Wiederaufnahmeförderung

Mit #TakeHeart setzt der Fonds Darstellende Künste im Rahmen von NEUSTART KULTUR – dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanzierten Rettungs- und Zukunftspaket für den Kultur- und Medienbereich – seine umfassenden Fördermaßnahmen fort. Ziel der neuen Programmlinien ist es, die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Kulturbereich abzumildern, den Wiederbeginn kulturellen Lebens in Deutschland zu befördern, Künstler*innen Planungssicherheit und zugleich neue zukunftsweisende Perspektiven für die Entwicklung der Freien Darstellenden Künste zu ermöglichen.

Die Wiederaufnahmeförderung dient sowohl der Wiederaufnahme als auch der künstlerischen oder formalen Umarbeitung von bestehenden erfolgreichen oder erfolgversprechenden Produktionen der Freien Darstellenden Künste, die bereits eine Premiere oder eine öffentliche Präsentation, auch digitaler Art, hatten.

Die Wiederaufnahmeförderung bietet sich darüber hinaus als Anschlussförderung in den Fällen an, in denen Produktionszeiträume bereits mit einem visuell dokumentierten Ergebnis erfolgreich abgeschlossen wurden (#TakeAction). So trägt sie dazu bei, finale (auch digitale) Realisierungsphasen von Produktionen unter Pandemiebedingungen zu ermöglichen, die zuvor nur in reduzierter Form zur Aufführung kamen. Ziel ist es, kurzfristig zur Auflösung des bundesweiten Premierenstaus in den Freien Darstellenden Künsten beizutragen. Mittelfristig geht es darüber hinaus darum, nachhaltiges Produzieren in den Freien Darstellenden Künsten verstärkt zu befördern.

 

Pandemiemaßnahmengerechte Wiederaufnahmen bzw. künstlerische oder formale Umarbeitungen von Produktionen der Freien Darstellenden Künste, die bereits eine Premiere oder öffentliche Präsentation, auch digitaler Art, hatten. Dies gilt insbesondere für Aufführungssituationen an theaterfernen Orten, im öffentlichen oder digitalen Raum, in sozialräumlichen, urbanen wie ruralen Kontexten.

Langjährig erfolgreich produzierende professionelle Künstler*innen/ -gruppen, Ensembles, Kollektive und Projekte aller Sparten und Genres der Freien Darstellenden Künste mit Sitz und Arbeitsschwerpunkt in Deutschland, die Internetlinks zur Selbstdarstellung und zur visuellen Dokumentation des Ergebnisses der zur Wiederaufnahme geplanten Produktion (vollständiger Videomitschnitt) vorzeigen können.

10.000 € – 25.000 €

Kofinanzierungen bzw. Eigenmittel und/oder unbare Eigenleistungen in Höhe von min. 10% der Antragssumme sind für das beantragte Vorhaben bereits zur Antragstellung darzustellen bzw. nachzuweisen.

Die Antragstellung für die Wiederaufnahmeförderung erfolgt in mehreren Antragsrunden.

Die Antragstellung beim Fonds Darstellende Künste erfolgt ausschließlich online. Hier geht es zur Online-Antragstellung.

Die Fristen der Antragsrunden sind der 15.10.2021, der 01.03.2022 und der 11.09.2022.

Der mögliche Projektzeitraum für bewilligte Vorhaben beginnt mit der positiven Förderzusage und endet

  • am 31.12.2022 (für Vorhaben mit Antragsfristen am 15.10.2021 und 01.03.2022)
  • am 30.06.2023 (für Vorhaben mit Antragsfrist am 11.09.2022).

Vollständige Verwendungsnachweise sind bis spätestens zwei Monate nach Ende des jeweiligen Vorhabens einzureichen.

Für alle weiteren Informationen lesen Sie bitte vor Antragstellung, bzw. auch vor einer telefonischen Beratung durch die Geschäftsstelle des Fonds Darstellende Künste, die Regularien. Weitere Hilfestellungen bieten die FAQs und die Ausfüllhilfe zur Online-Antragstellung. Im Verlauf jedes Antragszeitraums wird es mehrere Info-Zooms zum Programm geben.

Jury

Foto: Dominik Butzmann

Künstlerische Leitung Spreepark Art Space | Berlin

Katja Aßmann wurde 2016 von der Grün Berlin GmbH als Künstlerische Leiterin für das ZKR – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum berufen und war von 2012 – 2017 Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr. Nach ihrem Studium der Architektur und Kunstgeschichte arbeitete Aßmann federführend an der internationalen Bauausstellung Emscher Park. Neben kuratorischen Tätigkeiten arbeitete sie an interdisziplinären Kunstproduktionen und Ausstellungen zu den Themen Kunst und Architektur. Sie war u.a. Co-Kuratorin der Kunsttriennale Emscherkunst, des Stadtprojektes This is not Detroit und der Theaterfahrt Truck Tracks Ruhr, sie kuratierte die Lichtkunst-Ausstellung Urban Lights und schuf jährlich große Public Art-Installationen zu Ruhrtriennale. Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 war sie Programmleiterin für den Bereich Bildende Kunst und Architektur und Geschäftsführerin der Landesinitiative StadtBauKultur NRW.

Mitglied der Jury in der ersten, zweiten und dritten Entscheidungsrunde.

Foto: Detlef Eden
Foto: Detlef Eden

Regisseurin | Saarbrücken

Beate Baron studierte Regie bei Götz Friedrich in Hamburg und an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin, sowie interdisziplinäre Komposition bei Wolfgang Heiniger und Jörg Mainka.
Bis zu seinem Tod arbeitete sie als persönliche Regieassistentin Götz Friedrichs an der Deutschen Oper Berlin. Mit Hans Neuenfels und Jürgen Flimm verbindet sie eine lange und enge Zusammenarbeit.
Beate Baron entwickelte verschiedene, eignen Musiktheater-stücke, Installationen und Video-arbeiten wie z.B u.a. für das Theater Aachen, die Komische Oper Berlin, Dresden Hellerau, DomImBerg Graz, Neuköllner Oper Berlin u.a. . 2008 gewann sie den RingAward 08.off sowie den Sonderpreis der Komischen Oper Berlin Im Rahmen der Ruhrtriennale inszenierte Beate Baron ihre Musiktheaterkreation AUTLAND. Weiterhin inszeniert sie an namenhaften Theatern wie u.a Theater Koblenz, Theater Aachen, Städtische Bühnen Wuppertal, Radialsystem Berlin, Staatstheater Saarbrücken, Deutsches Theater Göttingen, Theater Freiburg, Oper Frankfurt, Staatsoper Berlin.
Beate Baron lehrte an der HfM Hanns Eisler Berlin Musikhochschule Lübeck und der HMT Rostock. Derzeit ist ist sie Professorin für Musiktheater an der HFM Saar.

Jurymitglied in der dritten Entscheidungsrunde.

Fonds Darstellende Künste, Christine Bossert, #TakeThat
Foto: Ingrid Theis

Künstlerische Betriebsdirektorin Bad Hersfelder Festspiele, Regisseurin, Dramaturgin, Dozentin, Kuratoriumsmitglied des Fonds | Bad Hersfeld, Hessen

Nach der Schauspielausbildung in München und vielen Jahren als Schauspielerin auf der Bühne, nahm die Liebe zur Regie und zur Leitung eigener Projekte überhand.
Stationen als Regieassistentin und Produktionsleiterin für Musiktheater im In- und Ausland folgten.
2013 Gründung des Theaterlabels WIR.Jetzt!.
2015 entstand das erste Theaterstück “Talk Talk- Reise ohne Flucht“, eine Bearbeitung des Romans Talk Talk von T.C.Boyle für WIR.Jetzt!.
2017 folgte eine Neubearbeitung des Märchens „Der Gestiefelte Kater“ für Theater und Philharmonie Thüringen. 2018 eine Adaption der Mythen um den fliegenden Holländer. Die Produktion „Der Fliegende Holländer“ für das Klang! Festival Bielefeld wurde mit dem Förderpreis Klassik ausgezeichnet.
Produktionsleitungen und Dramaturgie für Theaterprojekte im städtischen Raum folgten, ebenso die Künstlerische Leitung des Theaterhaus TiG7 in Mannheim.
2010 bis heute als freischaffende Regisseurin für Schauspiel und Spartenübergreifende Projekte.
Seit Februar 2021 Künstlerische Betriebsdirektorin der Bad Hersfelder Festspiele.

Mitglied der Jury in der ersten Entscheidungsrunde.

Foto: Kristina Kast

Freie Künstlerin und Kuratorin | Berlin

Fatima Çalışkan ist freie Künstlerin, Kuratorin und Beraterin. Sie ist Teil von Salon der Perspektiven, ein Kollektiv für kritische Perspektiven in der Kulturarbeit und seit 2020 Mitgründerin und -herausgeberin des Magazins „YallahSalon“. Überzeugt von der solidarischen Wirkkraft kollektiver Wissensvermittlung beriet sie von 2019 bis 2021 Förderprojekte im Auftrag des Förderfonds Interkultur Ruhr. Seit 2020 co-leitet sie die Beratungsstelle des Performing Arts Programm Berlin.

Geboren 1990 als erstes von fünf Kindern einer Arbeiter*innenfamilie am Rande des Ruhrgebiets studierte sie im Zentrum an der Ruhr-Universität Bochum verschiedene Disziplinen der Geisteswissenschaften und machte ihren Abschluss in Kulturanthropologie und Technikphilosophie. Sie war Studienstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung und hatte Bildungsaufenthalte in Paris und Neu-Delhi.

 

Mitglied der Jury in der ersten, zweiten und dritten Entscheidungsrunde. 

Dorte Lena Eilers, Fonds Darstellende Künste, Theater der Zeit, AUTONOM
Foto: Ben Wolf

Kulturjournalistin | Berlin, München

Dorte Lena Eilers ist Professorin für Kulturjournalismus an der Hochschule für Musik und Theater München. Zuvor war sie von 2020 bis 2021 Chefredakteurin von Theater der Zeit, dessen überregionale und internationale Theaterberichterstattung sie seit 2007 als Redakteurin und Autorin mit gestaltete. Neben ihrer Tätigkeit in der Lehre arbeitet sie als Kulturjournalistin und Moderatorin und war Mitglied in diversen Jurys, u.a. beim Theaterpreis des Bundes, den Mülheimer Theatertagen sowie dem Fonds Darstellende Künste. Als Mitherausgeberin publizierte sie zahlreiche Bücher, darunter„Castorf“ (2016), „Heart of the City II. Recherchen zum Stadttheater der Zukunft“ (2017) sowie „Stück-Werk 6. Neue deutschsprachige Dramatik“ (2020). Zuletzt erschienen: „backstage TSCHEPLANOWA“, ihr ausführlicher Gesprächsband mit der Schauspielerin Valery Tscheplanowa. Sie lebt und arbeitet in Berlin und München.

Mitglied der Jury in der ersten, zweiten und dritten Entscheidungsrunde.

Foto: privat
Foto: privat

Kulturjournalist | Berlin

Janis El-Bira, geboren 1986 in Braunschweig, studierte Philosophie und Geschichtswissenschaften in Berlin und arbeitet seither als Journalist und Moderator mit Theaterschwerpunkt. Er ist Redakteur beim Theaterportal nachtkritik.de und Moderator und Redakteur für die Sendung „Rang 1 – Das Theatermagazin“ im Deutschlandfunk Kultur. Daneben Texte und Beiträge für verschiedene Zeitungen und Rundfunksender. Von 2016 bis 2021 leitete er das journalistische Nachwuchsprojekt „Theatertreffen-Blog“ bei den Berliner Festspielen. Jury-Tätigkeiten u.a. beim Mülheimer Dramatikpreis 2021, beim Festival Fast Forward 2021 in Dresden und für das Festival Politik im Freien Theater 2022 in Frankfurt am Main.

Jurymitglied in der dritten Entscheidungsrunde.

Künstlerische Leitung Theater Mumpitz, „panoptikum“ | Nürnberg

Andrea Maria Erl ist seit 1994 künstlerische Leiterin und Regisseurin des Theater Mummpitz in Nürnberg und seit 2000 künstlerische Leiterin des biennalen europäisch-bayerischen Kindertheaterfestivals „panoptikum“. Darüber hinaus ist sie kontinuierlich im kulturpolitischen Bereich aktiv sowie in verschiedenen nationalen und internationalen Verbänden zur Förderung des professionellen Kinder- und Jugendtheaters tätig. Sie ist Mitglied im Nürnberger Bildungsbeirat, seit 2009 verantwortlich für die Konzeptionierung und Projektleitung des 1. Nürnberger Kulturrucksack sowie seit 2019/2020 für die Projektentwicklung „Mummpitz macht Schule. Klasse“. 2022 hat sie die künstlerische Leitung des dreijährigen Jupiter-Projekts „Memories” in Kooperation mit der CIE Gare centrale/Belgien, der AdDK Regensburg und dem Theater Mummpitz übernommen.

Jurymitglied in der dritten Entscheidungsrunde.

Foto: Lutz Knospe

Performer*in, Regisseur*in, Dramaturg*in | Berlin

Yunus Can Ersoy, in Zürich geboren und aufgewachsen, ist Performer*in, Regisseur*in und Dramaturg*in. Nach dem BA in Germanistik, Geschichte der Neuzeit und Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft, studierte Yunus im MA an der Universität Zürich (Kulturanalyse) und am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen.
2009 war Yunus Gründungsmitglied von »oimoi – junges theater zürich«, in dessen Vorstand Yunus heute ist. Seit 2009 hat Yunus in über 10 oimoi-Produktionen auf und hinter der Bühne mitgewirkt. oimoi-Stücke von Yunus (Text, Regie, Projektleitung) wurden u.a. im Theater Rigiblick, Zürich gezeigt. Am Schauspielhaus Zürich wirkte Yunus u.a. in Sprechchören mit.
Yunus organisiert Festivals (u.a. DISKURS 2018) und gastierte mit eigenen Arbeiten bisher u.a. mit dem Kollektiv Mora Vegesture am Künstlerhaus Mousonturm, mit Camila Rhodi am FACT-Festival in Budapest und mit Josef Mehling bei 48h Neukölln in Berlin (2019). 2020 zeigten Jil Dreyer, Yunus Ersoy, Josef Mehling die Theater-Performance None of This beim Grätsche Festival in Zürich.
Nach einer Hospitanz im Studio Я, assistierte Yunus seit Mitte der Spielzeit 2018/19 in der Dramaturgie am Maxim Gorki Theater in Berlin. Seit Mitte der Spielzeit 2020/21 ist Yunus Dramaturg*in am Gorki.

Mitglied der Jury in der ersten und zweiten Entscheidungsrunde.

Fonds Darstellende Künste, Thomas Frank, #TakeThat
Foto: Rolf Arnold

Künstlerischer Leiter Residenz Schauspiel Leipzig | Leipzig

Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Leipzig und Glasgow war Thomas Frank von 2000 bis 2004 Assistent der künstlerischen Leitung, Dramaturg und Kurator am Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main und von 2005 bis 2007 Programmdramaturg an den Sophiensaelen Berlin. Im Jahr 2007 gründete er gemeinsam mit Haiko Pfost brut Wien als internationales Koproduktionshaus für interdisziplinäre darstellende Kunst, das er bis 2015 in künstlerischer und geschäftsführender Verantwortung leitete. Bereits in ihrer zweiten Spielzeit wurden Thomas Frank und Haiko Pfost für das brut Programm mit dem Nestroy Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. Von 2015 bis 2017 war Thomas Frank als freier Kurator am Theater VabaLava in Tallinn, Estland engagiert. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er künstlerischer Leiter der Spielstätte Residenz am Schauspiel Leipzig. An der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy und an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig ist er seit 2018 als Lehrbeauftragter tätig. 

Mitglied der Jury in der zweiten Entscheidungsrunde.

Sabine Gehm, Tanz Bremen, On the Road, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Heidi Scherm

Kulturwissenschaftlerin, Festivalleiterin TANZ Bremen, Dramaturgin, Kuratorin | Bremen/Berlin

Sabine Gehm ist künstlerische Leiterin des internationalen Festivals TANZ Bremen und im Leitungsteam des Tanzpakt Projekts ‚MV tanzt an‘.
Von 2006 bis 2016 leitete sie zusammen mit Katharina von Wilcke die ersten vier Ausgaben des internationalen Tanzkongress der Kulturstiftung des Bundes (Berlin 2006, Hamburg 2009, Düsseldorf 2013, Hannover 2016).
Die diplomierte Kulturwissenschaftlerin war von 1994 bis 2001 als Programmdramaturgin und Leiterin verschiedener Festivals (u.a. Junge Hunde, Independance Days, Tanzplattform Deutschland 2000) bei Kampnagel Hamburg und koordinierte 2001 – 2005 u.a. das von ihr mitbegründete internationale Netzwerk für Performing Arts ‚Junge Hunde’.
Davor arbeitete sie als Organisationsleiterin beim Internationalen Sommertheater Festival Hamburg.
Als frei arbeitende Kuratorin und Kulturmanagerin konzipierte und verantwortete sie internationale Austauschprojekte, Think Tanks, Laboratorien und Akademien u.a. für die KSB, den BFDK, den DTD. Sie ist im Vorstand des Dachverband Tanz Deutschland und war von 2015 bis 2020 Vorsitzende des Kuratoriums beim Fonds Darstellende Künste, für den sie 2020 die Prozesse der Entscheidungsverfahren (u.a. Publikation der Handreichung zu Juryverfahren) leitete. Sie ist als Gutachterin und Mitglied verschiedener Jurys bundesweiter und internationaler Programme tätig und arbeitet als Mentorin beratend für verschiedene Künstler*innen und Projekte.

Mitglied der Jury in der ersten Entscheidungsrunde.

Martina Grohmann, Theater Rampe, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Felix Grünschloß

Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Intendantin Theater Rampe | Stuttgart

Martina Grohmann, geboren in Mödling bei Wien, studierte Theaterwissenschaft an der Universität Wien.
Sie begann als Produktionsleiterin beim steirischen herbst 98 und 99. Ab 2000 war sie als Dramaturgin am Staatstheater Kassel, am LTT Tübingen, am Theater Heidelberg, wo sie 2005 bis 2007 die Spielstätte zwinger1 für Autorentheater und Projekte leitete, und am Theater Basel engagiert. Als Gastdramaturgin arbeitete sie außerdem an der Schaubühne Berlin und am Schauspiel Frankfurt.
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Dramatik, Stückentwicklungen sowie interdisziplinären Formaten und Festivals. Seit August 2013 ist sie gemeinsam mit Marie Bues Intendantin des Theater Rampe.

Mitglied der Jury in der ersten Entscheidungsrunde.

Foto: Julia Meta Müller

des. künstlerische Leitung Schwankhalle | Bremen

Katrin Hylla studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Davor war sie bereits als Schauspielerin, Regisseurin, Regieassistentin in der Freien Szene Berlin u.a. am HAU, Theaterdiscounter, aber auch Stadt-und Staatstheatern (Maxim Gorki Theater, Hessisches Landestheater Marburg u.a.) tätig. Bis März 2021 arbeitete sie in der freien Spielstätte TNT in Marburg als Teil der künstlerischen Leitung und Geschäftsführung. Sie gründete 2016 das Festival FÜR DICH FÜR DICH FÜR DICH, ein um Arbeitsstipendien erweitertes Format für zeitgenössische Positionen und Performances. Als Regisseurin realisiert sie Stücke u.a. mit Kindern und wurde dafür mit dem Preis der Hessischen Theatertage 2017 ausgezeichnet. Sie initiiert und inszeniert gerne Formate, die offen sind für professionelle und nicht professionelle Performer*innen und Musiker*innen aller Altersstufen. So entstand beispielsweise Die erste Kinderpartei Deutschland, die Audioinstallation Heimat #3 auf einem Bierberg aus 2000 Bierkästen oder wird aktuell das Bootsballet mit Blechmusik auf dem Werdersee in Bremen erarbeitet. Katrin Hylla ist teilweise als Lehrbeauftragte z.B. an der HAWK Hildesheim und Uni Gießen tätig. Zur Zeit bereitet sie ihre Arbeit als Künstlerische Leitung der Schwankhalle Bremen vor, die sie ab August 23 in einer Dreierspitze leiten wird.

Jurymitglied in der dritten Entscheidungsrunde.

Julian Kamphausen, Hauptsache frei, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Performing Arts Programm / Dorothea Tuch

Künstlerische Leitung Prater Digital, Dramaturg, Regisseur | Hamburg, Berlin

Geboren 1975, begann er 1994 in unterschiedlichen Funktionen hauptsächlich in den darstellenden Künsten zu arbeiten. Am Anfang hat er viel in Staats- und Stadttheatern gelernt und arbeitet seit 2003 selbständig als Autor, Kurator, Dramaturg und Regisseur. Hier hat er besonders viel Erfahrung als Regisseur von Galen und Charity-Veranstaltungen gesammelt, die wichtige Inhalte und große Unterhaltung miteinander präsentieren. 2013 hat er für das Performing Arts Programm Berlin (PAP) den Branchentreff der Freien Darstellenden Künste Berlin mitkonzipiert und zusammen mit anderen bis 2017 geleitet. Für das PAP konzipiert er auch weiterhin Fachtagungen, die spezifische Themen für ein professionelles Publikum vertiefen.
2016 hat er für das PAP zusammen mit der re:publica die Performersion gegründet, ein Format für Kooperationen der digitalen und der darstellenden Künste, das er seitdem auch mit einem inzwischen internationalen Fokus fortführt.
Die kuratorische Arbeit an der Schnittstille zwischen digitalen und analogen Künsten setzt er in Laborformaten für die Technologiestiftung Berlin u.a. oder als Mitglied des Culture Track Teams der re:publica um. Vermittelnd arbeitet er in diesem Spannungsfeld auch als Beiratsmitglied der bbw – University for Applied Sciences, des Berlinforums der Stiftung Zukunft Berlin, als Speaker oder Workshopgeber.

Jurymitglied in der dritten Entscheidungsrunde.

Foto: Peter Lipsmeyer

Mit Bestürzung und Trauer hat den Fonds vom Tod von Bea Kießlinger  erfahren. Sie hat den Dachverband Tanz vielfach im Fonds Darstellende Künste vertreten. Ihr engagierter Einsatz für den Tanz und besonders für die frei arbeitenden Tänzer*innen und Choreograf*innen wird uns stets in Erinnerung bleiben.
Ein Nachruf auf Bea Kießlinger erschien in der Stuttgarter Zeitung.

künstlerische Projektleiterin, Kuratorin, Dramaturgin | Stuttgart

Bea Kießlinger studierte Architektur und lehrte an der TU Stuttgart zum Thema Bewegung und Raum. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich seit vielen Jahren auf den zeitgenössischen Tanz, als Geschäftsführerin von Kultureinrichtungen, Netzwerkerin, künstlerische Projektleiterin, Kuratorin, Dramaturgin, Jurorin und Interessenvertreterin. Sie leitete von 1998 bis 2007 die Tanz- und Theaterwerkstatt e.V. Ludwigsburg, war 2006 Mitglied des Leitungsteams der Tanzplattform Deutschland in Stuttgart und arbeitete am Theaterhaus Stuttgart als künstlerische Geschäftsführerin. 2009 gründete sie das landesweite Netzwerk „TanzSzene BW“, in deren Vorstand sie bis heute aktiv ist. Für den Dachverband Tanz Deutschland engagierte sich Bea Kießlinger von 2010 bis 2017 im Vorstand, ist Mitglied der Initiativgruppe Stadt-Land-Bund und leitet seit 2017 den kulturpolitischen Dialog im Förderprogramm TANZPAKT Stadt Land Bund. Für den Dachverband Tanz ist sie außerdem beauftragt kulturpolitisch mit weiteren Verbänden wie z.B. dem Deutschen Kulturrat, der Allianz der Freien Künste, dem Aktionsbündnis Darstellende Künste den regelmäßigen Austausch zu pflegen und Themen des Tanzes inhaltlich weiter zu entwickeln.

Mitglied der Jury in der ersten Entscheidungsrunde.

Sabine Kuhfuss
Foto: Dominik Moos

Künstlerische Leitung KulturTeam | Detmold

Sabine Kuhfuss studierte Diplom-Pädagogik, Soziologie und Kulturmanagement in Bielefeld und Hannover. Nach der Assistenz der Teamleitung der Kulturabteilung der Stadt Detmold und der Ko-Leitung des Festivals für darstellende Kunst im öffentlichen Raum „Bildstörung“ von 2010 bis 2018, ist sie seit 2019 fachlich-künstlerische Leiterin des KulturTeams der Stadt Detmold und künstlerische Leiterin des Festivals „Bildstörung“. Ihr Interesse gilt den Wirkungen und Perspektiven von darstellender Kunst sowie interdisziplinären Formaten im öffentlichen Raum, insbesondere ihrer Relevanz für kommunale Kultur.
Seit 2014 ist sie assoziiertes Mitglied in dem europäischen Netzwerk zur Förderung und Entwicklung künstlerischer Kreationen im öffentlichen Raum In Situ. Als Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Theater im öffentlichen Raum e.V. setzt sie sich für die Entwicklung und Förderung des Genres ein.

Mitglieder der Jury in der zweiten und dritten Entscheidungsrunde.

Foto: Tom Dachs

Künstlerische Leiterin LOFFT – DAS THEATER | Leipzig

Anne-Cathrin Lessel, geboren 1987, studierte Theaterwissenschaft, Psychologie und Kultur-wissenschaften an der Universität Leipzig. Bis 2011 arbeitete sie unter anderem freischaffend in künstlerischen Projekten mit Kindern und Jugendlichen, vordergründig am Theater an der Parkaue Berlin. Ab 2011 Programm- und Produktionsleiterin am LOFFT – DAS THEATER, dessen künstlerische Leitung und Geschäftsführung sie 2019 übernahm. Seit 2013 ist sie Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste und seit 2020 Vorstandsmitglied im Landesverband der Freien Theater in Sachsen. Seit vielen Jahren ist sie Mitglied verschiedener Fachjurys u.a. bei der Stadt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Studienstiftung des deutschen Volkes.

Mitglied der Jury in der zweiten und dritten Antragsrunde.

Foto: Susanne Diesner

Direktor Akademie für Theater und Digitalität | Dortmund

Marcus Lobbes arbeitet seit 1995 als Regisseur, Ausstatter und Autor im Musik- und Sprechtheater. Er ist außerdem Direktor der Akademie für Theater und Digitalität, der 2019 neugeründeten, sechsten Sparte am Theater Dortmund. Er arbeitete, unter anderem mit dem Schwerpunkt auf Ur- und Erstaufführungen, an vielen namhaften Schauspiel- und Opernhäusern (z.B. am Schauspiel Düsseldorf, der Deutschen Oper am Rhein, dem Nationaltheater Mannheim, an den Staatstheatern in Kassel, Mainz, Saarbrücken, Darmstadt und Braunschweig, am Schauspiel Dortmund, den Wuppertaler Bühnen, dem Theater Freiburg u.v.a.). Neuartige kollektive Arbeitsformen mit den Ensembles sowie sein enger Kontakt zu zeitgenössischen Autor*innen und Komponist*innen zeichnen sein künstlerisches Arbeiten aus. Seit 2014 wird er regelmäßig als Gastdozent an verschiedene renommierte Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeladen. Als Direktor der Dortmunder Akademie ist er lokal, überregional und international in Vortrags- und Diskursformaten gefragt; ein wichtiges Anliegen ist ihm die Bildung und Förderung verschiedenster Netzwerke für die Darstellende Kunst sowie die Vermittlung der künstlerischen Forschungen in Korrespondenz zu neuesten Technologien an Theater- und Ausbildungsinstitutionen, Politik und Publikum.

Mitglied der Jury in der ersten, zweiten und dritten Entscheidungsrunde.

Bettina Masuch, Fonds Darstellende Künste, tanzhaus nrw, AUTONOM
Foto: Katja Illner

Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin des tanzhaus nrw | Düsseldorf

Nach ihrem Studium der Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen arbeitete Bettina Masuch als Dramaturgin unter anderem an der Volksbühne in Berlin, wo sie bei Produktionen von Frank Castorf, Christoph Schlingensief und Rene Pollesch mitwirkte. Am HAU war sie 2003 – 2008 als Kuratorin für Tanz und Performance tätig. Nach Leitungsstellen beim Springdance Festival Utrecht und dem Berliner Tanzfestival Tanz im August übernahm sie im Januar 2014 die Intendanz des tanzhaus nrw in Düsseldorf.

Mitglied der Jury in der ersten Entscheidungsrunde.

Foto: Kasimir Bordasch

Schauspielerin, Autorin, Regisseurin | Berlin

Lara-Sophie Milagro, Berlinerin, studierte Schauspiel in London und New York und Gesang in Berlin. Sie spielte u.a. am Staatstheater Mainz, Theater Kassel, Gorki Theater Berlin, Residenztheater München und an den Münchner Kammerspielen. Zusammenarbeit mit Regisseur*innen wie Frank Patrick Steckl, Antoine Uitdehaag und Julia Wissert. Als Autorin / Regisseurin schrieb / inszenierte sie „Heimat, bittersüße Heimat“ (Ballhaus Naunynstrasse ’11), „Satoe“ (Nationaltheater Mannheim ’13), „Dauerkolonie Berlin“ (Ballhaus Naunynstrasse, ’18), „Winterzeit (HAU Berlin, ’18), „Auf Noahs blutigem Regenbogen tanzen wir“ (Gorki Theater Berlin, ’20) und wirkte bei all diesen Produktionen auch als Schauspielerin mit. Sie war zudem in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, u.a. im Tatort Weimar (ARD ’17), „Dogs of Berlin“ (Netflix ’18) und dem TV-Mehrteiler „Das Geheimnis des Totenwaldes“ (ARD, ’20) an der Seite von Matthias Brandt und Karoline Schuch. Sie ist außerdem als Synchronsprecherin tätig, zuletzt für die Netflix Produktion „His House“ (’20) und den Arte Film „Les Heritieres“ (’21). Von 2018-2021 schrieb sie zudem für nachtkritik.de die monatliche Kolumne „Heimatgeschichten“. 2022 wird der Theaterfilm „Emmett, tief in meinem Herzen“ erscheinen (Premiere am Hebbel Theater Berlin), an dem Lara-Sophie Milagro als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin mitgewirkt hat.

Mitglied der Jury in der ersten und zweiten Entscheidungsrunde.

Foto: privat

Autor, Dramaturg | Berlin, Palermo

Tom Mustroph, geboren in Berlin, ist hier und Palermo als freier Autor sowie freier Dramaturg tätig. Nach einem Studium von Literatur-, Theater- und Kulturwissenschaft in Berlin und Paris operiert er in so unterschiedlichen gesellschaftlichen Subsystemen wie dem Theater, der Kunstszene und dem Sport. Dabei interessiert ihn in erster Linie, wie selbstverantwortliches Arbeiten elegant und unter Einhaltung moralischer Mindeststandards gelingen kann (mitunter in Theater und Kunst) und welche Konstellationen systematisch zum Scheitern führen (Doping, Spielmanipulation und Mafia).

Mitglied der Jury in der zweiten und dritten Entscheidungsrunde.

Foto: Niklas Vogt

Künstlerische Co-Leiterin Ballhaus Ost, Kuratorin, Performerin | Berlin

Neben ihrer Tätigkeit als Künstlerische Co-Leiterin des Ballhaus Ost arbeitet Tina Pfurr als Kuratorin, Performerin, Schauspielerin und Sprecherin und entwickelt zudem eigene Projekte. Pfurr ist seit 2017 Vorstandsmitglied des LAFT Berlin und regelmäßiges Mitglied von Vergabe- und Festivaljurys (u.a. 2017-2020 Kulturbehörde Hamburg; 2021 Körber Stiftung Junge Regie). Zuletzt realisierte sie die Performance I just called to say.. sHe’s dead., die im Februar 2021 als 5-Teilige Videoarbeit online veröffentlicht wurde. Seit 2014 tourt sie mit der Tanzkaraoke Performance copy & dance um die Welt. Pfurr produziert auch Videoarbeiten, die beiden Videoaessays Applied AXXXD-Gendering (2017) und SelfFanfic – Ein Exorzismus (2019) wurden bei verschiedenen Festivals gezeigt
In den letzten Jahren arbeitete sie an verschiedenen Theatern, weltweit, als Performerin und Schauspielerin und konzipiert performative Moderationen. Neben ihrer Theatertätigkeit ist sie zudem als Schauspielerin für Film und Fernsehen tätig.

Mitglied der Jury in der ersten und dritten Entscheidungsrunde.

Aenne Quinones, HAU Hebbel am Ufer, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Doro Tuch

Kuratorin, Dramaturgin, Autorin, seit 2012 stellv. künstlerische Leiterin des HAU Hebbel am Ufer | Berlin.

Nach ihrem Studium an der Humboldt Universität zu Berlin arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Künste der DDR. 1996 war sie Mitbegründerin und bis 2003 Kuratorin des Theaterfestivals „reich & berühmt“. Von 1997 bis 2002 leitete sie den Bereich Theater/Performance im Podewil, Zentrum für aktuelle Künste in Berlin. Hier realisierte sie diverse Koproduktionen, Gastspiele und internationale Festivals, u.a. 1997 das Festival „Live Art – New theatre for the 90s“ mit jungen britischen Performer*innen.
An der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz arbeitete sie von 2002 bis 2011, hier v.a. als Kuratorin für die Volksbühne im Prater. 2010 und 2012 war sie künstlerische Leiterin des Theaterfestivals »Favoriten« in Dortmund und während der Spielzeit 2011/2012 Dramaturgin am Residenztheater München.
Diverse Veröffentlichungen, u.a.: René Pollesch, „Liebe ist kälter als das Kapital“, Hamburg 2009 und Postdramatisches Theater in Portraits/Gob Squad „What are you looking at?“, Berlin 2020.

Jurymitglied in der dritten Entscheidungsrunde.

Foto: Jörg Landsberg

Dramaturg, künstlerische Leitung Tanzsparte Theater Bremen | Bremen

Gregor Runge, geboren in Dresden, studierte Theaterwissenschaft und Komparatistik in Bochum und arbeitete u. a. für die Theaterfestivals Impulse und FAVORITEN. Ab 2011 arbeitete er als Dramaturg vor allem mit Samir Akika/Unusual Symptoms und dem Theater im Pumpenhaus Münster zusammen. 2012 ging er als Dramaturg an das Theater Bremen. 2015 und 2017 co-leitete er hier das internationale Performing Arts Festival OUTNOW! in Kooperation mit der Schwankhalle Bremen. Für das Goethe-Institut entstanden Projekte u. a. in Nowosibirsk und für das Goethe-Institut Ukraine. Seit der Spielzeit 2018/2019 leitet er gemeinsam mit Alexandra Morales die Tanzsparte des Theater Bremen mit der Kompanie Unusual Symptoms. Unter ihrer Co-Leitung entstehen neben der Arbeit von Hauschoreograf Samir Akika Produktionen mit international renommierten Choreograf*innen wie Faye Driscoll, Adrienn Hód, Máté Mészáros und Núria Guiu Sagarra. Zwei der seitdem entstandenen Arbeiten waren 2020 zur Tanzplattform Deutschland eingeladen. Gregor Runge ist regelmäßig Mitglied verschiedener Jurys, u.a. von 2018 – 2021 im Kuratorium des Fonds Darstellende Künste sowie für das Land NRW. Darüber hinaus initiierte und verantwortet er die Konzertreihe Theater Bremen CLUB, die regelmäßig Künstler*innen der globalen Jazz- und Poplandschaft erstmals in Bremen präsentiert.

Mitglied der Jury in der ersten und zweiten Entscheidungsrunde.

Martin Schäfer
Foto: privat

Hochschullehrer für Literaturwissenschaft und Theaterforschung | Hamburg

Martin Jörg Schäfer lehrt seit 2014 Theaterforschung an der Universität Hamburg. Er forscht derzeit zu prozessual und gemeinsam generierten Textformen in Theater und Performance der Gegenwart, außerdem zu Theater- und Performancemanuskripten im Zeichen der Digitalisierung. 2014-2021 Ko-Leitung des MA Performance Studies der Universität Hamburg. 2014 Mitorganisation des von der geheimagentur initiierten Kongresses „The Art of Being Many“ auf Kampnagel. Seit 2015 Mitkurator der „DachSalon“-Gesprächsreihe über Theater und Politik am Hamburger Schauspielhaus. Für die Saisons 2016/17 bis 2019/20 Mitglied der Jury der Hamburger Behörde für Kultur und Medien für die Förderung von Projekten der Freien Darstellenden Künste in der Sparte Sprechtheater/Musiktheater/Performance sowie in der übergreifenden Nachwuchs- und Konzeptionsförderung. 2017 Leitungsteam der Jahrestagung von Performance Studies international „OverFlow“ auf Kampnagel im Rahmen von „Theater der Welt“. Seit 2020 Mitglied der Jury für den Start Off-Preis des Lichthof Theaters und der Hamburgischen Kulturstiftung. 

Mitglied der Jury in der ersten Entscheidungsrunde.

Carena Schlewitt, Hellerau, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Eleni Kougionis

Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste | Dresden

Carena Schlewitt wurde 1961 in Leipzig geboren. Seit 2018 ist sie Intendantin von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden.
Sie war von 2008-2018 Direktorin der Kaserne Basel und Künstlerische Leiterin des internationalen Theaterfestivals Basel (seit 2012). Sie studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin und arbeitete von 1985 bis 1993 an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Sie wirkte als Dramaturgin, Kuratorin und stellvertretende Künstlerische Leiterin an verschiedenen freien Produktionshäusern (Podewil Berlin; FFT Düsseldorf; HAU Berlin) und bei internationalen Festivals (Theater der Welt; HAU Berlin).
Schwerpunkte ihrer Arbeit waren unter anderem die Transformationsprozesse in Ostdeutschland, Osteuropa und China und die Entwicklung des Theaters in Polen, Frankreich und Italien sowie der Live Art und Performance-Kunst. Sie war in diversen Jurys tätig, u.a. für das Festival „Impulse“; für das deutsch-polnische Expertengremium der Kulturstiftung des Bundes sowie für das Programm „Doppelpass“ der Kulturstiftung des Bundes; sie war Mitglied der Fachkommission der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Mitglied der Jury in der ersten und dritten Entscheidungsrunde.

Foto: G2 Baraniak

Künstlerischer Leiter LICHTHOF Theater | Hamburg

Matthias Schulze-Kraft ist der künstlerische Leiter des LICHTHOF Theaters, Spiel- und Produktionsstätte für freies Theater in Hamburg.
Von Haus aus Regisseur, arbeitet er seit 1986 in den unterschiedlichsten Funktionen und Produktionszusammenhängen im Theater. Stationen waren unter anderem das Ulmer Theater, die Pocket Opera Company Nürnberg, das Schauspiel Frankfurt und diverse freie Produktionen. Seit 2006 das LICHTHOF Theater Hamburg, ab 2008 als künstlerischer Leiter.

Nach einem Weiterbildungsstudium zum „Kultur- und Bildungsmanager“ (HWP Hamburg) und diversen weiteren Weiterbildungen (Change Manager, Management Trainer, Business Coach, Qualitätsmanager), entwickelte er seit dem Jahr 2000 sein zweites berufliches Standbein als Dozent, Berater und Coach vor allem in der Qualifizierung von Führungskräften und in der Organisationsberatung.
Seit 2019 ist er im Vorstand des Bundesverbands Freier Darstellender Künste (BFDK).
2014 bis 2019 war er Kuratoriumsvorsitzender des Fonds Darstellende Künste, er war Jurymitglied unter anderem des „Theaterpreis des Bundes“ (2019), des „Reload“-Programms der Kulturstiftung des Bundes (2020) und des Körber Studios Junge Regie (2021).

Mitglied der Jury in der ersten und zweiten Entscheidungsrunde.

Katja Spieß, FITZ Stuttgart, Fonds Darstellende Künste
Foto: Max Kovalenko

Leiterin des FITZ! – Zentrum für Figurentheater und des Festivals „Imaginale“ | Stuttgart

Nach einem literatur- und geschichtswissenschaftlichen Studium findet Katja Spiess durch die programmatische und organisatorische Mitarbeit bei verschiedenen Kulturfestivals (u.a. „Theater der Welt“, „Natur im Kopf – Kongress zum Naturbegriff der Gegenwart“) Eingang in die Stuttgarter Kulturszene. Dem FITZ! Zentrum für Figurentheater gehört sie seit 1993 an. In den ersten Jahren zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, übernimmt sie ab 1998 in Zusammenarbeit mit Helmut Pogerth, ab 2001 alleinverantwortlich, die Theaterleitung des FITZ. Katja Spiess ist außerdem künstlerische Leiterin des Internationalen Figurentheaterfestivals IMAGINALE und Redaktionsmitglied der Theater-Fachzeitschrift „double“.

Mitglied der Jury in der zweiten Antragsrunde.

Felizitas Stilleke, Fonds Darstellende Künste, #TakeThat
Foto: Niklas Vogt

Freie Dramaturgin, Kuratorin | Berlin, Amsterdam

Felizitas Stilleke ist freie Dramaturgin, Künstlerin und Kuratorin.
Sie leitet Konferenzen, wie z.B. den Branchentreff 2019-2021, das Bundesforum 2017 oder den RATSCHLAG DER VIELEN 2019, und übernimmt Festivaldramaturgien (Berliner Theatertreffen 2018, Impulse Theaterfestivals 2017 (unter Florian Malzacher) oder gemeinsam mit Johanna Yasirra Kluhs das Theaterfestival FAVORITEN 2014) und ist als Produktionsdramaturgin in NRW, Berlin, Amsterdam und Zürich unterwegs.
Sie absolvierte ihren Bachelor der Germanistik/Erziehungswisschenschaften in Bochum sowie einen Master in Kulturpoetik an der Wilhelms-Universität in Münster. 2018/19 studierte sie im Rahmen des internationalen Masterstudiums bei DAS theatre in Amsterdam „Expanded Curation“.
2020 startete sie am Ballhaus Ost eine Reihe von Podcast-Sessions unter dem Titel „The Mother in Me is the Mother in You“, in welcher sie das Thema Nicht-/Noch-nicht-/Nicht-mehr-/Vielleicht-/Mutterschaft einer kollektiven Diskursumwidmung unterzieht.

Mitglied der Jury in der zweiten Entscheidungsrunde.

Foto: fsk-photography / Frank Stefan Kimmel

Regisseurin, Autorin | Göttingen

Antje Thoms, Regisseurin und Autorin, wurde in Stralsund geboren, studierte Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und war anschließend Regieassistentin am Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Dort arbeitete sie u.a. mit Sebastian Nübling, Andreas Kriegenburg, Luk Perceval und Jossi Wieler zusammen. Seit 2003 ist sie freiberuflich tätig. 2007 gründete sie zusammen mit dem Autor Jens Nielsen und dem Schauspieler Dominique Müller die freie Zürcher Theaterformation Trainingslager. Seit der Spielzeit 14/15 ist Antje Thoms Hausregisseurin am Deutschen Theater Göttingen bei Intendant Erich Sidler. 2020 absolvierte sie als Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins die berufsbegleitende Weiterbildung „Theater- und Musikmanagement“ an der LMU München, 2021 nimmt sie am Mentoring-Programm „Frauen in Kultur und Medien“ vom Deutschen Kulturrat teil.
www.antjethoms.de

Mitglied der Jury in der ersten, zweiten und dritten Entscheidungsrunde.  

Foto: Felix Amsel

Professorin für Städtebau und Stadtgestaltungsprozess | Dortmund

Prof. Dr. Renée Tribble leitet das Fachgebiet StädteBauProzesse – Städtebau, Bauleitplanung und Stadtgestaltungsprozesse – an der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund. Zuvor war sie Gastprofessorin für Stadtmanagement und Stadtentwicklungsplanung an der Universität Kassel sowie Professorin für Planungstheorie und -methodik an der TH OWL Detmold. Nach ihrem Studium der Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar (Diplom 2005) war sie in Architektur- und Planungsbüros tätig und unterrichtete an der HafenCity Universität (HCU) Hamburg als wissenschaftliche Mitarbeiterin (2008 – 2014) und Lehrbeauftragte. In ihrer Doktorarbeit (2021) beschäftigt Sie sich mit künstlerischen Methoden der Stadtentwicklung unter dem Titel „Reizungen und Reaktionen: Kunst und Planung“. Sie ist Mitgründerin und Gesellschafterin der PlanBude Hamburg, von projektbüro Hamburg sowie ehrenamtliches Vorstandsmitglied der fux eG.

Mitglied der Jury in der zweiten Entscheidungsrunde.

Hans-Joachim Wagner, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium, Nürnberg 2025
Foto: Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach

Vorsitzender des Kuratoriums, Kulturwissenschaftler, Kurator, Autor, Musikdramaturg | Düsseldorf, Köln, Nürnberg

Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner (Jahrgang 1961) ist nach einem Studium der Musikwissenschaft, Deutschen Philologie und Kunstgeschichte als Kulturmanager, Kurator, Wissenschaftler und Autor tätig. Er arbeitete zuletzt als Fachbereichsleiter für Musik und darstellende Künste bei der Kunststiftung NRW in Düsseldorf. Wagner war an den Opernhäusern in Koblenz und Köln als Produktionsdramaturg, persönlicher Referent des Intendanten und Mitarbeiter der Operndirektion tätig. Von 2002 bis 2006 arbeitete er als Musikreferent im Kulturamt der Stadt Köln und übernahm bei der Bewerbung der Stadt Köln um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010 die Koordination des Bereichs Musik.
In Köln kuratierte er das kulturelle Rahmenprogramm zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006, war künstlerischer Leiter des Festivals „Feste Musicali“ und des Kinder- und Jugendmusikfestivals „Stadt Klang Fluss“. Seit geraumer Zeit gilt sein besonderes Interesse dem zeitgenössischen Tanz und Theater, der Diversität kultureller Praxis und ihrer Sichtbarmachung.
Seit 2. Januar 2018 ist der Wissenschaftler und Kulturmanager Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner Leiter des Büros für die Bewerbung Nürnbergs um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2025.

Jurymitglied in der dritten Entscheidungsrunde.

Foto: Fabian Norden

Theater-, Film- und Kinoförderung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München | München

Katharina Wolfrum studierte Theaterwissenschaft, Neuere Deutsche Literatur und Psychologie in München und Stockholm sowie Kultur- und Medienmanagement in Berlin. An der Freien Universität Berlin arbeitete sie am Creative Industries Competence Center und forschte insbesondere zu Orten kreativer Entfaltung im urbanen Raum. Dieses Thema hat Katharina dann 2015 auf das Kreativquartier München gezogen: zunächst als künstlerische Produktionsleitung am PATHOS Theater und bald mit eigenen Initiativen wie dem Theaterbüro München – einer Beratungsstelle für die freien darstellenden Künste – oder dem Kollektiv „Büro Grandezza e. V.“.
Darüber hinaus engagiert sie sich für die Weiterentwicklung dieses Kreativquartiers als einem zentralen Ort für die freie Szene Münchens mit besonderem Augenmerk auf „Nachhaltigkeit und Kultur“.
Seit Anfang 2020 ist Katharina zuständig für die Theater-, Film- und Kinoförderung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

Mitglied der Jury in der ersten, zweiten und dritten Entscheidungsrunde.

Stephan Wunsch, Rosenfisch, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Vera Wunsch

Puppenspieler, Figurenbildner, Regisseur, Ko-Leiter das Theaters Rosenfisch | Aachen

Stephan Wunsch ist Puppenspieler, Figurenbildner und Regisseur. Er studierte Philosophie und Germanistik in Aachen und belegte Seminare in Figurenspiel und Figurenbau auf Hof Lebherz. 2003 gründete er die Bühne theater rosenfisch. Seitdem produziert er zahlreiche Inszenierungen für Kinder und Erwachsene; außerdem Regiearbeiten, Figurenbau und Bühnenmusik für andere Bühnen.
Neben dieser Tätigkeit ist er Teil der Redaktion von ‚Das andere Theater‘, die offizielle Zeitschrift des UNIMA-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland e.V., die zwei Mal jährlich erscheint.

Mitglied der Jury in der zweiten und dritten Entscheidungsrunde.

Jonas Zipf, JenaKultur, #TakeThat, GLOBALVILLAGE PROJECTS, Fonds Darstellende Künste
Foto: Tina Peißker

Jonas Zipf, Geschäftsführender Direktor auf Kampnagel, Regisseur, Kurator, Dramaturg, Lehrbeauftragter | Hamburg

Gebürtiger Odenwälder, Jahrgang 1982. Studium der Psychologie in Berlin und Paris sowie der Sprech- und Musiktheaterregie an der Theaterakademie „August Everding“ in München. Promotion (laufend) „Kultur, Betrieb und Resonanz“ bei Hartmut Rosa und Friedrich von Borries, HfBK Hamburg. Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Gabriele-Oehmisch-Stiftung und der Akademie Musiktheater Heute der Deutschen Bank Stiftung.

Als freier Dramaturg arbeitete er für eine Vielzahl von Produktionen in In- und Ausland (u.a. Kampnagel, Schaubühne, Schauspielhaus Zürich, Theater Basel, Alfortville Paris). Als Gründer, Regisseur und Dramaturg entwickelte er mit der freien Gruppe O-Team eine Reihe von ortsbezogenen Produktionen (u.a. „HermannSchlachten“ in den Stuttgarter Wagenhallen, „Blaupause“ im ehemaligen Redaktionsgebäude der Süddeutschen Zeitung oder „Kirschgärten“ auf dem Hofgut Oberfeld Darmstadt) sowie zuletzt „Flüchtlinge“ am Thalia Theater Hamburg.

Von 2011 bis 2013 war er leitender Dramaturg/Mitglied der künstlerischen Leitung am Theaterhaus Jena und in der Spielzeit 2014/2015 Schauspieldirektor am Staatstheater Darmstadt. Er arbeitete als Festival-Kurator und -Dramaturg (Rodeo-Festival München, Datterich-Festival Darmstadt, Wiesbaden Biennale) und Lehrbeauftragter (LMU und HfMT München, HfMT Leipzig, TU Darmstadt, JGU und HfMT Frankfurt, JGU Mainz, EAH und FSU Jena). Zipf leitete von 2016 bis 2022 JenaKultur. Seit der Spielzeit 2022/23 ist er Geschäftsführender Direktor auf Kampnagel Hamburg.

Jurymitglied in der dritten Entscheidungsrunde.

Philosophin, Dramaturgin, Kuratorin | Berlin

Stefanie Wenner ist Mutter, Begleiterin eines Hundes, promovierte Philosophin und seit 2015 Professorin für Angewandte Theaterwissenschaft an der HfBK Dresden. Mit ihrem Label apparatus arbeitet sie an besseren Darstellungen von Wirklichkeit mit den Mitteln der Kunst.

Mitglied der Jury in der zweiten Entscheidungsrunde.