Rechercheförderung (Sep 2022)

Datum der Jurysitzung: 25. November 2022

Geförderte Vorhaben: 312

Wie können Bewegung und Klang unmittelbar miteinander verbunden werden? Und wie wird diese Verbindung sichtbar und erfahrbar? In einer Circus-Klang-Installation soll der Circusapparat Vertikalseil buchstäblich zum Instrument werden. Auf der Suche nach einer visualisierten Fusion von Bewegung und Klang.

"Old Circus Girls" is an investigation into the position on stage of women after the age of forty on the contemporary circus scene. Discrimination or choices, which factors determine this and why? The research will propose a creative use of these paradigms, highlighting their coherence and inconsistency.

Kulturell-ethnische Vielfalt in Deutschland jenseits von Migration, ist kein Thema in der öffentlichen Kommunikation. Recherche Ziel: sorbische Musiken des Feierns, der Tradition, der Gegenwart zu finden, die die Diversität der sorbisch-deutschen Beziehungen abbilden, um mit Ihnen unter dem Titel „Unser Land“ über deutsch -sorbische Beziehungen, musikalisch zu arbeiten.

"Wow, meine Mama ist eine Meerjungfrau?!", staunt eine Vierjährige über ihre immer nach Schlaf dürstende Mutter, da sich die Bettdecke zu einer Fischflosse verformt hat. Wie phantasievoll gehen Kinder mit Depression eines Elternteils um? Wie erschaffe ich ein Werk in Buchform, das künstlerisch ist, ohne therapeutischen Ansatz auskommt und zu Verständnis und Austausch in der Gesellschaft führt?

Neslihan Arol’s research on meddahlık (the Turkish tradition of comedic storytelling) during her PhD at UdK Berlin showed her the intersectional feminist potential of the form. With this insight, she wants to create a meddah performance in Turkish for a women* only audience as an occasion for old and new waves of Turkish migrant women* to meet, connect and laugh together.

In ihrem Vorhaben überträgt die Künstlerin Kathrin Wagner den 12-wöchigen Kurs "Der Weg des Künstlers" vom kreativen Schreiben auf die Objektmanipulation. Ziel ist, den kreativen Prozess nach Julia Cameron langfristig im Bereich des zeitgenössischen Zirkus anzuwenden. Eine neue Herangehensweise an und Perspektive auf die (interdisziplinäre) Kreation wird erschlossen und umgesetzt.

Die App "Ich sehe was, was Du nicht siehst" soll sehbehinderten und blinden sowie nicht sehbehinderten Menschen ermöglichen, Orte ihrer Wahl in Berlin mittels einer persönlichen Beschreibung zu "sehen". Welche Orte des Alltags sind für den Einzelnen / die Einzelne von Bedeutung? Und was geschieht mit vermeintlich "Sehenden", wenn sie ihre Umwelt durch die Erzählung blinder Menschen erfahren?

Samuel entwickelt mit Hilfe der GPT-Engine von OpenAI eine Theater-KI, die nach dem FOSS-Prinzip (free open source software) allen kostenlos zur Verfügung steht und auf Spracheingaben reagiert – eine Maschine, die antwortet, streitet, Musik und Licht erzeugen kann. Später kann die Software auch selbst mit Texten trainiert werden. Von Zeitungsartikeln bis Homer – die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Mit der angestrebten initiative „Legastheniker:innen tanzen anders“ möchte ich mir selbst und anderen betroffenen Tanzschaffenden nachhaltig helfen und Barieren vermindern. Das legetimieren meiner eigenen Arbeiten und meiner künstlerichen Stimme verknüpft mit der Sensibilisierung der Barieren eines tanzschaffenden Legasthenikes mit Diskalkolie ist dazu ein wichtiger Schritt.

In einer Welt in Krise zeigt das Stück Agonie und Hoffnung - nicht etwa von Utopien, sondern von heutigen Realitäten: Auf einem Laufband in steter Bewegung verändert sich ein Körper mit seiner Umgebung, erzählt uns mehrere, teils virtuelle Leben in einem einzigen Körper. Der Einzelne in Metamorphose zeigt uns hier Vieles, Nichts und Alles und wird in seiner Vielheit zum Spiegel von „Gesellschaft“.

Ausgehend von Sabine Fabos „Parasitären Strategien“ resp. Michells Serres Kommunikationstheorie des Parasiten, nach der es im Parasitären nicht nur um einseitiges Profitieren, sondern um die subversive Intervention des Anderen und das Potential der Transformation geht, entsteht eine vielseitige audio-visuelle Studie und fragt nach einer zukünftigen Ikonographie des Schmarotzertums.

I AM NOT WHO YOU THINK I AM. THE PERSON YOU SEE DOES NOT EXIST. LET’s SCREAM. Tanztheatrale Recherche einer selbstdiagnostizierten Hochstaplerin zum Hochstapler-Syndrom in diversen medialen Formaten.

„A Post-Female Voice“ ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, welches die weibliche Stimme als diskursives klangliches Werkzeug nutzt. Zu diesem Zwecke sollen inhaltliche Recherche, technische Klangbearbeitung und Performancetechniken kombiniert werden, um einen Katalog von expressiven Sound- und Performance-Identitäten aufzubauen.

Stellt euch vor, da kommt eines Tages eine Gewerkschaft künstlicher Intelligenzen mit dem Recht auf Urlaub nach jahrzehntelanger unbezahlter Arbeit in 24-Stunden-Schichten! Höchste Zeit, die A.I. als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu betrachten. A.I. Audience! Wie könnte eine künstlerische Arbeit für A.I. aussehen? "Be good to your machines, so they will be good to you!"

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass sich Tools/Plattformen, mit denen wir tagtäglich arbeiten, die aber eigentlich anderen Zwecken dienen, keinesfalls die Magie des „Hyperraums“ Theater im Virtuellen entlocken lässt. Dies gibt Anlass für mich technische Eigenentwicklungen und Schnittstellen immersiver Hybridformate, tiefer zu erforschen und damit die Grundlage für zukünftige Projekte zu legen.

Die soziokulturelle und künstlerische Verbindung über den «black atlantic» ist Fokus der weitgehend ergebnisoffenen Recherche von P. Ofori. Ziel ist die inhaltliche Auseinandersetzung über gemeinsame Erfahrungen, Traumata und Träumen über das Medium Tanz, Musik und Spoken Words zwischen Künstler:innen der afrikanischen Diaspora. Für die Recherche wird P. Ofori nach Ghana reisen.

"Afrosomatisch" (AT) dieser Begriff von Aholou-Wokawui umschließt zum einen die Diversität der Körper und möchte den traditionellen Tanz seiner Herkunft (Togo) in eine Form des Neo afrikanischen Tanzes bringen. Wie in der Historie geht er für diese Recherche in den Wald, in die Natur. Dabei erforscht er die Besonderheit seiner Körperwelt neben der Tier- und Pflanzenwelt.

AIDS in Berlin ist ein Rechercheprojekt, das die Anfänge der AIDS-Krise in Berlin Ost und West seit den 80er Jahren und deren Folgen bis heute untersucht und nachzeichnet. Dabei soll die Geschichte von HIV und AIDS und das resultierende Trauma in der queeren Community vor dem Hintergrund der Gentrifizierung Berlins in den letzten Jahrzehnten im Dialog mit Zeitzeugen erforscht werden.

All Art will be Ritual erforscht das jüdische Ritual der Hawdala aus einer performativen, kuratorisch-dramaturgischen Perspektive. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen, deren Praxis durch die Neuinterpretation von rituellen Praktiken und die Schaffung von mystischen Settings gekennzeichnet ist, erkundet es die performativen, multisensorischen Eigenschaften der Hawdala als theatralische Qualitäten.

Ich folge den Spuren des Mülls, um den spätmodernen Verschwendungszusammenhang aufzudecken und um daraus ein Archiv der Verschwendung zu entwickeln.

Das Projekt untersucht das problematische Verhältnis von Stadtflucht und politischem Theater. Die Sehnsucht vieler Kulturschaffender nach dem Land bedeutet ein Ausweichen vor Formen des körperlichen Versammelns, über die sich das Politische konstituiert. Feldforschend sollen die verwirklichten Sehnsuchtsorte mit ihren Einhegungen (»Mauern«) näher betrachtet und auf ihre Komik hin befragt werden.

Ausgehend von einer sich verändernden Mensch-Objekt-Beziehung in Folge einer Pandemie und zu Zeiten politischer und ökonomischer Instabilität verbindet Alltags.box zeitgenössische Performance, Zirkus, Tanz und Installationen zu einem vielschichtigen Ganzen. Dabei immer im Mittelpunkt: Alltagsgegenstände.

Das „Alpine Labor für traditionellen Lebensstil und Fashion“ ist eine temporäre Forschungsstation für aktuelle alpine Brauchtümer. Es untersucht das Spannungsfeld historischer Wurzeln, Vereinnahmungen von rechten Kräften und aktueller, kreativer Praxis. Ricarda Walter spricht, tanzt und näht, um zu verstehen, wie Brauchtümer immer wieder neu erfunden und gebraucht werden.

ANALI GOLDBERG & THE CRAZY HORMONES ist ein Oral History Projekt, das zum Ziel hat neue Erkenntnisse über fehlende Teile der Berliner Trans- und Queer nicht-binäre Community von den 1970er Jahren bis heute zu gewinnen. Die Interviews und Begegnungen werden zum Ausgangspunkt einer neuen Doku-Imaginären intergenerationellen Performance Reihe.

“Anastatica” setzt sich mit dem radikalen Potenzial körperlicher Andersartigkeit sowie organisch transformativen Prozessen auseinander und stellt normative Konventionen des menschlichen Körpers in Frage. Eine ästhetische Erkundung des Mutierten, Amputierten und “Unvollkommenen” schafft utopische Denkräume und lädt ein in eine Welt, in der Anziehung und Ekel eng miteinander verwachsen sind.

Ancestry schlägt eine Forschung über eine weiblich identifizierend Linie von Flüchtlingen, Nomaden, Schmugglern, Metzgern und Künstlern, aber auch Müttern, Großmüttern, Tanten und Schwestern vor. Inspiriert von früheren Recherchen, in denen unsere Großmütter immer wieder auftauchen, möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um in die Tiefen all ihrer Geschichten und Reisen einzutauchen.

Recherchevorhaben zur Konzeption eines Abends mit Liedern und Texten von Eisler und Brecht, Erstellen einer Materialsammlung aus Texten und Liedern, Arrangieren der Lieder in einem zeitgenössisches Klangbild

Ich recherchiere die Kluft zwischen weißen+nicht weißen Frauen in Dt. und ob es überhaupt möglich ist zueinander zu finden. Ich würde gerne auch herausfinden, was wir mit „weißer Frau“ meinen und ab wann sich Frauen die zu Minderheiten gehören, wie ebendiese verhalten.Ist die „weiße Frau“ eher eine neoliberale Karrieristin, die subtil patriarchale Strukturen übernommen hat, sie perfektioniert hat.

Wasser kann fließen, es kann sprudeln, es kann gepumpt werden. Es gefriert, kondensiert, destilliert. In Form von Regen, Schnee oder Hagel kommt es vom Himmel. In dem Projekt Aqua.Res.Status beschäftigt sich die Theatermacherin und Performerin Sophia Bizer mit der Frage wie diese vielfältigen Zustände und das Material Wasser im zeitgenössischen Figuren- und Objekttheater genutzt werden können.

Wohin führt die Fusion mit kybernetischen Apparaten eine Tänzerin? Was, wenn die sich entwickelnde hybride Metamorphose, Spinnenfäden der antiken Erzählung einer selbstbewussten Frau mit nichtbinären Cyborgwesen einer feministischen Zukunft verwebt? Und wie diese Erfahrungen transformieren in eine Performance, die das entstehende Visionsnetz auf die Straßen- und Marktplätze trägt?

Archivlücken (AT). Ziel der Recherche ist eine subkutane Schicht des Gesprächsarchivs der Mobilen Akademie Berlin (Bestand: 1.236 Gespräche) freizulegen, die in den Live-Gesprächen nicht angesprochen wurde, die auch im allgemeinen nie Teil des Diskurses oder der öffentlichen Präsentationen ist und nach der ich jetzt fragen möchte: die Gemachtheit von Wissen.

Mit dem Begriff „Femi-Nazi“ werden feministische Regungen (nicht nur) im Flamenco diffamiert und im Keim erstickt. Daraus erklärt sich, dass Kritik an patriarchelen Strukturen vornehmlich codiert geäußert wird. Swaantje Gieskes versucht u.a. in Jerez herauszufinden, wie ein Dialog eröffnet werden kann, der offen feministische Sichtweisen zulässt, ohne dem Flamenco seine Identität zu nehmen.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Diktator*innen werden künstlerische Techniken und Ästhetiken, die auf ihren Strategien zur Machterhaltung und -erlangung aufbauen, entwickelt. Weiland interessiert besonders das Verhältnis zwischen politischen Mechanismen und Theater. Ausgehend von der Persönlichkeit eines Diktators wird eine fiktive „universelle“ Figur eines Diktators erarbeitet.

Ich möchte auf die „Spurensuche“ des „bösen Wolfes“ und seiner Bedeutung in Geschichten gehen. Der Wolf ist im Märchen eine bekannte Figur, meist in der Verkörperung des „Bösen“. Lange Zeit galt der Wolf als ausgestorben. Jetzt ist er zurück in den deutschen Wäldern. Kinder in Stadt und Land sollen die Recherche einbezogen werden und ihre Geschichten zum "bösen Wolf" finden.

Eine Reise durch das Atmen um Luftakrobatik und Theater weiter zu verbinden. Workshops zu Atemtechniken dokumentieren auf einem Vlog. Das neu gewonnen WIssen zu Atemtechniken auf das Vertikalseil transportieren und Atmung als ästhetischen Ausdruck in der Luftakrobatik einsetzen, inklusive Gesang und gesprochenem Wort.

Das Recherche KAUEN AR setzt sich mit Ernährungskult und -kultur im digitalen Raum auseinander. Es soll ein Entwurf erarbeitet werden, der sich mit der spielerischen Verschränkung von physisch und digital Präsentem mittels Augmented Reality und der Frage auseinandersetzt, was wirklich wirklich ist am unmittelbar Leiblichen des Essens und der immer anzuzweifelnden Körperlosigkeit des Digitalen.

Szenografin Miriam Grimm arbeitet in ihrer Recherche mit Augmentierter Realität (AR) als erweitertes szenografisches Mittel und erforscht räumliches und partizipatives Erleben von kulturellen Angeboten jenseits von physischen Zugänglichkeiten. Sie experimentiert mit responsiven, szenografischen Räumen, die auf autarke Nutzer:innen / Zuschauer:innen treffen.

Wie geht man mit dem Verschwinden von Krisen aus der öffentlichen Wahrnehmung künstlerisch um, wenn aus dem Krieg Normalzustand wird? Was bedeutet die daraus folgende Entsolidarisierung für die Kulturschaffenden in der Region selbst? Das Rechercheprojekt fokussiert die Ukraine und verschafft den Stimmen vor Ort Gehör. Entstehen soll dabei das Grundgerüst für eine performative Aufführungsform.

Matthias Sterba setzt sich mit den Möglichkeiten der Bot-Technologie im Messengerdienst Telegram auseinander. Ein Telegram-Bot macht es möglich Chat-Interaktionen zu automatisieren. Die automatisierten Einspielungen von Text, Video und Audiomaterialien sollen dabei helfen Konzepte für einen interaktiven und automatisierten Messenger-Walk zu entwickeln.

„Awakening into the less“ ist eine Bewegungsrecherche, bestehend aus einer täglichen dreiteiligen Routine: einer konkreten Bewegungspraxis, Solo-Improvisation und Zeichnung. Die Fragen die mich dabei beschäftigen sind die gegenseitige Befruchtung der Praktiken, der Moment wenn „Doing“ von „Happening“ abgelöst wird und was aus dem Üben des „Doing Less“ entsteht.

Die Tanz- und Bewegungsrecherche „B(a)GIRL?!?“ erforscht die Möglichkeiten der Geschlechterdarstellung und versucht sich dabei von binär-heteronormativen Strukturen zu lösen. Der Blick richtet sich sowohl auf die eigene Darstellung sowie auf Akteur*innen innerhalb der Hip Hop Tanzkultur. Körperlichkeiten und Bewegungsqualitäten werden analysiert, hinterfragt und (um-)gestaltet.

The birth of a child fundamentally affects a FLINTA artist’s work - physically, mentally, societally and economically. At the same time, it is an incredibly broad, wide-ranging, exciting and rich area for artistic research. I will attack dominant stereotypes using masculine drag as a framework and departure point, supplemented by clowning and figurentheater and informed by my lived experience.

Wo liegt die Wurzel meiner Erinnerungen? Durch dokumentarisches Material wird nach Identität und Wurzeln geforscht. Hierzu dient der alevitische Semah-Tanz (Tanz der Kraniche)als Methode, um das eigene und kollektive Erinnern zu ergründen. Sprache, Körper und Bild bilden dabei eine multiperspektivische, visuell-auditive Reise, in der sich Erinnerungen in Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft bewegen.

Set against the backdrop of the abandoned children’s hospital in Weißensee, Bad Blood uses the framework of feminist theory and horror to investigate the personal trauma and migrational history of Zox’s matrilineal family. The academic and historical research will parallel artistic experimentation in film, writing and performance, towards the development of a horror story told through performance.

Mein Projekt möchte auf Grundlage von Interviews mit der Ex- YU Diaspora und Nichtausgewanderten, ein Bild balkanspezifischer Migrationserfahrung zeichnen, feststellen, ob und wie es sich aufgrund diverser Gründe für Migration: Gastarbeitergeneration, Geflüchtete aus der Zeit der Balkankriege, Fachkräftezuzug etc. verändert hat und daraus ein Theaterstück entwickeln, Arbeitstitel BALKAN BLUES.

Welche Utopien sind nach Systemzusammenbrüchen möglich? Welche Rechtslage herrschte zwischen Wende und Wiedervereinigung in den Bundesländern der DDR. Gab es Versuche der Annexion, Kämpfe um den Erhalt des Sozialismus, welche Spuren sind auffindbar?

‘Before the Lullaby’ is a performance research rooted in the dream world of children living under emergency states. By examining their sleep and night-dreams, the project unfolds tools from the 12-year long research process of Mey Seifan and Tanween Company on dreams and trauma and addresses the need to think of worldmaking from the viewpoint of the makers of our future, children.

In „Bénin Berlin! (AT)“ begebe ich mich auf die Suche nach einer theatralen Form für die imaginäre Rückkehr von kolonialer Raubkunst, exemplarisch der sogenannten Bénin-Bronzen, die seit Jahren immer wieder für Debatten darüber sorgen, wie westliche Institutionen mit ihrem kolonialen Erbe umgehen. Fragen nach kultureller Entwurzelung und Aneignung sollen literarisch zur Geltung kommen können.

Mit seinem Recherchevorhaben „Berlin Rom Tokio – Linker Terror in den ehemaligen Achsenmächten“ begibt sich Thomas Dierkes mithilfe von Interviews auf eine Spurensuche: Welche Zusammenhänge gibt es zwischen dem Faschismus zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und linkem Terror nach '68? Welche Dramaturgien lassen sich in den Aufnahmen erkennen? Und wie zu einem Dramentext verarbeiten?

MIT neuroscientists have found that the longings for social interaction felt during isolation are neurologically similar to the food cravings people experience when hungry. Yet human interaction is hard. Part of my interest, practice, and research is to understand how to direct energies in a group so that there is a fulfilled crowd/group. I want to research into creating a 'human biosphere'.

BODY TO MEET is a research that delves into the performative aspects of the social platform VRChat, a popular meeting place and a substitute for socializing where all the participants are Avatars. What happens to our sense of self when our body is replaced by a temporary digital body? Through encounters in VRchat I would like to welcome new Insights and perspectives about dance as a social medium.

Brutal Beauty beschäftigt sich mit der Bühne des Alltags. Der Beton legt sich wie eine Haut um ihre Bewohner. Er konfrontiert sie und schützt sie sogleich. Welchen Einfluss hat dieses Äussere auf das Innenleben eines Menschen der diesen Ort seine Heimat nennt? Über eine choreographische Bewegungs- und Bildwelt nähert sich das Projekt seiner gesellschaftlich ignorierten Protagonisten.

Bühnenraum WALD Theaterformate für Waldkindergärten Der WALD- Ein Spielort mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Ein Spielort mit vielen Herausforderungen - und unglaublich reizvollen Möglichkeiten! Im Rahmen dieser Recherche soll dieser potentielle Bühnenraum überprüft und erprobt werden - und dafür passende Theaterformate entwickelt werden.

"Chiquinha''(AT): eine Recherche über die im 19. Jahrhundert geborene brasilianische Musikerin und Aktivistin Chiquinha Gonzaga. Ihre Lebensgeschichte und Musik werden im Kontext der weiblichen Protagonismus am Musikleben und Politik damals und heute erforscht. Ziel der Forschung ist es, Material für die Kreation einer frauenfördernden interdisziplinären Aufführung zu generieren.

In „Chords“ gibt die Stimme den Ton an. Diese Recherche nähert sich dem weiten Themenfeld der menschlichen Stimme aus drei Perspektiven: Stimme und Raum, Stimme und Story, Stimme und Geste. Anstelle von Repräsentation tritt das Zuhören: Welches Material, welchen Körper, welchen Kontext generiert die Stimme?

With the research "choreographic ideas on tradition" I would like to expand further my choreographic practice, influenced by traditional dances. I would like to experiment on new hybrid performance settings and gather information on the social and emotional aspect of dancing.

Die Recherche close.r installation-lab ist eine Auseinandersetzung mit dem individuellen Safespace, so wie sie in der Krisenhaften Gegenwart entstanden sind. Ziel der Recherche ist es, die sehr speziellen Konstruktionen von Schutzräumen in ihrem Funktionieren, wie auch in ihrer Dysfunktionalität zu dokumentieren und ihre besondere Materialität physisch erfahrbar, ja sogar begehbar zu machen.

close.r mask-lab geht auf die Suche der verschiedenen Gesichter der Einsamkeit welche mittlerweile 20% der Bevölkerung betreffen. Die Recherche zum Maskenbau und Physischem Theater experimentiert von minimalen Masken bis hin zu Ganzkörpermasken, welche eine Projektionsfläche für die gesellschaftliche Herausforderung bieten. Traditionelle wie zeitgenössische Spiel- und Bauweisen werden untersucht.

Clown looks at Art – Art looks at Clown Das Projekt lotet die Beziehung zwischen Clownerie und Malerei aus. Dafür werden künstlerische Positionen mit dem Clown als Motiv gesichtet und Künstler*innen zu ihrer Selbstauffassung befragt. Außerdem wird praktisch erkundet, ob sich die Prinzipien der Clownerie auf die Malerei übertragen lassen. Die Frage ist: Wie malt der Clown Wilmaa März ein Bild?

Das Kollektiv boy:band interessiert sich besonders für den Aspekt des anarchischen Verhaltens der Clowns. Es stellt sich die Frage, ob es sich bei Clownerie per se nicht nur um Kunst, sondern immer auch um Politik handelt. Und wenn ja, ist die Clownerie wirklich immer ein politisches Instrument zur Rebellion?

Es sind schmerzhaft viele Blickwinkel. Bis der eigene Verstand blockiert und das Unvertraute so unangenehm wird, dass ich die Sichtweise meines Gegenübers nicht mehr (an)erkennen kann. Hier ist die Grenze. Die Grenze des Versteh- und Akzeptierbaren. Coexistence und Disagreement erzeugt einen Punkt der unüberwindbaren Uneinigkeit und lässt ihn erleb- und spürbar werden.

"Containing Gestures" aims to explore our relationship with containing objects, such as vessels and expand Ursula Le Guin's metaphorical use of 'the container'. The research engages in a performative exploration about our connection with vessels through movement practice and storytelling, while illustrating the phenomenon of ‘object permanence’.

DANCING BY NUMBERS ist eine ergebnisoffene Recherche, welche die Verbindung von Tanz und Choreographie mit Zahlen und Mathematik erforscht, um herausfinden, wie der Ansatz, die Welt in Zahlen zu beschreiben, eine Einladung zum Tanz sein kann. Ist Tanzen und Zählen, Rechnen und Choreographieren, Scoring und Programmieren, am Ende doch ähnlicher als wir denken?

Anhand von kleinen, künstlerischen Arbeitsexperimenten und der Untersuchung der eigenen künstlerischen Biographie erforsche ich den Zusammenhang zwischen meiner emotionalen Anbindung an künstlerische Arbeitsthemen einerseits und Arbeisprozessen und Ergebnisqualität andererseits.

"Das Chasarische Wörterbuch" von 1984 beschreibt, was wir heute wahrnehmen- die Auflösung von Kulturen und Gemeinschaften. Der im Stil des magischen Realismus Bestseller dient als Grundlage eines Labors, das mit Mitteln von Theater, Ritual, Gesang und Epoerzählung nach ästhetischer Identität in Bezug auf den Krieg in der Ukraine sucht. 3 Künstler*innen aus Berlin, Charkiw und Moskau kooperieren.

Meine Recherche widme ich Etty Hillesum. Etty Hillesum, geb.1914, war eine niederländisch-jüdische Intellektuelle, wollte Schriftstellerin werden und starb 1943 KZ Auschwitz. Anlässlich des 80. Todestages von Etty Hillesum Ende 2023 möchte ich auf Grundlage der Tagebücher Etty Hillesums eine Textcollage für theatrale Darbietung erstellen, die live und/oder digital umsetzbar ist.

In „Dazwischen ist Sound“ ist eine Recherchereise auf die Ebene der Geräusche, die den Tanz umgeben und die das Tanzen verursacht. Das Recherchprojekt von karen boesser widmet sich der auditiven Erforschung in der Verbindung mit Tanz und lotet das künstlerische Potenzial von Sound, Körper und Raum als performatives Erlebniss und deren digitale überschreibung in das Filmmedium aus.

Während des Forschungszeitraums möchte ich meine "Lazy Body"-Bewegungspraxis vertiefen, indem ich mich auf die Bewegung des Hängens und ihre Beziehung zur choreografischen Komposition und ihre Bedeutung in den sozialen Implikationen konzentriere.

Eine Recherche über emotionale Prozesse, die in Verbindung mit dem Element Wasser in Erscheinung treten. Assoziationen, werden mit Körper und Materialien erforscht und in Bewegung übersetzt. Der Prozess wird in Fotos und Videos dokumentiert, um später mit einer digitalen Performance zu experimentieren. Neben der persönlichen Sichtweise, soll auch ein gesellschaftlicher Kontext gefunden werden.

1 von 10 Menschen mit Gebärmutter haben Endometriose. Ein langer, schmerzvoller Leidensweg, der viel Kraft erfordert und noch immer zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Dieses Projekt soll für mehr awareness, Aufklärung und Sichtbarkeit sorgen und setzt sich auf eine künstlerisch Art mit dem Krankheitsbild auseinander.

Im Rechercheprojekt „Der (un)sichbare Flop“ beschäftigt sich Clown und Musiker Erik Werner mit visuell Comedy und der Zugänglichkeit visueller Prozesse für seheingeschränkte Menschen. Er untersucht, wie Szenerie, Handlungen selbsterklärend im Theater beschrieben und auditiv dargestellt werden können, ohne dass gesonderte Audiodeskription notwendig ist.

Die Choreografin Howool Baek wird die menschliche Welt über der Erdoberfläche und die Welt unter der Erdoberfläche aus der Perspektive der Erde erforschen und damit die Symbiose zwischen Menschen und nichtmenschlichen Wesen in der Ära des Posthumanismus erforschen. Sie wird auch die Möglichkeit entdecken, wie nicht-menschliche Körper im Raum der virtuellen Realität choreografiert werden können.

Da,wo ich Teenager und volljährig wurde schwelt ein Konflikt. Es geht um einen geplanten Industriepark und mit seiner Planung auch um alles Andere:Die Antwort auf eine ungewisse wirtschaftliche Lage.Das historische Erbe.Maßnahmen zum Natur- und Katastropheschutz.Und um die Auftragslage der lokalen Bauunternehmen.Ein politischer Prozess mit zweifelhafter Transparenz und messianischen Hoffnungen.

Der Moment, wenn Kinder Fragen zur Geschichte und Vergangenheit stellen und man genau merkt, dass die Antwort eine geschönte ist, um nicht Rechenschaft ablegen zu müssen. Eine Spurensuche zu deutschen Antworten auf deutsche Fragen, oder, was uns die Nibelungen heute antworten würden. Vorbereitende Recherchearbeit für einen Audiowalk im Nürnberger Nibelungenviertel.

"Der Mythos Czernowitz" Recherche über den einzigartigen multikulturellen und künstlerischen Kosmos der ukrainischen Stadt Czernowitz zu Beginn des 20.Jh. / Suche nach Ideen für neues Inszenierungskonzept

In meinem Recherchevorhaben „Der Weg des T-Shirts 2.0“ geht es um Ressourcenverschwendung und Konsumwahnsinn in der Textilindustrie und darum, wie man dieses relevante Thema mit performativen Mitteln wie Straßentheater und Workshops mit Publikum (zB. an Festivals und in Schulen) versinnlichen, weiter in die Gesellschaft tragen und im sozialen Diskurs verankern kann.

In DI SASSO recherchiert Paola Zadra den Rückzug eines Gletschers und setzt sich mit dem Thema des Klimawandels auseinander. Die Konzeption einer work-in-progress Performance und eines Experimentierraumes für ein junges Publikum entsteht aus der Bewegungsanalyse der Tänzerin mit den Elementen Eis, Wasser und Stein und lädt zur kritischen Meinungsbildung ein.

Die „dokumentarische“ Figurine zeigt nicht unbedingt die ersten Entwürfe für das Kostümbild einer neuen Inszenierung, sondern gibt Aufschluss über den gesamten Entstehungsprozess eines Kostüms inklusive aller Änderungen, Schwierigkeiten und Überraschungen während der Arbeit daran. Diese umfangreiche Kostümdokumentation soll erprobt und mit grafischen Mitteln umgesetzt werden.

Die wissenschaftliche und künstlerische Recherche: „Die Frau Fuchs und der Fuchs“ setzt sich mit den vielfältigen Bezügen über das Verhältnis zwischen dem Fuchs und dem Menschen und deren Lebensräumen Stadt und Land auseinander.

Der Beat ist meine Identität, meine Freiheit so zu sein wie Ich bin, was mich mit mein migrantischen Wurzeln ausmacht. Ich fühle mich im Hip Hop Tanz verwurzelt denn dort kann ich frei meine Identität in einen ganz individualisierten auf mich bezogene Tanzsprache ausdrücken, umsetzen. Ziel ist ein offenes digitales performing Format indem meine erste Recherche-Ergebnisse aufzeigen kann-

Die Feministische Archäologie arbeitet daran realistischere „Frauen/Männer“-Bilder zu zeichnen. Recherche und Interviews führen mich zu Biografien von Händler*innen, Krieger*innen - zu vielfältigen Geschichten von komplexen Menschen. Die Forschung bildet den Kern für ein partizipatives Kinderstück, das in einem späterem Prozess konzipiert wird: eine „theatrale Ausgrabung“, die Klischees entstaubt.

Mein Ziel ist es, mit Hilfe des ,,biografischem Theater" in Altenheimen in Deutschland, mit Senior*innen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zu den Themen Heimat, Wurzeln und Zerrissenheit zu recherchieren. Jeder Mensch, der seine Wurzeln im Ausland hat, kennt das Gefühl der Zerrissenheit und beschäftigt sich früher oder später mit der Frage der Dazugehörigkeit. Wo bin ich Zuhause?

Eine Recherche für eine Stückentwicklung zur Erzählung "Die neue Undine" von Günther de Bruyn hinsichtlich einer möglichen Inszenierung von theater.land in Kooperation mit Burg Beeskow. De Bruyn verortet seine letzte Erzählung in der Region rund um Beeskow, wo er zu Lebzeiten seine Wahlheimat hatte.

Die Audio-Recherche vertieft die inhaltliche Arbeit der hybriden Theaterperformance „Die schöne grüne Wiese“. Auf der Suche nach unserem Verhältnis zum Imaginären und Irrationalen setzt sie sich mit den Gefahren der Vorstellungskraft auseinander: den Schatten der grünen Wiese. Interviews mit Menschen, die diese Wahrnehmungsebene als destruktiv erlebten, erzählen von Manipulation und Verführung.

Der Mensch ist nur eine Spezies von vielen, nur er selbst scheint das noch nicht begriffen zu haben. Performerin Dorothea Förtsch stellt in diesem Recherchevorhaben das Verhältnis der Kunst zum Tier in den Mittelpunkt der Betrachtung. Legen Tiere Wert auf eine gemeinsame Kommunikation? Haben sie ein künstlerisches Verständnis? Gibt es Wiederholbarkeiten oder besteht die Kooperation aus Zufällen?

Ein Musiktheaterabend über Freude und Leid des Vergessens. Besondere Fähigkeiten des Vergessens stehen besonderen Unfähigkeiten des Vergessens gegenüber, wobei nicht alle davon selbstverschuldet sind. Merken wir uns Einmaliges besser als unendlich Verfügbares? Welche herausragenden Sonderformen des Vergessens werden uns in Zukunft beschäftigen?

Viele Kunstprojekte wurden entwickelt, um performative Kunst auf digitalen Plattformen und in digitalen Räumen zu zeigen. Welche kuratorischen Strukturen können erdacht werden, in diese Werke im sinnvoll sichtbar sein können? Wie können Kurator*innen Gestelle bauen, in denen die Rahmung digitaler performativer Kunst für viele Publiken funktioniert?

DINGE untersucht anhand des Messie-Syndroms unsere Beziehung zu den Dingen und den fließenden Übergang von der leidenschaftlichen Sammlerin zur pathologischen Horterin: Wie weit ist es vom gesellschaftlich akzeptablen kreativen Chaos zur krankhaften Störung? Und wie lässt sich das Thema auf dem schmalen Grat zwischen Faszination und Voyeurismus, Dokumentation und Fiktion performativ verhandeln?

DIONYSOS & CO. Theater ist Spiel und entstammt aus dem heiligen Kult um den griechischen Gott Dionysos. Die Recherche dient der intensiven Beschäftigung mit der griechischen Mythologie. Mein Fokus auf dem Thema Verwandlung. Auf der Suche nach Ideen für ein Inszenierungskonzept im Bereich Figurentheater sollen Ovids "Metamorphosen" als Inspirationsquelle dienen.

Don’t Migrant Porn Me! Das Projekt „Don’t Migrant Porn Me!“ beschäftigt sich mit den Themen Migrant Porn und Racial Fetish im Zeitalter der Liebe und Ökonomie. Gleichwohl beleuchtet es die postkolonialen Zusammenhänge zu der Porno-Sparte „Migrant Porn“ und geht diskursiv, aber auch spielerisch den Fragen nach: Was ist die Zukunft der Liebe? Was machen die Algorhythmen mit unserer Begierde?

Für einen neuen Theatertext ist eine thematische und formal-sprachliche Recherche über das Verhältnis von Ich und Körper im virtuellen Raum geplant. Ist die VR real, und wenn ja, auf welche Art? Ziel ist es, Material zum Themenkomplex sowie einen erzählerischen Zugriff zu erarbeiten. Wie kann die Erfahrung von Körperlosigkeit und Körperlichkeit in der VR sprachlich greifbar gemacht werden?

Träume mit ihrer verborgenen Dimension kultureller Wahrnehmungen und Selbstdeutungen sind der Ausgangspunk. Wie lässt sich ein Austausch organisieren der dazu einlädt, den eigenen prekarisierten Körper als ein fragiles Traumarchiv zu begreifen, als Ort des Widerstandes und der Solidarität, um einen neuen Interpretationsfreiraum für aktuelle Diskurse, Arbeitsweisen und Projektlogiken zu finden?

„dreamland – oder wie die DDR mir meine Fantasie nahm“ ist eine Recherche, die untersucht, wie die DDR eine Generation prägt, die sie selbst nie erlebt hat. Sie ist die Vorbereitung auf die Entwicklung eines Tanzfilms zu diesem Thema. Mit Körper und Kamera wird im Kontakt mit der sozialistischen Architektur der DDR und der Arbeit mit Träumen dazu geforscht und physisches Material entwickelt.

Ist Streiken ein Privileg? Muss, wenn vom Streiken die Rede ist, immer auch von (vergüteter) Arbeit gesprochen werden? Ziel meiner Recherche ist ein Konvolut aus Text, historischen Dokumenten und Interviews mit gegenwärtigen Streik-Expert*innen zu schaffen. Erweitert um die Überlegung, inwieweit Streik Potenziale für frei arbeitende Künstler*innen haben kann?

Elektra, weibliche Figur voller Wut, Haß, angetrieben durch massive Verletzungen, im selbstzerstörerischen Habitus. Wer sind die Elektras von heute? Black Angry Women, Transgender-Frauen*, Frauen* aus Kabul? Was bewegt weiblich* gelesene Menschen/Minderheiten, die selbst strukturelle Gewalt erleben, dazu, Gewalt als Mittel für politische Veränderung zu bejahen? Recherche einer Zeitgenössisierung.

Bei der Recherche geht es um die Entwicklung neuer Figuren und Spielformen für das Figurentheater mithilfe von 3D-Gestaltungsprogrammen. Sie dient außerdem dem Zweck, Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, um langfristig die richtigen Investitio-nen in diese Technik zu tätigen.

Erbe ebnet Wege, Erbe ist unfair. Alle erben irgendwas – mindestens einen verheizten Planeten. Jugendliche aus finanziell sehr unterschiedlich aufgestellten Elternhäusern erforschen mit Lionel Tomm das worüber ungern gesprochen wird: Erben. Wie blicken die Empfänger von Morgen auf den ganzen Krempel? Wie lässt sich das Erbe performativ sichtbar machen?

Das Vorhaben befasst sich mit unserem persönlichen Verhältnis zur Erinnerungskultur. Ausgehend von einer konkreten Gedenkstätte will es der Frage nachgehen, ob es neue Formen braucht, um das Erinnern an die „Nazi-Zeit“ entgegen dem Image einer allgemeinen Pflichtveranstaltung zu einer vielschichtigen, persönlichen und politischen Erfahrung mit Bedeutung für das Hier und Jetzt zu machen.

In „Eternal Dawn“ begegnen wir fünf Cyborg-Organismen, welche sich im Übergang von menschlichen Körpern zu technisch erweiterten Wesen befinden. Ihre metallischen und motorisierten Extremitäten befinden sich in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess - einem ewigem Sonnenaufgang der Optimierung und Weiterentwicklung: Endlos rotierend, gebärend und sterbend. Ein Abgesang des Anthropozentrismus.

In „FAKT FAKE FIKTION“ recherchiert Romy Weyrauch aus der Perspektive der Theatermacherin zum besonderen Verhältnis von FAKE und FIKTION. Sie will ein Verständnis dafür gewinnen, wie sich die dreisten Lügen der FAKES von den schönen Lügen des Theaters – jeher Domäne der FIKTION - unterscheiden lassen. Welche Verantwortung hat man als Kunstschaffende im Umgang mit FAKTEN, dem Spiel mit FIKTIONEN?

Die Recherche möchte das scheinbare Dilemma der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durchbrechen. Wie kann ich mir das Paradigma der “Vereinbarkeit” performativ aneignen und nicht trotz der Elternschaft künstlerisch aktiv sein, sondern gerade weil ich Mutter bin? Wie können die beiden Sphären, statt einer strikten Trennung, miteinander verwoben werden?

Unsere öffentliche Debatte wird heute von starken Emotionen geprägt. Eine ausführliche Recherche über dieses Phänomen soll die Grundlage bilden für eine mehrjährige Performance-Reihe unter Einbindung vieler gesellschaftlicher Gruppen.

Die Möglichkeit beziehungsweise die Unmöglichkeit Natur abzubilden soll Grundlage und Ausgangspunkt dieser Recherche werden. Die Veränderung und Zerfurchung der Landschaft und die Oberfläche unserer Welt durch die Klimakatastrophe wirft die Frage auf, welche Materialien bleiben werde und welche Scherben von unserer Zeit in der Zukunft gefunden werden.

Josephine wird sich in ihrer Recherche mit der Frage beschäftigen, wie sie Theater konzipieren und zu Menschen nach Hause bringen kann, die aufgrund von chronischer Krankheit nicht in der Lage sind, ins Theater zu gehen. Sie wird sich mit dem Format Virtual Reality auseinandersetzen. Am Ende wird sie ein Konzept für ein Theatererlebnis in der virtuellen Realität entwickeln.

Ein performativer Selbstversuch zur Auflösung identitärer Begrenzungen. Eine Alternative Identität (KI) wird mit allen Informationen einer tatsächlichen Biographie gefüttert und kreiert durch Methodik des Deep-Learning durch faktengebundene Weiterentwicklung eine alternative „Person“. Diese wird zum konkurrierenden Biographen und damit zum alternativen Autor eines performativen Biopics.

Eine Recherche für ein Theaterprojekt über deutsche und sowjetische Frauen im Gulag: Die Erinnerung an den Gulag wurde viele Jahrzehnte lang in Archiven, Ermittlungsakten, Anordnungen, Berichten und Befehlen bewahrt. Dieser geheimen Erinnerung an das staatliche Monster-System steht eine private Erinnerung gegenüber, die sich in den schriftlichen und mündlichen Zeugnissen der Überlebenden findet.

„Der Krieg ist der Vater aller Dinge"; wir müssen jetzt ganz stark sein: Der 30-jährige Krieg hat das Ballett zu uns gebracht. Genauer gesagt die sich hinziehenden Friedensverhandlungen in Münster, bei denen sich die frz. Delegation so langweilte, daß sie hier die erste Ballettaufführung ausrichtete, die mit den Ausdrucksmitteln des Tanztheaters de-/rekonstruiert wird: War is over - if you want it

Recherchen für einen Performance-Parcours auf dem Dortmunder Ostfriedhof, der die Stadt- und Industriegeschichte, zeitgeschichtliche Milieus des Ruhrgebiets und ortsspezifische Besonderheiten erzählen soll. Hierfür werde ich die Geschichten der Verstorbenen, ihrer Lebensbedingungen und den gesellschaftlichen Themen in den verschiedenen Jahrzehnten in eine Stückentwicklung einbringen.

"From Clit with love" Clit Vicious spielt Romeo und Julia: Drag trifft Shakespeare. Clit kann als echter King alles spielen: Die Frauen und die Männer, wie bei Shakespeare die Männer ja auch alles spielten. Er läd uns ein zu einer Drag-Show zwischen Shakespeare und Elton John-Theater und Lip-sync: "Saug' in dein Auge neuen Zaubersaft, so wird das Gift des alten fortgeschafft."(Romeo und Julia)

In FROM WITHIN THE BONE- multidimensionale Recherche für ein Tanz Solo untersucht Josefine Mühle körperlich die tiefe Ebene der Knochen und Skelettstruktur. Sie dringt mit barriererarmen Methoden wie Klein Technik und Yin Yoga in die Spezifika ihres Körpers ein, stellt in riskanten Umkehrhaltungen Gegebenes auf den Kopf & choreographiert ein Solo über den Vertigo von Transformation & Veränderung.

Die Recherche dient der Vorbereitung eines theaterpädagogischen Projekts, in dem Akteur*innen Erzählungen aus einer zukünftigen Perspektive entwickeln werden, in denen lokal zu erwartende Auswirkungen des Klimawandels den Hintergrund bilden und konkrete Erlebens-, Verhaltens- und Handlungsweisen der Protagonist*innen im Spannungsfeld zwischen Realisation und Hoffnung deutlich werden.

Im Anschluss an die Corona-Pandemie ist die Frage nach dem Publikum ins Zentrum des Interesses vieler Projekte gerückt. Hier eine erste Bestands- und Kontaktaufnahme mit Hamburg-Schwerpunkt zu schaffen, ist der Kern meines Vorhabens.

Chaplin, Keaton, Laurel und Hardy - Wo aber sind die weiblichen Charaktere, die über Bananenschalen stolpern, gegen Türrahmen laufen oder von Bühnen fallen? Ich möchte ein Verständnis des komischen Körpers entwickeln und fragen, wie Geschlechts-Marker dessen Funktion beeinflussen. Könnte Physical Comedy für Frauen ein Mittel des Widerstands, des Ausbruchs aus der Objektifizierung sein?

In GENIAL (AT) begibt sich der Regisseur und Autor Kim Willems anhand eines weltweit einzigartigen Museums auf eine ausführliche und kritische Recherche zu den Themenkomplexen ‚Macht der Behauptung’ sowie zum ‚Geniekult’ und konzeptioniert daran anknüpfend ein performatives Mehrgenerationen-Labor, in denen die Strategien von Genie-Narrationen spielerisch erprobt werden sollen.

Die Recherche widmet sich „genialen Dilettanten“ im Bereich der Musik, die ohne nennenswerte Vorkenntnisse, formale Bildung und/oder spezielle Fertigkeiten ein eigenständiges, eigenwilliges Werk geschaffen haben. Im Fokus steht dabei das Aufspüren der entsprechenden Protagonist:innen und ihrer Werke sowie die Frage, welches ästhetische Potenzial ihrer jeweiligen Arbeitsweise innewohnen kann.

Geburt betrifft uns alle. Dennoch ist sie ein gesellschaftliches Tabu. Giving Birth ist eine soziokulturelle Auseinandersetzung. Eine Collage der inneren und äußeren Erlebniswelten von Gebärenden, abstrakte Szenen aus einem hochemotionalen Vorgang, gebrochen von klarem gesellschaftspolitischen Realismus. Eine Verarbeitung auf verschiedenen Kanälen, die dazu aufruft, das Tabu zu brechen.

In meiner Recherche möchte ich für mich Formen und Formate finden, in denen ich Kunst und Nachhaltigkeitswissenschaft miteinander in Beziehung setze. Durch Interventionen, installative Performances und Aktionskunst im Sinne der Kommunikationsguerilla möchte ich Daten und Fakten aus der Wissenschaft künstlerisch verarbeiten und beobachten was spontaner Aktivismus mit mir und meiner Umwelt macht.

Grenzen, Lücken und Tücken Sinn und Sinnlichkeit, die Tore vom Ich zum Andern. Grenzen wir uns ein und zugleich aus? Krisenhafte Entgrenzung und die Sehnsucht nach Stabilität. Wo wollen wir hin? Zwischen Respekt und Kreativität, zwischen Freiheit und Ordnung erarbeiten wir experimentell neue Strukturen.

GRETA ist eine Recherchevorhaben das sich mit den Zukunftsängsten der jungen Menschen in allgemeinen und mit der „Klima-Angst“ im besonderem beschäftigt. Im Mittelpunkt stehen die mit dem Klimawandel verbundenen Zukunftsängste der Jugendlichen und deren mögliche Utopien für eine bessere Welt. Die Choreografin Canan Erek geht der Frage nach, ob Menschen aus Angst Utopien entwickeln können.

Die Migration der darstellenden Künste aus der Black Box in den White Cube resultiert aus der Suche nach neuen Bühnen, oder verkürzt gesagt: nach einer größeren Sichtbarkeit. Der Wechsel der räumlichen Vorraussetzungen geht zwar mit dem Streben nach Sichtbarkeit einher, paradoxerweise evoziert das Weg von der Bühne hin in zeitlich frei zugängliche Orte jedoch gerade wieder eine Unsichtbarkeit.

Übermäßiger Leistungsdruck, Überforderung, Überstimulation, Burn-Out - „GROUNDEDNESS“ soll sich in Form einer tänzerischen Recherche mit alternativen Leistungskonzepten auseinandersetzen, die nachhaltige Leistungen ohne den Angriff auf die menschliche Substanz erlauben.

„guilty of shame“ widmet sich als multidimensionales Recherchevorhaben der Frage nach individueller sowie kollektiver Schuld und Scham. Im globalen Kontext werden wir mit Problemen konfrontiert, die uns angesichts ihrer Größe und Komplexität in Ohnmacht und damit ein diffuses Empfinden von Schuld und Scham versetzen. Tragen wir persönlich (Mit-)Schuld, an allem, was auf der Welt passiert?

“Harmonium auf dem Herd” ist eine performative Suchbewegung zwischen Harmonie und Aggro. Moderieren oder eskalieren? Durch Nachforschen- und Nachfühlen werden verschiedene Stimmungslagen, die mit dem moderieren und eskalieren verbunden sind ausfindig gemacht und stimmlich getestet. Die Recherche fragt nach Kommunikationsformen und sucht nach neuen Kodes, um zu streiten ohne sich dabei weh zu tun.

With the support of #takeheart Katrina Elizabeth will embark on a three-month examination of none other but, the heart- muscular organ and symbol of the innate human instinct towards connection. Katrina will focus her research on how the heart's inner workings can be conflated with our cultural obsession with romance and the capitalist implications the heart symbolically carries with each beat.

Die Recherche "Heidi" hat zum Ziel die Figur "Heidi" in der deutschen und in der japanischen Kultur zu untersuchen und miteinander zu vergleichen. Es soll analysiert werden, welche Rollenbilder in den Kulturen bestehen und wie diese sich in der Figur ausdrücken. Diese sollen dann in einem Theaterstück in den Kontext der heutigen Zeit gebracht werden.

Helena von Troja ist Kriegsstifterin, Ehebrecherin, Sünderin und vor allem eins – schön! Und weiter? In der Recherche HELENA setzt sich Rebecca Junghans eingehend mit dieser Ikone, dem Klischee Helena und der Frage auseinander: wie prägen uns Erzählungen? Ziel der Recherche ist die Erarbeitung einer Textcollage, die ein anderes Licht auf diese Figur wirft und ihr eine eigene Stimme gibt.

Bei der Recherche für das Theaterstück „Hermine Katz und das ungeheure Wissen der Dachböden“, ist eine Schauspielerin Regionalgeschichte auf die Spur gekommen: Familie Mansfeld, seit 100 Jahren in Lüchow lebend, wurde verfolgt, ermordet. Handschriften, Fotos usw. führen bis nach Israel, N.Y. Hermine Katz, alias K.Wittstamm will es nun wissen -dem Wendland die Erinnerung an die Familie zurückgeben.

Meinen Musikjams sind voll mit Männern. Bei meinen Bewegungsimprovisation Workshops, kommt fast keiner von ihnen. Können wir durch die Untersuchung des Wesens von improvisierter Musik und Tanz etwas über Gender, Männlichkeiten und die Beziehung des typischen modernen westlichen Mannes zu seinem Körper verstehen? Und kann die Kombination Musikjam/Philo-Debatte ein neues Performance-Genre werden?

Mit „Hinübertragung“ untersuche ich, was es für mich als Performerin bedeutet, Sprachspuren aus Meret Oppenheims Lyrik, in choreografische und Bewegungsformen zu übertragen, um so meine laufenden Untersuchungen zu den Verbindungen zwischen den Sprachen des Körpers und des geschriebenen Wortes zu vertiefen.

Homecoming" is a research dedicated to the topic of rebuilding a cultural heritage and etnic tradition with a focus on forced migration due to natural disasters. Crucial point of research is to investigate their stories and processes which they had to pass through in order to find themselves and their new home in completely different political, social and cultural environment.

Hope:Me setzt sich mit der digitalen Repräsentation des Körpers auseinander und ist eine Recherche zum Thema Schönheit und deren Bildern. Physische und digitale Körper werden gegenübergestellt, Ästhetiken des Digitalen tänzerisch angeeignet und hinterfragt. Das Bewegungs-, Interview-, Video- und Bild-Material soll zu einem späteren Zeitpunkt die Grundlage für ein Solostück werden.

A research about the history of houseplants and their interaction in present society. How are plants related to migration? What is my interaction with this social mechanism as an immigrant? Exploring new methods of research, I will challenge my creation routines to discover different paths towards these intriguing subjects.

'How I was Made' ist eine Recherche über Kinder, die durch reproduktionsmedizinischen Verfahren entstanden sind – d.h. aus Samenspende, Eizellenspende, Embryonenspende, Leihmutterschaft. Die Kinder und ihre Enstehungsgeschichten und die Form in der sie erzählt werden - den Kindern selbst, Nachbar*innen, Ärtz*innen, Lehrer*innen werden über Interviews und Onlinerecherche gesammelt.

Hypnagogia (WT) reflects upon the transitional state from wakefulness to sleep where mental phenomena like visual or auditory hallucinations may occur. A group of artists from different disciplines get together under the direction of Meritxell Aumedes to create an interconnected hypnagogic universe. During the performance audiences are guided through its various surreal scenarios.

Andreea Geletu ist Theatermacherin und Kunstschaffende. Im Recherchevorhaben " I Am Today│Yesterday│Tomorrow│" beschäftigt sie sich mit der Identität und ergründet diese als eine Einheit vieler psychosozialer Bestandteile, die es kontextuell zu untersuchen gilt. Sie dokumentiert Ergebnisse aus Interviews von Menschen aus Rumänien und Deutschland und ermöglicht dadurch Einblicke in das Menschsein.

Was bedeutet chronische Krankheit aus einer performativen Perspektive? Wie manifestiert sich dieser Zustand in künstlerischer Formung? Diesen Fragen widmet sich Mira Hirtz in verschiedenen Kunstformen, von Bewegung und Tanz ausgehend, um über ein weit verbreitetes doch kaum gesehenes Phänomen unserer Gesellschaften zu kommunizieren.

Natalia Torales untersucht die eigene Migrantin-Identität, in Bezug auf die Exilgeschichte die ihr Leben geprägt hat. Mit dem Text „Imaginary Homelands“ von Salman Rushdie als Sprungbrett, untersucht und sucht sie nach Antwort zu Fragen fast philosophischer Natur die mit politischer Verfolgung, Migration und der Konstruktion der eigenen Identität zu tun haben.

Johanna Ehlert erfindet sogenannte "perfekte Illusionen" im Figurenspiel. Sie sucht nach innovativen Kombinationen verschiedener technisch einfacher Funktionsweisen in Figurenbau und -spiel und hält sie in Konzeptionszeichnungen fest. Es entstehen Rezepte für verblüffende Illusionen scheinbar autonomer Figuren im Zusammenspiel mit menschlichen Darstellern. Wer manipuliert hier eigentlich wen???

Das Rechercheprojekt „Im Nebel“ lotet die spielerischen Möglichkeiten des diffusen Materials Nebel aus. Es wird beobachtet, welche Geschichten sich erzählen, wenn Nebel zum Darsteller wird. Nebel soll in seiner bildnerischen und darstellerischen Qualität untersucht, sowie politisch und kulturgeschichtlich beleuchtet werden. Die Erkenntnisse sollen Grundlage für ein Materialstück bilden.

Die Recherchearbeit von Pia Janssen nimmt die Novelle Das Erdbeben von Chili von Heinrich von Kleist als Ausgangspunkt. Angesicht der heutigen Krisenzeit untersucht sie anhand des Vulkanausbruches in La Palma wissenschaftliche und subjektive Perspektiven und stellt die Frage nach dem menschlichen Unvermögen, die Realität der Natur unseres blauen Planeten als Wahrheit zu erkennen.

Heavy Metal-Musik verhandelt Klang und Raum und Körpern auf besondere Weise. Der Begriff der Immersion und des Rituals kann darin vielleicht etwas unter den Aspekten von Macht, Dominanz/Submission aber auch Befreiung/ Katharsis aufzeigen. Die Recherche geht von Dan Grahams Film "Rock my Religion" aus und möchte Inszenierungen neuer musikalischer Metal-Rituale, z.B. wie dem "Shout-Room", entwerfen.

ein beschädigter körper beginnt zu sprechen, formt wörter im schlamm, in ausgetrockneten flussbetten und sucht nach der sprache für die gegenwart. keine utopien mehr, zukunft als gegenwart als zukunft. Heilsversprechen verlernen, dazwischen sein, daneben stehen und die binaritäten der gegenwart auflösen. beschädigter körper im beschädigten leben bleiben. in transition sein.

Im Rahmen einer Rechercheförderung möchte ich mich mit Begriffen von Verbundenheit und Vergänglichkeit in einem Austausch von künstlerischen und wissenschaftlichen Ideen auseinandersetzen. Ich plane dabei Zeit auf einem Bauernhof zu verbringen um im Dialog mit den Landwirt*innen Fragen über den ständigen Austausch mit unserer Umgebung, dem Unbekannten, der Wildnis zu stellen.

‘in-visibility‘ schaufelt tief in das Bewusstsein und Erleben eines HIV-positiven Künstlers. Der forschende Körper bringt dabei interne Spannungszustände an die Oberfläche und macht das unsichtbare sichtbar. Eine Trilogie aus Trauma, Stigma und Speichel um Wunden zu heilen und Vorurteile zu brechen.

"Verrückt sein heißt ja auch nur, dass man verrückt ist, und nicht bescheuert." Diesen Satz sagt ein Mädchen in einem Roman. Isa, die Protagonistin des unvollendeten letzten Romans Wolfgang Herrndorfs. In der Recherche möchte ich hinter die Klischees und Bilder zum Thema psychische Erkrankungen forschen. Aus welcher Perspektive wird ein 'Normal sein' ins Verhältnis zum 'Verrückt sein' behauptet?

Jennifer Krannich forscht an der Schnittstelle zwischen Zauberkunst und Theater für kleine Kinder. Sie nimmt Unterricht, um Zauberkunst zu erlernen, und recherchiert zu Erkenntnissen der Neuro- und Erziehungswissenschaften über die Wechselwirkung zwischen Zauberkunst und Gehirnaktivität. Sie will dabei neue Erzählformen zur Aktivierung des kreativen Forschungsdrangs des jungen Publikums finden.

Elemente des Klimas kippten bereits, Stimmungen kippen, politische Systeme werden gekippt... Beim Kippen gerät etwas aus dem Gleichgewicht, geht in etwas anderes über und nimmt Einfluss auf alles ihm Verbundene. Unwiderruflich. Kippen markiert einen Moment der irreversiblen Transformation: es entsteht Neues. Eine Figurentheater-Recherche der Poesie und Brutalität dieses nervenkitzelnden Phänomens.

KALYPSO is the epic adventure of our mental struggles, the challenges and the monsters we have to face constantly in an increasingly stressful world. Based on Homer's Odyssey but from an introspective point of view, it tells the story of our invisible battles and dispels the taboo of 'secrecy' on the topic of mental health by showing the beauty of human vulnerability.

In meiner Recherche möchte ich ein Konzept für ein Stück entwickeln, das die Mittel des Musik- und Figurentheaters vereint. Inhaltlich will ich zu den Kastraten-Sängern der Barockoper im Kontext von zeitgenössischer Queer-Theory und (queerer) Performance von Männlichkeit. forschen. Außerdem will ich dafür meine bestehende Praxis als Sänger vertiefen und Kontakt zu anderen Musiker*innen aufbauen.

Meine Großmutter Kazuko Tsukamoto wurde am 01.08.1929 in Tokyo geboren und ist die letzte Zeitzeugin des Zweiten Weltkriegs in meiner Familie. Ich werde ihre Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg durch Interviews sammeln und dokumentieren und der Frage auf den Grund gehen, wie wir Erinnerungen mit künstlerischen Mitteln am Leben erhalten können.

Christina Hommel möchte sich mit Hilfe des Recherchestipendiums innerhalb ihrer performativen queerfeministischen Arbeitspraxis ein antiklassistisches Netzwerk aufbauen, das klassistische Hürden überwindet und die Weichen für ein diverses, intersektionales und nachhaltiges Schaffen legt.

Kleine Morde unter Künstlern - Schaden Freundschaften der Kunst? Recherche über Gruppenprozesse in der künstlerischen Arbeit. Ein Thema, das viele KüntlerInnen kennen, über das aber kaum jemand redet: Immer wieder zerbrechen künstlerische Projekte an persönlichen Auseinandersetzungen. Warum? Welche Erfahrungen, Theorien und Strategien gibt es? Interviews, Recherchen und später Veröffentlichung.

Wie kann ich durch meine Arbeit als Theatermacherin dazu beitragen, Skills zu verstärken, die wir in der Zivilgesellschaft benötigen, um uns den gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen? Zu welchen gesellschaftlichen Problemfeldern soll ich verstärkt sicht- und hörbar werden? Welche künstlerischen Formate sind geeignet, um Menschen zu aktivieren, gemeinsam kreativ und aktiv zu agieren?

Mithilfe einer #takeheart Rechercheförderung möchte ich die konzeptionellen Vorarbeiten zu einem neuen Tanz-/Performancestück – dem intimen und zugleich fiktionalen Portrait der Königskerze – durchführen. Ich recherchiere dabei zu Figuren, Dramaturgie und Struktur des japanischen Mugen-Nō-Theaters sowie zur Kommunikation mit Pflanzen und entwickle Bewegungsmaterial und choreografische Konzepte.

In meiner Recherche Kostümdesign im Tanz erforsche ich, wie durch die Beschaffenheit des Kostüms eine neue Erzählebene entsteht. Mich interessiert, wie das Kostüm nicht nur eine visuelle Ebene eröffnet, sondern auch durch Form, Schnitt und Material eine eigene Bewegungssprache etabliert. Dies entsteht sowohl durch Einschränkungen, aber auch durch spezielle Elemente, die zur Interaktion auffordern.

Die Queen ist gestorben. Meine Oma, im selben Jahr wie sie geboren, lebt. Hat den 2. Weltkrieg erlebt. Aus persönlichen Gesprächen mit ihr und anderen mir nahestehenden Menschen möchte ich ein Kaleidoskop verschiedener Erfahrungen, Erlebnisse und Perspektiven erarbeiten. Rund um die zentrale Frage, wie wir miteinander leben und leben wollen.

Kunst und Unterhaltung - Schwarz und Weiß Die Sicht auf die Dinge kann aber nicht einfach nur eindimensional sein und so ist ist auch mit der Kunst und der Unterhaltung. Das eine schließt das andere nicht aus. Genau da möchte ich mich auf die Schnittstellen-Recherche begehen und so zukünftig unterhaltungsvoll, bedeutsam und inhaltsvoll Kreieren.

Eine Recherche zu sozialpädagogischen Inhalten zu sexueller Identität und Orientierung für Menschen mit Behinderungen sowie zu Möglichkeiten, solche in künstlerische Formate mit barrierearmen Mitteln umzusetzen. Meine Frage im Zentrum einer inklusiven Arbeit ist: Wie können wir uns selbst finden, verwirklichen, Spaß haben und gleichzeitig Verantwortung für uns und Andere übernehmen?

Kuratorische Strategien der Zukunft entwickeln! Wie kann kuratorische Arbeit in Zeiten der Krise ein attraktives und nachhaltiges Gegenangebot schaffen? Ein Learning zur Schaffung neuer Kooperationen und Arbeitszusammenhänge.

Die Recherche fragt nach dem im Körper des Schauspielers gelagerte Wissen im Verhältnis zu seiner Karriere, Herkunft, Biografie. Welche Prägungen, Verletzungen sind geschehen? Wie viele davon rechtfertigt die Kunst? Im Fokus stehen eine Anfängerin muslimisch-indonesischer Herkunft, eine Schauspielerin geboren in der DDR, ein Schweizer Theatersoldat (70), neuerdings mit der Diagnose Parkinson.

"Leipziger Luft" erforscht die Nutzbarmachung von Düften und Gerüchen als theatrales Kommunikationsmittel. Wie können Gerüche gezielt eingesetzt werden, um Erinnerungen, Gefühle und Assoziationen wachzurufen? Wie lassen sich diese lenken und punktgenau einleiten? Neben praktischen Experimenten sind auch Interviews mit Parfümeur*innen & Expert*innen der Riechstofferzeugung Teil der Recherche.

Was geschieht, wenn eine Freie Gruppe in einem Stadttheater eine Inszenierung realisiert? Wie gestaltet man gemeinsame kreative Prozesse, wenn man einander erst kennenlernt? In ihrer Recherche beschäftigt sich Aishe Spalthoff mit Luhmanns Systhemtheorie und untersucht co-kreativer Prozesse, um konkrete Handlungsstrategien für künftige Kooperationen von James & Priscilla abzuleiten.

Wahre interdisziplinäre Arbeit ist oft schwer zu erreichen. Selten werden die Kunstformen wirklich vereint. In meiner Recherche möchte darüber hinaus gehen, Bewegungen aus urbanen Tanz und zeitgenössischen Zirkus nur nacheinander anzureihen, sondern Licht ins Dunkel zwischen die Übergänge bringen und eine choreographische Sprache entwickeln, die sich spielerisch beiden Künsten fließend bedient.

Auf einer Reise des Lauschens werden Begriffen aus der Sound-Art performativ untersucht. ‘The Other’ ist in diesem Fall, das worauf man lauscht. Mit Musiker*innen entsteht ein Klang-Universum aus Elektro-akustischen Instrumenten, Stimmen und Mikrophonen. Menschliche und nicht-menschliche Organismen und Objekte informieren und beeinflussen uns.

Fast 500.000 Kinder sind in der BRD von der Lese- und Rechtschreibschwäche betroffen. Lesen und Schreiben sind die Basis für ein erfolgreiches "Funktionieren" in der medialen, multikulturellen und komplexen Gesellschaft des 21. Jahrhundert. Der Autor geht der Frage nach, welche Besonderheiten das Leben dieser Kinder aufweist, um mit der Schwäche umzugehen, sie zu kaschieren oder zu beseitigen.

So wie aus Wörtern Lyrik und daraus Lieder entstehen, setze ich Wörter in Bewegungen und Stimmen um, so dass diese frei und ungebunden, körperlich dargestellt werden können.Poesie vermittelt die dichterische Gefühlsebene, die von Musikern zu Liedern erweitert wird. Doch auch Worte und Musik sind nicht erschöpfend. Diese Lücke fülle ich mit meinem Tanz und gebe so der Lyrik eine körperliche Form.

Es gibt bei älteren Menschen, wenn sie sich ihre Kindlichkeit bewahrt haben, eine ganz besondere Art von Magie, … wie man diese wieder entdecken kann, um die Herzen der Zuschauerinnen* zu berühren, dieser Herausforderung würde ich mich gerne annehmen und dazu forschen und recherchieren.

Welches subversive Potential haben als queer gelesene (Performance) Kunstwerke aus der Zeit der beginnenden Schwulenbewegung für zeitgenössische Performance Kunst? Mit dem Blick in die Geschichte der Performance Kunst suche ich nach Ausdrucksformen, die ein politischen Begehrens nach Veränderung artikulieren, um vergessene utopische Impulse im künstlerischen Experiment zu reaktivieren.

Die Recherche widmet sich der Rolle öffentlicher Räume für das körperliche Erleben von Alter(n) und befragt hierfür die Methode des Mental Mapping. Die Recherche zielt auf den choreografischen Prozess mit Tänzer:innen unterschiedlichen Alters und erforscht das Potenzial des Kartographierens der Räume, um das Erleben von Alter(n) im Raum körperlich greifbar zu machen.

Spirits (which the masquerade represents) are often genderless, landless, nationless and fluid. The juxtaposition of a masquerade in relation to Black bodies in public spaces and how both entities are violently being erased by persisting colonial legacies and ideologies is an idea I wish to explore and further develop during my research period.

"Medea kehrt zurück" (AT) "Geh durch die hohen Räume im erhabenen Äther, bezeuge, dass wo du fährst,es keine Götter gibt" (Jason zu Medea, Seneca) Sind wir die Gottlosen, unrettbar Verlorene? Kann Medea uns erkennen, uns vielleicht sogar retten? Und wenn ja, vor wem? Mit dem dramatischen Material der Medeafigur, durch ihre Reise zu uns in das Hier und Jetzt suche ich nach theatralen Antworten.

Mediating Movement (AT) strebt an, grafische Notationsformen von Bewegung als Methode der Tanzvermittlung zu entwickeln. Durch Experimente mit der Platzierung von grafisch notiertem choreografischen Material vor oder während Vorstellungen, sollen neue Zugänglichkeiten geschaffen werden, wie wir als Kulturschaffende und -betrachtende mit Bewegungsmaterial und Choreografie interagieren können.

Kann freies Theater im öffentlichen Raum zur Demokratiefähigkeit einer Gesellschaft durch die Partizipation von Zuschauer*innen und Spieler*innen auf Augenhöhe beitragen? Die Frage nach der Mitte ist Ausgangsbasis der Recherche aus individueller, physikalischer, geographischer und gesellschaftlicher Sicht. Mehr Mitte, bitte.

„Als Kind wäre ich gerne Indianerhäuptling gewesen.“Wenn wir Deutschen von Native Americans reden:meinen wir dann eigentlich wirklich Indigene oder das Karl May-Konstrukt? Ist das eine Aneignung oder eine Verehrung? Denn der Genozid und die bis heute währende Unterdrückung werden nicht erzählt.Wie könnte ein heutiges Narrativ aussehen? Eine Suche nach der Geschichte meiner indigenen Urgroßmutter.

Die Beziehung zwischen Endverbraucher:innen und "Maschinen" wie einer Echobox, mit deren Hilfe und mit der wir scheinbar kommunizieren, soll für das Erfinden eines Klassenzimmerstücks theatral ausgelotet und dystopisch wie utopisch in Beziehung zu menschlicher Wahrnehmung und ihrer Ausbeutung gebracht werden. Maßgeblich wird bei der Recherche die Erfahrungswelt junger Schulkinder miteinbezogen.

Recherche für eine Stückentwicklung zu den Utopien einer Ost-Berliner Schulklasse im Zeitraum von 1988 bis 1992.

In meinem Rechercheprojekt „Mensch oder Maschine – Zirkus der Zukunft“ beschäftige ich mich mit den technologischen Entwicklungen in Industrie und Popkultur und ihren Chancen für den zeitgenössischen Zirkus. Zwischen Bestandsaufnahme und Zukunftsvisionen sollen Perspektiven für das eigene künstlerische Arbeiten entstehen und die Entwicklung der modernen Gesellschaft kritisch hinterfragt werden.

Mensch sein. Mutter sein. Monster sein. soll einen liebe- und humorvollen Blick auf eine Krankheit ermöglichen, die mit vielen Vorurteilen und Verurteilungen einherkommt: Borderline. Es wird nach den Ursprüngen und dem Erleben der Erkrankung geforscht und nach theatralen Mitteln und dramatischen Erzählweisen gesucht.

Menschen rollen beschäftigt sich mit dem Einfluss von Skateboarding auf Identität, Gruppenzugehörigkeit und Geschlechterrollen in ländlichen, urbanen und naturnahen Räumen. Mit der Recherche soll ein neuer, fiktiver Skatestil entwickelt werden: Könnte dieser identitätsneutral sein und wenn ja, inwiefern? Welche Bewegungsabläufe könnten durch die Suche nach Identitätsneutralität inspiriert werden?

Das Ziel des Recherchevorhabens ist, sich einer ganzheitlichen, bewegungsbasierten Praxis anzunähern, die den Körper auf die komplexen Anforderungen im Zusammenspiel von Figurenspiel und Tanz vorbereitet. Darüber hinaus soll die Praxis eine mentale Vorbereitung einbinden, die das Einsteigen in Figuren, das Improvisieren und Suchen von ersten tänzerischen Elementen vorbereitet.

Monika Ertls Leben war eins in Diskrepanz zwischen ihrem Nazi-Vater Hans Ertl und der Guerilla Bewegung in Bolivien. Sie erschoss den Mörder Che Guevaras und wurde daraufhin, selbst in Bolivien im Alter von 35 Jahren erschossen. Diesen Teil der Aufarbeitung der deutschen Geschichte möchte ich mit ihre Biographie genauer beleuchten und als Monologstück auf die Bühne bringen.

Untersuchungen zu (auto-)biografischem Musiktheater ausgehend von Leben und Werk von Shirley Graham Du Bois. Anhand der 1932 entstandenen Oper "Tom Tom" und anderer Meilensteine in ihrer künstlerischen und aktivistischen Biographie soll der Zusammenhang von Geschichte, Beziehung und künstlerischer Produktivität beleuchtet werden.

"Werde ich nur geliebt, weil ich zu einer ethnischen Gruppe gehöre, von der angenommen wird, dass sie unterwürfig ist, oder habe ich einen tatsächlichen Wert als Individuum, oder ist es beides?" Kihako Narisawa aus Tokio extrahiert Darstellungen japanischer Tänzerinnen, um sie auf eine Weise zu zeigen, die den ursprünglichen Grund der Typisierung und Objektivierung (z.B. Yellow-Fever) aufhebt.

Ausgehend von den Herausforderungen, die es bedeuten Mutter zu sein und dennoch als Darstellende Künstlerin zu arbeiten, möchte ich über dieses Spannungsfeld forschen. Durchleuchtet werden körperliche, ökonomische und emotionale Aspekte. Ich werde Erfahrungsberichte sammeln und dazu ein künstlerisches Essay erarbeiten.

Modi der mystischen Mündlichkeit

Mythos Kristallpalast: Recherche zur wechselvollen Historie der bekannten Magdeburger Veranstaltungsstätte "Kristallpalast" mit dem Ziel, diese mit Hilfe von Kunstfiguren und deren Konflikten als Schauspiel auf eine Theaterbühne zu bringen.

Wie kann ein Festival für Zeitgenössischen Tanz über den "Leuchtfeuer-Effekt" hinaus gestaltet werden? Mit diesem Recherche-Vorhaben möchte Chantal Kohlmeyer die eigene kuratorische Arbeit reflektieren und künstlerische Ansätze finden, um neues Publikum zu gewinnen und ein erfolgreiches Festival unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und der Qualität zukunftssicher zu gestalten.

Was ist die Nacht heute für uns-in Zeiten von Elektrifizierung und Internet? Der Tag ist in die Nacht eingedrungen. Ich möchte mich in meiner Recherche mit der Nacht und der Dunkelheit beschäftigen und nach einem künstlerischen Weg suchen sie sinnlich erlebbar zu machen. Hierfür möchte ich untersuchen, ob ein nächtlicher Audiowalk im Freien eine geeignete Form sein kann.

Das Vorhaben zielt darauf, Ansätze zur innovativen Verwendung sowohl Einfacher Sprache als auch von Gebärdensprache (DGS) in Theatertexten und -inszenierungen zu entwickeln, um diese für Akteur*innen und Zuschauer*innen mit anderen sprachlichen Hintergründen zugänglich zu machen und um die einzigartigen Ausdrucksmöglichkeiten dieser Sprachformen auf der Bühne zu nutzen.

Neue Räume für zeitgenössischen Zirkus Das klassische Zirkuszelt als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines modularen, nachhaltigen Begegnungsortes an dem zeitgenössischen Zirkus stattfinden kann. Die künstlerische Recherche nach einen zeitgenössischen Zirkuszelt aus der Perspektive einer gegenwärtigen Trapezkünstlerin.

Das Recherchevorhaben "nine elements" beschäftigt sich inhaltlich thematisch mit der Hip Hop Kultur und bezieht sich auf die künstlerische Sparte Tanztheater für junges Publikum. Im Fokus der Recherche steht die Auseinandersetzung mit der Thematik und ihrer geschichtlichen und gesellschaftlichen Einordnung, künstlerischen Formaten sowie Bewegungskonzepten und -methoden für ein junges Publikum.

Anhand der Untersuchung performativer Versammlungen soll die Möglichkeit einer nomadischen Verfassung analysiert werden: Wie können marginalisierte Subjektivitäten den symbolischen politischen Raum dekonstruieren? Welche Räume aktivieren die Träume, Bedürfnisse und Erwartungen von Migrant*innen? Wie können diese archiviert werden?

-Eine Recherche was geschieht mit Körpern in Bewegung? Eine Welt ohne Stillstand, Bewegung als Prinzip. -Eine solo Tanzvideoperformance choreografieren. -Eine Workshopreihe veranstalten von dem gesammelten Material. -Weiterbildung der eigenen tänzerischen Fähigkeiten. -Einstellung einer filmischen Dokumentation zu meinem Lern- und Erprobungsprozess, sowie die Aufnahme des fertigen Stückes.

Patriarchat und Emanzipation im klassischen Tanz der Neuzeit: Die Tänzerin Mirjam Otten recherchiert den Einfluss des Frauenbildes und der Gendernormen George Balanchines auf die moderne neoklassische Choreografie und Praxis im Ballett. Dabei durchleuchtet sie ihre eigene Praxis kritisch auf Stereotypen und entwickelt Arbeitsansätze, die aus den Weichen der ‚Balanchine-Ballerina‘ ausbrechen.

OH-Ma. Was wären wir ohne Omas? Die Damen, welche ein Leben lang gearbeitet haben. Es war eine Selbstverständlichkeit, dass sie dies tun. Alles von Hand. Ohne Technik. Probleme gab es keine. Oder doch? Die Clownin Mathilda geht diesen Themen auf den Grund, indem sie mit ihrer verstorbenen Oma Zwiegespräche führt. Eine Begegnung zwischen jung und alt, die für alle Altersstufen inspirierend ist.

Eine Konzeption eines bilingualen deutsch-französischen Musiktheater-Formats basierend auf einer Recherche über die historische Person Olympe de Gouges, ihre Theaterarbeit und ihre Ideen zur Sichtbarmachung von Frauen und Sorgearbeit. Interviews mit heutigen Aktivist*innen der Care-Revolution, aktuelle Forderungen und Aktionsformen der Bewegung beider Länder sollen dabei einfließen.

One of the Roughs explores the written works and controversies around American poet Walt Whitman and his German contemporary Kaspar Hauser to develop performative literary portraits formulated through a new text. This research will generate a written map which acts as a way to look from the cultural margins into the center of nineteenth century politics to understand the role of the Other.

Die Oper ist in Lebensgefahr. Klassismus, Rassismus und Sexismus: noch immer werden die Opern von Repertoire beherrscht, das ungefiltert reproduziert. Patriarchale Machtstrukturen manifestieren zudem strukturell die Ungleichheit der Geschlechter. Welche Transformationen braucht es, damit im Jahre 3000 die Oper nicht der Geschichte angehört? #NEUE LEUTE, NEUE STRUKTUREN, NEUE INHALTE

Growing up as a Guyanese-Japanese-American living and working in Berlin, Germany; I frequently wondered “Where do I belong?” “origins of an imposter” is a movement and identity research that is led by the question: “How a multiracial woman of color with Racial Imposter Syndrome navigates a white dance world?”

OSTNOISE ist eine zusammengehörige Serie von sog. Nano-Operas, Mini-Musiktheater- Inszenierungen mit Geräuschchor, Sprecher*innen, zwei Performer*innen, basierend auf Auftragstexten von Ukrainischen Autorinnen. OSTNOISE ist eine Weitererzählung von Geschichten aus der Ukraine, mit musiktheatralischen Mitteln.

Das Klatschen ist zusammen mit der Stimme die ultimative Form des angeborenen musikalischen Ausdrucks. Es ist in allen Kulturen der Welt bekannt und ist eines der universellsten Kommunikationsmittel. Ich werde die Geschichte dieser Handlung in verschiedenen Kulturen untersuchen, um sie musikalisch zu erforschen, indem ich Komposition und Choreografie als eine Form der Sprache verwende.

PAN/SEX ist eine performative Recherche zu Pansexualität in Form eines pluri-personalen, panerotischen stream of consciousness Monologs, verbunden mit panerotischen Videoperformances in alpinem Setting: Wie spricht und reflektiert sich gelebte Pansexualität, wie klingt und bewegt sie sich, wie stellt sie sich performativ dar? Ist nicht unser Verhältnis zur (elementaren) Welt ein panerotisches?

"Performative Versuche in Zeiten der Krise" setzt sich mit der Klimakrise und der Figur des Clowns auseinander und untersucht letztere auf ihr zeitgenössisch-performatives und politisch-aktivistisches Potential. Verschiedene Methoden von clowning und Auftrittskontexte werden erprobt und in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten diskutiert.

Es wird eine Serie von anfassbaren Sehobjekten entwickelt, die Teil eines performativen Formats im öffentlichen Raum werden. Der Blick der* Benutzer*in wird in den analogen Objekten aus zwei Sichtachsen neu kombiniert und so die subjektive Wahrnehmung hinterfragt. Bei Feldversuchen wird ortsspezifisch über Interaktionen und Inhalte reflektiert, die dazu als Hörstück verflochten werden können.

Auf der Suche nach einem „Plädoyer einer nicht-menschlichen Restperson“ möchte ich mit Rechtswissenschaftler*innen sprechen, um mehr über die Rechtsperson Natur zu erfahren. Was bedeutet es, wenn zur Mandantschaft Flüsse, Seen, Wälder zählen? Wie äußert sich "Natur" vor Gericht? Welche Sprache braucht eine neue Gerichtsbarkeit, die den Menschen auf seinen Platz verweist?

Mit “Planktonische Liebe” entwirft Marie Donath ein Konzept für Figurentheater in der Natur- und Umweltbildung. Der Fokus liegt auf ausgewählten Themen der Meereswissenschaften und deren pädagogische Vermittlung, sowie die Auseinandersetzung mit neuen Wegen, Figurentheater mit Wissenschaft und Bildungsbemühungen im Feld der nachhaltigen Entwicklung zu verbinden.

Ein Spiel Von Erwartungen, Rezeptionen und Erlebnissen. Das immersive Musiktheater wird ein Ort der Begegnung mit der eigenen sinnlichen Wahrnehmung. Virtuelle und reale Welten treffen aufeinander und aus Zuschauer:innen werden Teilnehmer:innen. Es findet ein fließender Austausch zwischen allen Beteiligten statt, der die Möglichkeit einer umfassenden Reflexion bietet.

Theresa Henning geht zur Polizei! Warum ist die Berufsgruppe der Polizist*innen in Deutschland die mit der höchsten Suizidrate? Wieviel Preußentum steckt in den Strukturen der Institution? Ihre Rechercheergebnisse verschränkt sie mit ihren eigenen Erlebnissen in der Psychiatrie und macht daraus ein irrwitziges, humorvolles Bühnenstück. Mit der Frage: Was bedeutet Sicherheit?

„Polska sztuka“ Die Stückentwicklung „Polska sztuka“ (übersetzt: Polnisches Stück bzw. Polnische Kunst) untersucht polnische Identität in Deutschland und wird 2023 uraufgeführt. Durch eine dreimonatige Recherche voller Begegnungen mit Polinnen und Polen sowie die Biografie des Künstlers entstehen Texte, die sich mit dem Leben als Minderheit in der Wahlheimat auseinandersetzen.

Sei es Pandemie, Krieg oder Klimawandel, diese Ereignisse erzeugen Druck bei Menschen aller Generationen. Wo tauchen die Stimmen der Generation Z und ihr Weltgefühl im heutigen Diskurs wirklich hörbar und vor allem erfahrbar auf? Welche Generation ist von wie viel und welchem Druck geprägt? Wo könnte uns allen ein neuer, generationsübergreifender Austausch weiterhelfen? Über Druck in Gen XYZ

Ein Prinzip des Slapstick: Die Clown*in erschaft mit jeder Lösung eines Problemes ein größeres Problem. Ziel der Recherche ist es, ein Stück ausgehend vom Raum zu entwickeln. Ein Bühnenbild, dass in „freier“ Natur oder im öffentlichen Raum entsteht. Ein Slapstickspielplatz, der im Laufe des Stücks aufgebaut wird, sich ausbreitet und es nicht besser macht.

'PROFESSIONAL MOURNING' forscht zu sog. 'Klagefrauen' oder ‚Klageweibern‘, also zur Praxis professioneller, expressiver Trauernder, einer weit verbreiteten, verkörperten, meist weiblichen, potentiell subversiven, kollektiven Expertise mit informellem Wissen, die regelmäßig als Bedrohung etablierter Macht angesehen und in den letzten Jahrzehnten in Europa fast vollständig ausgelöscht wurde.

„Man sieht die Zukunft vor lauter Krisen nicht mehr.“ Die aktuelle Transformationssituation stellt eine große Herausforderung für Kurator*innen dar. Diese begreife ich als Chance und möchte Strategien entwickeln, um als Kuratorin des PHOENIX Theaterfestivals und als Künstlerin produktiv mit Veränderung umzugehen und Resilienz im Umgang mit zukünftigen Krisen zu entwickeln.

Im Anthropozän ist das Wetter politisch geworden. Folgt man diesem Gedanken, dann ist auch der Hagel ein politischer Akteur. In der Recherche sollen seine Geschichten anhand zweier Kontexte untersucht werden: “Hagelzauber” in Hexenprozessen und ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zum Thema Hagel. Doch wie erzählt man Geschichten, in denen der Protagonist ein Naturphänomen ist?

„Psychodrama und Kunst“ erforscht, welche künstlerischen Formate möglich sind, um die therapeutische Methode des Psychodrama nach Moreno mit einer künstlerischen Inszenierung zu verknüpfen. Das Psychodrama klärt persönliche Themen mit theatralen Methoden. Welche Möglichkeiten lassen sich hier für eine künstlerische Inszenierung gewinnen, die innere Prozesse bei den ZuschauerInnen fördert?

Das Stipendium gibt der Theatermacherin Sara Calvario die Möglichkeit, sich mit einer Vielzahl von Arbeitsmethoden, Stilen und Puppenbautechniken auseinanderzusetzen, und ermutigt sie, als Schauspielerin und Kreative zu experimentieren und Risiken einzugehen.

queer puppet sound art – ein Versuch Elemente aus dem Figurenspiel, Klangkunst und einem DIY Technik Ansatz werden in einer szenischen Recherche verbunden.

Zwei Androiden auf dem Raumschiff KUBIK16, das Richtung Mars unterwegs ist und in unerwartete Sonneneruptionen gerät. Die menschliche Crew ist prompt verstrahlt und stirbt. Nun sind die beiden – bis auf den schlechtgelaunten Bordcomputer Marther – auf sich allein gestellt. Die Reise beginnt genau jetzt. QUEER UNIVERSE konzipiert eine queere Science Fiction - Kammeroper für den öffentlichen Raum.

Judith Geffert forscht seit mehreren Jahren wissenschaftlich und künstlerisch zu der in Vergessenheit geratenen Geschichte lesbischen Aktivismus in der DDR und der Umbruchszeit 1989/90. In der künstlerischen Recherche zu ihren Queeren Ahn*innen Ost setzt sie sich damit auseinander, wie ein Dialog zwischen älteren und jüngeren feministischen Generationen in Form eines Hörstücks vermittelbar ist.

Eine musikalisch-theatralische Show, inspiriert vom weiblichen Bildsurrealismus und dem Studium von Ritualen und Maskeraden. Ein lebendiges Gemälde, in dem physisches Theater, mehrstimmige Gesänge und neue musikalische Kompositionen zu einem immersiven Spektakel verschmelzen. Bilder, die sich vom Einfachen zum Erhabenen bewegen, wo Traum und Wirklichkeit ineinander übergehen.

Die Studentin Boltwood richtet eine Internetseite, um Ihre Erfahrungen des unfreiwilligen Zölibats zu teilen. Die Idee einer inklusiven Community für unfreiwillig sexlose Personen, entwickelt sich zur Kriegswaffe: Die Incel. Ich versuche, den Fluch rückgängig zu machen: Die Gründung eines fiktiven, digitalen Forums für neue Männlichkeit wird Plattform für alle intersektionalen Feminist*innen.

Wie lenken Algorithmen unserer Welt? Wie verläuft man sich in den Kaninchenbauten, die sie graben, und – vor allem – wie findet man wieder heraus? „Rabbit Hole“ ist der Arbeitstitel von Wilke Weermanns Text, den er mit dem Kollektiv minus.eins, dem Komponisten Harald Günter Kainer, dem Dirigenten Joolz Gale und den Berliner Symphonikern zu einem transmedialen Gesamtkunstwerk zusammenführen will.

“Re-Embodying Dance Criticism” is a curatorial research project in the field of dance and performance criticism through an investigation of the idea of performative publishing. Focus is to expand dance criticism as a sensory experience by doing experiments in the critique processes. Through this project, I would like to start a fresh phase of my work as dance curator and writer.

Wie kann Musiktheater für höreingeschränkte Menschen funktionieren? Wie ein Tanzstück für blinde Menschen? Das Projekt untersucht Potenziale der Teilhabe bei Performances, in deren Entwicklung Besucher*innen mit Sinneseinschränkungen mitgedacht werden. Dabei geht es zugleich um die damit verbundenen Möglichkeiten künstlerischer Innovation sowie um neue Erfahrungen des traditionellen Publikums.

Zur Zeit des Ausbruchs von Butoh war ein gemeinsames Thema in jedem künstlerischen Bereich ein intensiver Expressionismus, der eine Verleugnung der Menschen selbst einschloss, die Krieg und Gemetzel verursachen. Ich werde neue Butoh-Notationen (Choreografien) zu entwickeln, die von einer zeitgenössischen existenziellen Erkundung aus in die Zukunft führen werden.

Im Rahmen der Recherche beschäftigt sich Mervan Ürkmez mit der rhythmischen Sportgymnastik und Ovids „Metamorphosen“. Neben der theoretischen Auseinandersetzung erlernt und trainiert er den Sport im Selbstversuch. Die Beschäftigung stellt den Nährboden für eine Auseinandersetzung mit dem mythischen Vorgang des Gestaltwandelns und dem Nachdenken über kollektive gesellschaftliche Verunsicherung dar.

Anja Kilian wird die Inszenierbarkeit kleiner Handfiguren unter Einbeziehung technischer Projektionen prüfen. Gibt es für das Publikum eine Möglichkeit, kleine Figuren groß zu erleben? Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, auch im digitalen Bereich, macht sich die Künstlerin auf den Weg, gewohnte Normen und Spielformate zu entgrenzen und neue inhaltlich-dramaturgische Ansätze zu suchen.

Kann das Gewöhnliche der menschlichen Beziehungen einen positiven Einfluss auf die Störungen unserer Gesellschaft haben? Ausgehend von diesem Pandemiekontext, in dem wir alle radikale Veränderungen in der Gesellschaft angestrebt haben, ist das Theater in der Lage, unmittelbar auf eine von allen erlebten Realitäten zu reagieren und sich eine Erneuerung menschlicher Beziehungen vorzustellen.

Das Rechercheprojekt Reconcile A Memory von Ramona Sekulovic widmet sich der Beziehung zwischen Emotionen und Bewegung: Gibt Bewegung eine unmittelbare Möglichkeit sich mit Emotionen auseinanderzusetzen, zu verbinden, diese zu verarbeiten, ja zu transformieren? Wie kann so etwas choreografiert werden und wie wirken sich Emotionen auf Bewegungen und Körperhaltungen aus und spiegeln diese wider?

This artistic research examines the representation of the human figure throughout history in the field of art, focusing primarily, but not exclusively, on Western traditions. It questions how the complex and layered image of the body is interpreted today in Western cultures, and addresses the multiple approaches to the subject that have been overlooked or ignored in art historical discourses.

Der Regisseur Stefan Herrmann erkundet mit seinem Rechercheprojekt RESONANCE die Frage, ob und inwiefern die Evaluation einer Theaterproduktion in der Freien Szene - jenseits quantitativer Indikatoren - ästhetisiert und unmittelbar in die Inszenierungen eingebaut werden kann. Welcher künstlerische Mehrwert könnte daraus entstehen?

Rolling in the Pink is a performance research project about the addressing possibilities of the female anger in our days and the representation of the feminine attitude in relation to social unfairness. The “new woman” enters into our living room as a multi-heroine personality and she confide in us that she is not alone.

„ I look your photos. I want 'kuscheln' ...“ – Das Recherche-Vorhaben hat zum Ziel sich durch Erkenntnisse aus diversen Fachgebieten dem 'Romance-Scamming', der Geldbeschaffung durch manipulierte emotionale Beziehungen über digitale Medien anzunähern. Welches Material, welche Reflexion, welche Dokumente und digitale Kommunikationsmuster können/werden für ein Theaterprojekt Relevanz haben/müssen?

Der theatrale Probenprozess kann uns als Gesellschaft vieles über den Umgang mit dem Scheitern lehren. Wann betrachten wir etwas als gescheitert? Bedeutet Scheitern Misslingen? Oder vielmehr - Gewinn? An der Grenze zwischen tot und lebendig - es ist die Frage danach was lebendiges Spielen von totem unterscheidet - oder auch eine lebendige Gesellschaft, von einer stillstehenden.

Schlaftrunken traumwandlerisch soll anhand des Märchens „Dornröschen“ das Thema Schlaf untersucht werden. Wie schlafen wir? Was passiert dabei? Wie wachen wir auf? Als neue Menschen? Im Ergebnis soll eine Konzeption für „Dornröschen“ als Objekttheater für Kinder ab 5 Jahre entstehen, das ihnen das Vertrauen schenkt, sich die Zeit zu nehmen, die sie benötigen, um zu sich selbst zu finden.

Mit der Perspektive und Frage, welche Notwendigkeit und welchen Nutzen Schuldempfinden hat untersucht SCHULDIG! welche Kraft im sich-schuldig-fühlen oder andere beschuldigen liegt. Macht Schuld Sinn? Und welchen Zusammenhang gibt es zwischen Schuld, Macht und Sinn? Schuldzuweisungen verhandeln Nähe, Macht, Scham und Diskriminierungen. Warum fühlen wir uns ständig für irgendetwas schuldig?

We flatten objects to their designed functions and economical value, which defines the borders of our perception and the way we relate to our object-based environments. In the research project Semi-Synthetic Poiesis, Andrea Salustri wants to study and explore the notions of “defamilarization” by V. Shklovsky, and “poiesis” by M. Heidegger, in order to develop coexisting strategies of manipulation.

Es gibt keine Norm ›gelingender Sexualität‹. Dennoch rückt die Gesellschaft die Themen Sexualität und Behinderung auseinander: durch Normativität, Fehlannahmen und Segregation. Zu meiner Recherche gehört die Beschäftigung mit den Vorannahmen, Stigmatiserungen und Unbewusstheiten einer behindernden Gesellschaft und deren Einflüsse auf die Sexualität von Menschen.

"Singing Wave" - Science Fiction trifft auf Experimentelle Performance Ewig lebende singende Wellenform liegt dem Universum zugrunde. Das lebendige Universum ist nicht-materiell und materiell zugleich und organisiert sich durchgehend selbst. In Auseinandersetzung mit dem Science Fiction Konzept der "Singing Wave" werden immersive experimentelle Studien und Lecture Performances durchgeführt.

Das Rechercheprojekt beschäftigt sich mit Sinti*zze und Rom*nja in der DDR, die im sozialistischen Regime, in dem es offiziell keine Diskriminierung gab, vielfältigen Repressalien und Anfeindungen ausgesetzt waren. Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts für ein theatrales Projekt, das ihre Geschichten auf die Bühne bringt, Stereotypen entgegenwirkt und künsterische Begegnungen ermöglicht.

“Songs of Attunement“is a three-month research period intended to explore sung expressions of mourning, grief, and loss. Songs of Attunement embraces and disrupts tradition by fusing ancient cultural forms drawn from Georgian and Corsican laments, as well as relying on new, experimental electronic techniques of composition and presentation.

Eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Verständnissen und Ansätzen der kuratorischen Arbeit; eine Suche nach einer durchlässigen, transparent und nachvollziehbar kommunizierten und paritätischen Kurationspraxis, die die Sorgfaltspflicht gegenüber Künstler*innen und Publikum in den Mittelpunkt stellt.

In der Recherche „Space as Material“ widmet sich Hannah Schillinger der Untersuchung einer der Kernfragen ihrer Arbeit: Wie lässt sich der Raum zwischen den Dingen wahrnehmen, ausdrücken oder mit ihm interagieren? Ergänzend dazu lädt sie Interessierte zu 3 Wochenendlaboren ein, in denen sie ihre Praxis teilt und Wege erforscht werden, Raum in Tanz, Bewegung und andere Medien zu übersetzen.

Die Recherche befragt, wie im musiktheatralen Kontext transkuturell gearbeitet werden kann, ohne oberflächliche Aneinanderreihung, ohne multikulturelles Sampling oder der kulturellen Aneignung zu verfallen, sondern substantielle Verbindungen und Auseinandersetzungen zu schaffen und wie sich Musiktheater in diversen Räumen und Kontexten bewegen, mobil sein kann und unterschiedlich rezipiert wird.

Eine choreografische und schauspielerische Überlegung für und über Social Media. Wo können Kunst und soziale Medien zusammenkommen und neue Wege für künstlerische Arbeit und content creation bilden und wie kann das uns als Kunstschaffende zeitlich, aber auch inhaltlich entlasten sowie bereichern?

Die akrobatische Performance erzählt vom ungewöhnlichen Neuanfang einer Frau in der Mitte ihres Lebens, und untersucht dabei das Phänomen der Balance. Fokus der Bewegungs-Recherche ist die Dekonstruktion akrobatischer und tänzerischer Bewegungen in ihre essenziellen Qualitäten wie Spannung, Fokus und Stille als Potenzial. Mit Choreographien und Texten erzähle ich von der Suche nach dem Selbst. 

Innerhalb der Recherche "closer-voice-lab" recherchiere ich zur Vorbereitung der Inszenierung "close.r" von TheatreFragile zu dem Thema Einsamkeit. Ziel der Recherche ist das Erlangen eines tiefgehenden Einblicks in die Problematik der Einsamkeit in unserer Gesellschaft und das Durchführen von Interviews. Aus diesen entwerfe ich Skizzen zu möglichen szenischen Umsetzungen und zu Stimmcollagen.

Darf ich mal kurz stören? Produktiv stören. Attraktiv stören. Subversiv stören. Gar nicht fragen ob ich mal kurz darf. Performativ stören. Was ist alles möglich im öffentlichen Raum? Tanzen, Summen, in der Nase bohren. Ausgetretene Pfade verlassen um neue zu gehen. In der Audio-Performance Stören probieren wir es aus, entlarven die Norm und entdecken in der Störung eine neue Kommunikationsform.

The research project “Susans in Telematic Spaces” develops the feedback performance piece “Lazy Susan” into a telematic performance practice. It furthermore investigates the interaction and coordination of physical and telematic spaces that come together in one performance. It develops an innovative way of telematic performance in virtual and physical acoustic spaces.

Popping and contemporary dance are two styles that are rarely seen together on stage.I want to dig deeper into what emotions and illusions can be created with these two movement forms when they join a symbiosis, embedded in theatre context. For this step my goal is to learn different approaches from contemporary choreographers and read up on this topic for an own unique documentation's method

Mit dieser Arbeit stellt sich Merle Richter die Frage, wie sie als Kostümbildnerin Identitäten schaffen kann, die nicht westlichen binären Herrschaftslogiken folgen, zugleich sich keiner kulturellen Aneignung bemächtigen. Auf spielerischerweise werden Geschlechterklischees im Kostümbild auf den Grund gegangen und gefragt, woher sie kommen und was sie erzählen.

Diese Forschungsarbeit hinterfragt die Bedeutung von Heimat. Sie untersucht das Bedürfnis im Exil lebender queerer People of Color nach einem Zuhause.Was ist Zuhause? Was bedeutet es im Exil zu sein? Können wir mehr als ein Zuhause haben oder sogar ohne eines sein? Wie stellen wir uns eine queere Zukunft fern der Heimat vor?

In einer intensiven Tanz- und Bewegungsrecherche setzt sich die Tänzerin und Choreografin Laura Wolf künstlerisch und experimentell mit Tanz auf Kufen auseinander. Orientiert an Laban´s Bewegungsstudien und Methoden des zeitgenössischen Tanzes erprobt und erweitert sie ihr tänzerisches Repertoire in Schlittschuhen auf Kunststoffeis.

“Tanzstudien in Grau, Blau und Grün” ist eine theoretische und praktische Recherche der Choreographin und Performerin Anne Retzlaff. Der Fokus liegt hier auf Problematiken, die durch Eingriffe und Veränderungen in marinen Ökosystemen und Strukturen entstehen. Durch die Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen und eine Weiterbildung in Somatics werden zukünftige Projekte vorbereitet.

In TECH PERFORMS setzt sich Anja Zihlmann mit der Performativität von Technologie auseinander. Sie untersucht wie Technik auf der Bühne und im Alltag selbst zur Akteurin wird. Neben dieser Theoretischen Recherche wird sie sich in der Programmierung von Mikrocontrollern weiterbilden. Dabei entwickelt sie mobile Maschinen und nähert sich so auch praktisch der Performativität von Technologie an.

Innerhalb der Recherche möchte ich untersuchen, welche historischen Spuren der Tanz in der europäischen Kultur des Karnevalesken hinterlassen hat und welche Rolle der Tanz in der anti-autoritären Tradition des Karnevals spielt. Die Recherche ist in Literatur- und Bewegungsrecherche unterteilt und soll zur Materialsammlung für eine Stückentwicklung dienen.

“The disappearance of the fireflies” consists of a reflection on the impact of human beings on climate change through an artistic exploration of a recreated ecosystem. The research will allow me to transcribe the narrative of this ecosystem in a graphic score and to imagine how to transpose it into an immersive eco-scenography.

Das Ritual fordert Zerstörung, um Raum für etwas Neues zu schaffen. Ein Opfer muss gebracht werden um dafür - was? - gewährt zu bekommen. Dem Objekt und jeder Lebensform wohnt die potentielle Zerstörbarkeit inne und das Ritual stellt zyklisch das Ende vor den Anfang. Was - im Gegenzug - erwartest du dafür, dass du zerstörst? Rat? Die Erfüllung ein Wunsches? Oder vielleicht einfach nur - Freiheit?

"The future movement in a dance archive" is an archival research project examining the dance photographs taken by Wilfried Krüger of dancer/choreographer Christine Brunel. The research takes the perspective of dance photography, as an archival tool, and brings it into an energetic process in order to reveal the potential futures of a dance already gone.

THE FUTURE OF SEX: Können wir Roboter lieben? Wie wird sich unsere Sexualität in der Zukunft verändern? Welchen Einfluss hat /wird die Technologisierung auf unsere Sexualität haben? Vor welchen ethischen und politischen Herausforderungen stehen wir? „The Future of Sex“ ist eine konzeptionelle Recherche für das Kollektiv multipluralwesen, an der Schnittstelle von Performance, Tanz und Figurenspiel.

"Made in Germany": Ein Qualitätssiegel. Die Vorstellung, dass Deutsche besonders gut arbeiten, hält sich hartnäckig. Ist in dem überhöhten Selbstbild von "deutscher Wertarbeit" nicht auch ein abwertendes Fremdbild inbegriffen? Die Recherche macht sich auf eine biografische, theoretische und literarische Spurensuche nach dem Nationalsozialismus im Mythos der "deutschen Wertarbeit".

Was tun wir, wenn die Welt plötzlich keinen Sinn mehr ergibt? Manchmal steht man ganz schön ratlos da. Aber dann fängt man sich wieder - mit "Strategien" wie Lachen, Weinen, Beten, Leugnen, Masturbieren, Lesen, einen Wutanfall bekommen... Coping-Mechanismen sind im Kleinen, was im Größeren diverse Strategien der Problemlösung sind. Welche sind die häufigsten und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Welche Rolle spielt Rache in der Jüdischen Mythologie und Folklore? Welche Rolle spielt sie in unserer gegenwärtigen Jüdischen Community? Ist die Torah nicht voll von Rache? Wir sollen die Ägypter umgebracht haben, und die Seleukider, und die Perser, aber wie sehen wir uns heute? Und wie haben wir uns im Schtetl gesehen? Wie beeinflusst uns heute unsere jüngere sowie auch unsere uralte Mythologie?

Recherche zur Erstellung grundlegender Inhalte zu der Frage, wie der tanzende Körper zum Übermittler geerbter Verantwortung werden kann. Welche Geschichten erzählen wir? Wie sehr können wir die Gegenwart gestalten, ohne die Vergangenheit dabei außen vor zu lassen und wie können wir eine mögliche Zukunft zeichnen, in der die Geschichten, die wir in uns tragen, nicht dem Vergessen anheimfallen.

Es soll recherchiert werden, welche Formen und Stilmittel des Theaters sich besonders für Senior:innen - vor allem auch solche, die bereits an bestimmten Erkrankungen leiden, eignen. Wie kann Theater weiter am Leben teilhaben lassen, Erinnerungen wecken oder den Lebensabend reicher und erfüllender gestalten?

Through our gaze is a research that looks to question stigmatization, deconstructing patriarchal and colonized notions. By denying the rigidity of the self/other binary, Through our gaze investigates the spectrum between self and other: A self that has an intersectional nature. Exploring a body in transformation to inhabit a body of resistance, by being vulnerable under the gaze of a stranger.

Bühnen- und Filmschauspiel: zwei Welten mit eigenen Regeln, Spieltechniken und Darbietungsformen. Doch in der Praxis immer digitaler arbeitender Theater findet eine (multimediale) Komposition längst statt. Statt too much oder too litte: Inwiefern können die Techniken aus beiden Welten gewinnbringend verbunden werden?

Dieses Stipendium dient der Erforschung choreografischer Praktiken der Piraterie. Die Piraterie ist eine queere Linie, die sich über Klasse, Segregation, Sexualität oder Geschlecht hinwegsetzt. Eine nicht vererbbare, auf Leistung basierende Wirtschaft, die parallel zum kolonialen Denken verläuft. Kolonien brachten dem Reich Reichtum. Piraten hielten den Reichtum in den Kolonien.

Ich erforsche das Transformationspotenzial von Geschlechts-Dekonstruktion in Bezug auf Luftartistik- und Strongman Wie können intersektional feministische Motivationen Eingang in darstellerische Arbeit finden?Dabei schöpfe ich zum einen aus der von Butler geprägten Theorie des Doing gender und zum anderen aus der im Zirkus vorhandenen Tradition der Andersartigkeit und Undeutsamkeit von Geschlecht

Aus der Perspektive des visual composers werde ich mit der Weiterentwicklung meiner Transitional Sculptures beschäftigen, und recherchieren wie der Ansatz des an Improvisationstechniken angelehnten, temporären Bühnenskulpturen sich auf Kostüme übertragen, und zu tragbare, temporäre und wandelbare Skulpturen entwickeln können.

Oft lösen die Folgen der Klimakrise ohnmächtige Verzweiflung (Solastalgie) aus - wie kann dieses Gefühl in Gemeinschaft und Hoffnung transformiert werden? Können Flüsse uns trösten, auch wenn sie trocken liegen, über ihre Ufer treten oder toxisch werden? In der Recherche zu Flüssen in der Klimakrise entsteht trostspendendes Material, das ich auf sein performatives Potential hin untersuche.

TRIGGER ist eine intensive Auseinandersetzung mit theatralen Sprachen jenseits des Textes. Aus der multisensorischen Recherche zu Triggern soll das Konzept für eine immersive, begehbare Inszenierung entstehen, die über Wiederholung und Verschiebung der scheinbaren Trigger-Reaktionspaare Assoziationen weckt, statt Trigger zu reproduzieren.

Das Trojanische Pferd war eine performative Installation zur Beendigung eines furchtbaren und langen Krieges. Heute steht es für Cyberattacken oder Vireninfektionen. In einer interdisziplinären Recherche untersucht Max Schumacher Strategien des Vortäuschens und Versteckens in Militär, Politik, Biologie und Computerwissenschaft - ausgehend von einem antiken Mythos - dem Mythos einer Performance.

'Überverortung' ist eine performative Untersuchung der ehemaligen Singer Nähmaschinenfabrik Wittenberge. Mit kollaborativen Ansätzen aus Tanz, Architektur und Soziologie untersucht Aaron Lang, wie dort historische, soziale und ökologische Systeme und Narrative zusammenhängen. Wie enstehen Ideen wie 'Kulturlandschaft' oder 'Arbeiter*in' und wie kann man diese physisch erfahren und erfahrbar machen?

How to implement new digital languages in the performing arts? This project seeks to create dramaturgies that are consequent and interact organically with the new digital tools and techniques, exploring them in depth by using the augmented imagination, creating performing pieces where our digital identity becomes fluid; freeing itself of all limits of gender, race, age and the physical world.

UN/SOLIDE ist eine Recherche von Sebastian Faßnacht, in der untersucht werden soll, wie der Einsatz von un/soliden, ephemeren Materialien, wie Schallwellen, Licht, Temperatur, Duft/Geschmack, Humidität etc. genutzt werden können, um theatrale Räume zu gestalten, die ein multisensorielles Erleben sowohl bei den Rezipient*innen als auch bei den Performer*innen evozieren.

In UNDER möchte ich mich der Frage stellen, was unter Allem für uns Sichtbaren und Wahrnehmbaren ruht. Natürlich hat es in der Geschichte viele Erklärungsversuche gegeben. Das Projekt beschäftigt sich mit einer anthropologischen Recherche rund um den Körper, und dabei soll es vor allem um kulturelle Praktiken und soziales Selbstverständnis in Bezug auf den menschlichen Körper im Wandel gehen.

Unversiegelter Boden als formbare, transformative und durchlässige Oberfläche bildet das zentrale Forschungselement des Projekts UNSEALED SOIL. Dabei begibt sich die Recherche auf Wiesen- und Parkflächen im städtischen Raum und untersucht in einem posthumanen Verständnis verschiedene Arten des Aufeinandertreffens von Körper und Boden.

"Unser Wohnzimmer, unsere Küche und unser Spielraum": Recherche und Planung einer partizipativen Installation, welche sozial benachteiligten Menschen Zugang freien Zugang zu einem Kulturprogramm im öffentlichen Raum ermöglicht. Welche Orte sind in Hamburg geeignet? Welches künstlerische Format ist mit den neu kontaktierten Teilnehmer*Innen am ausgewählten Ort am besten umsetzbar?

Welche Rolle spielen Geschlecht und Sexualität im Leben von Menschen, die intersektionale Verschränkungen erfahren? Wie verhalten sich die Themen Geschlecht und Sexualität in Bezug auf Migration, Rassismus, Klassismus und Sexismus? Eine Tanzperformance, basierend auf VerTrauen vs RƎVO⅃ution, in denen es um "unsere", eine nicht-weiße und de-koloniale Form von Liebe und Freude geht.

Glockenbach - ein Münchener Stadtbach, rauscht durch das Viertel. VIDEO KILLED THE RADIO macht STIMMEN eines Stadtviertels als monatliches LIVE RADIO hörbar. Kinder, Jugendlichen und (junge) Erwachsene werden RADIO Macher*innen und treffen auf interessierte Zuhörer*innen.

Violet ist ein Forschungsvorhaben zu und mit Menschen mit Demenz. Die praktische Recherche dient der Entwicklung einer Strategie, mit Menschen mit Demenz evtl. auch mit Down-Syndrom arbeiten zu können und dient zielführend der Erstellung des performativen Experimentalfilms „Violet“, in dem die Darsteller*innen mit Demenz sich selbst repräsentieren.

Lange Zeit war es technisch nur sehr aufwendig möglich an Projekten im Bereich von Virtual Reality zu arbeiten. In jüngster Vergangenheit wurden jedoch die bislang vorhandenen Barrieren graduell abgebaut und wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir uns diese Technologie aneignen sollten. Hierbei sollten wir es als eine neue Möglichkeit, statt einer Alternative zu Live-Aufführungen betrachten.

Der Vogelgesang bildet in vielen Kulturen Ausgangspunkt für neue Kunstwerken. In den letzten Jahrzehnten sind spezifische Forschungsstudien erschienen, die uns neue Erkenntnisse zur Verfügung stellen, besonders mit Hinblick auf formale Strukturen der verschiedenen Vokalisierungen. In diesem Zusammenhang, welche Faktoren und wie kann man in Verbindung mit musikalischen Kreativprozessen ansehen?

Inspiriert von Doku-Fiktion, queerer und experimenteller Autobiographie und somatischen Methoden (wie Body-Mind-Centring), beschäftigt sich mein Recherche Projekt mit der Stimme –sowohl als physisches Organ als auch Konzept des Ausdrucks. Wenn alles zum Material wird, wie stimmig muss es sein? Jenseits des Rollenhefts von Heteronormativität, von Familie—welchen anderen Linien können wir folgen?

Wie kann in einer immer digitaler werden Welt, in der Werbung, Kunst, Sozial-/Geschäftsleben im urbanen Raum miteinander verschmelzen, eine Schnittstellentechnologie wie Augmented Reality künstlerischen Einfluß auf das ästhetische Erfahren einer Stadt haben und welches künstlerische Potential steckt in der Verschmelzung von realen und virtuellen Raumarbeiten in Urban Performance / Installation?

Eine feministische Recherchereise zum Unglück meiner Familie. Seit gut einhundert Jahren scheint auf den Frauen meiner Familie ein Fluch zu liegen. Wie sonst könnten sich Leid, Missbrauch, Armut so von Generation zu Generation vererben – egal ob Kaiserreich, Nazi-Deutschland, DDR oder Marktwirtschaft? Am Ende soll ein Konzept stehen für sehr persönliches Masken- oder Figurentheater.

Das Recherchevorhaben geht rund um das Frankfurter Tor im Friedrichshain auf die Suche nach weiblichen Strategien des Alltags. Die Publikation „The Carrier Bag Theory of Fiction“ wird zur Grundlage für Gespräche über das Überleben in verschiedenen poltischen Systemen. In generationsübergreifenden Begegnungen entsteht ein lokales Arsenal weiblicher Sammelstrategien unter dem Radar.

Was hat der Klimawandel mit mir zu tun? Wo wird er in meiner Umgebung erlebbar? Wie kann ich diese Veränderungen im Material- und Figurentheater künstlerisch aufarbeiten? Mit einer inhaltlichen Recherche, einer darauf folgenden regionale Recherche vor Ort, einer Materialrecherche des Wandels und der beginnenden Künstlerische Aufarbeitung der Ergebnisse beschäftigt sich „Wandelbar“.

Was bleibt von einem künstlerischen Schaffen nach dem Tod des Künstlers/ der Künstlerin? Wie kann man sich performativ an das Werk erinnern, ohne es nur zu konservieren? Wie umgehen mit dem Nachlass und der Frage, was von dem eigenen Werk vielleicht einmal bleiben soll? Wie lässt sich so etwas nachhaltig produzieren ohne die Gefahr, damit zu nostalgisch zu werden?

Wave Scaping is a research project which focuses on the development of a method of composing physical experience of music. The music dedicated to the hearing impaired and hearing audience not only brings them together in a shared experience of an art work, that doesn’t differ for both groups, but also evokes new thinking about this medium.

Bräuniger setzt sich mit den Golden Records der NASA Voyager Missionen (1977) auseinander: Wer hat kuriert und auf welchen Kanon wurde bei der Kuration zurückgegriffen? Welche Stimme dabei ausgelassen? Und worauf würden wir uns heute einigen? Was soll hinterlassen werden und was lieber nicht? Ziel sind 3 unterschied. Konzepte für Performances - Fokuspunkte: Partizipation, Immersion, Installation.

WE ARE REALLY GOOD AT TALKING ABOUT MATERIAL THINGS verortet sich als queere, post-anthropozentrische Arbeit und aktive Schnittstelle zwischen Materie, Narrativ und Körper. Es ist die Suche nach Methodiken des Erzählen und Teilen, die beleuchten will wie tief Narrative in Praktiken eingeschrieben sind. Wir bilden neue Formen der Intermedialität in Körper und Erzählung. Art as Material Speculation.

Regisseur und Performer Daniel Schüßler möchte die Mittel der Rechercheförderung für eine persönliche Weiterbildung durch Expert:innen aus den Bereichen Visual Arts, Coding sowie Electronic Composition einsetzen, um zukünftig den immer komplexer werdenden Möglichkeiten der Nutzung digitaler Technologien in den Performing Arts begegnen zu können.

Für die Recherche „Wenn der Gasmann nicht mehr klingelt" untersucht der Regisseur und Dramaturg Benjamin Zock die politische Auseinandersetzung um die Beantwortung der sozialen Frage und deren mögliche Erzählweisen für die Theaterbühne. Als Grundlage dient ihm hierzu das Theaterstück „Rudimentär" von August Stramm aus dem Jahr 1914.

Wer bin ich und wie viele? Wenn sich das eine gestandene Kabarettistin und Satirikerin fragt wird es tiefgründig, emotional und bissig. Effi B. Rolfs betrachtet, kommentiert und nimmt auseinander, dabei macht sie vor sich selbst nicht Halt. Denn: Nach ausführlichen Recherchen und "Gesprächen" mit den Figuren und Rollen die sie in den letzten Jahren spielte, gilt es bestimmt manches abzurechnen.

Recherche über die Parameter, die Tanz und Tanzevents ermöglichen. Praktische Erprobung von Tanz-und Performance Events sowie ArtCamps mit unterschiedlichen Partnern, Orten und Gruppen. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung eines neuen Workshopformats für Tanz, Performance und Gesellschaft, durch die Erforschung von Tanz als menschlich-gesellschaftliches Bedürfnis sowie als Kunstform.

In einer von Migration geprägten Gesellschaft gibt es für immer mehr alte Menschen einen letzten Ortswechsel: zurück zu ihrer Herkunftskultur. Mit der Pensionierung verlassen sie ihnen vertraute Orte - für vermeintlich vertrautere. Welche Ideale und Hoffnungen stecken hinter der "Altersmigration", zu welchen Konflikten kann sie führen? Welche Narrative eignen sich für eine Adaption im Theater?

Das Objekttheater arbeitet mit bedeutungsvollen Blicken, Klischees und präzisem Timing. Ich will herausfinden, wie mithilfe ausgewählter Objekte der Wilde Westen auf einer Tischbühne entstehen kann. Forschungsfelder: Der gelenkte Blick des Betrachters im Film und Objekttheater, Charakterstudien klassischer Westernfiguren, die kritische Betrachtung des Genres und seiner historischen Probleme.

Die eigene künstlerische Handschrift medial und digital sichtbar zu machen ist das Thema meiner Recherche. Ich möchte mich intensiv damit auseinandersetzen, wie die Essenz meiner Arbeit klarer nach außen transportiert werden kann, damit eine professionellere Vermarktung des Profils meines Tanzensembles und eine vorteilhaftere Platzierung auf dem internationalen Tanzmarkt erreicht wird.

Um die Klimakrise zu erzählen, ist das Darstellen von Extremwetterereignissen vielversprechend. Wie machen dies die (audio)-visuellen Medien und inwiefern sind Praktiken übertragbar? Welche Vorbilder gibt es in den darstellenden Künsten, die Voyeurismus umgehen aber imstande sind, zu berühren? Wie erzähle ich von resilienten Individuen und gleichzeitig von der Intensität von Naturgewalten?

Tina Kukovic-Ulfik erarbeitet eine Auflistung dramatischer Texte, die sprachlich so niedrigschwellig sind, dass man sie unbearbeitet für Darsteller:innen mit geistiger Beeinträchtigung verwenden kann. Auch untersucht sie Methoden und Schreibtechniken, die für die Bearbeitung dramatischer Texte hin zu einer Barrierefreiheit für Darsteller:innen mit geistiger Beeinträchtigung anwendbar sind.

Entwicklung eines intergenerationalen Theaterprozesses mit dem Horizont einer egalitären Einreihung des Menschen zwischen Pflanzen und Tieren – Raum für Visionen und neuen Erzählungen für ein morgiges Leben. Wie prägen Anpassung und Gerechtigkeit das Zusammenleben von Mensch und Tier?

Mit dem Recherchevorhaben "Wir" (AT) versucht die gern transmedial agierende Künstlerin Sabine Schreiber die Grundlage für ein womöglich Grenzen überwindendes Theater-Tanz-Konzert-Erlebnis zu generieren. Grundlage dafür sind der Kompositionszyklus "Lebenslieder" vom preisgekrönten Komponisten und Gitarristen Bernhard Prüflinger und die dazugehörenden Biografien von 4 Frauen, die in Kiew wurzeln.

In den Kiefern-Forsten in Treuenbrietzen (Brandenburg) gab es 2018 verheerende Waldbrände, dieses Jahr brannte es dort wieder. Wie können wir uns diesen Auswirkungen der Klimakrise ästhetisch annähern? Dabei soll szenisches Potential von Waldbränden untersucht werden und Möglichkeiten, partizipativ mit Menschen, die die Brände in spürbarer Nähe erlebt haben, zu arbeiten.

Während der Pandemie wurden gesamte Gewerbebereiche geschlossen, die als nicht essentiell auch als besonders risikoreich galten: Bars, Clubs, Sexarbeit. Ich werde eine Recherche zu diesen Räumen des Nachtlebens betreiben und mich mit ihren physischen, ästhetischen und psychosozialen Eigenschaften auseinandersetzen, als Inspiration für Berlin Stories 2.0, einem immersiven Storytelling-Event.

Wie können wir komplexe Erzählungen über das digitale Zeitalter entwickeln? Und welche Figuren sollen dabei im Zentrum stehen? Ausgehend von Ada Lovelace, der ersten Programmiererin der Welt, werden Arbeit und Biografien weiblicher Programmiererinnen und Computer-Ingenieurinnen der Vergangenheit und Gegenwart untersucht und sichtbar gemacht– als Ausgangspunkt für zukünftige Texte und Performances.

Arbeit? Welche Leistungen werden nicht als Arbeit markiert, anerkannt und bezahlt? Bedeutet Lohn Anerkennung? Wie kann ich den Begriff Arbeit dekolonisieren und antikapitalisierten? Welcher Arbeit leiste ich als light-skinned Schwarze, Afrodeutsche, queere Person in weißen, heteronormativen Strukturen. Wie kann ich die Arbeit von Schwarzen Menschen und BIPOCs sichtbar machen und anerkennen?

Die linke und (post-)migrantische Geschichte und Gegenwart des Bezirks Kreuzberg wird von mir anhand literarischer und lyrischer Texte erforscht und durch das Format eines zu entwickelnden Stadtspaziergangs erfahrbar gemacht. Teil der Recherche sind neben der Suche nach literarischem Material auch die Auseinandersetzung mit den Orten und Kontexten seiner Entstehung.

"You wouldn’t let me fall" is an investigation into the empowerment of the sick Queer body through creating alliances along the lines of vulnerability and strength between different time zones/periods and communities.

Die Software QLab ermöglicht auch bei geringem Budget eine sehr professionelle Aufführung, in der Licht, Ton und auch Video synchronisiert werden und sogar von der Bühne aus gesteuert werden können. Neben der Vertiefung in die unentdeckten Funktionen möchte die Recherche die Möglichkeiten der individuellen Fernsteuerung ausloten, um im Idealfall künstlerisch spontan live zu arbeiten.

Das Rechercheprojekt zu „Fat Shaming“ und „Body Positivity“ geht der Repräsentation nicht-schlanker Körper in der Kunst, speziell dem Theater, auf den Grund. Die Frage lautet: Wie kann das Theater dem Beispiel anderer Medien der Populärkultur folgen, um den Körper auf der Bühne nicht nach seinem BMI-Wert zu beurteilen und dadurch eine größere Bandbreite von diversen Figuren darzustellen?