeschreibung“ (München 2011). Weitere Publikationen (Auswahl): „Gestische Forschung. Perspektiven und Praktiken“ (Mithg., Berlin 2020), „Die Praxis der/des Echo. Zum Theater des Widerhalls“ (Mithg., Frankfurt/M. 2015) und „Mind the Map! – History Is Not Given“ (Mithg., Frankfurt/M. 2006). Sie forscht, publiziert und lehrt, zunehmend auch kollaborativ, insbesondere zu Fremdheitsforschung, theaterwissenschaftlicher Alter(n)s- und Dingforschung, Biographie und Narration in Theater, Tanz und Performance, Theater in Gesellschaft(en) in Transformation und „Schauplätzen des Eigensinns“. Die Teilstudie zur Förderung von Koorperationen bearbeitet sie zusammen mit Dr. Melanie Gruß und Verena Sodhi, B.A., mit denen sie u.a. schon zusammengearbeitet hat für die Evaluation des Bündnisses internationaler Produktionshäuser.

Fonds Darstellende Künste, Maria Gebhardt, #TakeThat
Foto: Ray Behringer

Geschäftsführerin Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt | Magdeburg

Maria Gebhardt, geboren 1988 in Sachsen-Anhalt, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim und Paris.
Ihre Berufsbiografie prägten Stationen in der Geschäftsführung der Freien Produktions- und Spielstätte Theaterhaus Hildesheim, der Tätigkeit als Projektreferentin an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel sowie seit 2017 in der Geschäftsführung der Interessenvertretung Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt. Seit 2019 ist Maria Gebhardt Mitglied im Vorstand der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt.
Kernthemen ihrer Tätigkeit sind das Empowerment selbstständiger Künstler*innen durch Beratung, die Mitwirkung an strukturellen Verbesserungen von Förderverfahren und Rahmenbedingungen der Kulturförderung sowie die Initiierung von Maßnahmen zur besseren Wahrnehmbarkeit der Freien Szene als Landschaft. Ihre eigene künstlerische Praxis fand stehts hinter der Bühne in den Bereichen Dramaturgie, Produktion, Szenographie und Technik statt.

Foto: Bund Deutscher Amateurtheater e.V.

Präsident Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT) | Offenbach

Der gelernte Betriebswirt und Theaterpädagoge ist Vorsitzender des Offenbacher Theaterclubs ELMAR e. V.. Seit 2016 ist Simon Isser Präsident des BDAT, seit vielen Jahren Mitglied im Bundesarbeitskreis „Kinder- und Jugendtheater“ des BDAT. In seinen theaterpädagogischen Projekten wirkt er auf internationalen Festivals, im Mehrgenerationentheater einer lokalen Kirchengemeinde oder beim Märchentheater seines Heimatvereins. In seiner Funktion als BDAT Präsident besucht er eine Vielzahl von Aufführungen quer durch die Republik und im befreundeten Ausland. Beruflich arbeitet er in einer Kindertagesstätte und begeistert schon die Jüngsten für die Darstellenden Künste.

Julian Kamphausen, Hauptsache frei, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Performing Arts Programm / Dorothea Tuch

Küntslerische Leitung Prater Digital, Dramaturg, Regisseur | Hamburg, Berlin

Geboren 1975, begann er 1994 in unterschiedlichen Funktionen hauptsächlich in den darstellenden Künsten zu arbeiten. Am Anfang hat er viel in Staats- und Stadttheatern gelernt und arbeitet seit 2003 selbständig als Autor, Kurator, Dramaturg und Regisseur. Hier hat er besonders viel Erfahrung als Regisseur von Galen und Charity-Veranstaltungen gesammelt, die wichtige Inhalte und große Unterhaltung miteinander präsentieren. 2013 hat er für das Performing Arts Programm Berlin (PAP) den Branchentreff der Freien Darstellenden Künste Berlin mitkonzipiert und zusammen mit anderen bis 2017 geleitet. Für das PAP konzipiert er auch weiterhin Fachtagungen, die spezifische Themen für ein professionelles Publikum vertiefen.
2016 hat er für das PAP zusammen mit der re:publica die Performersion gegründet, ein Format für Kooperationen der digitalen und der darstellenden Künste, das er seitdem auch mit einem inzwischen internationalen Fokus fortführt.
Die kuratorische Arbeit an der Schnittstille zwischen digitalen und analogen Künsten setzt er in Laborformaten für die Technologiestiftung Berlin u.a. oder als Mitglied des Culture Track Teams der re:publica um. Vermittelnd arbeitet er in diesem Spannungsfeld auch als Beiratsmitglied der bbw – University for Applied Sciences, des Berlinforums der Stiftung Zukunft Berlin, als Speaker oder Workshopgeber.

Eckhard Mittelstädt, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Konrad Merz

Projektleiter von „tanz + theater machen stark“ | Berlin

Jury: #TakeAction | Semiprofessionelle Theater | Freilichtbühnen

Geboren 1962. Während und nach dem Studium der Germanistik, Soziologie und Theaterwissenschaft in Frankfurt am Main arbeitete er in verschiedenen Funktionen für Frankfurter Freie Theater. Er war bis 2007 Geschäftsführer der ASSITEJ und anschließend des Landesverbandes Freier Theater in Niedersachsen. Von 1999 bis 2008 war er Councillor des Exekutiv-Komitees der Internationalen ASSITEJ und von 2009 bis 2013 Stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Freier Theater. Er war bis 2018 verantwortlicher Redakteur von „IXYPSILONZETT“, dem Magazin für Kinder- und Jugendtheater und Verfasser zahlreicher Beiträge in Fachbüchern unter anderem zum Themenfeld Kulturelle Bildung und gemeinsam mit Alexander Pinto Herausgeber des Bandes „Freies Theater in Deutschland – Diskurse, Perspektiven und Entwicklungen“. Seit 2013 ist er Projektleiter von „tanz + theater machen stark“ im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung beim Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.

Fonds Darstellende Künste, Lisa Stark, #TakeThat
Foto: Thomas Schneider

Freilichtbühne und Passionsspiele Sömmersdorf | Franken/Bayern

Jury: #TakeAction | Semiprofessionelle Theater | Freilichtbühnen

Lisa Schneider ist von Kindesbeinen an bei den Fränkischen Passionsspielen Sömmersdorf aktiv. Der 700-Seelen-Ort bringt alle 5 Jahre die Passion auf Nordbayerns größte Freilichtbühne. In den Jahren dazwischen werden auch andere Produktionen gezeigt. Alle Spieler*innen und Helfer*innen sind ehrenamtlich dabei, die Regie übernehmen Profis.
Als Beirätin in der Vorstandschaft und Gästeführerin kennt Lisa die vielfältigen Aufgaben rund um die Bühne: „Mein Ehemann und mein Bruder sind Helfer in der Technik, der Papa mitverantwortlich für den Bühnenbau, die Mama war jahrelang Kostümchefin.“ Dass es beim Theater eben nicht nur um die Schauspielerei geht, gibt sie auch als Leitung der Jugendgruppe YÄSS! – Young Äction Stars Sömmersdorf an die nächste Generation weiter und vermittelt erste Kenntnisse in möglichst vielen Bereichen.

Raphael Wohlfahrt
Foto: privat

Künstlerischer Leiter Aktionstheater Donzdorf e.V., Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V. | Donzdorf

Jury: #TakeAction | Semiprofessionelle Theater | Freilichtbühnen

Raphael Nicolas Wohlfahrt ist Literatur- und Kulturwissenschaftler (M.A.) und seit vielen Jahren in Ehren- und Hauptamt als Kultur- und Projektmanager tätig. Wenn er mit seinem Amateurtheaterverein Aktionstheater Donzdorf e.V. am Rande der Schwäbischen Alb nicht gerade Theaterfestivals mit mehr als 100 Teilnehmenden aus 16 Nationen organisiert, steht er dort als Spieler auf der Bühne oder als Künstlerischer Leiter in der Verantwortung. Hauptberuflich arbeitet er für den Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V., wo er für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederberatung, internationale Projekte sowie den Landesamateurtheaterpreis „LAMATHEA“ zuständig ist. Zu seinen thematischen Interessen zählen u.a. hybride und multiple Identitäten, Identitäts- und Repräsentationspolitik, mental health und der ländliche Raum.