GLOBAL VILLAGE KIDS Digital

Ein Förderprogramm im Rahmen von "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung".

Das Programm GLOBAL VILLAGE KIDS ermöglicht Projekte an der Schnittstelle von Freien Darstellenden Künsten und Kultureller Bildung. Das Programm hat zwei Förderschwerpunkte: künstlerische Vorhaben in ländlichen Räumen und künstlerische Vorhaben in digitalen Räumen.

In den Projektformaten von GLOBAL VILLAGE KIDS in digitalen Räumen sollen Kinder und Jugendliche ab 3 Jahren, insbesondere in sozialen, finanziellen oder bildungsbezogenen Risikolagen, Kinder und Jugendliche mit Behinderung sowie Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung angesprochen werden. Gesucht werden Vorhaben, die digitale und hybride Räume und Techniken in den unterschiedlichen Genres und Sparten erschließen und künstlerisch-empowernde, bewusste und kritische Zugänge zu digitalen Medien ermöglichen. Thematische Fragestellungen können sich sowohl mit dezidiert digitalen Inhalten, wie dem Internet der Dinge, digitalen Begegnungsräumen, Künstlicher Intelligenz, Virtual und Augmented Reality, selbstlernenden Maschinen, Games, Social Media, Theater für Digital Natives auseinandersetzen als auch andere gesellschaftlich relevante Themen in den Blick nehmen, die mit digitalen Mitteln umgesetzt werden. Mit dem Fördervorhaben wird sowohl den Bedarfen der stetig wachsenden Zielgruppe der Digital Natives als auch dem Interesse der Künstler*innen an diesem Ausdrucksfeld und seinem Innovationspotential Rechnung getragen.

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit 2013 außerschulische Projekte der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche, die wenig Zugang dazu haben. 27 Programmpartner aus Bildung, Kultur und Sozialwesen setzen das Programm um und fördern lokale Projekte, die von Bündnissen für Bildung beantragt werden, oder führen diese gemeinsam mit lokalen Partnern durch. Hierfür stellt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend jährlich bis zu 50 Millionen Euro bereit und leistet damit einen Beitrag für mehr Bildungschancen in Deutschland. Mehr zum Programm und den Antragsmöglichkeiten erfahren Sie hier: www.buendnisse-fuer-bildung.de.

Video mit Audiodeskription

Was wird gefördert?

#Kulturelle Bildung

Gefördert werden format- und je nach Projektlaufzeit ergebnisoffene künstlerische (auch hybride, analoge und digitale) Vorhaben, sowie künstlerisch-partizipative Arbeitsansätze mit Kindern und Jugendlichen zwischen 3 – 18 Jahren in Risikolagen, in kurz-, mittel- und langfristigen Projektlaufzeiten, die von einem Bündnis aus mindestens 3 Partner*innen aus Kunst/Kultur, Bildung und Gesellschaft durchgeführt werden.

Die Fördermodule umfassen dabei kurzfristige Laborvorhaben mit einem Gesamtstundenumfang von mindestens 30h, sowie Prozessvorhaben mit einem Gesamtstundenumfang von mindestens 60h. 
Die Laborförderung wird insbesondere neuen Bündnissen zur Erprobung und für kleinere Projektumfänge, z.B. Ferienwerkstätten empfohlen. Sie kann ergebnisoffen angelegt werden. 
Die Prozessförderung (ausschließlich für 2027 beantragbar) kann nur für bereits von GLOBAL VILLAGE KIDS geförderte Antragsteller*innen oder Bündnisse beantragt werden. Sie dient erprobten Bündnissen zur Vertiefung ihrer Arbeit sowie langfristiger angelegten Projektumfängen und soll mit einem Projektabschluss beendet werden. 

Wer kann sich bewerben?

Bündnisse aus mindestens 3 Partner*innen aus Kunst/Kultur, Bildung und Gesellschaft. Alle Bündnispartner*innen müssen als juristische Personen (z.B: Verein, Einrichtung in öffentlicher oder privater Trägerschaft, GmbH etc.) oder GbR organisiert sein und ihren Sitz und Arbeitsschwerpunkt in Deutschland haben.

Antragsberechtigt aus dem Bündnis sind: Akteur*innen aller Genres und Sparten der Freien Darstellenden Künste (u.a. Performance, Schauspiel, Tanz, Musiktheater, Figuren- und Objekttheater, Theater im öffentlichen Raum, Zeitgenössischer Zirkus, Digitale Darstellende Künste). Einzelpersonen sind nicht antragsberechtigt. Schulen und Kitas sind nicht antragsberechtigt, können aber Bündnispartner*innen sein. Alle Bündnispartner*innen bringen Eigenleistungen ein.

Wie viel kann beantragt werden?

Zum 01. Mai 2026 kann die Laborförderung mit einer Antragssumme von 5.000 Euro bis maximal 15.000 Euro (inklusive 7% Verwaltungspauschale) für 2026 sowie 2027 sowie die Prozessförderung ab 15.000 Euro bis maximal 40.000 Euro (inklusive 7% Verwaltungspauschale) ausschließlich für 2027 beantragt werden.

Je nach Antragslage steht die maximale Höchstfördersumme ggf. nicht zur Verfügung. Die Vergabequote in GLOBAL VILLAGE KIDS beträgt: 2/3 der zu fördernden Projekte entfallen auf die Laborförderung und 1/3 der zu fördernden Projekte auf die Prozessförderung. Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Förderung.
Es handelt sich um eine Vollfinanzierung.

Antragstellung und Förderfristen

Die Antragstellung beim Fonds Darstellende Künste erfolgt ausschließlich online über die externe Datenbank kumasta.

Die nächste Antragsfrist ist der 01.05.2026 (Projektbeginn frühestens 01.07.2026).
Die mögliche Projektlaufzeit für die bewilligten Labor- und Prozessvorhaben beginnt mit der positiven Förderzusage und endet spätestens 2 Wochen nach dem letzten Tag des Projektes. Für alle Laborvorhaben in 2026 endet die Projektlaufzeit spätestens zum 30.11.2026. Für Labor- und Prozessvorhaben in 2027 endet die Projektlaufzeit spätestens zum 30.06.2027. Vollständige Verwendungsnachweise sind bis spätestens vier Wochen nach Ende des jeweiligen Vorhabens, spätestens zum 31.12.2026 (für Projekte in 2026) bzw. 31.07.2027 (für Projekte in 2027), fällig.

Weitere Hilfestellungen bieten die Regularien, FAQsund die Ausfüllhilfe zur Online-Antragstellung.

Prävention und Kinderschutz

Im Rahmen von GLOBAL VILLAGE KIDS geförderte Projekte verpflichten sich zu einem sensiblen, diskriminierungsfreien und respektvollen Miteinander und zu Maßnahmen, die die minderjährigen Teilnehmer*innen vor jeglicher, insbesondere vor sexualisierter, Gewalt schützen. Im Falle einer Förderung muss gewährleistet sein, dass die Bündnisse Einsicht in die Erweiterten Führungszeugnisse aller Personen, die direkten und regelmäßigen Kontakt mit beteiligten Kindern und Jugendlichen haben, nehmen und dokumentieren.

Da die Einsicht Erweiterter Führungszeugnisse nur ein Bestandteil umfassender Schutzmaßnahmen ist, bedarf es darüber hinaus weitergehender Schritte, insbesondere eines Schutzkonzeptes.

Hinweise dazu gibt es u.a. hier:

Das Wichtigste auf einen Blick

Formulare

Alle wichtigen Unterlagen stehen im Bereich Formulare zur Verfügung.

FAQs

Besuchen Sie den FAQ-Bereich des Fonds zu allgemeinen Fragen rund um die Antragstellung.

Beratung

Falls Sie Fragen zum Förderprogramm GLOBAL VILLAGE KIDS oder individuellen Beratungsbedarf zu ihrem Projektvorhaben haben, wenden Sie sich bitte an Eva Stöhr und Sabrina Schmidt. Wir beraten Sie gern vor der Antragstellung. Gern vereinbaren wir auch digitale Einzeltermine.

Beratung via Mail:

gvk*fonds-daku.de
 

Beratung via Telefon:

030 6293126-52/54

GLOBAL VILLAGE KIDS ist ein Förderprogramm des Fonds Darstellende Künste, gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen von Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung.

Jury

  • Lauryn Abubakari

    Junge Jury | Hamburg

    Porträt von Lauryn Abubakari © privat

    Lauryn Abubakari

    Junge Jury | Hamburg

    Lauryn, 17, lebt in Hamburg und besucht die 12. Klasse. Sie tanzt Hip-Hop und House, stand drei Jahre lang in der Hauptrolle der jungen Nala im Musical „Der König der Löwen“ auf der Bühne und wirkte in Projekten auf Kampnagel sowie in einem SWR-Spielfilm mit. Auch auf Rollerskates entfaltet sie ihre künstlerische Arbeit, sowohl in Projekten als auch auf Social Media. Neben der Bühne engagiert sie sich ehrenamtlich für Diskriminierungssensibilität, besonders in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Als Jurymitglied legt sie Wert darauf, Projekte auszuwählen, die Kinder und Jugendliche stärken, fördern und ihnen bereichernde künstlerische Erfahrungen ermöglichen.

  • Dan Thy Nguyen

    Theaterschaffender, Leitung fluctoplasma Festival, Studio Marshmallow | Hamburg

    Porträt von Dan Thy Nguyen © Nico Scagliarini

    Dan Thy Nguyen

    Theaterschaffender, Leitung fluctoplasma Festival, Studio Marshmallow | Hamburg

    Dan Thy Nguyen ist freier Theaterregisseur, Schauspieler, Schriftsteller und Sänger in Hamburg. Er arbeitete an diversen Produktionen u.a. im Ballhaus Naunynstraße, Mousonturm Frankfurt, auf Kampnagel, beim MDR und an der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 2014 entwickelte und produzierte er das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“ über das Pogrom von Rostock -Lichtenhagen, das 2015 in seiner Hörspielversion die „Hörnixe“ gewonnen hat und bis heute noch an diversen Institutionen gespielt wird. Seit 2020 leitet er mit seiner Produktionsfirma Studio Marshmallow das Hamburger Festival „fluctoplasma – 96h Kunst Diskurs Diversität“ und er ist stellvertretender Vorstand der LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg. 2021 erhielt er zusammen mit dem Gesamtensemble den Deutschen Hörspielpreis für seine schauspielerische Leistung. 2022 veröffentlichte er u.a. seinen ersten Gedichtband „Über Wasser und Tote“ und kokuratierte 2023 die Ausstellung „Wer wir sind“ in der Bundeskunsthalle Bonn.

  • Julian Kamphausen

    Kurator, Dramaturg, Geschäftsführer | Berlin

    Porträt von Julian Kamphausen © privat

    Julian Kamphausen

    Kurator, Dramaturg, Geschäftsführer | Berlin

    Julian Kamphausen verfügt über langjährige Erfahrung in Dramaturgie, Regie und Kulturmanagement an renommierten deutschen Theaterhäusern (u.a. Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Düsseldorfer Schauspielhaus, Berliner Ensemble, Schauspielhaus Wien). Als Autor und Regisseur entwickelte und realisierte er prämierte Hörspielprojekte. Zwischen 2016 und 2021 initiierte und leitete er erfolgreich innovative Formate für digitale und performative Kunst (Performersion bei der re:publica, Hauptsache Frei Festival Hamburg, Prater Digital Berlin). Als Mitbegründer des Studios für unendliche Möglichkeiten (2021) verantwortet er Strategien, Konzeption und den Ausbau strategischer Partnerschaften und Netzwerke. Zudem wirkt er ehrenamtlich in kulturpolitischen Gremien und Jurys (u.a. Fonds Darstellende Künste, Stiftung Zukunft Berlin, Fachausschuss Kultur Berlin, u.a.). 

  • Julia-Huda Nahas

    freischaffende Regisseurin, Autorin und Kulturpädagogin | Kaarst

    Portrait von Julia-Huda Nahas © privat

    Julia-Huda Nahas

    freischaffende Regisseurin, Autorin und Kulturpädagogin | Kaarst

    Julia-Huda Nahas absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Werbekauffrau und arbeitete mehrere Jahre als Projektmanagerin, Marketing- und Vertriebsleitung in der freien Wirtschaft. 2011 entschied sie sich für einen Kurswechsel und das Studium der Kulturpädagogik an der Hochschule Niederrhein, das sie 2015 mit einer Bachelorarbeit zu inklusivem Theater im Rahmen des EU-Projektes „kunst verbind(e)t“ abschloss. Neben der Realisierung freier Produktionen und Projekte arbeitet sie für städtische und freie Häuser. Hinzu kommen immer wieder themenfokussierte Projekte, wie die szenische Lesung „Heller Schatten“, eine Auftragsarbeit anlässlich der Einweihung des NS-Gedenkzeichens im Neandertal. 2020-2023 leitete Julia-Huda Nahas das von ihr initiierte Projekt BITTER (SWEET) HOME mit einem Fokus auf der Förderung von BI*POC Künstler*innen, antirassistischen Narrativen und kollaborativem Schreiben. Neben ihrer intensiven Netzwerkarbeit (theaterautor*innen-netzwerk, VThea, ASSITEJ) ist sie regelmäßig in Jurys vertreten. Aktuell ist sie Mitglied der Jury für den deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreis des Bundes.

  • Elena Philipp

    Kulturjournalistin | Berlin

    Porträt von elena Philipp © Ruth Hundsdoerfer

    Elena Philipp

    Kulturjournalistin | Berlin

    Elena Philipp ist Redakteurin bei nachtkritik.de und arbeitet als Moderatorin und freie Kulturjournalistin, u.a. für den Freitag und die Berliner Morgenpost. Seit 2018 hostet sie mit Susanne Burkhardt (Deutschlandfunk Kultur) den Theaterpodcast; 2020 hatte das Duo die Gastdozentur für Literaturkritik an der Universität Göttingen inne. 2021 war Elena Philipp als Co-Kuratorin der Konferenz "Theater & Netz" Mitherausgeberin des Sammelbands „Theater und Macht“ (Heinrich Böll Stiftung & nachtkritik.de). Sie ist Mitglied in diversen Jurys und gelegentliche Dozentin an der Freien Universität Berlin. Für die Online-Veranstaltungsreihe „Play Time – Stream und Diskurs junges Theater“ erhielt sie mit ihren Kolleginnen 2023 den Bernd-Mand-Preis für Kulturjournalismus.

  • Joshua Störzinger

    Junge Jury | Mannheim, Berlin

    Porträt von Joshua Stoerzinger © privat

    Joshua Störzinger

    Junge Jury | Mannheim, Berlin

    Joshua Störzinger, in Mannheim geboren und aufgewachsen, machte 2024 sein Abitur. Aktuell studiert er Tanz und Choreographie in Berlin. Er begeistert sich sehr für die Theaterwelt und Musik und deren ausgefallene Stile.