Tabori Preis

Der Tabori Preis ist die bundesweit höchste Auszeichnung für die Freien Darstellenden Künste. Er wird seit Mai 2010 jährlich an herausragende professionelle frei produzierende Ensembles und Künstler*innen vergeben.

Mit dem Tabori Preis wird eine kontinuierlich sichtbare Arbeit mit hoher bundesweiter und internationaler Ausstrahlung geehrt, die inhaltlich relevant, zuweilen provokant ist und eine ästhetisch innovative Handschrift aufweist. Der Preis ist mit 25.000 € dotiert.

Neben dem Tabori Preis vergibt die Jury zwei Auszeichnungen, die mit je 15.000 € dotiert sind. Mit diesen Auszeichnungen reagiert sie auf aktuelle Entwicklungen und zeichnet experimentelle, mutige Formate von Künstler*innen und Gruppen aus, die durch ein einmaliges Upcoming oder durch kontinuierliche Entwicklungen eines experimentellen Formates überzeugt haben.

Eine fünfköpfige Fachjury wählt die Gewinner*innen aus allen Gruppen und Künstler*innen, die in den vergangenen fünf Jahren vom Fonds Darstellende Künste gefördert wurden, aus.

2022 vergab der Fonds zudem erstmalig eine dritte internationale Auszeichnung an frei produzierende international agierende und tourende Künstler*innen(-gruppen), die durch eine herausragende Ästhetik und engagierte inhaltliche Arbeiten überzeugen. Über die ebenfalls mit 15.000 € dotierte Tabori Auszeichnung International entscheidet eine eigenständige, international besetzte Fachjury.

Mit der Preisvergabe und den Auszeichnungen befördert der Fonds Darstellende Künste die Sichtbarkeit, Kommunikation die öffentliche Wahrnehmung und die künstlerische Arbeit von bedeutenden Positionen der Freien Darstellenden Künste.

Der Tabori Preis erinnert an den außergewöhnlichen Regisseur und Autor George Tabori, der am 24. Mai 1914 in Budapest geboren wurde. Er gründete 1966 in New York u.a. die freie Theatergruppe The Strolling Players und sorgte von 1975 bis 1978 mit seinem „Bremer Theaterlabor“ sowie zehn Jahre später in Wien mit dem Theater „Der Kreis“ für großes Aufsehen. Er war Zeit seines Lebens mit seinen kühnen Theater- und Albträumen einer der kreativsten Grenzgänger zwischen den „Freien Theatern“ und den Stadt- und Staatstheatern im deutschsprachigen Raum. Von 1999 bis kurz vor seinem Tod am 23. Juli 2007 arbeitete und inszenierte er am Berliner Ensemble.