Zur Zukunft der Förderung – ein Statement von Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Zum Abschluss des B.A.L.L. – Bundesweites Artist Labor der Labore positionierten sich bundesweit agierende Verbände der Freien Darstellenden Künste wie das Bündnis internationaler Produktionshäuser, der Bundesverband Freie Darstellende Künste, das Netzwerk Freier Theater sowie das flausen+Bundesnetzwerk. Für den Fonds Darstellende Künste entsendete der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Schneider seine kulturpolitische Botschaft.

„Seit fast vier Jahrzehnten versteht sich der Fonds Darstellende Künste als ein nationales Instrumentarium zur Förderung des Freien Theaters. Die Pandemie als Krise haben wir als Chance genutzt, mit Mitteln des Bundes die Formate ausdifferenziert, mit Studien Erkenntnisse generiert und mit den Artists Labs die Teilhabe jener ermöglicht, die Theaterkunst künstlerisch weiterentwickeln.

Der Fonds hat seine Hausaufgaben gemacht, Prozessorientierung als förderungswürdig anerkannt, Recherchen und Forschen als ästhetische Kategorie definiert, Residenzen und Netzwerke als Arbeitsmodelle initiiert. Nach dem Umdenken bedarf es jetzt des Umbaus und der Umverteilung.

Denn wer A sagt, wie die Kulturstaatsministerin in ihrem gestrigen Grußwort, dass eine „engagierte, kritische und zugängliche Kunst“ eine „starke Freie Szene“ brauche, der muss auch B sagen und die inhaltlichen und finanziellen Errungenschaften der letzten beiden Jahre verstetigen.

Kulturpolitisch geht es weiterhin um eine Reform von Infrastrukturen in der Theaterlandschaft. Der Bund kann dabei im gesamtstaatlichen Interesse eine impulsgebende Rolle spielen, insbesondere über die zukünftigen Programmlinien des Fonds! Bleiben Sie alle mutig, danke für Ihre Beiträge und danke denen, die den B.A.L.L. möglich gemacht haben!“

Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Vorstandsvorsitzender des Fonds Darstellende Künste.