Wiederaufnahmeförderung

Mit #TakeHeart setzt der Fonds Darstellende Künste im Rahmen von NEUSTART KULTUR – dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanzierten Rettungs- und Zukunftspaket für den Kultur- und Medienbereich – seine umfassenden Fördermaßnahmen fort. Ziel der neuen Programmlinien ist es, die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Kulturbereich abzumildern, den Wiederbeginn kulturellen Lebens in Deutschland zu befördern, Künstler*innen Planungssicherheit und zugleich neue zukunftsweisende Perspektiven für die Entwicklung der Freien Darstellenden Künste zu ermöglichen.

Die Wiederaufnahmeförderung dient sowohl der Wiederaufnahme als auch der künstlerischen oder formalen Umarbeitung von bestehenden erfolgreichen oder erfolgversprechenden Produktionen der Freien Darstellenden Künste, die bereits eine Premiere oder eine öffentliche Präsentation, auch digitaler Art, hatten.

Die Wiederaufnahmeförderung bietet dabei auch die Möglichkeit der Anschlussförderung an mit einem visuell dokumentierten Ergebnis erfolgreich abgeschlossene Produktionszeiträume (#TakeAction). So trägt sie dazu bei, finale (auch digitale) Realisierungsphasen von Produktionen unter Pandemiebedingungen zu ermöglichen, die zuvor nur in reduzierter Form zur Aufführung kamen. Ziel ist es, kurzfristig zur Auflösung des bundesweiten Premierenstaus in den Freien Darstellenden Künsten beizutragen. Mittelfristig geht es darüber hinaus darum, nachhaltiges Produzieren in den Freien Darstellenden Künsten verstärkt zu befördern.

Pandemiemaßnahmengerechte Wiederaufnahmen bzw. künstlerische oder formale Umarbeitungen von Produktionen der Freien Darstellenden Künste, die bereits eine Premiere oder öffentliche Präsentation, auch digitaler Art, hatten. Dies gilt insbesondere für Aufführungssituationen an theaterfernen Orten, im öffentlichen oder digitalen Raum, in sozialräumlichen, urbanen wie ruralen Kontexten.

Langjährig erfolgreich produzierende professionelle Künstler*innen/-gruppen, Ensembles, Kollektive und Projekte aller Sparten und Genres der Freien Darstellenden Künste mit Sitz und Arbeitsschwerpunkt in Deutschland.

10.000 € – 25.000 €

Kofinanzierungen bzw. Eigenmittel und/oder unbare Eigenleistungen in Höhe von min. 10% der Antragssumme sind für das beantragte Vorhaben bereits zur Antragstellung darzustellen bzw. nachzuweisen.

Die Antragstellung für die Wiederaufnahmeförderung erfolgt in mehreren Antragsrunden.

Die Antragstellung beim Fonds Darstellende Künste erfolgt ausschließlich online. Hier geht es zur Online-Antragstellung (Frist: 01. März 2022).

Die Fristen der Antragsrunden sind der 15.10.2021 und der 01.03.2022. Der mögliche Projektzeitraum für bewilligte Vorhaben beginnt mit der positiven Förderzusage und endet am 31.12.2022. Vollständige Verwendungsnachweise sind bis spätestens zwei Monate nach Ende des jeweiligen Vorhabens einzureichen.

Für alle weiteren Informationen lesen Sie bitte vor Antragstellung, bzw. auch vor einer telefonischen Beratung durch die Geschäftsstelle des Fonds Darstellende Künste, die Regularien. Weitere Hilfestellungen bieten die FAQs und die Ausfüllhilfe zur Online-Antragstellung. Im Verlauf jedes Antragszeitraums wird es mehrere Info-Zooms zum Programm geben.

Jury

Foto: Dominik Butzmann

Leiterin des Zentrums für Kunst und öffentlichen Raum | Berlin

Katja Aßmann wurde 2016 von der Grün Berlin GmbH als Künstlerische Leiterin für das ZKR – Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum berufen und war von 2012 – 2017 Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr. Nach ihrem Studium der Architektur und Kunstgeschichte arbeitete Aßmann federführend an der internationalen Bauausstellung Emscher Park. Neben kuratorischen Tätigkeiten arbeitete sie an interdisziplinären Kunstproduktionen und Ausstellungen zu den Themen Kunst und Architektur. Sie war u.a. Co-Kuratorin der Kunsttriennale Emscherkunst, des Stadtprojektes This is not Detroit und der Theaterfahrt Truck Tracks Ruhr, sie kuratierte die Lichtkunst-Ausstellung Urban Lights und schuf jährlich große Public Art-Installationen zu Ruhrtriennale. Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 war sie Programmleiterin für den Bereich Bildende Kunst und Architektur und Geschäftsführerin der Landesinitiative StadtBauKultur NRW.

Fonds Darstellende Künste, Christine Bossert, #TakeThat
Foto: Ingrid Theis

Künstlerische Betriebsdirektorin Bad Hersfelder Festspiele, Regisseurin, Dramaturgin, Dozentin, Kuratoriumsmitglied des Fonds | Bad Hersfeld, Hessen

Nach der Schauspielausbildung in München und vielen Jahren als Schauspielerin auf der Bühne, nahm die Liebe zur Regie und zur Leitung eigener Projekte überhand.
Stationen als Regieassistentin und Produktionsleiterin für Musiktheater im In- und Ausland folgten.
2013 Gründung des Theaterlabels WIR.Jetzt!.
2015 entstand das erste Theaterstück “Talk Talk- Reise ohne Flucht“, eine Bearbeitung des Romans Talk Talk von T.C.Boyle für WIR.Jetzt!.
2017 folgte eine Neubearbeitung des Märchens „Der Gestiefelte Kater“ für Theater und Philharmonie Thüringen. 2018 eine Adaption der Mythen um den fliegenden Holländer. Die Produktion „Der Fliegende Holländer“ für das Klang! Festival Bielefeld wurde mit dem Förderpreis Klassik ausgezeichnet.
Produktionsleitungen und Dramaturgie für Theaterprojekte im städtischen Raum folgten, ebenso die Künstlerische Leitung des Theaterhaus TiG7 in Mannheim.
2010 bis heute als freischaffende Regisseurin für Schauspiel und Spartenübergreifende Projekte.
Seit Februar 2021 Künstlerische Betriebsdirektorin der Bad Hersfelder Festspiele.

Foto: Kristina Kast

Freie Künstlerin und Kuratorin | Berlin

Fatima Çalışkan ist freie Künstlerin, Kuratorin und Beraterin. Sie ist Teil von Salon der Perspektiven, ein Kollektiv für kritische Perspektiven in der Kulturarbeit und seit 2020 Mitgründerin und -herausgeberin des Magazins „YallahSalon“. Überzeugt von der solidarischen Wirkkraft kollektiver Wissensvermittlung beriet sie von 2019 bis 2021 Förderprojekte im Auftrag des Förderfonds Interkultur Ruhr. Seit 2020 co-leitet sie die Beratungsstelle des Performing Arts Programm Berlin.

Geboren 1990 als erstes von fünf Kindern einer Arbeiter*innenfamilie am Rande des Ruhrgebiets studierte sie im Zentrum an der Ruhr-Universität Bochum verschiedene Disziplinen der Geisteswissenschaften und machte ihren Abschluss in Kulturanthropologie und Technikphilosophie. Sie war Studienstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung und hatte Bildungsaufenthalte in Paris und Neu-Delhi.

 

Dorte Lena Eilers, Fonds Darstellende Künste, Theater der Zeit, AUTONOM
Foto: Ben Wolf

Kulturjournalistin | Berlin

Dorte Lena Eilers ist Kulturjournalistin. Nach dem Studium der Musik, Biologie und Politik in Osnabrück und Kingston upon Hull / Großbritannien absolvierte sie ein Volontariat bei der Neuen Osnabrücker Zeitung sowie an der Akademie für Publizistik in Hamburg. 2007 wurde sie Redakteurin der Zeitschrift Theater der Zeit, deren Chefredaktion sie im Januar 2020 übernahm. Darüber hinaus ist sie als Moderatorin tätig und war Mitglied diverser Jurys, u.a. beim Theaterpreis des Bundes 2017 und 2019.
Als Mitherausgeberin publizierte sie im Verlag Theater der Zeit zahlreiche Bücher, darunter „Castorf“ (2016), „Heart of the City II. Recherchen zum Stadttheater der Zukunft“ (2017) sowie „Stück-Werk 6. Neue deutschsprachige Dramatik“ (2020). Im September erscheint, ebenfalls bei Theater der Zeit, ihr Buch „backstage TSCHEPLANOWA“, ein ausführlicher Gesprächsband mit der Schauspielerin Valery Tscheplanowa. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Foto: Lutz Knospe

Performer*in, Regisseur*in, Dramaturg*in | Berlin

Yunus Can Ersoy, in Zürich geboren und aufgewachsen, ist Performer*in, Regisseur*in und Dramaturg*in. Nach dem BA in Germanistik, Geschichte der Neuzeit und Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft, studierte Yunus im MA an der Universität Zürich (Kulturanalyse) und am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen.
2009 war Yunus Gründungsmitglied von »oimoi – junges theater zürich«, in dessen Vorstand Yunus heute ist. Seit 2009 hat Yunus in über 10 oimoi-Produktionen auf und hinter der Bühne mitgewirkt. oimoi-Stücke von Yunus (Text, Regie, Projektleitung) wurden u.a. im Theater Rigiblick, Zürich gezeigt. Am Schauspielhaus Zürich wirkte Yunus u.a. in Sprechchören mit.
Yunus organisiert Festivals (u.a. DISKURS 2018) und gastierte mit eigenen Arbeiten bisher u.a. mit dem Kollektiv Mora Vegesture am Künstlerhaus Mousonturm, mit Camila Rhodi am FACT-Festival in Budapest und mit Josef Mehling bei 48h Neukölln in Berlin (2019). 2020 zeigten Jil Dreyer, Yunus Ersoy, Josef Mehling die Theater-Performance None of This beim Grätsche Festival in Zürich.
Nach einer Hospitanz im Studio Я, assistierte Yunus seit Mitte der Spielzeit 2018/19 in der Dramaturgie am Maxim Gorki Theater in Berlin. Seit Mitte der Spielzeit 2020/21 ist Yunus Dramaturg*in am Gorki.

Sabine Gehm, Tanz Bremen, On the Road, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Heidi Scherm

Kulturwissenschaftlerin, Festivalleiterin TANZ Bremen, Dramaturgin, Kuratorin | Bremen

Sabine Gehm ist die künstlerische Leiterin von TANZ Bremen, dem internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz.
Die diplomierte Kulturwissenschaftlerin war von 1994 bis 2001 als Dramaturgin und Leiterin verschiedener Festivals (u.a. Junge Hunde, Independance Days, Tanzplattform Deutschland 2000) bei Kampnagel Hamburg und arbeitete davor als Organisationsleiterin beim Internationalen Sommertheater Festival Hamburg. Von 2001 bis 2005 koordinierte sie das von ihr mitbegründete internationale Netzwerk für Performing Arts ‚Junge Hunde’.
Von 2006 bis 2016 leitete sie zusammen mit Katharina von Wilcke die ersten vier Ausgaben des Tanzkongress (2006 in Berlin, 2009 in Hamburg, 2013 in Düsseldorf und 2016 in Hannover), eines internationalen Fachtreffens und Reflexionsforums für den Tanz, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.
Als frei arbeitende Kuratorin und Kulturmanagerin verantwortete sie verschiedene Projekte, u.a. zwei Ausgaben (2017, 2019) der Akademiereihe ON THE ROAD des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, leitete und organisierte internationale Austauschprogramme für Künstler*innen. Sie war Vorsitzende des Kuratoriums beim Fonds Darstellende Künste sowie Mitglied verschiedener Jurys (u.a. Projektförderung Tanz in Hamburg), Mentorin beim Performing Arts Programm (PAP) in Berlin und ist beratend für verschiedene Künstler*innen tätig.

Martina Grohmann, Theater Rampe, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Felix Grünschloß

Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Intendantin Theater Rampe | Stuttgart

Martina Grohmann, geboren in Mödling bei Wien, studierte Theaterwissenschaft an der Universität Wien.
Sie begann als Produktionsleiterin beim steirischen herbst 98 und 99. Ab 2000 war sie als Dramaturgin am Staatstheater Kassel, am LTT Tübingen, am Theater Heidelberg, wo sie 2005 bis 2007 die Spielstätte zwinger1 für Autorentheater und Projekte leitete, und am Theater Basel engagiert. Als Gastdramaturgin arbeitete sie außerdem an der Schaubühne Berlin und am Schauspiel Frankfurt.
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Dramatik, Stückentwicklungen sowie interdisziplinären Formaten und Festivals. Seit August 2013 ist sie gemeinsam mit Marie Bues Intendantin des Theater Rampe.

Foto: Peter Lipsmeyer

künstlerische Projektleiterin, Kuratorin, Dramaturgin | Stuttgart

Bea Kießlinger studierte Architektur und lehrte an der TU Stuttgart zum Thema Bewegung und Raum. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich seit vielen Jahren auf den zeitgenössischen Tanz, als Geschäftsführerin von Kultureinrichtungen, Netzwerkerin, künstlerische Projektleiterin, Kuratorin, Dramaturgin, Jurorin und Interessenvertreterin. Sie leitete von 1998 bis 2007 die Tanz- und Theaterwerkstatt e.V. Ludwigsburg, war 2006 Mitglied des Leitungsteams der Tanzplattform Deutschland in Stuttgart und arbeitete am Theaterhaus Stuttgart als künstlerische Geschäftsführerin. 2009 gründete sie das landesweite Netzwerk „TanzSzene BW“, in deren Vorstand sie bis heute aktiv ist. Für den Dachverband Tanz Deutschland engagierte sich Bea Kießlinger von 2010 bis 2017 im Vorstand, ist Mitglied der Initiativgruppe Stadt-Land-Bund und leitet seit 2017 den kulturpolitischen Dialog im Förderprogramm TANZPAKT Stadt Land Bund. Für den Dachverband Tanz ist sie außerdem beauftragt kulturpolitisch mit weiteren Verbänden wie z.B. dem Deutschen Kulturrat, der Allianz der Freien Künste, dem Aktionsbündnis Darstellende Künste den regelmäßigen Austausch zu pflegen und Themen des Tanzes inhaltlich weiter zu entwickeln.

Foto: Susanne Diesner

Direktor Akademie für Theater und Digitalität | Dortmund

Marcus Lobbes arbeitet seit 1995 als Regisseur, Ausstatter und Autor im Musik- und Sprechtheater. Er ist außerdem Direktor der Akademie für Theater und Digitalität, der 2019 neugeründeten, sechsten Sparte am Theater Dortmund. Er arbeitete, unter anderem mit dem Schwerpunkt auf Ur- und Erstaufführungen, an vielen namhaften Schauspiel- und Opernhäusern (z.B. am Schauspiel Düsseldorf, der Deutschen Oper am Rhein, dem Nationaltheater Mannheim, an den Staatstheatern in Kassel, Mainz, Saarbrücken, Darmstadt und Braunschweig, am Schauspiel Dortmund, den Wuppertaler Bühnen, dem Theater Freiburg u.v.a.). Neuartige kollektive Arbeitsformen mit den Ensembles sowie sein enger Kontakt zu zeitgenössischen Autor*innen und Komponist*innen zeichnen sein künstlerisches Arbeiten aus. Seit 2014 wird er regelmäßig als Gastdozent an verschiedene renommierte Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeladen. Als Direktor der Dortmunder Akademie ist er lokal, überregional und international in Vortrags- und Diskursformaten gefragt; ein wichtiges Anliegen ist ihm die Bildung und Förderung verschiedenster Netzwerke für die Darstellende Kunst sowie die Vermittlung der künstlerischen Forschungen in Korrespondenz zu neuesten Technologien an Theater- und Ausbildungsinstitutionen, Politik und Publikum.

Bettina Masuch, Fonds Darstellende Künste, tanzhaus nrw, AUTONOM
Foto: Katja Illner

Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin des tanzhaus nrw | Düsseldorf

Nach ihrem Studium der Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen arbeitete Bettina Masuch als Dramaturgin unter anderem an der Volksbühne in Berlin, wo sie bei Produktionen von Frank Castorf, Christoph Schlingensief und Rene Pollesch mitwirkte. Am HAU war sie 2003 – 2008 als Kuratorin für Tanz und Performance tätig. Nach Leitungsstellen beim Springdance Festival Utrecht und dem Berliner Tanzfestival Tanz im August übernahm sie im Januar 2014 die Intendanz des tanzhaus nrw in Düsseldorf.

Foto: Kasimir Bordasch

Schauspielerin, Autorin, Regisseurin | Berlin

Lara-Sophie Milagro, Berlinerin, studierte Schauspiel in London und New York und Gesang in Berlin. Sie spielte u.a. am Staatstheater Mainz, Theater Kassel, Gorki Theater Berlin, Residenztheater München und an den Münchner Kammerspielen. Zusammenarbeit mit Regisseur*innen wie Frank Patrick Steckl, Antoine Uitdehaag und Julia Wissert. Als Autorin / Regisseurin schrieb / inszenierte sie „Heimat, bittersüße Heimat“ (Ballhaus Naunynstrasse ’11), „Satoe“ (Nationaltheater Mannheim ’13), „Dauerkolonie Berlin“ (Ballhaus Naunynstrasse, ’18), „Winterzeit (HAU Berlin, ’18), „Auf Noahs blutigem Regenbogen tanzen wir“ (Gorki Theater Berlin, ’20) und wirkte bei all diesen Produktionen auch als Schauspielerin mit. Sie war zudem in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, u.a. im Tatort Weimar (ARD ’17), „Dogs of Berlin“ (Netflix ’18) und dem TV-Mehrteiler „Das Geheimnis des Totenwaldes“ (ARD, ’20) an der Seite von Matthias Brandt und Karoline Schuch. Sie ist außerdem als Synchronsprecherin tätig, zuletzt für die Netflix Produktion „His House“ (’20) und den Arte Film „Les Heritieres“ (’21). Von 2018-2021 schrieb sie zudem für nachtkritik.de die monatliche Kolumne „Heimatgeschichten“. 2022 wird der Theaterfilm „Emmett, tief in meinem Herzen“ erscheinen (Premiere am Hebbel Theater Berlin), an dem Lara-Sophie Milagro als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin mitgewirkt hat.

Foto: Niklas Vogt

Künstlerische Co-Leiterin Ballhaus Ost, Kuratorin, Performerin | Berlin

Neben ihrer Tätigkeit als Künstlerische Co-Leiterin des Ballhaus Ost arbeitet Tina Pfurr als Kuratorin, Performerin, Schauspielerin und Sprecherin und entwickelt zudem eigene Projekte. Pfurr ist seit 2017 Vorstandsmitglied des LAFT Berlin und regelmäßiges Mitglied von Vergabe- und Festivaljurys (u.a. 2017-2020 Kulturbehörde Hamburg; 2021 Körber Stiftung Junge Regie). Zuletzt realisierte sie die Performance I just called to say.. sHe’s dead., die im Februar 2021 als 5-Teilige Videoarbeit online veröffentlicht wurde. Seit 2014 tourt sie mit der Tanzkaraoke Performance copy & dance um die Welt. Pfurr produziert auch Videoarbeiten, die beiden Videoaessays Applied AXXXD-Gendering (2017) und SelfFanfic – Ein Exorzismus (2019) wurden bei verschiedenen Festivals gezeigt
In den letzten Jahren arbeitete sie an verschiedenen Theatern, weltweit, als Performerin und Schauspielerin und konzipiert performative Moderationen. Neben ihrer Theatertätigkeit ist sie zudem als Schauspielerin für Film und Fernsehen tätig.

Foto: Jörg Landsberg

Dramaturg, künstlerische Leitung Tanzsparte Theater Bremen | Bremen

Gregor Runge, geboren in Dresden, studierte Theaterwissenschaft und Komparatistik in Bochum und arbeitete unter anderem für die Theaterfestivals Impulse und FAVORITEN. Seit 2011 arbeitete er freischaffend als Dramaturg vor allem mit Samir Akika/Unusual Symptoms und dem Theater im Pumpenhaus Münster zusammen. 2012 ging er als Dramaturg an das Theater Bremen. Neben der kontinuierlichen Arbeit mit Choreograf*innen wie Samir Akika, Adrienn Hód, Máté Mészáros und Núria Guiu Sagarra verantwortete er hier das zweijährige Tanzfonds Partner-Projekt „Symptom Tanz“. 2015 und 2017 Ko-Leitung des internationalen Performing Arts Festivals OUTNOW! am Theater Bremen und der Schwankhalle Bremen. Seit der Spielzeit 2018/2019 leitet er gemeinsam mit Alexandra Morales die Tanzsparte des Theater Bremen mit der company-in-residence Unusual Symptoms. Unter ihrer gemeinsamen Leitung erhielten das Theater Bremen und Unusual Symptoms zwei Einladungen zur Tanzplattform Deutschland. Darüber hinaus initiierte und verantwortet er hier die Konzertreihe Theater Bremen CLUB, in der er renommierte Künstler*innen der globalen Pop- und Jazzlandschaft häufig erstmals nach Bremen einlädt. Diverse Jurytätigkeiten, u.a. im Kuratorium des Fonds Darstellende Künste, für das Land NRW und den Bremer Senat. Daneben verbindet ihn eine wiederholte Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, mit Projekten u.a. in Nowosibirsk, Taipei und für das Goethe-Institut Ukraine.

Martin Schäfer
Foto: privat

Hochschullehrer für Literaturwissenschaft und Theaterforschung | Hamburg

Martin Jörg Schäfer lehrt seit 2014 Theaterforschung an der Universität Hamburg. Er forscht derzeit zu prozessual und gemeinsam generierten Textformen in Theater und Performance der Gegenwart, außerdem zu Theater- und Performancemanuskripten im Zeichen der Digitalisierung. 2014-2021 Ko-Leitung des MA Performance Studies der Universität Hamburg. 2014 Mitorganisation des von der geheimagentur initiierten Kongresses „The Art of Being Many“ auf Kampnagel. Seit 2015 Mitkurator der „DachSalon“-Gesprächsreihe über Theater und Politik am Hamburger Schauspielhaus. Für die Saisons 2016/17 bis 2019/20 Mitglied der Jury der Hamburger Behörde für Kultur und Medien für die Förderung von Projekten der Freien Darstellenden Künste in der Sparte Sprechtheater/Musiktheater/Performance sowie in der übergreifenden Nachwuchs- und Konzeptionsförderung. 2017 Leitungsteam der Jahrestagung von Performance Studies international „OverFlow“ auf Kampnagel im Rahmen von „Theater der Welt“. Seit 2020 Mitglied der Jury für den Start Off-Preis des Lichthof Theaters und der Hamburgischen Kulturstiftung. 

Carena Schlewitt, Hellerau, Fonds Darstellende Künste, Kuratorium
Foto: Eleni Kougionis

Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums, Dramaturgin, Kuratorin, Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste | Dresden

Carena Schlewitt wurde 1961 in Leipzig geboren. Seit 2018 ist sie Intendantin von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden.
Sie war von 2008-2018 Direktorin der Kaserne Basel und Künstlerische Leiterin des internationalen Theaterfestivals Basel (seit 2012). Sie studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin und arbeitete von 1985 bis 1993 an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Sie wirkte als Dramaturgin, Kuratorin und stellvertretende Künstlerische Leiterin an verschiedenen freien Produktionshäusern (Podewil Berlin; FFT Düsseldorf; HAU Berlin) und bei internationalen Festivals (Theater der Welt; HAU Berlin).
Schwerpunkte ihrer Arbeit waren unter anderem die Transformationsprozesse in Ostdeutschland, Osteuropa und China und die Entwicklung des Theaters in Polen, Frankreich und Italien sowie der Live Art und Performance-Kunst. Sie war in diversen Jurys tätig, u.a. für das Festival „Impulse“; für das deutsch-polnische Expertengremium der Kulturstiftung des Bundes sowie für das Programm „Doppelpass“ der Kulturstiftung des Bundes; sie war Mitglied der Fachkommission der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Foto: G2 Baraniak

Künstlerischer Leiter LICHTHOF Theater | Hamburg

Matthias Schulze-Kraft ist der künstlerische Leiter des LICHTHOF Theaters, Spiel- und Produktionsstätte für freies Theater in Hamburg.
Von Haus aus Regisseur, arbeitet er seit 1986 in den unterschiedlichsten Funktionen und Produktionszusammenhängen im Theater. Stationen waren unter anderem das Ulmer Theater, die Pocket Opera Company Nürnberg, das Schauspiel Frankfurt und diverse freie Produktionen. Seit 2006 das LICHTHOF Theater Hamburg, ab 2008 als künstlerischer Leiter.

Nach einem Weiterbildungsstudium zum „Kultur- und Bildungsmanager“ (HWP Hamburg) und diversen weiteren Weiterbildungen (Change Manager, Management Trainer, Business Coach, Qualitätsmanager), entwickelte er seit dem Jahr 2000 sein zweites berufliches Standbein als Dozent, Berater und Coach vor allem in der Qualifizierung von Führungskräften und in der Organisationsberatung.
Seit 2019 ist er im Vorstand des Bundesverbands Freier Darstellender Künste (BFDK).
2014 bis 2019 war er Kuratoriumsvorsitzender des Fonds Darstellende Künste, er war Jurymitglied unter anderem des „Theaterpreis des Bundes“ (2019), des „Reload“-Programms der Kulturstiftung des Bundes (2020) und des Körber Studios Junge Regie (2021).

Foto: fsk-photography / Frank Stefan Kimmel

Regisseurin, Autorin | Göttingen

Antje Thoms, Regisseurin und Autorin, wurde in Stralsund geboren, studierte Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und war anschließend Regieassistentin am Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Dort arbeitete sie u.a. mit Sebastian Nübling, Andreas Kriegenburg, Luk Perceval und Jossi Wieler zusammen. Seit 2003 ist sie freiberuflich tätig. 2007 gründete sie zusammen mit dem Autor Jens Nielsen und dem Schauspieler Dominique Müller die freie Zürcher Theaterformation Trainingslager. Seit der Spielzeit 14/15 ist Antje Thoms Hausregisseurin am Deutschen Theater Göttingen bei Intendant Erich Sidler. 2020 absolvierte sie als Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins die berufsbegleitende Weiterbildung „Theater- und Musikmanagement“ an der LMU München, 2021 nimmt sie am Mentoring-Programm „Frauen in Kultur und Medien“ vom Deutschen Kulturrat teil.
www.antjethoms.de
 

Foto: Fabian Norden

Theater-, Film- und Kinoförderung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München | München

Katharina Wolfrum studierte Theaterwissenschaft, Neuere Deutsche Literatur und Psychologie in München und Stockholm sowie Kultur- und Medienmanagement in Berlin. An der Freien Universität Berlin arbeitete sie am Creative Industries Competence Center und forschte insbesondere zu Orten kreativer Entfaltung im urbanen Raum. Dieses Thema hat Katharina dann 2015 auf das Kreativquartier München gezogen: zunächst als künstlerische Produktionsleitung am PATHOS Theater und bald mit eigenen Initiativen wie dem Theaterbüro München – einer Beratungsstelle für die freien darstellenden Künste – oder dem Kollektiv „Büro Grandezza e. V.“.
Darüber hinaus engagiert sie sich für die Weiterentwicklung dieses Kreativquartiers als einem zentralen Ort für die freie Szene Münchens mit besonderem Augenmerk auf „Nachhaltigkeit und Kultur“.
Seit Anfang 2020 ist Katharina zuständig für die Theater-, Film- und Kinoförderung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.